*Sternweinschule Lektion 7 Chianti
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
\"schenk mein Glas noch einmal ein- mit dem Schianti-Wein\" Heute geht es um den: 2005 Chianti Rufina Fattoria di Grignano.Toskana Der Titel der Weinschule7 :\" Der ist das Volk\" Ursprünglich war der Chianti ein Bauernwein.Es stieg der Weißweinanteil,er wurde dünn und sauer.Jetzt gibt es wieder gute Tropfen.Der Chianti Rufina ist einer davon. Die kulturgetränkte Toskana fasziniert viele Menschen und der Chianti verkörpert als Wein diese Region.Er ist bereits aus dem 8.Jahrhundert bekannt und wohl der älteste Wein der Toskana.Die Landschaft Chianti,zwischen Florenz und Siena,hat diesem Wein den Namen gegeben.Eine Hügelzone von 200-900 m Höhe,die eigentlich aus zwei von Norden nach Süden verlaufenden Landschaftsstreifen besteht. Die Qualität verdankt der Chianti besonders dem Baron Bettino Ricasoli auf Castello Brolio,einem festungsählichen Bau in der Chianti-Classico-Zone.Der Baron experimentierte jahrelang,bis er das günstigste Mischungsverhältnis der Traubensorten herausfand. Heute wird der Chianti aller Sorten nach den DOCG-Vorschriften aus den roten Sorten Sangiovese (75-00%),Canaiolo nero (5-10%) und den weissen Sorten Trebbiano toscano(5-10%) und Malvasia di Chianti.Der Sangiovese gibt dem Chianti das Rückgrat und verleiht ihm die Fruchtigkeit,die anderen Sorten tragen zu seiner \"Süffigkeit\" bei. Sang-iovese =das Blut Jupiters Die Lehrer haben den Vortritt: Unser Toskaner aus der Region Rufina,zeigt welche Talente in dieser ausdrucksstarken Rebsorte schlummern. Intensiver Duft von Waldfrüchten,Heidel-und Preiselbeeren,viel Kräuterwürze,eine Ahnung von Leder-und Rauch-soll heißen dekantieren lohnt sich Im Mund entfaltet der Wein ein vitales Säurespiel im Wechsel mit Bitterschokolade und Kirsche.Typisch für Sangiovese sind seine deutlichen Gerbstoffe,die bei unserem Wein ideal integriert sind:stark ohne Bitterkeit gleitet der Wein über die Zunge und läßt sich in vollen Zügen trinken-zu Pasta mit geduldig geschmortem Wildschweinsugo oder reifem Schafkäse. jetzt kommen die Schüler.Wir waren zu viert.Kürbisuppe vorweg,dann Spaghetti mit Gorgonzolasauce. Wir notierten: In der Nase sehr schön:Kirsche,Schoko,Vanille,Heidelbeere in Mund:pelzig,nicht rund,Kirsche flacher Abgang, nach 3 Stunden in der Karaffe,etwas besser,aber nicht wesentlich Die Freunde hatten zum Vergleich einen Riserva 1996 Grignano mitgebracht. Ebenfalls tolle Nase:Himbeere,Heidelbeere,Pfeffer Mund:Marzipan,flacher Abgang,noch Tannin,überraschend. Wir waren uns einig,daß er nichts für uns ist. Zum Weingut wird noch berichtet,daß auf 55hl/ha reduziert wird und der Wein von hochwertigen kleinbeerigen Sangiovesetrauben stammt.Der Wein lagert 9 Monate in Holzfässern,ist jetzt schon trinkreif,gewinnt mit zunehmender Flaschenreife bis 2009. Vergessen wir nicht weitere Sangioveseanbauzonen fürBrunello und Vino di Nobile di Montepulciano. Einen schönen Abend wünscht Gerwolf Die Bilder folgen |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Wenns klappt,die Bilder
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
LG Gerwolf die Kürbissuppe
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Hallo Forum,
zugegebenermaßen hatte es der Chianti 2003er Weissburgunder Auslese vom Weigut Schneider Weil-Haltingen Das war ein toller fruchtiger Wein.Williamsbirne,Banane,Birne,Weinbergpfisich,wunderbarer öliger langer Nachhall. bei 14,5 vol%. Lg Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 04.09.2005 |
Im Glas:
1993er Chianti Classico Riserva \"Rancia\" von der \"Fattoria di Felsina\". Auch hier rote Früchte und deutlich (aber nicht aufdringlich) Leder und Rauch. Begriffe wie \"flach\" und \"pelzig\" sind dem Wein fremd. Der Wein hat einen angenehmen Abgang und macht einfach nur großen Spaß! Wie ich finde ein wunderbarer Chianti! Diesen tollen Tropfen gab es zu einer einfachen Pizza (Tomaten, Salami, Mozzarella) und nun beim Fernsehen. |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Hallo Gerwolf und alle Mitleser,
da bin ich ja beruhigt, dass der Wein für Euch auch nichts war. Dabei ging es vielversprechend los mit einem wunderschönen Kirschrot im Glas, einer ansprechenden Nase (ich fand dunkle Beeren, würzig nach Kräutern, ein wenig Waldboden - Leder eher ein Hauch, Rauch gar nicht). Aber dann am Gaumen: nichtssagend und trotzdem derart dominantes Tannin, das hat keinen Spaß gemacht. Wir haben den Wein 2 Abende \"mitgeschleppt\", Herr Frankophil wollte ihn auch nicht richtig trinken - jetzt muss er wohl als Sauce enden (Der Wein)! - Für den Preis (ca. 9.- Euro) hätte er schon etwas mehr bieten müssen. Zugegebenermaßen hatten wir auch nicht das optimale Essen dazu, aber einem guten Wein muss man schon auch für sich genommen etwas abgewinnen können! Der Magen hat im übrigen auch noch kräftige Säure gemeldet! Ich habe auch Zweifel, ob er durch Lagerung viel gewonnen hätte, er hat eher insgesamt einen unausgewogenen Eindruck gemacht. Hoffentlich wird der nächste Chianti besser! Wunderschön macht er sich allerdings auf Deinen Photos neben den Rosen und auch die Suppe macht schon Appetit (woher bekommt Ihr um Februar einen Kürbis? War der eingelagert? Welchen Geschmack hat die rote Garnierung?) Liebe Grüße von Frankophil |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
