Wein & Musik II
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
gibt es zusätzlich zu Montis Tipp noch den Hinweis, gleichzeitig die FN- und die Ende-Taste zu drücken, da gehts auch zum Fred-Ende. Aber zur Sache. Gestern als press release rein bekommen: Albrecht Mayer in Venice, Oboe Concertos by Vivaldi, Albinoni, Platti, Marcello and Lotti. DAS nenn ich weich gespült und totredigiert! Völlig seelenloses Getröte für den stereotypen Münchener Juppi-Intellallo, klinisch rein und komplett langweilig. Was man da draus hätte machen können... Dazu passt wirklich nur der trockene Liter von Weil um schlappe 11 Euro. Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Pah!
Wenn ich Deinen grandiosen Tipp beherzige, liebes Schäfchen, wird mein Bildschirm dunkler. Nix mit Fred-Ende. 'Frauen und Technik' würde ich ja gerne sagen, kann ich ja jetzt leider nicht... Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Stimmt, bei meinem Dell is das auch so, aber bei Frau weinschafs Vaio funzt das
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Oh Mann, der arme Marigaux weiß jetzt gar nicht mehr, was er machen soll... Wahrscheinlich hat er gar keine FN-Taste und ist aufm Weg zum Media-Markt, reklamieren
*undweg* Monti |
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![]() Mitglied seit 14.08.2004 |
Moin!
Für alle nicht Laptopbenutzer reicht es auch nur die End(e) Taste zu drücken. LG Pasta |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Was für ne Taste? Reklamieren lohnt sich nicht mehr, ich brauche bald eh nen neuen Rechner, meiner spinnt immer mehr und schreibt zwischendurch, wenn er gerade lusitig ist, hemmungslos lauter 5en. Davon kann man ihn dann nur mit großer Mühe abhalten.
Aber Montis Tipp mit dem Dreieck ist Gold wert, auch für anderen Freds. Schön, daß mir das nach Jahren mal einer gesagt hat..... Schaf, der Herr Mayer beherrscht seine Tröte fraglos in beneidenswerter Perfektion, aber ich weiß, was du mit dem "weichgespült" meinst. Ich habe von ihm auch andere Aufnahmen, die einen ziemlich toten Eindruck machen. Wie meinte mein früherer Oboenlehrer (der das Gerät inzwischen an den Nagel gehängt hat) mal über Mayers Stil: "Unheimlich schön und unheimlich langweilig!" Loosen, Weil, Eifel...... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
"Schön, daß mir das nach Jahren mal einer gesagt hat....."
Pleasure! |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Na, das ich das noch erleben darf, Marigaux - wir mal einer Meinung bei sogar zwei Themen auf einmal!
Loosen, Weil, Eifel, Kruger-Rumpf, JL Wolf, Wagner-Stempel... Gruß, Schaf |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
@ Monti
Frauen und Technik - PAH! |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Einspruch - das ist NUR langweilig, allerdings in der Tat langweilig. Und dazu dieses Gesülze im Booklet, Kitsch as Kitsch can, Fotos aus Venedig, gru-se-lig schlicht. Noch'n Einspruch - Wagner-Stempels Zeug ist schon gut. Kaufen tu ich's trotzdem nicht. Aus Prinzip Gruß Tin
_____________________________________________________________ SO werden wir nie Europameister. |
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![]() Mitglied seit 04.09.2005 |
Wie ich wechselnde Avatare hasse!
Gerade hab' ich mich an eins gewöhnt, kommt ein anderes. Wie das Wechselkarussell bei den Fußballern. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Tin,
nee, was Wagner-Stempel angeht, bin ich beim Schaf. Gepflegte Langeweile auf hohem Niveau. Kennt ihr jemanden, der Weine von J.L Wolf kauft? Mir ist noch keiner untergekommen, der das freiwillig tut. Ich frage mich immer, wie dieses Weingut überhaupt existieren kann.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Na Ernie machts möglich, Marigaux, und meines Wissens geht da eh fast alles an die WIV und in den Export. Auch ok, so isses aus der Welt
Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 14.08.2004 |
" Kennt ihr jemanden, der Weine von J.L Wolf kauft"
Mein lieber Marigaux, hier kannst du nachlesen wie ein Wein von J.L. Wolf bei einer Blindprobe (also mal ohne Vorurteile Gekauft habe ich ihn allerdings auch nicht. LG Pasta |
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![]() Mitglied seit 14.08.2004 |
... ich vergaß: es war auch noch der billigste Wein im Feld ......
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Schaf, Ernie kann doch auch nicht hexen...aber daß das Zeug größtenteils ins Ausland geht, dürfte eine Erklärung sein. In Amerika oder England wird man offenbar einiges los, das hier nur schwer Abnehmer finden würde.
Eure CD ist doch ein wunderbares Beispiel für die Parallelen, die sich zwischen der modernen Studiotechnik in der Musik und der modernen Kellertechnik beim Wein finden lassen. Beides bringt viel Gutes mit sich, wenn es sinnvoll und in gewissen Grenzen genutzt wird - aber sobald man es übertreibt, kommen solche sterilen, gekünstelten Ergebnisse wie " Albrecht Mayer in Venice" zustande. Auf einer Weihnachtskitsch-CD, an der ich mal in einem niederländischen Studio beteiligt war, klinge ich auch wie Albrecht Mayer....naja, fast.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Es ist doch immer wieder bemerkenswert, wie man in diesem Forumchen durchaus auch persönlich, aber immer (naja, meistens) respektvoll miteinander streiten kann um dann zu merken, dass die Positionen gar nicht wirklich weit auseinander sind. Dafür mag ich das hier sehr gerne!
Marigaux, die Ansage oben hinsichtlich der Studio- und Kellertechnik unterschreib ich Dir sofort - auch wenn fortschrittlich für mich nach wie vor nicht böse und experimentell nicht verteufelungswürdig bedeutet - solange man bedacht damit umgeht. Aber das bedeutet nu noch lang nicht, dass ich verkratzte Platten besser find als ne wiedergemeisterte CD oder mir in meine Anna reinreden liesse! Was ich in dem Zusammenhang nur wirklich schad finde: dass man keinen spontanen Wein aus den 50ern in seiner Entwicklung stoppen konnte, um ihn mit einem mit moderner Techik "bereiteten" 07er im vergleichbaren Stadium zu vergleichen Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
auch wenn ich die höheren Weihen für die o.g. Musik nicht habe und deshalb nicht mitreden kann, zur neuen CD von Quadro Nuevo (antakya) gehörte eigentlich etwas türkisches, aber in der Not schmeckt auch der 2006 Carnuntum Cuvée (Zweigelt/Pinot noir) von Markowitsch, sehr beerig, leicht und süffig Gruß grappola |
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![]() Mitglied seit 21.04.2007 |
Bei diesen Temperaturen immer wieder gerne:
Buena Vista Social Club, Gipsy Kings, und ein paar CDs, die ich mal aus Kuba mitgebracht habe. Dazu ein schönes Chili Con Carne (naja, immerhin nicht sooo weit von Kuba...) und... schon wieder der Sur von Inurrieta. Gruß, nardil |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Gut, Nardil, dass ich bei der VDP-Verkostung noch nichts wusste von deiner Kuba-Leidenschaft, sonst hätten wir außer dem Wein wohl noch ein wichtiges Thema gehabt.
Aber was du von den Temperaturen schreibst - für mich sind die schon längst nicht mehr sommerlich-kubanisch. Deshalb habe ich heute einen chilenischen Roten im Glas - mainstreamig, aber lecker: Montes Cabernet/Carmenère. Grüße von frankophil ----------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Und ich habe heute gleich zwei
Im Glas: den allerersten fruchtsüßen Riesling meines Lebens Weingut Fries, Mosel, Winniger Röttgen Riesling Spätlese 2006 und was soll ich sagen: ein köstlich fruchtiger Duft nach ??? Der erste Schluck zwar arg "süß" und damit gewöhnungsbedürftig ...aber mit jedem Schluck schmeckt er mir besser: sehr fruchtig nach Pfirsich, Ananas und ???, fett und etwas ölig, mit wunderbar ausgewogenem Säure-Süße-Spiel, sehr süffig - ich glaube, an so etwas könnte ich mich durchaus gewöhnen Und die passende Musik dazu: Telemanns Lukas-Passion - wunderschöne, erhabene, innige Klänge. Daher einen doppelten Dank für beide Empfehlungen an meinem Tippgeber Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Poesie in Flaschen - Robert Louis Stevenson |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Allegro,
schön, dass der fruchtsüsse Riesling Dir gefällt, ich selbst habe jahrelang nix anderes bis in die obersten Kategorien getrunken. Heute gibt es allerdings einen Würzburger Stein Silvaner Kabinett trocken 2006 vom Staatlichen Hofkeller Würzburg. Naja, aus dem Stein kann man schon mehr machen, finde ich. Dazu gab es auf dem Thorens das Klavierkonzert Nr. 1 E-Dur Op. 11 von Chopin auf einer Mono-LP von His Master's Voice Long Play, einer englischen EMI-Pressung aus den späten 50ern, die sich im Bestzustand, spannend und kraftvoll präsentierte. Die Qualität des Weines hatte keine Chance gegen die Qualität der Musik. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Allegro,
"Der erste Schluck zwar arg "süß" und damit gewöhnungsbedürftig ...aber mit jedem Schluck schmeckt er mir besser: sehr fruchtig nach Pfirsich, Ananas und ???, fett und etwas ölig, mit wunderbar ausgewogenem Säure-Süße-Spiel, sehr süffig - ich glaube, an so etwas könnte ich mich durchaus gewöhnen Wenn man sich ein wenig darauf eingeschossen hat, tut die Restsüße gar nicht weh, gelle? Die 06er Röttgen-Spätlese (eigentlich eine klare Auslese) von Fríes ist auch wirklich schön. Wir haben im Pfingsturlaub einen 6er-Karton davon gekillt, obwohl das durchaus eine Art von Kindermord war (nach ein paar Jahren Reife dürfte dieser Wein deutlich differenzierter wirken). Ostbelgier, die beiden Klavierkonzerte von Chopin mag ich sehr gerne - das ist zwar "restsüße" Musik, aber qualitativ hochwertige in jedem Fall! Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Poesie in Flaschen - Robert Louis Stevenson |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Tach auch,
was soll ich sagen, restsüß schmeckt mir gerade so GAR nicht, selbst unser halbtrockener Jedentag ist mir zu babbig, und wenn ich dazu noch mehr als fünf Minuten Klassik am Stück hören muss, krieg ich lilakarierte Pickel, garantiert. Und darum werden wir am Wochenende hoffentlich viele trockene Granaten haben Gruß Tin
_____________________________________________________________ SO werden wir nie Europameister. |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
Was ist Motown-Schrabbel?? Es offenbaren sich bei mir immer mehr Bildungslücken...
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Marvin Gaye, The Supremes, The Miracles, The Marvelettes, The Temptations, die frühe Diana Ross ...
Gruß Tin
_____________________________________________________________ SO werden wir nie Europameister. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Tin,
vielleicht haste ja die falschen Restsüßen..... Ansonsten: De gustibus...und selbst ich brauche immer wieder ein trockenes Intermezzo.... Aber Blues und Soul benötige ich nie zu meinem Glück, die Bandbreite zwischen Orlando Gibbons und Richard Strauss reicht mir völlig. Sorry, ich schäme mich ja schon gehörig ob meiner einseitigen Hörgewohnheiten! Kunst braucht für mich bestimmte Formen....apropos, wo steckt eigentlich Clarissa? Im Ohrlaub? Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
Na, die kenn ich wenigstens...
Gruß Dodo |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Motown ist cool ! In Las Vegas, unweit des NewYork- Hotel/Casino, gab es für kurze Zeit das "Motown Cafe", den Abend dort werde ich meinen Lebtag nicht vergessen, obwohl es natürlich reine Show war. Aber diese Musik heisst nicht umsonst "Soul", da gibt es unendlich viele Perlen zu entdecken. Für alle, die's wissen wollen, Motown wurde benannt nach MOtor TOWN, der damaligen Hauptstadt des amerikanischen Autobaus, Detroit, wo das Label, ich glaube 1958, gegründet wurde. Das schöne ist, der Gründer, der stinkreich wurde durch das Vermarkten schwarzer Künstler, war selbst ein Schwarzer.
