Weißmehl ungesund ?
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![]() Mitglied seit 07.11.2002 |
nur weil das gestern hier angeschnitten wurde - aber eigentlich nicht mehr in diesen Thread passt - hab ich das jetzt einfach mal so hier reingesetzt. Zhang N et al: Purification and characterization of a new class of insect a-amylase inhibitors from bar-ley. Cereal Chemistry 1997/74/S.119-122 Nach anerkannter Lehrmeinung wird der Nährwert eines Lebensmittels durch die analytisch erfassba-ren Nährstoffe definiert. Leider greift diese Ansicht zu kurz, denn pflanzliche Lebensmittel enthalten gleichzeitig Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde. Das beeinträchtigt die Verdaulichkeit und damit auch den Nährwert. Es ist ein tragisches Missverständnis, wenn diese Antinutritiva seitens der Ernährungswis-senschaft unter der Bezeichnung "sekundäre Pflanzenstoffe" pauschal als integraler Bestandteil einer gesunden Ernährung empfohlen werden. Besonders prädestiniert für Fehleinschätzungen sind Eiweiße. Etwa 10 Prozent des Gerstenproteins wirkt toxisch auf menschliche Zellkulturen, Insekten und Mikroorganismen. Die Hordothionine entfalten ihre schädigende Wirkung im Darm ihrer Fraßfeinde indem sie die Permeabilität der Darmwand erhöhen und die Eiweißsynthese behindern. Thionine sind auch im Hafer bekannt. Andere Eiweiße wirken als Enzyminhibitoren. Sie sind selbst unverdaulich und blockieren im Verdauungstrakt spezifisch einzelne Enzyme, vor allem a-Amylasen aber auch Proteasen und Lipasen. Da sich die meisten Enzyminhibitoren durch einen hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren wie Cystein und Lysin auszeichnen, lassen sie das Protein des Getreides in den Nährwerttabellen fälschlicherweise als besonders hochwertig erscheinen. Tatsächlich mindern sie auch noch die Verfügbarkeit der verbleibenden Nährstoffe. Enzyminhibitoren sind gleichzeitig wichtige Allergene im Getreide und Auslöser von Mehlstauballergien. Anmerkung: Die Nebenwirkungen einer Ernährung mit Vollkorn lassen sich prinzipiell von den Folgen therapeutisch genutzter Enzymblocker wie Acarbose ableiten. Durch die Blockade des Stärkeabbaus im Dünndarm erreicht intakte Stärke das Colon. Dort wird sie von der Darmflora in Glucose aufgespalten. Durch das reichliche Zuckerangebot herrschen ideale Bedingungen für das Gedeihen von Hefen wie z.B. Candida. Deshalb kommt es durch Vollkorn zu Flatulenz sowie zur Bildung toxischer Metaboliten wie Fuselalkoholen, biogenen Aminen und mutmaßlich auch Mykotoxinen. Die Heilkunst 1988/101/H.5/S.3) Dies ist die naheliegendste Ursache für die beobachteten Leberschäden nach Ein-nahme von Acarbose. Weizenkeime: Risikomaterial Pusztai A et al: Antinutritive effects of wheat-germ agglutinin and other N-acethylglucosamine-specific lectins. British Journal of Nutrition 1993/70/S.313-321 Das wohl brisanteste Antinutritivum des Weizens ist zweifellos ein Lektin, das sich im Keimling befindet. Lektine sind Eiweiße, die blutgruppenspezifisch mit der Oberfläche der roten Blutkörperchen reagieren. Dieser Bindung verdanken sie ihren zweiten Namen Agglutinine. Gleichzeitig sind auch Reaktionen mit anderen immunologisch wichtigen Glycoproteinen und Glycolipiden wahrscheinlich, aber kaum untersucht. Da das Weizen-Lektin im Gegensatz zu den viel bekannteren Lektinen aus Hülsenfrüchten hitzestabil ist, ist es auch noch in Brot und Brötchen aktiv. Das Weizen-Lektin, kurz WGA (wheat germ agglutinin) genannt, ist außerordentlich giftig für Pflanzenschädlinge. Die insektizide Wirkung war Anlass für eine toxikologische Prüfung, da beabsichtigt wurde, das WGA-Gen auf andere Nutzpflanzen zu übertragen, um sie so auf