Met - hat jemand damit Erfahrung?

28.05.2012 14:08 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

syldron

Mitglied seit 26.10.2009
981 Beiträge (ø0,54/Tag)

Hallo,

ich bin halbwegs erfahrener Hobbybierbrauer, und wollte mal einen Versuch mit Met, also Honigwein, machen.

Dabei weiss ich noch nicht so recht, ob ich dem Getränk einen eher weinartgen Charakter verleihen sollte, also eher hoher Alkoholgehalt und ohne Kohlensäure abgefüllt, oder eher wie Bier, also geringerer Alkoholgehalt mit Kohlensäure (vielleicht sogar mit Hopfenzusatz?), oder als letzte Variante als Sekt, hoher Alkoholgehalt mit Kohlensäure.

Hat jemand sowas schon mal ausprobiert?

Welche Hefen sind da zu empfehlen?
 
28.05.2012 18:39 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

katir

Mitglied seit 10.04.2006
38.561 Beiträge (ø12,36/Tag)

Hallo,

Met hat wenig mit Wein zu tun..eher mit Bier geschmacklich und vom Alkoholgehalt.

Selber gemacht habe ich es noch nie, aber selbstgemachtes getrunken bei Freunden.

Nutzt dir das etwas?

http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/1093,0/Chefkoch/Met-selbst-herstellen.html

katir
 
29.05.2012 00:20 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

syldron

Mitglied seit 26.10.2009
981 Beiträge (ø0,54/Tag)

Pfeil nach rechts Met hat wenig mit Wein zu tun..eher mit Bier geschmacklich und vom Alkoholgehalt. Pfeil nach links

naja, rein per definition ist Met ganz klar ein Wein, da der zu vergärende Zucker nicht erst durch Fermentation aus Stärke gewonnen wird (der japanische Sake dagegen ist daher strenggenommen ein Bier und kein Wein).

Und der Alkoholgehalt beim Met ist meist wesentlich höher als beim Bier, bis über 20% (Bierhefe stirbst normalerweise bei knapp über 10% ab). Aber da gibt es ja auch jede Menge Variationsmöglichkeiten.

Aber danke für den Link, ein paar brauchbare Tipps sind da schon drin.
 
29.05.2012 00:55 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
6.786 Beiträge (ø2,99/Tag)

Hallo!

Für mich ist Met eher Wein, wird auch im Kreuzworträtsel immer als "Honigwein" definiert.

Ich mache ihn immer mit hohem Alkgehalt und ohne CO2, ich habe auch noch nie welchen mit CO2 getrunken.

Als Hefe benutze ich Weinhefen; es gibt Sorten, die für Frucht- und Honigweine angeblich besonders gut geeignet sind.

Liebe Grüßle vom Schwobamädle


Met Erfahrung 2323851122

Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
 
29.05.2012 12:09 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Piri

Mitglied seit 27.12.2005
5.071 Beiträge (ø1,57/Tag)

Hallo,
ich habe noch nie Met mit Kohlensäure getrunken.
Also: "eher hoher Alkoholgehalt und ohne Kohlensäure ".

Met gibt es hier bei einigen Imkern zu kaufen.

LG Piri
 
17.12.2012 13:22 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

syldron

Mitglied seit 26.10.2009
981 Beiträge (ø0,54/Tag)

Nachdem ich hier eingangs die Frage nach Met gestellt habe, nun das Resultat meines ersten Versuches:

Ich habe eine Menge von 30 Litern angesetzt. Dazu muss man wissen, dass es schon ein nicht zu vernachlässigender Kostenfaktor ist, die dafür nötigen Rohstoffe zu kaufen, ich habe dafür allein 14kg Honig verbraucht.

Also, zur Herstellung: Zunächst habe ich 5 Liter Wasser zum Kochen gebracht, dorthinein habe ich 50 gr Saazer Hopfen gegeben. Das habe ich so 20 min Kochen lassen, dann den Hopfen herausgenommen und abkühlen lassen, bis auf etwa 40 Grad.

Dann in einem 50 Liter Topf das Wasser mit 10 Liter Apfelsaft und 7,5 kg Honig vermischt. Steriles Arbeiten ist wie immer die Grundvoraussetzung. Es dauert eine Weile, bis sich der Honig aufgelöst hat.

