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Wie groß Anteil am Geschmack eines Weines vom Preis abhängig?

Vom 02.12.2005 17:13 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
Hallo zusammen!

Viele „normale“ Weintrinker trinken den LOS VASCOS ( Ich weiß: gäähhhhn müde) von den Rotschilds und haben das Gefühl, dass sie ein gutes Tröpfchen trinken. Kostet ja immerhin 9,95 Euro. Und kommt von den Rotschilds.

Jedoch der Wein kostet bei meinem (etwas unkonventionellen) Weinfachhandel: 6,95 Euro. Zieht man hiervon das üppige Marketing ab, ist man Ruckzug bei unter 5 Euro, die der Wein „wert“ ist.

Nur würde uns der Wein dann genauso schmecken (nun gut, mir schmeckt er nicht (mehr), aber dies ist ein anderes Thema)?

Ich glaube schon, dass wir uns schon auch vom Preis an sich geblendet werden (zumindest ein wenig)
So nach dem Motto: Bei einem teueren Wein, suche ich das Gute und finde es auch, bei einem Billigen Wein das Gewöhnliche, und finde dies dann auch. Wer suchet der findet.
(Das heißt natürlich nicht, das es Weine gibt –ob teuer oder günstig- die genau ihr Geld wert sind. Und diese Weine gilt es zu finden.

Oder sieht Ihr das anders?
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Vom 02.12.2005 17:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo Georg,

jein! Es gibt natürlich immer wieder das Phänomen, daß man sich einen Wein \"schöntrinkt\".

Aber wenn man um die Problematik weiß, kann man schon ganz gut dagegen ankommen (zumindestens dann, wenn es nur um den Preis eines Weines geht). Beispiel: Vor gut 2 Jahren hatte ich anläßlich eines großen Weintreffens Gelegenheit, zum ersten und bisher einzigen Mal in meinem Leben einen d´Yquem (ich glaube, es war der 86ger, müßte aber noch mal nachgucken, um es genau sagen zu können) zu trinken. Der Probeschluck kostete 12 Euro, und ich fand den Wein ziemlich miserabel. Er schmeckte wie mit etwas Jod und Trockenobstaroma versetztes und ansonsten ziemlich labbriges Zuckerwasser. Neben mir hatte noch jemand den gleichen Schluck erstanden, wir ließen die Gläser am Tisch herumgehen, aber trotzdem landete noch ein Rest im Kübel, denn keiner unserer Nachbarn (wir waren insgesamt zu sechst) fand den Wein wirklich gut. Alle waren also in der Lage, den berühmten Namen und den Preis gegenüber ihrem pesrönlichen Geschmackseindruck in den Hintergrund zu drängen.

Psychologich schwieriger wird es nach meiner Erfahrung, wenn es um einen mal nicht so gelungenen Wein vom Lieblingswinzer geht. Da versucht man (und ich nehme mich da nicht aus) gerne krampfhaft, die Schwächen in Stärken umzudeuten. Aber das hat mit dem Preis eigentlich nix zu tun.

Den Los Vascos habe ich mir übrigens nur einmal (vor längerer Zeit) gekauft. Eine zweite Flasche davon kommt mir so schnell nicht mehr ins Haus....

\"(Das heißt natürlich nicht, das es Weine gibt –ob teuer oder günstig- die genau ihr Geld wert sind. Und diese Weine gilt es zu finden.\"

Ja, natürlich gilt es, sie zu finden. Nur hat jeder einen anderen Maßstab. Für mich ist ein bestimmter Wein sein Geld wert, weil ich mit seinem Erzeuger durch den Steilhang gelaufen bin und ein faszinierendes Landschaftsbild vor Augen habe, sobald ich diesen Wein trinke. Für einen anderen ist derselbe Wein aufgrund seiner rein geschmacklichen Qualitäten vielleicht schon deutlich zu teuer...



Beste Grüße

Marigaux

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Vom 02.12.2005 19:42 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Kochmausmk Hendlgriller


Mitglied seit 08.02.2004
3.405 Beiträge (ø1,12/Tag)
Hallo,
da muss ich marigaux zustimmen.

Es gibt immer Leute, da muss es immer das teuerste sein und die wissen den Wein garnicht zu schätzen. Und es gibt Weine, die sind selten und daher teuer, das muss man ja auch beim Preis berücksichtigen. Und dass manche Leute ihren guten Namen ausnutzen fürs Marketing, passiert nicht nur beim Wein.

Was den Los Vascos betrifft, ich hatte mir auch mal eine Flasche gekauft, meine ich, es gibt doch Leute, die diese fruchtigen, süffigen Weine suchen. Und denen ist er dann 7 oder 10 Euro Wert. Ich glaube nicht, dass bei diesem Wein der Name stark mitbezahlt wird. Der Preis liegt im Rahmen anderer Supermarktweine in der Preisklasse und Art.

Gruss Kochmaus

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Vom 02.12.2005 23:44 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Olafsson Hendlgriller


Mitglied seit 11.06.2003
1.722 Beiträge (ø0,53/Tag)

Der Preis, der Name, das Prädikat, die Goldmedaillen, die 90+x Parkerpunkte, ... alles Signale für \"ich bin anerkannt was besonderes\" und alles ablehnbar mit \"schmeckt mir trotzdem irgendwie nicht\". So weit so mainstream.

O.
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