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*Sternweinschule Lektion 7 Chianti

Vom 17.02.2007 18:30 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
Guten Tag liebe Mitsternweinschultrinker,willkommen zum Lachen
\"schenk mein Glas noch einmal ein-
mit dem Schianti-Wein\" Ey man, bin ich blau!

Heute geht es um den:
2005 Chianti Rufina Fattoria di Grignano.Toskana
Der Titel der Weinschule7 :\" Der ist das Volk\"

Ursprünglich war der Chianti ein Bauernwein.Es stieg der Weißweinanteil,er wurde dünn und sauer.Jetzt gibt es wieder gute Tropfen.Der Chianti Rufina ist einer davon.
Die kulturgetränkte Toskana fasziniert viele Menschen und der Chianti verkörpert als Wein diese Region.Er ist bereits aus dem 8.Jahrhundert bekannt und wohl der älteste Wein der Toskana.Die Landschaft Chianti,zwischen Florenz und Siena,hat diesem Wein den Namen gegeben.Eine Hügelzone von 200-900 m Höhe,die eigentlich aus zwei von Norden nach Süden verlaufenden Landschaftsstreifen besteht. BOOOIINNNGG....

Die Qualität verdankt der Chianti besonders dem Baron Bettino Ricasoli auf Castello Brolio,einem festungsählichen Bau in der Chianti-Classico-Zone.Der Baron experimentierte jahrelang,bis er das günstigste Mischungsverhältnis der Traubensorten herausfand.
Heute wird der Chianti aller Sorten nach den DOCG-Vorschriften aus den roten Sorten Sangiovese (75-00%),Canaiolo nero (5-10%) und den weissen Sorten Trebbiano toscano(5-10%) und Malvasia di Chianti.Der Sangiovese gibt dem Chianti das Rückgrat und verleiht ihm die Fruchtigkeit,die anderen Sorten tragen zu seiner \"Süffigkeit\" bei.
Sang-iovese =das Blut Jupiters

Die Lehrer haben den Vortritt: Ey man, bin ich blau!
Unser Toskaner aus der Region Rufina,zeigt welche Talente in dieser ausdrucksstarken Rebsorte schlummern.
Intensiver Duft von Waldfrüchten,Heidel-und Preiselbeeren,viel Kräuterwürze,eine Ahnung von Leder-und Rauch-soll heißen dekantieren lohnt sich Achtung / Wichtig
Im Mund entfaltet der Wein ein vitales Säurespiel im Wechsel mit Bitterschokolade und Kirsche.Typisch für Sangiovese sind seine deutlichen Gerbstoffe,die bei unserem Wein ideal integriert sind:stark ohne Bitterkeit gleitet der Wein über die Zunge und läßt sich in vollen Zügen trinken-zu Pasta mit geduldig geschmortem Wildschweinsugo oder reifem Schafkäse. wo bleibt das ...


jetzt kommen die Schüler.Wir waren zu viert.Kürbisuppe vorweg,dann Spaghetti mit Gorgonzolasauce.
Wir notierten: *ups ... *rotwerd*
In der Nase sehr schön:Kirsche,Schoko,Vanille,Heidelbeere
in Mund:pelzig,nicht rund,Kirsche
flacher Abgang,
nach 3 Stunden in der Karaffe,etwas besser,aber nicht wesentlich 11.11.11:11 (hätte wohl noch 2-3 Jahre liegen dürfen.

Die Freunde hatten zum Vergleich einen Riserva 1996 Grignano mitgebracht.
Ebenfalls tolle Nase:Himbeere,Heidelbeere,Pfeffer
Mund:Marzipan,flacher Abgang,noch Tannin,überraschend.

Wir waren uns einig,daß er nichts für uns ist.

Zum Weingut wird noch berichtet,daß auf 55hl/ha reduziert wird und der Wein von hochwertigen kleinbeerigen Sangiovesetrauben stammt.Der Wein lagert 9 Monate in Holzfässern,ist jetzt schon trinkreif,gewinnt mit zunehmender Flaschenreife bis 2009. Lachen
Vergessen wir nicht weitere Sangioveseanbauzonen fürBrunello und Vino di Nobile di Montepulciano.


