Frankenexperiment (Terroir)
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Nur, falls es getz jemanden für die Terroirdiskussion interessiert Aber eine schöne Idee! LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Hm, irgendwie erschliesst sich mir der Versuchsaufbau nicht recht. Was genau wollen die beiden (die ich übrigens durchaus schätze) denn damit belegen oder herausfinden? Dass unterschiedlicher Ausbau unterschiedliche Weine bringt? Oder dass Trauben aus einer Lage trotz verschiedener Verarbeitung doch irgendwie ähnlichen Wein bringen?
Skeptisch, Stephan |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Mhm, wer wäre ich, Dir das erklären zu wollen, Stephan, aber ich kann ja mal abpinnen, was in der Flaschenpost steht. Ausgangsüberlegung war die Erkenntnis von Horst Sauer, daß er
"seine Art der Weinbereitung derart perfektioniert [hat], daß er kaum noch Entwicklungsmöglichkeiten sieht. Technisch sind seine Weine im Keller ausgereizt. Um sie entscheidend weiter zu individualisieren, sollten sie ihr 'Terroir', ihre Herkunft als ein Mehr an Charakter ins Glas transportieren. [...]" Jeder baut zwei identische Lagen, eine der eigenen, eine vom Nachbarn, aus - auf seine Art - ergibt vier Weine. "Die Frage ist, wie die Art der Weinbereitung die Stilistik der Weine beeinflußt? Wie wirkt sie sich auf Geschmacksbild, Mineralität, Charakter und Herkunft aus? Wie also schmeckt der Escherndorfer Lump aus dem spontan vergärenden langsamen Keller von Hansi Ruck im Vergleich zum schnellen Wein des Horst Sauer?" Klingt doch erstmal interessant, oder? Hat es so ein Experiment schonmal gegeben? neugierig Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hi,
also das finde ich auch sehr interessant. Welche Folgerungen sch dabei ableiten lassen steht ja auf einem anderen Blatt. Aber wenn beide im Weinkeller praktisch nix mehr machen, was den Wein verändert, dann müsste er ja ziemlich gleich schmecken oder nicht Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ There ain't no such thing as a free lunch. |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Schelm!
Hier die Anordnung äh ich mein die Weine 2006 Iphöfer Julius-Echterberg Silvaner QbA trocken Großes Gewächs / Hansi Ruck (98° Oechsle 2006 Iphöfer Julius-Echterberg Silvaner Spätlese trocken Horst Sauer (98° Oechsle) 2006 Escherndorfer Lump Silvaner QbA trocken Hansi Ruck (96° Oechsle) 2006 Escherndorfer Lump Silvaner Spätlese trocken Horst Sauer (96° Oechsle) und getz bitte nur noch ernste Antworten, sonst habe ich erhebliche Zweifel an eurigem Spezialistentum ... LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
bedeutet ja auch, daß die Weinberghefen des Ruck im Sauerschen Keller mit Hefen mit synthetischem Migrationshintergrund gemischt werden ...
wohingegen die Hefen des Sauerschen Weinbergs endlich froh sind, im Ruckschen Keller nur auf artreine Verwandte zu stoßen ... LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
bedeutet auch:
Wenn es 'Terroir' gibt, dann schmecken die Weine vom Ruck und vom Sauer sehr ähnlich (Ausbauweise macht nur einen geringen Unterschied aus im Geschmack) Wenn es 'Terroir' nicht gibt, dann schmecken die Weine vom Sauer gleich, egal aus welcher Lage ... LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 25.01.2005 |
Und wenn alle vier Weine verschieden schmecken, dann wissen wir, dass weder noch gilt...
Ist es nicht eine Kette, die im Weinberg beginnt, sich über die Lese bis in den Keller fortsetzt und in sich stimmig sein muss? Welche Mengen an Trauben wurden denn ausgetauscht? Und wer kommt wann in den Genuss dieser Verkostung? Viele Grüße, Sefferl |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
@sefferl, gibts als Probepaket zu bestellen.
Ansonsten sind wir so klug wie vorher, richtig LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 24.01.2006 |
"wenn alle vier Weine verschieden schmecken, dann wissen wir, dass weder noch gilt"
Nöö, dass sowohl als auch gilt. In erster Linie machen die beiden das ja, um sich selbst zu überprüfen. Die Frage ist dann aber: Was ist die Konsequenz, wenn einer merkt, dass der andere aus den eigenen Trauben besseren Wein macht? Gruß, K. |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Hey,
(zu Matthias schiel) das wäre doch ein nettes Gesellschaftsspiel für demnächst mal bei .,..? Gruß Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 25.01.2005 |
Müßte man dann nicht auch noch mit den Weinen vergleichen, bei denen sowohl der Weinberg als auch der Keller in einer Hand waren?
Also Rucktrauben aus dem Ruckkeller und entsprechend für Sauer? Sozusagen als Normierung? Viele Grüße, Sefferl |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
@K.: Besseren? Anderen ... das sind ja auch keine Konkurrenten, sondern Mitbewerber
Gruß Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Ja, das wär ein Fall für den fiesen Säckelmeister vom Mittelrhein
Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ There ain't no such thing as a free lunch. |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Das ist gemein! Da kann ich nicht dabei sein
Gruß Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
@sefferl - wie meinen? Die Normierung ist doch Nr. 1 und Nr. 4 ... eigener Weinberg, eigener Keller
Wer ist bitte der fiese Säckelmeister vom Mittelrhein? LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Nix da mit Kapern, ich rede von einer wissenschaftlichen Versuchsreihe, die unter notarieller Aufsicht von unabhängigen dänischen und deutschen Wissenschaftlern durchgefürht werden soll. Die Ergebnisse werden dann in der "Science" .... na gut, im Chefkoch veröffentlicht
Gruß Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Der Säckelmeister ist hier auch als Lars Riesling bekannt
Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ There ain't no such thing as a free lunch. |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Gut, aber als Vorsitzende der Prüfungskommission zur Zertifizierung wissenschaftlicher Experimente nach DIN Norm verlange ich, daß alles Probanden nüchtern sind ...
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Immer! Wir spucken grundsätzlich!
Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
(nicht, dass wir uns noch mit Pestiziden vergiften ...)
Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Naja, blind darf hier nicht verkostet werden ... das müßt ihr dem Säckelmeister noch einbleuen, sonst wird nichts draus und alle Probanden müssen über mindestens zehn, na sagen wir zwanzig Jahre Verkostungserfahrung verweisen, amtlich bestätigt ...
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
"Wenn es 'Terroir' gibt, dann schmecken die Weine vom Ruck und vom Sauer sehr ähnlich (Ausbauweise macht nur einen geringen Unterschied aus im Geschmack)" Tja, da wäre dann erst noch die alte Streitfrage zu klären, ob der Mensch in den Terroirbegriff mit einzubeziehen ist oder nicht. Meiner Meinung nach ja - ohne den Winzer als "Interpreten" wird die Lage nicht schmeckbar, (genauso, wie Bachs Italienisches Konzert ohne einen Pianisten, der es spielt, nicht hörbar wird. Es klingt aber, jenachdem ob es von Glenn Gould, Andreas Staier oder meiner pianistisch auch sehr begabten So oder so: Ich finde das Experiment spannend, habe das Paket gerade bestellt und würde mich über ein paar Mitstreiter hier freuen! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Mitstreiter? Aber immer doch! Schon bestellt
Wobei mein Hauptargument gegen die Objektivität dieses Experimentes darin liegt, dass ein so, sagen wir terroirverliebter Weinhändler wie ebenjeniger so was nur vertreibt, wenn er das Ergebnis vorher kennt. Und, wackerer Mitstreiter, darf ich Dich hinsichtlich der Interpretation der Lage so verstehen, dass der Winzer das Terroir dann in erster Linie durch seine Technik und Arbeit im Weinkeller interpretiert Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ There ain't no such thing as a free lunch. |
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![]() Mitglied seit 25.01.2005 |
Ist es nicht mit dem Wein so wie mit z.B. auch anderen Zutaten beim Kochen?
Einmal ist es schwer, aus minderwertigen Zutaten noch etwas Passables zu bereiten, aber allein exquisite Zutaten gewährleisten noch kein perfektes Ergebnis? Oder eher auf diese beiden passend: Aus den besten Süßkirschen kann ich keine perfekte Sauerkirschmarmelade kochen... Ach noch was - ich bestelle auch so ein Paket... Viele Grüße, Sefferl |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
"Wobei mein Hauptargument gegen die Objektivität dieses Experimentes darin liegt..." Matthias, wie ich schon geschrieben habe, geht es meiner Auffassung nach um Interpretation., also um etwas, was sich letztlich nicht mit "objektiven" Maßstäben messen läßt.... "Und, wackerer Mitstreiter, darf ich Dich hinsichtlich der Interpretation der Lage so verstehen, dass der Winzer das Terroir dann in erster Linie durch seine Technik und Arbeit im Weinkeller interpretiert" Ja, natürlich! Wodurch denn sonst? Das, was der Winzer im Keller macht oder vor allem auch läßt "Einmal ist es schwer, aus minderwertigen Zutaten noch etwas Passables zu bereiten, aber allein exquisite Zutaten gewährleisten noch kein perfektes Ergebnis?" Ja, so ähnlich.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 13.02.2008 |
Sefferl: ich bestelle auch so ein Paket.
Wo denn? Ich würde das auch gerne bestellen. Wobei mich vor allem auch interessiert wie der Unterschied zwischen eurer Profi-Beurteilung und meinem eigenen Geschmack ist. Viele Grüße Manfred |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Manni,
ich habe dir gerade eine PN mit Angabe der Bezugsquelle geschickt. Und.....ich bin kein Profi, sehe und verstehe mich in keinster Weise als solcher! Ich bin lediglich ein recht trinkfreudiger Amateur mit einer manchmal ziemlich großen Klappe.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Ok marigaux,
her mit der km-Bezugsquelle! Machen wir halt nen alternativen Stammtisch auf hier. Wann is der chat und wer leitet? Und aus welchen Gläsern? Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
ganz ohne Witz wäre es doch nett, wenn wir hier zeitnah möglichst viele Meinungen zu diesem "Experiment" sammeln würden, oder? Was die Gläserfrage angeht, erkläre ich mich für inkompetent (ich nehme halt meinen gewohnten Rotweinballon von Nachtmann). Wegen der Leitung des Chats könnten wir vielleicht mal bei einem bekannten norddeutschen Weinjournalisten anklopfen. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 13.02.2008 |
Habt ihr alle Pakete schon weggekauft? Gestern Abend habe ich es noch gefunden, jetzt als ich es bestellen wollte ist das Angebot weg.
