Wer kennt sich mit der Herstellung von Pflaumenwein aus?
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
ich habe vor Jahren schon mal Mirabellenwein und auch Met gemacht und habe noch meine ganzen Demijons und Gerätschaften. Mit einem Bekannten zusammen habe ich Pflaumenwein hergestellt, der oberköstlich war, wobei mir nur die Arbeiten des "auf die Leiter kraxelns", Erntens, Entsteinens und Zerschneidens zukamen. Er machte dann den "Rest" und der Wein wurde gerecht geteilt Ich weiß von der Herstellung nur, dass er keine Maische hergestellt, sondern den Wein mit einer manuellen Fruchtpresse entsaftet hat. Tja - in diesem Jahr haben wir so viele Pflaumen, die Erinnerung an den leckeren Wein war sehr schön deutlich, die an die Herstellung mehr als verschwommen und so bin ich meinen Pflaumen nun mit meinem Dampfentsafter zu Leibe gerückt. In der Küche stehen jetzt ein sauberer Demijon, mehrere Litermaße mit abgekühltem Pflaumensaft, ein Gummistopfen plus Gäraufsatz, Portweinhefe und auch Hefenährsalztabletten - und eine kleine Broschüre zur Herstellung von Fruchtweinen. Nach einem Blick in dieses Heftchen kehrte die Erinnerung an große Behältnisse mit vorgegorenem Fruchtmatsch und Quetschaktionen mit Mulltüchern wieder. Und nun steh ich da mit meinem Saft und ausschließlichen Rezepten, die mit Maische starten Ich hoffe, dass hier jemand ist, der mir helfen kann. Denn wenn aus dem vermurksten Anfang mit ziemlicher Sicherheit kein leckerer Wein werden kann, aber aus dem Saft vielleicht ein leckeres Gelee, verschiebe ich meine Kelterversuche, wenn auch schweren Herzens, lieber auf nächstes Jahr. Liebe Grüße aus dem Norden sendet Nic |
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![]() Mitglied seit 06.08.2010 |
Hallo,
ich kann leider nur Pflaumenlikör und Pflaumenlimes machen. Aber vielleicht magst Du mal hier reinschauen, die haben mehr Erfahrung als ich. LG Schütti Ein Mensch lebt so lange weiter wie nach seinen Rezepten gekocht wird (für meine Oma) |
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![]() Mitglied seit 02.09.2007 |
Hallo!
Mit Saft geht es leichter, der Geschmack ist halt ein anderer. Du nimmst die Hefe und rührst diese in der 10-fachen Menge (als 1,5g Hefe +15ml Wasser) lauwarmen Wasser auf, gibst einen 1/4 TL Zucker dazu und wartest bis es etwas schäumt (leicht). Das ganze dann in die Behältnisse in der sich der Pflaumensaft befindet verteilen. Gärspund drauf und fertig. Hefenährsalz kann man sich bei Pflaumen sparen, und wenn dann max. eine 1/4-1/8 Tablette nach 3 Tagen unterrühren. Die ersten 1-2 Tage kannst du etwas Luft unterrührern, danach auf keinen Fall mehr. Luftdicht abschließen, so dass der Druck über den Gärspund raus muss und nichts mehr rein kann. Fertig. Am Ende (nach ca. 10-14 Tagen, je nach Temp die nicht über 20°C gehen sollte, da sonst feine Fruchtaromen zerstört werden) kann eventuell geschwefelt werden um den Wein haltbar zu machen. Kommt aber auf die Menge an und bis wann Ihr den leer trinken könnt/wollt. |
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
Hallo,
also erst einmal vielen Dank für eure Antworten @Schütti: Liköre habe ich auch schon mal gemacht, auch Aufgesetzten und Cassis - aber irgendwie trinken wir das "Zeugs" nicht so schnell weg wie das Jahr herum und die Zeit wieder da ist, um neuen zu machen. Ich habe noch "älteren" Cassis - würde mich ja mal interessieren, ob der inzwischen besser oder schlechter geworden ist... Dieser Saft hier soll jedenfalls Wein werden @schnapsnase: Du scheinst ja schon einige Erfahrungen zu haben! Was mich nur irritiert ist, dass deine Tips regelrecht entgegengesetzt der Ratschläge aus dem Weinbuch bzw der Broschüre sind. Zum Beispiel soll wesentlich mehr Zucker zugegeben werden und Hefenährsalz sei bei Pflaumen unverzichtbar und man soll mindestens 5 Tabletten nehmen *kratzamKopf*? Ich habe jetzt gestern den Saft noch einmal erhitzt und heiß in den Gärballon (10ltr) gefüllt (zusammen mit 2 Litern Wasser, denn der Saft war recht dickflüssig). Den Gärballon habe ich erstmal verschlossen. Mit der Portweinhefe habe ich einen Starter auf Apfelsaft (250ml) angesetzt, aber leider tut sich da noch gar nichts - hoffentlich ist die Hefe nicht schon in die ewigen Jagdgründe eingegangen.... Heute hat mir ein Bekannter erzählt, dass sein Vater seinen Wein immer ohne Zugabe von spezieller Hefe angesetzt hat und der wäre immer lecker gewesen. Mein Gefühl sagt mir, dass da bestimmt auch Glück dabei war. Er meinte, es seinen ja im Ausgangsmaterial schon genug Hefen vorhanden, aber es handelte sich nicht um Pflaumen-, sondern um Apfelwein. Liebe Grüße sendet Nic |
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![]() Mitglied seit 02.09.2007 |
Hallo!
