Strategische Weineinkaufsplanung?
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![]() Mitglied seit 29.11.2004 |
wie man aus der Überschrift vielleicht erahnen kann, benötige ich ein paar Experten-Ratschläge zur Planung meiner nächsten Wein-Einkaufstour an diesem Wochenende. Ein Supermarkt direkt an der französischen Grenze hat seine deutschen Nachbarn, sprich: uns, mit Werbung für seine neueste Wein-Aktion bedacht. Die Weine kommen ausschließlich aus Frankreich, dafür ist (glaube ich) jede Region vertreten. Das Angebot ist groß und verlockend, unser Keller fast leer. Ich möchte daher 1) Weine für uns selbst, zum kennen lernen (1 Flasche pro Sorte), dürfen über 10 € pro Flasche kosten und sollten auch solo trinkbar sein. Wir mögen gerne trockene Rote, am liebsten so „ein richtiges Maul voll Wein“, bei dem es viel zu entdecken gibt und die einfach Spaß machen. Die Bordeaux-Region gefällt uns, wir freunden uns aber auch langsam mit komplexen Côtes du Rhône an. Auch provencalische Rote haben uns schon begeistert. Der ein oder andere Weiße wäre auch nicht schlecht, da fällt uns die Auswahl aber nicht leicht. Riesling mag ich nicht besonders und die vorschmeckenden elsässischen schon gar nicht. Leckere Pinot gris haben wir bisher nur mit italienischer Herkunft gefunden. Chardonnay wäre vielleicht eine Möglichkeit, aber vielleicht habt Ihr ja noch andere Vorschläge. 2) Weine für unsere Gäste, als Begleitung zum Essen. Die dürfen so bis 3 - 5 € pro Flasche kosten, Grund: wenn unsere Gäste mal unsere Gastgeber sind, dürfen wir uns auch mal am 0,99 € Rotwein aus dem Discounter-Tetra-Pak laben, weil der nämlich „wenn er einskalt aus dem Kühlschrank kommt, fast genau so gut schmeckt, wie die teuren aus dem Feinkostladen“. Das lasse ich mal unkommentiert so stehen… Für diese Gäste benötige ich also einen Wein, und da ich grundsätzlich den Wein trinke, den ich meinen Gästen anbiete, sollte er einfach, aber trinkbar sein, halt ein Tischwein, mit dem man auch kochen kann. Hier brauchen wir rot, rosé und weiß. Da man (nach meiner persönlichen Erfahrung, ist Eure vielleicht anders?) für einen qualitativ vergleichbaren Wein in Deutschland 2-3 € mehr ausgibt, wäre das für mich vertretbar. Aber wie wähle ich jetzt aus ca. 250 - 300 Weinen die richtigen aus? Ich kann sie unmöglich alle probieren, also müssen andere Kriterien herhalten. Bisher habe ich immer nach Preis und Médaille entschieden und damit gute und weniger gute Weine gekauft. Warum bekommt ein Wein eine Médaille, ein anderer nicht? Am Geschmack kann es nicht wirklich liegen. Als weitere Information habe ich die Lagerfähigkeit, eingeteilt in gleich trinken, gleich oder später, besser noch lagern. Die Mehrzahl der angebotenen Weine sollte man gleich trinken oder kann sie noch etwas lagern. Da wir nicht so viel verkonsumieren, frage ich mich, wie schnell ein „jetzt trinkbarer“ Wein an Qualität verliert. Gibt es da Faustregeln? Angegeben ist noch der Abfüllort: - Herstellungsregion - Im Weingut - Auf dem Weingut - Im Schloß Wie wichtig ist Euch dieses Kriterium? Darüber hinaus gibt es als Empfehlung des Supermarktes Weine, die den „Coup de Coeur“ für ihr Preis-Leistungs-Verhältnis verliehen bekommen. Preislich liegen diese Tröpfchen in der Regel bei 2-3 € pro Flasche. Wenn der Wein im Eichenfass gereift ist, wird dies ebenfalls angegeben. Da habe ich bisher auch meist zugegriffen. Außerdem gibt es Weine, die im Guide Hachette oder im Parker erwähnt sind, die sind erfahrungsgemäß ausverkauft, bevor ich im Supermarkt bin. Falls nicht: lohnt es sich, hier zuzugreifen? Als letztes Qualitätskriterium sind mir die Zweitweine aufgefallen, z.B. ein Haut Medoc aus dem Jahr 2001 vom Château Cantèmerle, abgefüllt im Schloss für 8,95 € pro Flasche. So, falls sich jemand von Euch bis hier durch meinen Text gearbeitet hat: wie würdet Ihr hier Weine aussuchen? Ich finde mein bisheriges Vorgehen planlos und denke, dass man es verbessern kann. Vielen Dank für’s lesen und für Vorschläge! Liebe Grüße MissMarple74 |
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![]() Mitglied seit 29.11.2004 |
Hiiiilfäääää!