Naja, bin ich umso mehr gespannt auf euer Urteil Viele Grüße Manfred |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
wenn ich hier auch meinen unfachlichen Senf dazu geben darf: ich würd sagen, der Winzer ist der größte, wichtigste Faktor von allen...wie oft hat man es doch, dass ein Weingut nach Übernahme durch Sohn oder Käufer auf einmal völlig andere Weine produziert, durchaus in beiderlei Sinn: von sehr gut zu nicht genießbar, aber auch umgekehrt....oder wenn bei größeren Gütern der Kellermeister weggeht.....
Sowas vermeiden können nur die ganz großen *IndustrieWeinProduzenten*, die standardisierte Verfahren haben, aber das sind wohl nicht die, von denen wir hier gern trinken...... lg Cantate |
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![]() Mitglied seit 25.01.2005 |
Hallo Cantate,
aber wo kann der Winzer mehr Einfluss nehmen? Im Weinberg oder im Keller? Oder in beidem gleich? Oder auch: Wieweit würde er die Trauben im Weinberg anders behandeln, wenn er in die Pflege miteinbezieht, was er im Keller vorhat? Wenn es der Einfluss im Keller wäre, bräuchten ja kein Winzer den eigenen Weinberg mehr, dann könnte er die Trauben einfach aufkaufen, oder? Das ist ja die Frage von oben: Wieweit ist der Winzer selbst sein Terroir? Viele Grüße, Sefferl |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
Hallo Sefferl: und genau das ist meine Antwort: der Winzer ist selbst sein wichtigster Terroir-Faktor!
Kenn mich in den ganzen Kellertechnischen Sachen nicht aus, aber allein was der Winzer draußen im Wingert schon tun kann, wo er noch von Umwelt, Boden, Wetter......abhängig ist. An direkt benachbarten Wingerten kann mensch schon sehen, WIE unterschiedlich jeder Winzer mit den vorgegebenen Bedingungen umgeht, wie unterschiedlich die Rebzeilen aussehen, obwohl sie in derselben Lage direkt nebeneinander mit denselben Klonen im selben Abstand bepflanzt sind....... wie das alte Sprichwort sagt : das Auge des Herrn mästet das Vieh - sag ich: die Hand, das Auge des Winzers macht den Wein. lg Cantate |
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![]() Mitglied seit 24.01.2006 |
"Wenn es der Einfluss im Keller wäre, bräuchten ja kein Winzer den eigenen Weinberg mehr, dann könnte er die Trauben einfach aufkaufen, oder?"
Wenn ich nicht irre, machen das in Australien doch viele Winemaker so. Das sind doch keine Bauern. Und von Terroir ist bei denen oder den Kaliforniern auch wenig die Rede. Gruß, K. |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Klar wird im Keller viel Einfluss genommen. Das bestreitet ja keiner. Interessant ist halt mal zu erfahren, ob man trotz unterschiedlich(st)er Kellermethoden die Lage (das Terroir) herausschmecken kann.
Es werden ja bestimmte Lagen gerne mit bestimmten Charakteristika beschrieben, und das bei unterschiedlichen Winzern (ich muss mich auf die Pfalz beschränken, in Franken kenne ich mich nicht aus: z.B. ist der Deidesheimer Kieselberg mineralisch, klar und straff - im Gegensatz zu den opulenteren, fruchtig-weicheren Weinen vom Deidesheimer Paradiesgarten oder einigen Forster Lagen). Liegt´s am End wirklich an den Lagen oder haben sich die Winzer (wie die an der Mittelhaardt Ich finde ein solches Experiment sehr spannend. So. Und wo gibts die Weine Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Monti,
die Weine gibts seit heute früh offenbar gar nicht mehr. In der entsprechenden Flaschenpost war auch schon von einem sehr begrenzten Kontigent die Rede. "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" hieß es da . Daß der Winzer auf den Geschmack/Charakter des Weines einen enormen Einfluß hat, halte ich für selbstverständlich. Ebenso klar und unbestreitbar ist aber auch der Einfluß der Lage. Rieslinge aus der Wehlener Sonnenuhr haben einen völlig anderen Charakter als aus dem Winninger Uhlen, ganz egal, welcher Winzer am Werke war. Darüber hinaus kenne ich Leute, die einen Graacher Domprobst blind recht zuverlässig von einem Ürziger Würzgarten unterscheiden können, obwohl diese Lagen nur ducrh wenige Kilometer Luftlinie getrennt sind. In guten Stunden traue ich mir das auch zu - und mit einer "Absprache" der jeweiligen Winzer hat das nichts zu tun. Voraussetzung ist natürlich, daß die Weine nicht mit entsprechenden Hefen totaromatisiert wurden. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Marigaux,
das mit der 'Absprache' habe ich auch nur in einem Nebensatz von einem 'Insider' gehört aber wegen des unpassenden Moments nicht weiter nachgehakt. War auch eher auf eine mehr oder weniger grob einheitliche Weinstilistik an der Mittelhaardt bezogen. Ansonsten warte ich halt mal die Eindrücke derjenigen hier im Laden ab, die zu den wenigen Glücklichen gehören, die die Ruck/Sauer-Weine noch gekriegt haben. Und trink halt meine Pfälzer Fröhlichen Freitach Monti |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Jaja, die Pfälzer......!
Mir hat ein eigentlich recht vertrauenswürdiger Weinfreund mal erzählt, daß einer der drei "Großen B´s" (nämlich der mit dem Tinschen Namen im Doppel) seine verschiedenen Lagen im Keller mit jeweils verschiedenen Aromhefen "herausarbeitet", d.h. für den Pechstein gibts immer eine Pfirsichdröhnung und für das Kirchenstück eine Ladung Kiwi (oder umgekehrt, ich habs mir nicht genau merken können). Ob das so stimmt, weiß ich natürlich nicht. Aber arg gestylt schmecken die Sachen aus dem bekannten Hause manchmal schon.... In der Pfalz gibt es daneben natürlich auch anders gepolte Winzer wie eben Leiner, Philippi oder Düringer, während man an der Mosel solche Weindesigner wie Loosen, Eymael oder Schmitges finden kann. Ich bemerke das ja schon freiwillig! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Hallo zusammen,
nach Lektüre der "Flaschenpost" vor ein paar Tagen war ich noch so naiv zu glauben, mit der Bestellung dieses Pakets könnte ich mir schon noch ein wenig Zeit lassen .... Im Zentrum der Erläuterungen zu dem Probierpaket stand für mich die Frage "langsame Spontanvergärung versus schnelle Zuchthefen-Vergärung" (insofern ja einer der "Dauerbrenner" im Wein-Forum) - mehr noch als die Terroir-Frage... Jetzt kann ich also nur noch ausprobieren, ob ich schneller sein kann als die Post bzw. ob es "gilt", wenn ich an Ort und Stelle auf der Matte stehe Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Ich habe den ganzen thread verfolgt und kann mich da nur frankophil anschließen. Das Thema "Terroir" ist sehr komplex und die möglichen Auswirkungen von Marigaux auch richtig angeschnitten.
Ein Thema,das seit Jahrzehnten besteht, kann sicherlich nicht durch das Engagement einiger hier abgehakt werden. An dieser Stelle sei noch die sehr interessante Lektüre von James E.Wilson, Terroir, Schlüssel zum Wein, Hallwag, ISBN 3-444-10552-5 empfohlen. Das ist eine Schilderung aus der Sicht eines hochgeachteten Geologen, der sich zu später Stunde der Welt des Weines verschrieben hat. LG Grenache |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
<Ich habe den ganzen thread verfolgt und kann mich da nur frankophil anschließen.>
Was? - Du willst auch morgen früh in Nürnberg "auf der Matte stehen" - oder lieber ausschlafen?? Bitte "mitgebracht" durch "mitgemacht" ersetzen im obigen Posting. Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Sicherlich will ich nicht morgen früh in "Nürrnberch" auf der Matte stehen, das bezog sich nur allgemein auf den thread, allerdings ist Franken im April angesagt ( an der Stelle hat der Keller immer ein Loch).
Kerner ist langweilig und morgen früh gehts hoffentlich in den Garten, sofern das Wetter mitmacht. Gruß Grenache |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Wenn schon, dann "Nämmberch"
Heute Abend gibt es in meinem Keller unter der Rubrik "Franken" auch 2 Löcher: Im Glas ist die "Cuvee Max" 2007 von Max Müller I. - ein duftiger, leichter Weißwein mit Kräuter-Aromen und leicht exotischer Frucht, auch am Gaumen und im Abgang fruchtig-floral, aber auch leichtgewichtig - schöner Sommerwein. Und mal wieder der "Parzival" 2002 vom Fürst: das Kontrastprogramm zum "Max": gar nichts Verspieltes, sondern streng, gewürzig. Kakao, Teer, tiefschwarze Beeren, etwas Trockenpflaume und Mineral. Hätte vielleicht besser zum "WdT" gepasst - egal, jetzt steht's hier! Grüße von frank(en)phil in diesem Fall _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Na, mit den Sommerweinen, da will ich noch zumindest warten, bis die Spargelzeit anbricht und die Möbel auf der Terrasse stehen. Bei meinen Kollegen in "Nämmberch" sieht es auch noch nicht so sommerlich aus.
Zur Löschung des Dursts zu später Stunde habe ich noch einen von Hövel 1998er Scharzhofberger Riesling Kabinet geöffnet, der den Tag mit läppischen 7,5% ausklingen lässt. Gruß Grenache |
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![]() Mitglied seit 25.01.2005 |
So, mein Paket ist angekommen. Wann geht es los?
Viele Grüße, Sefferl |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Meins ist auch schon da!
