Blindverkostung - Bewertung?
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![]() Mitglied seit 02.02.2005 |
Zusammen mit ein paar Freunden möchte ich nächste Woche eine Blindverkostung veranstalten, mit österreichischen Weinen (welche Rebsorten es genau sein werden, ist noch offen, da jeder einfach eine gute Flasche mitbringt). Uns geht es dabei vorallem darum, die Weine zu bewerten (und vielleicht sogar zu erkennen ;)), ohne Blick aus Etikett. Nun möchte ich dazu gerne eine Art Bewertungsbogen anfertigen, jedoch weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, welche Kriterien dort angeführt werden sollten. Ich bin leider eine sehr \"frische\" Weinliebhaberin und noch blutige Anfängerin, was dieses Thema betrifft. Hat jemand evt. sowas bereits zur Hand oder könnte mir ein paar Tipps geben, wie sowas auszuschauen hat? Wäre wirklich sehr dankbar... ~c. |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Hallo chocoholic,
wollt Ihr die Weine mehr oder weniger professionell verkosten oder einfach Spaß haben und danach gehen, was Euch schmeckt? So eine Probe haben wir letzte Woche mitgemacht, wir waren auch eine sehr heterogene Gruppe, von absoluten \"Wein-Newbies\" bis zu ziemlichen Cracks. das war sehr nett, weil gerade die \"einfachen\" Beurteilungen und Bewertungen die Profis ein bisschen runetrgeholt haben von ihrem \"ja, aber den muss man mal in 10 Jahren probieren\"-Trip. Wie gesagt, die Frage ist erst mal, was wollt Ihr damit? Eine ganz gute Übersicht darüber, wie man Weine beurteilen und bewerten kann, findet sich in der Infothek von Wein-Plus. Das ist ein großes Onlineportal, den Link zur Infothek schicke ich Dir per KM, ich stelle aber ein paar Infos auch mal hier ein (wie gesagt, nur einen Auszug): **************************************** Jeder kann ohne Vorwissen Wein probieren Stellen Sie sich vor, Sie werden nach einem Essen gefragt, wie es Ihnen geschmeckt hat. Kein Mensch würde auf die Idee kommen mit „Weiß ich nicht. Dafür kenne ich mich zu wenig mit Essen aus“ zu antworten. Genau so unvoreingenommen wie Sie äußern, ob Ihnen ein Essen schmeckt oder nicht, können und sollten Sie das auch mit Wein machen. Jeder kann Wein probieren und beurteilen. Warum auch nicht? .... Dennoch ist es hilfreich zu wissen, worauf man beim Wein probieren achten kann, um für sich selbst zu erkennen, warum ein Wein schmeckt, sich darüber mit anderen austauschen zu können und das nächste Mal beim Weinhändler zu wissen in welche Richtung man sich weiter durch die weite Welt der Weine probieren möchte. Ob einem ein Wein schmeckt oder nicht, hängt dabei von folgenden Kriterien ab: Auge ... Achten Sie einmal darauf, ob ein Wein klar ist oder eher matt oder sogar trüb. Dann sehen Sie sich die Farbtiefe an. Ein Wein der tiefrot oder kräftig goldgelb ist, macht doch schon im Auge einen besseren Eindruck, als ein Wein mit blasser, unscheinbarer Farbe. Der Farbton ist ebenfalls wichtig. Er lässt Hinweise zu auf das Alter des Weines (je mehr es in Richtung Brauntöne geht, um so reifer ist z.B. ein Rotwein ) und auch auf die Art des Ausbaus. Nase ... Riechen Sie am Wein. Ist die Nase angenehm und reintönig, oder sind da auch störende Bestandteile drin? Ist die Nase kräftig oder kaum wahrnehmbar? Können Sie evtl. sogar bestimmte Früchte oder andere Gerüche assoziieren? Erinnert Sie die Nase eher an Früchte, an Blumen, Gemüse, Gewürze, Holz oder an einen Pferdestall (letzteres klingt eigentümlich, kommt aber in der Tat oft vor). ... Es gibt Weine, die riechen nach nichts, andere sind dermaßen angenehm und vielfältig, dass man ewig nur dran riechen möchte, andere wiederum haben eine geradezu abstoßende Nase. ... Um den Geruchseindruck zu verstärken, kann man das Glas in kreisenden Bewegungen bewegen, um die Innenwand des Glases komplett mit Wein zu benetzen. Wenn Sie Angst haben etwas zu verschütten, lassen Sie Ihr Glas einfach auf der Oberfläche der Tischplatte