Jetzt haben schon so viele Leute den Beitrag gelesen und niemand hat einen Tipp? Ihr könnt doch nicht alle Wein nur beim Winzer um die Ecke kaufen - oder etwa doch? Irgendwelche Vorschläge muss es doch geben? Ich sag auch noch mal ganz lieb *bitte, bitte* Grüße MissMarple74 |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hi Miss Marple, Du hast eine strategische Einkaufsplanung gewollt und die schüttelt man ja nicht einfach so in 10 min aus dem Ärmel Das ganze ist nicht leicht, weil wir die angebotenen Weine ja im einzelnen nicht kennen. Es könnte also der Fall eintreten, dass man Dir hier einen Pinot Noir aus dem Burgund zum Probieren ans Herz legt und der, den Du dann im Supermarkt bekommen kannst, ist ein grauenvolles Gesöff, das niemand freiwillig kauft, geschweige denn trinkt. Wichtig ist immer der Erzeuger, den kennen wir nicht und es macht auch keinen Sinn Dir gute zu nennen, die dann nicht zu bekommen sind. Aber dieser Gefahren bist Du Dir bewußt. Ich finde es eine spannene Sache sich einmal quer durch die wesentlichen französischen Anbaugebiete durchzutrinken und auf diesem Weg \"Weintypen\" zu bestimmen, die einem eher liegen oder eben nicht und in die man sich dann vertieft. Grund für \"mögen oder Nicht-Mögen\" können unterschiedliche Rebsorten sein oder unterschiedliche Ausbauformen oder , oder oder. Das ist natürlich nur ein grober Ansatz, jeder weiß, dass man so nur einen sehr vorläufigen Überblick bekommt und viele interessante Gebiete und Winzer ungerecht behandelt werden, oder vergessen. Man könnte also folgenden Ansatz nehmen, nur als Idee. Die Roten: 1. Ein Beaujolais Cru Das ist ein Beaujolais aus einem klar umrissenen Anbaugebiet der zeigt was man aus der Rebsorte Gamay machen kann, wenn man will. Georges Duboeuf ist ein guter und großer Winzer, dessen Weine oft auch im Supermarkt auftauchen. Such nach einem Etikett mit Blumen drauf und dann nach einem Wein aus Moulin-à-Vent oder einem Morgon oder einem Fleurie (das steht groß auf dem Etikett). 2. Was von der Rhône habt ihr ja schon probiert, vielleicht gibts neben dem Côte du Rhône in eurem Supermarkt (welche Kette ist\'s denn eigentlich?) auch eine AOC aus den nördlichen Anbaugebieten, einen St. Joseph oder Cornas aus der Rebsorte Syrah ziemlich sicher gibts einen Crozes Hermitage. Aus dem Südlichen Rhônetal könnte man einen weicheren auf Grenache basierenden Vacqueyras oder Gigondas probieren. Oder einen Châteauneuf du Pape 3. Provence eigentlich Susa_-Land, aber ich bin frech 4. Languedoc-Roussillon Hier gibts jede Menge unsäglichen Wein, aber auch einiges wirklich sagenhafte. Lass die Corbières und Côtes de Roussillion außen vor und schau ob Du was aus den Unterzonen St-Chinian oder Faugères (Schiefer) oder Minervois kriegen kannst. 5. Der Südwesten Von hier kommen die im besten Sinne rustikalen Weine aus \"exotischen\" Rebsorten wie z.B.Tannat. Vielleicht gibt\'s einen Madiran oder einen Cahors. Bergerac bringt übrigens durchaus beachtliche Bordeaux-ähnliche Weine hervor zum kleinen Preis. 6. Bordeaux Susa? Susaaaaa! 