Orangenlikör zischt beim Öffnen

02.12.2012 19:51 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Strandflieder

Mitglied seit 15.04.2008
659 Beiträge (ø0,28/Tag)

Hallo!

Ich habe mich an einen Likör hier aus dem Forum "gewagt".

Oragen mit Kaffeebohnen spicken und mit Kandiszucker in Rum/Wodka o.ä. legen. Habe ich auch alles so gemacht.

Nun habe ich neulich mal eine Nase nehmen wollen und habe den Bügelverschluss geöffnet und da hats gezischt BOOOIINNNGG.... Mit viel Wohlwollen waren da auch Minibläschen, aber naja...

Nun meine Frage: Wegschmeißen, oder ist der Trinkbar? Kennt jemand das?

Sorry, wenn das eine blöde Frage ist, aber ich hab das noch nie gehabt und soooo viele Liköre habe ich noch nicht gemacht :(

Liebe Grüße
Strandflieder
 
02.12.2012 20:32 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sonnenschweif

Mitglied seit 12.10.2004
5.283 Beiträge (ø1,45/Tag)

Hallo,

kannst Du bitte mal das Rezept verlinken?! Wie lange zieht die Sache?

Aufsteigende Bläschen - soweit vorhanden - lassen mich eine Gärung befürchten. Aber wenn der Likör richtig verdorben ist, wird man das meist bei der Kostprobe spüren. Da mag man dann keinen zweiten Test mehr...

Viele Grüße

 
02.12.2012 20:46 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

carrara

Mitglied seit 21.02.2007
25.299 Beiträge (ø9,1/Tag)

hört sich stark nach Gärung o. ä. an ---- aber das muss ja nicht zwingend ein Nachteil sein. Ey man, bin ich blau!

Verlinke doch mal das Rezept --- dann gucken wir weiter.


LG Carrara
Selbst das beste Werkzeug kann mangelndes Know-how nicht ersetzen!
 
02.12.2012 20:51 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Strandflieder

Mitglied seit 15.04.2008
659 Beiträge (ø0,28/Tag)

Hallo!
Danke schonmal! Ich habe leider auch direkt an Gärung gedacht.

Es war dieser Likör mit weißem Rum, aber dunklem Kandis (den hatte ich noch) und 2 Orangen, da ich auch mehr Rum genommen habe.
Angesetzt habe ich ihn vor knapp 2 Wochen, Kandis hatte sich schon aufgelöst, ich habe aber nochmal welche nachgegeben. Schmeckte erstmal nur nach Rum...

Hilfe! Ich mag den nicht wegschütten :(

Liebe Grüße
Strandflieder
 
02.12.2012 20:57 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Alchemist22

Mitglied seit 16.10.2012
59 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hey,

da der Rum der einzige Flüssigkeitsanteil ist, liegst du bei deinem Likör bei knapp 40%, das hält keine Hefe aus. Daher halte ich eine Gärung für ausgeschlossen. Wahrscheinlich ist dein Likör jetzt einfach wärmer als zum Zeitpunkt des Abfüllens wodurch etwas Druck entstanden ist, was das Zischen verursacht hat. Denke mal der Likör ist gut, würd ihn aber noch ein paar wochen stehen lassen. Im Zweifelsfall immer Geschmacksprobe machen.

Gruß
Alchemist
 
02.12.2012 21:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

carrara

Mitglied seit 21.02.2007
25.299 Beiträge (ø9,1/Tag)

hmm, also selbst wenn großzügig gespickt wurde und dadurch der Rum mit O-Saft verdünnt wurde und die Orangen ggf. ungereinigt eingelegt wurden, sollten es die Hefen schwer haben.
Lehne dich mal entspannt zurück, lass die Sache weiter reifen und dann probier halt mal.

Schlimm kann es ohnehin nicht sein --- schlimmstenfalls nicht so wie erwartet.


LG Carrara
Selbst das beste Werkzeug kann mangelndes Know-how nicht ersetzen!
 