Wer noch nicht zum Zuge gekommen ist, dem sei gesagt, daß das Probepaket zum identischen Preis inkl. Verpackung und Versand jeweils bei beiden Winzern auch zu bekommen ist Vielleicht sind dort noch welche zu erhalten. Also eventuell nicht nach Nämmberch tigern, sondern nach Iphofen oder Escherndorf sausen oder dort anfunken und nachfragen oder über www ... Herr C. versucht grade, die Regie der Verkostung an sich zu reißen, typisch Mann LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
ps: im Begleitschreiben annoncieren beide noch einmal den Grund für ihren Versuch:
Der Grund dieses Projektes ist die Frage, ob wir Terroir und Mineralität durch unsere unterschiedlichen kellerwirtschaftlichen Maßnahmen, die in den beiden Weingütern eine unterschiedliche Stilistik der Weine zeigt, verändern. Es geht also nicht um die Frage, ob es Terroir gibt oder nicht, wie ich eingangs etwas vereinfacht habe, sondern mehr in eine Richtung der Frage, wie sie Frankophil oben angesprochen hat und hier des öftern schon aufkam. LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Guter Wochenendauftakt: Ich konnte das letzte Paket im Laden ergattern - und ich freue mich riesig, dass ich jetzt doch mitmachen kann. Die Weine und das Gespräch mit Euch darüber - das kann doch nur gut werden
Danke, Clarissa, für das Eröffnen dieses Threads - sonst wäre uns das womöglich glatt entgangen! Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Meine Bestellung wurde zwar per Mail bestätigt, aber das Paket ist noch nicht angekommen (naja, in den äußerstens Westen ist es ja auch weit für die Post
Die vier Flaschen möchte ich nicht unbedingt alleine aufziehen, da selbst ich Also muß ich erst mal noch mindestens zwei andere Weinfreunde (hallo Ostbelgier!) um meinen Tisch versammeln. Und das ist dann halt eine Terminfrage - möglicherweise dauert es einige Zeit, bis der passende Abend gefunden ist. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Ich habe mich jetzt noch nicht weiter mit der Materie befasst - aber muss man denn die Weine alle auf einmal aufmachen oder ginge das auch mit 2 Terminen? Große Eile, die Weine jetzt sofort zu trinken, ist ja nicht unbedingt geboten, so dass wir uns über den passenden Modus doch erst mal noch ein paar Gedanken machen könnten...
Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo frankophil,
natürlich kann man die Weine auch in zwei Durchgängen probieren, aber ich empfinde es schon als wesentlich reizvoller, aller vier Exemplare gegeneinander zu trinken (und dann zu schauen, inwieweit die unterschiedlichen Vinifikationsmethoden von Ruck und Sauer für mich blind zu erkennen sind). Zudem ist der ganze Spaß für meine Verhältnisse nicht sooo billig. Da macht es für mich auf jeden Fall Sinn, die Weine mit anderen zu teilen. Andererseits wäre es natürlich schon schön, wenn wir hier einen einigermaßen engen Zeitrahmen finden könnten. Wenn ich Monate später mit meinen Eindrücken hinterhergeeiert komme, interessiert das keinen Menschen mehr. Also: Ich werde mich bemühen, möglichst bald ein paar willige Mitstreiter zu finden. Notfalls lade ich meine Eltern ein... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Marigaux,
au ja, da mache ich gerne mit. Wann hast Du Zeit dafür ? Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Ostbelgier,
in den nächsten drei Wochen sieht es bei mir eher eng aus, da ich durch verschiedene Konzerte (unter anderem 2. Brandenburgisches von Bach am 13.4. in der Jülicher Schloßkapelle) stark gefordert bin, aber mit viel gutem Willen müßten wir schon einen Termin finden - Mail folgt noch. Die Weine sollte ja *sicherheitshalber* sowieso noch ein paar Tage nach der Ankunft ruhen. Ob das wirklich etwas bringt, wäre dann schon wieder eine andere Diskussion.... Beste Grüße Marigaux |
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6 Weine auf einmal kann ich nicht aufmachen, und zuverlässige Mittrinker (Betonung auf zuverlässig), die sich dann an einem vorgegebenen Abend hier einfinden, habe ich auch nicht bei der Hand. Bin gespannt, wie die anderen hier das auf die Reihe kriegen...
Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo frankophil,
4 Weine, oder? Aber auch die mag man sich natürlich alleine nicht aufziehen. Wir müssen das ja nicht allesamt genau gleich handhaben. Einen "Chattermin", an dem alle können, zu finden, dürfte eh schwierig werden... Clarissa, steckst du als Frederöffnerin mal einen ungefähren Zeitrahmen ab? Mit einem leichtgewichtig- zeitlosen, bei 8,5% überhaupt nicht süß wirkenden Bernkasteler Badstube Kabinett 99 von J.J. Prüm im Glas grüßt Marigaux |
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Da würde ich ja gerne mitmachen, allein der Wein fehlt mir als Proband, die Leute nicht.
Ich werde das versuchen vor Ort zu regeln, beim Besuch von Horst Sauer und Rainer Sauer in Escherndorf. LG Grenache |
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Klar 4 Weine - ich hatte wohl nicht die richtige Brille auf. Das lässt sich dann schon leichter alles regeln...
Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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Hallo Ihr
zum Zeitrahmen kann ich nichts festlegen, da es bei uns auch noch nicht klar ist, wann. Ein Chat dürfte wirklich schwierig werden. Bin auch völlig unerfahren, wie man so etwas macht. Aber ich könnte mir vorstellen, daß wir vielleicht am nächsten Wochenende die ersten zwei Flaschen öffnen werden. Mich interessiert jetzt als erstes der Vergleich der beiden ersten (Nr. 1 und 2, Julius Echterberg). Dann würden mich die beiden Sauers untereinander interessieren, dafür habe ich Herrn C. schon vorgegeben, daß wir den Nr. 2 nicht ganz aussüpfle werden an einem Abend und eventuell am nächsten Abend Nr. 2. und 4 probieren werden, falls es gegen ein solches Vorgehen keine Einwände aus dem Forum gibt. Oder wir warten die Spargelsaison ab und lassen das als "Zeitfenster" - und treffen uns dann mit den gesammelten Notizen zu einem noch zu bestimmenden Termin hier? Allerdings bin ich diesbezüglich Dilettant, falls jemand erfahren ist in solcher Verkostungslogistik, bitte vor! LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Für mich würde es gut passen, wenn ich die Flaschen am Wochenende 18.-20. 4. öffnen könnte, da hätte ich dann auch "moralische Unterstzützung"
Zu diesem Termin würde uns auch mein Sohn eine einfach zu bedienende Chat-Möglichkeit einrichten (z. B. an 2 aufeinanderfolgenden Abenden oder auch an einem), falls das gewünscht wird. Gleichzeitiges Trinken und Chatten, wie es auch bei Wein-plus bei den Weinpaketen angeboten wird, kann doch noch mehr Spaß machen als das schwerfälligere Posten. Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Wir haben heute schon mal probehalber den Chat geübt: Mein Sohn hat eine Internet-Seite eingerichtet, die Adresse könntet Ihr dann eingeben, dazu einen Namen (Nick) und dann könnte es losgehen. Wir müssten uns dann nur noch auf einen Termin einigen - so Ihr das ganze denn wollt...
Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo frankophil,
an dem von dir vorgeschlagenen Wochenende geht bei mir leider gar nichts, da bin ich einer von den vier Solisten in Mozarts Sinfonia Concertante (Generalprobe am 19., Aufführung am 20.) und verkneife mir das Weintrinken im größeren Stil. Aber ihr könnt natürlich gerne chatten - ich gebe dann später meinen Senf dazu. Viele Grüße sendet Marigaux (der durch eine gestern in der Düsseldorfer Oper erlebte, grandiose Meistersinger-Aufführung noch ganz berauscht ist....) |
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Hallo Frankophil,
wir haben an dem von Dir vorgeschlagenen Wochenende Besuch - keine Weinfreunde, das wird mit denen nichts, da muß ich leider auch passen. Aber ich reiche meine Notizen ebenfalls gerne nach! LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Ich finde, dass du, Clarissa, als "treibende Kraft" unbedingt dabei sein musst und Marigaux als einer unserer "Ober-Gurus" in Sachen Spontanvergärung auch. Ich schlage noch einmal 2 Wochenenden vor, die mir passen würden - wenn es auch da nicht zusammengeht, dann macht Ihr etwas aus - und ich sehe, ob ich dazu kommen kann oder nicht (evtl. dann halt ohne den Chat).
Wie wäre das Wochendende 11. - 13.4. oder 23. - 25.5.? Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo frankophil,
in meinem "Beruf" sieht es mit Aktivitäten an den Wochenenden abends oft deutlich schlechter aus als unter der Woche. Und gerade im April ist bei mir nichts drin. Am 11. und am 13.4. spiele ich jeweils im Konzert das 2. Brandenburgische (mit Profis, die tendenziell besser sind als ich) und am 12. lebe ich dann (weitgehend Der Maitermin könnte funktionieren, da liegt bislang noch nix an. Grundsätzlich einfacher ist es für mich jedoch unter der Woche (außer montags); die normale Arbeit kann ich auch mit einem leichten Kater Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Hallo Frankophil,
bei mir gehts leider unter der Woche gar nicht, aber der Maitermin ginge bei mir (sehr wahrscheinlich). Marigaux sollte unbedingt dabei sein, das finde ich auch. Mich würde ich allerdings nicht als "treibende Kraft" LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Die gute Nachricht zuerst: Mein Paket ist heute endlich eingetrudelt!
Die schlechte danach: Ich habe gerade noch mal in meinen Terminkalender geschaut und festgestellt, daß am 23.5. unsere "Quartalsweinprobe" mit mir als Gastgeber stattfindet. Da kann ich dann schlecht nebenher chatten. Und am 25. soll ich zur Taufe des vor ein paar Wochen geborenen Mädels meiner Ex-Ex in Bonn den Gottesdienst feierlich mitgestalten, indem ich dem armen Kind etwas auf meiner Tröte vorquake. Die Anreise wird dann sinnvollerweise am 24. stattfinden müssen, so daß dieses Wochenende auch komplett blockiert ist. Also macht das besser ohne mich aus - an einem Freitag oder Samstag wird das bei mir vor den Sommerferien nix mehr! Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Marigaux,
gib mir einfach ein paar Tage vorher Bescheid, dann steige ich gerne bei Dir in das Experiment mit ein. Mal schauen, ob ich fränkische Terroirs blind auch auf die Reihe bekomme... Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Tja, Clarissa, dann sind wir erst mal "unter uns". Ich schlage vor, wir halten den Mai-Termin mal fest und sehen, ob noch andere dazukommen bis dahin oder wie sich die Dinge sonst entwickeln bis dahin. Sollten die Weinbeschreibungen hier schon vorher eintrudeln, macht vielleicht ein Chat dann auch nicht mehr so viel Sinn... Warten wir's ab und trinken ... Wein
Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
"Sollten die Weinbeschreibungen hier schon vorher eintrudeln, macht vielleicht ein Chat dann auch nicht mehr so viel Sinn.."
Frankophil, wenn ihr an diesem oder jenen Termin chatten wollt, werden wir es schon schaffen, unsere Notizen bis dahin zurückzuhalten und erst im Anschluß zum Besten zu geben! So viel Selbstbeherrschung Tut mir leid, daß es bei mir terminlich so eng aussieht! Um diese Jahreszeit bin ich das selber nicht gewohnt - normalerweise herrscht gerade im April die bekannte Tote Hose. Aber diesmal ist es wie verhext.. Herzliche Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Ich finde es auch sehr schade, Marigaux, wenn du nicht mitmachen kannst.