Nachdem mir Marigaux vor einiger Zeit für schöne Oboenmusik Aufnahmen mit Heinz Holliger ans Herz gelegt hat, geniesse ich nun eine alte Philips-LP aus den späten 60ern mit Aufnahmen des Meisters. Den Beginn macht eines meiner liebsten Barock-Stücke, nämlich Albinoni's Concert d-moll op.9 nr. 2. Wundervoll malerisch und elegant. @Marigaux, übrigens, die bezeichnung "restsüsse Musik" für das Chopin-Konzert ist äusserst treffend ! Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
Danke Ostbelgier für die Erklärung zu Motown...ich arbeite bei einem Autobauer und kenne das nicht - ist das peinlich
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Dodo,
kein Grund, Trübsal zu blasen. 1958 war Detroit DIE Hauptstadt des amerikanischen Autobaus und eine pulsierende Metropole. Beginnend mit Umweltkatastrophen wie der furchtbaren Mississippi-Überschwemmung von 1933 und spätestens mit Ende des zweiten Weltkriegs setzte eine regelrechte Landflucht der schwarzen Bevölkerung in den alten Südstaaten wie Georgia, Alabama oder eben Mississippi ein, die Leute erhofften sich (und fanden oft auch) in den industrialisierten Städten des Nordens wie Chicago oder eben Detroit (wo Henry Ford das Fliessband erstmals einsetzte) bessere Lebensbedingungen. Damals wurde man noch nicht von 10000 verschiedenen Steuern aufgefressen und so konnte sich auch der "normale" Fabrikarbeiter ein bisschen was leisten. Das wollte sich der Erfinder von Motown (hiess der nicht Barry Gordy oder so ähnlich) zunutze machen und Musik von Schwarzen für Schwarze produzieren. Mit überragendem Erfolg ! Detroit ist heute eine heruntergekommene Stadt mit extrem hoher Mord- und Kriminalitätsrate, und die grossen Drei des US-Autobaus, die schon vor 30 Jahren entscheidende Entwicklungen verpennt haben, schieben heute gewaltige Probleme wie unbezahlbare Pensionsverpflichtungen vor sich her. Traurig. Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
Detroit Motorshow ist aber eigentlich immer noch ein Muß für die Autobauer - also immer noch irgendwie Metropole...war mir allerdings nicht bewußt, dass Detroit so heruntergekommen ist - man sieht ja immer nur tolle Hochglanzbilder von den ausgestellten Fahrzeugen.
Gruß Dodo |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Ja, die Bilder von der Detroit Motorshow kenne ich auch. Von Marketing haben Amerikaner schon immer sehr viel verstanden. Aber hinter den Fassaden bröckelt's gewaltig. Leider.
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
So, zu den Resten von Loewens "Alte Reben" habe ich jetzt eine meiner absoluten Lieblings-CDs aufgelegt, nämlich die leider weitgehend unbekannte C-Dur-Sinfonie op. 46 des "letzten Romantikers" Hans Pfitzner, ein hochreifes, in weiten Teilen eher kammermusikalisch instrumentiertes Alterswerk, welches quasi die Quintessenz eines ganzen Komponistenlebens darstellt.
Nach kurzem Grummeln in den Streichern beginnt die Sinfonie mit einem in seiner melodischen Schlichtheit und seinem Vorwärtsdrang ungeheuer prägnanten Hornmotiv, das schnell zu einer eindrucksvollen Steigerung im vollen Orchesterapparat mit Pauken geführt wird. Dann kommt das ebenfalls sehr schlichte, mit seinen Tonrepetitionen an Haydn erinnernde "lyrische" Seitenthema im Holz (dieses Thema darf auf keinen Fall verschleppt werden, denn dann wirkt es banal, aber Furtwängler und die Wiener Philharmoniker leisten diesbezüglich allerbeste Arbeit!), und allzulange hält sich der Komponist mit dem ersten Satz dann gar nicht mehr auf - beide Themen werden ein paar mal in exquisite harmonische Farben getaucht, die die optimistische Grundstimmung teilweise etwas abdunkeln, und dann führt eine kleine Überletung in den langsamen Satz, in dem das Englischhorn mit elegischer Stimme zu Wort kommt. Jetzt merkt man deutlich, daß Pfitzner Schopenhauerianer, mithin Pessimist und Weltverächter (aber kein Weinverächter - einen guten Tropfen hat er immer zu schätzen gewußt! Auch diese schmerzlich-lyrische Farbe hält nicht lange vor - es folgt ein irre schnelles, teilweise fugiertes, in seinem Drive absolut unheimliches Presto. Dieses mündet aber nach den teilweise geradzu aberwitzigen Klarinettenfiguren nicht in der zu erwartenden Katastrophe, sondern in einer gewaltigen Apotheose des am Anfang stehenden Hornmotivs (Furtwängler läßt da dermaßen die Post abgehen, daß es einem den Atem verschlägt). Eine Sinfonie, die in etwa 20 überaus konzentrierten Minuten viele Gegensätze (Klassik-Romantik, Optimismus- Pessimismus, große Symphonik - Kammermusik, Diatonik -Chromatik) synthetisiert und damit nach meinem Geschmack zu den faszinierendsten Werken ihrer Gattung gehört Für mich stellt sie vielleicht DAS Schlußwort zur tonalen Kompositionsweise dar. Die einzige gescheite Einspielung ist allerdings die unter Furtwängler (obwohl die Holzblasinstrumente der Wiener teilweise wie Kirmeströten klingen). Andere (neuere) Aufnahmen wie die unter Ferdinand Leitner oder Werner Andreas Albert sind leider grausam flügellahm und werden dem Geist dieser Musik überhaupt nicht gerecht., sie wirken wie regelrechte Karrikaturen. Beim nächsten Wein bin ich auch schon angekommen, nämlich einem 05er Spätburgunder von R. und C. Schneider. Dazu vielleicht später noch mehr... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Marigaux - ich glaube, an Dir ist ein Musikkritker verloren gegangen
Tolle Beschreibung ! Ich meine fast, die Sinfonie hören zu können, ohne dass ich überhaupt auch nur irgendetwas von Pfitzner kenne Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Poesie in Flaschen - Robert Louis Stevenson |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Musik ist zu flüchtig, jeder Augenblick bringt Neues und der Fehler ist so schnell passiert....beim Wein hat der Winzer mehr Zeit, und auch ich kann über Stunden hinweg immer wieder einen Schluck nehmen, wenn ich mir bei meinem Urteil nicht sicher bin. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Marigaux, eine wunderbare Beschreibung und ich habe mir dieses Stück gleich auf meinen Kaufzettel für Hanse-CD gesetzt. Bezüglich deiner eigenen Beschreibung der in deiner Benutzung stehenden Wiedergabeanlage für Musik, muß ich jedoch Zweifel anbringen bezüglich der "Kirmeströten". Einfache Wiedergabeanlagen haben nur begrenzte Möglichkeiten und schneiden gewisse Frequenzbänder einfach ab, um es mal ganz simpel auszudrücken. Trag deine CD mal in ein Tonstudio, bei erreichtem gleichen Ergebnis, stimme ich dann zu, du wirst das bessere Gehör als Musiker haben. Es gab Bresse-Huhn in Morchel-Rahm (französische Morcheln hier auf dem Markt gestern entdeckt, das Kistchen gekauft), dazu einen 1999er Chateau de Arlay, Blanc. Jetzt sitze ich hier bei einem Digestiv Vieux Marc L'Etoile und beende den Tag mit der 3. von Ludwig v.B. Gruß Grenache |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Grenache,
ich beschäftige mich ja nun seit einigen Jahren recht intensiv (weil sozusagen hauptberuflich Heutzutage klingen die merwürdigen Tröten, auf denen sie blasen ("Wiener Oboe") nicht mehr ganz so schräpig, aber immer noch eigenartig genug, wobei mir bei einem Livekonzert in der Kölner Philharmonie vor 2 Jahren vor allem die Klarinöse buchstäblich die Schuhe ausgezogen hat. Ich finde diesen Holzbläsersound einfach grauenvoll, aber auf der anderen Seite ist das halt "Terroir". Insofern bin ich ich durchaus dafür, daß die Wiener Oboisten weiterhin bei ihren Wimmerhölzern bleiben (ich muß mir ja nicht unbedingt besonders viele Aufnahmen mit ihnen kaufen!). Das ist ein bißchen so wie bei den meisten Madirans: Deren Tannine verursachen bei mir ziemliche Schmerzen, aber trotzdem würde ich mich hüten, einen weichgespülteren Madiran zu fordern. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 24.06.2005 |
...na jetzt bin ich aber doch einigermaßen erstaunt, das Marigaux auch Fries kennt und trinkt...und ich dachte bisher das alle, die beim Prämierungsspiel der Landwirtschaftskammer mitspielen nicht beachtungswürdig sind???
freut mich aber trotzdem...ich selbst mag Fries-Weine... Gruß Arnd |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
And now for something completely different
Gerade habe ich den Film "Control" gesehen, es geht um Leben und Werk von Ian Curtis, seines Zeichens Leadsänger der legendären Band Joy Division, der 1980 mit 23 Jahren Selbstmord beging. Und ich bin zutiefst erschüttert. Am Wochenende erzähle ich gerne mehr über dieses Ereignis, frage mich aber schon jetzt, wer denn wohl etwas über diese Band weiss. Das waren Helden meiner Jugend Anfang/Mitte der 80er, und die erste LP der Band gehört noch heute zu meinen TOP 10 aller Zeiten. Viele Grüsse Ostbelgier (der dazu einen 2000er Grünhaus Abtsberg QbA trocken trank) |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Arndi,
ich weiß ja selber, daß ich manchmal einen arg dogmatisch-verbohrten Eindruck erwecke...kann und will halt oft nicht über meinen Schatten hinaus Aber daß bei Fries gute Weine gemacht werden, war mir schon beim ersten von bislang zwei Besuchen sehr schnell klar. Ich denke allerdings, daß die trockenen Exemplare von Fries nicht unbedingt besonders lange liegen sollten (das müssen sie ja auch nicht). Meine noch verbliebenen Spät- und Auslesen in restsüß will ich dagegen ein paar Jahre lang unangetastet lassen - mal schauen, was sie dann sagen... Viele, momentan eher unmusikalische Grüße sendet Marigaux |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
im CD-Spieler befindet sich gerade Bachs 5. Französische Suite in G-Dur mit dem polnischen Pianisten Piotr Anderszewski. Ich persönlich höre Bach viel lieber auf dem Klavier als auf dem Cembalo, auch wenn letzteres das historisch korrektere Instrument ist. Aber beim Klavier erkenne ich den harmonischen und kontrapunktischen Zusammenhang einfach besser. Piotr Anderszewski spielt unglaublich faszinierend. Ich habe eine seiner Bach-Interpretationen ganz zufällig auf einer Autofahrt im Radio gehört und mir dann sofort 2 CDs von ihm bestellt. Er gestaltet in jeder Hnsicht sehr sensibel, nimmt sich viel Freiheiten, ohne jemals geschmacklos zu werden und besticht durch eine bis an die Grenzen des Möglichen gehende Klangkultur. Bach wirkt bei ihm niemals akademisch, er "romantisiert" die Musik in gewisser Hinsicht, aber er tut diese mit enorm sicheren Stilgefühl und einer glasklaren Artikulation. Schöner geht es für meine Ohren eigentlich nicht mehr. Dazu gibt es einen "klassischen" Ruwerriesling (in der mit meinen Eltern geöffneten Flasche war noch ein guter Restschluck), nämlichen einen halbtrockenen 95er Kabinett von Maximin-Grünhaus. Die gebietstypischen Kräuternoten sind da, ebenso die Schlankheit, Rasse und Pikanz, welche die Grünhäuser normalerweise auszeichnet. Es ist noch gar nicht sooo lange her, daß ich meinen ersten Wein von diesem Traditionsbetrieb getrunken habe (vielleicht 4 oder 5 Jahre). Aber ich würde inzwischen dreist behaupten, daß man als Weinfreund ohne größere Magenprobleme (Achtung: Säure!) unbedingt mal einen Grünhäuser im Glas gehabt haben sollte... wenn man diesen Stil nicht kennt, hat man etwas verpaßt! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
eine tolle Kritik, Marigaux ! Das habe ich einfach nicht drauf, ich freue mich immer, dergleichen zu lesen. Wie üblich geht es bei mir um olles Vinyl Aber so ganz ohne Gewimmer geht es ja doch nicht, gerade rotiert eine frisch gereinigte Aufnahme des Beethoven'schen Erzherzog-Trios in einer historischen Aufnahme des legendären Trios Casals-Cortot-Thibaud. Obwohl ausgesprochenes Low-Fi (30er Jahre), doch von sattem Klang und schöner Transparenz. Und knacken tut da nix mehr. Super ! Ach ja, der Wein: Fürstlich Castell: Kugelspiel Silvaner Kabinett trocken 2006. Nicht übel, mehr aber leider nicht. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
den grössten Teil des heutigen Sonntags habe ich schwitzenderweise beim Reinigen alter LP-Schätze verbracht. Ein paar habe ich mir, frisch gesäubert, angehört, und war verblüfft, was die Reinigung gebracht hat. Zuletzt war das die LP "Relics" von Pink Floyd, wo die Frühwerke dieser Herren versammelt sind, aus der Zeit mit Syd Barret. Die beiden Hitsingles Arnold Layne (1967 von der BBC verbannt, es geht um einen Wäschefetischisten) und See Emily play, das völlig durchgeknallte Interstellar Overdrive mit seinen absurden Stereoeffekten, Careful with that axe Eugene, das langsam aber stetig Spannung aufbaut bis zur kreischenden Explosion, und natürlich The nile song, ein Hardrock-Prototyp vom März 1969. Grosse Kunst, ungewöhnlich und anstrengend, aber die Entdeckung wert. Um nicht auch noch über den Wein grossartig nachdenken zu müssen, befindet sich nun der Portugieser trocken von Dr. Heyden im Glas. Erfrischender leichter Rotwein. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Im CD-Spieler befindet sich als Ohrenschmeichler (den braucht man, nachdem einen diverse Schüler den ganzen Nachmittag gar grausig betrötet haben!) die Tanzsuite nach Couperin von Richard Strauss. Strauss hat darin verschiedene Cembalostücke des französischen Barockmeisters Francois Couperin aufs Delikateste instrumentiert und natürlich auch romantisiert. Man kann sicherlich darüber streiten, inwieweit Harfenakkorde und Klarinettenklänge beim "Arrangieren" solcher Musik noch geschmackvoll sind - Tatsache ist, das ich das finessenreiche Werk sehr liebe. Die Interpretation mit Kempe und der Staatskapelle Dresden ist leider etwas flügellahm, besser gefällt mir meine Schallplatte mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Leinsdorf, aber da der Plattenspieler leider kaputt ist....
