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Alkoholbomben über Deutschland

Vom 20.10.2008 10:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Moin Marigaux!

Ich kann ja deine Abneigung gegen Alkoholmonster verstehen. Aber jetzt sag du mir mal (und bitte auch alle die von der Sache was verstehen 11.11.11:11 11.11.11:11 ), wie man bei steigender Reife (es gibt eine Liste über den Lesebeginn und die durchschnittlichen Öchsle über die letzten 30 Jahre die das eindeutig belegt) Weine mit weniger Alkohol hinbekommt.
Mehr Restsüße? Unreiferes Lesegut? Riesling weg von der Mosel Oh Oh ?Oder wie soll es gehen Wichtige Frage Wichtige Frage Wichtige Frage

Gruß Pasta
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Vom 20.10.2008 10:52 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo Pasta,

wichtig scheint mir zunächst, daß die Winzer das Problem überhaupt erst mal ERKENNEN - anstatt über immer höhere Oechslegrade zu jubeln und über Werte, die früher als normal galten, zu jammern. Viele verstehen offenbar immer noch nicht, was die Stunde geschlagen hat, sondern basteln weiter lustig "Kabinette" mit 13 und mehr Umdrehungen (wie vergangenen Donnerstag beim Händler mal wieder probiert und für zu alkohöllisch befunden).

Ob und wie die Sache dann im Einzelnen zu steuern ist, wäre dann die nächste Frage. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel Spontanvergärung *ups ... *rotwerd* statt Reinzuchthefen. Denn bei den wilden Hefen ist die "Alkoholausbeute" häufig geringer als bei denen aus der Tüte (heißt es; der Arndi kann mich mal wieder korrigieren, falls das nicht stimmt).

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 20.10.2008 10:56 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

VillaRiesling Kaltmamsell


Mitglied seit 30.05.2005
395 Beiträge (ø0,15/Tag)
"Denn bei den wilden Hefen ist die "Alkoholausbeute" häufig geringer als bei denen aus der Tüte (heißt es; der Arndi kann mich mal wieder korrigieren, falls das nicht stimmt)."

Stimmt schon! Lachen

Gruß

Lars
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Vom 20.10.2008 11:04 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Pfeil nach rechts Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel Spontanvergärung Pfeil nach links

.... damit ich wieder haufenweise stinkende Weine mit unsauberen Noten trinken muss, die mir schon im 19.Jahrundert nicht gefallen haben ..... 11.11.11:11 11.11.11:11 11.11.11:11
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Vom 20.10.2008 11:06 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Das Copyright des von Marigaux kopierten Beitrages liegt bei seinem Autor und nicht bei uns, weswegen ich ihn entfernt habe. Ich denke, man kann auch ohne den über das Thema diskutieren.



________________________________________________________________________
Politics is not a bad profession. If you succeed there are many rewards, if you disgrace yourself you can always write a book.
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Vom 20.10.2008 11:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Übrigens - das Neueste bezüglich Klimaerwärmung wißt ihr noch gar nicht: Wenn dieser Supervulkan tatsächlich in "geologisch kürzester Zeit" Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen hochgeht, ist es vorbei mit dem milden Klima, dann gibt es auch keinen Wein mehr, also schon mal Vorräte lagern! Lachen

apokalyptische Grüße
Clarissa
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Vom 20.10.2008 11:09 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
...ich hatte schon so etwas befürchtet.

Wer den Text trotzdem noch lesen möchte, wende sich bitte vertrauensvoll per PN an mich. Ich sage ihm dann ab heute abend, wo er zu finden ist.

Googeln mit dem Titel des Freds hilft übrigens auch weiter.

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 20.10.2008 12:03 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
Hallo zusammen,

aus meiner Sicht kann dem Problem der "alkoholischen" Weine nur durch rigerose Ertragsbeschränkung bei gleichzeitig früherer Lese begegnet werden.

Das Ziel muss es sein den Extraktgehalt im Wein zu erhöhen, und nicht durch die Zugabe oder Belassung von deutlichen Restzuckergehalten ein Äquivalent zum höheren Alkoholgehalt zu schaffen.

Grüße

Wendi
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Vom 20.10.2008 12:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
BOOOIINNNGG.... BOOOIINNNGG....
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Vom 20.10.2008 13:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sossenbinder1 Küchenjunge


Mitglied seit 21.06.2007
2.017 Beiträge (ø1,12/Tag)
Pfeil nach rechts .... damit ich wieder haufenweise stinkende Weine mit unsauberen Noten trinken muss, die mir schon im 19.Jahrundert nicht gefallen haben ..... Pfeil nach links

BOOOIINNNGG.... 2 Jahrhunderte Trinken für den guten Geschmack, was für Erfahrungsschatz. Na!
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Vom 20.10.2008 13:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

weinschaf Hendlgriller


Mitglied seit 22.07.2004
2.432 Beiträge (ø0,85/Tag)
Interessant...
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Vom 20.10.2008 14:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
Moin zusammen,

sollte jemand die Meinung eines „Nichtexperte“ und „Chefkoch-Weinforum-Fast-Nur-Mitleser“ interessieren …:

Die Moselweine (zumindest die sauber gemachten) hatten früher den Reiz, dass diese eben leicht und fruchtig waren. (Besser beschreiben kann ich es nicht, die hatten eben diesen "Moselcharakter") Ich habe z.B. noch ältere Weine im Keller aus den 70er und 80ern (ob die noch schmecken, ist eine andere Frage) die haben selbst trocken ausgebaut einen knapp 2stelligen Alkoholgehalt. Liebliche Kabinettweine hatten häufig ein 7 vor dem Komma.

Diese Weine konnten auch die Alltagswein-Winzer der Mosel häufig gut (für den Normalbürger) herstellen.

Bei meinen letzten Weinproben an der Mosel konnte ich genau das feststellen, was Marigaux meint: Viele Winzer können mit den hohen Öchslegraden nicht umgehen. Sie jubeln und machen Werbung damit. Aber die Weine schmecken nicht (mehr). Die Weine haben nicht mehr den „Mosel-Charakter“ aber auch keinen neuen Charakter mehr.

Bestimmt haben die Top-Winzer der Mosel hiermit kein Problem, aber diese sind nun mal nicht meine Liga. Und da finde ich Marigaux unbedingt Recht. Die Winzer müssen erst mal begreifen, dass sie ein Problem haben. Irgendeine Lösung werden die dann schon finden, aber erst wenn das Problem erkannt ist.

(Ich habe übrigens mal im Fernsehen einen Bericht gehört, dass darüber nachdenkt an der Ostsee BOOOIINNNGG.... , Wein anzubauen (früher hätte man das auch schon gemacht), um die Lücke zu schließen, die z.B. die Mosel hinterlässt…)

Grüße

Gerd
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Vom 20.10.2008 14:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
Frag an die Profis,

ab welchem Öchslegrad oder Alkoholgehalt kann man verinfacht, ohne die sonstigen Parameter zu berücksichtigen ,im Durchschnitt von "ausgereiften" Trauben sprechen.

In Burgund fangen die Winzer ab a 12,5% Alkoholgehalt zu strahlen an.

Grüße

Wendi
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Vom 20.10.2008 15:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
In Burgund fangen die Winzer ab a 12,5% Alkoholgehalt zu strahlen an ...

und machen dann mit Rübenzucker 13,5% daraus ....
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Vom 20.10.2008 15:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Ostbelgier Kaltmamsell


Mitglied seit 26.01.2008
620 Beiträge (ø0,39/Tag)
...und ich fange richtig an zu strahlen, wenn ich bei Burgundern Exemplare finde, welche ihre unverwechselbare Geschmacksfülle bei nur 12,0 % entfalten, so z.B. der 98er Hautes Cotes de Nuits von Michel Gros oder der wunderbar feine Bourgogne 2005 von Hudelot-Noellat. So mag ich auch lieber fein-ziselierte Rieslinge (auch trocken) anstelle von Wuchtbrummen mit 14 %, wo man nach dem Genuss einer halben Flasche schon merkt, das einem die Sinne schwinden. Warum mehr Alkohol als nötig ?

Viele Grüsse

Ostbelgier
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Vom 20.10.2008 15:37 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
und machen dann mit Rübenzucker 13,5% daraus ....

Genau die kennen halt nur den Qualitätswein Lachen Lachen Lachen Lachen

Ostbelgier,

es mag sein, dass im Hinterland oder in den weniger guten Lagen noch solche Weine erzeugt werden, und auch wegen der Klimaerwärmung übrigens auch wohl immer bessere.