natürliche Weise vor Insektenfraß zu schützen. Im Tierversuch verminderte ein WGA-Zusatz im Futter das Wachstum ge-genüber der Kontrolle um ein Drittel. Auch die Futterverwertung, speziell des Eiweißes, war beein-trächtigt. Das WGA schädigte vor allem die Schleimhäute des Dünndarms und löste dort starkes Wachstum der Zotten aus. Nach 10 Tagen Versuchsdauer war der Dünndarm 45 Prozent schwerer als bei der Vergleichsgruppe. Ein erheblicher Teil des WGA wurde endocytosiert und transcytosiert und gelangte so bis in den Kreislauf. Außerdem war bei den Versuchstieren die Bauchspeicheldrüse erheblich vergrößert. Gleichzeitig wurde eine Thymusatrophie beobachtet. Die Autoren befürchten, dass ein regelmäßiger Konsum von WGA die Funktionen der Bauchspeichel-drüse und des Immunsystems nachhaltig beeinträchtigt, umso mehr als das WGA nicht durch körpereigene Proteasen abgebaut wird. Von einer Nutzung als Insektizid musste aufgrund der hohen Toxizität abgesehen werden. Anmerkung: Zellproliferationen wie hier im Darm gelten zumindest bei Tests von Umweltgiften als Hinweis auf eine krebsfördernde Wirkung. Weizenkeime: Darmschäden Cordain L et al: Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis. British Journal of Nutrition 2000/83/S.207-217 Die Autoren halten Lektine für eine wichtige Ursache entzündlicher Darmkrankheiten wie Morbus Crohn und in der Folge auch von rheumatoider Arthritis. Sie untermauern ihre These mit folgenden Beobachtungen: Lektine rufen Entzündungen im Darm hervor, erhöhen die Permeabilität der Darmwand und verändern die Zusammensetzung der Darmflora bis hin zu pathologischen Zuständen (Overgrowth-Syndrom). Tierversuche zeigen, dass sie die Translokation von Darmbakterien begünstgen, also die Aufnahme von Bakterien über die Darmwand in die Blutbahn. Auf diesem Wege können - wie im Tierversuch gezeigt wurde - lebensbedrohliche Keime die inneren Organe erreichen. Da rheumatoide Arthritis oftmals mit einer pathologisch veränderten Darmflora einhergeht, glauben die Autoren, dass Lektine auch hierbei eine ursächliche Rolle spielen. Anmerkung: Weil Lektine gleichzeitig die Aufnahme anderer Antigene durch die Darmwand erleich-tern, sollte speziell dem Weizenvollkorn bei der Suche nach den Ursachen von Allergien und Autoimmunkrankheiten größere Aufmerksamkeit zuteil werden. Sollte Vollkorn entzündliche Darmerkrankungen, Arteriosklerose und Arthritis fördern, ist der Verzehr von Weizenvollkorn - egal ob als Müsli, Frischkornbrei oder Brot - und nicht der von Weißmehl - ein Risikofaktor ersten Ranges. Dies erklärt auch die Beobachtungen des Internisten und Rheumatologen Karl Pirlet mit Patienten, die ganz bewusst Vollwertkost aßen: "Nach Jahren, eventuell erst nach 10 bis 20 Jahren, kommt dann der gesundheitliche Zusammenbruch. Oft ein überraschend einsetzender Alterungsprozess, etwa am arteriellen System, am Gelenksystem. Völlig verfahrene Zustände. Ich erlebe sie Tag für Tag in meiner Praxis. Natürlich will dann niemand wahrhaben, dass die doch so gesunde Ernährungsweise vergangener Jahre verantwortlich sein soll für das jetzt in Erscheinung tretende gesundheitliche Fiasko. (Erfahrungsheilkunde 1992/41/S.345-356) Aus: EU.L.Enspiegel 2001 Heft 1. |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
das hört sich ja kompliziert an. Mein Müller lacht nur über die Vollkornfreaks. Er sagt: Falls Umweltgifte im Korn, dann in der Schale, somit ist Weissmehl gesund. Grüssle Brimi |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
mag ja schon was wahres dran sein, ich lasse mir dennoch morgen früh wieder mein frisches Brötchen schmecken
lg Vera |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo!!