Zu dieser eleganten Musik gibt es unpassenderweise einen recht fetten Wein, aber irgendwie hatte ich heute abend Lust auf einen Löwensteinschen Röttgen. Der 02er ist in der Nase sehr schön, da expressiv mineralisch, aber am Gaumen für meinen Geschmack etwas zu breit und vor allem zu süß. Obwohl man sich da ja bekanntlich schwer vertun kann, gehe ich mal von mehr als 18g Restzucker aus, und solche Gradationen bei 12% Alkohol finde ich beim Riesling meistens etwas unharmonisch - so auch hier. Mineralische Tiefe ist da, aber sie läßt sich unter dem leicht vorlauten Zucker/Alkohol nur unscharf ausmachen. Der 01er Röttgen, den wir neulich vom Voreifeler serviert bekamen, hat mir besser gefallen, wobei mein Moppern natürlich auf hohem Niveau stattfindet. Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Kleine Korrektur - der besagte Röttgen 02 hat sogar 13%. Und das sind nach meinem Geschmack im Verhältnis zur Süße mindestens 2 Umdrehungen zu viel.
Viel (relativ viel) Zucker und gleichzeitig viel Alkohol wird dann wieder beim Port/Sherry!Banyuls)Maury eine runde Sache. Beim Riesling ist das keine Kombination für Höchstkaräter. Beste Grüße Marigaux |
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"Johannistag, Johannistag!"
Heute müssen es schon zwei oder drei Szenen aus den "Meistersingen" (Wikipedia bietet übrigens dazu einen sehr guten Artikel) sein, auch wenn der größere Teil der Handlung am 23. 6. spielt. In meinem alten Reclam-Opernführer heißt es: "Die Art, wie Wagner diesen ganzen 2. Akt in die Stimmung eines milden Juniabends zu tauchen versteht, zählt zu den bewundernswertesten Eigenschaften dieser in jedem Zuge außerordentlichen Partitur." Da kann ich mich nur anschließen - dem melodisch und stimmführungstechnisch unglaublich reichen Gewebe dieser Musik stehe ich jedes Mal mit fassungslosem Staunen gegenüber. Und wenn man dann noch eine wirklich werkgerechte Inszenierung erlebt, so wie ich sie neulich in Düsseldorf sehen konnte, ist das eine der großen Sternstunden im Leben...aber auch meine alte Aufnahme unter Keilberth (live aus der Münchener Oper) kann ich mir hundertmal anhören, ohne der Klänge überdrüssig zu werden. Dazu gibt es wieder einen Riesling von der Staatsdomäne an der Nahe, diesmal eine 95er Spätlese Niederhäuser Kertz. Auch das ist ein wunderbar mineralischer, etwas mirabelliger, nur sehr dezent süßer Wein, von dem man problemlos alleine eine Magnum leeren könnte. Mir scheint immer mehr, daß die Qualität dieser Rieslinge (deren "Macher" Kurt Gabelmann übrigens inzwischen in Lorch beim Grafen Kanitz das Szepter schwingt) seinerzeit gewaltig unterschätzt wurde. Beste Grüße Marigaux |
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"Heute müssen es schon zwei oder drei Szenen aus den "Meistersingen" (Wikipedia bietet übrigens dazu einen sehr guten Artikel) ..."
Wieso ? Ist der etwa auch von Dir ? *duckundwech* Allegro ... die mal eben schnell die Meistersinger hervorkramen muss ... |
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Hallo Allegro,
nee, in diesem Artikel ist wirklich keine Zeile von mir. Aber hol dir die Meistersinger trotz des welschen Beste Grüße Marigaux |
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Die Miestersinger kenne ich sogar schon
Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Poesie in Flaschen - Robert Louis Stevenson |
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Hallo Allegro,
"ganz nett" habe ich jetzt mal großzügig überhört Ich gebe jedoch zu, daß ich alle Dimensionen dieser zwar durchaus melodisch sehr eingängigen, aber trotzdem enorm komplexen Musik auch nicht nach dem dritten Hören begriffen habe. Erst in den letzten Jahren wird mir das, was da alles im Orchester passiert, immer klarer. Dieses Spiel mit den (melodisch ungemein inspirierten) Motiven in Kombination mit den magischen Farben, die der Hexenmeister Wagner den verschiedenen Instrumenten zu entlocken vermag...und dann diese Rückgriffe auf barocke Formen.... Kaufe dir mal eine CD-Fassung - verschiedene Versionen bekommt man ja inzwischen für kleines Geld hinterhergeworfen! Herzliche Grüße Marigaux |
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Hallo,
heute abend geht es intim zu; ich widme mich gerade hörenderweise dem Kunstlied und damit einer Gattung, die leider noch viel weniger Freunde hat als die E-Musik insgesamt. Das mag in vielen Fällen mit den zugrunde liegeden Texten zusammenhängen - auf die Lyrik des 19. Jahrhunderts kann sich wohl kaum noch jemand einlassen. Das ist schade, denn bei den Texten handelt es sich in vielen Fällen um Gedichte von hoher sprachlicher Qualität, und die Musik, die Schubert, Schumann, Brahms, Wolf und Pfitzner dazu geschrieben haben, gehört für mich teilweise zu den berührendsten Klängen überhaupt. Gerade laufen Schumanns Lieder op. 35 nach Gedichten von Justinus Kerner (leider habe ich gerade keinen passenden Kerner zur Hand Und mal Hand aufs Herz: Das, was den meisten Pop-/Rocksongs so an Texten zugrunde liegt, ist zwar vielleicht "zeitgerechter", aber oft formal viel simpler gestrickt und am Ende auch nicht weiter weg vom (scheinbaren) Kitsch als die Gedichte von Kerner, Lenau, Eichendorff, Goethe, Rückert..... Der Kerner fehlt im Keller, aber stattdessen gibt es die Reste des Grumbach-Rieslings. Ein verhalten feuriger Spätburgunder würde wohl auch zu diesen Liedern passen, ein Sangiovese oder ein australischer Shiraz aber schwerlich. Kulturbullige Marigaux |
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Hallo Marigaux,
ich freue mich immer, Deine sachdienlichen Hinweise zur E- Musik hier zu lesen, sehr eindrucksvoll. Nach einem fürchterlichen Zurück zum Thema: Meine Belohnung gönne ich mir darin, 3 verschiedene Versionen des Beethoven'schens Erzherzog-Trios zu hören, alle mit Casals am Cello, aber eben in Aufnahmen aus 1928(mit Thibaud und Cortot), 1951 (vom Prades-Festival) und 1958 (aus dem Beethovenhaus, Bonn). Ich habe dieses Stück liebengelernt mit seiner ausgeprägten Melodik (sagt man das so Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Ostbelgier,
das Erzherzog-Trio gehört auch zu meinen Favoriten unter Beethovens Kammermusik, und von ausgeprägter Melodik (vor allem für Beethovens Verhältnisse) kann man bei diesem abgeklärten Meisterwerk ohne weiteres sprechen. Wenn du bei Beethoven bleiben willst, kann ich dir noch das viel zu wenig bekannte Trio op. 70 Nr. 2 in Es-Dur ans Herz legen. Vor allem der zweite Satz gehört für mich zu den besten Eingebungen des Meisters. Davon gibt es eine wunderbare alte Aufnahme mit Jascha Heifetz, Gregor Piatigorsky (dessen Memoiren "Mein Cello und ich" sind sehr unterhaltsam und unbedingt lesenwert!) sowie einem (guten) Pianisten, an dessen Name ich mich gerade nicht erinnere. Wenn dir diese Einspielung mal über den Weg laufen sollte... Wein ist alle, mal schauen, was noch zu Schumanns Liedern (immerhin umfaßt die Box 4 CDs, und das "Schneeglöckchen" habe ich eben fünfmal hintereinander gehört Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Heute war ich etwas wild drauf
Zum Beispiel Siouxie and the Banshees ( wer kennt die noch Hier geht der Punk ab mit Love in a void und Mirage, da fliegt bei Lautstärke 3 das nicht vorhandene Toupet weg. Und dann zum Schluss Sham69 mit If the Kids are united, unglaublich primitiv und mitreissend zugleich. Mal was anderes. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 21.06.2008 |
Guten Abend,
zum Thema "Erzherzogtrio"-Interpretationen: das melodisch- schwingend - gefühlvolle dieses wunderbaren Klaviertrios hat nach meinen Hörerfahrungen keine andere Besetzung so beeindruckend getroffen wie Kempff-Szeryng-Fournier. Die DGG-Aufnahme dieser eigentlich so ganz in die Zeit eher betulich daherkommender Deutscher -Grammophon-Aufnahmen der 50iger/60iger-Jahre, in denen Kunst eben noch ein vornehmer,etwas distanzierter und sehr formbewusster Genuss sein sollte, passsenden Interpretation ist kein Meisterstück technischer Kunstfertigkeit oder des Herausstellens instrumentenathletischer Fähigkeiten, aber sie trägt den Hörer einfach auf einer Wolke davon (sehr metaphorisch ausgedrückt). Man stelle etwa die Aufnahme des ansonsten von mir sehr geschätzten Trios du Pre- Barenboim-Zuckerman aus den Endsechzigern dagegen - da werden Brüche, Schroffheiten und eine Virtuosität hörbar, die bei diesem Werk nicht angemessen erscheinen. Der Dritte im Bunde mit Heifetz (war der mehr als ein grossartiger Virtuose und "Musik-Sportler", atmete seine Musik mit dem Werk?)/Piatigorski könnte übrigen Jacob Lateiner gewesen sein. Zum Wein: Ein Vergleichswettstreit deutscher Weissburgunder 2007 zwischen Friedrich Becker (für seine Rotweine bekannter Südpfälzer mit zunehmender Weissweinorientierung nach Übernahme des Kellers durch den Sohn), dem Kaiserstühler Weingut Michel (sicherer Anwärter für mittelprächtige Benotungen in den einschlägigen Weinführern ohne Teilnahme an der Preisdrift vieler Weingüter seit ca. 5 Jahren) und dessen Nachbarn Salwey (der Kabinett kostet mittlerweile 9,2 EUR, badisches Spitzenniveau) endete mit klarem Vorteil für Saley: für 11,5 % einen derart straffen, gleichwohl in sich stimmigen und einfach nur lecker anmutenden Wein zu erzeugen, bestätigt die Spitzenstellung dieses Weingutes (Heger bietet zum gleichen Preis ordentliche, aber etwas konfektioniert anmutende Ware, Bercher wirkt 2007 ziemlich üppig, R. Schneider kommt erst im August- vermutlich wieder nur mit Spätlesen, Johner ist weiterhin auf teurem Breitwandtrip). Michel ist übrigens auch empfehlenswert (Typ "Nummer sicher Wein ohne Risiko und Reue"), Becker bietet leichte Gefälligkeit für nur 11,5%. |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Von Salwey habe ich bisher noch keinen Wein getrunken, der nicht absolute Klasse war - bisher ist es mein Lieblings-Weingut in Baden!
Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo imamseltal,
die Kempff-Szeryng-Fournier-Interpretation des Erzherzogtrios auf einer alten DGG-Schallplatte besitze ich auch. Über sie habe ich noch zu Schulzeiten das Stück kennengelernt und immer wieder gehört. In der Tat handelt es sich um eine sehr beeindruckende Aufnahme, bei der mir Kempff und Fournier besonders gut gefallen - Szeryng (ich habe ihn seinerzeit noch live erlebt) behandelt seine Violine zwar technisch perfekt, aber für meinen Geschmack etwas zu gutsituiert-steril. Sprich: Er geht zu wenig aus sich heraus. Heifetz tat das hingegen immer wieder und war damit mehr als ein grossartiger Virtuose und "Musik-Sportler", zumindestens wenn man mich fragt. Eine Referenzaufnahme in dieser Hinsicht ist das Brahmssche Streichquintett op. 111 mit ihm an der ersten Geige und Piatigorskyam Cello. Da ist die Atmosphäre in jedem Takt elektrisch geladen! Michel ist in meinen Augen ein absoluter Geheimtipp im Hinblick auf seine höherklassigen Spätburgunder. Die sind nicht so sonderlich teuer und bieten in der Kategorie > 20 Euro ungewöhnlich viel Pinot fürs Geld. Nach der Abfüllung dieser Weine muß man sich aber in aller Regel etwas beeilen, um sie bekommen. Offensichtlich hat sich das gute PLV dann doch ein wenig herumgesprochen. Grüße nach Berlin-Frohnau sendet Marigaux |
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![]() Mitglied seit 21.06.2008 |
Werter Marigaux,
die Szeryng-Zurückhaltung bei der Aufnahme des "Erzherzog"-Trio ist mir nach dem Hinweis auch bewusst geworden - ich habe sie eher als werkgetreu gedeutet, dominiert doch das Klavier (das Cello fällt durch seinen dunklen Ton eh schon auf) stärker als bei den Trios anderer Komonisten (und noch mehr als beim Tripel-Konzert, bei dem ich noch keine richtig überzeugende Interpretation kenne- auch hier gehe ich von der alten DGG-Aufnahme mit Richter-Oistrach-Rostropowitsch- Karajan aus, von der Richter berichtet hat, Karajan habe viel zu kurz probieren lassen) - eine Pianistin hat mir mal erzählt, bei den Beethovenschen Trios habe sie leider den Haupteil der Arbeit zu verrichten. Heute im Glas: Dönnhoff Leistenberg Kabinett 2007: in sich stimmig, wie aus einem Guss, das passt alles schön zusammen, die 10 EUR ab Weingut sind gerechtfertigt - gleichwohl: Begeisterung mag der Wein nicht zu wecken, die polierte Glätte von Dönnhoff lässt sich nicht leugnen, dem Wein fehlt das Herausfordernde oder überraschende Element. |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Stimmt, Marigaux, Piatigorskys Buch ist wunderbar, hab ich auch sehr gern gelesen
LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Achso ja Wein und Musik ...