kreisen. Im Mund Nachdem Sie die Nase (hoffentlich) genossen haben, nehmen wir einen Schluck. Ruhig einen großen, damit der Mund ausgefüllt ist. Was empfinden Sie jetzt? ... Können Sie Süße spüren? Hat der Wein Kohlensäure (wie im Mineralwasser)? Spüren Sie die Säure? Ist die Säure sauer, kräftig oder eher flau? ... Insbesondere bei Rotweinen spüren Sie evtl. die Gerbstoffe (Tannine). Bei jungen gerbstoffreichen Rotweinen erleben Sie Tannine dadurch, dass Ihre Zunge und Ihr Gaumen pelzig und taub werden. ... Im Mund könnten Sie Bitterkeit spüren. Ein Wein kann alkoholisch (wie Branntwein) wirken. Ein Wein schmeckt dann, wenn alle Komponenten in einem angemessenen Verhältnis zueinander vorhanden sind. Nicht zu viel und nicht zu wenig Säure; nicht zu viel und nicht zu wenig Gerbstoffe usw. Wenn die „Mischung“ stimmt, dann schmeckt Ihnen der Wein. Man spricht dann von einem ausgewogenen oder gut balancierten Wein. Der berühmte Abgang Vom Abgang ist immer wieder die Rede .... Man kann auch sagen „Länge“ oder „Nachhaltigkeit“. Es geht einfach um die Frage, wie nachhaltig der Wein einen Eindruck im Mund (nicht im Hals) hinterlässt. Die Spanne reicht von nicht vorhanden bis zu 10 oder 20 Sekunden. Je länger, desto bleibender das Erlebnis; um so besser ist der Wein. ********************************************************* Irgenbdwo müsste ich auch noch einen Link für Verkostungsbögen haben, den suche ich Dir noch mal raus. Gruß Tin _____________________________________________________________ Hit the road, Jack, and don\'t cha come back no more, no more... (Percy Mayfield) |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Wenn du schon dabei bist Tin, würdest du mir die links auch schicken! Bitte, danke!
Gruß grappola |
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![]() Mitglied seit 02.02.2005 |
@Tin: Zu deiner Frage: Wir wollen eher Spaß dran haben, verschiedene Weine kosten und vergleichen. Da wir alle keine Cracks sind, sondern einfach nur gerne guten Wein trinken, wird es wohl nicht so professionell werden...
Danke jedenfalls für die Infos. Ich hatte gehofft, vielleicht etwas Konkreteres machen zu können, also eine Art Tabelle mit österreichischen Weinen anfertigen zu können. Dazu dann verschiedene Kategorien wie Farbe (+Abstufungen), Aromen etc., die typisch sind für die Rebsorten. Also kann z.B. in der Liste der Wein, der gekostet wird, in diese Kategorien eingeteilt werden - zb. rubinrote Farbe, alkoholreich, vollmundig, samtig mit dem Geschmack von Bittermandeln und evt. Gewürzen usw. Durch das Einteilen in die Kategoreien kann dann evt. herausgefunden werden, dass es sich hier z.B. um einen Pinot noir handeln könnte. Ich hab\' keine Ahnung, ob das überhaupt Sinn macht und so durchführbar ist, aber da wir alle uns eher wenig auskennen und nicht gerade auswendig wissen, wie die verschiedenen Weine und ihre geschmacklichen und farblichen Unterschiede sind, wäre so eine Liste eigentlich vorteilhaft... und man könnte herausfinden, wie fein der eigene Gaumen ist ;). Es wäre also super, wenn ich irgendwie solche Kategorien und ihre Abstufungen auftreiben könnte - und die typischen Charakteristika österreichischer Weine dazu :). Okay, eigentlich ziemlich viel Aufwand, aber im Endeffekt macht es sicherlich total Spaß... *g* Tin, wenn du mir noch einen Link zu einem Verkostungsbogen schicken könntest, wäre das total nett. Ich bin selber nämlich nicht fündig geworden... ~c. |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Hallo Chocoholic,
wie ich sehe, hast Du ja in dem anderen großen Webforum schon einige gute Antworten bekommen, vielleicht stellst Du mal zusammen, was Du dann letztendlich gemacht hast, das ist bestimmt spannend für alle hier Gruß Tin _____________________________________________________________ Hit the road, Jack, and don\'t cha come back no more, no more... (Percy Mayfield) |
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