Erlebnisse bei einer Whiskyprobe
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![]() Mitglied seit 15.06.2007 |
mein erster Beitrag in diesem Forum ;) Letzten Samstag hatte ich das Vergnügen bei einer Whiskyprobe teilnehmen zu können. Veranstaltet wurde sie von zwei Stammtischen von Whiskyfreunden. Thema war "Lost and found" - also Whisky von Destillerien, die geschlossen sind. Zur Verkostung kamen 7 Whisky - danach war Gelegenheit gegen einen kleinen Unkostenbeitrag weitere Wässerchen zu probieren - die waren allerdings von noch produzierenden Brennereien. 1.) Inverleven, Lowland (geschl. 1992): guter Einsteigerwhisky N: süßlich, Vanille ohne Wasser: leicht Malz, Mandel mit Wasser: brandiger, alkoholischer, Malz stärker 2.) Pittyvaich, Speyside (geschl.: 1993); 16J. N: süßlich o.W. etwas flach, kaum erkennbare Aromen m.W. -"- 3.) Imperial, westl. Speyside (geschl. 1998); 18J. N: etwas Rosine o.W. reife Frucht, etwas Rauch m.W. runder, fruchtiger, Trockenobst Farbe: dunkles Gold - Bronze 4.) Caperdonich (geschl. 2002) N: Vanille o.W. etwas ölig, Vanille m.W. -"- 5.) Glenesk, East Highlands (geschl. 1985), 20 J. N: leicht Rauch, etwas Salz o.W. ganz leicht Rauch, etwas Mals m.W. kräftigere Alkoholnote 6.) Rosebank, Lowland (geschl. 1993), 19J. N: Zitrus, etwas Wacholder o.W. etwas Vanille, Honig m.W. öffnet sich, flüssige Butter (?) 7.) Littlemill, Lowland (geschl. 1992), 18 J. N: Lösungsmittel! o.W. kräftig, Malz, etwas Salz m.W. runder, sehr kräftig, Malz, etwas Vanille, braucht etliches Wasser! Ansonsten hatte ich noch im Glas: Slys, Bayern - nie wieder, da kann ich Korn trinken! All Malt Nikka Whisky, Japan - gutes PLV, empfehlenswert Bunnahabhain Bowmore 16J Infinity Toblermory 32 J. Port Dundas 37 J. Grain Whisky Talisker 1999 Destillers Edition Genauere Aufschriebe gibt es für letztere nicht mehr - da war nur noch Genuss und gute Gespräche angesagt. Erstaunt war ich, dass etliche der Anwesenden die Whisky zum Teil "gekippt" haben, da wurde Cola bestellt (und nebenher getrunken)... Das habe ich bei einer solchen Probe nicht erwartet. Ist das normal? Das war meine erste Whiskyprobe, ansonsten bin ich eher beim Wein zuhause... lg Trollmann |
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![]() Mitglied seit 11.12.2005 |
Hallo zusammen!
Ein guter Whiskey braucht weder Cola, noch Wasser , noch Eis. Liebe Grüße Emmy - Ly Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften! |
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![]() Mitglied seit 27.10.2008 |
Hallo Trollmann,
Respekt! 14 Whiskys zu verkosten ist keine schlechte Leistung! Ich bin ja der Meinung, dass der Gaumen spätestens nach 6 - 7 Whiskys "ermüdet" - danach beginnt dann das Saufen, und guten Whisky sollte man nicht saufen, sondern bewusst genießen (bitte nicht angegriffen fühlen, ich weiß natürlich auch, dass solche Verkostungs-Events mit ihrem großen Angebot durchaus auch mal zum Exzess verleiten können). Bei den meisten Verkostungen, bei denen ich bislang war, wurde zum Whisky Mineralwasser als Beigetränk gereicht. Bei Verkostungen in Kneipen und/oder Bars bestellen besonders Hartlebrige aber auch gerne mal ein Bierchen, damit der Whisky besser rutscht. Mit der Cola hätte ich auch keine größeren Probleme (sofern niemand seinen Singlemalt direkt in die Brause kippt). @Emmy-Ly: ein paar Tropfen stilles, neutrales Wasser schaden keinem Whisky, da das Wasser den Whisky "geschmacklich öffnet". In Schottland ist es nicht unüblich, seinen Singlemalt sogar relativ stark verdünnt zu genießen. Und dann gibt es ja auch noch sogenannte Fassstärken-Abfüllen mit um die 60 Alkoholumdrehungen; hier ist die Zugabe von stillem Wasser obligatorisch, da solche Whiskys unverdünnt aufgrund ihrer Alkoholstärke den Gaumen betäuben. VG, turbot |
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![]() Mitglied seit 02.02.2011 |
Hallo, Trollmann
Schöne Probe mit z.T. seltenen Bränden! Schöne Notizen, danke! Wäre gene dabeigewesen... Interessant, wie du den Slyrs empfunden hast, dem will ich mich mal in diesem Jahr annähern. Zum Glück sind meine "Cola - Whisk(e)y" Zeiten vorbei. Was hab ich damals für üble Mischungen zu mir genommen Gruß aemp |
