Jüdisches Fest Channukka
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![]() Mitglied seit 15.03.2004 |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo Acekoch,
so ohne Anrede und Gruß wirst Du hier im CK sicher nur wenige Antworten bekommen, lies Dir doch mal unter oben unter \"hilfe & faq\" den Abschnitt zu \"Nettiquette\" durch. Auf der Seite von haGalil findet man einiges zu Chanukka. Typisch für Chanukka ist alles, was in Öl gebacken wird, ganz wichtig: Kartoffelpuffer (Latkes) mit Apfelmus. Besonders gern wird zu Chanukka auch ein Apfelkuchen mit Öl gegessen, Rezept aus dem Buch\"Jüdische Küche\" von Elizabeth Wolf Cohen. Als kleine Info heißt es dazu: \"Ein Apfelkuchen, der mit Öl zubereitet wird, ist an Chanukka besonders beliebt, weil das Öl das Wunder dieses Tages symbolisiert. Die Schicht saurer Äpfel, die in einem feuchten, süssen, mit Zitrone gewürzten Teig gebacken werden, macht diesen Kochen besonders delikat.\" Jüdischer Apfelkuchen Zutaten: 1 kg Kochäpfel, geschält, entkernt und in dünne Scheiben geschnitten 4 EL Zucker 1 TL Zimt 1 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft von 4 Eier 250 g feiner Zucker 250 g Pflanzenöl 250 g Mehl 2 Tl. Backpulver 1 Tl. Vanilleextrakt Zucker zum Bestreuen Zubereitung: Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine 23,5 x 32,5 cm grosse Kuchenform (eine runde von 24 cm Durchmesser geht auch) ausfetten. In einer großen Schüssel die Apfelstückchen in Zucker, Zimt, Zitronenschale und -saft wenden. In einer großen Schüssel die Eier und den Zucker mit einem Handrührgerät 3-5 Min. schaumig schlagen, bis sie dick und zitronenfarben sind und beim Herausheben der Quirle Fäden ziehen. Das Öl sorgfältig unterschlagen. Mehl und Vanille einrühren, bis die Mischung gut verrührt und glatt ist. Die Hälfte der Masse in die vorbereitete Form giessen. Mit einem Löffel die Hälfte der Äpfel über den Teig geben. Die Apfelstückchen mit der restlichen Teigmischung bedecken, und darüber weitere Apfelstücke verteilen. Mit ca. 2 El Zucker bestreuen. 1 1/4 bis 1 1/2 Stunden backen, bis dieÄepfel weich sind, der Kuchen goldbraun und aufgegangen ist, und die Oberfläche zurückspringt, wenn sie vorsichtig mit dem Finger eingedrückt wird. Falls die Oberfläche beim Backen zu schnell bräunt, mit Alufolie bedecken. Zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stellen. Den Kuchen in Quadrate schneiden und bei Zimmertemperatur servieren. LG Sofi Moderatorin in den Foren \'Suppen und Eintöpfe\', \'Einkochen und Haltbarmachen\', \'Partyrezepte\' und \'Feiertage und Feste\'
Mehr Charakter braucht mehr Gewicht! (Josie, 2004) |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo Acekoch,
bin jüdisch, und wir können es gar nicht mehr erwarten. Chanukah ist schon etwas besonderes. Hast Du schon einmal Rugelach probiert? 4 Tassen Mehl, 2 Teelöffel Backpulver, 2 Eier (leicht geschlagen), 1/2 Tasse Butter, 1/2 Tasse Orangensaft Füllung: 1 Eßlöffel Zucker, 1 Teelöffel Zimt (wenn Du magst noch gehackte Walnüße) Mehl mit dem Backpulver, den Eiern, Zucker, Butter und O-Saft vermischen. Eine Stunde kühl stellen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig in 4 Teile teilen, ausrollen (wie dünne Pfannkuchen). Den Zucker mit dem Zimt (und wenn sie benutzt werden, den Walnüssen) vermischen, und auf die Kreise stäuben. Jeden Kreis in 4 gleichgroße Dreicke schneiden, und die noch mal in 8 Dreiecke teilen. Jedes Dreieck vom äußeren Ende an aufrollen und auf einem Backblech 20 Minuten backen, bis sie leicht braun sind. Ansonsten bereiten wir noch Soofganiyot, verschiedene Latkes, Blintzes, Käsekuchen, etc vor. Die Rezepte habe ich alle, falls Du interessiert bist. Mazel Tov! Cookie |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
... und wie nett aceKoch auch danke sagen kann .........
Habe ich das recht in Erinnerung, daß Soofganiyot so etwas Ähnliches sind wie Berliner Pfannkuchen? ......und Cookie, wenn Du vielleicht das Käsekuchenrezept hier reinstellen könntest, ich habe einmal bei einer jüdischen Familie einen angeboten bekommen, da träume ich noch heute von, habe leider damals vergessen, nach dem Rezept zu fragen, vielleicht ist es das ja, ich weiss nur noch, er war ziemlich mächtig - aber seelenguuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuut. vielen Dank schonmal! best susa ____________________________________________ Brown shoes don\'t make it (Frank Zappa) |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hi Susa,
ja, Soofganiyot sind Berliner Pfannkuchen oder, wie wir in Hamburg immer sagten \"Berliner\" und in England sind\'s die Doughnuts. Diese Käsekuchen hat meine Oma schon gemacht: Für den Teig: 4 große Eier, 1 1/4 Tassen Milch, 2 Eßlöffel Saure Sahne, 1/4 Tasse geschmolzene Butter, 1 Eßlöffel Vanillezucker, 1 1/3 Tassen Mehl, 1 1/4 Teelöffel Backpulver Für die Füllung: 2 Tassen Ricotta oder cottage cheese, 2 Eier (leicht geschlagen), 2-3 Eßlöffel Zucker Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Alle Zutaten für den Teig mischen. 1 1/2 Tassen des Teiges in die Form gießen und 10 Minuten lang backen. Aus dem Ofen nehmen. Die Zutaten für die Füllung vermischen. Den Boden leicht abkühlen lassen, und dann die Füllung auf den Boden geben. Glatt streichen, und den restlichen Teig auf die Füllung geben. Vorsichtig in den Ofen stellen, und weitere 40-50 Minuten backen (bis die obere Schicht fest ist). Wir haben vor dem Servieren oft noch Obst (Erdbeeren) auf den Kuchen gelegt. Mmmh! Guten Appetit! Ich hoffe, er wird Dir schmecken. Am 07.12. ist der erste Tag von Chanukah! Liebe Grüße, Cookie |
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![]() Mitglied seit 15.03.2004 |
....Hallo
danke für die schnellen antworten!!! ich(wir) werden die Rezepte ausprobieren...vielen dank noch mal |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Danke Cookie
an die Beeren kann ich mich auch noch erinnern, die waren in der oberste Käseschicht, ich werde den Kuchen am 06.12. probieren, weil dann bestes Putzfrau von Welt Geburtstag hat und ich ihr einen Kuchen versprochen habe. best susa ____________________________________________ Brown shoes don\'t make it (Frank Zappa) |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo Susa,
na, dann hoffe ich, das der Kuchen bei der \"bestes Putzfrau von Welt\" gut ankommt. Ich werde auch noch mal nach dem Honigkuchen Rezept von meiner yiddische Oma schauen. Das ist unglaublich! LG Cookie |
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![]() Mitglied seit 03.11.2003 |
Moin!!!!!
