Reife Weine und Kochgenuss - Kombinationsmöglichkeiten
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
nachdem ich mich in der Diskussion um den 97er von Bürklin-Wolf kurz vorgestellt habe, möchte ich ein für mich spannendes Thema eröffnen, über das ich noch nichts hier gefunden habe. Persönlich mag ich halt lieber etwas reifere Tropfen, und finde es sehr spannend, diese mit Speisen zu kombinieren. Gerade im Moment habe ich einen wirklich alten Knaben im Glas. Ein Pommard Arvelets Premier Cru 1966 von Felix Clerget. Sehr hellfarben und schon etwas fragil in Duft und Geschmack, aber mit ordentlich Tannin, Alkohol und Säure ausgestattet, würde ich mir wünschen, dass dazu nun ein gebratener, zarter Fasan an mir vorbeiflattern würde Es kann sehr reizvoll sein, feine Speisen mit älteren Tropfen zu begleiten, und ich werde hier immer mal wieder über solche Möglichkeiten berichten. Sehr spannend zum Beispiel ist es, eine hochwertige Mosel-Auslese der 70er Jahre (z.B. eine Wehlener Sonnenuhr aus 1971) mit zartem Wild wie Rehrücken zu kombinieren. Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 24.05.2007 |
Spannendes Thema, Ostbelgier, ein Klassiker für mich ist die ausgesprochen deftige Kombination von grober Bratwurst, Kartoffelstock, Sauerkraut oder Wirsinggemüse/ -Salat und reifem Rheingauer Riesling. Besonders zwei Weine, die ich dank Deiner Empfehlung schätzen gelernt habe, die *64er Geisenheimer Kläuserweg Spätlese von Theo Soherr/Rebhof * und die *1975er Hallgartener Schönhell Auslese von Joseph Semmler*, begleiten dieses Mahl für meinen Geschmack trefflich. Leicht harzige Noten, passende Säure und der verhältnismäßig hohe Alkohol bei durchaus schmeckbarem Restzucker, gehen extrem gut zum eher bodenständigen Essen, das ich in der kalten Jahreszeit liebe. Am letzten Wochenende gab es eine 76er Hochheimer Domdechaney Auslese vom Domdechant Werner dazu - passt auch!
Beste Grüße F. Photo |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Hallo Riesling,
mich interessieren solche Kombinationen auch. Damit ich eine ungefähre Vorstellung habe, was du unter "reif" verstehst, wieviel Restzucker haben die Weine jeweils? LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Meinen Vorrednern schließe ich mich vollumfänglich an, sowohl, was die Mosel-Auslese zum Wild als auch was die kräftigen Rheingauer zur Hausmannskost angeht. Letzere passen auch sehr gut zu einem kalten Abendessen mit deftigem Wurst- und Käsesorten. Leider habe ich das selber zu spät entdeckt und deshalb nur ein paar Flaschen von dem ollen Gerümpel im Keller. Aber Aufstockung der Altweinbestände bei jeder sich bietenden Gelegenheit ist dringend vorgesehen!
Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 24.05.2007 |
Hallo Clarissa,
das mit dem RZ ist insofern schwierig, als über solch alte Rieslinge meist keine Analysedaten existieren. Es handelt sich bei den Rheingauern der 50er, 60er und teilweise auch noch 70er Jahre um recht archaische Weintypen, die mit relativ hohem Mostgewicht gelesen und bis zum Gärstopp vergoren wurden. D.h. hinter dem Prädikat *Spätlese* kann sich ein deutlich restsüßer Wein verbergen oder aber ein eher durchgegorener, dem heutigen Geschmacksprofil *trocken* entsprechender Riesling. Die Bezeichnung *trocken* im Sinne von *legistisch trocken* tauchte ohnehin erst nach dem 71er-Weingesetz flächdeckend auf. Denn 64er Soherr würde man heute /geschmacklich/ wohl zwischen trocken und halbtrocken ansiedeln (bei geschätzten 11 oder 12 % vol.), den 75er Semmler im deutlich restsüßen Bereich (mit eher moderatem Alk., aber wunderbar puffernder Säure). Viele Grüße riesling_blog |
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Hallo zusammen,
die ruppigen alten Rheingauer...ein Thema für sich. Der 64er Soherr ist vermutlich unsterblich, der kultigste von allen ist für mich die 64er Hallgartener Jungfer Auslese vom Hallgartener Winzerverein "Die Deutschen". Der hat einfach eine unbändige Kraft, würde heute vermutlich "Feinherb" auf dem Etikett stehen haben mit gefühlten 12 Vol. Alkohol. Was zur groben Wurst auch immer faszinierend ist, sind gelungene alte Niersteiner, die zwar meist als Riesling deklariert sind, aufgrund ihres Buketts und/oder Geschmacks aber gerne vermuten lassen, dass ein wenig Traminer oder Silvaner mit darin steckt. Weine von urwüchsiger Kraft, die es in dieser Form vermutlich kaum noch gibt. Ich bedaure nur immer, dass es mir nicht vergönnt ist, herauszufinden, wie diese Weine jung geschmeckt haben. Ein Grund für ihre enorme Haltbarkeit dürfte aber sein, dass sie viel länger im Holzfass oxydativ ausgebaut wurden, ehe sie in den Verkauf kamen. Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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Hallo Riesling, vielen Dank für die Erläuterungen, das war mir nicht bewußt, daß es heute schwer ist, an diese Werte zu kommen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, daß sie auf den Weingütern, sofern sie noch existieren, nicht doch irgendwo verzeichnet sind. Die Winzer, die in mehreren Generationen arbeiten, dürften solche Basisdaten doch vielleicht von ihren Vätern übernehmen und aufheben. Aber das ist ein anderes Thema. Reif heißt also nicht nur alt und süß, sondern auch alt und trocken, wenn ich das richtig verstanden habe.