Musik: Mozart Klaviertrios K 502, 542 und 548 Anne Sophie Mutter mit ihrem Mann André Previn und Daniel Müller-Schott Harnoncourt soll mal gesagt haben, bei Mozart wird ihm unheimlich, ich könnte mir vorstellen, daß sich hier ein paar Stellen finden, wo man vielleicht versteht .. aber Musiktheorie ist so verloren bei mir wie Mathematik . . doch es klingt etwas abgründig Wein: Grüner Silvaner Kabinett trocken 2007 11,5 % Bernhard Pawis Freyburg Zscheiplitz, Saale Unstrut LG Clarissa ungewöhnliche Aromen für einen Silvaner, etwas metallisch-schmelziges, weniger zarte Blütenaromen, nicht zu überteuert wie die Weine aus dem Meißner Gebiet |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
heute gehört: Schumann's 4. Synphonie d-moll von den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Furtwängler, 1960 bei der DGG als 10inch-LP veröffentlicht. Oft vermisse ich bei Schumann den gewissen Schwung und die Musik geht mir, laienhaft gesprochen, bei den Synphonien etwas zu sehr in die Breite (wie ein van Volxem Und dazu gibt es unpassenderweise den Rest des 99ers Chateau Lestage aus Listrac, dieses Werk hätte einen ordentlichen Burgunder verdient gehabt. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
"Oft vermisse ich bei Schumann den gewissen Schwung und die Musik geht mir, laienhaft gesprochen, bei den Synphonien etwas zu sehr in die Breite"
Was, was??!! Nietzsche nannte Schumann seinerzeit den "süßlichen Sachsen", aber da scheint mir selbst bei diesem genialischen Geist ein grobes Mißverständnis vorzuliegen: Die lyrisch-weiche Form war sicherlich eine besonders starke Seite Schumanns, aber andererseits finden sich in seinen Werken auch immer wieder Sätze von einem geradezu ekstatischen Schwung. Der letzte Satz des Klavierquintetts z.b. mündet immer mehr und mehr in einen Sog, der ansonsten in der gesamten Kammermusik nur selten erreicht werden konnte. Ähnliches gilt für das grandiose Finale der Violinsonate op. posth. - da steigert sich die Musik mit einer geradezu unglaublichen inneren Energie bis zum Äußersten. Ansonsten Zustimmung: Furtwängler war sicherlich DER Dirigent der letzten 100 Jahre. Ncoh heute knistern seine Interpretationen förmlich vor Spannung . Der Mann hat sozusagen in jedem Konzert und selbst in jeder Studioaufnahme mit Spontanvergärung gearbeitet.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Gruß, frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Auweia, zum Glück steht da im Nebensatz "laienhaft gesprochen". Schon kurz nach dem Abschicken hatte ich meine Zweifel, ob ich da nicht daneben liege, aber irren ist menschlich, und vielleicht ist mir der Ch. Lestage nicht bekommen
Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Ach was, Ostbelgier! Weil ich mal ein Musikstudium hinter mich gebracht habe, habe ich in diesem Thread noch lange nicht die objektive Wahrheit gepachtet. Die Wahrnehmungen können bei Musik ebenso wie beim Wein höchst unterschiedlich ausfallen. Ich sags ja: Selbst Nietzsche.......
Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Wie jetzt, Marigaux,
Hesse UND Nietzsche??? Welch Abgründe; vielleicht sollte ich Dir doch mal ne Zappa-CD zusammenstellen und dazu nen trockenen Furmint packen... Gruß, Schaf |
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![]() Mitglied seit 04.09.2005 |
Iiiiich bin hierrr und Du bist mein Sofa!
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Den verstehter jetzt aber nich, glaub ich...
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Nee, nix capito! Sofa??
Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Nur für Dich, liebster Marigaux:
"Frank Zappa (guitar, lead vocals) George Duke (keyboards, synthesizer, lead vocals) Napoleon Murphy brock (flute, tenor saxophone, vocals) Chester Thompson (drums) Tom Fowler (bass) Ruth Underwood (vibes, marimba, percussion) Bloodshot Rollin’ Red (harmonica) I am the heaven I am the water I am the dirt beneath your rollers I am your secret smut and lost metal money Down your cracks I am your cracks & crannies I am the clouds I am embroidered A am the author of all tucks and damask piping I am the chrome dinette I am the eggs of all persuasion I am all days and nights I am here And you are my sofa" Dazu geht wirklich nur trockener Furmint! Achso, gibts auch als ring tone, soll ichs Dir schicken? Gruß, Schaf |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Wattn Drüß!
Wenn die Musik auf der Höhe des Textes steht, scheine ich ja wirklich nichts verpaßt zu haben.... Kulturbullige Grüße Mariagux |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Und ich dachte, dass hieße Mariahilf???
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![]() Mitglied seit 23.11.2007 |
Wow,
how far can you go - Zappa war für seine Zeit wegweisend, so wie es bestimmte Musiker zu allen Zeiten waren....und ein Weinchen passt zu jeder Musik, wobei ich sagen muß, dass ich (...hat halt jeder so seine Macke...) bei Chopin gerne Rotwein aus dem Burgund trinke, bei George Moustaki einen weißen Bordeaux (KEINEN Retsina), bei Gabor Szabo einen weißen Burgunder, Rosé kann ich immer und bei Country-Music ein Bier... Hintergrundmusik als Begleitung einer Mahlzeit allerdings - natürlich mit dem dazu passenden Rebensaft - sollte möglichst auch im Hintergrund bleiben, daher kommen bei mir meistens "Lounge"-Klänge als "Begleiter" aus den Lautsprechern. Gruß pp |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
es wird Zeit, dass hier mal wieder klassisches Gewimmer Heute habe ich zum ersten Mal ein Stück gehört, bei dem sich sämtliche Nackenhaare aufstellten: Schubert's Fantasie für Piano und Violine D.934, eingespielt 1931 von Rudolf Serkin und Adolf Busch. Im ersten, sehr ruhigen und unglaublich lyrischen Satz halte ich mehrmals die Luft an - wer denkt sich so etwas aus ? kommt jetzt noch was ? kann danach ÜBERHAUPT noch etwas kommen ? Das ist zu Musik gewordene Lyrik, da kann ich drin versinken...wunderschön ! Passend zum d' Angerville- Burgunder, Feinheit kombiniert mit Feinheit. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 15.06.2007 |
Hallo,
gestern wollte ich es mir bei dem Wetter zuhause so richtig gemütlich machen. Dabei helfen sollte "Sonate per Flauto e Basso" von Maurice Steger, Komponist Giuseppe Sammartini. Ich hatte das Vergnüngen Maurice Steger Februar in Wuppertal erleben zu dürfen. Ich hatte bisher noch nie jemanden gehört, der so virtuos die Blockflöte beherrscht. Rätselhaft, wo und wann er bei den Läufen die Luft holt... Dazu genoss ich einen schon in die Jahre gekommener Burgunder. Da kann es draußen regnen - ich genieße. Gruß Trollmann |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Trollmann,
am vorletzten Wochenende habe ich in einem Kirchenkonzert auch eine Sonate von Sammartini gespielt. Sehr hübsche Musik! "Rätselhaft, wo und wann er bei den Läufen die Luft holt... " Des Rätsels Lösung heißt "permanente Atmung". Das heißt, man atmet durch die Nase ein, während man gleichzeitig mit der Backenmuskulatur Luft ins Instrument bläst. Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 15.06.2007 |
Hallo Marigaux,
das ist das nächste Rätsel - einatmen und ausatmen gleichzeitig? Mysteriös - muss man da körperlich anders beschaffen sein? Da bleibe ich doch lieber bei meinem Klavier - da müssen sich "nur" die Finger richtig bewegen LG Trollmann |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Trollmann,
das ist ein relativ simpler "Trick", den man nur herausbekommen muß (üblicherweise übt man erst mal mit Waser und einem Strohhalm). Dafür habe ich nie Klavierspielen gelernt (obwohl ich relativ früh damit angefangen habe). Alleine die beiden verschiedenen Schlüssel.....mein beschränktes Gehirn war damit immer überfordert. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
da verwirrst du mich jetzt aber: um zum Musikstudium zugelassen zu werden, muss außer dem Erstinstrument doch auf jeden Fall Klavier *in ausreichendem Maße* beherrscht werden, Klavier ist doch auch Bestandteil der Aufnahmeprüfung.... wie dies nun? Mit den Schlüsseln hab ich kein Problem, Bass- und Violin- laufen *vom Blatt* (Vorteil des Partiturspielens Kurve zurück zum Wein? ääähhhh.....die Besitzer des Weingutes schräg gegenüber unsres Probenraumens kamen vor paar Wochen mit nem Fläschchen Wein an, um sich zu bedanken für die musikalische Untermalung ihres *Feierabend-im-Hof-sitzens* - nette Geste, denn *Proben*raum bedeutet ja explizit nicht *aufführungsreif* der Wein? nunja, geschenkter Gaul usw, aber die gute Absicht zählt lg Cantate |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Cantate,
weder in Aachen (Ableger der Kölner Hochschule) noch in Maastricht, wo ich später weiterstudiert und mein Examen gemacht habe, war Klavierspielen ein Bestandteil der Aufnahmeprüfung, Zur Not hätte ich aber auch ein kleines Bach-Präludium hinholpern können, das hätte dem "ausreichenden Maß" wohl entsprochen. Generell handelt es sich meiner Meinung nach beim "Musikstudium" um staatlich bezahlten Hauptfachunterricht mit etwas begleitender Schmierenkomödie im Hintergrund..... Naja, der ganze Quatsch liegt Gott sein Dank jetzt schon lange hinter mir! Auf der Posaune ist Permanentatmung wegen des viel höheren Luftverbrauchs deutlich schwerer als auf der Obö zu bewerkstelligen. Die Kurve zum Wein bekomme ich gerade nicht...naja, ich könnte vielleicht kurz über Geisenheim lästern.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
lange kein klassisches Gewimmer Vor lauter Schreck musste ich mir in einem anderen Internetportal die Habanera aus Carmen in Form eines Fernsehauftrittes von 1962 qansehen und-hören. Nun läuft (natürlich auf Vinyl Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Original & Eklektizismus ... vielleicht auch. Bin gespannt, wie lange das arme Mädel sich noch hält ... aber bis dahin haben alle, die an ihr verdienen wollen, ihre Gewinne gemacht und die Gute wird ex und hopp auf den Müll der Geschichte jeworfen ...
Jüngst was altes rausgekramt, Paco de Lucia "Entre dos Aguas" ... und dazu .. Spanienfraktion vor! LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 23.11.2007 |
...ein Rosé aus Binissalem von José Ferrer...
Gruß pp |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
So, damit dieser schöne Fred nicht ganz einschläft (wo steckt eigentlich der Ostbelgier?), gibt es gerade zu einem ziemlich sensationellen Wein recht abgefahrene Musik: Müllens 92er Spätlese aus der Wolfer Goldgrube (wenige Flaschen gibt es noch ab Hof) stößt auf Sigfrid Karg-Elerts Orgelsonatine a-moll op. 74.