Je mehr Zucker, desto mehr Alkohol. Aber der Geschmack verteilt sich auch auf mehr Alkohol, wird dünner. Bei guter Hefeführung werden ~12%vol (je nach Hefe) realistisch sein. Pflaumen haben ordentlich Zucker, sofern Sie reif waren, da ist Zuckerzusatz unnötig. Hefenährsalz ist meist Stickstoff und wird von der Hefe für den Stoffwechsel benötigt. Mindestens 5 Tabletten ist viel zu viel, für was auch? Trockenreinzuchthefe braucht meist eh weniger Stickstoff, von daher bist du mit der Portweinhefe auf der sicheren Seite. Die Portweinhefe - flüssig oder Pulver? |
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
Hallo,
@schnapsnase: Ja ich bin auch etwas irritiert, aber so waren die Angaben auf dem Beipackzettel von Kitzinger und auch in der Broschüre von Vierka. Die Portweinhefe war flüssig - und da stand auch, dass flüssige Hefe mehr Nährsalz als Hefe in Pulverform benötigt - aber so viel mehr? Jedenfalls scheint meine Hefe - wie geschrieben - hinne zu sein. Nun hoffe ich, dass der Saft in meinem Demijon bis Montag nicht schlecht wird. Hast du eigentlich etwas gehört, das die Planeten zur Zeit für Weinherstellung schlecht stehen Liebe Grüße sendet dir Nic |
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![]() Mitglied seit 18.10.2009 |
Wie sieht es mit deinem Weinansatz aus ?
Wäre interessant zu hören was weitergelaufen ist. |
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
Hallo Volksrezepte,
ja - Danke der Nachfrage Liebe Grüße sendet Nic |
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![]() Mitglied seit 18.10.2009 |
Nur nicht zu lange auf der Hefe sitzen lassen.
Beim zersetzen der Hefe bilden sich zwar noch weitere Aromen, die aber je nach Dauer sich deutlich ins negative ziehen. Meine Zwetschgen sind schon abgezogen, leider gabs dieses Jahr keine Mirabellen welche letztes Jahr die Krönung war. Habe 30 Liter ohne und 30 Liter mit Gewürzen angesetzt, bin mal gespannt wie Zimt, Nelken und Co dort wirken. Gruss Marc |
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
Hast du deinen Wein denn auch erst mal in einen anderen Demjon abgezogen (also nur runter vom Bodensatz), oder schon gleich auf Flaschen? Im Endefekt ist es ja blos schnell den Schlauch reinhalten. Weiß auch nicht, warum man zu Allem immer irgendwie nicht kommt und im Herbst immer so herumrennt?! Ich warte schon seit Jahren auf diese legendären langen Winterabende, an denen man nichts anderes zu tun hat, als im Schein des Kienspans zu klöppeln
Aber bevor mir der Wein verdirbt, werd ich sehn, ob ich ihn terminlich irgendwie dazwischen schieben kann Du dag mal... ich hab ja den Saft diesmal mit dem Dampfentsafter gewonnen und obwohl ich ihn mit Wasser verdünnt habe, ist auch mein Wein nun leicht dickflüssig (so etwas dünner als Pfirsichsaft aus der Dose - wenn du weißt was ich meine). Es ist jetzt quasi ein Wein im Likör-Outfit. Den kann ich doch nun nicht mehr mit Wasser strecken, oder (voll die Panscherei dieses Jahr, aber ich bin trotzdem froh, dass der Wein nach diesen Startschwierigkeiten überhaupt etwas geworden ist). Wegen den Keimen hatte ich den Saft direkt aus dem Entsafter in den Ballon abgefüllt und da dieser dunkelgrün ist, konnte man echt schlecht erkennen wieviel Wasser genug ist. Ich wollte ihn ja schließlich nicht verwässern und ein erprobtes Rezept hab ich für meinen Ausgangssaft immer noch nicht gefunden. Kannst ja mal schreiben, ob du ihn eher noch verdünnen, oder (so er denn so lecker schmeckt, wie er riecht) ihn lieber einfach so verkosten würdest. Liebe Grüße sendet dir Nic |
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
Du Marc?