7. Burgund (hier gibts die größten Rotweine der Welt! Halte Ausschau nach einem Burgunder der zumindest ein Villages oder sogar ein Premier Cru ist. Vielleicht einen Santenay oder einen Savigny les Beaune. Investiere mal eher 15-20 €, aber einen Burgunder sollte man dabei haben 8. Loire Auch bei den roten hat die Loire was zu bieten, vielleicht bekommst Du einen AOC Chinon oder Bourgueil aus Cabernet franc, elegante Weine keine Konzentrationswunder aber höchst unterschätzt. Weiß (ist nicht euer Schwerpunkt, deshalb nur ein paar) 1. Loire Einen Sauvignon blanc aus dem Osten (Sancerre, oder Poully Fumé) und einen Wein aus der Rebsorte Chenin blanc solltest Du probieren also vielleicht einen AOC Vouvray oder sogar einen Savenières. Wenn Dir Riesling zu säurelastig ist gefällt Dir vielleicht der Sauvignon nicht so gut aber wer weiß. 2. Burgund (hier gibt\'s die größten Weißweine der Welt Leider sind die Chardonnays aus den Montrachets und Co so unbezahlbar, dass man etwas weiter nach Süden ausweichen muss um bezahlbares zu bekommen. Aber vielleicht findest Du einen aus dem Mâconnais aus Pouilly-Fuissé oder P.-Lochè oder P-Vinzelles, völlig unterschätzte Weine imho. Einen Chablis würde ich auch mal Probieren das ist ein Chardonnay der etwas anderen Art, mineralisch stahlig hochinteressant für 15-20€ darfs ein Premier Cru sein. 3. Bordeaux Man muss sie nicht mögen aber man sollte sie kennen, die trockenen Weißen aus dem Bordelais Semillon und sauvignon blanc geben ihnen eine besonder Note, genauso wie der Barriquausbau. 4. Ein Weißer Süßwein im Sauternes-Stil Ich würde in der Preisklasse um 15€ auf einen Montbazillac ausweichen , hier kann man alles erkennen, was in Sauternes richtig viel Geld kostet. Sicher kann man das alles noch problemlos ergänzen, (der Vin Jaune bzw generell der Jura fällt mir gerade ein) je mehr man drüber nachdenkt..... Zu Deinen anderen Fragen: Medaillen sind Schall und Rauch in Frankreich wie im Rest der Welt. Deutschland hält da Medaillenmäßig glaub ich noch die Spitze. Würd\' ich nicht viel drauf geben. Lagerfähigkeit, hmmm. Einfache Weiße sollten im Jahr nach der Ernte, spätestens im 2. Jahr weg sein, bauen dann evtl schnell ab. (Aber ein Sauternes hält natürlich von vornherein auch Jahrzehnte). Rote sind da unempfindlicher 3 Jahre sollten eigentlich bei keinem ein Problem sein, die meisten werden auch noch ein paar Jahre länger halten, viel zulegen tun sie in der einfacheren Qualitätskategorie meist nicht. Guide Hachette und Parker können helfen, Du musst diesmal halt etwas früher aufstehen. Wenn sie nicht nur als schlechtes Beispiel erwähnt sind wirst Du mit einem solchen Wein sicher keinen totalen Reinfall erleben, aber ein Wein den Parker mag muss Dir ja nicht schmecken. Zweitweine von kleineren Châteaux meide ich persönlich (die sollen erst mal ihren ertsne auf Vordermann bringen). Zum gleichen Preis nehm ich lieber des Erstwein eines unbekannteren Châteaux. Ich hoffe Du kannst mit dem Schrieb was anfangen, ich fürchte es ist etwas chaotisch geraten Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ I refuse to answer that question on the grounds that I don\'t know the answer |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Guten Abend Miss Marple,