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 24.05.2007 |
Hallo Clarissa,
was die Dokumentation der Analysedaten angeht, haben manche Weingüter nicht einmal mehr Überblick über Weine, die in den letzten 20 Jahren erzeugt worden sind. Im deutschen A.P.Nr.n-Wust wird es schon schwierig Partien, die auf den großen Auktionen in Trier oder Bernkastel versteigert wurden, von den normalen Füllungen zu unterscheiden, wenn der Aufkleber fehlt. Digitalisiert sind diese Daten selten und den Aufwand in Kellerbüchern nachzuschlagen, möchte ich den wenigsten zumuten. "Reif heißt also nicht nur alt und süß, sondern auch alt und trocken, wenn ich das richtig verstanden habe." Reif heißt *meistens* *früher* restsüß, heute aber *sensorisch trocken*. Viele Grüße riesling_blog |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Hallo Riesling,
das leuchtet ein, ich dachte natürlich an verstaubte Kladden in Kellerregalen ... oder an auf dem Sterbebett an den Sohn weitergehauchte Geheimnisse .. Nein, ich hab auch grade gegoogelt, Theo Soherr gibt es nicht mehr ... Trotzdem danke für die Erläuterungen - würde auch gern mal so ein altes Schätzchen verkosten. LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Clarissa,
".....würde auch gern mal so ein altes Schätzchen verkosten." das ist im Zeitalter der Internetauktionen nicht so schwierig. Bei einem bekannten Auktionshaus tauchen solche Weine immer wieder auf, oft zu Preisen, die inclusive Versand deutlich unter denen der meisten Großen Gewächse aus 06 liegen. Guck dir doch da mal was aus und frage dann im Zweifelsfalle hier noch mal nach, ob sich das Bieten lohnen könnte. Beste Grüße Marigaux |
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Hallo Marigaux,
hab mich nicht getraut, direkt zu fragen, wo man solche Weine bezieht. Allerdings hat dieses Auktionshaus imho eher den Geruch des Unseriösen, man kann dort wirklich gescheite Weine kaufen? *ungläubigguck* Aber einen Versuch wäre das wert, danke schon mal für den Hinweis. LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Clarissa, oh ja, man kann! Einen Latour würde ich mir da nicht unbedingt ersteigern, und auf die Echtheit des "Apostelweins" aus dem Bremer Ratskeller mit vierstelligem Mindetsgebot würde ich auch nicht gerade mein Häuschen verwetten, aber das Angebot an älteren Rieslingen lohnt durchaus das eine oder andere Engagement.
Zugegebenermaßen habe ich mich fast ausschließlich bei einem einzigen Anbieter eingedeckt. Dort habe ich viele schöne Sachen zu stets fairen und teilweise auch sehr günstigen Konditionen bekommen. Aber bei Freunden habe ich auch oft Weine getrunken, die aus anderen Quellen innerhalb der entsprechenden Plattform kamen. Darunter waren etliche hochspannende Raritäten. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Wohingegen ich beim Schmuck grad schon eine Fälschung entdeckt habe
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
"alte Schätzchen verkosten"
An Internet-Aktions-Weine habe ich mich noch nicht herangetraut, aber nachdem Marigaux so gute Erfahrungen gemacht hat, wäre es ja einen Versuch wert. Ich komme manchmal durch Glück und Beziehungen zu Weinfachleuten in den Genuß von Altweinen aus Kellerauflösungen privat oder von Restaurants. Leider war da noch nie ein alter deutscher Riesling dabei! Die österreichischen Rieslinge neigen sehr zu intensivem Petrol, das goutiere ich nicht so wirklich, da streikt meine Nase. Ganz tolle Erfahrungen habe ich mit Grünen Veltlinern, die 20 oder gar 30 Jahre alt waren, gemacht, die sind erstaunlich langlebig. Zur Ausgangsfrage: Essen zu Altweinen. Ich kann mir was Deftiges nicht richtig vorstellen, eher wie Ostbelgier zartes Fleisch, nicht überwürzt. Pastinake |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
Pastinake, sind die alten österreichischen Rieslinge alle trocken? Etwas Restzucker ist dem Reifevorgang schon sehr dienlich, jedenfalls nach meinen Erfahrungen. Ein trockener Riesling, der nach 20, 25 Jahren noch viel Charme zeigt, dürfte die absolute Ausnahme darstellen. - Heute habe ich von einem besonders netten Mitforumianer Die Blutwurst, der es gerade an den Kragen ging, ist allerdings die beste, die ich je in meinem Leben gegessen habe. Überhaupt kein Vergleich zu dem schwampfigen "Puttes", den man (meistens kunststoffbezogen) in den hiesigen Metzgereien oder gar Supermärkten bekommt! Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
Marigauxc,
Marigaux, ich komme gerade gesättigt aus einem netten, neuen Wirtshaus ums Eck (mit guter Weinkarte!), aber jetzt lockst du mich mit deutsche Würsten, das ist fies! Ich habe vor einigen Jahren mal ein deutsches Wurst-Essen in meiner Stadt organisiert, bei dem uns ein netter junger Rechtsanwalt aus Kassel sensationelle Würste von kleinen Metzgereien kredenzte - davon kann man nur träumen! Wir haben zwar hier die "Kesselhaße" (frisch gebrühte Würste verschiedenster Art aus dem Kessel), aber das ist weit nicht so differenziert und feinsinnig wie deutsche Würste - eher balkanisch (Paprika, Knoblauch, Schwein, Speck) beeinflußt. Monzinger Halenberg - am Sonntag haben wir aus Neugierde den Monzinger Halenberg 2006 verkostet - das war ein Kindsmord! Jetzt hat er mal 1 Jahr Pause! Wie komme ich zu alten Rheingauern? Zur Eingangsfrage: Sind die "alten" Rieslinge alle trocken? Ja, leider! Im Gegensatz zu den alten Gumpoldskirchnern (Rotgipfler, Kreuzung aus TraminerxRoter Veltliner), die immer restsüß ausgebaut wurden, die Besten wurden "Kaiserwein" genannt (dannkam der Glykolskandal). Davon habe ich Weine aus den Jahren 1950-1960 gekostet, die waren sowas von köstlich, harmonisch und frisch! Pastinake |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Dann will ich auch noch ein wunderbares Erlebnis mit altem Wein berichten.