Ich hätte da noch haufenweise süße Birnen... Hast du dich mal Birnenwein versucht? |
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![]() Mitglied seit 18.10.2009 |
Verkosten solltest du ihn schon.
Dann merkst du ja ob er eher noch gestreckt werden sollte oder ob sogar noch Zucker fehlt. Dickflüssig wirds bei mir ansich nicht da ich immer Antigel benutze. Dadurch klärt der Wein auch schneller. Dampfentsaften tu ich nicht da das beim Wein einen für mich unangenehmen Beigeschmack gibt. So wie eingekochtes. Birnen pur hab ich noch nicht gemacht, immer nur so um 20-30% zu den Äpfeln dazu. Mein Apfelwein hat um 15% Vol. und 20 Oechsle Restsüsse. Er schmeckt wie frisch gepresster Apfelsaft mit einem gewissen Schuss Und in Flaschen fülle ich nicht ab, hab genug 5Liter Ballons wenn ich die großen Behälter benötigen sollte. |
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
Hallo VolksRezepte,
tjäää ich WOLLTE auch nicht unbedingt entsafteten Saft nehmen. Ich hatte die Pflaumen einfach, ohne über irgend welche Maischen nachzudenken (das letzte Mal war einfach schon so lange her Nächstes Jahr mache ich dann alles in der richtigen Reihenfolge *grins*. Liebe Grüße sendet dir Nic |
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![]() Mitglied seit 18.10.2009 |
Ich nehme für jeden Ansatz einen Gärstarter.
Das heisst die Hefe wird 3 Tage vor dem Ansatz in naturtrüben Apfelsaft mit etwas Zucker schon zum Vermehren angeregt. Im übrigen kannst du auch Pflaumen als Maische ansetzen, nur solltest du sie vorher entsteinen. Dann musst du halt die auftreibenden Teile durch kräftiges bewegen des Gärbehälters mehrfach am Tag durchmischen. Nach 1 Woche abpressen und weitergären lassen. |
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![]() Mitglied seit 27.12.2007 |
Hallo VolksRezepte,
ich nehme auch immer für jeden Ansatz einen Gärstarter (diesmal sogar mit Hefenährsalztabletten laut Herstellerangabe für Pflaumen) mit naturtrübem Apfelsaft und etwas Zucker. Hatte ich auch dieses Mal gemacht. Mit die Hefe war "im Eimer" meinte ich wirklich tot und nicht mehr wieder zu beleben. Und mit "ohne über Maische nachzudenken" meinte ich, dass ich weiß, dass man Pflaumen mit Maische ansetzt. Das letzte Mal dass ich Pflaumenwein gemacht hatte, war nur bestimmt 15 Jahre her, so dass ich nicht mehr an die Bilder vom meiner Küche voller großer Bottiche mit Pflaumen und Mirabellenmaische und das Durchgequetsche mit den Mulltüchern gedacht hatte - sondern eben einfach nur: Ich brauche für Wein Saft also Früchte entsteinen und halbieren und rein in den Entsafter. Ich hatte den Abschnitt wo bei der Weinherstellung die Küche voller Fruchtmatsch steht schlicht verdrängt. Hatte ich mich in meinem letzten Post wohl nicht so verständlich ausgedrückt Hab halt verkehrt angefangen und versucht das Beste draus zu machen. Nächstes Mal wird es besser gehen. Liebe Grüße sendet Nic |
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