02.12.2012 21:08 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Strandflieder

Mitglied seit 15.04.2008
659 Beiträge (ø0,28/Tag)

Danke danke danke!


Ich hatte überlegt, ihn zu Weihnachten zu verschenken, leider eben etwas spät gefunden hier. Ich teste vor Weihnachten nochmal!

Vielen Dank für eure Hilfe! Auf euch ist Verlass!

Liebe Grüße
Strandflieder
 
02.12.2012 21:28 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosko

Mitglied seit 06.07.2009
513 Beiträge (ø0,27/Tag)

Nabend,

aus eigener Erfahrung: Ja, der O-Likör mit ganzen Früchten kann mal etwas zischen beim Öffnen - warum keine Ahnung, auf jeden Fall keine Gärung. Denn lecker, aber Achtung / Wichtig nicht unbedingt schon Weihnachten, am besten verschenken mit der Auflage nicht vor Ende Januar öffnen und genießen. Reift erstaunlicherweise auch ohne Orange sehr schön nach und ist so nach ca. einem Jahr am allerbesten, falls er sich denn so lange aufbewahren lässt Na!!

Gruß Rosko
 
02.12.2012 21:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Strandflieder

Mitglied seit 15.04.2008
659 Beiträge (ø0,28/Tag)

Ach echt? Der reift ohne Orangen noch?! Also kann ich ihn doch abseihen und verschenken? Das wäre ja klasse!

Danke!
Gruß, Strand
 
03.12.2012 05:25 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

tobimodo

Mitglied seit 30.08.2005
11.729 Beiträge (ø3,53/Tag)

Guten Morgen.

Das Zischen ist ganz normal. Schau Dir mal eine Orangenschale an - die ist im Prinzip aufgebaut wie ein Schwamm, da ist viel Luft drin. Wenn sich die Orange mit dem Alkohol vollsaugt, muss ja die Luft aus der Schale raus. Wenn Du das Glas öffnest, muss die überschüssige Luft ja irgendwo hin. Eigentlich, wie wenn man eine Flasche mit kohlensäurehaltigem Wasser öffnet.

Ich kann das nicht genau erklären, aber ich denke, Du weißt, was ich meine. Wenn Du das Glas gelegentlich öffnest, wird das Zischen weniger und der Likör wird sicher lecker. Na!


LG Annette

Ich denke, also bin ich HIER falsch
 
03.12.2012 10:53 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Andi73

Mitglied seit 16.03.2006
2.334 Beiträge (ø0,75/Tag)

Moin Annette,

Deine Theorie kann nicht ganz stimmen, denn im Mineralwasser ist das CO2 gelöst und perlt aus, braucht dann mehr Platz, die Luft in der O-Schale ist aber als Luftbläschen vorhanden. Hier findet nur ein Austausch statt, es dringt soviel Alkohol in die Schale ein, wie Luft entweicht, dadurch kann kein Überdruck entstehen.

Woher der Überdruck stammt, kann ich nicht erklären. Vielleicht gärt die Orange tatsächlich - solange noch nicht genügend Rum in sie eingedrungen ist.

LG Andi
 
03.12.2012 12:16 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Carco

Mitglied seit 18.06.2010
10.383 Beiträge (ø6,63/Tag)

Hola,

Pfeil nach rechts Wenn sich die Orange mit dem Alkohol vollsaugt, muss ja die Luft aus der Schale raus. Wenn Du das Glas öffnest, muss die überschüssige Luft ja irgendwo hin. Pfeil nach links

Sicher nicht! Sicher nicht! Sicher nicht! Neee, warum, da ist doch nichts dazu gekommen. Alkohol rein-- Luft raus. Da gibts keine Vermehrung. Na! Außer durch evtl Gärung.
Also bin auch ich der Meinung, dass da etwas am Gären ist. Aber ob das nun schlimm ist??¿¿

Saludos, Carco
 
04.12.2012 09:14 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Strandflieder

Mitglied seit 15.04.2008
659 Beiträge (ø0,28/Tag)

Ich züchte eine Orangenlikör-Bombe BOOOIINNNGG.... Wer weiß, wer weiß... Ich lass ihn mal noch stehen und in der Woche vor Weihnachten wage ich mich mal ran. Es zischt nicht mehr ganz so, der Kandis ist aufgelöst, aber der Rum schmeckt noch ziemlich durch. Vielleicht wird er ja tatsächlich besser.