das ist ein fast kriminalistisch spannendes Thema.Wein-und Lebensberatung. Weinauswahl ,ist schwierig,die Geschmäcker sind verschieden,einfach hier und da ein Fläschchen mitnehmen oder vorher probieren,dann weißt Du es genau. Coup de Coer,find ich immer gut die Flaschen mit dem Pappedeckelverhüterli in Pyramidenform obendrauf,wenn Du eh etwas mit Rotwein kochen willst,mitnehmen und probieren,schmeckts nicht ab an die Soße,oder mit Gästen,an die bösen-Kalttetrapacker ausschenken.Sich selbst heimlich den Brunello in der Küche nachschenken-Farbe beachten. Ich habe gerade einen Hammerwein im Glas von der Rhone 15€ auf einer Selbstvermarktermesse in Frankreich eingekauft.Von Minute zu Minute noch besser. Was das Gute in Frankreich ist ;es läuft anderst als bei uns vor den großen Feiertagen,es gibt wirklich Sonderangebote vor allem im Lebensmittelbereich Käse,Fisch,Wein. Es lohnt sich auf jeden Fall über die Grenze zu fahren.Aber auch dort würde ich die Billigheimer nicht mitnehmen.Billigweisse zum Muschelkochen als Ausnahme. Mir gehts umgekehrt ich kann mich in meinem Keller kaum noch drehen. Am Wochenende wirds besser kommen viele zum anstoßen, das letzte mal haben wir viele Flaschen für den Container gehabt. Cantemerle ist kein Fehler glaube ich. Ich weiß,daß ich Dir nicht wirklich \"helfäääään\" konnte;habs aber versucht. Für Pinot Grigio brauche ich Italien nicht und Markgräflerland.Grauburgunder Auslese trocken 2004,3,50€ wunderbar,den Chardonnay vom gleichen Weingut 6,90. Viel Spaß beim stöbern und einkaufen,probieren und einlagern. Wein ist ein spannendes Thema.Jäger und Sammler immer noch steinzeitmäßig genetisch festgelegt. Mein Ch9 geht jetzt nach 2 Std. ab wie eine Rakete. Ade zur guten Nacht Gerwolf Ich hol übermorgen eigentlich nur Fromage und Baguette,aber mal sehen. |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
@Matthias
hätte ich vorher Deinen Beitrag gesehen hätte ich geschwiegen. Gruß Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 29.11.2004 |
Hallo,
dann kommt erst mal die Entschuldigung für meine Ungeduld – und vielen Dank Matthias für Deine ausführliche Antwort. Zu meiner nächsten Entschuldigung: die Weinaktion startete bereits am Montagmorgen, ich kann aber leider erst am Samstagmorgen einkaufen gehen, 180km einfache Strecke mal schnell zum Weinshopping ist ein bisschen zuviel – ich muss also leider mit den „Resten“ vorlieb nehmen, die am WE noch übrig sind (wenn ich in der Nähe bin). Ich werde mal Deinem Pfad folgen (wieso chaotisch?!) und dabei meine Supermarktvorlage zu Rate ziehen (die stammt übrigens vom Record, einem Ableger der Cora-Kette) Rot: 1. Beaujolais Cru Da habe ich zwei Moulin a Vent zur Auswahl (hoffentlich..) Der erste (leider keine weiteren Infos) aus 2004 für 4,99 € zum gleich trinken; Nr. 2 von der Domaine de Foretal, 2005, Bronzemedaille, 2 Sterne im Hachette (also vermutlich vergriffen) für 7,95 €. Den versuche ich mal zu bekommen, wenn nicht versuche ich Nr. 1. 2. Rhône Einen Crozes Hermitages habe ich entdeckt, Domaine les sept chemins, 2002 für 4,95 € zum gleich trinken. Dann wäre da noch ein Gigondas aus 2003, Domaine du Gour, für 7,90 € 3. Provence Ob ich den Bandol noch bekomme – zweifelhaft, es gibt nur 300 Flaschen. Es ist 2003er, Les Hauts de Seignol, zum trinken oder lagern für 5,95 € 4. Languedoc Da ist die Auswahl seeehr bescheiden, also verzichte ich mal. 5. Sud-Ouest Ein Madiran wäre im Angebot, von 1998 (die Bordeaux aus diesem Jahr finden wir meistens klasse) Château Laroche Viella, 1 Stern im Hachette, für 3,99 €. Ich hoffe, das wird mein Gästewein, es gibt immerhin 1050 Flaschen, hoffentlich auch ein paar für mich 6. Bordeaux Da habe ich eine riesige Auswahl, vielleicht sagt susa_ ja noch was zu diesem Thema? *hoff* 7. Da