Der Müllen-Riesling, der sich nach Aussage des Winzers noch letztes Jahr in einem Loch befand, präsentiert sich gerade unglaublich schön. Schon in der Nase zeigt er neben dezenten Petrolnoten viel exotische Frucht (Mango) und ein ausgeprägtes Grapefruitaroma. Am Gaumen setzen sich diese Eindrücke fort, bis der Wein schließlich mit einer tiefen Mineralität lange ausklingt. Ein wunderbar gereifter Riesling, von dem ich mir jetzt und hier die sprichwörtliche Badewanne volllaufen lassen könnte. Karg-Elerts Sonatine hat nur zwei Sätze, von denen der erste ganz nett, der zweite aber schlichtweg genial ist. Der eigenwillige (und entschieden zu wenig bekannte) Spätromantiker kombiniert in diesem Andante molto zwei barocke Formen - nämlich die Fuge und die Chaconne - auf faszinierende Art und Weise. Das Ganze gipfelt in einem atemberaubenden Schluß, dessen ebenso gewagte wie schlüssige Harmonien in mir immer wieder ein ganz heftiges Kribbeln hervorrufen. Mit Orgelmusik kann ich oft nur wenig anfangen, aber diese Sonatine ist eine der Ausnahmen, die die Regel bestätigen: Gänsehautmusik - Gänsehautwein! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
@Marigaux,
mit neuem Receiver kann ich die alten Platten wieder hören. Zuviel Orgel erschlägt mich. Ich liebe die Gitarre. Da habe ich die alte LP Julien Bream& John Williams aufgelegt. Besonders liebe ich das Duo G-dur,op. 34 Largo, Rondo von Fernando Carulli. Ebenfalls Gänsehaut , von Müllen habe ich nur die 92iger Riesling Auslese. Die Wolfer Goldgrube 94. Grüße Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Gerwolf,
endlich noch ein Altvorderer, der noch Vinyl hört Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Hallo Ostbelgier,
eine Box mit dem Frankfurter Gitarrenduo habe ich mal besessen. Auf einem Tonband habe ich sie noch. Aber die Qualität Heute gibt es Gänsewein zu Lambarena- Bach to Afrika. Gestern einen wunderbaren Clos de Jaugueyron 2001, weich rund wunderbarer Nachhall, Kirsche, etwas Pfeffer, Minze. Dazu mal wieder von Joaqin Rodrigo Aranjuez und Fantasia Para un Gentilhombre :Pepe Romero mit Academy of St.Martin in the Fields, Sir Neville Marriner. Viele Grüße Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Ich war heute abend auf einem "Serenadenkonzert" eines hiesigen Musikvereins: verschiedene Ensembles waren über den ganzen Abend verteilt in unterschiedlichen Teilen unseres Klostergartens zu hören. Unter anderem gab es ein Streicherorchester mit Werken von Britten und neo-barocken Stücken von Respighi, ein hervorragendes Holzbläserensemble (je zwei Oboen, Klarinetten, Fagotte und Waldhörner) mit Beethoven und Haydn, ein Saxofonensemble, das neben üblichem Rag, Swing & Co. sogar Händels Feuerwerksmusik intonierte (war klasse) und ein Blechbläserensemble mit ebenfalls bunt gemischtem Programm zwischen Barock und Moderne.
Dazu gab es für mich einen einfachen, aber süffigen Roten aus dem Staatlichen Hofkeller Würzburg Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Allegro
wie hat dir denn speziell der Respighi gefallen? Ich nehme mal an, daß es sich um "Antiche Danze ed Arie" handelte. Ich mag diese Suiten sehr gerne, überhaupt habe ich eine große Schwäche für gewisse "archaisierende" Tendenzen der Spät(est)romantik (Resphigi war kein eigentlich neobarocker Komponist). Romantik ist ja eigentlich auch immer Erinnerung an Vergangenes ("Sympathie mit den Tod", wie es Thomas Mann so treffend formuliert hat). Herzliche Grüße Marigaix |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Gut hat er mir gefallen
Dieses Ensemble hatte auch als einziges ein gedrucktes Programm ausliegen, so dass ich nachsehen kann, und es waren tatsächlich Auszüge aus den von Dir vermuteten Stücken: aus der III. Suite: 1. Italia 2. Arie di Corte und 3. Siciliana. Das mit dem neo-barock wurde in den einleitenden Worten so erwähnt. So "richtig" barock klang es auch nicht - aber die Richtung hat gestimmt. Noch viel besser haben mir allerdings die Holzbläser gefallen Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
P.S. Würdest Du tatsächlich Respighis späte Werke aus den 3oer Jahren des 20. Jahrhunderts noch der "Spät(est)romantik" zuordnen ?
Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Ja, würde ich. Wobei mir beileibe nicht alles von Resphigi gut gefällt - aber er gehört, wenn man ihn schon in eine Schublade steckt, auf jeden Fall noch zur (sehr späten) Romantik. Auch in seinen Werken aus den 30ern.
Tausche dann in "Sympathie mit den" noch ein abschließendes n gegen ein m. Herzliche Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Mal ein bischen was Nicht-Klassisches, was mir heute beim LP-Reinigen in die Finger gefallen ist und nach zum Teil sehr langer Zeit mal wieder gehört werden musste:
- The Meteors: Curse of the mutants, LP 1985. Ziemlich wildes britisches Psychobilly-Zeugs, teils aus eigener Feder, teils Covers von der Stones u.a. - The Neon Judgement: 1981-1984 LP. Mit Frühwerken der belgischen Avantgarde- und Industrial Body Music Band. Die vhronisch unterkühlten Stücke The Fashion Party und Too cold to breathe sind für mich so was von typisch 80er ! 1986 konnte ich diese Herren Live in Übach-Palenberg erleben- da erzitterten die Wände ! - The Smiths: Hatful of Hollow LP 1984. Auf Rough Trade herausgekommen, mit teils wunderbaren Stücken wie Back to the old house oder How soon is now?, ganz toll ! Der Morrissey ist zwar eine merkwürdige Gestalt, aber die Musik und Texte finde ich auch nach 24 Jahren noch hochinteressant. Wer kennt diese Bands und weiss etwas zu berichten ??? Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
gerade erklingt bei mir im Wohnzimmer Barockmusik, und zwar die von mir sehr geliebten, aber schon länger nicht mehr gehörten "Capriccios" des zu Unrecht wenig bekannten böhmischen Meisters Jan Dismas Zelenka. Dessen kontrapunktische Kunst ist mit der von Johann Sebastian Bach zu vergleichen, und im Hinblick auf die Originalität seiner Einfalle kommt Zelenka durchaus auch immer wieder an den Thomaskantor heran. Die Oboen und vor allem die Hörner haben in den Capriiccios teilweise Aberwitziges zu leisten. Hochinteressante Musik für alle Barockfreunde! ich favorisiere eine ältere Aufnahme mit Heinz Holliger und der Camerata Bern. Dazu gibt es den Volnay "Champans" 01 von de Angerville. Schlecht ist er nicht, für einen Burgunder ausgesprochen kräftig, aber auch ein wenig rumtopfig-rustikal am Gaumen und in der Nase leicht alkohöllisch. Mir fehlt es da an pinottypischer Eleganz und Duftigkeit - zu gut 20 Euro kenne ich deutsche Spätburgunder (Matthias darf jetzt wieder auf mich schießen Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
...so, jetzt bin ich gleich durch mit dem Champans, und inzwischen denke ich, es könnte mit seiner "rosinigen Säure" auch ein mäßiger Montepulciano sein - oder wenn ein Südfranzose, dann eher ein einigermaßen ordentlicher als ein guter Vertreter seines Gebiets
Sorry, aber für einen Pinot mit Anspruch ist das nach meinem Geschmack eine mittlere Katastrophe. Wie schrieb ich doch neulich noch: "Burgund ist ein Dchungel." Hätte ich mal auf mich gehört.... Das ist definitiv der letzte burgundische Spätburgunder, den ich blind gekauft habe. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Warum sollte ich auf Dich schießen
"Burgund ist ein Dchungel." Nein, Burgund ist kein Duschgel. Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ Very funny Scotty. Now beam down my clothes. |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
Hallo,
jetzt bin ich ja doch gerade etwas erschrocken bei dieser vernichtenden Kritik Viele Grüße Dodo |
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![]() Mitglied seit 23.11.2007 |
...doch Matthias, kann eins sein wenn man nur 5 € anlegt...
@ostbelgier, komme auf deinen Musikgeschmack zurück und teile ihn bezüglich der >Smiths< und hänge noch die >Talking Heads< dran, die mit ihrem kreativen Kopf David Byrne schon länger auf der Musikscene aktiv sind als die Smiths, aber - soweit ich mich erinnere - auch schon zusammen spielten. ...zu der Musik trinke ich sehr gern einen weißen Burgunder > siehe Einlassung von Monsieur Pankow... Gruß pp |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
@ Dodo: Ich war das ! Und zwar besten Gewissens, weil ich am berühmten Abend der Massenbestellung selbst eine Flasche davon getrunken habe. Normalerweise haben Marigaux und ich ganz ähnliche Wahrnehmungen beim Wein, die letztlich natürlich immer subjektiv bleibt. Aber rosinige Säure ? Wie ? Ich habe hier die Vermutung, dass es sich bei der Flasche um ein suboptimales Exemplar handelt.
Und, Marigaux, natürlich nehme ich auch jetzt die 2 Pülleken aus der Bestellung noch ab @pp: Klar, die Talking Heads waren ja schon anno 77 aktiv. Stammt von denen nicht der nette Titel "Psycho Killer" ? By the way: Hat zufällig gestern jemand auf Arte diese Sendung mit dem merkwürdigen Titel "Roboter essen kein Sauerkraut" gesehen ? Schräg und bemerkenswert, es ging um die Anfänge der deutschen Rockmusik ab 1968, die sog. Krautrocker. Man konnte das letzte Interview mit 2 Kraftwerk-Gründern sehen, bevor sie sich zurückzogen, oder auch den jungen Rio Reiser, der auf der Bühne steht und "Macht kaputt, was Euch kaputt macht" in den Saal brüllt, während der Rest von Ton Steine Scherben jämmerlich Note für Note falsch spielt. Drollig. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
Hallo Ostbelgier,
weiß ich doch Und ja, das nette Lied "Psycho Killer" (war zu meiner Jugendzeit Kult) stammt von denen.... Viele Grüße Dodo |
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![]() Mitglied seit 12.01.2008 |
Hätte ich jetzt eigentlich ein s hinter das x hängen müssen?? Das sah so merkwürdig aus...
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Moin,
"...doch Matthias, kann eins sein wenn man nur 5 € anlegt... " pp, den betreffenden Wein habe ich im Netz schon für 50 Euronen gesehen. Ein Duschgel ist es trotzdem, dabei bleibe ich. "@ Dodo: Ich war das ! Und zwar besten Gewissens, weil ich am berühmten Abend der Massenbestellung selbst eine Flasche davon getrunken habe." Ostbelgier, angesichts der unterschiedlichen Gusten mache ich dir nicht den allergeringsten Vorwurf. Beim Weißwein treffen wir uns ja geschmacklich fast immer, beim Roten liegen wir manchmal weit auseinander. Der d`Angerville scheint mir so ein Fall zu sein; an eine suboptimale Flasche glaube ich eher nicht. Nach dem d´Angerville habe ich zu rein wissenschaftlichen Vergleichszwecken Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 21.04.2007 |
Gestern Abend gab es Hubert von Goisern live. Sehr interessant! Zum einen toller, transparenter und doch knackiger Sound, wie selten bei einem Live-Konzert. Das 54. Konzert mit derselben Bühne, die immer fest auf einem Lastenkahn installiert ist, scheint sich ausgezahlt zu haben.
Wein gab es allerdings keinen dazu, wäre ob der Kälte bei klarem Sternenhimmel aber ganz willkommen gewesen... Dafür gibt's heute abend was schönes aus dem Keller. Nachdem es nicht gerade heiß ist heute (im Gegensatz zu gestern nachmittag), wohl mal wieder was dickeres rotes. Mal sehen. Gruß, nardil |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Ich hab's ja zumindest kurz überlegt, ob ich auch hingehe zu dem Konzert, aber ich glaube, ich hätte dann doch zu sehr gefroren bei diesem milden Winterwetter
Bis bald mal wieder - vielleicht zur Hausmesse im Oktober beim "Lieblingsweinhändler"? Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Familie bedeutet den Ort, wo sich Eltern und Kinder, Mann und Frau gegenseitig auf den Geist gehen. - Kôdô Sawaki |
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![]() Mitglied seit 21.04.2007 |
Hallo frankophil!
Ja, es war schon... frisch. Musste man sich halt umso mehr bewegen. Wider erwarten gab es gestern dann übrigens einen grauen Burgunder von Heußler aus der Pfalz. "Ganz nett". Und heute gab es den Albariño von Burgans, der zum einen wunderbar zum Lachs passte, zum anderen auch richtig Spaß macht. Um außer zur Musik auch noch was zum Wein zu sagen. Wegen Hausmesse: Ja, das hab ich zumindest vor. Und vielleicht kommt diesmal sogar nichts mehr dazwischen, wie bei den letzten... Gruß, nardil |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Hallo nardil,
von dem Albariño hatte ich auch ein Fläschchen bei unser aller A... mitgenommen. Der war nicht schlecht - ich habe was aufgeschrieben von Heu, Wiese und Blüten und ziemlich kräftiger Säure - bestimmt sehr passend zu Lachs. Aber noch mal würde ich ihn trotzdem nicht kaufen. Viele Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Familie bedeutet den Ort, wo sich Eltern und Kinder, Mann und Frau gegenseitig auf den Geist gehen. - Kôdô Sawaki |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
@Ostbelgier - ja, die Krautrock-Sendung habe ich auch zufällig gesehen,
LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
zu Krautrock gabs damals Bier
Wenn die Nacht am ...... ja so warns Grüße Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
@Clarissa: Finde ich auch, überm Teich gab's schon tolle Sachen zu dieser Zeit. Buffalo Springfield, Velvet Underground, auch die Doors mit ihrer Ersten, usw usf...