Ich kenne mich mit dem Thema Gärung nicht so aus, von daher kommt er weg, wenn er mir nicht schmeckt, denke ich..

Vielen Dank schonmal!
Strandflieder
 
04.12.2012 20:51 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Alchemist22

Mitglied seit 16.10.2012
59 Beiträge (ø0,08/Tag)

Die Idee mit der Luft in der Schale hatte ich auch schon, klingt auch sehr wahrscheinlich. Zwar habt ihr Recht, dass genau so viel Alkohol in die Orange eintritt, wie an Luft herauskommt, aber die Luftbläschen in der Schale stehen unter Druck. Beim Austreten der Luft aus der Orange steigt so der Druck in der Flasche und es zischt.
Mit Gärung hat das ganze jedenfalls nichts zu tun.

Gruß

Alchemist
 
05.12.2012 10:26 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Andi73

Mitglied seit 16.03.2006
2.334 Beiträge (ø0,75/Tag)

Moin Alchemist,

das wirderum kann ich mir kaum vorstellen, daß die in der Schale befindliche Luft eingeschlossen is unter Druck steht, schon gar nicht unter so hohem, daß man es anschließend beim Öffnen der Likörflasche hören könnte. Dann wäre auch eine Erklärung nötig, weshalb plötzlich die luftdichte Hülle um die Luftbläschen in der Schale durchlässig wird.

VG Andi
 
05.12.2012 10:44 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Gartenliebe

Mitglied seit 28.08.2009
1.380 Beiträge (ø0,74/Tag)

..interessanter Fred!! Find ich immer spannend, wie intensiv und mit wie viel Sachverstand Ihr das aufschlüsseln könnt und ich lese gerne diese aktiven Diskussionen mit. Vielleicht ist doch noch eine Lösung für zischen und Druck zu finden.

Hallo erstmal von mir!

Nun, aber Druck hin, zischen her - fraglich ist doch, ob das für das entstehende Endprodukt eine tatsächliche Relevanz hat.
Da wir schon lange selbst Liköre herstellen durch verschiedene Ansätze mit Korn, Rum, etc.. - muss ich ganz ehrlich sagen, halte ich den Gärprozess für äußerst unwahrscheinlich. 40% Alkohol - das sollte alles töten. Umgekehrt: Vielleicht verhält es sich bei der Orange tatsächlich etwas anders, d.h. braucht geringfügig mehr Zeit, bis der Alkohol durch die Schale in die Frucht gedrungen ist. Aber dennoch: Falls es kurzfristig gärt, müsste es im Grunde schon gleich wieder aufhören. Kann es generell aber überhaupt zur Gärung kommen... Hm.

Aber wie auch immer: Genießbar wird das gute Tröpfchen auf alle Fälle werden, wenn die angemessene Zieh- und Reifezeit(!) vollendet ist! Je länger das Endprodukt Ruhe gegönnt bekommt, desto vollmundiger und runder wird sein Geschmack - und die Freude beim Genuss, ist klar Na! Na! !
Unsere Liköre stehen mindestens 6-8 Wochen "in Frucht", dann wird immer feiner gefiltert bis der Likör ziemlich klar ist. In eine frische Flasche abgefüllt darf er nun lange in einer dunklen Ecke im Schrank reifen und sich entwickeln. Im Schnitt stehen die Liköre ein dreiviertel Jahr. Danach wird erneut sehr fein gefilter. ..und dann erst würde ich ihn auch nett etikettieren und verschenken... - um die Frage mal zu beantworten.
Wenn Du natürlich vorher schon die "Fruchtzeit" beendest und filterst, könntest Du generell Dein Erzeugnis als Präsent weitergeben. Aber letztlich ist es doch wichtig, dass der Geschmack stimmt, oder nicht? Von daher halte ich persönlich es nicht für ideal, ein unreifes Erzeugnis weiterzugeben. ..man will doch probieren, was man geschenkt bekommt.. Aber teste doch einfach den Geschmack, wenn Du gefiltert hast und entscheide dann spontan ob oder ob doch lieber noch nicht! Vielleicht hat es ihm ja gereicht mit der zur Verfügung stehenden Zeit.