Aber Gegenargument: Wer würde aus Burgund einen klassifizierte Lagenwein mit "nur" 12,0% Alkohol heute noch kaufen??

Riesling mit 14% Alkohol macht auch für mich wenig Sinn, zumahl wenn er dann auch noch süß schmeckt.

Grüße

Wendi
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Vom 20.10.2008 15:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

MatthiasH Hendlgriller


Mitglied seit 16.09.2004
2.799 Beiträge (ø1/Tag)
Naja Gerd, Ich weiß nicht, ob Du da die Weine der Vergangenheit nicht etwas verklärst.

Genau diese Möselchen der 70er und 80er Jahre, waren die Weine, die auf der ganzen Welt den Ruf des Deutschen Weines nachdrücklich versaut haben. Süßliches Zuckerwasser ohne Substanz. Geerntet mit 100hl/ha bei 70 Grad Oechsle und dann auch noch restsüß ausgebaut. Liebfrauenmilch eben. Wenn das der Mosel-Charakter ist, kann ich verzichten. Na!

Erst nachdem man diese Weine auch für 2 DM nicht mehr verkauft bekam, hat sich doch dann die Einsicht breitgemacht, dass es mit niedrigeren Erträgen und mehr Reife auch bessere Weine geben kann. Zugegebenermaßen mancherorts auch der Glaube, je höher die Ochsen sind, desto besser müsse der Wein sein.

Zum Thema "Reife" finde ich diesen kurzen aber prägnanten Beitrag in Bernhard Fiedlers Weinblog sehr hilfreich.

Dass ein Haut Côtes von M. Gros aus 1998 mit 12% auskommt und schmeckt, ist nicht so verwunderlich Na! . Das bedeutet aber nicht, dass ein 1er oder Grand Cru nicht auch 13 oder 14% haben, übrigens auch ohne Chaptalisieren. Und ich will beide. Und ähnlich ists doch beim Riesling auch. Wenn er die Statur hat den Alkoholgehalt zu stemmen, hab ich keine Probleme damit einen 13%er zu trinken. Wenn ein Wein, der zu schwächlich ist um 11% zu stemmen dann 14% hat, ist's zuviel.

Warum sollte man sich auf einen Typ Wein beschränken, wenn man soviele verschiedene interessante Sachen machen kann?

Viele Grüße
Matthias

_____________________________________________________________
It is not from the benevolence of the butcher, the brewer, or the baker that we expect our dinner, but from their regard to their own interest. A.Smith
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Vom 20.10.2008 16:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Danke Matthias,

erstens für den super lehrreichen Link - es ist beruhigend zu sehen, dass weit mehr zum Weinmachen gehört, als im Weinforum schlau vor sich hin zu philosophieren.... HAR HAR HAR und es ist halt immer noch das Beste, von jemandem zu lernen, der sich wirklich auskennt;
zweitens für den hier: "Wenn er die Statur hat den Alkoholgehalt zu stemmen, hab ich keine Probleme damit einen 13%er zu trinken".

Ich finde, sowohl der fette Smaragd als auch das feine, leichte Möselchen haben ihre Berechtigung. Diese einseitig-subjektive Schreierei "früher war alles besser, vor allem die Weine" (blablabla) finde ich nur noch ermüdend müde .

Viele Grüße
Monti
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Vom 20.10.2008 16:37 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
Moin Matthias,

ich verkläre gar nix. Man macht es sich schon sehr einfach mit der Formel:

Früher + Mosel = Liebfrauenmilch.

Ich habe von wunderbar leichten und fruchtigen Weinen gesprochen (von trocken bis lieblich). Dies hat (und hatte auch in den 70er und 80er) mit Liebfrauenmilch aber auch so was von gar nix zu tun.

"Damals" gab es diese Weine (jenseits der Liebfrauenmilch), die den typischen (positiven) Moselcharakter hatten. Und genau diese Weine sind heute in der Weinvielfalt selten geworden. Ich will bestimmt nicht nur solchen Wein trinken, sondern auch.

Das Problem ist nun, dass anscheinend einige (oder viele) Winzer offensichtlich den Wein so erstellen wie früher (was damals gut war kann heute nicht schlecht sein), sich aber wundern, dass der Wein trotz höherer Öchselgrade nicht besser wird, sondern nur alkoholreicher. Diese Weine verlieren an Leichtigkeit aber gewinnen aber -außer an Alkohol- nichts.

Bis denn mal

Gerd
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Vom 20.10.2008 16:49 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
... da war ich zu langsam:

Hallo Monti,

Du schriebst:

"Diese einseitig-subjektive Schreierei "früher war alles besser, vor allem die Weine" (blablabla) finde ich nur noch ermüdend".

Wer hat "früher war alles besser" gesagt Sicher nicht!. Und geschriehen habe ich schon gar nicht. Das meiste (in Bezug auf Wein) ist heute deutlich besser als früher. Viele auch einfache Winzer (z.B. in Rheinhessen) haben verstanden, dass man nur bestehen kann, wenn man auf Qualität setzt, statt auf Masse. Das war früher anders. Aber darum geht es doch gar nicht.

Es fehlt (weitgehend) eine Art von Wein, die es früher eher gab (vielleicht gab es früher auch noch mehr Schrott, mag sein ..., aber wieder ein anderes Thema). Dafür gibt es heute viele Weine, bei denen der Alkoholgehalt das einzige Qualitätsmerkmal ist. Und das ist schon zu bedauern.

Gerd
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Vom 20.10.2008 17:00 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
Es fehlt (weitgehend) eine Art von Wein, die es früher eher gab (vielleicht gab es früher auch noch mehr Schrott, mag sein ..., aber wieder ein anderes Thema)

Gilt meines Erachtens auch für Bordeaux. Dort gab es in den 80igern noch massenweise Weine mit 11-12% Alkoholgehalt, die trotzdem "reif" schmeckten.

Grüße

wendi
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Vom 20.10.2008 17:07 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Hallo Gerd,

ich habe Dich doch gar nicht gemeint mit meinem (zugegeben leicht entnervten) Statement ... Na! .

Ich weiß auch, dass die hohlen Alkoholgrade nicht das alleinseligmachende Heilmittel sind. Hat auch niemand behauptet.

Gerade gestern hatte ich wieder einmal ein Erlebnis mit deutschem Spätburgunder (ich mag keinen Spätburgunder!), und zwar einem 2005er Hex vom Dasenstein 'Alte Rebe' Spätlese. 13% vol., steht auf dem Etikett, und das Zeug wirkt alkoholischer als ein 15,5%er ausm Priorat! Weichgespült, alkoholisch, "warm+weich" schreiben die auf ihrer Homepage *schüttel*, viel zu süß obendrein!

Da frag ich mich auch, wer solche Weine mag. Und warum. Aber anscheinend gibt es viele Leute, die sowas trinken (es gibt eine Tony-Marshall-Edition, man glaubt es nicht.... Sicher nicht! ).

Zu meiner Ehrenrettung: war ein Geschenk HAR HAR HAR .

Grüße
Monti
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Vom 20.10.2008 17:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
Gerade gestern hatte ich wieder einmal ein Erlebnis mit deutschem Spätburgunder (ich mag keinen Spätburgunder!), und zwar einem 2005er Hex vom Dasenstein 'Alte Rebe' Spätlese. 13% vol., steht auf dem Etikett, und das Zeug wirkt alkoholischer als ein 15,5%er ausm Priorat! Weichgespült, alkoholisch, "warm+weich" schreiben die auf ihrer Homepage *schüttel*, viel zu süß obendrein!


Sowas drinkt man sonntags auch nicht Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Spass beiseite, wir sind am Samstag auf dem Weg nach Strasburg 2 mal an den Weinbergen dort vorbeigefahren.
Super Steillagen, warum wird dieses Potential nur nicht genützt??
Die Reben hingen übervoll mit Trauben.
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Vom 20.10.2008 17:38 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

weinschaf Hendlgriller


Mitglied seit 22.07.2004
2.432 Beiträge (ø0,85/Tag)
Hallo Gerd,

ich glaube nicht mal, dass Montis posting auf Dich gemünzt war...

Aber zur Sache. Natürlich gab es früher grandiose, verspielte Moselrieslinge, die hervorragend reifen. Mir fällt spontan ein 59er ein von einem Weingut eher mittlerer Provenienz (Erzeuger und Lage hab ich vergessen), den wir vor vielleicht 10 Jahren völlig unspektakulär in einem einfachen Ausflugslokal vor Ort getrunken haben. Albernes Geld, toller Wein!