Herr susa und ich sind ja bis heute der Überzeugung, dass es sich bei der Weinkarte um einen Tippfehler gehandelt hat, aber es war so, damals hieß es noch DM und Franc, denn wir schrieben das Jahr 2001 und der Preis stand da, 600 ff und das für eine Flasche Haut Brion 1970 und es gab dazu ein eingelegtes Kaninchen, mit grünem Tee aromatisiert und mit Puy-Linsen. Da muss ich nicht lange nachsuchen, diese etwas balsamische Würze und er eher leichte Körper, Noten von geschmorten Champignons und dazu das Fleisch - eine wunderbare Kombination, die habe ich heute noch auf der Zunge. Als ich Herrn susa zu einem entsprechenden Geburtstag ein "Candle-Light-Diner" ________________________________________________________________________ I'm just one of those regular weird people. (JJ) |
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![]() Mitglied seit 24.05.2007 |
pastinake, bei den Freien Weingärtnern oder der Stadt Krems soll man m.W. durchaus noch eicht restsüße, hochgrädige Grüne Veltliner aus den 60er und 70er Jahren bekommen können.
Heute abend gab es eine für mich schon fast traditionelle Kombination von Blini mit Lachs und Dillschmand, dazu eine 1990er Erdener Treppchen Auslese von Max Ferdinand Richter; parallel dazu habe ich auch eine 1993er Veldenzer Elisenberg Auslese desselben Weinguts aufgezogen. Der 90er mit seiner reschen Säure und eher zurückhaltender Frucht, dafür deutlicher Schiefermineralik, passte allerdings besser als die noch durchaus (Ananas-)fruchtige Elisenberg Auslese. Alles in allem aber ein erfreuliches Mahl. Restsüßer Riesling geht nicht zu Räucherlachs? Das konnte ich wieder nicht bestätigt finden! Viele Grüße riesling_blog |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Hallo r_b,
wer sagt das? Ich finde, dass knalltrockener da viel eher in die Knie geht oder, schlimmer, die "einer von uns beiden muss nun geh'n"-Ansage macht ... hängt allerdings auch ein kleines bisschen mit der Lachsqualität zusammen. Gruß Tin _____________________________________________________________ Diese Fakten zäumen ja die Katze von hinten auf. (Christine Haderthauer, CSU-Generalsekretärin) |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
susa, klar, alte Bohrdauxen stellen natürlich in vielen Fällen ein "klassisches" Faszinosum dar.... Pastinake, meine Wurst kommt aus Nordhessen, aus der Nähe von Kassel! Dort findet man nach meinen bisherigen Erfahrungen die besten Erzeugnisse deutscher Metzgerkunst. "Wie komme ich zu alten Rheingauern?" Siehe meine an Clarissa gerichteten Zeilen: Über Internetauktionen. "Zur Eingangsfrage: Sind die "alten" Rieslinge alle trocken? Ja, leider! Im Gegensatz zu den alten Gumpoldskirchnern (Rotgipfler, Kreuzung aus TraminerxRoter Veltliner), die immer restsüß ausgebaut wurden, die Besten wurden "Kaiserwein" genannt (dannkam der Glykolskandal). Davon habe ich Weine aus den Jahren 1950-1960 gekostet, die waren sowas von köstlich, harmonisch und frisch!" Meine Rede. Der Zucker bewahrt beim Weißwein, obwohl (oder vielleicht besser: indem) er sensorisch immer mehr in den Hintergrund tritt, das Gleichgewicht. Im Glas liegt jetzt gerade ein Riesling aus einem "schlechten" Jahrgang, nämlich der 2000er Kröver Letterlay Kabinett von Martin Müllen. Dieser "kleine" Wein, der ab Gut keine 6 Euro kostet, hat seine erste Reifephase hinter sich, und er strotzt bei einer nur noch ganz am Rande wahrnehmbaren Süße hinter seiner schönen Erdbeerfrucht geradezu vor mineralischen Aromen. Obwohl er nicht mehr "jung" wirkt, hat er einen bemerkenswert kühlen, erfrischenden und gleichzeitig ausdrucksvollen Charakter. Nur ein Kabinettchen, aber eines, das sich aromatisch hinter vielen dicken Spätlesen nicht verstecken muß. Das ist für mich ein Paradebeispiel für einen preiswerten, aber sehr regionaltypisch-expressiven und absolut handwerklich produzierten Riesling. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
@riesling_blog
* bei den Freien Weingärtnern oder der Stadt Krems soll man m.W. durchaus noch eicht restsüße, hochgrädige Grüne Veltliner aus den 60er und 70er Jahren bekommen können. * Danke, das weiß ich (GV Bürgerspitalstiftung der FW ist legendär als Altwein!). A Quellen für alten Veltliner mangelt es hier nicht, aber eben an den alten Rheingauern ... Pastinake |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Pastinake,
du bekommst so etwas auch außerhalb von Xbuy. Der "Weinfahnder" bei Wein+ spuckt z.b. eine 71er Spätlese Rauenthaler Wülfen von den Staatsweingütern aus. Kostet bei einem Hamburger Händler nur 130,10 Euro! Falls du doch keine dreistelligen Summen bezahlen möchstest: Einen Kabi aus 75 (gleiche Lage) gibts schon für schlappe 99,70! Darf es etwas Edleres sein? Bitte sehr - eine 53er BA aus der Hochheiimer Domdechaney ist für 1349 Euro zu haben. Die paßt aber wahrscheinlich nicht ganz so gut zu deftigem Essen ... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
Nein, nein Marigaux,
bei Altweinen bin nicht bereit, viel Geld auszugeben, da ist mir das Risiko zu groß. Da fällt mir die Anektote ein, vom Millionär, der sich einen uralten, sauteuren Rotwein gekauft hat, die Großflasche dann stolz in eine Präsentationsvitrine gestellt und mit Scheinwerfern angestrahlt hat. Der Siegellack schmolz, der geschrumpfte Korken plumpste in die Flasche, fertig war die Suppe! Pastinake |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