Einen schönen Abend wünscht Gerwolf
Die Bilder folgen
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Vom 17.02.2007 18:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
Wenns klappt,die Bilder Welt zusammengebrochen



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Vom 17.02.2007 18:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
LG Gerwolf die Kürbissuppe

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Vom 17.02.2007 18:41 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
Hallo Forum,
zugegebenermaßen hatte es der Chianti ... zunächst etwas schwer,denn zur Kürbissuppe gab es einen

2003er Weissburgunder Auslese vom Weigut Schneider Weil-Haltingen

Das war ein toller fruchtiger Wein.Williamsbirne,Banane,Birne,Weinbergpfisich,wunderbarer öliger langer Nachhall.
bei 14,5 vol%. Ey man, bin ich blau!
Lg
Gerwolf 11.11.11:11
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Vom 17.02.2007 19:18 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Im Glas:

1993er Chianti Classico Riserva \"Rancia\" von der \"Fattoria di Felsina\".

Auch hier rote Früchte und deutlich (aber nicht aufdringlich) Leder und Rauch.
Begriffe wie \"flach\" und \"pelzig\" sind dem Wein fremd. Der Wein hat einen angenehmen Abgang und macht einfach nur großen Spaß!
Wie ich finde ein wunderbarer Chianti!

Diesen tollen Tropfen gab es zu einer einfachen Pizza (Tomaten, Salami, Mozzarella) und nun beim Fernsehen. Na!

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Vom 17.02.2007 19:46 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
Hallo Gerwolf und alle Mitleser,

da bin ich ja beruhigt, dass der Wein für Euch auch nichts war.
Dabei ging es vielversprechend los mit einem wunderschönen Kirschrot im Glas, einer ansprechenden Nase (ich fand dunkle Beeren, würzig nach Kräutern, ein wenig Waldboden - Leder eher ein Hauch, Rauch gar nicht). Aber dann am Gaumen: nichtssagend und trotzdem derart dominantes Tannin, das hat keinen Spaß gemacht. Wir haben den Wein 2 Abende \"mitgeschleppt\", Herr Frankophil wollte ihn auch nicht richtig trinken - jetzt muss er wohl als Sauce enden (Der Wein)! - Für den Preis (ca. 9.- Euro) hätte er schon etwas mehr bieten müssen. Zugegebenermaßen hatten wir auch nicht das optimale Essen dazu, aber einem guten Wein muss man schon auch für sich genommen etwas abgewinnen können! Der Magen hat im übrigen auch noch kräftige Säure gemeldet! Ich habe auch Zweifel, ob er durch Lagerung viel gewonnen hätte, er hat eher insgesamt einen unausgewogenen Eindruck gemacht.
Hoffentlich wird der nächste Chianti besser!
Wunderschön macht er sich allerdings auf Deinen Photos neben den Rosen und auch die Suppe macht schon Appetit (woher bekommt Ihr um Februar einen Kürbis? War der eingelagert? Welchen Geschmack hat die rote Garnierung?)
Liebe Grüße von
Frankophil
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Vom 17.02.2007 20:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
@Frankophil,guten Abend,
na,schon wieder nicht komplett ;-
Er kostet 8,50€, 6erKarton frei Haus 48,75

Wie Du schreibst,ich habe es nicht genügend formuliert:pelzig und viel unangenehme Säure.
Wenn ich an unsere Weinanfänge denke mit Lamole e Lamole und vielen anderen schönen ~7-10€ BOOOIINNNGG....
oder vor kurzem der 3-Gläser Riserva von Mellini für 9.95€ Wichtige Frage

Kürbis habe ich noch gestern reichlich im Markt gesehen.Unser Freund kommt beruflich ab und ins bayrische Hinterland,da meine er werden dir die Kürbisse nachgeworfen zu Preisen,die bei uns utopisch sind.
Hokaido und Butternut je nach Größe 50Cent bis 2 € Küsschen Küsschen
Da liegen noch welche auf dem Kellerfußboden.
Gestern gabs Hokaido, der weiße Klecks ist Sauerrahm,die Schlieren kommen farblich nicht gut raus,das sind die Tropfen steirisches Kürbiskernöl von Gölles. *ups ... *rotwerd* (also eher bräunlich als rötlich)

\"Die Flasche macht sich gut auf dem Bild\",hat leider nicht zum Gusto beigetragen. Welt zusammengebrochen
LG Gerwolf Ey man, bin ich blau!
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Vom 17.02.2007 21:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
Hallo Gerwolf,
also Kürbiskernöl von Gölles ist das - vom Feinsten eben!
Den \"La Selvanella\" von Mellini haben wir auch noch unverkostet im Keller (2000er, 3 Gläser im Gambero rosso) - den wirst Du wohl meinen. Den trinken wir jetzt bald mal, vielleicht versöhnt das wieder ein bisschen mit dem Chianti, schließlich hat dort auch unsere Weintrinker-Karriere begonnen!
Viele Grüße von
Frankophil