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![]() Mitglied seit 15.06.2007 |
Hallo aemp,
bei dem Slyrs waren wir uns einig - uns, das waren mein Bekannter, der mich zu dieser Whiskyprobe mitgenommen hat, und ein Mitglied eines der veranstaltenden Whisky-Stammtischs. Als ich gehört hatte, dass der Slyrs hoch bewertet sein soll, konnte ich nur den Kopf schütteln. Da war jeder andere Whisky, den wir an diesem Abend im Glas hatten, interessanter. Hallo turbot, ja, es waren zu viele. Nicht von der Wirkung Das "Problem" war, dass ich eigentlich nicht die Möglichkeit habe sonst diese Whisky zu probieren. Und so war es eine gute Gelegenheit zumindest einen Eindruck zu gewinnen. Außerdem haben wir die Zusatzwhiskyproben geteilt, so dass die Alkoholmenge geringer war. Hallo Emmy-Ly, Wasser wurde per Pipette tropfenweise zugegeben. Äußerst interessant wie sich durch ein/zwei Tropfen Quellwasser der Whisky sich verändern (kann). Außerdem war der ein oder andere Whisky dabei, der Faßstärke aufwies (habe leider nicht notiert, welche). Ein Stammtischler hatte einen irischen Whisky mit angebl. 90% dabei lg Trollmann |
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
Whisky ist eben, wie so vieles, Geschmackssache. Ich bin kein Whiskykenner, und mir ist ein harmonisch-runder Whisky wie der Slyrs oder auch der Schwäbische Whisky aus Owen/Teck oftmals lieber als mancher extrem torfig-rauchige schottische Single Malt. Ich finde, auch der Slyrs hat durchaus seine Daseinsberechtigung, auch wenn er sich nicht mit schottischen oder irischen Whisk(e)ys vergleichen lässt. Liebe Grüßle vom Schwobamädle
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 27.10.2008 |
Hallo Trollmann,
das, was Du da mit 90% getrunken hast, war Poteen (oder auch Potcheen), ein irischer Schnaps, der direkt nach der Destillation abgefüllt und verkauft wird. Jahrhunderte lang war Poteen in Irland illegal (und wurde folglich schwarz gebrannt). Seit einigen Jahren darf Poteen nun aber auch legal produziert werden. Sofern er aus Gerste gebrannt wird (es gibt wohl auch Kartoffel-Poteen), ist Poteen im Grunde genommen nix anderes als eine Art "Jung-Whiskey", der nicht in Eichenholzfässern zur Reife gebracht wurde. @Schwobamädle: bei weitem nicht alle schottischen Whiskys sind torfig/rauchig... Wenn Du einen harmonisch-runden Singlemalt bevorzugst, probiere doch mal einen Balvenie oder einen Dalwhinnie... Mein Hauptproblem mit vielen deutschen Whiskys ist, dass die nach einer Fassreifezeit verkauft werden, bei der m.E. noch kein "harmonisch-runder" Whisky entstehen kann; und das auch noch zu saftigen Preisen, für die man auch ohne Probleme gut ausgereifte schottische (oder japanische) Whiskys erstehen kann. Der Slyrs z.B. ist ein Vintage-Malt, der nur 3 Jahre fassgereift wurde (in Schottland übrigens das gesetzlich vorgeschriebene Minimalalter für einen Whisky). Für die ca. 45 EUR, die für einen Slyrs anzulegen sind, gibt's aber auch schon einen schottischen Spitzenwhisky, wie z.B. einen Macallan 12 yo... Und von der fantasievollen Preisgestaltung des badischen Rothaus-Whiskys wollen wir gar nicht erst reden... VG, turbot |
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![]() Mitglied seit 23.11.2007 |
..es ist immer wieder eine Freude die Sach- und Geschmackskenntnis von turbot bezüglich dieses Getränks aufzusaugen...
..bin was Whisky betrifft ja ein absoluter Anfänger, aber es lohnt sich ein 'heranrobben' an die Geschmacksunterschiede und die mit diesem Getränk verbundenen Rituale. Trollmann - ich beneide Dich und werde wohl in der nächsten Zeit mal einen Termin in einem nahe gelegenen Whisky-Shop wahr nehmen, der übrigens online unter >Finest Whisky< einiges zu bieten hat. Ist keine Werbung, er bietet mir lediglich die Möglichkeit, auf allen Vieren nach Hause zu kommen... ..unter den o.G. habe ich lediglich den BOWMORE 16 Y in der Bar... Gruß pp |
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
turbot, das mit den 3 Jahren beim Slyrs wusste ich nicht (die Flasche steht hinter mir im Regal, und auf dem Etikett steht deutlich 2008 Rothaus-Whisky Liebe Grüßle vom Schwobamädle
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 02.09.2007 |
Hallo!