Mmmmmmmm, was hört sich das alles lecker an!!!!!!!!!!!!! Das wird mit Sicherheit alles ausprobiert! Gruß Telsche |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
Hallo zusammen,
bin beim Stöbern auf diesen Thread gestoßen, das sind wirklich leckere Rezepte. Daher erst mal ein \"Danke\" an Susa und Cookie LG imar |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo Imar,
habe gerade erst Dein posting gelesen, sorry. LG CookieUK |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo CookieUK,
bin ein großer Fan der \"jüdischen\" Küche , vielen Dank für den Käsekuchen - den werde ich nächstes Wochenende probieren. Ich fände es allerdings ganz toll, wenn du deine (anderen) Rezepte auch ins Forum stellen könntest ... Gruß Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo Shimone,
was ißt Du denn noch gerne? Nur die Nachtische/Kuchen/Kekse aus der jüdischen Küche oder auch Vorspeisen/Hauptspeisen? Jetzt über Chanukah waren wir auch wieder jeden Tag stundenlang in der Küche beschäftigt. Wie wäre es denn mit Gefillte Fisch? LG CookieUK |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo CookieUK,
... ich meinte es eigentlich mehr so allgemein --- dass es schade ist, wenn du deine Rezepte (nur) per KM verschickst, wo doch andere (z.B. ich Aber wo du schon fragst: Eigentlich bin ich für jede Art von Rezepten dankbar. Das tolle an der \"jüdischen\" Küche ist ja, dass sie das Beste aus \"Orient und Okzident\" verbindet, neu mischt und so vielfach einen ganz eigenen Charakter entwicket. Z.B. *liebe* ich jede Art von Knisches und Piroggi. - Und bin dankbar um jedes Rezept, insbesondere für Füllungen! Wie kann man Matzemehl ersetzen, das man für verschiedene Gerichte braucht (und was ist das überhaupt)? - Ist in meiner Gegend gaaaaaaaaaaaanz schwer zu bekommen! Hast du ein gutes Rezept für \"Gehackte Hühnerleber\"? - Meine fällt immer auseinander! Gefillte Fisch? - Habe ich mich bisher noch nicht herangetraut. Klingt seeeeeeehr kompliziert! Aber wenn du ein gutes und erprobtes Rezept hättest?! Jüdisches (Hefe-)Gebäck! Ganz toll! Habe mal eine traumhaft zarte Challah (ist das feminin oder maskulin?) gegessen. Leider hat mir die Hausherrin das Rezept (Familiengeheimnis) nicht verraten. Und ich krieg´ s einfach nicht so hin. Ebenso gesucht: Gute Rezepte für \"Kugel\"! An sich bin ich für alles dankbar! Also schmeiss´ mich gerne zu! Gruss Shimone |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Ach ja --- und wenn du ein gutes Kochbuch kennst.... Gerne auch auf Englisch!
(Im Moment benutze ich nur das oben bereits erwähnte von Elizabeth Wolf Cohen und diverse Internet-Quellen.) Gruss Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hi Shimone,
Challah ist schon etwas schwieriger, aber ich werde Dir nachher mal ein Rezept reinstellen. Es heißt übrigens die Challah, und wird Freitag abends gegessen. Zur Begrüßung des Schabbes. Chopped Liver, klar kann ich damit dienen. Jeder gute jüdische Haushalt kann mit einer guten chopped liver dienen. Viele meiner nicht-jüdischen Freunde verziehen beim Gedanken an jüdisches Essen immer das Gesicht. Dabei essen die in Deutschland viel mehr Dinge die jüdischen Ursprungs sind, als die glauben! Strudel, Gewürzgurken, Sauerkraut, Herringssalat, usw. Ich will nicht angeben, aber ich bin halt echt stolz darauf jüdisch zu sein, und die Lebensweise und Religion bedeutet mir echt viel. Und seitdem ich in England lebe, kann ich es auch offen ohne Probleme \"ausleben\". *jubel* Und es hat mich total gefreut, als so viele hier an der jüdischen Küche interessiert waren. Also, ich stelle die Rezepte nachher hier rein, versprochen! LG, Kirsten |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Challah (für 2 Zöpfe)
100g frische Hefe oder 3 TL getrocknete Hefe ca 400ml warmes Wasser 1 EL Zucker 650-700g Mehl 1 EL Salz 3 Eier 3 EL geschmolzene, abgekühlte Butter 1 Eigelb mit einem TL Wasser vermischt Mohn oder Sesam Die Hefe in das warme Wasser rühren, den Zucker dazugeben und an einen warmen Ort stellen. Inzwischen die Hälfte des Mehles mit den Eiern und der Butter vermischen. Die Hefe hinzugeben, und nach und nach das restliche Mehl unterkneten und in einen festen Teig verarbeiten. Den teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 10 Minuten lang kneten. In eine gefettet Schüssel geben, drehen, so daß der Teig von allen Seiten eingefettet wird, mit einem Tuch abdecken und für 1-2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Den Ofen auf 200 C vorheizen. Den Teig nochmals durchkneten, und dann in zwei Challah flechten. Auf das Backblech legen, und die Challah nochmals 10 Minuten gehen lassen. Mit dem Eigelb bestreichen und nach belieben mit Mohn oder Sesam bestreuen. 35-40 Minuten backen. Chopped Liver (3-6 Personen) 2 EL Sonnenblumenöl 2 Zwiebeln, fein gehackt 500g Hühnerleber 2 hart gekochte Eier 3 EL Butter 1 TL Salz 1 TL Pfeffer Die Zwiebeln in dem Öl bränen, heraus nehmen. Die Leber in dem übrigen Öl 5 Minuten lang braten. Leber mit Zwiebeln und Eiern zerhacken (in der Küchemaschine oder ähnlichem), dann die Butter, Salz und Pfeffer unterrühren. Mindestens 2 Stunden (besser länger) vor dem Servieren kühl stellen. Gefillte Fisch 1 Karpfen (ca 4250g) Für die Füllung: 1125g Fischfillet 3 Zwiebeln, fein gehackt 1 EL Öl 3 Eier 90g Matzo oder 100g Semmelbrösel 125ml Wasser 2 TL Salz 1 TL Pfeffer 1 TL Zucker Den Fisch klein schneiden. Die Zwiebeln im Öl bräunen, vom Herd nehmen und mit den Eiern, Matzo, Wasser, Salz, Pfeffer und dem Zucker zum Fisch geben. Gut vermischen und den Karpfen damit füllen. (Man kann auch noch klein geschnittene Karotten und Sellerie dazu geben). Kugel (4-5 Personen) 750g Semmelbrösel 875g Rinderhack 1 TL Salz 1 TL Pfeffer 1 Ei 1 Zwiebel, gerieben 2 EL Tomatensaft 2-3 hart gekochte Eier 1 Tomate, in Scheiben geschnitten 1 Zwiebel, in Ringe geschnitten 2 EL Butter oder Öl Den Ofen auf 190 C vorheizen. Das Hack mit dem Salz, Pfeffer, Semmelbrösel, ei und Zwiebel vermischen. Den Tomatensaft dazu geben und nochmals gut vermischen. Die Hälfte in eine gefettete Form geben, glatt streichen und die Eier in die Mitte drücken. Den restlichen Teig drüber geben. Die Oberfläche mit den Tomatescheiben und Zwiebelringen garnieren, das Öl oder die Butter drüber geben und für ca 1 1/2 Stunden backen. Süße Kugel (heb. Kougal) 375g Challah 2 Eier 3 Äpfel, geschält und in dünne Scheiben geschnitten 90g Zucker 4 EL Öl 125g Rosinen 2 TL Zimt 1/2 TL Salz Den Ofen auf 180 C vorheizen. Die Challah mit kochendem Wasser bedecken, einen Moment lang stehen lassen, das Wasser ausdrücken und mit den anderen Zutaten vermischen. In einer gefetteten Form 45-50 Minuten lang backen, bis sich eine Kruste bildet. (Es gibt auch noch Ananaskugel, Lokshen Kugel, Kartoffelkugel, ...) Oder wie wäre es mit Latkes? Kreplach Für den Teig 125g Mehl 1 Ei 3/4 TL Salz 2 EL Wasser Semmelbrösel Öl zum Braten Füllung: 1 EL Öl 1 kleine Zwiebel, gehackt 125g gekochtes Rinderhack 1 TL Salz 1 TL Pfeffer Das Mehl, Ei, Salz und Wasser in einen Teig verarbeiten. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, und die Zwiebel bräunen. Das Fleisch dazu geben und mit der Zwiebel für ca 5 Minuten braten. Würzen und abkühlen lassen. Den Teig sehr dünn ausrollen. In kleine Quadrate schneiden, und in die Mitte einen TL von der Füllung geben, dann in eine Dreieck falten. Die Ränder gut zusammen drücken. Die Kreplach in gesalzenem Wasser für ca 20 Minuten kochen oder von beiden Seiten braten bis sie braun sind. Die Kreplach werden in Suppen serviert oder mit Matzo bestreut gegessen. Ich hätte dann noch nette Rezepte für Lekach (Honigkuchen), jüdischen apfelkuchen, Karottenkuchen, Tayglach, Holishkes, Fluden, Strudel, Rugelach, Knishes, Hamantaschen und natürlich Bagel (die ja auch jüdischem Hersprungs sind - ein jüdischer Bäcker hat die in NY 18... gebacken LG & guten Appetit, L\'Chaijm, Kirsten |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Kirsten,