-Marigaux: Alles pille-palle, schau mal in die sog. "Balz-Collection", dort kannst Du eine 1909er Erbacher Marcobrunn TBA der Staatsweingüter für schlappe 10.000 USD Um das Thema zu erweitern - ich bin absolut kein Kenner, wenn es um Sekt geht, hatte aber vor kurzem ein tolles Erlebnis: Ich konnte eine Flasche Geheimrat J Brut von Wegeler (schon wieder Rheingau!), Jahrgang 1994, erwerben, und dachte mir, nach 13 Jahren sind die Bläschen etwas müde geworden By the way: Dieses Forum kann süchtig machen ! Jetzt ruft aber die Arbeit... Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
Ostbelgier, wird denn aus der "Balz-Collection" auch schon mal was verkauft? Ich glaube, ich schmeiße meine geleerten Rheingau-Altwein-Pullen demnächst nicht mehr in den Glascontainer. Wenn alle Stricke reißen, werde ich Rieslingfälscher.... Pastinake, du meinst die Geschichte von Forbes und dem Jefferson-Lafite, gelle? Diese "Anekdote" ist leider in den Grundzügen wahr. Ich zitiere Michael Braodbent: " Forbes hatte für sein privates Präsidenten Museum gerade den Esstisch von Thomas Jefferson, des dritten Präsidenten der Vereinigten Staaten erstanden, der, wie wir wissen, ein großer Weinkenner war. Nun war er der Meinung, dass sich diese alte Flasche mit den Initialen Th. J. ganz apart dazu machen würde. Gegen dieses ganz irrationale Motiv hatte keiner eine Chance. Nur wussten das die anderen Bieter nicht. Die Folge war, dass der Preis explodierte. Ich selbst hatte die Flasche allenfalls auf einen Wert von 5.000 bis 6.000 Pfund taxiert." Die Pulle hat damals ungerechnet mehr als 200000 Euro gebracht. Und da das gute Stück entsprechend auf dem Esstisch entsprechend angestrahlt werden mußte, war irgendwann der Korken hin - und der Wein natürlich auch! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
Genau Marigaux, ich habe die Geschichte aber nett "ausgeschmückt", oder???
Pastinake |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
Pastinake, ja, sehr nett ausgeschmückt. Meiner Meinung nach hätte man den Herrn Forbes ja seinerzeit in die leere Flasche stopfen und nie mehr wieder herauslassen sollen..... "By the way: Dieses Forum kann süchtig machen !" Ostbelgier, noch schöner wäre es, wenn der Betreiber nicht so ein Affentheater um Links und Bezugsquellen machen würde, und wenn man etwas editieren könnte (ein "entsprechend" bitte streichen!). Aber bekanntlich ist ja nichts auf dieser schnöden Welt vollkommen.... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 04.09.2005 |
Betreiber mit einer klaren Linie sind mir aber lieber, als die mit einer klaren Paranoia.
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Frank, gibts die auch im Weinforenbereich? Halt, wenn ich ganz scharf nachdenke, könnte mir einer einfallen, aber ich fürchte, daß der nicht mit deinem Kandidaten identisch ist....
So, jetzt aber zügig runter vom Glatteis, laß uns wieder über die Kombination von reifen Weinen mit deftigen Speisen reden! Ich habe da gerade so eine vorzügliche nordhessische Leberwurst auf dem Brot - was könnte man denn dazu trinken? Mich zwackt es ja noch von gestern in der Lebergegend, aber..... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 04.09.2005 |
Zu der Leberwurst empfehle ich ein Pils.
Mag daran liegen, daß mir dazu kein rechter Wein einfallen will. Wichtiger als der Wein zur Wurst ist für mich sowieso das Brot. Lass es dir schmecken. Ich habe hier einen ganz wunderbaren 2004er "Kirchenstück" von Künstler. Stachelbeere? Erdbeere? Egal..... in jedem Fall klasse! .... aber nix für die Leberwurst. |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Doch, doch, Margaux' kräftig-deftige Leberwurst mit einem richtig Kräftig-derben Rheingauer aus älteren Jahrgängen, das geht sehr gut. Ich bin ja auch froh, wenn ich mal an richtig gute Wurst herankomme. Dein Künstler ist vielleicht zu feingliedrig für eine solch derbe Begleitung ? By the way, ich mag die Künstler-Weine sehr. Vor allem, wenn sie aus den 90ern stammen...
Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
Frank, Bier habe ich leider nie vorrätig. Wenn ich welches kaufen würde, wäre der Kasten immer so schnell leer... Ostbelgier, eigentlich wollte ich heute abend wirklich mal clean bleiben, aber der Rheingauer lockt jetzt doch ganz heftig......oh, oh.....ob ich da standhalten kann? "Doch, doch, Margaux' kräftig-deftige Leberwurst...." Ja doch, ich renne gleich in den Keller! Doch nenne mich bitte nicht Margaux - ich bin ja sonst nicht pingelig, aber auf das i lege ich gesteigerten Wert! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
*marigaux* vs. *margaux*
Eine freudsche Fehlleistung, wie es scheint |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hmmmm, nun spann' uns aber nicht auf die Folter - was wird denn nun im Hause Marigaux entkorkt ??
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
...eine 67er Hattenheimer Klosterberg Riesling-Spätlese Natur vom Hattenheimer Winzerverein. Genaueres zum Wein folgt gleich.
Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
da bin ich wirklich gespannt, den kenne ich selbst noch nicht !