Das hier wird Allegro interessieren: Wir haben uns ja schon über Schuberts Sonate für Klavier und Arpeggione unterhalten. Heute ist ein riesiges Paket eingetrudelt, das auf 19 LP's das Gesamtwerk der Schubert'schen Kammermusik enthält. Und darauf ist eine Version zu hören mit einem Hammerklavier von 1838 und.....genau, einem Arpeggione ! Das Instrument wurde aus einem Museum entliehen für diese Aufnahme. Offenbar handelt es sich um ein Zupfinstrument, das etwa die Grösse eines Cello hat, "gestrichen" werden kann (sagt man das so? Ach ja, der Wein. Die letzte Flasche trockenen Liter-Silvaner 2002 von Wirsching präsentiert sich spielerisch und elegant, unaufdringlich lecker. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Reiner Zufall ! Ich habe dieses Trumm von einer LP-Box (mit 50 seitigem Begleitheft, aus den 70ern) bei einem bekannten online-Auktionshaus gefunden und keine 5 Euro
Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Da kann ich nicht mithalten.
Ich höre gerade Carmen. Nur Gitarre, vier an der Zahl-Los Romeros. Für mich eines der schönsten Stücke für klassische Gitarre. Leider nur etwas über 20 Minuten lang Grüße Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Gerwolf, das Arpeggione ist doch eine Art Gitarre, halt eine große und mit dem Bogen gestrichene.
Ich muß zugeben, daß ich den Klang dieses Geräts bislang weder live noch von der Konserve gehört habe. Aber mit einem hysterischen Jammerklavier wird man ja inzwischen immer öfter konfrontiert. Für den geschichtlich Interessierten ist es sicher nicht verkehrt, mal zu erleben, wie diese Klapperkisten dunnemals gescheppert haben. Aber unter ausdruckstechnischen sowie klangsinnlichen Aspekten bin ich durchaus froh, daß man seit dem frühen 19.Jahrhundert mit dem Klavierbau doch um einiges weiter gekommen ist..... HIP-feindliche Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Heute Abend habe ich mich mal wieder den entspannenden Klängen der chinesischen Musik gewidmet.
Erhu, (Zweisaitengeige) Pipa, (eher Mandoline) Qin (direkt übersetzt kleines Klavier), Guzheng (Liegendharfe) und Hulusi , (das ist eine Kombination aus einer Kalebasse und drei abgesetzten, gelochten Bambusröhren, die in verschiedenen Tonarten eine unglaubliche Musik wiedergeben). Nur um einige der klassischen chinesischen Musikinstrumente zu nennen. Ausgestellt sind sie alle in der Hall of Music im Himmelstempel in Beijing. Marigaux kann Instrumente und Musik sicherlich treffender beschreiben. Diese Musik ist nicht aufdringlich, man kann ihr entspannend stundenlang zuhören und Frau G. macht dazu ihr morgendliches TaiChi. Inzwischen habe ich da eine enorme Sammlung an CD's und jedes Mal aufs Neue macht mir der Einkauf in China Spass (die CD's kosten meistens zwischen 1.- und 3.-€) Gruß Grenache |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Marigaux, klär mich auf: HIP = HistorischeInterPretation
Kann es sein, dass so ein historisches Klafünf für ungeübte Ohren ein wenig "verstimmt" klingen kann ? Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Ostbelgier,
Die Abkürzung kommt aus dem Britischen und steht für Historically Informed Performance. Im Deutschen redet man von "historischer Aufführungspraxis". Das Ganze hat vor etwa vier Jahrzehnten angefangen, Hauptinitiator war Nikolaus Hanoncourt. Und selbst ein Feind der alten Tuten und Fiedeln wie ich muß zugeben, daß HIP enorm viel Licht in die Interpretation von Barockmusik und Wiener Klassik gebracht hat. Ein Tasteninstrument kann man nicht wirklich "suaber" stimmen, da sieben Quinten keine 12 Oktaven ergeben. Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Pythagoreisches_Komma Deshalb gibt es die unterschiedlichsten Versionen von Klavierstimmungen. Ein in Werkmeister III gestimmtes Tasteninstrumenr klingt in punkto Sauberkeit ganz anders, als wir es von der heute üblichen Stimmung her gewohnt sind. Möglicherweise hat der Stimmer des Hammerklaviers in deiner Aufnahme irgendeine historische Stimmung gewählt. Zudem haben die alten Intsrumente oft das Problem, daß sie die Stimmung nicht lange halten. Auf einer Spanientournee habe ich es bei großer Wärme erlebt, daß man dem Cembalo während eines Konzertes beim Absacken zugucken konnte. Die (ziemlich depperten) Streicher waren nicht davon abzuhalten, beständig nach unten nachzustimmen, und irgendwann - da ich auf meiner Tröte nicht beliebig tief spielen kann - führten wir dann den Rest von Händels "Messias" in Vierteltonparallelen auf. Für verwöhnte Ohren hat das vermutlich nicht sehr fein geklungen.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
@ Marigaux,
Wobei ich sicher bin, dass die Vierteltonparallelen vom Publikum nur die wenigsten mitbekommen haben Übrigens gibt es in unserer Barockmusik-Gruppe schon einen Thread zur Arpeggione - und es ist sehr interessant, was Nisu dazu so ausgegraben hat Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
So - nun bin ich (dank Ostbelgier
Und was soll ich sagen ? Es klingt richtig gut Wenn ich nicht wüßte, dass es eben kein Cello ist, würde ich als Laie es zwar auch für ein Cello halten In den pizzicato-Passagen klingt sie allerdings eindeutlig nach Gitarre - und das ergibt dann doch einen ganz anderen Charakter als mit Cello unjd gefällt mir wesentlich besser Und das Jammerklavier ist zwar historisch, klingt aber keineswegs hysterisch Ach ja - und dazu gibt es heute einen "kühlen" sizilianischen Roten: einen Secreto 2007 von Planeta. Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Allegro,
ebenso wie man sich in den Weinforen über Spontanvergärung die Köpfe heiß reden kann, tobt in den einschlägigen Klassikforen der verbale Zwist über die Vor- und Nachteile der "historischen Aufführungspraxis". Am Ende bleibt vieles Geschmackssache. Ich persönlich finde den Klang eines Hammerklaviers im Vergleich zu dem eines guten modernen Flügels einfach nur dünn, schepprig und fade, aber es finden sich genug Leute, die genau dieser silbrige Sound begeistert. Festzuhalten bleibt am Ende, daß sicherlich beides seine Daseinsberechtigung hat, die Interpretation auf zeitgenössischen Instrumenten bzw. deren Nachbauten ebenso wie das Spiel auf den modernen Geräten. Allerdings hatte ich manchmal schon das Gefühl, mich dafür entschuldigen zu müssen, daß ich es gewagt habe, eine Barocksonate nicht auf einer zweiklappigen Kopie nach Denner oder Stansby zu spielen, sondern auf einer vor etwa 20 Jahren in dieser Form konstruierten Oscar-Adler-Oboe. Die Originalistrumentenbewegung hatte zeitweise eine Militanz erreicht, mit der ich schon meine größeren Probleme hatte. Inzwischen scheint aber der Höhepunkt des Konflikts schon überschritten, die Fronten sind nicht mehr so verhärtet. Angeblich soll es beim Wein ja auch ganz komische Authentizitätspuristen geben, die strikt auf Spontanvergärung pochen und moderne Kellertechnik als Fluch des Teufels betrachten....... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Olle Kamellen, "Krautrock". Manche leben und spielen noch.
Demnächst um die Ecke: Stammbaum und Birth Control. Schütz die Ohren Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Mahlzeit,
gestern bekommen und eben mal reingeschnuppert: Vorab-Schnupper-Release zur Sammlung der Lieblingsaufnahmen von Joachim Kaiser anlässlich seines 80sten. Darunter der erste Satz aus Brahms' Klavierkonzert D-Dur mit Ginette Neveu und Philharmonis Orchestra (Issay Dobrowen) aus 1946. Grandiooos!!! Ganz, ganz subtil, ein phänomenal präziser Ansatz, aber kein bisschen scharf, enormer Tiefgang ohne (auch in den lauten Passagen) das kleinste bisschen Schwulst oder überflüssige Dramatik, das Ganze getragen von einer vibrierenden Spannung. Mir fiel sofort der Comte aus dem WdT von Montag ein! Das beides zusammen, und es gehen Lichter an, von denen man nicht wusste, dass es sie gibt, da brauchts keinen Gott mehr. Blöd nur: es knistert nicht weil remastered, dieses blöde neumodische Zeug... Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
So, hab grad Blut geleckt
Wieder aus dieser Kaiser-Edition, 2. Satz 8. von Schubert (alte 9.) mit den Berlinern und Furtwängler aus 1942. Fraglos technisch perfekt, aber mir zu beliebig. Die getragenen Passagen klingen wie Smetana, die wenigen heiteren wie Mozart und die dramatischen wie ne Mischung aus Beethoven und 1812. Dazu - hm... Süffig und ein bisschen angeberisch müsst es sein, und was tragisch noch. Ein burgenländischer Zweigelt vielleicht? Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Schaf,
bist du dir ganz sicher, daß du nicht doch eine Toscanini-Einspielung erwischt hattest? Mir liegt die Aufnahme mit den Berlinern aus 42 zwar nicht vor, aber dafür habe ich mir eben bei der Arbeit Es hat schon seinen Grund, warum viele bekannte Musiker wie Barenboim oder Abbado Furtwängler als größtes Vorbild nennen.....wenn man seinen Dirigierstil beliebig und süffig nennt, dann muß man auch konsequenterweise erklären, daß es sich bei Kühns Rieslingen eigentlich um reinzüchtige Dropsweine handelt. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Ich hörs mir gleich nochmal an, vielleicht gibts ja auch bei Musik sowas wie Tagesform
Gruß, Schaf |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Wir hörten am Sonntagabend Sonny Rollins "Tenor Madness" und dazu gabs Rafael Cambras Dos ... paßte ganz gut ... wie sagte Tin? "Geiler Stoff"
LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Damit das hier nicht ganz einschläft...
Eben gab es das ganz wundervolle Konzert für Klavier und Orchester a-moll op. 54 von Schumann auf einer DGG- Mono-10 inch- EP von 1958, die sich in unglaublich gutem Zustand befindet. Mhhhhmmmm, wenn ich da länger und aufmerksam zuhöre, verstehe ich schon sehr gut, warum der Marigaux so sehr an den Romantikern hängt. Wundervolle Musik. Gerade versuche ich mich an einer anderen Uralt-LP mit Saint-Saens' Havanaise op.83. Schwieriger einzuschätzen, aber dieses Stück "hat was", trotz der gelegentlich etwas schrillen Töne. Dazu gibt's einen an anderer Stelle erwähnten VdP aus dem Südwesten Frankreichs. Nicht übel. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Ja - dieses Schumann-Konzert mag ich auch sehr
Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Allegro,
es spielen die Berliner Philharmoniker unter Eugen Jochum, am Klavier Monique Haas. Die Gute sieht auf dem Frontcover aus, als sei ihr Fön explodiert Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Ostbelgier,
Schumanns Klavierkonzert gehört zu den ganz großen Würfen der Musikgeschichte. Ich wünsche mir sehr, das mal an der 1. Oboe mitspielen zu können (an der 2. hatte ich bereits das Vergnügen, aber vom Spaßfaktor her ist das kein Vergleich). Wer klavieriert denn in deiner Einspielung? Unübertroffen ist für mich die Aufnahme mit Geza Anda und den Berlinern unter Kubelik, aber die stammt aus dem Jahr 1964. Mit einem bleifreien Bitburger im Glas grüßt Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Ähem, Monique Haas ist's. Die mit dem explodierten Fön
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Die kenn ich nicht - aber Eugen Jochum ist mir noch ein Begriff
Spielt sie denn auch so wild, wie sie aussieht ??? Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Nein, Allegro,
es geht nach meiner subjektiven Empfindung recht gesittet zu (wie es sich für 1958 auch gehört Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Ostbelgier, in diese Aufnahme würde ich beim nächsten Weinabend gerne mal hineinhören! Besonders interessiert mich, ob das Berliner Holz 1958 schon genauso phantastisch geklungen hat wie 1964.
Allen, denen das Klavierkonzert gefällt, sei auch Schumanns weniger bekanntes, aber kaum minder schönes Konzertstück op. 134 für Klavier und Orchester ans Herz gelegt. Dieses Werk fristet völlig unverdienterweise ein ziemliches Schattendasein. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Interessanter Thread!
"Milonga en re" von Astor Piazzolla in einer Aufnahme mit Gidon Kremer (Hommage a Piazzolla). Dazu ein Malbec aus Neuquén, Patagonien von Bodegas Universo Austral (ich war so irritiert, dass dort unten noch Wein wächst, dass ich eine Flasche mitnehmen musste). Resteverwertung. Hat erstaunlich lange (>1 Woche) durchgehalten dank Kühlschrank und Vacuvin, kann man noch trinken. Scheint mir etwas "herber", sprödere Tannine aber auch "delikater" als die Vertreter aus Mendoza. Kann aber Einbildung sein, Tagesform oder so. Soll ich noch was Neues anbrechen? Schon so spät... Soll ich? |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
Letztes Wochenende auf nem Konzert von Mnozil Brass....einfach nur geil!