Nur bekommt man hier gelegentlich den Eindruck, dass alles, was neu oder Marketing oder alkoholisch (ich könnt ja jetzt was zum Wetter sagen, aber dann nimmt mich der Matthias am Sonntag nicht mit zum Lars Sicher nicht! ) ist nicht sein darf, weil damit Rudimentäres der geballten Weinkultur ausradiert würde. Dabei ist das Spannende an Wein doch gerade, dass es immer wieder Neues gibt. Nicht falsch verstehen, ich rede bestimmt nicht Konzentrator und SCC das Wort, ganz sicher nicht, nur - Dogmen haben der katholischen Kirche anno dazumal auch nicht geholfen. Und das hier bei Kerzenlicht zu schreiben, nur weil Mr Bell ein glühender (sic) Sympathisant der darbenden Talg- und Bienenwachsproduzenten war - nööö!

Dinge verändern sich, ist doch fein so! So sind wir gezwungen, uns auch zu verändern und werden nicht alt in der Rübe!

Gruß,
Stephan
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Vom 20.10.2008 17:42 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

weinschaf Hendlgriller


Mitglied seit 22.07.2004
2.432 Beiträge (ø0,85/Tag)
Rechtschreibfehler usw...
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Vom 20.10.2008 17:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
... keine Sorge Schaf, ich sammele Rechtschreibfehler für mein Museum...

Außerdem hast du mit deinem letzten Beitrag vollkommen recht....
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Vom 20.10.2008 21:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
Hallo, bei mir ist eine Bombe eingeschlagen abgeschickt aus Australien. Ein Warrabilla.
Wer es auf der Rückseite nicht lesen kann:
dort steht 18 vol%
ein Hammer, eine Bombe
Grüße
Gerwolf Ey man, bin ich blau!





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Vom 20.10.2008 21:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
" ... keine Sorge Schaf, ich sammele Rechtschreibfehler für mein Museum... "

Hast du etwa auch "Das Museum der Unschlud" von Orhan Pamuk gelesen, Pasta YES MAN Na! ?

Wow, oben mal was anderes als Pilze BOOOIINNNGG.... !

Grüße von frankophil

--------------------------------------------------------------------
Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe, angeblich
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Vom 20.10.2008 22:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ArschmitOhren Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2008
569 Beiträge (ø0,43/Tag)
Moin,
weiß nicht, was Spontanvergärung in dem Zusammenhang bringen soll. Wenn die Alkoholausbeute geringer ist, ist automatisch der Restzucker höher, gell? Wenn man das will...
Sofern nicht chaptalisiert wird - und das ist meines Wissens bei Prädikatsweinen (ab Kabinett) verboten - hängt es neben dem Reifegrad (physiologisch unreife Trauben zu ernten will ja wohl auch niemand ernsthaft vorschlagen) und Klimawandel meinem Verständnis nach vielleicht auch mit der Ertragsbegrenzung zusammen. Wenn ich durch Ertragsbegrenzung Trauben mit konzentrierterem Most herstelle, ist automatisch AUCH die Zuckerkonzentration höher und damit der Alkoholgehalt im trocken ausgebauten Wein, oder?? Sofern Extraktreichtum und Zuckergehalt nicht ins Ungleichgewicht geraten, habe ich an sich auch kein Problem damit. Wie gesagt, ich habe schon 15-proz. (Übersee-)Rotweine getrunken, die so dicht waren, dass sie überhaupt nicht sprittig waren.
Wahrscheinlich (müssen die Bio-Auskenner bestätigen, das ist jetzt eher geraten oder zumindest wild spekuliert) enteht Zucker schneller als der Rest, dh Zucker ist stärker von der Sonneneinstrahlung/Wärme abhängig (energetisch limitiert), und die Aromen etc. haben eine stärkere Zeitkomponente (kinetisch limitiert). D.h. bei weiterer Kimaerwärmung demnächst Nordhang statt Südhang oder passende(re) Sorten mit längerer Reifezeit. Und zu letzterem geht doch der Trend.
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Vom 20.10.2008 23:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo AmO,

Riesling ist schon eine Sorte mit ausgesprochen langer Reifezeit. Durch was willst du ihn denn an Rhein und Mosel ersetzen?

Das Ausweichen in Nebentäler oder Randparzellen scheint mir da schon eher eine (langfristige) Option zu sein. Ein Moseljungwinzer (nein, nicht der MM - der ist nicht mehr so jung) hat mir mal vor nicht allzu lange Zeit erklärt, die Bonität der Lagen/Parzellen würde sich allmählich deutlich verschieben - das, was vor 20 Jahren 1a war, sei heute oft schon zu sehr von der Sonne begünstigt.

Gerd, danke für die Schützenhilfe - da fühle ich mich hier nicht mehr gar so einsam zum Heulen .

Es gibt in der Tat auch heute noch deutsche Winzer, die den alkoholstarken Stiil zu vermeiden suchen und das auch eingermaßen gut hinbekommen. Als Beispiel führe ich mal ausnahmsweise nicht meinen Leib- und Magenwinzer, sondern den Grafen zu Hoensbroech an - bei dem hat ein trockener Kabinett selbst aus 06 so um die 11,5% und keine 13,5%. Auch beim fränkischen Paradeweingut Fürst, um mal einen ganz prominenten Erzeuger anzusprechen, sind die Alkoholwerte niedriger als bei fast allen fränkischen Konkurrenten, die sich auf einer ähnlichen Qualitätsebene befinden. Im Rekordjahr 06 erreichten die trockenen Rieslinge und Silvaner von Fürst nur selten die 13 Prozent.
Wenn man zumindestens zum Teil leichtere Weine erzeugen WILL, finden sich offenbar auch Wege in diese Richtung (eventuell auch über höhere Erträge und etwas frühere Lese - warum soll man nicht darüber nachdenken?). Das Gros der deutschen Winzer will das aber nicht, sondern ist froh, wenn es immer wieder neue Oechslerekorde verkünden kann - ganz egal, ob dabei das, was den deutschen Wein bislang besonders augezeichnet hat, über kurz oder lang zum Teufel geht.

Mit einem pauschalen "Früher war alles besser" hat die Kritik an den Alkoholbomben übrigens nur wenig zu tun. Früher lag sicherlich anderes im Argen. Aber jedes Land, jede Klimazone hat nun mal ihre individuellen Vorteile und Nachteile. Aus dem Begreifen dieser besonderen Möglichkeiten und Probleme sind über lange Zeit hinweg den speziellen Gegegenheiten angepaßte, individuelle Stilrichtungen entstanden. Wenn diese Stilunterschiede nun immer mehr eingeebnet werden (egal in welche Richtung!), ist das in meinen Augen ein schlimmer Verlust. Klar, "Dinge verändern sich", da hat das Weinschaf schon Recht. Aber wenn sie sich zunehmend in Richtung Einheitsbrei verändern, wenn ich einen Moselriesling kaum noch von einem Wachauer oder gar einem aus Australien unterscheiden kann, empfinde ich das nicht als fein, sondern als Verödung.

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 07:03 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Ich glaube "die Winzer" (pauschal Na! ) machen sich weniger Gedanken um die Qualität der Weine, als der durchschnittliche Hobbyweintrinker und Weinforenuser.

Oder besser, unter "Qualität" versteht er etwas ganz anderes.

Wir meinen mit "Qualität" einen Wein der besonders gut gemacht ist, nicht "mainstreamig" ist, womöglich spontan vergoren, gegen die Trends, er darf nicht im Discounter zu bekommen sein.....

Für einen Winzer bedeutet Qualität nix anders als die Chance die Weine möglichst gut zu verkaufen.
Und nein!, ich habe kein Problem damit, daß Winzer ihre Weine möglichst gut verkaufen.

Nur wünschen sich einige die Winzer als romantisch angehauchte Idealisten, die sich naturnah aufopfern und Weine machen, wie sie der Theorie der Redelsführer in Weinforen entsprechen. (nein, ich meine nicht Marigaux!)

Leute das klappt nicht. Winzer sind Landwirte die leben müssen.
Einigen wenigen gelingt das mit den Weinen die wir so lieben.
Einige mehr können diese Weine nicht machen, leben aber trotzdem gut davon, weil ihr Marketing uns diese Superweine vorgaukelt.
Die allermeisten leben davon schlechte Weine an die zu verkaufen, die sie mögen. Also sind das dann wieder gute Weine im Sinne der Winzers.