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
...so, der Korken war noch wunderbar in Ordnung und ging problemlos aus der Flasche, ohne sich in Einzelteile aufzulösen. Sehr guter Füllstand, ordentlich Weinstein am Korken und am Flaschenboden. Meine Notiz:
Heller Bernstein, würzige, leicht erdige und rauchige Nase, am Gaumen noch etwas Restfrucht (Trockenaprikosen) und ein Hauch Süße, dahinter ein dezenter Mandelton, angenehme Säure, mittlerer Körper, sehr harmonisch, schön miteinander verwobene Aromen, recht komplex, gute Länge, fein gereift, keine Firne Der macht nach 40 Jahren noch richtig viel Spaß (wobei ich vor nicht allzulanger Zeit angesichts der Prophezeihung, ich würde mal großes Vergnügen an solch ollen Rieslingkamellen finden, nur ungläubig gegrinst hätte). Zur Leberwurst ist er aber fast schon einen Tick zu fein. Den trinke ich eigentlich lieber als Solisten. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Marigaux,
so in etwa hatte ich gehofft, das die Beschreibung ausfällt. Ein klassischer alter Rheingauer eben Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 17.08.2007 |
Ostbelgier,,
Schaumwein mit Reifenoten haben bei mir bereits des öfteren perfekt ein ganzes Essen durchgehalten. Kombinationen habe ich nun keine mehr im Gedächtnis. Fleisch war nicht dabei, da Vegetarier. Meine 94er-Geheimräte stehen noch tapfer im Keller und im Gedächtnis krame ich mal nicht zu lange nach den Namen der Weine, denn als eindrucksvollstes fällt mir da spontan ein Jaume Codorniu ein, der schon einige Zeit in der Flasche verbracht hatte. Selstsamerweise hatte ich meist bei Cava älteres im Glas. Möglicherweise liegts daran, dass er nicht ganz so gerne in der Flasche reift, wobei m.E. gerade dann noch interessante Töne hinzukommen und ich immer gut damit gefahren bin, auch spanischen Schaumwein in solchen Mengen einzukaufen, dass ein paar Flaschen länger Zeit haben. Die herben, würzigen, pilzigen Töne waren jedenfalls ein Genuß und harmonierten wunderbar mit einem etwas kräftigeren Essen. |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo Teufelsdreck,
das ist ja interessant ! Wie alt werden Deine Cava's denn maximal ? Ich hatte mal davon gelesen, dass reife Schaumweine tolle Essensbegleiter sein sollen, und war hin und weg, wie gut das mit dem Geheimrat kombinierte (übrigens in diesem Fall auch ohne Fleisch). Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
gestern hatte ich Besuch, und der hatte einen alten Rheingauner im Gepäck, nämlich eine 75er Spätlese von Schloß Eltz. Dieser Betrieb gehörte früher zu den rechtrheinischen Gütern, aber es gibt ihn leider schon länger nicht mehr. Hier mein Eindruck: Bernsteingold, in der Nase schöne Reifenoten, Rosinen, Trockenfrüchte, Karamell, am Gaumen einige Restfrucht, Zitronat, sehr sauber, keine Spur von Muff, dezente Süße, lebendige Säure, eher auf der schlanken, eleganten Seite, finessenreich, lang Dazu haben wir wieder die phänomenale nordhessische Leberwurst probiert. Aufgrund der für einen Rheingauer ungewöhnlichen Eleganz des Weins war das aber keine ganz ideale Kombination. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
Marion
ich lese immer "Leberwurst" .. gehst du nach dem Grundsatz vor: viel Wein, viel Leberwurst, in der Hoffnung, daß sich der Wurstgenuß positiv auf die Leber auswirkt ? Pastinake |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
oder die Leber ist ihm wurst, solangs genug Wein gibt?
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
Pastinake |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Naja, was dem Sauternes seine foie gras ist, das ist dem Rheingauriesling seine Leberwurst!
Einen Sauternes hatten wir gestern übrigens auch. Dazu vielleicht später mehr. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Marigaux, genau ! Sauternes kann jeder, einen über 30jährigen Rheingauer dagegen muss man suchen und sich verdienen. Und dazu würde ich auch Leberwurst (oder doch gutes Eisbein
Gerade habe ich einen 10jährigen halbtrockenen Riesling Kabinett aus Ürzig im Glas, davon könnte ich eine Magnum killen Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Kann man einen 99er Riesling Trocken vom Kaiserstuhl als reif bezeichnen ? Ich meine ja. Es gibt da ein herrlich leichtes und leckeres Gericht, was ich gerne mache, und das geht für 2 Personen so: In eine Fettpfanne oder Auflaufform werden 2 Stangen Lauch, ein paar Möhren und eine grosse Zwiebel hineingeschnibbelt. Aufgefüllt wird mit je 500 ml Weisswein und Brühe. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen unter gelegentlichem Rühren bei 180 Grad 45 Minuten dünsten lassen. Parallel 2-3 Hähnchenkeulen von vorzugsweise glücklichen Hähnchen anbraten, dann auf das brodelnde Gemüsebett geben und alles zusammen 30 Minuten im Backofen fertiggaren. Dazu aromatischer Reis, etwas frische Petersilie dazu.
