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Das Thema "geschenkte Weine" ist in der Tat ein unerschöpfliches. Besonders nett dabei ist die Unterkategorie "Wandergeschenk" und das ist der Grund, warum ich so gut wie nie mehr Wein verschenke. Als im Bekanntenkreis als Weinenthusiast verschrieen hat man ja beim Weinverschenken (genau wie beim Weinaussuchen im Restaurant .... "mach Du mal, Du kennst Dich da aus ....
2004 Muskateller trocken Haardter Bürgergarten Kabinett Müller-Catoir, Pfalz so langsam muss ich mich ja sowieso mal wieder an MC rantasten, kein Herr Schmidt hin oder her. Und so nahm ich den Wein denn wieder in meinen Kellerbestand wieder auf und - für die Sauce kann er ja immer noch - machte die Flasche letztens auf. Bei Muskateller bin ich immer ein wenig skeptisch, aber Rebholz macht auch einen wirklich feinen. Allso Korken gezogen und probiert: deutlich das typische etwas süße Muskataroma, nicht ganz klare Frucht, so etwas in Richtung Birne und Zitrus, saftig, feine Harmonie zwischen Süße und Säure, klar und gut zu trinken mit leichter Grapefruitnote. Keine Offenbarung aber ein feiner, ordentlicher Wein, der gut zu Gerichten mit leichter Schärfe und Früchten passen täte, und ich denke, der muss jetzt auch langsam weg, wenn die angeneme Frische abgebaut wird, wird er vielleicht ein wenig langweilig. Ich hab da mal 9.50 für bezahlt Prost! ________________________________________________________________________ Nicht alles, was berühmt und teuer ist, ist schlecht ... (Chefpastinake) |
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Hallo susa,
"Bei Muskateller bin ich immer ein wenig skeptisch..." Warum das? Muskateller ist eine wunderbare, aber gleichzeitig schwierige Sorte, und die Winzer, die sich überhaupt damit herumschlagen, sind eher diejenigen, die auch sonst auf Qualität setzen. Ich wette, es gibt proportional zur Gesamtmenge gesehen mehr schlechte Rieslinge oder Sauvignons als Muskateller - von den Schaddonähs oder Griesburgundern gar nicht zu reden! Und die älteren Muskateller, die ich bislang von Müller-Catoir getrunken habe (nach 01 kenne ich offengestanden keinen mehr), waren alle ganz exzellent - und sehr lagerfähig. Ich ärgere mich darüber, daß davon nix mehr in meinem Keller liegt.... Beste Grüße Marigaux |
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Zitat: *......passablen Wein als Mitbringsel aus und bekam just diesen - ich wette es war derselbe und nicht der gleiche - übers Jahr wieder zurückgeschenkt. Also merket auf: Verschenkt nie einen Wein, den ihr nicht im Zweifel auch selber trinken würdet*
dazu gibts ne nette Geschichte von Kishon, beginnt mit *was schenkt man einer Erzieherin?* und endet mit *ich gebe hiermit bekannt, dass die offizielle Geschenk-Bonboniere des Staates Israel aus dem Verkehr gezogen ist* Muskateller ist auch nicht so mein Ding, aber ist doch schön, wenn ein guter Winzer da was Gutes draus macht! Aber für einen *kleinen feinen Wein, nichts außergewöhnliches* wären mir 9,50 zuviel.... lg Cantate |
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Kann dann nicht passieren, dass ich sie aus Versehen an den Schenker zurückschenke Gruß grappola |
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das nicht, aber du verschenkst den Wein an X, der weiter zu Y, dieser zu Z und Z wieder zurück zum Erstspender.
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so langsam muss ich mich ja sowieso mal wieder an MC rantasten, kein Herr Schmidt hin oder her.