Und kein Moselwinzer hat Interesse daran eine alte "Moseltradition" fortzuführen (Winzer und Weinanbaugebiete können frei eingesetzt werden).
Wenn er Weine so macht, wie es vor Jahrzehnten einmal angesagt war und er die auch noch gut verkauft, na gut, dann setzt er halt noch das Marketingtüpfelchen der "Moseltradition" oben drauf.
Wenn er Geld verdienen kann als "Junger Wilder" oder als einer "Der den Moselweinbau umgekrempelt hat" und er damit seinen Lebensunterhalt + x verdient, ist's ihm auch recht.
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Vom 21.10.2008 07:39 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
..."Nur wünschen sich einige die Winzer als romantisch angehauchte Idealisten, die sich naturnah aufopfern und Weine machen, wie sie der Theorie der Redelsführer in Weinforen entsprechen. (nein, ich meine nicht Marigaux!)

Leute das klappt nicht. Winzer sind Landwirte die leben müssen. "

...und 95% aller deutschen Winzer sind ganz einfach Landwirte und keine Marketingstrategen. Sie produzieren das was sich verkaufen lässt und 95 % der Kundschaft werden damit zufriedengestellt. Der Rest ist dann auch bereit ein paar Euros mehr zu bezahlen für Idealismus und Story...auf Marketingneudeutsch...Qualität muß bezahlt werden und Aufwand auch...Und die vielzitierte Qualitätspyramide kommt nicht von ungefähr...so sieht eben der Markt aus...Und der Markt ist nun mal eher die 95% wie die 5 % im oberen Segment. Und meist wird in diesem Segment der Wunsch nach leichten Möselchen geäußert weil man die schweren Weine der Restwelt schon alle kennt und zur genüge im Keller hat.
Der Durchschnittsverbraucher hat aber diesen allumspannnenden Weinwelthorizont noch nicht und kauft das was eben mainstreamig ist.
Sprich wenn ich zehn Kunden Weinprobieren lasse, dann werden midestens neun davon die kräftigen und etwas Alkoholstärkeren Weine auswählen weil Geschmack und Geruchssinnn noch nicht auf die Nuancen eines Leichtweines ansprechen können.
Wer halt für die 5% der Genießer produziert muß eben auch bereit sein den ganzen Marketingzauber mit zu machen. Sprich Weinmessen, Corporate Identity, Vision, Story, blablabla... und da sind wir wieder beim Anfang, Winzer sind eben zum großteil Landwirte und keine Marketingstrategen.
Die meisten Winzer würden sich doch wünschen Weine für das TopSegment zu produzieren und würden das sicher auch hinbekommen...Aber das mit dem Absatz gestaltet sich dann deutlich schwerer.
Fazit:
Je mehr Menschen bereit sind zu genießen statt nur plump zu konsumieren, desto mehr Vielfalt im Wein wirds wieder geben! Prost

Gruß von einem leicht (heute angenervten) Möselchen...
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Vom 21.10.2008 07:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Cantate Hendlgriller


Mitglied seit 19.09.2007
1.695 Beiträge (ø0,99/Tag)
ich maße mir nicht an, hiervon viel Ahnung zu haben, aber mensch unterhält sich doch öfter mal mit den Winzern im Dorf, auch neben Weinkauf-Verköstigungen.....
die meisten Winzer, die ich kenne, bedienen beides: die haben den halbtrockenen Liter für 3,80 die Flasche im Angebot UND einen feinen tollen *Super*Wein für Kenner, die bereit sind deutlich mehr zu bezahlen.

Ich find es jedes Jahr immer wieder neu spannend: Wie ist dem XY der sowieso diesmal gelungen? Und ich kauf auch nicht pauschal beim Winzer XY, weil de r*immer so gute Sachen macht* , sondern eher den Wein x beim Winzer Y und den Wein y beim Winzer nebenan....

Gerade die deutschen Winzer mit ihren vielen Einzellagen haben doch die Möglichkeit, viele unterschiedliche Weine zu produzieren, für jeden Geschmack etwas.
(Das Problem der Wiedeerkennung für die 08/15-Supermarkttrinker lassen wir jetzt mal außen vor bitte)

Dass es immer mehr *hochprozentige* Weine gibt, seh ich allerdings auch so....schade, hab kein Bock, nach 2 Schobben schon besoffen zu sein zum Heulen
Und bei der Frage nach der Lösung fiel mir als erstes ein: den Riesling auf noch längere Reifedauer zu züchten?
Aber davon hab ich nu wirklich keine Ahnung, deshalb schweig auch lieber dazu Na!

lg Cantate
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Vom 21.10.2008 08:11 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
danke Arndi, Du hast es auf den Punkt gebracht
Und wenn ich schon jetzt sehe, welche Vielfalt im 5%-Premiumsegment anzutreffen ist, dann kriegt doch sicher jeder Pott sein Deckelchen.

Ich sehe auch manchmal fasziniert und manchmal amüsiert, dass gerade beim Wein der aufgeklärte und ambitionierte Konsument viel stärker in die Kunst des Produzenten reindiskutiert als z.B. ein Dreisterneküchenbesucher; ich habe noch nie drüber diskutieren gehört, dass der Wohlfahrt das Lamm aber jetzt besser nicht sous-vide gegart hätte oder wieso er sich erdreistet habe, nun bretonischen statt amerikanischen Hummer anzubieten.




________________________________________________________________________
Politics is not a bad profession. If you succeed there are many rewards, if you disgrace yourself you can always write a book.
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Vom 21.10.2008 08:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
...ums ganz klar zu sagen...ich mag auch keine moselweine mit 13 und mehr vol%....aber ich mag auch kein trockenes Möselchen mit 8%...
aber ich finds lustig den missionarischen Eifer hier zu erleben....grins-.--
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Vom 21.10.2008 08:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo Arndi,

jaja, der missionarische Eifer.....gaaaanz schlimm.... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Ich rede ja überhaupt nicht vom Unterbau, von den "95%". Ich rede zunächst mal von den "5%" - und es ist Fakt, daß auch und gerade bei denen - von seltenen Ausnahmen abgesehen - die Weine immer heftiger im Alkohol werden. Wenn ich einen alten Gault Millau aus den späten 90ern aufklappe und danach den 08er, springen einem die Unterschiede in den Volt-Angaben signifikant in die Augen.

Und wenn langfristig eine stilistische Identität und ein (auch im Ausland etabliertes) Image verloren geht, kann das irgendwann zu größere Probleme für den deutschen Weinbau führen. Nicht nur für die Spitzenweingüter, sondern in deren Schlepptau am Ende auch für die "95%"! Auch für viele "normale" Betriebe könnte es Sinn machen, nicht nur von einer verkauften Flasche zu nächsten zu denken, sondern einen nachhaltigeren Kurs ins Auge zu fassen. Du wirst jetzt einwenden, daß viele dieser kleinen Winzer eh ums Überlegen kämpfen und dazu wirtschaftlich nicht in der Lage sind. Gut - aber dann sollten wenigstens die bekannten, in den einschlägigen Führern vertretenen Erzeuger ein möglichst leuchtendes Beispiel geben ud sich auf den von C.S. Henn angemahnten "im Alkohol leichten, aber trotzdem wunderbar komplexen und vor allem unvergleichlich filigranen " Weinstil zurückbesinnen . Das tun aber nur die wenigsten von ihnen, bei vielen ist "fetter, massiver, erschlagender" Trumpf.

Viele Grüße vom Kreuzritter

Marigaux
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Vom 21.10.2008 08:52 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
....aha----und ich dachte die ganze Zeit wir reden hier über den allumfassenden 100% Kundenkreis...das kam nicht so ganz rüber....wenigstens wohl nicht für die vielen stillen mitleser hier....oder ??????
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Vom 21.10.2008 08:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Pfeil nach rechts aber ich finds lustig den missionarischen Eifer hier zu erleben....grins-.-- Pfeil nach links

Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob solche Äußerungen notwendig sind.
Eigentlich bin ich mir sicher: Sind sie nicht!

Leute die sich etwas mehr mit Wein beschäftigen und sicherlich auch für ein klein wenig Qualitätssteigerung mitverantwortlich sind, als "Missionare" zu bezeichnen, über die sich der Winzer lustig macht, ist nun kein Ruhmesblatt.

Und auch die Winzer sollten nicht so tun, als würden sie keine Kritiker und "Tritte auf die Füße" benötigen um vernünftige Weine zu produzieren.
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Vom 21.10.2008 09:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
"Und auch die Winzer sollten nicht so tun, als würden sie keine Kritiker und "Tritte auf die Füße" benötigen um vernünftige Weine zu produzieren."

Aber nicht doch, Frank, der Winzer (jeder) hat gegenüber dem sich durch missionarisches Geschwätz aufplusternden Schreibtischtäter immer Recht! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Ich bin ja mal gespannt, wie sich die 08er GGs der deutschen Topwinzer (bzw. die derjenigen, die sich dafür halten HAR HAR HAR ) im Alkohol präsentieren werden. In so einem Jahr sollte man ja eigentlich kaum eine 13 vor dem Komma sehen - aber schaun mer mal......