wo es die größten Weine der Welt gibt – aha - Da wäre ein Santenay 1er Cru, Beauregard Cave Privee, Antonin Rodet von 2002 für 16,70 € (aber nur 72 Flaschen, aber vielleicht habe ich ja Glück) 8. Loire Naja, bei dem Angebot besser nicht Weiß: Ist nicht die bevorzugte Farbe des Weinangebotes, darum gehe ich hier nur auf das ein, was ich auch gefunden habe. 1. Bourgogne blanc Ein Chablis 1er Cru aus 2003, Montmains, Le Manant von Jean Marc Brocard für 8,95 € sowie ein Pouilly Fuisse, Domaine du Roure von 2002 für 4,95 € 2. Süße Sauternes Gibt es zwar, müsste ich aber alleine trinken... also eher nicht. Fehlen nur noch 2 – 3 Bordeaux, dann wäre mein Budget verplant. Ich freue mich jetzt schon richtig auf meine Tour, so fühle ich mich dem Überangebot wenigstens nicht hilflos ausgeliefert. Vielleicht kennt ja jemand von Euch sogar das eine oder andere Château, wenn nicht, kennt Ihr jetzt immerhin meinen Einkaufszettel... @gerwolf Bei meiner letzten Aktion aus treiben lassen, nach Medaillen gucken und hübschen Etiketten war ich verdammt enttäuscht, das beste waren noch ein passabler 1998 St. Emilion, Chateau La Fleur Chantecaille für ~ 7 € sowie ein netter, fruchtiger Rosé, Côtes du Luberon l’ exellence d’amedee für ~ 3 €. Die übrigen Weine habe ich lieber wieder vergessen. Viel Spaß mit Deinem gut gefüllten Keller. Liebe Grüße MissMarple74 |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hallo, @Gerwolf, Du weißt hoffentlich, dass hier im Forum eine LÜW-Task-Force (Leerung Überfüllter Weinkeller) aufgestellt wurde. Wir sind schnell, gründlich und hinterlassen den Keller besenrein ich nochmal kurz 1. Beaujolais Cru Da habe ich zwei Moulin a Vent zur Auswahl (hoffentlich..) Der erste (leider keine weiteren Infos) aus 2004 für 4,99 € zum gleich trinken; Nr. 2 von der Domaine de Foretal, 2005, Bronzemedaille, 2 Sterne im Hachette (also vermutlich vergriffen) für 7,95 €. Den versuche ich mal zu bekommen, wenn nicht versuche ich Nr. 1. Ein Bekannter behauptet den zweiten schon mal getrunken zu haben, er sei eher gut. 2. Rhône Einen Crozes Hermitages habe ich entdeckt, Domaine les sept chemins, 2002 für 4,95 € zum gleich trinken. Dann wäre da noch ein Gigondas aus 2003, Domaine du Gour, für 7,90 € Nicht den 2002er, das war ein grottenschlechtes Jahr an der Rhône, ziemlich risikoreich, wenn man das Weingut nicht kennt. 3. Provence Ob ich den Bandol noch bekomme – zweifelhaft, es gibt nur 300 Flaschen. Es ist 2003er, Les Hauts de Seignol, zum trinken oder lagern für 5,95 € 5. Sud-Ouest Ein Madiran wäre im Angebot, von 1998 (die Bordeaux aus diesem Jahr finden wir meistens klasse) Château Laroche Viella, 1 Stern im Hachette, für 3,99 €. Ich hoffe, das wird mein Gästewein, es gibt immerhin 1050 Flaschen, hoffentlich auch ein paar für mich 7. Da wo es die größten Weine der Welt gibt – aha - Da wäre ein Santenay 1er Cru, Beauregard Cave Privee, Antonin Rodet von 2002 für 16,70 € (aber nur 72 Flaschen, aber vielleicht habe ich ja Glück) Der sollte ok sein, Antonin Rodet ist mit seinen einfachen Weinen nicht der große Bringer aber seine Cave Privée Reihe stammt überwiegend von eigenen Weinbergen 2002 ist gut und Beauregard mag ich ganz gern (von Belland allerdings) Von A.R. Cave Privée hab ich schon einen wunderschönen Chambolle Musigny villages getrunken. Bei 72 Flaschen musst Du am Wochenende halt noch ein bisschen trainieren, Kurzstrecke würde ich empfehlen. 