Deshalb backe ich mit Dinkelmehl liebe Grüsse Greta |
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![]() Mitglied seit 07.11.2002 |
Hallo,
der Text scheint nur kompliziert - ist aber ganz simpel. Also die Pflanze schützt sich gegen Frasfeinde (Insekten usw.)... und bildet Gifte um sich zu schützen. Der Mensch ist eigentlich von Natur aus kein Körnerfresser und hat sich die komplizierte Verarbeitung ausgedacht, um die Körner überhaupt verträglich zu machen. Gerade beim Weizen stecken diese Gifte im Keim und in der Schale (Kleie) - darum ist Weizenvollkorn auch ungesund, bei Roggenvollkornbrot ist eben eine lange Sauerteigführung nötig, um das Brot verträglich zu machen. Südländer, deren Kost ja immer als DIE gesunde Kost schlechthin gepriesen wird - haben kein Vollkornbrot. Birmi... dein Bäcker hat völlig recht. Vera - du kannst essen was Du gerne magst, nur muß sich wirklich niemand ein Vollkornbrot reinziehen, wenn er es nicht mag - nur weil er meint Weißbrot sei so ungesund. LG Apophis |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
habe den nachstehenden Text in einem meiner Vollwert-Koch/Backbücher gefunden und möchte ihn euch nicht vorenthalten. Ich esse meistens Vollkorn-Brote, aber wenn ich Appetit habe auf ein weißes Brötchen esse ich es auch!!! "Getreide – unser wichtigstes Lebens- und Nahrungsmittel In der menschlichen Ernährung hat das Getreide seit Jahrtausenden eine überragende Bedeutung. Ursprüngliche Wildgräser wurden im Verlaufe der verschiedenen Kulturepochen zum heutigen Getreide veredelt. Es diente dem Menschen als Grundnahrung, zuerst als unerhitzter Breit aus zerriebenen Körnern, dann als auf Stein gebackener Fladen und später als Laib-Brot. Alle ursprünglichen Zubereitungsarten des Getreides hatten eines gemeinsam: Es wurde nur das volle Getreidekorn mit Keim, Randschichten und Mehlkörper verwendet. Zu Beginn des Industriezeitalters wurden 1873 auf der Weltausstellung in Paris erstmals Walzenmühlen gezeigt, die vom Getreidekorn Keim und Randschichten entfernten und den (inneren) Mehlkörper übrig ließen. Das daraus hergestellte Mehl – Weißmehl aus Weizen, Graumehl aus Roggen – wird Auszugsmehl genannt, weil es nur noch ein Auszug aus dem Ursprünglichen ganzen Korn ist. Dies war die Geburtsstunde der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Auszugsmehl bot für die Vorratshaltung den Vorteil, dass es durch die Entfernung des fetthaltigen Keims und der Randschichten über längere Zeit aufbewahrt werden konnte, ohne zu verderben. Das Mehl wurde zu einer Konserve. So konnte das Versorgungsproblem der Großstädte gelöst werden. Aus gesundheitlicher Sicht entstand aber ein schwerwiegender Nachteil. Im ganzen Getreidekorn sind alles bisher entdeckten biologischen Wirkstoffe enthalten. Durch das Entfernen des Keimes und der Randschichten gehen viele Wirkstoffe verloren, vor allem die B-Vitamine. Kein anderes Lebensmittel enthält auf so kleinem Raum so viel Vitamin B1. Zu Beginn des Industriezeitalters gab es allerdings noch keine Vitaminforschung, so