Nun aber zum Ausgangspunkt: Ein 99er Oberrotweiler Kirchberg Riesling Spätlese Trocken *** von Salwey gibt hier einen kongenialen Begleiter ab. Gereiftes, aber helles Gelb, feinster Duft nach Orangenschalen und Kräutern (Petersilie??). Am Gaumen von grosser mineralischer Tiefe, "forzdrogge" und lang anhaltend. Inzwischen seit 3 Stunden offen, und nichts deutet darauf hin, dass man sich mit diesem Wein Zeit lassen müsste. Da sehe ich die Kaiserstühler Weinberge vor mir, die ich im Frühjahr 2006 besichtigen konnte. Toller Wein. Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
heute abend war wieder einer meiner leider viel zu spärlich vorhandenden alten Rheingauer fällig, ein Wein, bei dem mich es mich nicht überrascht hätte, wenn er schon ziemlich tot gewesen wäre. Der Oestricher Gottesthal Riesling Natur (ohne Prädikatsangabe!) von Hans Lang war es aber mitnichten: Keinerlei Brauntöne, schönes Goldgelb, die typische erdig-rauchige Aromatik, beinahe trockenes, mineralisches Geschmacksbild, harmonische Säure, sehr reif, aber noch erstaunlich klar, null Pilznoten, kaum Firne. Blind würde das wohl kaum jemand für einen kleinen und schon fast 50 Jahre alten Weißwein halten. Dazu gegessen habe ich ein Brot mit in der Pfanne gebratenen, leicht gesalzenen und gepfefferten Tomaten und darüber zerlassenem alten Gouda. Ihr lacht - aber es hat gar nicht schlecht zusammengepaßt! Mit etwas Luft gewinnt der olle Gottesthal jetzt noch... Beste Grüße Marigaux |
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Diesen ollen Rheingauer kriegst Du nicht tot, selbst wenn Du ihn eine Woche lang dekantierst ! Es handelt sich um einen simplen QbA, der nicht angereichert (mit Zucker oder Most) werden durfte, um nach dem alten Weingesetz vor 1971 als "Natur" deklariert zu werden. Es ärgert mich sehr, dass dies abgeschafft wurde, denn es würde die Orientierung im deutschen Weinrechtsdschungel für den geneigten Interessenten wesentlich vereinfachen. Dafür könnte man z.B. den ganzen, nun ja, fast möchte ich sagen "Bezeichnungshumbug" ala Selektion, Classic usw. abschaffen. Aber auf den Ostbelgier hört ja keiner
Schöne Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Und gleich noch ein oller Rheingauer, nämliche eine 75er Martinsthaler Langenberg Riesling Spätlese vom Weingut Diefenhardt:
Nicht ganz optimaler Füllstand (die anderen beiden Flaschen, die ich noch habe, sehen diesbezüglich besser aus), dicker Schimmel am Korken, cognacfarben, in der Nase Trockenaprikosen und Sherrynoten, am Gaumen noch etwas Restfrucht (Aprikosen und reife Äpfel) und einige Süße, dahinter Erdiges und Nüsse, im recht langen Abgang dezent bitter, leicht oxidativ, aber durchaus noch am Leben und mit einigem Genuß zu trinken Kein Riese von Altwein und auch nichts, was noch ein paar Jahre liegen sollte, aber angesichst der Tatsache, daß die drei Flaschen inclusive Fracht für 20 Euro bei Xbay zu haben waren... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
nach dem genialen d' Angerville eben und einer von Enthaltsamkeit geprägten Woche habe ich jetzt richtig Lust auf Burgunder und ein ganz altes Schätzchen aus dem Keller geholt. Eine Händlerabfüllung Auxey-Duresses von Naudin-Varrault aus dem Hitzejahr 1964. Ich bitte den geneigten Leser, zu verinnerlichen: In diesem Jahr eilten die Beatles von Triumpf zu Triumpf, Adenauer war Bundeskanzler, das Fernsehen war Schwarz-Weiss und hatte 3 Programme. Und es war heiss in Europa. Sehr heiss. So heiss, dass bei der Ernte die überhitzten Trauen in den Bütten spontan zu gären begannen. Der besagte Auxey-Duresses hat eine kräftige Säure mitbekommen, durch seine vermutliche 1B-Lage kam er in diesem Jahrgang mutmasslich besser weg als so manche berühmte Lage, die unter Umständen zuviel Sonne abbekam. Erstaunlich kräftige Farbe, natürlich leichte Orange- und Brauntöne der Reife. Duft nach Rauch, Speck und getrockneten Früchten. By the way hatte die Flasche fast 5 Zentimeter Schwund und einen recht bröseligen Korken - da braucht man eine ruhige Hand bei der Vorbereitung. Präsente Säure. Ob der Wein mit südfranzösischem oder schlimmerem Deckwein aufgehübscht wurde ? Keine Ahnung. Aber er schmeckt - und wie !! Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Nachtrag: Der 64er ist nun seit über 2 Stunden in der Karaffe und schmeckt immer noch genauso herrlich wie zu Beginn. Was zeigt, dass man absolut keine Angst vor dem Dekantieren älterer Weine haben muss.
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![]() Mitglied seit 17.08.2007 |
Hallo Ostbelgier,
ich erwähnte mal gealterte Cava als für mich angenehme Essensbegleiter und habe ganz vergessen, hier auf Deine Frage einzugehen. Ich muß dazu sagen, dass die Erlebnisse bisher wenig selbstgesteuert waren, denn der Schaumwein wurde nicht zum Zwecke der Alterung erworben und eingelagert, sondern es handelte sich eher um Zufälle - und eben so waren auch die Griffe ins Regal, außerdem stammten die Exemplare durchaus aus Zeiten ohne Kellerbuch und entsprechende Notizen über Kaufpreis - aber da oft aus der Frühzeit, war der Preis eher niedrig und die Ware sicher nicht dazu gedacht, gelagert zu werden = möglicherweise schnellerer Alterungsprozeß. Aber dennoch: in manchem Fall war das gar nicht schlecht. Sicher waren da Geschmäcker dabei, die eigentlich als Fehlton gelten, aber die haben ja manchmal auch ihren Reiz. Alter der Flaschen? bis zu 10 Jahre, wohl nicht darüber. Einer (aktuell) - und von dem habe ich glücklicherweise ein wenig mehr, sodass er über einige Zeit beobachtet werden kann, ist der Jaume Codorniu aus gleichnamigem Hause. Die einzelnen Flaschen sind nummeriert, jedoch fand ich bisher keine Möglichkeiten, diese Nummer mit dem Herstellungszeitraum in Verbindung zu bringen... Der Korken zeigt nur, dass er schon länger in der Flasche steckt und der Geschmack bestätigt, dass es sich nicht nur um einen volumenarmen Korken handelt. Zja, leider fehlen Jahrgangsangaben so oft... aber ähnliche Erlebnisse gab es mit Fängen bei ebay - keiner verkauft seinen Kripta sofort, wie mir scheint... Noch zu testen wären ein paar Flaschen aus der zweiten Hälfte der 1990-er Jahre. Sollte eine demnächst dran sein, werde ich berichten, denke aber eher, dass das noch dauern wird. Also, regelrechte Studien über die Alterungsfähigkeit von spanischem Schaumwein sind noch in dne Kinderschuhen... Aber, dass diese Kategorie nicht für's Altern gemacht sei, bzw. sich nicht positiv durch Lagerung entwickeln könne, kann ich nicht bestätigen. |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