Es gibt aus Deutschland derzeit genau einen (1!) Whisky, der 12 Jahre im Faß lag. Das Zeug aus Owen - bei allem Respekt - ist ein mit Zuckercolour gefärbter Korn, der mal in der Nähe eines Holzfasses stand. Soweit ich weiß, bringt Slyrs aber einen etwas älteren demnächst auf den Markt, aber sind glaub immer noch keine 12 Jahre. |
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![]() Mitglied seit 15.06.2007 |
Hallo,
welcher Whisky ist das? lg Trollmann |
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
*auchinteressiertbin* Liebe Grüßle vom Schwobamädle
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 12.08.2011 |
@Emmy-Ly: Sorry, aber so kann nur jemand antworten, der den Unterschied bei Whiskey mit oder ohne Wasser nicht kennt.
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![]() Mitglied seit 20.01.2012 |
Also Slyrs kündigt erst für 2015 die Abfüllung eines 12-Jährigen an.
Aber den "Sonnenscheiner" gibts sogar als 15-Jährigen. Die Blaue Maus brennt und lagert auch schon lange genug, um einen 12-Jährigen abfüllen zu können. Aber alle, die ich von denen bisher gesehen habe, waren meines Wissens nach nicht mit einer Altersangabe versehen. Geben die nicht eher Jahrgangswhiskys heraus? Und ehrlich gesagt: Ich hab den EIndruck, dass auch die längste Lagerung den nicht angenehmer macht für meinen Gaumen.... Mach uns doch mal schlau, welchen du mit dem Einzigen meinst. Grüßle Lady Alba |
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![]() Mitglied seit 27.10.2008 |
Hi Lady Alba,
die Whiskys der dt. Destillerie "Blaue Maus" sind meines Wissens alles Einzelfassabfüllungen. Das erste (und bisher letzte) Glas Blaue Maus meines Lebens wusste mit einer feinen Nagellackentfernernote zu bezaubern. Ist aber schon einige Jahre her, so dass ich einem neuen Versuch gegenüber aufgeschlossen bin, wenn sich mal wieder die Gelegenheit ergibt. Hat schonmal jemand diesen "Sonnenscheiner" probiert? VG, turbot |
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![]() Mitglied seit 20.01.2012 |
Hallo turbot,
nein, den kenne ich persönlich auch nicht. Ist mir bisher noch auf keiner Messe begegnet, dafür sind sie wohl zu klein. Die Maus hatte ich mal in Limburg. Na ja, einmal muss da wohl jeder durch..... An deutschen Whiskys hatte ich sonst nur den von Kammer Kirsch (Rothaus), Slyrs, Höllberg und einige lokale Destillate hier von der schwäbischen Alb, haben uns mal ein paar Betriebe angeschaut. Zum Beispiel auch die Destillerie, in der der oben mal erwähnte Owen hergestellt wird. Den Albdinkel von denen machen wir übrigens am Freitag zum Probieren beim Burns Supper auf, wenn du an einem Sample interssiert bist, melde dich. Man darf die deutschen Whiskys halt nicht einfach mit schottischen oder irischen vergleichen, die haben ihre ganz eigene Methode und legen es auch nicht darauf an, die Schotten zu kopieren (so wie die Japaner oder Inder). Wie immer gilt halt: Entweder man mag es oder nicht. Ich mags nicht und bade meine Zunge weiterhin lieber im schottischen Single Malt Slainte! |
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![]() Mitglied seit 02.09.2007 |
Hallo!
Bitte entschuldigt meine späte Antwort. Der von mir angedachte Whisky ist inzwischen ausverkauft, die dazugehörige Brennerei das dritte Mal umfirmiert und sehr dubios. Daher werde ich auch den Namen nicht hier nennen, da mir das ganze inzwischen sehr komisch bei denen vorkommt. Gespannt bin ich auf den 12jährigen Slyrs, die Faßprobe war schon vielversprechend. vg |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
habe auch noch einige Flaschen Single Malt liegen und seit ich ein paar Tropfen Wasser mit zum Whiskey gebe, schmeckt er mir immer besser! Zur Zeit offen : The Balvenie - PortWood 21 Jahre Slyrs schmeckt mir auch, wobei mit schottischen Whiskys nicht auf einen Rang zu stellen!Hier bevorzuge ich den Slyrs-Likör zur Zeit. Gruß Ulla |
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Rama Cremefine

