1. Bourgogne blanc Ein Chablis 1er Cru aus 2003, Montmains, Le Manant von Jean Marc Brocard für 8,95 € sowie ein Pouilly Fuisse, Domaine du Roure von 2002 für 4,95 € Der Brocard sollte ok sein, der Poully fuissé im schlimmsten Fall belanglos, also probieren. Fehlen nur noch 2 – 3 Bordeaux, dann wäre mein Budget verplant. Ich freue mich jetzt schon richtig auf meine Tour, so fühle ich mich dem Überangebot wenigstens nicht hilflos ausgeliefert. BTW. gibts einen Link auf eine n Internetseite mit dem Angebot, oder nur Papierform? Viele grüße Matthias _____________________________________________________________ I refuse to answer that question on the grounds that I don\'t know the answer |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
auf dem Papier liest sich das ja alles ganz prima, Französisch ist halt ein schöne Sprache Es wird dir nix anderes helfen als zu probieren, ich persönlich halte nicht sehr viel von diesen tollen Supermarkt Angeboten, aber man muß ja mal irgendwie anfangen. Also viel Glück, dass du das eine oder andere Schnäppchen erwischst. Gruß grappola |
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![]() Mitglied seit 29.11.2004 |
Hallo,
@matthias Gut, dann werde ich meine Planung da noch etwas einschränken. Leider kann man sich das ganze nicht online angucken. Vielen Dank für Deine Hilfe, ich hoffe mal, ich bekomme noch alles. @grappola Tja, man findet manchmal wirklich schöne Weine im Supermarkt, manchmal auch Enttäuschungen. Da unser liebster Weinhändler vor 2 Jahren nach einem Schlaganfall aufgehört hat, fühlen wir uns ein bischen hilflos. Hr. Backes war als Ratgeber ein Traum: man hat die bevorzugte Geschmacksrichtung genannt und bekam ein detailreiche Schilderung der passenden Weine aus dieser Region sowie 1-2 abweichende Empfehlungen als Kontast - die ebenfalls immer den persönlichen Geschmack getroffen haben. Er hat 1-2 Verkostungsreisen pro Jahr durchgeführt und die besten Weine mitgebracht. So lange wir noch keinen adäquaten Ersatz gefunden haben, probieren wir halt viele Wege in Richtung Ziel, und einer davon führt halt in den benachbarten Supermarkt. Liebe Grüße MissMarple74 |
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![]() Mitglied seit 28.10.2003 |
@ Matthias: Dein kleiner französischer Weinführer ist toll - der geht demnächst immer mit auf die Reise. Lieben Gruss Els´chen La vie est dure sans confiture. |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
@Matthias
Ich hab zwar morgen keine LÜW-Task-Force, nur eine kleine Geburtagseinsatztruppe mit ca.50 Nasen überlege schon welche DMG,MG oder ob der Methusalem fällt.Aber der La luna e i falo 2003 ist wohl noch zu jung. DMG Barolo Serano von Ascheri 99 wär doch was oder nicht oder doch. Hab ja noch Zeit bis morgen.Jetzt geh ich erst mal Antipasti besorgen. Grüße Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Als erstes mal, den Bandol kenn ich und kann ihn nicht wirklich empfehlen