(kennt die jemand hier?) Aber ich überleg die ganze Zeit, welcher Wein dazu passen könnt? Auf den ersten *Blick* nur laut und wild und chaotisch, aber dermaßen gekonnt....was der Posaunist da geboten hat, das war schon jenseits von allem, was ich bisher gehört hab...da fällt dir nur der Kiefer runter und du denkst *gibs einfach nur auf- du wirst es in diesem Leben nicht mehr lernen!* (ein Zuhörer hatte seine Posaune dabei, so nach dem Motto *kuck dir an: so gehts!*? Vielleicht einer von Marigaux' Spontis? zuerst nur wild und laut und erst wenn du genauer hinhörst/hinschmeckst, merkst du die geniale Klasse dahinter und die Arbeit, die es braucht, bis sowas so perfekt sitzt. Nur: sowas habsch net im Keller lg Cantate |
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![]() Mitglied seit 21.06.2007 |
Danke für diesen tollen Tipp. Nur, was trinkt man dazu? Ich könnte mir den einfachen Dornfelder vorstellen, den ich gerne mal aus der Pfalz mitnehme. Was Rauheres, Ungestümes. Nicht so "aufgearbeitet". Und trinkt sich quasi von alleine. Aber wahrscheinlich fehlt dann der kleine, elegante Dreh, der's über das nur "Ungestüme" hinausträgt. Die Musik ist ja auch mehr. Leider bin ich an der Tröte und am Weinglas noch totale Elevin und weiß da nicht Besseres. Liebe Grüße, sosse |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Sosse,
spielst du auch Posaune wie die Cantate? "Ich könnte mir den einfachen Dornfelder vorstellen, den ich gerne mal aus der Pfalz mitnehme. Was Rauheres, Ungestümes." Mich würde sehr interessieren, welcher Pfälzer Winzer einen rauhen und ungestümen Dornfelder produziert! Die einfachen Dornfelder, die ich bislang getrunken habe, waren immer glatt wie ein Säuglingspopo, fast ohne Tannine, eiegntlich ohne alles, wenn man mal von einer plumpen, leicht säuerlichen Frucht absieht. Und genau deshalb ist diese Sorte für mich auch so ein dunkelviolettes Tuch. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 21.06.2007 |
Hallo Marigaux,
nein, ich versuche mich seit kurzem an der Klarinette... Der Dornfelder ist vom Weingut Krebs aus Friedelsheim. Freunde von mir wohnen direkt nebenan. War glaub ' ich ein 2005er. 2006 ist etwas weicher ausgefallen. Ist insgesamt nix Großes, aber für mich ein netter "Schlotzwein". Und in der Tat recht dunkel. Die Weißweine dieses Winzers konnten mich noch nicht überzeugen. Liebe Grüße, sosse |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Gibt ja auch Barrique-Dornfelder. Verschwendung? Nur Träger für Holz? Inertmaterial?
Na ja, früher mal fand ich Dornfelder auch nicht schlecht, sieht wenigstens nach Rotwein aus. Und ich meine mich dunkel zu erinnern, auch schon kräftige Vertreter getrunken zu haben. ich denke, da er als nicht so furchtbar hochwertige Sorte bekannt ist, machen sich nur wenige Winzer die Mühe, gute Qualitäten zu erreichen. Denn der anspruchsvolle Weintrinker würde ihn sowieso verschmähen. Man kann sicherlich etwas daraus machen, und sei es in Cuvées. Die letzten Dornfelder, die ich hier in der Pfalz auf irgendwelchen Weinfesten oder Kneipen hatte, waren jedenfalls allesamt sehr dünne, belanglose Tröpfchen, Massenträger halt. Wer natürlich ein Winzerstar ist, dem alles aus den Händen gerissen wird, der wird sich leisten können, gute Dornfelder zu produzieren. Ein Knipser macht sogar ne Auslese trocken draus. Und der macht angeblich ja gar nichts Schlechtes. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
Sosse, da spielen wir ja verwandte Instrumente! Ohne arundo donax "Und in der Tat recht dunkel;" Naja, der Dornfelder war eigentlich als Färbertraube gedacht.... AmO, ja, es gibt etliche Dornfelder aus dem Barrique. Die meisten schmecken aber in der Tat nach nix+Holz. Mit viel Mühe kann man wohl auch aus dieser Sorte etwas Vernünftiges machen, vereinzelte sehr ordentliche Dornfelder (mit und ohne neues Holz) habe ich schon getrunken. Aber das waren eher die Stecknadeln im Heuhaufen. Wenn es den Dornfelder nicht gäbe, wäre ich jedenfalls nicht besonders traurig. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
A jo. Holz mag ich eigentlich ganz gerne, um mich mal zu outen. Aber darf schon ruhig ein bisschen nach Wein schmecken.
Habe vorgestern noch den "zweifelhaften" Aldi-Italiener aus dem anderen Thread geöffnet (Cannonau di sardegna von Marghía, 2005). Zum so wegschlabbern. Mit euren profimäßigen Beschreibungen kann ich nicht wirklich mithalten. Was soll ich sagen, ich finde ihn sehr ordentlich. Schmeckt "europäisch", woran auch immer man das festmachen will. Halt weinig und nicht nach Fruchtmus. Ich hatte das immer für einen Alterungston gehalten, aber dieser ist ja noch eher jung. Heute, nach 2 Tagen, ist das auch weniger deutlich. Das Etikett ist eher wenig informativ, laut Internet teilweise im Barrique ausgebaut. Das Holz ist schon recht deutlich, aber nicht zu aufdringlich. Würze in der Nase, mittlerer Körper, mittlere Tannine. Ohne Essen dazu nach einer Weile schon etwas adstringierend. Kirsche, scheint mir typisch italienisch (gibt's hier Italien-Auskenner?), dunkle Früchte. Passende Musik???? Hm, bin gerade bei Bach Cello-Suiten (mit Alexander Kniazev) angelangt. |
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![]() Mitglied seit 21.06.2007 |
Hallo,
"Ich wünscht, ich wär ne Klarinettistin..." Und wo Du's sagst, fällt mir ein, dass ich ja auch einen Dornfelder aus dem Barrique zu Hause habe. Vom Weingut Grosch. Vielleicht sagt das dem ein oder anderen was? Hm, könnte ich ja heute abend mal aufmachen und verkosten. Und dazu die neue Scheibe von uns Udo. Einen schönen Freitag, sosse |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Uns Udo?
@Marigaux - danke für den Tip, Schumanns Klavierkonzert ist auch eines der Lieblinge von Herrn C. und da ja heute in zwei Monaten ... LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Clarissa,
ich habs mir, dai che s nur auf Schallplatte besitze, gestern bestellt, und zwar in einer Aufnahme mit Murray Perahia und den Berlinern unter Claudio Abbado. Auf dieser recht persigünstigen CD ist dann nochmal das Klavierkonzert op.54 und das Konzertstück in G-Dur op. 92. Das ist auch ein wunderbares "Nebenwerk"! Soße, Grosch ist mir ebensowenig ein Begriff wie Krebs. Wie bist du auf diese Betriebe gestoßen? Nachbarschaft? Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Hi!
Krebs aus Friedelsheim und Grosch sagen mir auch nix. Ich kenne nur den Krebs aus Freinsheim - kann man mal im Auge behalten oder mal antesten wenn man eh in der Gegend ist; was ich bislang im Glas hatte (Grauburgunder und Riesling) war aber leider übertrieben barockig - vor allem der GB ist fett und breit und alkohöllisch, den kann man fast kauen Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Hallo Marigaux,
da muß ich dann mal in sein CD-Regal spähen, denn sowohl das Schumann-Klavierkonzert wie auch Murray Perahia sind mehrfach vertreten, da er ihn auch besonders schätzt, vielleicht ist sogar das Konzertstück op. 134 für Klavier und Orchester bereits vorhanden, wenn es eine Einspielung Perrahia/Abbado gibt. Trotzdem, könnte was sein. @Monti - wasn "barockig" bei Wein? LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
"barockig" ist so ungefähr wie die Abbildung weiblicher Rundungen bei Meister Rembrandt... also schon eher in Richtung "füllig"... oder so
Sonst sach ich nix mehr ohne Anwalt Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 21.06.2007 |
Also Freinsheim und Friedelsheim sind ja fast, also fast, nebeneinander.
Vielleicht sind die Krebse miteinander verwandt? *schulterzuck* Auf diesen Krebs bin ich wie gesagt gekommen, weil Freunde von mir direkt nebenan wohnen. Und den Grosch-Wein habe ich geschenkt bekommen. Scheint recht üppig zu sein: über 13 % Alkohol und 5,4 g/l Restzucker. Das Weingut ist in Wallertheim, also Rheinhessen. Liebe Grüße, sosse |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Die sind bestimmt verwandt. Alles Inzucht hier
Ich sollte auch nix mehr ohne Anwalt sagen... Ich hatte mal nen Grauburgunder von Vollmer (irgenwo inne Palz), der nach der Beschreibung dann wohl auch barockig war. War auch nicht meins... |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Mal wieder was musikalisches:
Latürnich handelt es sich um olles Vinyl mit klassischem Gewimmer Allmählich verstehe ich Marigaux' Vorliebe für die Furtwängler'schen Interpretationen. Gerade rotiert bei mir eine olle LP mit Furtwänglers Einspielung von Tschaikowsky's 6. Synphonie von 1938. Das ist ja ein Werk mit getragem-tragischem Unterton, aber auch hier entsteht ein teilweise mitreissender Schwung. Einfach schön. Der passende Wein kommt gleich... Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
So, wollen wir den Thread mal wieder hervorkramen. Habe sonst nix Passendes gefunden.
Wie schafft ihr es bloß, ständig verschiedene Weine zu probieren bzw. zu trinken? Neid... Ich bin da echt ne Lusche. Noch nicht den Australier (Shiraz) entkorkt, noch nicht mal den Kallstadter Riesling, von dem ich dank meines "Missgeschicks" nun ganze 22 Flaschen rumliegen habe (will jemand zum Probieren vorbeikommen?). Geschweige denn die ganzen anderen "Einzelflaschen" (= Risikoflaschen?), die der Verkostung harren... Bin gerade mit den Resten der schon erwähnten Siegerrebe-Auslese (war ein Geschenk, ehrlich) bechäftigt, die seit über einer Woche im Kühlschrank steht. Hab Schorle draus gemacht. Passt recht gut zum Lösemittel-Nachgeschmack, der noch aus meiner provisorischen Krone rausdiffundiert (oder ist das Eugenol - also Nelke??). Knallt jedenfalls ganz schön. Ich dachte, ehe die Betäubung ganz nachlässt... Hatte befürchtet, da wär noch ne Ibuprofen fällig, scheint aber nicht ganz so schlimm zu werden. Ach ja, Musik... ... höre gerade ne Orgel-CD. Choräle von C. Franck, gespielt von meinem hochverehrten G. Dickel, am Michel. Heimat, werd schon ganz nostalgisch... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
"Passt recht gut zum Lösemittel-Nachgeschmack, der noch aus meiner provisorischen Krone rausdiffundiert..."
Ich kenne ehrlich gesagt auch keinen einzigen vernünftigen Winzer, der Siegerrebe im Anbau hat. "... höre gerade ne Orgel-CD." Respekt! Leute, die freiwillig Orgelmusik hören, gibt es in meinem Bekanntenkreis nicht viele! Ich hatte früher auch keinen Zugang zur "Königin der Instrumente", aber dank eines orgelbegeisterten Freundes hat sich das inzwischen geändert. Angeregt durch dein Posting habe ich mir gerade Karg-Elerts Sonatine op. 74 aufgelegt. Das ist ein spätestromantischer Orgelschinken, der mich immer wieder aufs Neue begeistert. Und dazu gibt es ganzen kleinen Schluck von den gestrigen Resten (eigentlich wollte ich ja heute ganz clean bleiben Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
AmO: Ist im Moment wohl Zahnarzt-Zeit?? - Im November hält man's am besten aus, da ist manches andere ja auch recht trüb
Tröste dich: ich schaff das auch nicht, was hier so der eine oder andere der Herren an Weinkonsum demonstrieren. Die haben ja auch meist dem Alkohol mehr Masse zu bieten. Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Boah - ihr habt mich auf ne Idee gebracht ... früher liebte ich mal die Kombination "Orgel & Trompete" (die kleine hohe
Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Es scheint ja im Moment nicht nur Zahnarzt- sondern auch Orgel-Zeit zu sein... Vor kurzem hatt ich von Saint-Saens die "Orgel-Symphonie" laufen (na ja , vielleicht keine echte "Orgelmusik", aber sehr schön fand ich's trotzdem).