danke, *danke*, *DANKE*!!!!! Mein Challah-Teig geht gerade auf neben der Heizung vor sich hin ... Werde berichten, wie sie (die Challah) geworden ist. Du schreibst: --- Ich hätte dann noch nette Rezepte für Lekach (Honigkuchen), jüdischen apfelkuchen, Karottenkuchen, Tayglach, Holishkes, Fluden, Strudel, Rugelach, Knishes, Hamantaschen und natürlich Bagel (die ja auch jüdischem Hersprungs sind - ein jüdischer Bäcker hat die in NY 18... gebacken -- Ja, ja, JA! Gerne immer her damit! Und schon einmal vielen Dank für´s Abtippen. ... Wenn ich dir als Gegenzug eventuell mit japanischen Rezepten dienen kann ... Dass deine (deutschen?) Freunde die jüdische Küche nicht mögen, wundert mich. - Zum Teil ist sie ja aus der \"deutschen\" entstanden, bzw. in die \"deutsche\" Küche eingegangen und somit Teil der \"deutschen\" Küche. Mir war das aber auch lange nicht bewußt. Wie schon gesagt - ich finde, sie vereinigt auf sehr gekonnte Weise das Beste aus verschiedenen Kulturen. Und ist somit ja eine ganz ganz frühe Form des \"cross-cooking\" (oder heisst es \"cross-over-cooking\"?!)! Eine Freundin von mir studiert gerade in Israel - ich habe sie mal auf die Suche nach einem (englischsprachigen) \"jüdischen\" Kochbuch geschickt. - Ich denke, die Küche dort ist noch einmal anders (weshalb ich auch vermute, dass es *die* \"jüdische\" Küche auch gar nicht gibt ...), bestimmt gibt es da mehr arabische Einflüße. Und vermutlich ist der \"europäische\" Einfluß ebenfalls sehr bunt ... Und vielleicht gibt´s da auch Einflüsse aus der afrikanischen (äthiopischen?) Küche?! Vielleicht ist das (für mich) der Reiz der \"jüdischen\" Küche: \"So nah und doch so fern\". Viel Vertrautes und auch viel \"Fremdes\"... Und bevor ich jetzt (zu) Philosophisch werde wiederhole ich nochmals meine Bitte: SCHMEISST MICH GERNE ZU mit Rezepten! Dankbare Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hi Shimone,
doch, es gibt die jüdische Küche. Die deutsche Küche hat viel davon übernommen. Die jüdische Küche setzt sich folgendermaßen zusammen: es gibt Ashkenazim Juden (so wie ich) und Sephardi. Die Ashkenazim stammen aus Osteuropa, Rußland, Deutschland, ... die Sephardi stammen aus Israel, Spanien, Marocco, etc. Und so setzt sich die jüdische Küche zusammen. Mir ist es als Jüdin, die sehr traditionsbewußt aufgewachsen ist, schon sehr wichtig: es gibt die jüdische Küche! Die stammt nicht vom Deutschen oder Arabischen ab. Sicher gibt es Rezepte, die sich kreuzen oder ähnlich sind, aber die jüdische Küche hat ihre eigenen Rezepte. Die dann nach Geschmack und Tradition und natürlich auf \"Einkaufsmöglichkeiten\" von den Sephardi und Ashkenazim abgewandelt wurde. Jede Familie hat ihre eigenen Rezepte und Bräuche. Im übrigen wird jedes Gericht zu bestimmten Feiertagen gegessen, auf jeden Fall die, die ich Dir hier aufgeschrieben habe. Die haben alle einen Grund, zum Beispiel gibt es bestimmte Dinge, wie Challah nur am Schabbes, andere Dinge wie Lekach sind für Chanukah berühmt, dann wieder Gerichte, die es speziell an Pesach gibt, ... Ich will hier nicht schulmeistern, aber ich denke, wenn man sich für die jüdische Küche interessiert, sollte man auch die Tradition verstehen, und was dahinter steht. In Israel gibt es wiederum ganz andere Gerichte, die kein europäischer Jude zubereitet (also, normalerweise nicht). Da vermischen sich dann auch die arabische und jüdische Küche, aber beides kann man trotzdem noch trennen, und sollte man auch. Da das Judentum nicht nur eine Religion, sondern auch eine Lebensweise, Kultur und wie gesagt Tradition ist. Die anderen Rezepte stelle ich Dir hier gerne rein. Nur tu mir bitte bitte den Gefallen und setze das jüdische vor Küche nicht mehr in Anführungszeichen. Es gibt sie, und wird sie auch immer geben, und das ist auch gut so. Oh, ja, japanische Rezepte hören sich interessant an. Aber bitte kein shellfish, da ich als Jüdin streng koscher lebe, und somit keinen shellfish oder Schweinefleisch esse. Ich hoffe, die Challah gelingt. Meine wird erst am Freitag vorbereitet werden, pünktlich zum Schabbes. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Kirsten,
ich wollte der jüdischen Küche nicht die Existenz absprechen oder dir zu nahe treten. Ich will dir an einem anderen Beispiel erklären, was ich meinte: Was ist die *\"deutsche\"* Küche? - Keine Ahnung. Ich glaube, die \"deutsche\" Küche als \"monolithischer Block\" (und das suggeriert IMHO dieser Begriff) gibt es nicht. Es gibt viele regionale Traditionen, die durchaus Gemeinsamkeiten haben. Mehr aber auch nicht. Ich komme aus Süddeutschland. Für mich gehören zur deutschen Küche unbedingt Mehlspeisen und Spätzle, etc. dazu. Mein Mann kommt aus dem Rheinland. Für ihn ist deutsche Küche vor allem alles, was mit Kartoffeln zu tun hat. Wer hat recht? Beide? Keiner? Fest steht für mich: \"DIE DEUTSCHE KÜCHE\" ist ein Konstrukt, die man nur als eine Art \"heuristischen Begriff\" oder \"Hilfsbegriff\" verstehen kann, bei dem jeder zwar eine gewisse Idee hat, den aber niemand genau definieren kann. Analog stelle ich mir die jüdische Küche vor. - Da es IMHO jüdische Traditionen in vielen Teilen der Welt gibt. Ich weiss nicht, ob eine jüdische Familie in Russland so kocht, wie eine jüdische Familie aus Äthiopien. Ich glaube es aber nicht. Streng genommen hat wahrscheinlich sogar jede einzelne Familie ihre eigene Küchentradition (trifft wohl auf jede Kultur und jede Küche zu). Das ist der Grund, warum ich, wenn ich den Begriff jüdische Küche\" benutzt habe, Anführungszeichen gesetzt habe. (Wie ich sie - nebenbei gesagt - auch beim Begriff \"deutsche Küche\", \"US-amerikanische Küche\", etc. setze und setzen würde). Eben weil ich denke, dass Kochtraditionen eher eine regionale oder soziale, und eben weniger eine nationale Angelegenheit sind. Aber wenn´s dich stört, lasse ich die \"Gänsefüßchen\" gerne weg. Ich vermute auch mal, die jüdische Küche ist nicht \"aus sich heraus\" entstanden, sondern hat viele (regionale) Traditionen aufgegriffen. Kann man sagen, wer wen beeinflusst hat? - Ich hatte immer gedacht, die jüdische Tradition hätte den \"Transfer\" und die Verbreitung vieler schon existenter kulinarischer Traditionen gefördert und weiterentwickelt. Nur so eine Idee... Kann auch falsch sein ... (Vielleicht kommt aber bei diesen ganzen Definierereien zu sehr meine Ausbildung als Kulturwissenschaftlerin zum Tragen und ich kompliziere die Angelegenheit? --- Könnte sein ... Jedenfalls - nix für ungut, und auf weitere Rezepte freue ich mich auf jeden Fall! Japanisches gibt´s demnächst per KM - da in diesem Thread wohl eindeutig OT Danke & Gruss Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hamantaschen (zu Purim)