"Ich sehe auch manchmal fasziniert und manchmal amüsiert, dass gerade beim Wein der aufgeklärte und ambitionierte Konsument viel stärker in die Kunst des Produzenten reindiskutiert als z.B. ein Dreisterneküchenbesucher"

Susa, das liegt vielleicht daran, daß aufgeklärte Menschen mit einigem kritischen Beweußtsein die 3-Sterne-Freßtempel erst gar nicht betreten! HAR HAR HAR Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
*duck und wech!*

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 09:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
"Und wenn langfristig eine stilistische Identität und ein (auch im Ausland etabliertes) Image verloren geht, kann das irgendwann zu größere Probleme für den deutschen Weinbau führen"

Gibt es dieses Image wirklich. Ich kann, außer restsüßen Möselchen, keine wirklichen über Jahrzehnte gewachsenen oder erhaltene Traditionen erkennen. Zumindest nicht auf den ersten Blick.

Und diese Diskussion bestätigt dies doch auch. Wer würde in Frankreich den Chardonnay in Burgund in Frage stellen?

Aber wenn 95% der Winzer, erscheint mir vielleicht etwas zu viel, ihre Weine nach dem Geschmack der Verbraucher erzeugen, sprich mainstreamig, kann eigentlich auch kein Image entstehen. Außer dem Image, dass sowieso alles viel zu kompliziert und uneinheitlich ist.

Grüße

Wendi
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Vom 21.10.2008 09:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo Wendi,

ebenso wie das Bordeaux und das Piemont auf internationaler Ebene für bestimmte Rotweinstile stehen, steht Deutschland (hier in erster Linie der Rhein und die Mosel, aber auch die Nahe und die Pfalz) für eine bestimmte Art des Weißweins. Obwohl das Interesse an trockenen deutschen Weine im Ausland deutlich im Steigen begriffen ist, betrifft das in der Tat hauptsächlich die restsüßen Weißen, und das aus gutem Grund, denn dieser Stil läßt sich international wirklich überhaupt nicht kopieren.

Nur sind die restsüßen Rieslinge in den letzten Jahren auch immer mastiger geworden. Wirkliche Kabinette kann man mit der Lupe suchen gehen, bei den meisten Weinen der unteren Prädikatsstufen handelt es sich um verkappte Auslesen, die vor Zucker kaum laufen können und einem jung getrunken einfach nur den Gaumen zupappen. Im günstigsten Fall kann man unter dem Wall von Süße dann auch noch irgendwo andere Geschmacknuancen entdecken. Für meinen Geschmack ist das ein Weg in die Eindimensionalität.

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 10:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
Hallo Marigaux,

wenn Du von Identität und Image des deutschen Weines redest, sorry, aber dann kannst Du Dich nicht nur auf die Spitze ,über die wir alle so gerne diskussieren, beschränken.

Ein Weinbaugebiet sollte dann schon als ganzes betrachtet werden, somit sind wir auch bei den "95%".

Nicht nur die immer wilder werdenden Jungwinzer prägen das Erscheinungsbild, sondern eben auch der überwiegende Rest.

Grüße

Wendi
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Vom 21.10.2008 10:19 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Marigaux,

wenn Du von den restsüßen Moselweinen sprichst, die - zugegeben - international mehr Aufmerksamkeit haben als pfälzer GG´s, ist das halt nur eine (relativ kleine) Seite der Medaille. Diese Weine sind klasse, haben ihren unbestrittenen Wert und sind deshalb aufgrund ihrer herausragenden Stellung auch zu Recht anerkannt. Meinetwegen gerne.

Aber warum werden den deutschen Winzern die Großen Gewächse (auch für 39 Euro die Buddel) aus den Händen gerissen? Oder saftige Spätlesen?

Weil der Großteil der Kundschaft genau diese Weine klasse findet und mit Deinen Moselweinen eher wenig anfangen kann. Ich denke, die "Süße-Möselchen-Klientel" ist eine relativ kleine Gemeinde, dafür in etlichen Weinforen und Bloggs eher weit vorne - nichtsdestotrotz sprichst Du von einem recht kleinen Segment (das finde ich richtig und gut und da kennst Du Dich ja auch unbestritten gut aus) und manchmal (leider oft Na! ) hört es sich - hört sich Deine MEINUNG - nach der alleinseligmachenden Wahrheit an, die für alles und jeden gelten muss. Und das isses nunmal nicht.

Wenn man einigermaßen differenziert an die Sache geht, kann man da prima drüber diskutieren. Ich, zum Beispiel, liebe saftige Riesling-Spätlesen, auch mit 13%, wenn sie das abkönnen. Genauso schüttle ich mich aber, wenn ich einen Grauburgunder mit 14% oder 15% im Glas habe, der einfach nur noch FETT ist. Oder besagten komischen Dasensteiner Spätburgunder Welt zusammengebrochen ...


Viele Grüße
Monti
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Vom 21.10.2008 10:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Pfeil nach rechts die Weine immer heftiger im Alkohol werden. Wenn ich einen alten Gault Millau aus den späten 90ern aufklappe und danach den 08er, springen einem die Unterschiede in den Volt-Angaben signifikant in die Augen. Pfeil nach links

Hallo Marigaux!

Aber es sind doch genau die „5%-Trinker“ die auf Sachen wie „extreme Ertragsreduzierung“ „späte, selektive Lese“ usw. abfahren. Solche Maßnahmen haben IMHO aber genau die fetten Prozente im Schlepptau. Und dann soll der Winzer die Quadratur des Kreises hinbekommen.

Ich warte immer noch auf die Antwort darauf, wie man aus 90° Öchsle eine Wein mit 4g Restzucker und 11,5% Alkohol macht.

Beste Grüße Pasta
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Vom 21.10.2008 10:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Erdener_Prälat Küchenjunge


Mitglied seit 22.09.2008
105 Beiträge (ø0,08/Tag)
Das steht hier noch unwidersprochen:
#AmO:
"weiß nicht, was Spontanvergärung in dem Zusammenhang bringen soll. Wenn die Alkoholausbeute geringer ist, ist automatisch der Restzucker höher, gell? Wenn man das will... "
Nein, so banal ist die Sache nicht. Die Zauberei ist, daß die Alkoholausbeute bei gleicher Öchslezahl vorher und gleichem Restzuckerwert nachher bei Spontanvergärung niedriger ist.
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Vom 21.10.2008 10:28 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
"Und dann soll der Winzer die Quadratur des Kreises hinbekommen."

Danke, Pasta,

Recht hast Du; und ich fühle mit Dir als vor diesem Problem stehenden Winzer mit Na! !

Mein Balkon sieht übrigens aus wie Deiner (nur ohne leere Sektflaschen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen ) - und ich mach dieses Jahr nen Eiswein!

Grüße
Monti
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Vom 21.10.2008 10:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Ostbelgier Kaltmamsell


Mitglied seit 26.01.2008
620 Beiträge (ø0,39/Tag)
Pfeil nach rechts Warum werden den Winzern auch für 39 Euro die GG aus den Händen gerissen Pfeil nach links

Ich bilde mir ein, dass es einen verstärkten Trend zum Etikettentrinken gibt. Schau Dich in anderen Spezialforen um, da tauchen immer nur die ewig gleichen Namen auf, ob das vV oder H-L oder KK oder wer auch sonst. GG's sind Statussymbole. die man trinkt, weil sie "in" und "hip" sind und jeder darüber spricht. kaum jemand macht sich die Mühe, wirklich gute Weine (egal ob restsüss oder trocken) aus der zweiten Reihe zu suchen.
Aber was, wenn die nächste Mode kommt ?

Viele Grüsse

Ostbelgier
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Vom 21.10.2008 10:39 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
"Ich warte immer noch auf die Antwort darauf, wie man aus 90° Öchsle eine Wein mit 4g Restzucker und 11,5% Alkohol macht. "

na man könnte ja schon während der Gärung massiv nen BSA einleiten...dann könnten die Milchsäurebaktierien das zuviel an Zucker auffressen und umwandeln....in einen fetten Böckser!!!!

@Prälat... Insider???? du hast dich soeben geoutet....