Aber ich war ja zu Bordeaux gefragt: Ich würde mit einfachen Médocs, Haut-Médocs und den Satelittenappellationen um St. Emilion beginnen, Preisklasse um die 12.00 € (viel darunter ist es sehr schwierig, einen guten Bordeaux zu bekommen). Jetzt irgendwelche empfehlen, wo soll ich anfangen. Ich würde überhaupt nicht so einen \"umfassenden Ansatz\" wählen und sofort für jede Lebenlage den richtigen Wein einlagern; ich würde zu einem Weinhändler gehen, mir mal zwei oder drei Weine empfehlen lassen (nachdem ich meine Wünsche erklärt habe), probieren, mich damit befassen, und dann langsam weitere kreise ziehen Wenn Du des Französischen leidlich mächtig bist, dann kaufe Dir mal einen Guide Hachette (erscheint jedes Jahr), die dort empfohlenen Weine sind in der Regel sehr appellationstypisch. Für manche Weine vergibt der Guide auch einen \"Coup de Coeur\" - was die Händler dann natürlich stolz an die Flaschen schreiben. Und dort stehen u.a. auch sehr preisgünstige Weine. Vorn im allgemeinen Teil steht eine nette Beschreibung, wie man einen kleinen, einen mittleren und einen großen Weinkeller zusammenstellt (natürlich nur mit französischen Weinen best susa ____________________________________________ Love is just a four letter word! (Robert A. Zimmerman) |
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![]() Mitglied seit 29.11.2004 |
Hallo,
@susa_ Vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich habe mich - als Anhaltspunkt - an Deiner Preisempfehlung orientiert und mit dem noch vorhandenen Bestand abgeglichen und zwei Weine erworben: - einen St. Emilion Grand Cru aus 2002, Château Tauzinat l\' Hermitage, B. Moueix sowie - einen Pomerol, Vieux Château de Templiers, 2. vin du Château Rouget beide um die 12 €. Wir lassen uns von diesen beiden überraschen und investieren in einen Guide Hachette. Ich bin gespannt, wie wir unseren Mini-Keller (~ 50 Flaschen) bestücken sollen. Falls man Dich zu einem Dornfelder nötigt: vom Weingut Stefan Michel (Rheinhessen) gibt es einen im Barrique gereiften 2003er. Er erinnert an einen Cabernet-Sauvignon, und ist auch für Menschen, die Dornfelder nicht mögen (wie z.B. Mr. Stringer und mich) akzeptabel. @matthias >> Da wäre ein Santenay 1er Cru, Beauregard Cave Privee, Antonin Rodet von 2002 für 16,70 € (aber nur 72 Flaschen, aber vielleicht habe ich ja Glück) Der sollte ok sein, Antonin Rodet ist mit seinen einfachen Weinen nicht der große Bringer aber seine Cave Privée Reihe stammt überwiegend von eigenen Weinbergen 2002 ist gut und Beauregard mag ich ganz gern (von Belland allerdings) Von A.R. Cave Privée hab ich schon einen wunderschönen Chambolle Musigny villages getrunken. Bei 72 Flaschen musst Du am Wochenende halt noch ein bisschen trainieren, Kurzstrecke würde ich empfehlen. << Das Training war erfolgreich und wir haben noch ein Fläschchen ergattert Ich versuche mal, ihn zu beschreiben (Die Poeten mögen es bitte überlesen...) Die Farbe ist ein dunkles leuchtendes blutrot. Als erste Note schmeckt man rote Früchte, danach kommen viele Bitterstoffe, die ein äh.. pelziges Gefühl im Mund hinterlassen (gibt es dafür einen Fachausdruck??). Darunter verstecken sich noch weitere Geschmacksnoten, für mich zu unklar, so dass ich sie nicht zuordnen kann (sorry, ich muss noch viel, viel üben) Wir haben ihn als kräftigen roten mit einem ungehobelten Charme kennen gelernt, vielschichtiger als man im ersten Moment meint. Ich persönlich finde, er ähnelt charakterlich dem neuen James Bond. Allen nochmals vielen Dank für die Empfehlungen und ein schönes Wochenende Liebe Grüße MissMarple74 |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Über den Tauzinat \'Hermitage haben wir hier mal was geschrieben, such mal.