Und jetzt kommt der Clou: das Gemisch habe ich so wie es ist mit Weihenstephan Weizenbierhefe angesetzt. Ich war gezielt nacht den fruchtigen Estern aus, die diese produziert.

Honig vergärt nur sehr langsam, braucht sicher mindestens 5 mal so lange wie ein Biersud. Als der Zucker dann quasi weg war (Alkoholgehalt lag bei ca 10%), habe ich nochmal 7kg Honig mit Wasser versetzt dazugegeben. Da Bierhefe bei ca 11% Alkoholgehalt abstirbt, war klar dass eine zweite Hefe zugesetzt werden musste. Ich habe eine Portweinhefe genommen, die über 20% Alkohol verträgt.

Ab jetzt gärt alles noch viel langsamer. Der Met muss jetzt mindestens 2 Monate so stehen.

Am Ende war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Die Restsüsse vom Honig, die Fruchtsäure vom Apfelsaft, die leichte Bitterheit vom Hopfen und dessen Aroma sowie der massive Honigduft in Kombination mit den Fruchtaromen durch die Weizenbierhefe geben dem Met einen komplexen und kräftigen Geschmack, so dass das Getränk nicht vom hohen Alkoholgehalt von etwa 20% dominiert wird.
 
18.12.2012 23:59 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Alchemist22

Mitglied seit 16.10.2012
59 Beiträge (ø0,08/Tag)

Moin,

dein Rezept kling sehr spannend. Bin selber Hobbywinzer und hab auch schon nen Met gemacht, allerdings nen normalen Weinansatz. Dein Weg scheint mir sehr kompliziert, aber mich würd ja mal interessieren wir er schmeckt. Gibts ne Möglichkeit an ein Fläschchen zu kommen? Lachen

Gruß

Alchemist
 
19.12.2012 18:45 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

syldron

Mitglied seit 26.10.2009
981 Beiträge (ø0,54/Tag)

Ja, müssen wir mal sehen, wie wir das machen. Der steht ja nicht gleich um die Ecke, sondern etwa 100km nördlich von Trondheim. Na!

Und du hast völlig recht, fürchterlich umständlich, wie ich das gemacht hab. Aber ich bin ja selbst auch Hobbybrauer und hatte gerade die Weizenbierhefe einsatzbereit stehen, nachdem ich mit Weizenbierbrauen durch war.
 
21.10.2013 18:01 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

FeldkochTHW

Mitglied seit 15.12.2011
138 Beiträge (ø0,13/Tag)

Hallo Seldron,
Auch wenn der Thread schon ein Jahr alt ist:

Woher weist Du eigentlich, dass dein Met 20% hat ? Selbst Champagnerhefe stirbt bei ca 16%, und die verträgt am meisten. Portweinhefe gibt schon bei 14% auf. (Portwein wird nämlich aufgesprittet). Hohe Zuckerkonzentrationen wirken ausserdem gärungshemmend. Kann also nicht ganz sein. Vinometer und Bierspindel taugen hier zur Alkoholkonzentrationsbestimmung nichts, wegen der hohen Dichte von Met durch den Restzucker. Wenn Du es genau wissen willst, müßtest du einen Liter Wein abdestillieren, bis der Dampf wärmer als 78 Grad wird und dann das Destillatvolumen messen sowie die Dichte davon bestimmen und den tatsächlichen Alkoholgehalt berechen.
Folglich wird dein Met ca. 13-14 Vol. % haben und jede Menge Restzucker. Die Honigmenge hätte theoretisch für 26% gereicht. Kannst also beim nächsten mal etwas sparsamer damit sein. Man rechnet normalerweise 2-3 kg/10l Ansatz.

Hier die Faustregel für alle Interessierten:

1Kg Zucker wird zu ca. 700ml Alkohol und CO2 abgebaut., Honig enthält etwa 80% Zucker. Hefegärung erzeugt je nach Rasse zwischen 11 und 16 Alkohol Vol. % maximal. Viel Spass beim Knobeln

LG Frank
 
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