"Selbstbeherrschung": Man könnte die ja auch von uns verlangen - wir müssen ja das Geschriebene nicht lesen (Und ich übe mich heute vor lauter Freude über meine guten Leberwerte gleich mal weiter ein wenig in Disziplin und trinke Tee Grüße von frankophil _______________________________________________________ Mit einer verliebten Frau kann man alles tun, was sie will. - Gustav Klimt |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
So, ich melde dann auch mal den Vollzug des Experimentes. Gestern abend habe ich mit dem Ostbelgier (und anderen) gegen die Silvaner gekämpft. Da sie zusätzlichen Flankenschutz durch alte Rheingauer und Möselchen hatten, war es hart, aber am Ende haben wir doch gewonnen!
Und mir selber klopfe ich besonders auf die Schultern Weitere Details folgen, sobald sie zur Veröffentlichung freigegeben sind. Eingebildete Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Chapeau Marigaux !
Da hat er uns allen um den Tisch versammelten Weinnasen etwas vorgemacht. Ein tolles Experiment, genau die richtigen Weine, um sowohl Boden- als auch Winzercharakteristik unterscheiden zu lernen. Hat grossen Spass gemacht, und ätsch Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Mhm, da muß ich mich ja jetzt beeilen, also dieses und nächstes Wochenende wird es noch nichts, frühestens 3./4. Mai, boah - hoffentlich habt Ihr so lange Geduld und verbuschert eure Notizen nicht.
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Clarissa, wider Erwarten habe ich meine Notizen heute morgen in der Jackentasche gefunden und gleich in eine sichere Schublade versenkt. Und das wichtigste Fazit der ganzen Geschichte bleibt eh im Gedächtnis haften: Trockene deutsche Weißweine machen in größeren Mengen genossen deutlich schneller blau als restsüße!
Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Joho - und die restsüßen Weine, die am wenigsten blau machen, stammen aus welcher Gegend? frotzelnde Grüße Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Ich bin zwar nicht Marigaux, antworte aber trotzdem. Latürnich von der Mosel, von der Saar oder auch von der Ruwer...
Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Na, dann schau ich da mal rein, vielen Dank!
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 22.07.2004 |
Lass Dich nicht so leicht von marigaux einschüchtern, Belgier! Dass der keine Ahnung von Rheinhessen und Rheingau hat, ist ja hinlänglich bekannt - und Du wirst Dich doch nicht in diese Inkompetenzdatei eintragen lassen wollen, oder?
Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
"Dass der keine Ahnung von Rheinhessen und Rheingau hat, ist ja hinlänglich bekannt...."
Stimmt zwar, Schaf, aber dafür bin ich ja jetzt an einem einzigen Abend zum großen Bocksbeutelkenner mutiert! Unbescheidene Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
@ Clarissa,
nachdem du ja im anderen Thread das Gespräch über die Weine schon "freigegeben" Lars hatte ja auch was von Sonntag Abend vorgeschlagen als "Vollzugstermin" (ich weiß jetzt nicht mehr, in welchem Thread das war), ich hoffe, es bis dahin geschafft zu haben. Ich kann auch noch einmal einen Chat anbieten für Sonntag Abend, falls Interesse besteht. Du und Marigaux konntet da ja nicht, aber vielleicht gibt es noch andere Interessenten? Wenn ja, bitte bald melden, denn dann wird der Sohn sich ans Einrichten des Chats machen. Falls da was zusammen geht, können wir danach die Ergebnisse ja immer noch im Forum reinstellen. Und auch die, die den Wein dann nicht mehr "live" trinken, sondern das bereits hinter sich haben, könnten da ja mitmachen. Das Gespräch wäre halt direkter und unmittelbarer als im Forum. Das soll jetzt nicht über deinen Kopf hinweg gehen, Clarissa, wenn wir noch auf dich warten sollen, dann machst du sicher Meldung, aber so hatte ich dich jetzt eigentlich nicht verstanden. Lieben Gruß an alle "Franken-Experten" - und die, die es werden wollen.. frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Nein, nein, sauft Ihr nur
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Stimmt zwar, Schaf, aber dafür bin ich ja jetzt an einem einzigen Abend zum großen Bocksbeutelkenner mutiert!
Glaubst du das wirklich? Umgekehrt Franken-Mosel kann ich mir das auch nicht spontan vorstellen. Gruß Grenache |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
"Glaubst du das wirklich? "
Nö. Schon mal was von Selbstironie gehört? Natürlich wird man nach dem Genuß von ein paar Silvanern an einem Abend nicht gleich zum "Kenner"! Vor allem nicht, wenn man seinen letzten Frankenwein vor 2 Jahren gekauft hat.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
@Weinschaf, so schnell lasse ich mich nicht einschüchtern, und nach gefühlten 3000 Flaschen Riesling brauche ich das auch nicht...
Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Lieber Marigaux,
ich gebe dir wirklich schon mal einen Orden als "Bocksbeutel"-Kenner, wenn du die vier Weine blind richtig erkannt hast!! Ich bin gerade bei den ersten beiden Flaschen und weiß nicht, was ich im Glas habe - und komme ganz schön ins Schleudern! - Es sind zwei sehr gegensätzliche Weine, der erste wirkt zu Beginn fast "flach" und nichtssagend und wird mit Luft jetzt zunehmend besser, etwas Vanille ist da (nur Ruck baut im Holzfass aus, schreibt Kössler) und leichter "Stall"-Geruch. Ich tippe mal auf Ruck. Der zweite ist viel rassiger, schlanker, "duftiger", gleich viel "präsenter" - Sauer-Wein? (Kössler beschreibt sie als "duftig"...). Auch das Urteil, was ich lieber mag, hat sich beim 2. Probieren schon wieder umgekehrt - besonders der erste Wein hat sich seit dem Öffnen sehr verändert und wird immer besser. Ich stochere noch ziemlich im Trüben mit meinen gerade beginnenden Kenntnissen über Spontanvergärung etc. Dass ich dann auch noch die Lage erkennen würde - ausgeschlossen! Größten Respekt, noch dazu für einen ausgewiesenen "Mosel-Trinker"! Grüße von frankophil (demnächst ja vielleicht mit genaueren Details, die sich im Moment ja noch verbieten... - dies nur mal als einen "ersten Eindruck). Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
frankophil, das mit dem "Erkennen" der Lagen war vermutlich nur Glück. Wenn du Vanille wahrnimmst, dürfte das kaum vom Holzfaß kommen. Solche Silvaner (von Sauers "Sehnsucht" mal abgesehen) werden ja nicht im Barrique ausgebaut, sondern in älteren Stückfässern. Und wenn ich den Film über Ruck, den ich gestern nachmittag im ZDf-Infokanal gesehen habe, richtig deute, kommen viele seiner Weißen zunächst mal in Edelstahl... Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hier noch mal ein Zitat von Rucks eigener Homepage:
"Die aus den gesunden Trauben behutsam gepressten Moste werden temparaturkontrolliert im Edelstahlbehälter vergoren" Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
"Vanille" ist vielleicht nicht gleich "Vanille" - "etwas Vanille" habe ich geschreiben, ganz leicht und keinesfalls wie bei einem fassgereiften, dicken Chardonnay. Halt so ein Anflug... cremig, könnte man auch sagen, obwohl das wieder eher ein Gaumengefühl ist... Ob das nun von einem großen Holzfass stammen kann oder nicht, kann ich nicht beurteiln. Es handelte sich um meine ersten Eindrücke heute Abend, für die Wiederholung morgen ist noch genug Wein da (und noch 2 weitere Flaschen, die die Verwirrung dann vielleicht noch komplett machen können
Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Auch heute Abend war der Vanille-Duft immer noch deutlich.
Inzwischen sind alle Weine verkostet und das Etikett "gelüftet" (der Chat kommt ja wohl nicht mehr zustande, also schreib ich mal hier - aber noch ohne Bezug auf die konkreten Weine zu nehmen). Die Weine von Ruck und Sauer habe ich richtig erkannt, zusammen mit meinem "Mittrinker", bei Sauer waren auch die Lagen richtig erkannt, bei Ruck habe ich jedoch die Lagen vertauscht, den "vanilligen" Wein hatte ich für einen Keuper-Wein gehalten... Erstes Fazit für mich also: Die Kellertechnik dominiert über das "Terroir"! Wenn dann allgemeiner Wunsch besteht, und auch Lars die Weine getrunken hat, können wir ja irgendwann ins Detail gehen. Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 30.05.2005 |
So, dann lass uns dann ins Detail gehen. Die unten stehende Verkostungsnotizen habe ich VOR EINER WOCHE niedergekritzelt (also vor frankophil's Kommentar bezüglich Vanille usw.