Teig: 125g weiche Butter 90g Demerara Zucker 90g Honig 315g Mehl 1 TL Backpulver 1/2 TL Backsoda 2 große Eier 1 TL Vanillearoma Nußfüllung: 155g gemahlene Walnüsse 250g Zucker 1/2 TL Vanillearoma Saft einer halben Orange 60g Rosinen 1/2 TL Zimt 80g Orangen oder Aprikosengelee Zuerst wird die Füllung zubereitet indem Du einfach alle Zutaten vermischst. Für den Teig: Butter, Zucker und Honig schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver und Soda vermischen, und zu der Zucker-Butter-Mischung geben. Die Eier und Vanillearoma hinzufügen, und alles gut vermischen bis ein glatter Teig entsteht. In Alufolie einwickeln und 2-3 Stunden kühl stellen. Den Ofen auf 190 C vorheizen. Den Teig auf ca 6mm Dicke ausrollen und in Quadrate schneiden. Einen TL der Füllung auf jedes Quadrat geben, und dann den teig in Dreiecke falten. Auf einem gefetteten Backblech 20 Minuten backen. Lekach (sorry, nicht Chanukah, sondern Rosh Hashanah) 250ml starker Kaffee 250g Honig 3 EL Cognac 4 Eier 220g Demerara Zucker 4 EL Öl 20g Mehl 3 TL Backpulver 1 TL Soda 1 TL Zimt 1/2 TL gemahlene Nelken 1/2 TL Muskatnuß 1/2 TL gemahlener Ingwer 80g gemahlene Mandeln oder Walnüsse 125g Rosinen Den Ofen auf 180 C vorheizen. Den Kaffee mit dem Honig in einem Topf mischen und zum Kochen bringen. Abkühlen lassen, und mit dem Cognac vermischen. In einer großen Schüssel die Eier mit dem Zucker und dem Öl mischen. In einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, Soda, Zimt, Ingwer, Nelken, Muskat, Nüssen und Rosinen mischen. Die Mehlmischung zu den Eiern geben, im abwechselnd mit dem Kaffee und Honig. Gut verrühren. In eine gefettete Form geben und eine Stunde lang backen. Rugelach (Chanukah) 500g Mehl 2 TL Backpulver 2 Eier 125g Butter 125ml Orangensaft Füllung: 1 EL Zucker 2 TL Zimt Das Mehl mit dem Backpulver, Eiern, Zucker Butter und Orangensaft vermischen. Eine Stunde lang kühl stellen. Den Ofen auf 180 C vorheizen. Den Teig in 4 Stücke aufteilen, und jedes Teil auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen dünnen Pfannkuchen ausrollen. Zucker und Zimt vermischen und auf die Pfannkuchen streuen. Jeden Pfannenkuchen in 4 Dreiecke schneiden und diese wieder teilen, so das es 8 ergibt. Jedes Stück vom äußeren Ende aufrollen und leicht biegen. 20 Minuten lang backen. Tayglach (Rosh Hashanah) Teig: 3 EL Öl 1 TL Zucker 315g Mehl 4 Eier Prise Salz 1 TL Backpulver 80g gehackte Walnüsse Sirup: 500g Honig 155g Demerara Zucker 800ml Wasser 2 TL gemahlener Ingwer Das Öl mit Zucker und Mehl vermischen. Nach und nach die Eier hinzufügen, dann das salz und Backpulver unterrühren. In einen weichen und feuchten Teig verarbeiten. Den Ofen auf 180 C vorheizen. Ein walnußgroßes Stück Teig nehmen und auf einer bemehlten Fläche zu einem Würstchen drehen. Walnüsse hinein stecken und zu einer Spirale aufrollen. Mit dem restlichen Teig so verfahren. 20 Minuten lang backen. Sirup: Honig, Zucker, Wasser und Ingwer langsam zum Kochen bringen. Ca. 15 Minuten lang kochen bis der Zucker aufgelöst ist. Vorsichtig die Tayglach zu dem Sirup geben, nur ein paar aufeinmal, und 20 Minuten lang köcheln lassen. Die Tayglach immer wieder bewegen, so das sie nicht zusammen kleben. Weitere 10 Minuten kochen, bis sie goldbraun sind. (Sie hören sich hohl an, wenn sie fertig sind). 1 1/2 Tassen Wasser zu dem Sirup geben, und die Tayglach heraus nehmen. Auf einem feuchten Brett auskühlen lassen. Bei Zimmertemperatur servieren. Die restlichen Rezepte folgen morgen. Wir haben heute den letzten Tag von Chanukah, und den feiern wir in der Synagoge. Da muß ich mal langsam los. Viel Spaß beim Backen. Was sagt die Challah? Das bagel Rezept gebe ich Dir auch noch, die schmecken himmlisch. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo Shimone,
ich war so fleissig am Tippen, da habe ich Deine Antwort gar nicht gesehen. Klar, ist es alles vermischt etc, und Du hast auch schon in einigen Dingen Recht. Aber ich würde schon sagen, es gibt Gerichte, die man als typisch Deutsch, Jüdisch, Englisch, etc sehen kann. Das ist doch das schöne. Und schön ist es auch, wenn sich Dinge kreuzen. Eine jüdische Familie in Rußland kocht auf keinen Fall so wie eine in Afrika, deswegen ja Ashkenazim und Sephardi. Da unterscheiden wir schon. Viele jüdische Kochbücher sind deswegen ja auch in Ashkenazim jüdische Küche und Sephardi aufgeteilt. Aber jüdisch ist beides. Vielleicht verkomplizieren wir Juden ja auch alles. Du hast bestimmt Recht mit Deinen Gedanken und Meinungen über die jüdische Küche, aber viele Juden werden mir bestimmt zustimmen, und wenn es nur aus Stolz oder Eitelkeit ist. Auf Deine Rezepte freue ich mich schon! Wo studiert denn Deine Freundin? Meine Familie ist in Ashdod, Tel Aviv, Haifa und Yerushalayim (Jerusalem). LG Kirsten - die sich freut, das Dich die jüdische Küche so interessiert u. das sie Dich nicht vergrault hat |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Kirsten,
danke für die Rezepte! - Und nein! du hast mich nicht vergrault oder angegriffen! Im Gegenteil empfinde ich unsere Diskussion als sehr interessant, lehrreich und anregend. Was meine Challah macht? - Falsche Frage! Große Katastrophe!!! Nochmal zu der / den Küche(n) und dem Essen: Ich stimme dir voll zu; es gibt *Gerichte*, die ich auch als typisch deutsch, französisch, etc. bezeichnen würde. Das trifft IMHO aber eben (nur) auf einzelne *Gerichte* zu. Ob man von einer originären *deutschen Küche* sprechen kann, steht auf einem ganz anderen Blatt. (Wenn, würde ich wohl eher sagen \"deutsche Küchen\" - also im Plural.) - Aber sicher gehen da die Meinungen auseinander und ich bin durchaus nicht überzeugt, dass ich recht habe. Ich bin eben eher ein Mensch, der dem \"Regionalismus\" große Bedeutung beimißt. - Liegt sicherlich auch mit daran, dass ich an der französischen Grenze aufgewachsen bin und mich dem Elsaß in vielem (auch der Küche) mehr verbunden fühle, als z.B. Ostfriesland oder Oberbayern. Aber es ist mir völlig verständlich, dass du die jüdische Küche als Teil deiner Identität verstehst - würde mir sicher nicht anders gehen! (Die badische Küche ist Teil meiner!) Ich wollte dir das auch gar nicht absprechen, sondern nur differenzieren. (Aber zu viel Differenzierung ist ja auch eher kontraproduktiv ... Wir reden ja vom Essen und wollen keine philosophischen Probleme lösen, oder?) Die Probleme, die es mit sich bringt, als Jüdin in Deutschland zu leben, kann ich nur erahnen. - Leicht ist es sicher nicht! Ich kann verstehen, dass viele lieber ins Ausland gehen - schade ist es trotzdem. Japanische Rezepte schicke ich voraussichtlich am Wochenende per KM. - Und ach ja - meine Freundin studiert in Jerusalem. Grüße von Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo zusammen,