@ Marigaux,.,..ich ziehe den Missionar zurück...war nur als Spaß gedacht...ich denke alle mitlesenden Winzer ziehen schon ihre Anregungen aus Threads wie diesen hier...allein deswegen haben solche Themen ihre berechtigung...
Aber Weinwelt ist halt nicht ganz so einfach, wie es sich hier darstellt....es gibt halt eine große Masse an Weinkäufern, die nicht bereit wären euren Argumenten zu folgen....
Dafür erlebe ich halt oft genug beide grundverschiedene Klientel??? oder heißt das jetzt Klientele????
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Vom 21.10.2008 10:41 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
..."was wenn die nächste mode kommt??"...
na dann wird halt in den Weinbergen wo gestern der Dornfelder rausgerissen wurde um Sauvignon blanc anzubauen eben wieder neugepflanzt...eben das was zu diesem Zeitpunkt grade Gewinnmaximierung verspricht...
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Vom 21.10.2008 10:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
und wenn dann alle nur noch deutsche Merlots, Cabernets, Nebbiolos oder Syrahs trinken, weil die hier ja mittlerweile optimale klimatische Bedingungen vorfinden Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Verdammt nochmal - bin stocksauer

dann findet sich einer, der den guten alten traditionellen Dornfelder vermissen wird.
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Vom 21.10.2008 11:13 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Pfeil nach rechts das zuviel an Zucker auffressen und umwandeln....in einen fetten Böckser!!!! Pfeil nach links

JA! Das ist total lecker und sehr authentisch na dann... !

Aber mal im Ernst. Da geisterte doch eine zeitlang so ein teuflisches Gerät durch die Foren, mit dem man den Wein in seine Bestandteile zerlegen, und hinterher wieder nach belieben zusammensetzen kann. Hab den Namen vergessen.
Wäre doch ein gute Alternative, und der Winzer kann aus dem übrigen Alkohol noch einen netten Brand machen . Aber wahrscheinlich fällt dann den „5%-Trinkern“ wieder das Gebiss aus dem Gesicht Verdammt nochmal - bin stocksauer Verdammt nochmal - bin stocksauer – wegen der bösen Technik.

Beste Grüße Pasta
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Vom 21.10.2008 11:20 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Ostbelgier,

mit den Etikettentrinkern hast Du sicher Recht.

Auf der anderen Seite werden nicht alle Spätlesen (und GGs) von Etikettentrinkern gekauft. Wer sich ein wenig mit der Materie befasst (und das unterstelle ich jedem, der hier mitliest und -schreibt), entdeckt gerne neue Weine und Winzer. Auch (noch) unbekannte Winzer - die dann ja vielleicht im Laufe der Zeit bekannt werden. Ich renne zum Beispiel schon seit einigen Jahren nach Freinsheim zu den Rings-Brüdern; da waren die noch nicht so bekannt.
Andererseits kaufe ich auch Weine von renommierten Betrieben, auch GGs, weil mich interessiert, was die machen und warum die so berühmt sind wie sie sind. Rumprahlen und die Etiketten herzeigen tue ich deswegen nicht. Aber für mich ist es wichtig die Weine zu kennen, über die ich schimpfe Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Na! !

Grüße
Monti
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Vom 21.10.2008 11:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
"Das steht hier noch unwidersprochen:
#AmO:
"weiß nicht, was Spontanvergärung in dem Zusammenhang bringen soll. Wenn die Alkoholausbeute geringer ist, ist automatisch der Restzucker höher, gell? Wenn man das will... "
Nein, so banal ist die Sache nicht. Die Zauberei ist, daß die Alkoholausbeute bei gleicher Öchslezahl vorher und gleichem Restzuckerwert nachher bei Spontanvergärung niedriger ist."

Danke, Jochen! Wenn der Alkohollgehalt bei gleichem Restzucker gleich wäre, könnte man ja auch nicht von einer geringeren Alkoholausbeute reden, sondern eben nur von der gleichen" Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

"Wenn man einigermaßen differenziert an die Sache geht, kann man da prima drüber diskutieren. Ich, zum Beispiel, liebe saftige Riesling-Spätlesen, auch mit 13%"

Monti, im Einzelfall trinke ich solche Weine auch gerne, siehe meine Notiz zum Morstein GG 02! Der Casus Knacktus liegt aber in der allgemeinen Tendenz. Es ist mittlerweile wirklich schwer geworden, trockene Kabinette mit 12% Alkohol zu finden - und darüber, ob das wirklich erfreulich ist, sollten sich die Winzer für meine Begriffe einfach mehr Gedanken machen!

"Marigaux,.,..ich ziehe den Missionar zurück..."

Schon gut, Arndi! Ich bin Haue gewöhnt, weil ich mich manchmal theoretisierenderweise so ins Zeug lege. Ich kann auch gut verstehen, daß sich der eine oder andere Winzer von den Laien, die immer wissen, wie es
besser geht, angenervt fühlt.

Viele Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 11:46 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Pfeil nach rechts ....schade, hab kein Bock, nach 2 Schobben schon besoffen zu sein Pfeil nach links

Hallo Cantate!

Das Argument kann ich nicht ganz verstehen. Ich hab’s mal nachgerechnet: eine halbe Flasche (0,375 L, also ungefähr 2 Schoppen) von einem Wein mit 11,5% Alc. hat ca. 34 Gramm reine Alkohol. Ein 13%iger hat ca. 38,5 Gramm reinen Alkohol. Ob die 4,5 Gramm mehr wirklich so entscheidend sind?

Gruß Pasta
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Vom 21.10.2008 11:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
"Es ist mittlerweile wirklich schwer geworden, trockene Kabinette mit 12% Alkohol zu finden"

Marigaux,

das ist - tschuldschung Na! - Humbug. Klar, sicher gibt es etliche, die drüber sind, aber ich habe keine Schwierigkeiten, derartige Weine zu finden. Selbst in der Pfalz.

Grüße
Monti
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Vom 21.10.2008 11:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Nehme ich an Wein ist genau so schwer wie Wasser, komme ich bei 11,5% von 375g auf knapp mehr als 43g.

Bei 13% macht's knapp 49g.

Wo liegt mein Fehler?


Aber die Zusammenfassung stimmt: Die paar Gramm mehr Allehol hauen wohl keinen um.
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Vom 21.10.2008 11:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo Pasta,

wenn ich einen richtigen 14ender aufgezogen habe (wie zum Beispiel einen meiner neulich erstandenen und durchaus mit hohem Genuß getrunkenen Prioratos oder Nöff-Nöffs), merke ich den Alkohol nach zwei, drei Gläsern viel deutlicher als bei einem 12prozentigen Riesling. Und auch manche GGs hauen demenstprechend rein, gar keine Frage. Zwischen 12 und 13,5% kann bezüglich des Knallfaktors ein durchaus großer Unterschied liegen.

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 12:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Hallo Frank!
Pfeil nach rechts Nehme ich an Wein ist genau so schwer wie Wasser Pfeil nach links

Nein. Die % Angabe beim Wein sind Volumenprozente. D.h. ein Liter Wein mit 11,5% hat 115 Kubikzentimeter Alkohol. Der hat aber ein spez. Gewicht von 0,79, also 90,8 Gramm Alkohol, macht auf die halbe Flasche ca 34 Gramm reinen Alkohol.

Gruß Pasta
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Vom 21.10.2008 12:04 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Danke!

Das merke ich mir, damit kann ich angeben! Lachen
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Vom 21.10.2008 12:06 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Hallo Marigaux!

Pfeil nach rechts Zwischen 12 und 13,5% kann bezüglich des Knallfaktors ein durchaus großer Unterschied liegen. Pfeil nach links

Ich mag deine Aussage nicht anzweifeln Sicher nicht! Sicher nicht! , aber auf was beruht diese Erscheinung? Der reine Unterschied in absoluten Gramm Alkohol kann’s eigentlich nicht sein.

Gruß Pasta
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Vom 21.10.2008 12:10 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Pasta, weiß ich nicht, bin kein Mediziner. Meine Behauptung beruht auf eigenen, zum Teil leidvollen *ups ... *rotwerd* Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Erfahrungen.

Monti, gut, ich habe vielleicht falsch formuliert. Hier die verbesserte These: Trockene Kabinette mit 12% oder gar einem noch geringeren Alkoholgehalt sind inzwischen bei den bekannteren Erzeugern mit Vorbildfunktion weit in der Unterzahl.

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 12:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Pfeil nach rechts Meine Behauptung beruht auf eigenen, zum Teil leidvollen Erfahrungen. Pfeil nach links

Hallo Marigaux!

Solche Erfahrungen habe ich auch gemacht, ich würde nur gerne wissen, wo’s her kommt.

Gruß Pasta ..