dass die negativen Auswirkungen der oben erwähnten Bearbeitung des Getreides auf die menschliche Gesundheit noch nicht vorhersehbar waren. Erst Jahrzehnte später, als die Zivilisationskrankheiten deutlich in Erscheinung traten, konnte die zwischenzeitlich etablierte Vitaminforschung die begangenen Fehler aufdecken. Besonders der Mangel an Vitamin B1, aber auch der anderen B-Vitamine wie B2, B6, Nikotinsäureamid, Pantothensäure, Biotin und Folsäure, ist die Ursache für das Auftreten der verschiedensten Stoffwechselkrankheiten. Störungen im Kohlenhydrat-Stoffwechsel bringen durch die enge Verflechtung mit dem Fett- und Eiweiß-Stoffwechsel Störungen im gesamten Stoffwechsel mit sich. So kann allein das Fehlen von Vitamin B1 alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten hervorrufen. Wegen der Wichtigkeit von Vitamin B1 in der menschlichen Ernährung, wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Richtwert von 1,5 mg/Tag vorgegeben. Russische Forscher empfehlen 3 mg/Tag, die tägliche Nahrung vor etwa 100 Jahren enthielt 5 mg/Tag, während der zivilisierte Mensch mit der üblichen Koste höchstens 0,8 mg Vitamin B1 täglich zu sich nimmt. Da das Getreide der Hauptlieferant von Vitamin B1 ist, gilt der Grundsatz: Volle Gesundheit ist ohne volles Korn nicht möglich." Auszug aus der Reihe Vitalstoffreiche Vollwertkost , Rezeptbüchlein „Vollkornbrote“ von Helma Danner. LG Grüße und ein schönes Weihnachtsfest wünscht Pepi |
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![]() Mitglied seit 29.07.2002 |
Vitamin B1 in Lebensmitteln:
Reich an Vitamin B1 sind z.B. Schweinefleisch, Leber, Vollkornprodukten, Kartoffel und Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen Erbsen). Vitamin B1 in 100 g Lebensmittel: Haferflocken: 0,65 mg Weizenkeime: 2 mg Kartoffel: 0,10 mg Zucchini: 0,20 mg Zuckermais: 0,15 mg Bohnen, weiß: 0,50 mg Erbsen: 0,76 mg Sojabohnen: 1 mg Makrele: 0,14 mg Aal: 0,18 mg Lachs: 0,18 mg Ente: 0,30 mg Schweinefleisch: 0,90 mg Sonnenblumenkerne: 1,90 mg Paranuss: 1,00 mg Erdnuss: 0,90 mg Thiamin (Vitamin B1) wird durch Hitze und Sauerstoff leicht zerstört, dadurch sind die Verluste bei der Nahrungszubereitung oftmals sehr hoch. Bereits bei üblicher Verarbeitung in der Küche kommt es zu Thiaminverlusten zwischen 20 und 40 %. also wenn ich dann rechne 1,5 mg von der WHO da reichen ein paar erbsen, paranüsse und so...die sollte man schaffen...interessant aber das es zu 40 % verlust führt wenn man die nahrung verarbeitet...kochen und backen.... |
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![]() Mitglied seit 07.11.2002 |
Hallo,
Vit. B1 kann in Überdosierung Nervenschäden verursachen, daß ein B1 Mangel Nervenschäden hervorruft ist nie bewiesen worden. Beri-Beri ist keine Vitamin B1-Mangelkrankheit, sondern wurde duch pilzverseuchten (nicht duch geschälten) Reis verursacht. Und Pepi, wenn Dein Backbuch das sagt, dann streck ich hiermit meine Waffen. .... ich gebs jetzt echt auf LG Apophis |
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