@Frankophil,guten Abend,
na,schon wieder nicht komplett ;- Er kostet 8,50€, 6erKarton frei Haus 48,75 Wie Du schreibst,ich habe es nicht genügend formuliert:pelzig und viel unangenehme Säure. Wenn ich an unsere Weinanfänge denke mit Lamole e Lamole und vielen anderen schönen ~7-10€ oder vor kurzem der 3-Gläser Riserva von Mellini für 9.95€ Kürbis habe ich noch gestern reichlich im Markt gesehen.Unser Freund kommt beruflich ab und ins bayrische Hinterland,da meine er werden dir die Kürbisse nachgeworfen zu Preisen,die bei uns utopisch sind. Hokaido und Butternut je nach Größe 50Cent bis 2 € Da liegen noch welche auf dem Kellerfußboden. Gestern gabs Hokaido, der weiße Klecks ist Sauerrahm,die Schlieren kommen farblich nicht gut raus,das sind die Tropfen steirisches Kürbiskernöl von Gölles. \"Die Flasche macht sich gut auf dem Bild\",hat leider nicht zum Gusto beigetragen. LG Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Hallo Gerwolf,
also Kürbiskernöl von Gölles ist das - vom Feinsten eben! Den \"La Selvanella\" von Mellini haben wir auch noch unverkostet im Keller (2000er, 3 Gläser im Gambero rosso) - den wirst Du wohl meinen. Den trinken wir jetzt bald mal, vielleicht versöhnt das wieder ein bisschen mit dem Chianti, schließlich hat dort auch unsere Weintrinker-Karriere begonnen! Viele Grüße von Frankophil |
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![]() Mitglied seit 11.06.2003 |
Frau Jorditin, korrigier mich: mir hat noch kein Chianti Rufina gefallen ... Und Rufina mit einem Rancia, also Äpfel mit Trüffel vergleichen! TzTz! Dass der Chianti nicht in einem WG-freundlichen Bastfläschlein kam, ist wohl der modernen jungen Generation zugestanden - früher warn die Gebrüder Lange da rebellischer, aber heut \"hupft der (Nurejev) auch nimmer so hoch wie früher\" (Polt) Mich wundert, dass der Chianti-Schorsch genau das nicht schon geschrieben hat ... sicher weil er grad vor nem Chianti Classico sitzt. Und davon kommt man halt schwer weg Olafsson |
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![]() Mitglied seit 29.11.2006 |
Hallo,
dann danke ich mal allen, die die gleichen Eindrücke hatten wie ich (habe mir die Flasche außerhalb des Pakets besorgt). Erst vermutete ich einen leichten Korkton, aber da Frau Marwe das ausschloss, musste der Wein wohl so schmecken Mein Lieblings-Chianti aktuell kommt sowieso aus Kalifornien: Bonny Doon, Il Fiasco. Da ist alles drin, was Sangiovese ausmacht: üppige Kirschfrucht, schmelzende Tanninne... Früher fand ich aus Rufina die Chiantis von Selvapiana sehr ansprechend. Habe ich aber schon lange nicht mehr getrunken. Viele Grüße Markus |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
nun der Chianti ist einer meiner ersten Weinentdeckungen es war damals ein 1971 Castello Uzzano Riserva. Mehrere Urlaube führten uns dann dorthin und wir fanden immer Gefallen an unseren Chianties z.B Badia a Coltibuono, Paolina Savignola, Uzzano,Brolio, Lilliano,Vicchiomaggio u.a. Sicher gab es auch einige die uns nicht zusagten und dazu gehörte auch der Chianti Ruffina Selvapiana. Inzwischen hat sich da auch sehr viel verändert, allein schon der Massentourismus hat der Weinlandschaft des Chiantigebietes nicht unbedingt gut getan, auch preislich. Man muß wie überall suchen und probieren, dann kann man schon noch gute Tröpfchen finden. Zur Zeit ist da allerdings Ebbe in meinem Keller. Gruß grappola |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Nachdem der Rufina hier so in den \"höchsten Tönen\" gelobt wurde, hatte ich mir den Wein bisher nicht angetan und wollte ihn gestern eigentlich im Fonds verkochen.
Da man aber neugierig ist, habe ich dann doch mal ein Schlückchen probiert und war mehr als überrascht: Schon aus der frisch geöffneten Flasche intensiver Duft nach dunklen Früchten, Heidelbeeren. Im Mund dann angenehm nach Kirsche und wieder ganz deutlich auch Heidelbeere, angenehme Säure, Tannine wahrnehmbar aber nicht aufdringlich, keinesfalls pelzig. Ich hab´dann erst mal einen anderen Wein für den Fonds verwendet. Nach einiger Zeit in der Karaffe wurde der Wein immer besser und runder. Sogar meine Frau als bekennende Tanninhasserin hat sich bedient! Ich kann kaum glauben, dass ich das gleiche Stöffchen in der Flasche hatte. Für mich der bisher beste Rote aus der Weinschule. Grüße, Nick ...und reizt es Dich auch vor Wut zu kochen, sei Dir doch geraten gut zu kochen. (Eugen Roth) |
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