... der zwischendurch mal zugeben muss, dass es ihm unglaublich schwer fällt dich hier immer „Marigaux“ nennen zu müssen Welt zusammengebrochen Welt zusammengebrochen !!
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Vom 21.10.2008 12:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Pfeil nach rechts ... macht auf die halbe Flasche ca 34 Gramm reinen Alkohol. Pfeil nach links

Stimmt das Pasta? In Mathe war ich nie ne Leuchte, daher frage ich gaaaaaanz vorsichtig, aber du bist jetzt von einer Literflasche ausgegangen. Könntest du bitte nochmal für 0,75 l ausrechnen? Küsschen Bin zu blöd dazu ...

LG
Clarissa
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Vom 21.10.2008 12:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Hi Clarissa

Mit "halber Flasche" meinte ich eine halbe 0.75, also o,375 L. Macht also für o,75 = 68 Gramm.

LG Pasta
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Vom 21.10.2008 12:58 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Cantate Hendlgriller


Mitglied seit 19.09.2007
1.695 Beiträge (ø0,99/Tag)
nuja, wenn ich mich nicht vertue, sind 4,5 gramm Unterschied auf ne Gesamtmenge von paarunddreissig gramm weitaus mehr als 10 % und das ist schon ein Unterschied, den man (oder ich zumindest) merkt!

lg Cantate
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Vom 21.10.2008 13:21 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

MatthiasH Hendlgriller


Mitglied seit 16.09.2004
2.799 Beiträge (ø1/Tag)
äähh ja, ein Wein mit 11% hat genau 10% mehr Alkohol als einer mit 10%. Aber einer mit 14% hat nur noch 7,6% mehr als ein 13%er. Na!

Das Argument mit der Verträglichkeit des Weines mit niedrigem Alkoholgehalts erscheint mir sehr mirakulös. Deinem Körper ist es gelinde gesagt wurscht, ob er seine 100 g Alkohol aus 7%er Kabinett oder 13%er GG abbekommt. Allenfalls mag die Trinkgeschwindigkeit noch eine Rolle spielen. Alles andere halte ich für Wunschdenken.

Aber ich höre euch schon sagen: Herr Wachtmeister, isch 'abe gar keine 1,0 Promille weil mit 7%er Möselchen giltet das nicht. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Ihr mögt die Low-Alc-Weine Na! deshalb, weil man davon eine Flasche mehr trinken kann, um die gleiche Wirkung zu erzeilen. Hmmmm. Da bist Du doch, lieber Marigaux, ein eherner Verfechter der These, dass man zu einem Essen ohnehin nur kleine Weine trinken soll, weil sonst könne man sich ja gar nicht auf das wesentliche konzentrieren, den Wein nämlich.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du Dich nach der ersten getrunkenen Flasche (mit wieviel Alkohol auch immer) weitaus weniger auf den nächsten Wein konzentrieren kannst, als nach einer gelungenen Vorspeise.

Und dann noch 'ne ernstgemeinte Frage. Wass machen denn die Spontanhefen mit dem Zucker, dass bei gleichem Öchsle und gleichem Alkohol weniger Restzucker bleibt? Ist das ein Analyseergebnis oder beruht das auf sensorischen Erfahrungen.

Viele Grüße
Matthias
_____________________________________________________________
It is not from the benevolence of the butcher, the brewer, or the baker that we expect our dinner, but from their regard to their own interest. A.Smith
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Vom 21.10.2008 13:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
...@Matthias
Die Spontihefen sind ganz faules gesindel.-...machen aus viel zucker nur wenig alkohol und den Restzucker fressen sie selbst auf...und vollgefressen wie sie dann sind sterben sie ab und produzieren Gärstockungen oder restsüße weine...

Faules Pack!!!!!!
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Vom 21.10.2008 13:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pasta_HH Smutje


Mitglied seit 14.08.2004
219 Beiträge (ø0,08/Tag)
Wie sagt der Merkwürden vom Focus immer: FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN!
Wer viel Zeit hat kann hier Fakten zur Spantangärung nachlesen.

Gruß Pasta
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Vom 21.10.2008 13:41 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo Matthias,

natürlich ist das auch alles eine Frage der Trinkgeschwindigkeit. Wenn ich einen Wein mit 14,5% über 72 Stunden hinweg trinke, macht der mich nicht so blau wie zwei Pullen mit 7,5%, die ich innerhalb einer Stunde leere.

Aber wenn ich einen 14,5%er innerhalb von 3 Stunden vernichte, bin ich deutlicher duhner als nach nach zwei im gleichen Zeitraum hinter die Binde gegossenen 7,5%ern. Warum, weiß ich auch nicht, aber es verhält sich so.

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du Dich nach der ersten getrunkenen Flasche (mit wieviel Alkohol auch immer) weitaus weniger auf den nächsten Wein konzentrieren kannst, als nach einer gelungenen Vorspeise."

Ja, aber Weine NACH einem Essen zu trinken ist für mich etwas anderes, als sie ZUM Essen zu trinken!


"Und dann noch 'ne ernstgemeinte Frage. Wass machen denn die Spontanhefen mit dem Zucker, dass bei gleichem Öchsle und gleichem Alkohol weniger Restzucker bleibt? Ist das ein Analyseergebnis oder beruht das auf sensorischen Erfahrungen."

Lars?? Arndi??

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 13:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

weinschaf Hendlgriller


Mitglied seit 22.07.2004
2.432 Beiträge (ø0,85/Tag)
Arnd hats ja schon erklärt. Die blöden Biester sind zu faul und treten zu früh in den Streik.
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Vom 21.10.2008 13:49 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

MatthiasH Hendlgriller


Mitglied seit 16.09.2004
2.799 Beiträge (ø1/Tag)
darf ich nochmal nachbohren?

Das heißt, sie binden den Zucker sozusagen in ihrem eigenen Körper. Das würde aber bedeuten, dass es bei der Spontanvergärung deutlich (!) mehr Hefe"masse" geben müsste, als bei der Vergärung mit Zuchthefen. Wenn das so ist, will ich euch die Theorie mal glauben Na!

In der Praxis scheint mir allerdings die Gärstockung und der damit restsüße Wein viel häufiger das Ergebnis der Spontangärung zu sein, als ein durchgegorener mit niedrigem Alkoholgehalt. Na!


Viele Grüße
Matthias
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Vom 21.10.2008 13:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Was passiert denn mit dem Restzucker, den sie im Bauch haben? Wird der anderweitig verstoffwechselt? Wie? Verwandelt er sich in Hefefett Lachen?

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 21.10.2008 13:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendi Smutje


Mitglied seit 29.09.2003
345 Beiträge (ø0,11/Tag)
Oder sind es die Winzer, die sich das Leben mit den Reinzuchthefen einfacher machen. Lächeln
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Vom 21.10.2008 13:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Da darf ich MatthiasH zitieren:
" Es gibt allerdings, das wissen nur wenige, beim Wein einen gefühlten Alkoholgehalt, der in der Einheit "Marigaux" gemessen wird."

Das Zitat stammt aus dem etwas älteren Thread "Wo liegt die Begründung" und auch dort wurde das Phänomen der Alkoholaufnahme in Bezug auf die Blaufärbung nicht gelöst.

Gruß Grenache
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Vom 21.10.2008 14:04 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

MatthiasH Hendlgriller


Mitglied seit 16.09.2004
2.799 Beiträge (ø1/Tag)
Stimmt, der standardisierte "Marigaux", darüber haben wir schonmal gesprochen! Jetzt wo Du's sagst, Grenache, kann ich mich dunkel erinnern. Na!

Viele Grüße
Matthias
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Vom 21.10.2008 14:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
...na dann schauen wir doch mal auf uns Menschlein...

es gibt die schmalen rappeldürren die in sich reinschaufeln ohne Ende...und trotzdem nicht dicklich werden und dann gibts die Gruppe die schon beim Anblick eines Schokokuchens Gewicht zulegen.
Genau so ist das mit den Spontis...die haben einfach einen heftigeren Stoffwechsel...verbrauchen also mehr Zucker für ihren stoffwechsel und hauchen zwangsläufig auch etwas mehr co2 aus...und bilden mehr höhere Alkohole...die dann die Mundfülle bilden...


Gruß arndi
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Vom 21.10.2008 14:11 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

MatthiasH Hendlgriller


Mitglied seit 16.09.2004
2.799 Beiträge (ø1/Tag)
Stimmt, die höheren Alkohole gibt's auch noch. Danke Lachen

Viele Grüße
Matthias
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Vom 21.10.2008 14:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

weinschaf Hendlgriller


Mitglied seit 22.07.2004
2.432 Beiträge (ø0,85/Tag)
Dann sind ja im Prinzip alle restsüßen Möselchen Reinzuchtis - wo die Spontis ja im Alkohol alle höher liegen - oder?