Im Moment hört der Junior die Berlioz-Oper "Les Troyens" - wäre ich selber nie im Leben darauf gekommen, obwohl ich den Komponisten sehr gerne mag. @ Marigaux, was die "Reste von gestern" betrifft: Es muss ja nicht immer die Alles-oder-nichts -Lösung sein Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Marigaux,
seit.... irgendeinem Schlüsselerlebnis, das ich verdrängt habe (war glaube ich in Notre Dame, Paris) fahre ich auf Orgel-Musik ab. Aber Auskennerin bin ich nicht wirklich. Ab und zu ein Orgel-Konzert. Orgelmusik berührt mich einfach, jedenfalls wenn sie gut musiziert ist. Neulich das "piece d'orgue" von Bach hat mich direkt umgehaun. Und die frz. Romantiker... Wenn da nicht immer die Omis und Opis wären, die lautstark *flüstern* ("schee war's, hescht des gehört?) oder unsäglich röcheln. Irgendwas von Karg-Elert war neulich auch bei nem Konzert, geil. Ach ja, und mein heimlicher Favorit... Goldberg-Variationen in einer Orgel-Bearbeitung von Albrecht. frankophil, jaa..... muss mittlerweile zur Lieblings-Patientin avanciert sein. Heute war nicht nur Nelke dran, sondern bei den ganzen Abdrücken etc. ein ganzes Potpourri an .....Aromen ... Masse habe ich eigentlich schon, bin relativ groß und nicht völlig abgemagert. Na ja, ich bin halt ungeduldig. Wenn ich eine Flasche offen habe, möchte ich am liebsten schon die nächste probieren. Aber irgendwer muss ja auch "austrinken". Daher finde ich Weinmessen und dergleichen interessant... Allegro, vor Jahren war ich mal in nem Orgel-Trompete-Konzert. Weiß nicht mehr, was gespielt wurde. War für mich jedenfalls ein Aha-Erlebnis, dass Trompete SO klingen kann. War gigantisch.... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Frankophil, mit der Orgelsinfonie von Saint-Saens kann ich auch sehr viel anfangen, mit Berlioz generell aber eher weniger.
"Die Trojanerinnen" kenne ich allerdings offengestanden gar nicht, da hat mir dein Sohn etwas voraus! "Marigaux, was die "Reste von gestern" betrifft: Es muss ja nicht immer die Alles-oder-nichts -Lösung sein Ich versuche ja schon, mich zu beherrschen Herzliche Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
"Frankophil, mit der Orgelsinfonie von Saint-Saens kann ich auch sehr viel anfangen, mit Berlioz generell aber eher weniger.
"Die Trojanerinnen" kenne ich allerdings offengestanden gar nicht, da hat mir dein Sohn etwas voraus" Mein Musikgeschmack ist ja auch lange nicht so differenziert wie deiner, Marigaux Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Oh, stimmt, es heißt natürlich "Die Trojaner"! Freudsche Fehlleistung ersten Ranges
Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Marigaux,
Weinabend als Bedrohung? Wer soll dir das glauben?? Bin schon ein bisschen "dun" und werd mal in die Falle... |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Zu meinen australischen Shiraz-Überresten gibt es gerade eine sehr schöne CD, und zwar eine Einspielung des B-dur-Klavierkonzerts von Gottfried Müthel mit der Akademie für Alte Musik Berlin. Ein offenbar verkannter Komponist, der seine Karriere wohl als Bach-Nacheiferer begann, dann jedoch sein "eigenes künstlerisches Profil" entwickelte, wie es im Beipackzettel (Booklet) so schön heißt.
Das Konzert gibt es quasi als Zugabe zum Triple-Konzert a-moll (BWV 1044) und Cembalo-Konzert in d-moll (BWV 1052) von J.S. Bach. Letzteres ebenfalls ein geiles Stück. |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Bei mir gibt´s heute abend auch Shiraz und Bach
Einen argentinischen Shiraz/Malbec von Callia und dazu eben gerade das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach (Cembalo). Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Bach und ein kräftiger (barocker) Roter geht immer, endlich wieder Rotweinzeit
Shiraz-Malbec klingt gut, Callia sagt mir nichts. |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Hier hatte ihn Susa als WdT
Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Ihr treibt Zeugs....
Viele Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Ich habe heute auch Syrah im Glas, allerdings von der Rhône (Saint-Joseph von Combier) - und (noch) keine Musik dazu.
Musste und durfte mit dem Sohn das aufgenommene Prominenten-Special mit Günther Jauch anschauen, wo Gottschalk dank Reich-Ranickis Wissen zu Kafkas letzter Lebensgefährtin die Million gewonnen hat. Das hatte aber auch "Pfeffer" wie der Syrah Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen. - J. W. v. Goethe |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
Lerchen waren das, Frankophil, Lerchen und keine Schwalben.....ich bin *leider* eine Lerche, wär ich ne Schwalbe, dann könnt ich mich jetzt in Afrika in die Sonne legen
Mir gehts ähnlich: aus mir wird keine Eule mehr, abends um 10 spätestens fall ich um lg Cantate |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Danke, Cantate, das zeigt mal wieder, dass man am Morgen vielleicht doch besser denken kann als Nachts um 1/2 12? Obwohl das ja noch nicht richtig spät ist
Mit "mir geht's ähnlich" meinst du wahrscheinlich nicht die gleiche "Polung" wie bei mir, sondern die Erkenntnis, dass es nicht viel bringt, dagegen was machen zu wollen Sei froh, dass du eine Lerche bist. Die sind in den meisten Fällen einfach mit ihrem Rhythmus "Gesellschafts-konformer" und tun sich leichter. Dass die Verhältnisse in Weintrinker-Kreisen da ein wenig anders liegen vermute ich allerdings auch. Die Zeitspanne des möglichen Weinkonsums ist für Lerchen halt deutlich kürzer, wenn sie nicht zum Ausgleich schon am Nachmittag beginnen mit dem Schlürfen Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen. - J. W. v. Goethe |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
äh, konform zur *normalen* Gesellschaft ja (Kinder morgens um 7 zum Schulbus schicken), aber als Musiker haste da ganz schlechte Karten....
wenn die Kollegen abends ab 9 ma langsam in die Puschen kommen, du ab 10 die Augen nicht mehr offen halten kannst und um halb 11 ein fröhliches *Lasst uns das doch grad nochmal spielen* tönt.....wo du anstatt derNoten nur noch Betten siehst..... und beim Gähnen das Mundstück verschluckst..... leidende Grüße Cantate |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Armer schwarzer Kater
Klar - die Künstlerszene, die überschneidet sich wohl sowieso mit den Weintrinkern - Weintrinken ist ja auch Kunst Vielleicht wird's ja besser, wenn die Kinder mal nicht mehr zur Schule müssen?? Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen. - J. W. v. Goethe |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Was hab ich da für Quatsch geschrieben
Grüße, frankophil -------------------------------------------------------------------- Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen. - J. W. v. Goethe |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Mir gehts genau umgekehrt wie Cantate. Die Augen fallen mir von selber erst um 2 oder 3 Uhr morgens zu, und bis dahin könnte ich so einige Gläschen in mich hineinkippen - nur empfiehlt sich das nicht, wenn am nächsten Tag ein Konzert ansteht. Selbst die Probe, die morgen um 10:00 für die 3. Bach-Suite (die mit der berühmt-berüchtigten Air) angesetzt ist, dürfte wohl wenig Spaß machen, wenn ich mich heute abend nicht am Riemen reiße und die gerade angebrochene Pulle mit Heydens schönem 06er Spätburgunder zumindestens teilweise gefüllt lasse.
Mein erster Lehrer war in dieser Hinsicht ein Phänomen. Der konnte abends einen Schnaps nach dem anderen hinunterkippen und am Tag darauf in Hochform die heftigsten Sachen spielen. Mir ist das leider - oder zum Glück?! - nicht gegeben. Wenn ich mich voll konzentrieren muß, steht mir der am Vortag genossene Alkohol ganz klar im Weg. Aber dafür gibt es nichts Schöneres, als sich nach einem einigermaßen gelungenen Konzert ein leckeres Weinchen eizuschenken und zu spüren, wie alle Anspannung plötzlich verschwunden ist. Das ist dann ein Moment, in dem ich mich rundum zufrieden fühle, auch wenn sich die Müdigkeit plötzlich in allen Knochen bemerkbar macht. Trotzdem bin ich froh darüber, daß allmählich ein Ende der Hochsaison in Sicht ist. Ich mag meine Arbeit wirklich gerne, aber irgendwann ist der Akku leer. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
"Ich mag meine Arbeit wirklich gerne, aber irgendwann ist der Akku leer."
Wer kennt das nicht?! Wahrscheinlich nur, wer seine Arbeit nicht mit ganzem Einsatz macht oder ein genügend dickes Fell besitzt, um die Anspannung nicht heranzulassen an sich. Fröhliches Akku-Aufladen wünscht frankophil -------------------------------------------------------------------- Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen. - J. W. v. Goethe |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
Marigaux heftigst zustimm!
Der Sekt nach dem Konzert gehört einfach dazu, wenn die Anspannung abfällt und besonders, wenn man sich über ein gelungenes Konzert freuen kann. Und auch der (oft nicht soooo besonders gute) *frei-Glühwein für die Mussigg* gehört bei den Auftritten auf Weihnachtsmärkten dazu....und sei es nur, um zu wärmen, wenn du unbeachtet als *Akustische Dekoration* irgendwo am Rand im Nassen stehst.....richtigen Schnee gibts in unsrer Gegend halt äußerst selten, meist isses Niesel-piesel.... Bei uns geht die Hochsaison jetzt erst los, bis jetzt 15 Auftritte bis Heilichabend......und ich kann jetzt schon kein *Tochter-her Zi--on* mehr hörn... lg Cantate |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
So, das Konzert des heutigen Tages ist ganz ordentlich über die Bühne gegangen. Im Eingangssatz der 3. Bachsuite habe ich zwar deutlich gemerkt, daß ich älter werde, aber die paar unter den Tisch gefallenen
Jetzt schwenke ich das Glas und lasse, bevor morgen 11 Schüler drohen, den lieben Gott für die nächsten Stunden einen guten Mann sein. Aufgezogen habe ich eine Flasche Neuweirer Mauerberg Riesling Spätlese trocken 07 "Alte Reben" (uff, deutsche Weinnnamen können ja manchmal lindwurmartig ausfallen!). Das ist ein ganz netter, fruchtbetonter, extraktreicher Tropfen, der mit seiner Süße - bestimmt knappe 9 Gramm - recht flüssig die Kehle hinunterläuft. Von einem Betrieb, der als Aufsteiger inzwischen im GM mmit vier Trauben bedacht wird, würde ich mir zwar etwas Charaktervolleres erwarten, und die 90 Punkte, die die Bibel speziell diesem 07er zugedacht hat, sehe ich auch nicht so ganz, aber der Trinkfluß stimmt.... Dazu läuft jetzt, weil doch erster Advent ist, Hans Pfitzners Weihnachtsoper "Das Christelflein". Leider hat der Komponist hier wie auch in den meisten seiner anderen Opern ein grottenschlecht geschriebenes Libretto erwischt (die Ausnahme von der Regel stellt "Palestrina" dar; den wirklich hochrangigen Text zu seiner Meisteroper hat der Komponist pikanterweise als einzigen selber verfaßt). Aber die Musik zum "Christelflein" ist absolut hinreißend, sie gehört für mich zum Delikatesten, das die deutsche (Spät)romantik hervorgebracht hat. Mein uralter Reclam-Opernführer schreibt zu dieser Kinderoper: "Die Musik, eine der zartsinnigsten, die Pfitzner geschrieben hat, schafft vor allem in dem sehr geschlossen wirkenden 1. Akt eine von quellender Melodik getragene, durch sensible Harmonik und kunstvolle Behandlung des verhältnismäßig kleinen Orchesterapparates vergeistigte Märchenstimmung." Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
"... aber die paar unter den Tisch gefallenen Sechzehntel im Tutti dürften ansonsten nur von der Kollegin an der 2. Oboe bemerkt worden sein .... "
Dem wird mit Sicherheit so sein, Marigaux - ich höre im Tutti die Oboen auch nicht Und mit Palestrina erinnerst Du mich gerade daran, dass ich von Pfitzner immer noch nichts kenne Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Allegro,
den kompletten Palestrina kann ich nur empfehlen, wenn man vorher schon mal die ganze Oper auf der Bühne gesehen hat. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Erfahrungen mit der Gesamteinspielung, die ich noch als Gymnasiast auf Schallplatte erstanden habe. Damals war ich zunächst etwas enttäuscht....die Musik hat schon ihre Ecken und Kanten, in die man sich erst einmal hineinhören muß. Schau doch zunächst mal nach einer Aufnahme mit den drei Vorspielen (im musikalischen Duktus großartig, aber klanglich weniger überzeugend ist in dieser Hinsicht die Furtwängler-Interpretation). Ansonsten könnte ich mir vorstellen, daß dir die G-Dur-Sinfonie op.44 mit ihrem hinreißenden langsamen Satz gefallen wird. Oder halt dann wirklich das "Christelflein" Der Text ist Kitsch, die Musik ist genial - wie bei so vielen Opern Herzliche Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Danke für die Tipps
"...die Musik hat schon ihre Ecken und Kanten, in die man sich erst einmal hineinhören muß." - DAS habe ich eben bei den Hörproben auch gemerkt - also werde ich mich da wohl wirklich langsam rantasten. Aber die Hörproben zum Christ-Elflein sind sehr hübsch - erinnern mich ein wenig an Humperdinck ... Aber bitte was ist ein Duktus ??? Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Musik in Flaschen |
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Henglein
Rama Cremefine


