Vier Frankenweine (Sylvaner) im Test. Die Weine wurden freundlicherweise vom Matthias zur Verfügung gestellt und unter leichten Stress-Bedingungen von uns getrunken (vorher fand eine kleine Jungweinprobe mit 2007er Rieslingen statt – und die 2006er wurden gegenprobiert). 2006 Iphöfer Julius-Echterberg Silvaner QbA trocken Großes Gewächs / Hansi Ruck (98° Oechsle) alc. 13% Spontinase, komplex und sehr konzentriert im Geschmack, cremige Fülle, langer Nachklang. JLF 1 (auch mein Favorit) – Topwein! 2006 Iphöfer Julius-Echterberg Silvaner Spätlese trocken Horst Sauer (98° Oechsle), alc. 13,5% Sehr sortentypischer und klarer Geruch , „Tiefer“ im Ton und Geschmack als der Lump vom selben Produzent. Hat auch einen Tick mehr Substanz als dieser. Sehr gut - nur knapp hinter dem oben genanntem. JLF 3 (aber nur knapp nach JLF 2) 2006 Escherndorfer Lump Silvaner QbA trocken Hansi Ruck (96° Oechsle) „Fett“ und Süßlich im Geruch, buttriger Noten, Habe ich auch Vanille gespürt? Wir tippten hier auf BSA und vielleicht auch auf Einsatz vom Holz. Der Wein wurde deutlich schlechter bewertet als die anderen drei Weine. JLF 4 (mit großem Abstand zu JLF 3) 2006 Escherndorfer Lump Silvaner Spätlese trocken Horst Sauer (96° Oechsle) Sortentypisch fast kräuterisch und leicht alkoholisch in der Nase. Fülliger Wein mit guter Struktur und prägnanter aber gut eingebundener Säure. Sehr gut – die beiden Weine vom Sauer liegen übrigens sehr nahe bei einander. JLF 2 Wenn man überhaupt die Lagencharakteristika identifizieren könnte, dann in den Weinen vom Sauer, die irgendwie klarer daherkamen als die Weine vom Ruck. Dies spricht eigentlich dafür, dass wenn man die Lagenunterschiede herausarbeiten möchte, sollte man mit Reinzuchthefe arbeiten. Ja – ihr habt richtig gelesen! Zuviel Töne vom Nicht Saccaromyces Hefen schmieren die Weine zu. Der dunklere Ton im Horst Sauer’s Julius Echterberg lässt einen höheren Anteil vom Botrytis als bei der Lump erahnen. Ist aber nur eine Vermutung. Ich wette, das die meisten von Euch erst versucht haben rauszukriegen wer den Wein im Glas produziert hat und erst danach die Frage nach Lage versucht zu beantworten. Schlussfolgerung: Der Fingerprint vom Winzer hat deutlich mehr zu sagen als die Lage. Für eine präzisere Identifizierung der Böden ist eine "neutrale" Traube wie der Riesling eher geeignet. Spannende Weine Clarissa - was kannst Du sonst vorschlagen Viele Grüße Lars Villa Riesling |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Bei der Beschreibung und Bewertung der beiden Ruck-Weine teile ich das von Lars Geschriebene voll und ganz - nur dass ich halt das "Süßliche" beim Julius-Echter-Berg Vanille nennen würde, "bonbonartig" habe ich noch notiert. Es war der als erster blind verkostete Wein - und auch für mich der schwächste. Auch auf Holz hätte ich getippt (siehe oben). Der erste Eindruck war "flach am Gaumen und in der Nase", das hat sich dann zwar deutlich gebessert (zwischenzeitlich habe ich den Wein mal richtig gut gefunden, aber die Phase war relativ kurz
Der Julius-Echter-Berg von Ruck war auch mein Favorit. Deutlicher Stallgeruch (so nenne ich die Sponti-Nase), wenig Frucht (etwas traubig und Zitrus), aber Silvaner-typisch grasig-kräuterig. Aufgeschrieben habe ich auch "voll und cremig am Gaumen" - aber im Gegensatz zum 1. Wein deutlich "rassiger". Die Äußerungen von Lars zu den Sauer-Weinen habe ich bisher noch nicht "studiert", denn die will ich heute Abend noch mal vergleichen. Gestern hatten wir sie als sehr ähnlich wahrgenommen und waren noch damit beschäftigt, sie dem richtigen Winzer zuzuordnen (richtig Lars, das war die erste Frage, danach erst die nach der Lage), was uns ja auch gelungen ist Gestern mochte ich den Escherndorfer Lump lieber, mal sehen ob das Urteil heute bestätigt wird. Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hi,
Lars hat's schon gesagt, wir haben uns die Weine in einer größeren Runde vorgeknöpft, es war schon etwas später am Abend und wir hatten bis dahin schon viel Spaß und mindestens genausoviel Riesling. Falls der ein oder andere schon etwas unkonzentriert war, haben wir das durch die geballte Kompetenz wieder wettgemacht. Obwohl die Riesling-Winzer ja irgendwie anders drauf sind, der ein oder andere hatte bei dem vielen Silvaner einen ganz leicht angewiderten Ausdruck im Gesicht Als Silvaner haben wir sie zunächst mal alle vier erkannt. *jubel* Ich sah die beiden Iphöfer Julius-Echter Berg relativ dicht beisammen. Etwas Birne und Pfirsichviel mehr Frucht war nicht, sehr mineralisch und extraktgeladen waren sie beide. Der Rucksche eine Spur komplexer, aber auch etwas runder und weicher mit einer interessanten Sponti-und Rauchnote. Der J-E-B von Sauer etwas frischer und klarer, schön strukturiert, sehr gut, wenn man bedenkt, dass es für ihn ja ein neues Terroir war. Beim Escherndorfer Lump waren die Unterschiede erheblich größer. Und um es gleich zu sagen, da gab es in meinen Augen einen deutlichen Sieger, den Lumpen von Sauer. (Nicht nur) Ich hatte das Gefühl, dass der Ruck durch einen biologischen Säureabbau gegangen war, mit etwas dumpfen buttrigen, breiten und zugleich glattgebügelten Aromen. Das Ergebnis einer Spontanvergärung wie ich es nicht unbedingt brauche, weil sie alles zudeckt. Der Sauer dagegen deutlich frischer und straffer, eher mineralisch als fruchtig, mit einem intensiveren, vibrierenden Abgang. Einen klaren Sieger der vier gab es imho nicht, der Lump von Sauer und der Julius-Echter-Berg von Ruck müssen sich den Titel teilen. Deutlich schwächster Wein war der imho der Lump von Ruck. Kann man die Handschrift des Winzers erkennen? Ja, ganz deutlich. Wenn man einen Julius Echter Berg von Ruck getrunken hat, erkennt man ihn wieder? Kann man das Terroir erkennen? Deutlich schwieriger. Es war alles ziemlich "Silvaner" Übertreibende Weinpoesie gefällig Ich würde es sehr bedauern, wenn einer der beiden seinen Stil ändert. Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ They say a little knowledge is a dangerous thing, but it's not one half so bad as a lot of ignorance. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
"Schlussfolgerung: Der Fingerprint vom Winzer hat deutlich mehr zu sagen als die Lage." Der Aussage von Lars stimme ich in diesem Fall zu. "Für eine präzisere Identifizierung der Böden ist eine "neutrale" Traube wie der Riesling eher geeignet" Dieser Aussage eher weniger - ich finde Silvaner eher noch "neutraler" als Riesling. Und Muschelkalk/Keuper konnte man meiner Meinung nach bei allen vier Weinen recht gut identifizieren. So, und dann war euer "schlechtester" Wein mit Abstand mein Favorit! Wenn ich eure Beschreibungen lese, kommt mir fast der Gedanke, ihr hättet eine fehlerhafte Flasche erwischt, aber am Korken kanns ja nicht gelegen haben! " Hier meine Notiz zu Rucks Lump: Helles bis mittleres Gelb, hochspannende, extrem mineralische Nase, wenig Frucht, viel Kraft und tiefe Mineralität am Gaumen, trotzdem noch differenziert und elegant, sehr expressiv, enorm nachhaltig." Von BSA für mich keine Spur, und daß die Spontanvergärung alles zugedeckt hat, konnte ich auch überhaupt nicht feststellen. Das war für meinen Gaumen der deutlich mineralischste und damit "terroirbetonteste" Wein aus der Quadriga. Ein richtig großer Silvaner. Sauers Lump hingegen fand ich eine ganze Liga schlechter, einfach zu glatt und zu wenig expressiv. Für mich war das das Schlußlicht. Und insofern widerspreche der Aussage von Matthias "Ich würde es sehr bedauern, wenn einer der beiden seinen Stil ändert" dann doch ein wenig. Ruck hat gezeigt, was aus dem Lump herauszuholen ist (nämlich der interessanteste fränkische Silvaner, den ich überhaupt je getrunken habe!). Und ich fände es nicht falsch, wenn Sauer Versuche in eine ähnliche Richtung starten würde (was er laut der Aussage eines Weinfreunds, der ihn neulich besucht hat, wohl auch vorsichtig versuchen will). Damit ich nicht mißverstanden werde: Ich fand Sauers Lump nicht wirklich schwach, geschenkt würde ich ihn gerne kistenweise nehmen! Aber das Bessere ist nun mal der Feind des Guten... Bei den beiden Echterbergen kam mir der Abstand nicht so groß vor, aber auch hier hatte Ruck die Nase vorn. Sein Echterberg landete bei mir auf Platz 2 (mit 2-3 Pünktchen Abstand hinter dem Lump). Er erschien mir ziemlich druckvoll und komplex, aber nicht so differenziert und ausdrucksvoll mineralisch. Sauers Echterberg wirkte auf mich etwas tiefer und voller als sein Lump und kam damit auf Platz 3. Jetzt könnt ihr mich wegen meiner spontanideologischen Verbohrheit niedermachen, aber meine VKNs nebst Bewertungen habe ich verfaßt, bevor ich mir sicher sein konnte, was sich jeweils im Glas befand - hier stehe ich und kann nicht anders! Beste Grüße Marigaux |
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Mhm, das liest sich alles sehr spannend! Über die Unterschiede in der Bewertung von Marigaux "und dem ganzen Rest"
@Lars - da bringst du mich auf eine Idee Eine Frage noch - ich stehe auf dem Schlauch - was heißt JLF? LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
"Einsam in trüben Tagen"....*flöt*....aber wenn ich mich nicht falsch erinnere, waren zumindestens des Ostbelgiers Eindrücke den meinen ähnlich.
Beste Grüße Marigaux |
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Stimmt, wollte hier niemanden unterschlagen
"Einsam in trüben Tagen" - was war das noch? LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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Lodengrün, 1. Akt, Elsa.
Beste Grüße Marigaux |
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Angeber! Streber! Neben dem will ich nich sitzen! Der kommt beim Fußball ins Tor! Den lad ich garantiert nich auf meine Fete ein!
Is zwar erst Montag... Stephan |
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JLF: Je leerer die Flasche.
Die Idee: stelle die Weine, die Du testen willst einfach und ohne großen Kommentar einer Horde von Weintrinkern auf den Tisch. Nach einem ersten Durchtesten wird sich (während die Diskussion sich anderen Dingen zuwendet Ich darf an dieser Stelle vorsichtig daraufhinweisen, dass ich seit langem die Ruck-Silvaner über den grünen Klee lobe. Und, lieber Marigaux, würdest Du Dich an unseren Frankenexkursionen beteiligen, oder zumindest öfter auf mich hören, hättest Du die besten fränkischen Silvaner Deines Lebens schon vor drei Jahren getrunken. Aber selbst wenn alle Ruck so gut wären wie sein Julius-Echter-Berg, würde ich nicht wollen, dass alle Frankensilvaner so spontan schmecken wie seine Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ They say a little knowledge is a dangerous thing, but it's not one half so bad as a lot of ignorance. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Matthias,
"weil ich auch nicht will, dass alle Mosel so schmecken wie Heymann-Löwenstein..." Oh, das will ich auch nicht! Aber gerade an der Mosel finden sich bei den Winzern, die so arbeiten, wie es mir richtig gut gefällt, ja noch einmal enorme stilistische Unterschiede. Zwischen Löwenstein und Loewen liegen Welten, ebenso zwischen Barth und Schloß Lieser, Müllen und Haart, Kajo Christoffel und Clemens Busch.... Hingegen sind die stilistischen Unetrschiede bei den Winzern, die mich nicht ganz so oder deutlich weniger überzeugen, oft viel geringer. Und wenn ich mir Sauers Lump betrachte: Der wirkt sehr klar, hat eine nette Birnefrucht, eine angenehme, vielleicht einen Hauch zu deutlich hervortretende Süße, recht lang ist er auch - und ansonsten könnte er auch von Castell , Glaser-Himmelstoß oder von sonstwoher kommen, mit anderen Worten: Ich finde ich ziemlich uniform. Beste Grüße von Marigaux, der jetzt zur Musikschule muß und erst morgen wieder mitdiskutieren kann |
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...ich finde nicht "ich" ziemlich uniform, sondern "ihn"...
