Schlehen verarbeiten
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![]() Mitglied seit 25.09.2007 |
Ich wüste gern ,was man alles aus Schlehen machen kann ,und wie aufwendig die Verarbeitung ist. Für Anworten wäre ich sehr dankbar. LG Kathy |
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![]() Mitglied seit 09.05.2007 |
Hallo Kathy,
Schlehen sollte man nach dem ersten Frost sammeln, dann sind sie nicht so herb. Pflückt man sie vorher, dann kann man sie für ca. 1-2 Std. ins Gefrierfach legen und nach dem Auftauen verarbeiten. Schlehen werden zu Saft, Schnaps, Likör, Sirup oder auch zu Gelee verarbeitet. Schöne Grüße Stein2 |
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![]() Mitglied seit 21.08.2003 |
Hallo.
Neben angesetzten Likören und Bränden kann man noch Säfte und Marmeladen aus Schlehen herstellen. Die Verarbeitung der Früchte ist bis auf die Entfernung des Kern recht einfach, der sich, vor allem wenn vor dem ersten richtigen Frost geerntet, sehr fest im Fruchtfleisch befindet. Generell sollte man die Früchte erst nach dem ersten Frost ernten, da sich so das Wasser in den Hauptstamm zurückzieht und die Stärkekonzentration in den Früchten auf ein Niveau kommt, das für das Aroma und eine gute weitere Verarbeitung notwendig ist. Viele ernten die Früchte schon bei diesem Wetter und legen sie in den Froster. Allerdings wird das Aroma nie so sein wie nach der natürlichen Gefrierung. Die Kerne enthalten geringe Mengen Blausäure (weshalb der Mythos mit dem Einfrieren entstand, da man hierdurch angeblich den Blausäureanteil reduzieren könnte), daher sollte man sie weitestgehend entfernen, vor allem, wenn man das Endprodukt auch Kindern anbieten will. Der knifflige Teil ist die Ernte, denn Schlehen haben schöne lange Dornen. Die einfachste und vor allem schmerzfreieste Erntemethode ist wie beim Sanddorn das richtige Abschneiden der Büsche, allerdings sollte man sich vorher etwas mit dem Beschnitt von Obsthölzern befassen, da man sonst die Ernte fürs nächste Jahr gefährdet. Bei den Büschen meines Cousins, wo ich ein paar Mal beim Ernten geholfen habe, hat das richtige Zurückschneiden sogar für eine bessere Ernte und einen gleichmäßigeren Wuchs gesorgt. |
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![]() Mitglied seit 11.02.2007 |
Hallo jambala,
ich habe bisher wenig vernünftige Aussagen zu den Schlehen gelesen. Dein Beitrag begeistert mich aber, denn wenn ich um diese Jahreszeit Leute in den Schlehen sehe , denke ich immer, die bekommen sonst ihren Mülleimer nicht voll. Die Schlehenfrucht hat um diese Jahreszeit den Charme einer Murmel aus der Kinderspielkiste. Das Aufbewahren im Kühler ist total sinnlos, man kann die biologische Entwicklung dadurch nicht beeinflussen. Ich ernte doch auch keinen Apfel im März in der Hoffnung : meine Tricks machen ihn reif, saftig und geschmackvoll. Wenn die Gerbsäure in der Schlehe nicht durch die Jahreszeit abgebaut wurde, und dadurch der Saft entsteht, ist die Frucht eigentlich unbrauchbar, jedenfalls für die o. g. Verwendungsmöglichkeiten. Liebe Likörfreunde ,bitte richtet Euch danach!!! LG pegimare Likörfan 001 |
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![]() Mitglied seit 22.10.2006 |
Hallo zusammen,
ich hab da mal ne blöde Frage: wenn man jetzt Saft aus den Schlechen macht, also im Dampfentsafter, muß der Stein auch raus? Und was macht man mit dem Saft? Einfach so trinken, oder mit irgendwas verfeinern? Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Danke im voraus Lg Schoferle |
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![]() Mitglied seit 21.08.2003 |
Die Verwendung ist vergleichbar mit Sanddorn. Zur medizinischen Wirkung siehe hier
Ich persönlich würde die Kerne möglichst komplett entfernen, durch die Erhitzung könnte ein Teil der Blausäure in den Saft geraten. Die Konzentration ist zwar nicht allzu hoch, aber grade wenn auch Kinder etwas zu sich nehmen wollen / sollen, dann würde ich auf dieses Restrisiko verzichten. @ pegimare: Ist immer wieder spaßig, wenn man beim Brenner steht und es kommen (vor allem Lehrer sind solche Klientel) Leute mit ungeeigneter Maische oder unreifen Früchten, und wundern sich dann, wenn der Brenner zu ihnen sagt, daß er mit dem Mist nix oder so gut wie keine Ausbeute erzielen kann. In Zeiten, da man unabhängig von der Saison in jedem Supermarkt fast jedes Obst, das man möchte, kaufen kann, denken einige, daß diese permanente Verfügbarkeit auch für die heimische Flora zuträfe. Und das ist leider nicht der Fall. Genußreife ist für viele ein Fremdwort und bestimmte Mythen halten sich sehr hartnäckig. Dieses Verständnis für den Erntezyklus geht vielen ab und wenn man sich ein bißchen mit der Biologie der diversen Obstsorten beschäftigt, weiß man auch, was man wann und vor allem warum erst dann ernten kann. |
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