Orangenlikör - wer kennt diese Machart bzw. hat ein Rezept?


donaublau

Mitglied seit 11.06.2011
221 Beiträge (ø0,15/Tag)

Hallo an das Forum,
meine Schwiegermutter selig hat alle Jahre in der Weihnachtszeit einen Orangenlikör gemacht. Das Rezept habe ich leider nie genau erfragt, aber den Hergang habe ich noch in Erinnerung.

Sie hat eine Orange auf Zwirnschnüren ganz knapp über dem Alkohol in einem Glasgefäll aufgehängt und einige Wochen gewartet. Dann war die Orange fast ausgetrocknet und der Alkohol hatte den Saft der Frucht total aufgenommen.
Dann hat sie mit Zucker ??? etc. aufgemischt und abgefüllt.

Zumindet habe ich das so in Erinnerung. Kennt jemand dieses Rezept, ich würde es soo gerne probieren.

LG und danke im voraus .

Animama

Mitglied seit 17.10.2012
4.364 Beiträge (ø4,29/Tag)

Hallo,

also bei uns ging das mit dem Orangenlikör so:

Eine Orange gut abwaschen und dann mit 33 Stück Würfelzucker( warum genau 33 weiß ich nicht! Lachen ) in einem gut schließendem Glasgefäß zusammen mit Doppelkorn o.ä. 33 Tage stehen lassen.
Dann alles abgießen, die Orange ist dann richtig strohig und kann weg.
Den dadurch entstandenen Likör in eine schöne Flasche gießen und gut verschließen.

So haben das die Frauen früher (als ich noch Lehrling war) bei uns auf Arbeit gemacht.
Ich selber habe das aber nie ausprobiert. Kann also nicht sagen, ob es gut schmeckt!

LG Animama

A Friend

Mitglied seit 17.01.2002
9.061 Beiträge (ø1,83/Tag)

Da fällt mir nur Vollmond und die durchgeschnittene Kartoffel sowie Warze als Stichwort ein... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Carco

Mitglied seit 18.06.2010
11.678 Beiträge (ø6,25/Tag)

@Animama ,

wieso wird eine Orange mit Korn und Zucker "strohig"??¿¿

fragende Grüsse

donaublau

Mitglied seit 11.06.2011
221 Beiträge (ø0,15/Tag)

Ich werde zwar alle Tips ausprobieren, aber das erhoffte Rezept war noch nicht dabei.

Mir geht es hauptsächlich um die restlichen Zutatenmengen bzw. Vorgangsweise. Dass eine Frucht über starkem Alkohol aufgehängt, Ihre Aromasäfte abgibt ist mir ja irgendwie klar.

Hat niemand ein genaues Rezept ?
Alkoholgehalt für den "Entzug" und danach die Verdünnung bzw. richtige Zuckerzugabe??

Ich hoffe auf den Abend, da werden sicher einige Leser helfen können Lächeln

Animama

Mitglied seit 17.10.2012
4.364 Beiträge (ø4,29/Tag)

@ Carco: Das weiß ich leider auch nicht, vllt liegt es ja am Alkohol der die Orange irgendwie auslaugt?
Ich habe das auch nur so von den ehemaligen Kolleginnen damals so gehört!

Unwissende Grüße zurück an dich! Lächeln

donaublau

Mitglied seit 11.06.2011
221 Beiträge (ø0,15/Tag)

Sodale, jetzt habe ich in einem grossen Gefäss alles angesetzt, wie hier beschrieben. Nun schwimmen aber die Orangen obenauf und ist das jetzt ein Problem? Warum?

Und wie könnte man die beschweren, wenn ich gerade mal mit der Hand in die Gefässöffnung komme?

Fragen über Fragen, aber ich möchte nichts falsch machen.

tobimodo

Mitglied seit 30.08.2005
12.220 Beiträge (ø3,37/Tag)

Hallo Donaublau.

Ich vermute mal (ist zumindest meine Theorie), dass das an der Orangenschale liegt. Die sieht ja aus, wie ein seeehr feinporiger Schwamm und hat auch Luft eingeschlossen (sieht man bei dickschaligen Orangen gut). Die Luft geht aus den Orangen, wenn sie sich vollsaugen. Das merkst Du, wenn Du gelegentlich das Glas öffnest - dann zischt es und die Orangen blubbern, als würden sie in Kohlensäure liegen.

Ich mache jedes Jahr Orangenlikör nach diesem Rezept und habe die ersten beiden Ansätze weggeschüttet, weil ich dachte, der Likör wäre hinüber... Beim dritten Ansatz habe ich das Glas einfach stehen lassen. Mit der Zeit sinken die Orangen auf den Boden und das Blubbern lässt auch nach.

Wenn man die Orangen dann aufschneidet, ist die Orangenschale ganz und gar nicht mehr, wie ein Schwamm...


LG Annette

Ich denke, also bin ich HIER falsch

donaublau

Mitglied seit 11.06.2011
221 Beiträge (ø0,15/Tag)

danke tobimodo - ich habe auch nach diesem Rezept angesetzt. Meine Bedenken wären jetzt nur mehr bzgl. dem Obenaufschwimmern der Früchte.
Vielleicht genügt es, wenn ich ab und zu umrühre?

tobimodo

Mitglied seit 30.08.2005
12.220 Beiträge (ø3,37/Tag)

Du musst Dir keine Sorgen machen... Die Orangen sinken irgendwann zu Boden.

donaublau

Mitglied seit 11.06.2011
221 Beiträge (ø0,15/Tag)

@ ok, dann werde ich jetzt einfach abwarten und danke Euch für die Antworten !

LG

kirsche-mit-sahne

Mitglied seit 05.01.2013
4 Beiträge (ø0/Tag)

und wie lief es ?
sorry aber mich würde es seeeeehr interessieren wie de bei dir und dem Oranenlikör lief ? @ donaublau

donaublau

Mitglied seit 11.06.2011
221 Beiträge (ø0,15/Tag)

@ kirsche-mit-sahne - es lief sehr gut.

Ich habe zwischendurch öfter einmal umgerührt ( und gekostet hechel... ) und nach sechs Wochen war der Likör fertig.

Er ist zwar sehr dickflüssig, aber wunderschön gefärbt und schmeckt sehr stark nach Orangen. Lediglich bei den Kaffeebohnen werde ich zukünftig maximal 5 Stück pro Orange nehmen.
Ich habe lt. Rezept 28 Bohnen je Orange gespickt, aber der Kaffeegeschmack ist mir zu dominant. Das ist allerdings Geschmackssache.

Das Rezept kann ich gut empfehlen. Ich habe den Likör in kleine Flaschen abgefüllt, eine getrocknete Orangenscheibe mit einem Goldband drumherum und einer goldenen Aufschrift versehen weitergeschenkt.

War ein voller Erfolg.
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