dann folgen hier noch ein paar Rezepte! Apfelkuchen (Rosh Hashanah) 6 Äpfel 3 EL feiner Streuzucker 1 TL Zimt 3 EL Orangensaft 5 EL Mehl 1 TL Backpulver 4 EL Butter 5 EL Demerara Zucker 1 Ei 40g gehackte Walnüsse Den Ofen auf 180 C vorheizen. Die Äpfel schälen und in Ringe schneiden, den Streuzucker, Orangensaft und Zimt zu den Äpfeln geben. Vermischen und in eine gefettet Form legen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen, die Butter dazu geben, und kneten bis ein Semmelbröselartiger Teig entsteht. Den Demerara Zucker mit dem Ei und den Nüssen vermischen, und dem Teig hinzufügen. Den Teig auf die Äpfel gießen, und so lange backen bis die Äpfel weich sind und die Oberfläche goldbraun ist. Fluden (Sukkot) 125g Zucker, plus 1 EL zum Bestreuen 55ml Milch 15g Hefe 500g Mehl 500g Butter 4 Eier 8 EL süßer Wein 1/4 TL Salz ein Ei zum Bestreichen 185-250g Pflaumengelee Apfelfüllung 4-5 geriebene Äpfel 1 TL Zimt 1/2 Tasse Zucker oder 2 EL Honig 1 TL Zucker in die Milch rühren, und leicht erwärmen. Die Hefe in die Milch krümeln und an einem warmen Ort für ein paar Minuten stehen lassen. Das Mehl, die Butter, Zucker, Eier, Wein und Salz hinzufügen und in einen weichen Teig verarbeiten. Eine Stunde lang gehen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: die Äpfel mit dem Zimt und Zucker o. Honig vermischen. Den Ofen auf 180 C vorheizen. Den Teig in 5 gleiche Stücke teilen. Das erste Stück ausrollen und auf ein Blech legen. Mit einer dicken Schicht Pflaumengelee bestreichen. das zweite Stück ausrollen und auf die erste Schicht legen, und etwas Apfelfüllung drauf streichen. Das gleiche mit dem 3. und 4. Stück wiederholen. Ein TL Wasser mit etwas Zucker mischen und zu dem ei geben. Das letzte Stück teig ausrollen und auf die Apfelfüllung legen. Mit dem ei bestreichen, und für ca 40 Minuten backen. Dieser Nachtisch wird meist an Simchat Torah gegessen. Holishkes (Sukkot) 1 großer Kohl Füllung: 800g Rinderhack 2 Knoblauchzehen (zerdrückt) 2 Eier 4 EL roher Reis 1 TL Salz 1 TL Pfeffer 1 geriebene Zwiebel 3 EL kaltes Wasser Sauce: 800g Tomaten, geschält und in Scheiben geschnitten 600ml Tomatensaft 1 Knoblauchzehe, geschnitten 1 EL Demerara Zucker Salz, Pfeffer Den Strunck aus dem Kohl schneiden und den Kohl in einem großen Topf mit heißem Wasser blanchieren. Den Kohl in seperate Blätter teilen und abtropfen lassen. Der Kohl kann so auch für 2 Tage im gefrierschrank aufbewahrt werden, und vor dem Kochen aufgetaut werden. Die Blätter werden weich sein, und müssen nicht gekocht werden. Füllung: Das Fleisch mit dem Knoblauch, Ei, Reis, Zwiebel, Pfeffer, Salz und Wasser vermischen. Ein EL der Füllung auf jedes Kohlblatt legen und aufrollen. Den Ofen auf 150 C vorheizen. Die Rollen in eine Form legen, die Sauce drüber gießen, abdecken und für 1 1/2 Stunden backen. Den deckel abnehmen, und weitere 30 Minuten backen. Sauce: Tomaten, Tomatensaft, Knoblauch und Zucker vermischen, würzen. Zum Kochen bringen, und 15 Minuten lang köcheln lassen. Knishes (Purim) 315g Mehl 1 TL Backpulver 1/2 TL Salz 2 Eier 150ml Öl 2 EL Wasser Füllung: 30g fein gehackte Zwiebel 2 EL Öl 75g sehr fein gehacktes, gekochtes Rinderfleisch 1 Ei 1 TL Salz 1/4 TL Pfeffer Das Mehl mit dem Backpulver und salz vermischen. Die Eier mit dem Öl vermischen, eine Mulde ins Mehl drücken, und die Eier hinzufügen. Gut verkneten. In 2 Hälften teilen und jede Hälfte sehr dünn ausrollen. Leicht mit Öl einpinseln, und Kreise ausstechen. den Ofen auf 190 C vorheizen. Alle Zutaten für die Füllung vermischen und ein TL der Füllung in die Mitte der Kreise setzen. Die Ränder zur Mitte hin falten. Die Füllung sollte gerade eben zu sehen sein. Auf einem Blech 35 Minuten backen. Bagel (immer, aber besonders zu Shavuot) 1 TL Hefe 250ml warmes Wasser 1/2 EL Zucker 1 EL Butter 250ml heiße Milch 500g Mehl 1 TL Salz 1 Eigelb mit 1 TL Wasser vermischt Die Hefe mit dem warmen Wasser und dem Zucker verrühren. Eine kleine Weile an einem warmen Ort gehen lassen. Die Butter in die heiße Milch rühren bis sie geschmolzen ist. Die Milch abkühlen lassen, und zur Hefe gießen. Das Mehl mit dem Salz vermischen, eine Mulde ins Mehl drücken und die Hefe hineingießen. Zu einem weichen Teig verarbeiten. Den Teig auf einer bemehlten Fläche kneten und in eine gefettete Schüssel geben. Abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen bis er sich verdoppelt hat. Den Teig durchkneten und in Stücke schneiden. Jedes Stück durchkneten und eine Wurst rollen. Diese in Ringe formen und die Enden gut zusammen drücken. 10 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 180 C vorheizen. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Einen Bagel nach dem anderen in das Wasser legen, abdecken und wieder zum Kochen bringen. Die Bagels umdrehen und weitere 3-4 Minuten kochen. Aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und auf ein gefettetes Blech legen. Mit dem Eigelb bestreichen und mit Mohn, Sesam oder Kümmel bestreuen. In 20 Minuten goldgelb backen. Traditionell werden Bagels mit Frischkäse und Lachs gegessen. Ich hoffe, euch sagen die Rezepte zu. So hat schon meine Urgroßmutter gekocht, und wir machen es heute noch so. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit. Und an Rosh Hashanah: Gut Yom Tuv! LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 10.09.2003 |
Hallo
habe Eure Diskussion betreffend deutscher und jüdischer Küche verfolgt. Interessant. Ich selbst denke auch, man sollte sich auf alle Fälle auch mit dem Hintergrund, dem Leben und der Kultur der Menschen befassen, von denen die Rezepte kommen. Und das gilt für alle Rezepte die wir so nicht kennen. Ich selbst habe mir einige zusammengesucht die von Amish-People sind, ebenso von Indianern und jetzt eben auch die aus der jüdischen Kultur. Ich finde jede Kultur und die daraus resultierenden Religionen bzw. Auslebungsformen der Religion sehr interessant. Ich selbst bin streng katholisch erzogen und kann mich heute, als 31-jährige kaum mehr damit identifizieren und ernte dafür von meiner Mutter nur kritische Bemerkungen. Was soll ich von einer Kirche halten die eine Doppelmoral lebt und von seinen Gemeindemitgliedern vollkommene Frömmigkeit fordert ??? Das Ritual der Gottesdienste tut mir gut, aber ich gehe so gut wie nie hin, denn Gott ist für mich überall. In der Natur, im Lachen meines Sohnes und in einem netten Lächeln von einem fremden Menschen auf der Strasse. Die Regelmäßigkeit vermisse schon, dennoch kann ich immer kaum an mir halten wenn es Zeit wird für die katholische Predigt. Ist einfach nur mein Empfinden und es fällt mir sehr schwer den richtigen Weg für mich und meinen Glauben zu finden. Ich fühle mich nicht als katholisch. Eher fühle ich mich zu anderen Religionen mehr hingezogen. Aber ich schweife ab. Tolle Diskussion trotzdem. Lieben Gruss Melli |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