BG M |
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Ja was heißt das jetzt: "Je leerer die Flasche?"
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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Nö, Marigaux,
dass Du uniform wärest, das kann man nun tatsächlich nicht behaupten Gruß, Stephan |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Das wär ja auch ein schönes Spiel: Sätze mit:
Je Leerer die Flasche , desto..... Viel Spaß in der Schule Marigaux.......ich hoffe, Du musst nicht wegen Mozart nachsitzen Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ They say a little knowledge is a dangerous thing, but it's not one half so bad as a lot of ignorance. |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
*Hüstel*
Also, das mit Marigaux' und meinen eigenen Wahrnehmungen bei Blindproben ist schon sehr ungewöhnlich: Man kann uns Erdener Treppchen, südalgerischen Deckwein oder eben Julius-Echter-Berge blind präsentieren, wir sprechen uns nicht ab, und am Ende liegen unsere Punkte nach dem bewährten 100er Schema maximal 2 Punkte auseinander, obwohl ich schwerpunktmässig ganz andere Sachen als er vernichte. Jedenfalls deckt sich mein Eindruck der 4 Weine zu 100 % mit jenen von Marigaux. De gustibus... Viele Grüsse Ostbelgier (der jetzt La Callas auf dem Plattenspieler hat und immer mehr gedanklich abschweift) |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Lieber Marigaux,
so ganz allein stehst du hier übrigens nicht mit deiner Beurteilung der Weine. Mein Mittrinker mochte z. B. den Lump von Ruck sehr gern, gerade auch wegen der deutlichen Mineralität und ich hatte immerhin dazwischen mal eine "Phase", wo er mir besser geschmeckt hat als der Lump von Sauer. Ich stimme dir auch zu darin, dass die Weine von Sauer viel weniger eine eigene Handschrift aufweisen und auch "uniform" wirken, ähnliche Silvaner von anderen Weingütern habe ich in der Tat schon viel häufiger getrunken als die von Ruck. Aber ihre Frische, Klarheit (wie schrieb Matthias so schön? - "Klar und frisch und transparent bis auf den tiefsten Grund und in allen seinen Nuancen der Sauer") hat mich dann doch überzeugt... Spannender und kraftvoller waren die Ruck-Weine schon, aber der Geschmack hat sich dann doch von der Frische noch mehr überzeugen lassen Im übrigen konnte ich auch am 2. Tag die beiden Sauer-Weine kaum unterscheiden (gut, den Lump mochte ich einen Tick lieber mit seiner Birnenfrucht - und etwas "Eisbonbon", wie ich fand) - deshalb kann ich auch Lars' Äußerung "wenn man überhaupt die Lagencharakteristika identifizieren könnte, dann in den Weinen vom Sauer...." gar nicht nachvollziehen. Gerade bei ihm kann man doch die beiden Lagen kaum unterscheiden, während Ruck zwei sehr unterschiedliche Weine zustandegebracht hat. Mich würde in diesem Zusammenhang noch interessieren, Marigaux, wie du denn Keuper von Muschelkalk-Gewächsen unterscheidest - was das jeweils Typische dafür ist? Ich fand das ganze Experiment sehr gelungen und informativ!! - Vielen Dank an Clarissa nochmals für die Anregung und an die Mittrinker für den Austausch hier - in der nächsten Zeit wird da ja sicher noch mehr dazukommen. Viele Grüße von frankophil (gerade noch der letzte Rest vom Ruck'schen Echter-Berg im Glas - der wurde entgegen obiger Theorie nämlich nicht als erster leer, sondern im Gegenteil "aufgespart" bis zuletzt -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
*hüstel*
Wenn sowohl Frankophil als auch Lars dann möchte ich ganz dezent an meinen Beitrag vom 28.3. erinnern: nur ma so gesagt haben wollt...... lg Cantate |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
Cantate, da wird dir wohl jeder zustimmen. Deshalb kaufen wir die Weine ja bei bestimmten Winzern, während wir andere (viele!), die in den gleichen Lagen begütert sind, meiden. Meiner Ansicht nach ist der Winzer in den bösen T-Begriff hineinzurechnen; ohne seine Interpretation wird Terroir nicht schmeckbar. "Mich würde in diesem Zusammenhang noch interessieren, Marigaux, wie du denn Keuper von Muschelkalk-Gewächsen unterscheidest - was das jeweils Typische dafür ist?" Das ist schwierig zu erklären, Frankophil. Beim Muschelkalk empfinde ich die Mineralität als "hell", und ich habe die Assoziation einer leicht salzigen Meeresbrise. In den betreffenden Weinbergen (mehr noch als im Lump habe ich das im Sommeracher Katzenkopf erfahren) riecht es übrigens nach einem Sommerregen auch nach Seeluft, und ich bilde mir ein, das im Wein wiederzufinden. Die Mineralität beim Julius-Echter-Berg wirkt auf mich "dunkler", chthonischer. Ich denke dabei an feuchte Erde, nicht ans Meer. Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Auch wenn es schwierig zu erklären ist, Marigaux, vielen Dank! Nach dem Genuss dieser Weine kann ich mir das schon ein wenig vorstellen. Anscheinend tendiere ich mehr zu den Muschelkalk-Weinen, denn Sommeracher Katzenkopf mag ich auch immer sehr gerne (kürzlich wieder den Kabinett-Silvaner von Max Müller aus dieser Lage).
Man müsste wirklich auch öfter mal in den Weinbergen "spazieren gehen", so wie du das offensichtlich gemacht hat Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo frankophil,
ich habe schon dreimal in Sommerach Urlaub gemacht bzw. einmal dort kammermusikalisch mit meiner Tröte gewütet. Einen Spaziergang auf den Kazenkopf kann ich auch wegen der großartigen Aussicht dringend empfehlen! Wenn man sich öfter für ein paar Tage direkt in einer Weingegend aufhält, kommt man einfach zu detaillierteren Erfahrungen...deshalb beschäftige ich mich ja auch so gerne mit deutschen Weinen (Frankreichurlaub ist wegen meiner völligen Unkenntnis der Eingeborenensprache nicht meine Sache). Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
dann komm mal in den Rheingau, hock dich in ne Straußwirtschaft und lausche den Eingeborenen - du wirst dich im Ausland wähnen und hilfesuchend nach einem Wörterbuch suchen
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Cantate, Rheingau war ja über Pfingsten geplant. Wenn die Vermieterin des Ferienhauses nicht doch noch einen Rückzug gemacht hätte....
Für den Fall, daß es mich später in südhessisches Stammengebiet verschlagen sollte, gehe ich mal davon aus, daß ich mich den Aborigines im Notfall auch auf Deutsch einigermaßen verständlich machen kann, oder? In Frankreich ist das nämlich so eine Sache...... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
mag sein, dass die deutsch verstehen (so sie es denn wollen
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![]() Mitglied seit 21.08.2007 |
Hallo,
Ach wie schön. Gespräche über meine alte Franken-Heimat (sogar in der Nähe von Iphofen) Wie gut das ich am Wochenende genau da wieder hinfahre. Auf Weinfest!! Freu mich schon. Cookbest24 |
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![]() Mitglied seit 30.05.2005 |
@Marigaux
„"Für eine präzisere Identifizierung der Böden ist eine "neutrale" Traube wie der Riesling eher geeignet" (Lars) “Dieser Aussage eher weniger - ich finde Silvaner eher noch "neutraler" als Riesling. Und Muschelkalk/Keuper konnte man meiner Meinung nach bei allen vier Weinen recht gut identifizieren“ (Marigaux). Der Eigengeschmack von Silvaner ist doch viel prägnanter als beim Riesling! Ich kenne keine andere Sorte als den Riesling, die so nuanciert auf verschiedene Bodenverhältnisse reagiert. Bedeutet natürlich nicht, dass man nicht Muschelkalk oder ähnliches in diesem Fall finden kann. @Clarissa Zum Thema Ursprüngliche Absicht: „ps: im Begleitschreiben annoncieren beide noch einmal den Grund für ihren Versuch: Der Grund dieses Projektes ist die Frage, ob wir Terroir und Mineralität durch unsere unterschiedlichen kellerwirtschaftlichen Maßnahmen, die in den beiden Weingütern eine unterschiedliche Stilistik der Weine zeigt, verändern.“ Verändern wohl eher nicht. Ich sehe es so, dass BSA (gewollt oder ungewollt), Holzeinsatz und zu lange Zeiten auf der Hefe (Thema Mannoproteine) es schwieriger macht die im Weinberg geschaffenen/gegebenen Charakteristika zu identifizieren. Merke: Ich rede hier nicht über die Qualität , die kann so oder so da sein oder eben nicht. Zum Thema Spontangärung versus Reinzuchthefe und Charakteristika von Boden würde ich eher eine „friedliche“ Reinzuchthefe nehmen, wenn ich versuchen würde die Unterschiede zwischen zwei Lagen festzuhalten. Die Spontangärungen sind ja durch das unkontrollierbare Werkeln von „wilden“ Hefentypen am Anfang gekennzeichnet. Wenn man partout nicht mit Reinzuchthefen arbeiten möchte, kann man auch einen „Starter“ verwenden, dadurch wird gesichert, dass die Sachemoryces Hefen sofort ihre Tätigkeit aufnehmen und der sensorische Einfluss von den „wilden“ Hefen werden minimiert. Irgendwo habe ich gelesen, dass Untersuchungen ergeben haben, dass lagenspezifische Hefen in einem Gebiet nicht festgestellt werden konnten. Daher kam dieses Kommentar von mir zur Stande: „Wenn man überhaupt die Lagencharakteristika identifizieren könnte, dann in den Weinen vom Sauer, die irgendwie klarer daherkamen als die Weine vom Ruck. Dies spricht eigentlich dafür, dass wenn man die Lagenunterschiede herausarbeiten möchte, sollte man mit Reinzuchthefe arbeiten. Also versuchen die zwei Lagen genau gleich im Keller zu behandeln“ @Frankophil „deshalb kann ich auch Lars' Äußerung "wenn man überhaupt die Lagencharakteristika identifizieren könnte, dann in den Weinen vom Sauer...." gar nicht nachvollziehen. Gerade bei ihm kann man doch die beiden Lagen kaum unterscheiden, während Ruck zwei sehr unterschiedliche Weine zustandegebracht hat.