Drück auf alle Fälle die Däumchen und grüße ganz nett in die Runde,
die Gartenliebe
 
05.12.2012 10:48 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Gartenliebe

Mitglied seit 28.08.2009
1.380 Beiträge (ø0,74/Tag)

P.S.: Wir haben 2012 zum ersten Mal auch das mit der Vergärung von Früchten unter Zuckerzugabe und ohne Alkohol getestet (Siehe Rezept Schüttelkirschen). Die Ergebnisse mit Kirschen, Pflaumen und Weintrauben sind erstaunlich lecker geworden! Die Beeren haben sich nur zum Teil bewährt. Gärung ist aber eine echt ganz andere Geschichte als der alkoholische Ansatz von Früchten. ..das nur für alle, die einfach hausmännisch und weniger wissenschaftlich an die Materie herantreten - auf alle Fälle äußerst interessant, auch für Kinder zum zuschauen, staunen und entdecken ein tolles Projekt (hicks, hicks - aber bitte nicht mit dem Erzeugnis unbeaufsichtigt lassen,,)) Na! )
 
09.12.2012 23:28 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Alchemist22

Mitglied seit 16.10.2012
59 Beiträge (ø0,08/Tag)

@ Andi,

das die Luft unter Druck steht, kannst du einfach ausprobieren, indem du mit dem Fingernagel in die Schale stichst. Dabei wirst du feststellen, dass die Flüssigkeit aus der Schale herausspritzt. Die starke Beschleunigung der Tröpfchen kommt durch den Druck der Gasblächschen zustande, die beim Einstechen geöffnet werden.

Das Gas kommt in der Flasche auf dem gleichen Weg aus der Orange, wie der Alkohol hinein. Könnte mir da verschiedene Wege vorstellen, wobei ich mir nicht sicher bin, welcher der dominierende ist. Möglich wäre Diffusion oder die Lyse der Zellen, vielleicht weiß jemand andres das besser.

Gruß

Alchemist
 
11.12.2012 11:43 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Andi73

Mitglied seit 16.03.2006
2.334 Beiträge (ø0,75/Tag)

Nun Alchemist,

wenn ich mit dem Fingernagel auf die Schale drücke, erzeuge ich einen Druck, durch den einerseits die kleinen mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen der äußeren Schale zerstört werden. Andererseits sorgt dieser von außen einwirkende Druck dafür, daß der Inhalt herausspritzt. Das hat nichts mir einem angeblich in der Schale vorhandenen Gasdruck zu tun.

Außerdem: Selbst wenn in der Schale Gase unter Druck vorhanden sein sollten (was ich absolut bezeifle), wird es niemals soviel sein, daß es zu einem mehrfach wahrnehmbaren Zischen beim Öffnen des Gefäßdeckels führen würde. Ich vermute wie gesagt, daß dort auf irgendeine Weise Gas entsteht - und da wäre eine Gärung (die solange stattfinden kann, wie noch nicht genügend Alkohol in die Orange eingedrungen ist) für mich die schlüssigste Erklärung.

VG Andi
 
11.12.2012 22:19 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Alchemist22

Mitglied seit 16.10.2012
59 Beiträge (ø0,08/Tag)

Andi,

der Druck, den du mit dem Fingernagel ausübst ist relativ gering. Es würde lediglich zu einem Saftaustritt kommen. Der Saft spritzt allerdings sehr viel stärker heraus als es durch den Druck des Fingernagels alleine möglich wäre.