Hallo,
danke CookieUk für die Rezepte. Bin begeistert! Gefillter Fish und Challah, Habe mit großem Interesse die Diskussion gelesen. Nur ein Beispiel wie sehr andere Kulturen sich beim Kochen & Backen vermischen (können). Auch ich hatte kürzlich ein \"AHA\"-Erlebnis, bislang war ich der Meinung Lebkuchen wären in der Region um Nürnberg entstanden bzw. für mich als Nordlicht im \"süddeutschen\" Raum, nun sah ich einen Bericht und dort wurde gesagt, Lebkuchen wären schon zu Zeiten der Pharaonen in Ägypten bekannt gewesen. - Möchte damit jedoch keine neue Diskussion über die Herkunft der Gerichte starten, sollte nur ein Beispiel so am Rande sein. Hier geht es ja ums Kochen & Essen LG imar |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Liebe Kirsten, liebe Melli, liebe(r?) imar, liebe Mit-Leser
@ CookieUK Ich finde die Rezepte auch supergut! Danke, Kirsten, für den letzten Schub. Die Challah werde ich morgen nochmals in Angriff nehmen, ebenso die \"Chopped Liver\". (Eigentlich sollte ich ja meine Magisterarbeit weiterschreiben, aber ich habe viiiiiiiiiiel mehr Lust zum Kochen und *überhaupt* keine Lust zum Arbeiten ...). Zur Leber noch eine Frage: Soll die Masse so richtig \"püriert\" werden, dass sie eine Konsistenz wie Leberwurst hat, also eine völlig homogene Masse wird? @ Melli Ja, ich finde es auf jeden Fall auch sehr lohnend, sich (nicht nur) mit den (Koch-)Traditionen eines Landes / einer Kultur auseinanderzusetzen. Und ich denke auch, die Küche bzw. die Ernährung spielt kulturell gesehen eine große Rolle! Und umgekehrt sind viele kulinarische Traditionen oder Tabus wohl nur über die Kultur und Gewohnheiten der Menschen zu begreifen. (Wie kommt es z.B. - um mal ein *ganz anderes* und sehr kontroverses Beispiel anzubringen, dass es die meisten von uns hier in Europa bei dem Gedanken graust, Hunde oder Katzen zu verzehren? Ich denke, religiöse Traditionen spielen in verschiedenen Küchen eine unterschiedlich große Rolle. Ich habe den Eindruck, in der christlichen ist der Einfluß eher gering. - Im Gegensatz zur jüdischen. (Oder Kirsten?) @ imar Interessant ist auch: Man lernt durch die Beschäftigung mit einer anderen Kultur und Tradition nicht nur viel über diese, sondern auch so einiges über seine eigene ... Und stellt mitunter fest, dass eine Sache, von der man ganz sicher war, dass sie in der eigenen Kultur begründet war, doch ganz woanders herkommt. Wir hatten die Diskussion weiter oben schon einmal mit jüdischen Einflüssen auf die deutsche Eßtradition... Macht Spass, mit euch zu diskutieren! meint Shimone |
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![]() Mitglied seit 10.09.2003 |
Hallo,
also es ist schon so dass z. B. im katholischen Glauben an bestimmten Tagen, nur bestimmte Dinge zu sich genommen werden. Meistens wird auf Fleisch verzichtet. Ich bin selbst sehr streng katholisch erzogen und kann mich noch an folgende Dinge erinnern: Freitags: kein Fleisch, keine Wurst Aschermittwoch: kein Fleisch Gründonnerstag: grünes Essen (z. B. Spinat, Brokolisuppe) Karfreitag: kein Fleisch, Fisch Ebenso wird von strengen Katholiken bis heute die Fastenzeit eingehalten. Die dauert 40 Tage an und zwar ab dem Aschermittwoch. Gezählt werden nur die Wochentage. Ursprünglich dauerte die Fastenzeit genau bis zum Karsamstag. Heute soviel ich weiß nur noch bis Karfreitag. In dieser Zeit wird strikt auf Alkohol und Fleisch verzichtet, nur Fisch ist erlaubt. Diese 40 Tage sind an die Fastentage Jesus angelegt, nach dem er im Jordan getauft wurde. Im Mittelalter durften die Menschen in dieser Zeit nur 3 Bissen Brot und 3 Schluck Wasser oder Bier zu sich nehmen. Später wurden auch Milchprodukte erlaubt. Der Sonntag war immer und ist bis heute fastenfrei. Der Unterschied zu anderen Religionen besteht auf alle Fälle darin, dass es keine traditionellen Gerichte gibt, sondern alles eher auf Verzicht ausgelegt ist, denke ich. Finde ich eigentlich schade. Ich fände es so schön etwas traditionelles zu haben dass z. B. IMMER an Weihnachten auf den Tisch kommt. Lieben Gruss Melli |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hi Shimone,
erst mal zu der chopped liver: ja, die Masse wird ganz püriert. Du kannst es auch etwas \"körniger\" bzw. grober lassen, je nach Geschmackssache, aber eigentlich ist es eine ganz feine Masse nachher. Ja, bei uns spielt die religiöse Tradition eine sehr große Rolle in der Küche. Die ganzen verschiedenen Gerichte werden ja zu bestimmten Feiertagen und Festen gegessen und vorbereitet. Honigkuchen zu Rosh Hashanah, Käsekuchen zu Chanukah, Challah zum Schabbes, usw. Ich finde das irgendwie auch richtig schön. Aber mich interessieren auch andere Länder und Sitten und Traditionen sehr, und mir gefällt es Neues auszuprobieren und mitzumachen. So habe ich z.B. mal an einer moslemischen Neujahrsfeier teilgenommen. War schon interessant und das Essen auch super lecker. Stimmt, Katzen, Hunde, Meerschweinchen, Schlangen, Alligatoren, ... allein die Vorstellung ist für mich ein Graus. Aber ich würde nie so weit gehen und jemanden verurteilen, wenn das bei ihm/ihr Tradition ist (in dem Land oder der Kultur). Ich esse ja auch kein Schwein, shellfish, etc. Gut Schabbes und genießt euer Wochenende mit vielen Leckerein! LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hi Melanie,
da warst Du ja zur gleichen Zeit am Tippen wie ich. Stimmt, das mit dem Fisch etc habe ich auch gehört. Ich finde es so interessant einiges hier zu lernen. Im Judentum fasten wir auch, aber immer nur so 3 Tage am Stück. Melanie, fastest Du dann auch so richtig? Meine Freundin hat den Ramadan immer eingehalten z.B. Vor dem Sonnenaufgang hat sie sich \"vollgestopft\" und dann erst nach Sonnenuntergang wieder, war im Sommer natürlich schwer. Die ganz strengen trinken ja noch nicht mal Wasser tagsüber, aber das hat sie nicht gemacht. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo,