(Frankophil) Ruck würde aus zwei Mosten aus der selben Lage zwei unterschiedliche Weine machen – wetten das… @Marigaux „So, und dann war euer "schlechtester" Wein mit Abstand mein Favorit! Wenn ich eure Beschreibungen lese, kommt mir fast der Gedanke, ihr hättet eine fehlerhafte Flasche erwischt, aber am Korken kanns ja nicht gelegen haben! (Marigaux) Auch ohne Korken gibt es Flaschenvariationen – aber von Tenor her – gibt es eigentlich beim Ergebnis nichts zu rütteln. Das Marigaux und Ostbelgier den Lump vom Ruck als den besten kürten, muss ganz andere Gründe haben. Ich denke ich weiß warum. Es hängt mit deren Trinkgewohnheiten zusammen. Die beiden sind einer ganz bösen Produzentenstrategie zum Opfer gefallen! Die lautet: „Mit einer normalen Bewirtschaftung/Vinifizierung können wir arme Winzer uns nicht vom Wettbewerber ausreichend differenzieren – und damit nicht unsere gewünschten Preise durchsetzen. Also müssen wir unsere Weine anders machen – verlassen wir erstmals die gängige Klassifizierung (Kabinett, Spätlese usw.) – dann ist die Vergleichbarkeit mit anderen an dieser Ecke weg. Mehr Restzucker muss her um mehr Punkte zu kriegen (Moselspezifisch). Den Trockenheitsgrad auf dem Etikett lassen wir entfallen und die Weine kriegen wir mit BSA, verlängerter Hefelagerung oder sogar Batonage (Hefe wirbeln) rund. Gleichzeitig wird jeder Wein durch das massive Einsetzen von Spontanhefen automatisch ein Unikum. Um die erhöhten Kosten im Keller wieder rein zu kriegen ist es erlaubt flächendeckend Round-Up in den Steillagen einzusetzen, - ist zwar „Politik der Toten Erde“ - macht aber nichts, der Geschmack wird ja sowieso vom Kelleraufenhalt bestimmt. Um zu vermeiden, dass jemand unser Geschäftsmodell kopiert, sagen wir den unschuldigen Kunden das der Geschmack Lagenbestimmt ist. Unsere Lagen kann ja keiner klauen. Um das zu untermauern schnappen wir uns das Wort Terroir von den Franzosen – das Wort ist seit Jahren dort erfolgreich eingesetzt; hat teilweise erhebliche Preissteigerungen ermöglicht - . Weil es nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass es noch in Deutschland ungläubige Denunzianten unter den Kunden gibt, die uns nicht folgen wollen, machen wir uns unangreifbar durch eine „Aufweichung des Begriffes“. Also nicht nur die Lage hat Einfluss auf den Wein, auch der Winzer inkl. Haarfarbe und so weiter. Sollte uns jemanden fragen was zum Terroir nicht gehört, dann bitte immer sagen: „Alles was außerhalb des Universums liegt hat Wahrscheinlich kein Einfluss auf den Charakter im Wein“. Damit ist die Sache rund Jungs – Hoch die Tassen!“ Ich glaube, dass Marigaux und Ostbelgier in diese Falle geraten sind. Es muss doch klar sein, dass wenn man erst jahrelang solche Weine getrunken hat – erkennt man die unverfälschte Frankenware nicht mehr. Das ist auch der Grund, warum man heute keinen vernünftigen Yoghurt (alles getrimmt) im Supermarkt finden kann. Das Volk hat sich verführen lassen Übrigens – ich habe gerade bei Weinplus nachgeschaut – Der Echterberg (GG) von Ruck und der Lump vom Sauer haben jeweils 88+ und 87+ von Sam Hofschuster bekommen. Ich sehe die beiden höher, aber die Richtung stimmt. Die anderen beiden sind natürlich nicht im Weinführer drin. Viele Grüße Lars Villa Riesling |
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![]() Mitglied seit 30.05.2005 |
Und die ganze Diskussion über Terroir und so... haben wir schon gehabt (viele gute Beiträge),
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Hallo zusammen,
ich wollte nur mal kurz mitteilen, dass ich das Experiment und Eure Berichte auch als nur stiller Mitleser ohne eigene Experiment-Erfahrung hochinteressant finde Liebe Grüße - Allegro Guter Wein ist Poesie in Flaschen - Robert Louis Stevenson |
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![]() Mitglied seit 30.05.2005 |
Und jetzt auch richtig verlinkt: Terroir und so...
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Lars,
"Der Eigengeschmack von Silvaner ist doch viel prägnanter als beim Riesling!" Das kann ich ja nun gar nicht nachvollziehen. Der Silvaner ist für mich zunächst einmal die zur Traube gewordene Neutralität! Um meine Perspektive zu untermauern, hier ein paar Zitate aus der gängigen Literatur: "Der blassgelbe Wein ist mild und eher neutral, das erdige Bouquet erinnert an Stachelbeeren. (Wein-Plus-Glossar) "Der Charakter des Silvaners wird sehr vom Standort und der Bodenbeschaffenheit geprägt. Auf Lehmböden werden sie oft neutral, dagegen entstehen auf Verwitterungsböden, wie z.B. in Franken oder um den Kaiserstuhl, feine, elegante Weine. Vom Typ her ist Silvaner eine Rebsorte, die zwar ein weniger ausgeprägtes Fruchtspiel bringt, dafür aber ein exzellenter Terroir-Anzeiger ist, der es mit dem Chardonnay aufnehmen kann." (Wikipedia) "Silvaner gilt an frostfreien Standorten als ertragssicher mit einer mittleren Reifezeit. Er liefert eher neutrale Weine mit einer milderen Säure als beispielsweise der Riesling."(www.weinkonvent.de.) "Neutral, volle Weine nur in sehr guten Lagen" ("Der deutsche Wein") "Der Silvaner war bis weit ins 20. Jhdt. die wichtigste Rebsorte Deutschlands ... Am Gaumen zeigen sich die Silvaner mild und eher neutral..." (www.august.ziegler.de) Zur "bösen Produzentenstrategie" Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
So, der Rasen ist gemäht (bzw. plattgewalzt
"Es hängt mit deren Trinkgewohnheiten zusammen" Vermutlich schätzt du zumindestens die ostbelgischen Trinkgewohnheiten völlig falsch ein... "Mit einer normalen Bewirtschaftung/Vinifizierung können wir arme Winzer uns nicht vom Wettbewerber ausreichend differenzieren – und damit nicht unsere gewünschten Preise durchsetzen. Also müssen wir unsere Weine anders machen – verlassen wir erstmals die gängige Klassifizierung (Kabinett, Spätlese usw.– dann ist die Vergleichbarkeit mit anderen an dieser Ecke weg. )" Meine Trinkgewohnheiten vermutlich aber auch. Auf welche Winzer spielst du denn an? Meine wilde VanVolxem- und Heymann-Löwensteinphase habe ich schon länger hinter mir (erstere gründlicher als letztere). Und ich bin ein großer Freund der gängigen Klassifizierung, selbst im trockenen Bereich. So haben mich neulich die schlanken, vornehm zurückhaltenden trockenen Kabinette vom Grafen Hoensbroech sehr beeindruckt. "Mehr Restzucker muss her um mehr Punkte zu kriegen (Moselspezifisch). Den Trockenheitsgrad auf dem Etikett lassen wir entfallen und die Weine kriegen wir mit BSA, verlängerter Hefelagerung oder sogar Batonage (Hefe wirbeln) rund." Gerade der BSA bereitet mir bei den Betrieben, die du offensichtlich im Auge hast, ziemliche Probleme. "Gleichzeitig wird jeder Wein durch das massive Einsetzen von Spontanhefen automatisch ein Unikum" Wie kann man denn Spontanhefen "massiv" einsetzen? "Um die erhöhten Kosten im Keller wieder rein zu kriegen ist es erlaubt flächendeckend Round-Up in den Steillagen einzusetzen, - ist zwar „Politik der Toten Erde“ - macht aber nichts, der Geschmack wird ja sowieso vom Kelleraufenhalt bestimmt. " Jetzt sind wir aber endgültig bei Löwenstein, dessen Round-Up-Einsatz eine eigene Diskussion wert wäre. Wie ich gesagt habe: Du verkennst die Trinkgewohnheiten des Ostbelgiers völlig. Der hat sich im ganzen Leben noch nie eine Flasche von Löwenstein gekauft! "Um zu vermeiden, dass jemand unser Geschäftsmodell kopiert, sagen wir den unschuldigen Kunden das der Geschmack Lagenbestimmt ist. Unsere Lagen kann ja keiner klauen. Um das zu untermauern schnappen wir uns das Wort Terroir von den Franzosen – das Wort ist seit Jahren dort erfolgreich eingesetzt; hat teilweise erhebliche Preissteigerungen ermöglicht - " Lars, ein Kajo Christoffel, der zu unseren großen Favoriten gehört, redet gar nicht über Terroir. Und sonderlich teuer sind seine Weine auch nicht.... "Ich glaube, dass Marigaux und Ostbelgier in diese Falle geraten sind. Es muss doch klar sein, dass wenn man erst jahrelang solche Weine getrunken hat – erkennt man die unverfälschte Frankenware nicht mehr." Du hältst uns für reichlich naiv - und wie schon zweimal gesagt: Zumindestens der Ostbelgier kennt die Weine, die du im Hinterkopf hast, höchstens von zwei, drei Abenden bei mir und vielleicht noch von Verkostungen bei Händlern. Erworben hat er sie nie, weil er sie nie so sonderlich mochte. Von "jahrelang getrunken" kann in seinem Fall überhaupt nicht die Rede sein, und insofern entbehrt deine Fallentheorie bei ihm tutto kompletti der Grundlage. Über das Thema "unverfälschte Frankenware" werde ich mich gleich noch etwas ausführlicher verbreiten... Herzliche Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Interessant...