Das kann ich nur empfehlen, auch wenn ich es etwas unfair finde, dass Du jetzt einem Herrn Schmidt den eigentlich Schwarzen Peter zuschiebst Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ 'Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'a sure sign of a diseased mind.' |
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Hallo,
"Das kann ich nur empfehlen..." Ich weniger, wobei mein Problem nicht die Absenz des Schwarzen Hans-Günther ist, sondern die inzwischen erlangte Mitgliedschaft in einem gewissen Verband. Friede den Hütten, Krieg dem VDP! Marxigaux |
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Geht das schon wieder los
Mach Dich mal wieder ´ne Runde in den Garten, Marigaux, das entspannt! VDP-freundliche Grüße Monti |
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Marigaux,
ich gebe dir eine Hiobsbotschaft auf die Gartenrunde mit: in der heutigen Beilage unseres "Der Standard" ist ein (schlechter) Artikel über deutsche Weine, da ist unter anderm auch DEIN Martin Müllen als Tip angeführt (umzingelt von einigen bekannten VDP-Winzern). Nun sind wir zwar ein kleines Völkchen, wenn aber mal im Hausblatt unserer wohlhabenden Mittelschicht Weine empfohlen werden, werden sie auch gekauft - also sichere dir einen entsprechenden Vorrat! Pastinake ____________________________ If you can't stand the heat, get out of the kitchen |
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Wo war der Unterschied, doch gleich?
Achso ja, das das böse, böse Große Gewächs von Müller-Catoir, die trockene Spätlese "Im Breumel" kostet unverschämte 18 ! Martin Müllen dagegen verschenkt seine trockene Spätlese aus dem Hühnerberg für einen Spottpreis von 18,90 Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ 'Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'a sure sign of a diseased mind.' |
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.... schreibt meine Namensverwechslung meinem momentan desolaten Zustand zu und übt Nachsicht
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Hallo,
Matthias, wenn du mir schon die Daumenschrauben anlegst, gebe ich ja unter Ächzen zu, daß die M-C-Rieslinge für VDP-Verhältnisse ganz vernünftig gepreist sind. Meine Aversion gegen den Barönchenverein besteht auch nicht nur aus preispolitischen Gründen... Pastinake, keine Sorge, ich bin sehr gut eingedeckt mit Müllen-Weinen. Wobei ich nicht glaube, daß die Österreicher jetzt den Trabener Keller leerkaufen werden. Aber in nicht allzuferner Zeit....Dönnhoff war auch mal ein "Geheimtipp" (in Knolls "Winzerspiegel" 1988/89). Von ihm (Dönnhoff) habe ich übrigens gestern den ersten richtig guten 03er seit langem getrunken, nämlich eine Auslese aus dem Norheimer Dellchen. Von der Jahrgangsproblematik war diesem feinen Weinchen so gut wie gar nichts anzumerken. Beste Grüße Marigaux |
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Tzja ... wie schrieb schon Hofschuster "Gott wohnt an der Nahe" - zumindest hatte er da 2003 ein Ferienhaus
Gruß Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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...in welchem er sich ab und an mal blicken ließ. Meistens war er dann doch ganz woanders.....
Beste Grüße Marigaux |
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Na, in Traben kann das aber nicht gewesen sein...
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Doch, doch! In Traben war er 2003 ziemlich häufig. In der Parzelle "Retsch" z.b. hat man ihn immer wieder gesichtet - naja, die liegt halt auch im Kröver Paradies!
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...wobei ich auch zehnmal lieber in Traben als in Nieder- oder Oberhausen Urlaub machen würde! Das sind zwei im wahrsten Sinne des Wortes gottverlassene Käffer, in denen man abends noch nicht mal ein Döner auftreiben kann, geschweige denn etwas Eßbares. Ich habe dort einmal ein Wochenende verbracht, und das wird nicht wieder vorkommen!
Beste Grüße Marigaux |
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Mal nebenbei und etwas OT 'ne Frage. Wir waren neulich auf dem Weg von Trier moselabwärts auf der verzweifelten Suche nach einem Restaurant in dem man halbwegs vernünftig Mittagessen kann. Ich meine irgendwo direkt an der Mosel nicht in Dreis oder Bad Neuenahr.