heute gab's eine herrliche Kombination. Ich weiss, es ist politisch inkorrekt, Kabeljau zu essen, aber ein Relikt aus meiner Kindheit ist die dicke Scheibe Kabeljau, in einem Zwiebel-Pfeffer-Sud gekocht, dazu einfache Kartoffeln mit etwas Butter und Feldsalat. Simpel, aber ich hänge nunmal daran. Und immer, wenn es dieses Gericht gibt, überlege ich, mit welchem Wein ich ihm Ehre angedeihen lassen kann. Heute war es ein 22 Jahre alter, trockener QbA von der Ruwer Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
der Kochgenuß fehlt zwar, aber ansonsten scheint mir das hier der passende Fred zu sein - ich hatte nämlich nach dem jungen Gemüse aus 98 Mit etwas Luft wird dieses olle Schätzchen immer runder und harmonischer. Ich bedanke mich vielmals bei unserem Ostbelgier, der mich zusammen mit ein paar anderen Unentwegten geduldig in die spannende Welt der Gammelrieslinge eingeführt hat! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 24.08.2004 |
Gammelrieslinge...*lach* genau das ist es
lg Mathias |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Gammelrieslinge ist eine originär Marigaux'sche Wortschöpfung. Jemand anders hat einmal den hübschen Begriff "Jesuslatschenrieslingsozialisten"
Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Das Schlimme ist, das ich mich inzwischen so richtig an das gammlichte Zeugs gewöhnt habe und nun alles versuche, um es in meinen Keller zu bekommen. Gestern wurde es bei Xbay richtig teuer - da habe ich für zwei 76er Auslesen (Staatsweingüter/v. Othegraven) inclusive Fracht 49 Euronen gelassen. Das ist ein Flaschenkurs, der schon sehr nahe an meiner Schmerzgrenze liegt, aber was hilfts...die Gammelsucht will befriedigt werden!
Beste Grüße von Marigaux, der weder mit Jesus noch mit dem Sozialismus über die Maßen viel am Hut hat... |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Marigaux, Vorsicht bitte bei 76ern der Staatsweingüter ! Da kann man für viel Geld herb auf die Nase fallen, und auch das Prädikat Auslese schützt nicht vor Reinfällen. Da gehst Du besser direkt auf die 71er, die sind in aller Regel sehr gut bis gigantisch. Zu von Othegraven gratuliere ich, sehr selten zu finden. Vielleicht können wir ja mal Deinen 76er mit meinem 75er paaren...
Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Vielleicht können wir ja mal Deinen 76er mit meinem 75er paaren...
Das gibt dann einen 151er Grenache |
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![]() Mitglied seit 24.08.2004 |
@Marigaux
mit Jesus nix am Hut haben wollen, aber geistliche Bachkantaten spielen *tztztz* lg Mathias |
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![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
...was willste von einem erwarten, der in fremden Sakristeien Messwein leersäuft ?
freitägliche Grüße Cantate |
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![]() Mitglied seit 28.10.2004 |
Für die, die in der Nähe wohnen - das Atrium Hotel in Mainz-Finthen hat dieser Tage ein besonderes Motto, das da lautet "Junge Küche und alter Wein"
Ich weiß aber nicht, wie lange die Aktion noch läuft... lg girlfriend-in-a-coma _____________________________________________________ Die Angst vor langen Wörtern heißt Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
gerade war mir nach einem Roten zum rustikalen Abendbrot mit Bayonne-Schinken, Salami und Pökelzunge, aber mit Erschrecken mußte ich feststellen, daß ich kaum noch Rotwein im Keller habe. Aus einer Ecke habe ich dann doch noch einen 86er Bordeaux Superieur gezogen (laut den Ergebnissen meiner Googelei ein relativ anständiger unter den Superieurs). Naja, daß da nicht viel zu erwarten war, war klar. Das Beste, was man von diesem Wein sagen kann: Er lebt noch. Ansonsten wirkt er dünn, unharmonisch, gezehrt - Tannine sind allerdings noch reichlich übrig geblieben. Ein Glas zum Essen war in Ordnung, aber bei aller neuerwachten Liebe zu den ollen Klamotten werde ich den Rest gleich zu Glühwein verarbeiten. Bei den Temperaturen kann etwas Warmes nicht schaden... Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Marigaux, Du hast ja Mut ! Ganz ehrlich, einen 86er Bordeaux Superieur würde ich stehen lassen und mich nicht daran trauen, bei aller Affinität zu reifen Tropfen. Ein Superieur ist halt kein Cru Classe, da hilft dann auch leider nicht mehr der exorbitant gute Jahrgang. Und was die Temperaturen angeht: Hier hat es heute gehagelt, mir ist momentan nur nach Rotwein zumute.
Mitfühlende Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Ostbelgier,
ich hab den geschunken gekrochen. Was soll man damit anderes machen als ihn irgendwann öffnen? Und mit ordentlich Nelken und Rohrzucker drin schmeckt er wirklich gar nicht übel... Prost und beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Tach auch,
hier hat es heut moregn auch geschneeregnet, und dann stieg Herr Jorditin in den Keller und kam mit einem Sonntagmorgenschluck in der Flasche wieder hoch, 2001er Rieslingsekt brut vom Schloss Neuweier, Baden. Nett! Schon deutlich reif, aber absolut lebendug, fein, nussig, zartes Petrol, einfach nett. Sing Halleluja! Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Nelken und Rohrzucker....