Die Arbeit des Tages ist getan, auf dem Plattenspieler rotiert ein hübsches Konzert von Torelli, im Glas befindet sich ein trockener Liter- Silvaner Zunächst bitte ich darum, Marigaux und mich nicht für zweieiige Zwillinge oder gar eine gespaltene Persönlichkeit zu halten Lars, ich habe im Rahmen meiner Möglichkeiten unverfälschte Weine studiert, zurück bis in die 30er Jahre, und bilde mir heute ein, unverfälschte von manipulierter Ware unterscheiden zu können. Natürlich weisst Du als Profi mehr über die heutige Kellertechnik. Vielleicht bin ich auch froh, dass ich nicht mehr darüber weiss. Wenn ich aktuelle Weine trinke, dann möchte ich entweder restsüsse Rieslinge, die ihr "Terroir" ungeschminkt widerspiegeln, und da ist Kajo Christoffel nach wie vor das ultimative Beispiel. Er hat verschiedene Parzellen im Würzgarten. Eine davon grenzt unmittelbar an das Treppchen, und mit ein bisschen Übung kann man das recht gut herausriechen- und schmecken. Oder aber, und das mit wachsender Begeisterung, "richtig" trockene Weine. Ich HASSE es, wenn trockener Riesling (oder Silvaner) mit 9 gr. RZ eingestellt wird. Ehrlich gesagt, habe ich die Aufregung um die Weine des Herrn Löwenzahn (oder so ähnlich) nie verstanden. Das sind sehr spät gelesene Weine, m.E. nach hoch- bis überkonzentriert und von Botrytis geprägt, für meinen ganz persönlichen Geschmack weder Fisch noch Fleisch. Übrigens bin auch ich der Meinung, dass Silvaner die ungeschminktere Sorte ist. Beim Riesling vertrete ich die (wieder ganz persönliche) Ansicht, dass eh' 80 % (mindestens) der feilgebotenen Weine mittels Hefen und anderen Hilfsmitteln auf den breiten Publikumsgeschmack getrimmt sind. Silvaner ist immer noch so etwas wie eine Outsider- Rebsorte, und daher meine ich, damit "ehrlichere" Weine daraus entstehen (in der Breite jedenfalls). Im übrigen sagt meine Literatur über die Charakteristik des Silvaners ähnliches aus wie die von Marigaux. Lars, wir sollten uns mal kennenlernen ! Ich habe eine Flasche eurer 05er Spätlese im Keller, da habe ich mich noch nicht herangetraut. Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Ostbelgier, die 05er Villa-Riesling-Spätlese ist ein feines Tröpfchen, das mir auch jetzt schon großen Eindruck macht, aber gerade du solltest sie noch ein paar Jährchen lagern.... -
Obwohl ich seit 5 oder 6 Jahren viel weniger tief im Thema stecke, noch ein paar Sätze zur "unverfälschten Frankenware": In den ersten Nachkriegsjahrzehnten, als die Reinzuchthefen in Kombination mit der moderen Kaltvergärungskellertechnik noch nicht ihren Siegeszug angetreten hatten, war der möglichst durchgegotene Frankenwein mit seiner "erdigen" Mineralität eine unter Kennern gesuchte und entsprechend hochbezahlte Spezialität. Dieser Erfolg führte leider dazu, daß sich es sich viele fränkische Erzeuger recht gemütlich machten und den Muff und die Unsauberkeit ihrer wenig sorgfältig produzierten Weine als "fränkisch-erdig" verkauften. Irgendwann (so in den 90ern) kam es dann, wie es kommen mußte: Das Renommé der Bocksbeutel sank langsam, aber stetig - und damit kamen auch die Preise zumindestens vergleichsweise unter Druck. Horst Sauer gehört zu den verdienten Winzern, die mit enorm sauberen, klaren, frischen Weinen für die entsprechende und sicherlich auch notwendige Gegenreaktion gesorgt haben. Inzwischen gibt es in Franken eine ganze Reihe von Betrieben, die einen ähnlichen Stil pflegen, wobei Sauer sicherlich nach wie vor zu den wenigen Winzern gehört, die im Rahmen dieser Stilistik Maßstäbe setzen. Nur: "Unverfälschte Frankenware" ist das mitnichten! Dazu sind die Weine bei aller Qualität einfach zu glatt, zu vordergründig fruchtig und vor allem auch - zumindestens teilweise! - zu restzuckerlastig. "Unverfälschte Frankenware", so wie ich diesen Begriff verstehe, treffe ich aus dem Lump eher bei Schäffer als bei Sauer an. Wobei "unverfälscht" für mich auch "weniger geschliffen" beinhaltet. Der alte Konflikt zwischen "naiv" und "sentimentalisch"..... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 30.05.2005 |
@Marigaux
Zum Thema Eigengeschmack Silvaner: Also - der Silvaner in Händen von die oben genannten Winzer und bei Oechslegrade zwischen 96 og 98 und mit Erträge unter 50 hl/ha (mindestens für die GG’s) finde ich ganz schön laut! (mit Druck auf schön!). Es ist mir völlig klar, dass bei hohen Erträgen der Silvaner ziemlich ausdruckslos erscheinen kann. Nicht ohne Grund schreibt Matthias oben: „Kann man die Handschrift des Winzers erkennen? Ja, ganz deutlich. Wenn man einen Julius Echter Berg von Ruck getrunken hat, erkennt man ihn wieder? Kann man das Terroir erkennen? Deutlich schwieriger. Es war alles ziemlich "Silvaner". „ Hmmm – ich denke - wie Matthias auch – das der Silvaner gewonnen hat… Viele Grüße Lars PS Mehr folgt, aber erst später – sonst leidet das Bruttosozialprodukt heute zu viel |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
@Lars - sehr interessant, die Dinge mal ganz andersherum zu betrachten. Interessant ist auch, daß Sauer dieses Experiment deswegen gewagt hat, weil er seinen Weinen mehr Charakteristik verleihen will und nach Möglichkeiten sucht. Also muß er ja der Kombination Feinzuchthefe + Terroir/Lagencharakteristik gewisse Chancen einräumen. Aber ich halte mich hier lieber noch zurück, solange ich noch nicht verkostet habe
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
@ Lars,
<Ruck würde aus zwei Mosten aus der selben Lage zwei unterschiedliche Weine machen – wetten das… Lachen> das ist wirklich eine interessante These, die natürlich manches relativieren würde... Trotzdem bleibt aber doch die Tatsache bestehen, dass die Sauer-Weine ein unterschiedliches Terroir nicht herausarbeiten - hast du nicht selber auch geschrieben, wie nahe beieinander seine beiden Silvaner waren? Ich konnte sie jedenfalls nur mit Mühe auseinanderhalten. Deshalb bleibt mir deine Äußerung, die Arbeit mit Zuchthefen könne das Terroir besser zur Geltung bringen, weiterhin ein Rätsel Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. - Samuel Beckett |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
"Deshalb bleibt mir deine Äußerung, die Arbeit mit Zuchthefen könne das Terroir besser zur Geltung bringen, weiterhin ein Rätsel."
Mir auch, frankophil. Wobei Clarissa schon Recht hat - es kann nicht schaden, ab und an mal die Dinge vom Kopf auf die Füße zu stellen. Aber wenn Lars´These zutreffen würde, dann kämen die wahren Terroirweine an der Mosel von Loosen und Eymael, während man bei Christoffel, Müllen, Prüm und Co. keine Lagen herausschmecken dürfte. Es verhält sich aber genau umgekehrt, bei den Weinen der letztgenannten kann man die Lagen oft sehr gut erraten, während die der ersten beiden wie Einheitslimo schmecken. Ich wette übrigens eine gute Flasche Wein darauf, daß Horst Sauer in den nächsten zehn Jahren immer mehr zur Spontanvergärung finden wird - wie schon vor ihm Kühn oder Knebel dazu gefunden haben. Beste Grüße Marigaux (in guter Laune, denn bei Ebay wurden ihm schon wieder ein paar tolle Auslesen nachgeschmissen |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
So --- Samstag abend hatten wir nun auch endlich das Vergnügen zu ausgezeichnetem Spargel (klassisch und als einzigem Zugeständnis ein paar Hobelspäne Parmesan):
vorher in aller Ruhe zwei der Weine verkostet, Kandidat 1 und 2: JEB vom Ruck und JEB vom Sauer. Den Ruck haben wir (immerhin Am Gaumen der Ruck sehr alkoholisch anfangs, ein wenig Butter, Karamell, leichte Bitternoten auch im Abgang, der Sauer dagegen "reiner", weniger "Störnoten", schmelziger, milder und fruchtiger, Assoziationen von hellen Blüten, etwas zwischen Karamell und HOnig. Gefälliger, ohne daß dies zu negativen Abstrichen führt. Ob ich Silvaner erkannt hätte, wenn noch andere im Spiel gewesen wären, vielleicht, aber so ... hätte das auch Riesling sein können, zumindest beim Ruck (was aber imho in meiner Unkenntnis begründet ist Weil wir nicht beide Flaschen leeren wollten, haben wir den Sauer zum Essen genommen, den Ruck für den nächsten Tag im Kühlschrank gelassen. Am Spargelabend - soviel zu Aussagefähigkeit von aus Vergleichen gewonnenen Erkenntnissen Gestern abend jedenfalls tranken wir den Ruck aus ... tja, der verträgt das nicht nur, möchte ich sagen, der braucht das - einen Tag stehen! Schmelzig ohne Ende, rauhe Schale mit geschmeidigem Kern ... unglaublich, wie der sich noch verändert hat. Gerade wegen dieser spannenden Entwicklungsfähigkeit und unendlichen Nuancen, die der Wein hervorbringt, würde ich den immer vorziehen. Der Sauer - da muß ich Matthias zustimmen - hat auf einer fremden Lage einen tollen Wein zustandegebracht. Bin sehr gespannt auf die beiden anderen ... LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Nun die letzte Runde ...
Escherndorfer Lump Ruck - Sauer Auch hier war der Ruck für uns blind zu erkennen - ... Beim Ruck habe ich notiert: Stallgeruch/Spontinote - sehr verhalten, prägnante, nicht unangenehme Note nach Buchsbaum, Nase notierten wir "intensiver und mineralischer" als der Sauer, am Gaumen: Mandeln, Gummi, erdig, leicht bitterwürzig im Abgang (wobei ich da wieder an den schon genannten Buchsbaum denken mußte). Beim Sauer in der Nase: flacher, samtiger als der Ruck, Goldtaler/gelbe Blüten, am Gaumen künstlich, Kaugummi/Bonbon, süffig, gefällig. Das sind sicher ziemlich dilettantische Notizen, gleichwohl waren für uns deutliche Unterschiede zu erkennen und dieser Versuch äußerst interessant. Oberflächlich betrachtet, würde ich fragen, ob der JEB die bessere Lage ist als der EL, aber kann man sowas überhaupt sagen? In der Wertung liegt auch hier der Ruck vor dem Sauer - der Sauer ist ein fränkischer Silvaner, wie man ihn des öfteren meint getrunken zu haben. Der Ruck ist ein Ruck - egal, wo er erntet und mit deutlichen Unterschieden, aber er bleibt ein Ruck. Lars hat recht, wir haben vor allem auf die Unterschiede der Winzer geachtet, um das "Terroir" wenn überhaupt zu bemerken, müßten wir den Versuch von vorne beginnen in anderer Ordnung. LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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