@ Kirsten was die \"gehackte Leber\" betrifft: alles klar, danke. Einsatz: Pürierstab! Ja, was die Eßsitten betrifft, muss man manchmal schon ganz schön schlucken. - Ich bin ja - glaube ich- eher hart im Nehmen und chronisch neugiereig. Ich esse (oder probieren zum mindesten) schon einmal Biene, Heuschrecken, rohes Pferdefleisch, ... an meine (vor allem ethischen!) Grenzen kam ich, als mir ein lebendiger kleiner Fisch vorgesetzt wurde ... Und ich Depp hab´s auch noch gegessen! Andererseits finden es Menschen anderer Kulturen völlig \"barbarisch\", dass wir hier in Europa \"süße Häschen\", Rehe etc. vertilgen ... Vor der Olympiade in Seoul wurden in einer staatlichen Zwangsmaßnahme allen Restaurants verboten, weiterhin \"Hund\" auf der Speisekarte zu haben (soweit ich weiss, mussten manche Restaurants sogar geschlossen werden) um durch den traditionellen Hundeverzehr der Koreaner die Gefühle der zarbesaiteten Westler nicht zu verletzen ... Ich persönlich finde ja, dass man \"uns\" aus dem Westen auch einmal damit konfrontieren \"darf\", dass es auch andere Kulturen mit anderen Eßgewohnheiten gibt. Verlangt ja keiner, dass wir *mitessen*! Aber ich schweife vom Thema ab. @ Melli Finde ich eine interessante (und vermutlich zutreffende?) Beobachtung, dass es im Christentum mehr um den *Verzicht auf Essen*, denn um die *Art des Essens* selbst geht. Mir ist eben auch nur der (Kar-)freitägliche Fisch und die Fastenzeit vor Ostern eingefallen. Im Judentum ist das ganze wohl etwas komplizierter mit den Speisegeboten ... Und ich kann mir vorstellen, dass deren gemeinschaftliche Einhaltung eine enge Verbindung unter den Gläubigen unterschiedlichster Herkunft oder sozialem Status schaffen kann. Und das ist etwas sehr Schönes! In diesem Zusammenhang eine Frage, die ich mir (aus reiner Neugier) schon sehr lange stelle: @ Kirsten (und bitte nicht lachen oder sauer werden!) Die Trennung des Geschirrs, etc. in \"milichig\" und \"fleischig\" erfordert - so stelle ich mir vor - doch eine recht große Küche. Wie handhabt man das denn in beengten Verhältnissen, z.B. in einem Studentenwohnheim etc., insbesondere in einer mehrheitlich nicht-jüdischen Umgebung? (Sollte das jetzt eine \"völlig doofe\" oder lächerliche Frage sein, bitte ich um Entschuldigung! fragt Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hi Shimone,
sauer bin ich auf gar keinen Fall, Du fragst wenigstens, und gehst nicht einfach von irgend etwas aus. Finde ich schön. Aber ich mußte etwas lächeln, sorry. Also, die Kashrut Gesetze sind schon sehr streng. Und \"milchig\" und \"fleischig\" wird nicht nur beim Geschirr getrennt. Um Dir/Euch ein Bild zu machen, wir haben: - 2 sets von Besteck - 2 sets Geschirr - verschiedene Töpfe, Pfannen, Backbleche, Auflaufformen, etc In unserer alten sehr großen Wohnung in London hatten wir auch 2 Kühlschränke. Das ist eigentlich mit am Wichtigsten, denn fleischig darf nicht mit milchig aufbewahrt werden. Leider ist die Wohnung hier kleiner, und so haben wir einen Kühlschrank, in dem wir die Sachen getrennt aufbewahren. Aber die Familien haben alle 2 Kühlschränke, aber die sind wahrscheinlich auch strenger als wir. Die Gesetze des Kashruts sind ja schon 100te von Jahren alt, und hatten alle einen Grund (Nahrungsmittel konnten nicht lange aufbewahrt werden, Hygiene, etc). Naja, aber ich will Euch nicht langweilen, sorry. @Shimone: das mit der Verbindung kann ich nur bestätigen. Wenn irgendwelche Feiertage bevorstehen, und wir einkaufen gehen, sind wir schon mit den unterschiedlichsten Juden in Verbindung gekommen. Wir waren vielleicht total unterschiedlich und verschieden, aber eins hatten wir gleich: die Religion und Tradition und die Vorfreude auf das Fest. Das verbindet sogar die orthodoxen mit den liberalen Juden. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
@Shimone: die Küche muß nicht sehr groß sein, so lange man alles doppelt hat, reicht es. Unsere Küche ist leider relativ klein, aber ich stapel alles in den Schränken.
LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
Hallo zusammen,
an die 2 Kühlschränke & die dopp. Ausführung bei Geschirr etc. in meiner \"Au-Pair-Familie\"kann ich mich auch noch erinnern, lediglich der Abwasch wurde komplett (also ohne Trennung) im Geschirrspüler gemacht. Das wurde dann doch nicht so eng gesehen, obwohl die ganz streng gläubigen Juden, sogar den Abwasch trennen, oder irre ich da? @ Kirsten, habe eine Bitte, bin keine gr. Fleischesserin und Geflügel, Wild etc. esse ich gar nicht, könntest Du mir das Rezept für \"Chopped Herring\" eintippseln? Dann noch schnell eine Frage hinterherschieb- Für \"Chopped Liver\" steht im Original - Rezept Geflügelleber, kann ich diese durch Kalbs- bzw. Rinderleber ersetzen? Möglicherweise kommt Kalbsleber dem Orignal näher... LG imar (Ingrid) |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo Ingrid,
klar, Du kannst die Geflügelleber auch durch Kalbsleber (ist besser als Rind) ersetzen. Ja, die Orthodoxen waschen sogar getrennt ab, aber das ist mir auch zu viel. Ich kann abwaschen ja jetzt schon nicht ausstehen, und wenn ich dann auch noch getrennt abwaschen würde, werde ich ja nie fertig. Außerdem ist das Wasserverschwendung. Naja, aber das einem Orthodoxen beizubringen, nee, danke. Habe da so meine Erfahrungen gemacht ... Das Rezept für chopped Herring (hab doch ein paar andere) tippe ich nachher ein. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
Hallo Kirsten,
willkommen im Club der \"Abwaschen-Hasser/innen\", wie gut das es Geschirrspüler gibt (Ich glaube, bevor Du einen Orthodoxen von seinen Überzeugungen abbringst,geht eher ein Kamel durchs Nadelöhr Toll, dann kann ich nächste Woche die\"Chopped Liver\" in Angriff nehmen Danke für die schnelle Antwort. LG Ingrid |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hallo zusammen,
hier noch ein paar Rezepte... Marinierter Herring 3 große Herring 4 Zwiebeln, in dünne Ringe geschnitten 125ml Weinessig 190ml Wasser 2 TL Zucker 1/2 TL Chilipulver 1/2 TL Senfkörner 7 schwarze Pfefferkörner 2 Lorbeerblätter 2 Nelken 190ml sour cream Die Herringe 12 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Mit frischem Wasser abwaschen, die Haut und Gräten entfernen und in längere Stücke schneiden. Diese mit den Zwiebelringen in einen verschließbaren Container legen. Essig, Wasser, Zucker und Gewürze in einem Topf vermischen und zum Kochen bringen, abkühlen lassen. Dann über die Herringe gießen, Container verschlie3en, gut schütteln und für 48 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Herringe mit den Zwiebeln und etwas sour cream servieren, etwas Marinade über die Herringe geben. Chopped Herring 3 große Herringe 1 Apfel, klein geschnitten 3 EL Zwiebeln, sehr fein gehackt 2 hartgekochte Eier, fein gehackt 3 Scheiben Weißbrot, Rinde entfernt 1 TL Zucker 1 TL Öl 3 EL Weinessig schwarze Oliven und Schalotten zum Garnieren Die Herringe in kaltem Wasser 12 Stunden einweichen, mit frischem Wasser abspülen. Haut und Gräten entfernen. Klein schneiden und mit dem Apfel, den Zwiebeln und Eiern mischen. Das Brot in Wasser 20 Minuten lang einweichen, ausdrücken, und klein schneiden, zu den Herringen geben. Zucker, Öl und Essig hinzufügen, gut umrühren. 3 Stunden kalt stellen. Mit den Oliven und Schalotten garnieren. (Chopped Herring war eigentlich ein Gericht von russischen Juden in Polen, und wurde als Hauptgericht serviert. Mit der Zeit wurde es zur Vorspeise am Sabbat). Morgen stelle ich noch mal 2 Rezepte für Herringsalate rein. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Kirsten,
ääääääääähhhhhhh ... Doofe Frage: Meinst du \"rohe\" ungekochte Heringe? Oder Salzheringe? fragt Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
@Shimone: Hallo, ungekochte Herringe.