Du traust Dich was... Viele Grüsse Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo Tin,
von Neuweier und Nägelsförst bekomme ich gleich noch was geliefert! Meine Eltern nahen mit einer schon geöffneten Notpulle, damit ich nicht beim Glühwein bleiben muß....und ein paar Mitbringsel aus dem badischen Urlaub haben sie auch noch im Gepäck. Halleluja, in der Tat - denn in einer halben Stunde habe ich wieder Spätburgunder im Keller! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Ich bin zwar nicht Tin, freue mich aber trotzdem, dass Rettung für Dich naht...
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
so do I ...
Gruß Tin _____________________________________________________________ Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen. (George W. Bush) |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
ja, gut, daß auf die Mama immer Verlaß ist!
Um Glühweinstände mache ich auch immer einen großen Bogen, denn das, was man da angeboten bekommt, ist in aller Regel zwar glüh, aber kein Wein. Aber so ein hausgemachter Punsch aus einem in Ehren ergrauten Bordeaux Superieur.... Ich bin ja gespannt, was der Nägelsförst-Pinot taugt. Meine Mutter+Mann habe ich einfach mal zu Nägelsförst gejagt, ohne die Weine des Hauses wirklich zu kennen. Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
-...zwar glüh, aber kein Wein...-
Herrlich Ganz ohne Kocherei habe ich gerade einen Tropfen im Glas, der allgemein betrachtet nicht gerade historisch ist, im speziellen aber schon. Immerhin hat der Eitelsbacher Karthäuserhofberg Riesling QbA 1996 nun 12 Jahre auf dem Buckel und kommt aus einem gerne verkannten Jahrgang, der an der Mosel vor allem durch seine oftmals grüne Säure eher berüchtigt als berühmt war. Dieser hier trägt ein feines, gereiftes Gelb, die Nase ist ausgesprochen schiefrig mit zitronig-blütigem Einschlag. Ich schätze, so 10 Promille Säure (also wirklich nix für Allegro), gepaart mit gefühlten 25-30 Gramm Restsüsse. Schlank mit 9,5 Vol. %, davon kann man problemlos eine Flasche trinken. Und obacht - trotz der analytischen Schlankheit von ausgesprocher Eigenständigkeit und Charakter. Lecker ! Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
irgenwo taucht auf einmal ein Satz auf wie: "nix für Allegro" oder "könnte sogar was für Allegro sein" Dankende Grüße - Allegro
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Gern geschehen - und das
Ein so ausgeprägtes Geschmacksprofil ist ja quasi unverwechselbar, und wenn ich mal wieder etwas finde, was ausgesprochen passen würde, werd ich's auch sagen Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
"Wie war er denn, der Nägelsforst- Pinot ?? " Er war ziemlich gut, eher schlank, aber durchaus ein richtiger Pinot mit anständiger Struktur, nicht dieses labberige Klümpchenswasser, wie man es in Deutschland sonst oft findet. Mit knapp 14 Euro hatte er aber auch einen ganz ordentlichen Preis. Die Riesling -"Gutspätlese" ( Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Hallo zusammen,
hier ein paar Flaschen, die das Frankenweinexperiment begleiteten. Ach ja, Essen gab's auch dazu - Weins-Prüm: Erdener Prälat Spätlese 1987. 1987 war das letzte richtig schlechte Jahr mit teils unreifen Trauben. Davon war hier nix zu merken. Harsche Säure, die typische Erdener Mineralität, blind als Erdener Treppchen benannt. Erstaunlich für den Jahrgang. - Christoffel Erben: Erdener Treppchen Spätlese 1998. Wow ! Davon könnte ich eine Magnum alleine trinken. Ein Wein der Superlativen: Frischest, ziselierst, feinst. Erhabene Moselqualität. - Mumm'sches Weingut (gehört zu schloss Johannisberg, Rheingau): Lage vergessen - Kommerzienrat Werle: Hochheimer Daubhaus Naturrein 1964. Ein einfacher, nicht angereicherter QbA, 44 Jahre alt. Erstaunlich hellfarben, in der Nase mit der typischen Hochheimer "Bodennote" ausgestattet. Schlank und erstaunlich knackig, das Alter merkt man ihm nicht an. - Heyl zu Herrnsheim: Niersteiner Brudersberg BA 1999. Ich mag die Festigkeit der Brudersberg-Weine eigentlich sehr, aber dieser hier hatte eine penetrante Uhu-Nase (flüchtige Säure), die mir alles andere verleidet hat. Alles Viele Grüsse Der Ostbelgier |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
die Treppchen-Spätlese von Christoffel-Erben war in der Tat ein Knüller in Bezug auf Filigranität und Feinschliff (darüber hinaus wirkte sie kaum süßer als der eine oder andere "trockene" Silvaner Wirklich ein Jammer Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Mhm, nicht schlecht, klingt nach einem gelungenen Abend. Wobei mir die indiskrete Frage in den Sinn kommt, ob Ihr die neun Flaschen hoffentlich nicht zu zweit geleert habt?
LG Clarissa _______________________________________________________________ No one will ever win the battle of sexes, there's too much fraternization with the enemy ... |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
...nee, zu dritt (kurzfristig waren wir auch mal vier bis fünf).
Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
...und das nicht, weil vielleicht einer etwas oder einen anderen doppelt gesehen hätte..
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![]() Mitglied seit 29.12.2004 |
Marigaux, und dann noch ohne Bodenkontakt mit dem Radl nach Haus?
Viele Grüße aus Berlin Christel Humor ist eines der besten Kleidungsstücke, die man in Gesellschaft tragen kann. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Nee, Christel, ich habe da so merkwürdige Erinnerungslücken
Um 9 war ich dann nach einer Riesentasse Kaffee so einigermaßen arbeitsfähig..... Und heute abend gibts Tomatensaft oder Kefir! Beste Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 26.01.2008 |
Jaja, Marigaux' Erinnerung trügt ihn nicht. Das war'n mal wieder harte Nächte...
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Henglein
Rama Cremefine


































