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Garagenweine – was ist davon zu halten?

Vom 06.07.2005 12:45 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
Hallo zusammen !

In der schon erwähnten Sendung (anderer Thread) auf tv-gusto über Wein wurden auch die „Garagenweine“ behandelt, die irgendwie absolut hipp sein sollen und auch dementsprechend kosten.

Leider habe ich das Ganze nicht so richtig verstanden. Irgendwelche Weinmacher ohne eigenen Weinberge kaufen die „besten“ Trauben ein und „produzieren“ dann in der „Garage“ (deshalb der Name) einen möglichst optimalen Wein? Das soll klappen?

Einige dieser Garargenweine sollen einige 100 Euro kosten.

Hab ich da was durcheinander gebracht?

Bis denn Gerd
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Vom 06.07.2005 12:54 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

angelika2603 Sternekoch


Mitglied seit 21.07.2003
17.547 Beiträge (ø5,43/Tag)
hallo

ich habe mal ein bisschen gegoogelt

Der Begriff Garagenwein wurde in den USA geprägt. Während des Kultwein-Booms in den neunziger Jahren schossen Kleinstbetriebe dort wie Pilze aus dem Boden. Oft waren es wohlhabende Städter (Anwälte, Ärzte, Kunstschaffende), die sich damit ein schickes, einträgliches Nebengeschäft gönnten. Wo nicht gebaut werden konnte, installierte manch einer die Kelterei in einem aufwändig umfunktionierten und mit feinster Technik ausgestatteten Geräteschuppen oder ähnlichen Gebäuden. Als die ersten solcher in winzigen Mengen produzierten Weine bei blinden Verkostungen berühmteste Gewächse zu übertrumpfen begannen, schnellten Nachfrage und Preise dramatisch in die Höhe: Der Mythos „Garagenwein“ war geboren. Heute benutzt man das Attribut für jegliche in Kleinstauflagen erzeugten Weine, sobald sie einen gewissen Kultstatus mit entsprechend exklusivem Preisniveau erreicht haben.

Übrigens kann ich Ihnen zu dem Thema eine sehr vergnüglich zu lesende Kolumne von Siebeck empfehlen. Sie finden sie unter zeus.zeit.de/text/archiv/2001/51/200151_siebeck_kolumne.xml

lg

angelika

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Vom 06.07.2005 12:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Tja dann mal ganz von vorne.

Der Begriff vin de garage also Garagenwein bezeichnet in der Hauptsache die kleinen Weingüter des Bordelais, LePin, Valandraud usw., die in sehr kleinen Gütern (quasi einer Garage) ihre Weine machen, nach den höchsten Regeln der Kunst. Sie haben schon eigene Rebflächen, allerdings sehr kleine, und bei der durchgeführten Ertragsbeschränkung und Konzentration kommen deswegen auch nur ganz wenige Weine dabei raus, bei LePin z.B. nur ein paar hundert Flaschen pro Jahr. Die Wein sind gut, selten und deswegen extrem teuer.

Ob das klappen soll? Das klappt!



best
susa

____________________________________________

Die SIGNATUR hat SOMMERPAUSE!
Ich mach hier nur sauber.

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Vom 06.07.2005 14:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Guru Kaltmamsell


Mitglied seit 17.01.2002
513 Beiträge (ø0,14/Tag)

und watt iss mit:

sine qua non ??? kalifornien !

absolute weltklasse zu absoluten preisen.
keinen weinberg, nicht eine traube.
naja und harlan ist ja auch nicht schlecht Na wenn das mal stimmt!?

GG

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Vom 06.07.2005 15:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

avatar Kartoffelschäler


Mitglied seit 09.08.2004
66 Beiträge (ø0,02/Tag)
Hallo Guru,

bei Harlan kann ich nicht mitreden, was die Weine vom guten Herrn Krankl betrifft, würde ich nicht von absoluter Weltklasse sprechen wollen (Deinem Smiley entnehme ich ja auch eine Spur Ironie.

Unter dem Vorbehalt, dass ich noch keinen der Weine im gereiften Zustand probiert habe, kam mir bei den bislang verkosteten Tropfen noch nie der Eindruck auf, einen Weltklassewein im Glas zu haben. Eher sehr gut gemachte, teils hervorragende und (eher vordergründig) beeindruckende Weine zu Mondpreisen.

Allerdings weiss ich nicht, wie teuer die Weine vor Ort sind. Wenn sie in den Staaten nicht teurer sind, würden sich die hiesigen Preise angesichts des allgemein hohen Weinpreisniveaus in den USA relativieren.

Schöne Grüße

Alexander
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Vom 06.07.2005 17:23 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Guru Kaltmamsell


Mitglied seit 17.01.2002
513 Beiträge (ø0,14/Tag)
jaja, avatar,
hast scho recht. aber, man weiss es nicht.

der smiley sagt ja nicht umsonst: na, wenn das mal stimmt.

im moment ist es so, dass die krankl weine sich zwischen 50€ und 250€ bewegen. wobei die 250€ nur beim letzten 100PP wein zu sehen sind. der 1996er ist jetzt knappe 9 jahre und bei der letzten verkostung offenbarte er keinerlei schwächen, sondern offerierte einem noch weitere 15-20 jahre haltbarkeit unter dem gesichtspunkt der reifung und einer qualitativen steigerung.
die weine sind in meinen augen keineswegs mit den sonst so vordergründigen vertretern der PPsüchtigen zu vergleichen. pavie, meines erachtens, ein absoluter minuswein. und dergleichen gibts noch einige. wenn auch nicht unter der bezeichnung: garagenwein.
krankl erzeugt weine mit ungeheuer dichter struktur, unvergleichlichem charakter und subtilen einzelnoten. die unglaubliche auswahl und sorgfalt , mit der er die weine behandelt ist in meinen augen ein garant für lange lebensdauer.
der preis schlechthin ist nicht diskutabel.

GG
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