Prust,
Schaf
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Vom 21.10.2008 14:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
hey schaf...mutwilliges Falschverstehen wird ab sofort mit Zwangskonsum von restsüßen Weinen mit 15vol bestraft!!!!!
...
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Vom 21.10.2008 14:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
... das mit dem Allohol ist das gleiche wie die Spruch:

Bier auf Wein das lass sein
Wein auf Bier das rate ich Dir

Stimmt. Besoffen wird man so oder so (wenn man kein Maß halten kann). Und die Kopfschmerzen kommen wegen der Menge Allohol unabhängig von der %-Zahl. Aber der Magen verarbeitet immer die gleiche Flüssigkeitsmenge. Ist der Magen zu Anfang leer, ist die Allohol-Konzentration des Mageninhalts bei 14%igen Wein nun mal 14%. Da geht mehr Alkohol pro Minute ins Blut, als bei Bier oder 7% Wein. Man erreicht also das Gleiche, wenn man 14% Wein trinkt und gleichzeitig die gleiche Menge Wasser (Man könnte auch den Wein direkt mit Wasser verdünnen, aber ...)

Zusammengefasst. Wer 1 Flasche 14% trinkt hat zwar die selbe Menge an Allohol im Magen wie bei 2 75igen, aber es dauert länger bis dieser im Blut angekommen ist.

Gruß

Gerd
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Vom 21.10.2008 14:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
"Bier auf Wein das lass sein
Wein auf Bier das rate ich Dir "


Alles Aberglaube, Humbug und Voodoo!

Erstens schon häufiger im Selbstversuch widerlegt; und zweitens hat neulich sogar ein gewisser Stuart Pigott erzählt, dass ein Bierchen (basisch) nach dem ganzen Wein (sauer) rischtisch gut tun kann!

Das einzige, was wirklich gegen den dicken Kopp hilft, ist weniger saufen. Und wenn schon saufen, dann a) nicht durcheinander und b) viel Wasser dazu. Und c) hinterher ein, zwei Aspirin. Nicht: ein, zwei Kurze HAR HAR HAR !

Grüße
Monti
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Vom 21.10.2008 14:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Ok - so weit wäre das geklärt. Nun aber die Frage (damit das nicht zu einer reinen Männerrunde verkommt): Wenn nur die Reihenfolge Ursache wäre, wieso machen unterschiedliche Alkoholsorten dann mehr zu schaffen als dieselbe Menge Alkohol der einen Sorte? Na!

LG
Clarissa
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Vom 21.10.2008 14:38 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
...das mit dem Bier zum Ende mach ich auch nach jedem Weinfest so...da gibt es wohl irgendwein Weinatom-spaltendes Enzym in Bier was meinen Magen nach der vielen Säure im Moselwein beruhigt,,,,ich kanns nur empfehlen...aber wirklich immer nur ein Bier!!!!
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Vom 21.10.2008 14:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
"...wieso machen unterschiedliche Alkoholsorten dann mehr zu schaffen als dieselbe Menge Alkohol der einen Sorte..."

Hhm Clarissa, ich schätze mal, Du denkst an solche Aktionen wie sie 'früher' jeder mal erlebt hat - erst ein paar Bierchen, dann ein paar Schnäpschen, dann noch ein paar Longdrinks... Und am nächsten Tag schiebt mans auf die verdammte Durcheinandersauferei Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen .

Ich schätze, das hängt zum einen an einer Art "Gewöhnung" - ich bilde mir ein, Wein besser vertragen zu können als Bier (war früher andersrum). Zum anderen vielleicht auch daran, dass man mit "unterschiedlichen Alkoholsorten" meist auch den ein oder anderen Schnaps oder Likör meint. Und die gehen halt echt schneller ins Blut. Nicht von ungefähr gibts den Begriff "Beschleuniger"!

Sehr gut soll auch sein, nach einem Abend mit trockenen Weinen noch ein ordentliches Glas süßen hinterher zu kippen. Muss ich aber noch austesten... Na!

Grüße
Monti
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Vom 21.10.2008 18:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ArschmitOhren Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2008
569 Beiträge (ø0,43/Tag)
@prälat
Und was machen die Sponti-Hefen dann aus dem Zucker? Fuselalkohole? CO2? Irgendwohin muss der Kohlenstoff ja, wenn die gleiche Menge Zucker verstoffwechselt wird. Klär mich auf. Entstehen da erstrebenswerte Dinge? Wenn ja, sollte man die Reinzuchthefen vielleicht nur noch für die Herstellung von Industriealkohol zulassen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

A propos 13% Riesling Kabinett, da kann ich drüber. Wie wär`s mit 15 % Sauvignon Blanc (Südpfalz)?? Konnte man einigermaßen trinken - gut gekühlt, aber als besonders gelungen würde ich den nicht bezeichnen. Vielleicht war es ja auch ein Druckfehler in der Weinkarte...

Von Panik ergriffen habe ich mal mein Regal durchforstet (ist noch überschaubar). Meine Kabinette haben 12% oder 12,5%. Beim Messmer steht nix drauf, der schmeckte aber nicht so arg alloholisch. Kann also noch halbwegs ruhig schlafen. Die Spätlesen haben 13%, schmecken meines Erachtens aber oft ausgewogener und weniger alkoholisch als einige Kabinette.
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Vom 21.10.2008 19:18 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Dodo116 Suppenkoch


Mitglied seit 12.01.2008
1.584 Beiträge (ø0,99/Tag)
Um noch mal auf Clarissas Frage zurückzukommen - ich stelle sogar einen Unterschied zwischen Rot- und Weißwein mit gleichem Alkoholgehalt fest. Ich hatte neulich einen italienischen Merlot aus dem Jahre 95 mit tatsächlich nur 12,5 %, von dem konnte ich deutlich weniger trinken als z.B. von einem Riesling mit gleichem Alkoholgehalt. Genaugenommen war es gefühlt nicht anders als ein Rotwein mit 13,5 %. Kann mir das jemand erklären??

Viele Grüße
Dodo
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Vom 21.10.2008 19:30 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Das geht mir auch so.

Es sind regelmässig Rotweine, die mich deutlich früher umhauen als Weißweine. Bei gleichem Alkoholgehalt!
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Vom 21.10.2008 19:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Das wäre die darauffolgende Frage gewesen, Doro, denn tatsächlich scheint mancher Wein mit 14,5 % leichter verträglich und weniger bedudelnd als ein anderer gleichprozentiger (wobei ich nicht mit Sicherheit sagen könnte, ob die Unterschiede sich an Rot oder Weiß festmachen)

Und das Schnäpschen hinterher Monti, stimmt, das habe ich früher besser vertragen, heute gibt mir das den Rest. YES MAN Welt zusammengebrochen Daher bleibe ich fein bei einer Sorte ...

LG
Clarissa
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Vom 21.10.2008 19:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Dodo116 Suppenkoch


Mitglied seit 12.01.2008
1.584 Beiträge (ø0,99/Tag)
Was mir immer den Rest gibt, ist Sekt (möglichst noch mit Likör drin) und hinterher dann Wein - das endet unweigerlich mit Kopfschmerzen am nächsten Tag Welt zusammengebrochen ...

Clarissa, bisher konnte ich das bei mir schon immer an Rot- und Weißwein festmachen, kann aber durchaus auch noch von anderen Faktoren abhängen, vielleicht gibt es auch bei Weißwein Rebsorten, die betüdelter machen. Verstehen tue ich es ja trotzdem nicht, aber es scheint dann ja anderen genauso zu gehen Lachen .

Viele Grüße
Dodo
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Vom 21.10.2008 20:13 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Pfeil nach rechts Was mir immer den Rest gibt, ist Sekt (möglichst noch mit Likör drin) und hinterher dann Wein - das endet unweigerlich mit Kopfschmerzen am nächsten Tag ... Pfeil nach links

Ja, oder 45 Bier. Die habe ich früher gut weggesteckt, heute habe ich im Anschluss das Gefühl ich dürfte kein Auto mehr fahren.
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Vom 21.10.2008 20:39 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Dodo116 Suppenkoch


Mitglied seit 12.01.2008
1.584 Beiträge (ø0,99/Tag)
Na, im Gegensatz zu früher ist da doch ein echter Lerneffekt zu bemerken Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen ...
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Vom 21.10.2008 22:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ArschmitOhren Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2008
569 Beiträge (ø0,43/Tag)
Wird das jetzt ein "wie gelange ich effizient zum Vollrausch"-Thread?
Dann schlage ich noch vor:
Trollschoppen (Weißwein mit Sekt) Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
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