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Vom 17.02.2007 23:54 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Olafsson Hendlgriller


Mitglied seit 11.06.2003
1.722 Beiträge (ø0,53/Tag)

Frau Jorditin, korrigier mich: mir hat noch kein Chianti Rufina gefallen ... Und Rufina mit einem Rancia, also Äpfel mit Trüffel vergleichen! TzTz! Dass der Chianti nicht in einem WG-freundlichen Bastfläschlein kam, ist wohl der modernen jungen Generation zugestanden - früher warn die Gebrüder Lange da rebellischer, aber heut \"hupft der (Nurejev) auch nimmer so hoch wie früher\" (Polt)

Mich wundert, dass der Chianti-Schorsch genau das nicht schon geschrieben hat ... sicher weil er grad vor nem Chianti Classico sitzt. Und davon kommt man halt schwer weg Lächeln

Olafsson
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Vom 19.02.2007 14:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marwe71 Suppenkoch


Mitglied seit 29.11.2006
1.041 Beiträge (ø0,52/Tag)
Hallo,

dann danke ich mal allen, die die gleichen Eindrücke hatten wie ich (habe mir die Flasche außerhalb des Pakets besorgt). Erst vermutete ich einen leichten Korkton, aber da Frau Marwe das ausschloss, musste der Wein wohl so schmecken Welt zusammengebrochen Nee, Spass hat\'s nicht gemacht, und ob der bei Lagerung besser wird Jajaja, was auch immer!

Mein Lieblings-Chianti aktuell kommt sowieso aus Kalifornien: Bonny Doon, Il Fiasco. Da ist alles drin, was Sangiovese ausmacht: üppige Kirschfrucht, schmelzende Tanninne...

Früher fand ich aus Rufina die Chiantis von Selvapiana sehr ansprechend. Habe ich aber schon lange nicht mehr getrunken.

Viele Grüße
Markus
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Vom 19.02.2007 16:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

grappola Chefkoch


Mitglied seit 17.01.2002
7.562 Beiträge (ø2/Tag)
Hallo,

nun der Chianti ist einer meiner ersten Weinentdeckungen es war damals ein

1971 Castello Uzzano Riserva.

Mehrere Urlaube führten uns dann dorthin und wir fanden immer Gefallen an unseren Chianties z.B

Badia a Coltibuono, Paolina Savignola, Uzzano,Brolio, Lilliano,Vicchiomaggio u.a.

Sicher gab es auch einige die uns nicht zusagten und dazu gehörte auch der Chianti Ruffina Selvapiana. Inzwischen hat sich da auch sehr viel verändert, allein schon der Massentourismus hat der Weinlandschaft des Chiantigebietes nicht unbedingt gut getan, auch preislich. Man muß wie überall suchen und probieren, dann kann man schon noch gute Tröpfchen finden. Zur Zeit ist da allerdings Ebbe in meinem Keller. zum Heulen
Gruß grappola
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Vom 07.03.2007 08:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Nearlyheadlessnick  Chefkoch


Mitglied seit 17.01.2002
3.251 Beiträge (ø0,86/Tag)
Nachdem der Rufina hier so in den \"höchsten Tönen\" gelobt wurde, hatte ich mir den Wein bisher nicht angetan und wollte ihn gestern eigentlich im Fonds verkochen.

Da man aber neugierig ist, habe ich dann doch mal ein Schlückchen probiert und war mehr als überrascht: Schon aus der frisch geöffneten Flasche intensiver Duft nach dunklen Früchten, Heidelbeeren. Im Mund dann angenehm nach Kirsche und wieder ganz deutlich auch Heidelbeere, angenehme Säure, Tannine wahrnehmbar aber nicht aufdringlich, keinesfalls pelzig.

Ich hab´dann erst mal einen anderen Wein für den Fonds verwendet. Nach einiger Zeit in der Karaffe wurde der Wein immer besser und runder. Sogar meine Frau als bekennende Tanninhasserin hat sich bedient!
Ich kann kaum glauben, dass ich das gleiche Stöffchen in der Flasche hatte. Für mich der bisher beste Rote aus der Weinschule.

Grüße, Nick

...und reizt es Dich auch vor Wut zu kochen, sei Dir doch geraten gut zu kochen. (Eugen Roth)
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