Und ich dachte mir noch, wenn Marigaux jetzt hier wäre, müssten wir zwar bei Martin Müllen vorbeifahren Wir sind nämlich letztendlich gegen Ende des Mittags-Zeitfensters in Traben in einem Etablissment gelandet, das ich hoffentlich ganz schnell wieder vergessen kann. Gibt's auf dieser Strecke einen Tipp oder zwei? Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ 'Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'a sure sign of a diseased mind.' |
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Hallo Matthias,
an der Mosel kann man nach wie vor in vielen Touristenfallen ganz grottig essen, aber es gibt auch immer mehr gastronomische Silberstreife am Horizont. Erstklassig finde ich das Restaurant Kabinett - Weinstube am Domhof in Piesport. Dort arbeitet ein junger Koch auf richtig hohem Niveau (bei vergleichsweise sehr bescheidenen Preisen). Im Sommer sollte man außerdem mal in der Gartenwirtschaft von Später-Veit gesessen haben. Wunderbarer Garten, herrlicher Moselblick, ordentliche Weine und feine kleine Gerichte. In Traben selber kann man die "Alte Zunftscheune" einigermaßen empfehlen, in Trarbach "Gräfs Mühle". Beste Grüße Marigaux |
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Dann habe ich die Weinstube am Domhof in Piesport wohl auf dem falschen Fuß erwischt.
Der Laden kam mir vor, als ob dort "Große Küche" gespielt wurde. Nur kam davon nix auf den Tellern an. Die örtlichen Weine aus der "Weinbegleitung" waren aber sehr gelungen. Der Koch dort hat zuvor übrigens bei Bernhard Eifel in Trittenheim gekocht. Dort gibt's jetzt feinste "Convenience-Blender-Küche" mit falschen Weinen zum Essen. |
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Es gibt wunderschöne Muskateller. Im letzten Winter gab es eine 99er Spätlese Trocken von Bercher/Kaiserstuhl zu Gänsekeulen, und das war richtig lecker. Auch die kleinen Prädikate von Koehler-Ruprecht aus der Pfalz machen einen haltbaren Eindruck.
Mein Wein des Tages (zum Essen) kommt von einer Genossenschaft, genau genommen von der Baden-Badener WG, der Neuweierer Mauerberg Riesling QbA trocken 2004. Nachdem ich seit gestern mit einem kapitalen Bänderriss im Fuss vorübergehend lahmgelegt bin, möchte ich mir wenigstens etwas gönnen, nachdem ich heute das Schmerzmittel abgesetzt habe. Dieser Wein hat eine ausgesprochene Sellerie- Note, die ihn zu einem schönen Begleiter einer simplen gebackenen Lachsforelle mit Kartoffeln macht. Ein bodenständiger Genuss. Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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Ääääähhhh.
Gute Besserung! |
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Hallo,
Frank, ich bin kein Gastroexperte, aber mir hat mein Menü im "Kabinett" (Kaninchenleberpaté im Rieslingblatt, Red Snapper in Chili-Limettensauce mit Zuckerschoten sowei Rohmilchkäseteller mit selbstgemachtem Rosen- und Kumqatconfit) damals sehr gut geschmeckt. Empfehlenswert für Leute mit ewas mehr Kleingeld dürfte auch der Brauneberger Hof in Brauneberg sein. Das hauseigene Weingut zählt außerdem zu den Geheimtipps. Die Weine, die ich bislang von Martin Conrad (einem bekennenden Spontanisten Der Ostbelgier hat meine Besserungswünsche schon erhalten.... Viele Grüße Marigaux |
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Yep, Marigaux' Tip kann ich mich nur anschliessen. Der Brauneberger Hof ist nicht billig, aber sowohl die Unterbringung als auch das Restaurant sind von hoher Güte. Jedenfalls war es das beim letzten Besuch 2004, als ich mir so etwas noch leisten konnte
Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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Matthias, Brauneberger Hof ist ein guter Tipp, ansonsten: -Claus Feist im Hotel Bellevue, Traben-Trarbach, nicht nur feinster Jugendstil, sondern solide Küchenleistung; -Blauer Salon im zunächst biederen Moselschild, Ürzig, herzlicher Service, unprätentiöse, ausgezeichnete, ländliche Küche und das neue -Zum Eichamt, Zell-Merl, amibitioniert, jung und mit Zukunft.
Beste Grüße |
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Vielen Dank ihr Moselaner,
ich wusste auf euch ist Verlass. Nun kann ich mich beim nächsten mal wieder ordentlich um die Winzer kümmern, anstatt meine Zeit mit der Restaurantsuche zu verplempern. Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ 'Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'a sure sign of a diseased mind.' |
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