Ein Zischen ist schon bei sehr kleinen Druckunterschieden zu hören. Da die Orange sehr viele Gasbläschen enthält, kann durchaus genug Druck entstehen.

Eine Gärung wäre nur möglich, wenn bereits verdorbene Orangen, also mit Hefen infizierte Orangen verwendet wurden, was ich allerdings für sehr unwahrscheinlich halte. Außerdem müssten es dann die Hefen geschafft haben irgendwie in die Orange zu kommen und wie bereits gesagt macht der Alkohol jeglichen organismus darin kaputt.

Gruß
Alchemist
 
13.12.2012 22:02 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schnpasnase

Mitglied seit 02.09.2007
656 Beiträge (ø0,25/Tag)

Also wenn die Orange am Stück bleibt (so wie ich das verstehe) und die Kaffeebohnen nur sachte reingedrückt werden, dauert es doch eine ganze Weile bis der Alkohol in die Frucht eintritt. Und Orangen gären an sich sauschnell. Wenn du den Likör nochmal machst würde ich vielleicht die Orange etwas mehr einstechen, so dass der Alkohol sofort tief in die Orange einziehen kann.
 
14.12.2012 11:13 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Andi73

Mitglied seit 16.03.2006
2.334 Beiträge (ø0,75/Tag)

Moin Alchemist,

meine Erfahrung sagt etwas ganz anderes bezüglich des Drucks mit dem Fingernagel. Obwohl der scheinbar (und gefühlt) sehr gering ist, spritzt es ganz schön, wenn man auf diese Weise auf kleine(!), mit Flüssigkeit gefüllte Bäschen drückt - und das ganze auch ohne irgendwelches Gas. Je größer die gefüllten Blasen sind, desto weniger stark spritzt es bei nur leichtem Druck. Also die Theorie mit den unter Druck stehenden Gasbläschen in der Orange erscheint mir etwas arg zweifelhaft.

Da hingegen Hefen überall in der Umwelt vorhanden sind, ist es eher äußerst wahrscheinlich, daß sie auch auf jeder Orange vorhanden sind. Treffen diese auf passende Lebensbedingungen, z.B. auf O-Saft, beginnt die Gärung. Es wäre also ein durchaus vorstellbares Szenario, daß Hefen durch das Einstecken von Kaffeebohnen in die O-Schale ins Innere der Orange gelangen. Die Schale kann die Kaffeebohnen durchaus so dicht umschließen, daß es im Innern der Orange eine ganze Weile gären kann, bevor schließlich irgendwann genügend Alkohol in die Orange eindringt und der Hefe den Gar ausmacht.

VG Andi
 
14.12.2012 22:05 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Alchemist22

Mitglied seit 16.10.2012
59 Beiträge (ø0,08/Tag)

Moin Andi,

sehr gut beobachtet Lächeln Tatsächlich ist der Druck in einer Blase größer, je kleiner der Durchmesser der Blase ist. Dies ist dadurch zu erklären, dass es sich um einen Oberflächeneffekt handelt. Wobei gilt, dass der Innendruck der Blase p=2o/r mit Oberflächenspannung o und Radius der Blase r ist. Je größer die Blase, desto größer r und desto kleiner wird p. Genau genommen spielt es gar keine Rolle, ob die Bläschen nun mit Gas oder einer Flüssigkeit gefüllt sind. Entscheidend ist nur der Druck, der durch das Zerstören der Bläschen freigesetzt wird.

Klar entsteht durch Gärung CO2 und damit Druck. Sollte es Hefen auf welche Art auch immer gelingen in die Orange einzudringen und sich lange Zeit vorm Alkohol zu verstecken, dann kann auch auf diese Weise Druck entstehen, aber ich halte diese Theorie für die unwahrscheinlichere. Man könnte ja mal eine aufgeschnittene Orange verwenden, sodass der Alkohol sofort alles erreicht, wenns dann trotzdem zischt, liegts an der Schale.

Gruß

Alchemist
 
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