Ich glaube, mit den beiden kannst Du erstmal nix falsch machen. Und den Fachausdruck, den Du oben suchst ist Tannin oder Gerbstoff best susa ____________________________________________ Love is just a four letter word! (Robert A. Zimmerman) |
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![]() Mitglied seit 29.11.2004 |
Gefunden
Wir werden uns mal überraschen lassen. Liebe Grüße MissMarple74 |
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![]() Mitglied seit 12.08.2004 |
Hallo MissMarple,
ich hab leider am Samstag deinen Beitrag zu spät gelesen, um noch hilfreiche Tipps zu geben. Zum Weinkeller à la Guide Hachette kann ich aber etwas sagen, da der auch bei mir zuhause steht: Du musst schon etwas vom vorgeschlagenen Konzept abweichen, denn der Guide Hachette geht natürlich nicht auf deine Vorlieben ein. Also ist dann ein 50 Flaschen Weinkeller mit Basisausstattung schnell mal für dich mit zuviel Cremant oder zuviel Weiss- oder Rotwein ausgestattet, falls du das eine oder andere nicht magst. Als Anhaltspunkt ist es aber durchaus brauchbar, allerdings halt insgesamt zu Frankreichlastig (susa_ fragt sich vermutlich, wieso überhaupt andere Weine als Bordeaux vorgeschlagen werden, aber der Rest der Weintrinker hätte vielleicht durchaus auch gerne nichtfranzösische Weine im Keller Ich persönlich kann mich mit den Empfehlungen des GH durchaus anfreunden, der trifft meinen Geschmack meist recht gut. Ausserdem gefällt mir, dass das Sternesystem auch das PLV mit einbezieht, also ein kleiner Wein kann in seiner Klasse bei günstigem Preis durchaus 2 oder 3 Sterne bekommen, das System verbeisst sich also nicht selbst in ein absolutes Punktesystem. Und meiner Meinung nach ist es durchaus rechtens, in den üblichen Supermärkten Frankreichs bei einer Foire oder Angeboten zuzuschlagen, denn in Frankreich hat Wein halt auch im Supermarkt einen höheren Stellenwert als in Deutschland (ich hab da z.B letztes Jahr mal günstigen 1998er Pontet-Canet erstanden, denke nicht, dass sich so ein Wein in einen \'normalen\' deutschen Supermarkt verirrt). |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo,
ja, die französischen (und belgischen!) Supermärkte sind im BDX-Bereich oft erstaunlich gut sortiert. Hier lassen sich nach meinen Erfahrungen richtige Schnäppchen machen . Anders sieht es bei den Südfranzosen aus. Wirklich erfreuliche Exemplare habe ich bislang nur im gutsortierten Fachhandel gefunden. Meiner Meinung nach sollte man, wenn man keinen Händler in der Nähe hat, seine Roten von der Rhone oder aus dem Midi lieber bei den zwei oder drei besonders ambitionierten deutschen Internetversendern bestellen. Da bekommt man meistens auch in den unteren Preisklassen etwas Gescheites. Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 29.11.2004 |
Hallo,
@raist Deine Erfahrungen mit französischen Supermärkten kann ich bestätigen, manchmal findet man gute Weine zu einem prima Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich muss nur noch rausbekommen, wie man die in einem so riesigen Angebot identifiziert. Den Guide H. werde ich mir besorgen, oder evtl. zu Weihnachten wünschen. Dann wird unser Kellerchen vom Bestand \"befreit\" und neu strukturiert. Ich schätze, da steht eher nichts von 37 Einzelflaschen, oder? @Marigaux bisher habe ich mich an Internethändler bzgl. Wein noch nicht rangetraut. Woher mein Misstrauen stammt - keine Ahnung. Mit Whisky hab ich bislang nur beste Erfahrungen gemacht. Hast Du vielleicht einen Händler deines Vertrauens und einen Weinvorschlag dazu? Über eine KM würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße MissMarple74 |
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Henglein
Rama Cremefine
