@Ingrid: ja, da hast Du Recht. Mei, ich hab da schon Diskussionen hinter mir mit Orthodoxen. Wir hatten mal ein paar Orthodoxe, die zum Gottesdienst von unserer liberal community gekommen sind. Und am Ende sagt man halt jedem \"Shabbat Shalom\" und gibt sich die Hand. Aaaaber Orthodoxe fassen sich ja nicht an (nicht mal die Ehefrau!), und ich steh da, und halt dem die Hand hin. Irgendwann nimmt er meine Fingerspitzen und läßt die gleich wieder los. Jedem Tierchen sein usw, aber das ist doch etwas zu viel. Was kommt der dann zu unserer Synagoge? Wo doch eh Männlein und Weiblein bei uns zusammen sitzen!? Hat dem ja auch nicht gepaßt. Naja, was soll\'s. Geschirrspüler: ich hab keinen mehr. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
Hallo Kirsten,
erst mal ein Danke für \"Chopped Herring\" LG Ingrid |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
Hi Ingrid,
der ist zu uns gekommen, weil \"Friday Night Services\" hatten. Das war damals noch in Eastbourne, und da gibt es nur 2 Gemeinden: eine liberale (wir) und die Orthodoxen. Wir haben uns mit denen die Synagoge geteilt (war auch einmalig in ganz GB, das sich liberals und orthodox eine shul teilten). Naja, und die orthodox haben nur Samstag morgens den 2 Stunden service gehabt. Und so kam er zu uns. Ist ja auch okay, aber dann soll er sich anpassen. In London u. Manchester gibt es ja mehr als genug Synagogen, so das das nicht vorkommt. Ja, so ein Minigerät wäre auch etwas... Mal sehen, wir wollen uns eventuell demnächst ein Haus kaufen, dann achte ich darauf, das die küche groß genug ist und Platz hat. Dann laß Dir den chopped Herring schmecken. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Kirsten, hallo Mit-Leser,
also, die \"Chopped Liver\" schmeckt ja sowas von gut! Vielen vielen Dank für das Rezept! (Hast du das Gericht über die Rezepteingabe in CK eingestellt? Wenn nein, solltest du das (zusammen mit deinen anderen Rezepten) - finde ich - unbedingt tun! Das finden bestimmt noch viele andere Leute lecker!) Was die Challah betrifft, kann ich leider (wieder) keinen Erfolg vermelden. Ich muss ja gestehen - das letzte Mal habe ich sie - mangels Butter - nach einem Rezept gemacht, das ich schon hatte. Heute wollte ich dein Rezept ausprobieren und hatte ein paar Probleme. Vielleicht hast du eine Idee, was ich falsch gemacht habe? Aaaaaaaaaaaaalso. Ich habe, wie beschrieben, 400ml Wasser verwendet. Daraus sollte ich (zusammen mit dem Mehl) einen festen Teig erzeugen. Allein - der Teig war total flüssig! Ich musste fast 50% mehr Mehl dazukippen, bis der Teig halbwegs fest war. (Bist du sicher, dass 400ml richtig sind?) - Und dann zum zweiten Problem: Ich hatte Klümpchen im Teig! - Ich vermute, das Fett, das ich mit den Eiern und er Hälfte des Mehls verkneten sollte, bevor die Hefe und das Wasser dazugegeben wurde, hat irgendwie Klümpchen gebildet ... Die sich auch durch hartnäckiges Kneten nicht auflössen ließen ... Für Hilfe dankbar: Shimone |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Kirsten,
ich vergaß: nochmals eine Frage zu den Heringen. Die Heringe werden ja nicht gekocht oder nennenswert erhitzt. - Besteht da nicht die Gefahr, dass irgendwelche Fischparasiten überleben? Ich weiss, dass sich Nematoden im menschlichen Körper ansiedeln und einigen Schaden anrichten können. - Oder wird etwaigen unliebsame \"Fischbewohner\" fragt Shimone |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
hallo Shimone,
ich habe mal in einem Brotbackbuch für BBA´s gestöbert und bin dabei auf eine Rezept für Challa gestoßen. Allerdings bin ich mir nicht sicher in wie weit es dem Orginal nahe kommt. Für ein Challa von ca. 750 g 3 Eier 6 EL Wasser 1,5 EL Butter 3 EL Zucker 1,5 TL Salz 420 g Mehl 1 EL Trockenhefe Für die Glasur 1 Eigelb 1 TL Wasser 1-2 TL Mohn bzw. Sesam Zutaten wie Wasser, Eier, Butter, Salz, Zucker, Mehl und Hefe in dieser Reihenfolge in den BBA geben, Teigproggramm wählen. Den fertigen Teig aus dem Gerät nehmen, kurz durchkneten.Dann den Teig zu einem Zopf flechten, abdecken und 45 - 60 Min. an einem warmen Platz gehenlassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Anschließend backen im vorgeheizten Ofen bei 180° C , anschließend die Glasur auftragen und den Zopf mit Mohn bzw. Sesam bestreuen. Nochmals 30 -35 Min. backen, bis die Challa schön gebräunt ist. LG imar(Ingrid) |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Ingrid,
klingt interessant. Eins habe ich allerdings nicht kapiert: Du schreibst: -- Anschließend backen im vorgeheizten Ofen bei 180° C , anschließend die Glasur auftragen und den Zopf mit Mohn bzw. Sesam bestreuen. Nochmals 30 -35 Min. backen, bis die Challa schön gebräunt ist. -- Heißt das: *Zuerst* eine Weile backen (Wie lange?), *dann* Glasur auftragen, *dann* nochmals backen? fragt Shimone |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
hallo Shimone,
ich bin ein Dussel Korrekt ist den Teig zu einem Zopf flechten, 45 -60 Min. gehen lassen, Den Zopf dann mit der Glasur bestreichen, mit Mohn bzw. Sesam bestreuen und dann für ca. 30 -35 Min. im vorgeheizten Backofen bei 180° C backen. - Bitte entschuldige, ich wollte Dich nicht verwirren. LG Ingrid |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Ingrid,
ich hoffe, deine Nachrichten sind nicht allzu schlimm ... Kein Problem wegen des Rezepts - ich dachte mir fast, dass die Reihenfolge so ist, wollte aber sichergehen ... Gruss & gute Nacht wünscht Shimone |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
@Shimone, ich habe gerade noch mal nachgesehen, und auch bei meiner Mutter nachgefragt: sorry, es sind 330ml Wasser und 655g Mehl. Die Handschrift von meiner Oma ist manchmal nicht so gut zu lesen, sorry. Aber ich nehme immer 400ml und 700g Mehl, und bekomme damit auch den festen Teig hin. Siebst Du das Mehl bevor Du es verwendest? Sonst probier doch mal das Rezept von Imar, das hört sich wie das Rezept von meinem \"Schwiegervater\" an.
Der Essig macht schon allen Parasiten den gar aus. Sonst kannst Du auch Herringesfillets im Fischgeschäft kaufen (die eingelegten), und es mit denen versuchen. Wie das dann hin haut, weiß ich allerdings nicht, da die ja schon eingelegt wurden. Aber für den Herringssalat müßten die gehen. Schönen Sonntag euch allen, Kirsten |
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![]() Mitglied seit 04.08.2004 |
Hallo Kirsten,
Tja ... Irgendwas muss ich dann falsch gemacht haben ... Und: Ja, ich siebe das Mehl. ... Dann werde ich es einfach nochmals versuchen. Was die Heringe betrifft: Danke für die Auskunft, was den Essig betrifft. (Habe mal üble Bilder gesehen, was diese Fischparasiten mit der menschlichen Leber anstellen können und bin davon etwas \"traumatisiert\" ... Nur tote Nematoden sind gute Nematoden! Hach und überhaupt! Du hast sooooooooooooo tolle Rezepte hier eingestellt! Davon werde ich (und meine Umgebung Gruss Shimone P.S. O-Ton GöGa gestern abend (angesichts der gehackten Leber): \"Wiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeee?! Du machst jetzt auch die *Leberwurst* selber????\" |
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![]() Mitglied seit 17.11.2004 |
@Shimone,
na, vielleicht machst Du dann nur den Herringsalat. Nicht, das was passiert. Aber ich bin mir sicher, dass meine Oma immer rohe Fillets genommen hat. Ich sehe meine Familie nächste Woche, da frage ich noch mal nach, und sag Dir dann Bescheid. Ja, die chopped liver ist lecker, mmmh. LG Kirsten |
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![]() Mitglied seit 10.09.2003 |
Hallo,
ich nochmal. Nein, ich faste nicht in der katholischen Fastenzeit. Das wurde in meiner Kindheit von mir verlangt und als 10-jährige bedeutet das wirklich eine schwierige Zeit. Vor allem war ich die Einzige die so streng katholisch erzogen wurde und von den Erzählungen vom Fegefeuer habe ich aufgrund eines versehentlich gegessenen Gummibärchens solche Alpträume bekommen, dass ich nun der Religion so gut wie völlig weg gelaufen bin. Ich interessiere mich mehr für andere Religionen und vermisse den Halt und die Regelmäßigkeit die damit einhergehen kann. Die katholische Kirche hat mir zuviel mit \"Angstmacherei\" und Doppelmoral zu tun. Meine Oma war immer ganz stolz zu erzählen, sie würde mir keine Märchen (z. B. Hänsel + Gretel) erzählen, aber die Geschichten vom Fegefeuer waren natürlich viiieeelll besser für ein kleines Kind. Lieben Gruss Melli |
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![]() Mitglied seit 29.06.2002 |
Hallo zusammen,
da ich am Donnerstag richtig Masel gehabt, als ich mir das Brotbackbuch vom Wühltisch geangelt habe Einenschönen noch LG Ingrid |
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Henglein
Rama Cremefine






























