Obst entsaften - wie geht's am besten?

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donastra31

Mitglied seit 29.07.2004
4 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo zusammen,
ich habe mir bei Lidl kürzlich einen elektrischen Entsafter gekauft. Das Ding macht einen Haufen Krach und die Saftausbeute ist -zumindest bei Johannisbeeren- eher spärlich. Wer hat bessere Tipps, wie man Obst (und speziell Johannisbeeren) entsaften kann, um daraus Gelee zu kochen? Gibt es bessere elektrische Entsafter? Oder wie sind die Erfahrungen mit einem Dampfentsafter? Sind die für alle Arten von Obst geeignet? Bin für alle Arten von Tipps / Erfahrungen dankbar!
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morgaine27

Mitglied seit 19.10.2003
727 Beiträge (ø0,14/Tag)

hallo donastra.
bei den elektrischen entsaftern ist leider diesmal der teurere auch der bessere. bevor ich mir einen zugelegt habe , habe ich mich im internet bei verschiedenen tests klug gemacht. daraufhin habe ich mir den entsafter von gastruback zugelegt. leider mit 159€ nicht ganz billig. aber durch die bessere technik ist auch die saftausbeute sehr viel höher. gut soll auch der power juicer aus dem fernseher sein. der arbeitet mit der gleichen technik. die einzigen früchte die man damit allerding nicht entsaften kann sind bananen. die sind einfach zu weich, das gibt nur matschepatsche. bei beiden entsaftern kann man weningstens auch ganze äpfel reinstecken ohne sie vorher zerschnibbeln zu müssen.
mit dampfentsaftern habe ich keine erfahrung, aber gib den begriff doch mal in die forensuche ein, da wirst du bestimmt fündig.
eine einfache methode wäre noch die früchte zu zuckern und über nacht stehen lassen, dann ziehen sie saft. ist allerdings durch den zucker eine recht süsse angelegenheit.

ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen

lg
morgaine
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louisa-sophie2001

Mitglied seit 30.07.2003
339 Beiträge (ø0,07/Tag)

Hallo Donastra,
ich entsafte alles, wirklich alles, im Dampfentsafter. Hatte vorige Woche von einem 10 ltr.Eimer rote Johannisbeeren fast 10 ltr. Saft. Der Dampfentsafter ist außerdem noch preiswert, es kann fast nichts kaputt gehen, außer mal ein Stückchen Schlauch. Ich habe meinen bestimmt schon 30 Jahre und er erfüllt immer noch seinen Zweck.
Liebe Grüße Margrit Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
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moniloewin

Mitglied seit 18.08.2003
5.913 Beiträge (ø1,15/Tag)

Hallo,

ich entsafte seit mehr als 25 Jahren mit einem Dampfentsafter und die Saftgewinnung ist absolut prima und ,wenn ich mich dann zufällig auch noch nach dem Mond richte,dann habe ich noch einiges mehr,dann können es durchaus auch 3-4 l mehr sein,als das was ich sowieso ursprünglich gehabt habe,dann habe ich auf 10 kg Früchte 13 l Saft.
Ich habe mir jetzt eine neuen gekauft,weil ich für den alten keinen Schlauch mehr bekam und der neue ist noch besser kostet ca 28 euro.die Ausgabe denke lohnt sich die nächsten 30 jahre.

Ob Obst und auch Gemüse läßt sich alles prima darin entsaften.

Säfte fülle ich in leere,wenn es geht dunkle Flaschen ab,die ich immer aufhebe.Auch Weinflaschen eignen sich prima dafür,denn die gibt es auch schon,leider,mit Drehverschluß.

Den Saft fülle ich dann bis zur Oberkante der Flasche auf und dreh den Deckel fest zu,und somit bleibt die Flasche manchmal mehr als 1 Jahr haltbar.

Liebe Grüße

Monika
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donastra31

Mitglied seit 29.07.2004
4 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo zusammen,

vielen Dank für die \"dampf-heißen\" Tipps! Eine Frage hätte ich dann allerdings doch noch (nerv...!): Wenn ich es richtig weiß, gibt es elektrische Dampfentsafter und welche, die einfach auf den Herd gestellt werden (quasi drei Töpfe ineinander gestapelt). Was ist besser?

Schöne Grüße und vielen Dank,

Michael
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moniloewin

Mitglied seit 18.08.2003
5.913 Beiträge (ø1,15/Tag)



@Michael,

ich habe einen wo du 3 Töpfe ineinander auf den Herd stellst.

Wenn du Fragen hast,frag auch,wenn es dir unangenehm ist un du meinst du würdest nerven,frag einfach,du bekommst hier alle Fragen beantwortet.
Hier wird dir wirklich geholfen.

Herzliche Grüße

Monika
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donastra31

Mitglied seit 29.07.2004
4 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Monika
und hallo ihr anderen,

tja, wenn das so ist, habe ich tatsächlich noch\'ne Frage... (fiel mir gestern abend im Bett ein, da kommen einem ja manchmal die tollsten Ideen): Ich möchte natürlich beim Entsaften richtig schönen, \"originalen\" Saft bekommen. Habe allerdings den Verdacht, dass bei den Dampfentsaftern eine gehörige Menge Wasser mit dazu kommt und den Saft verdünnt. Oder liege ich da falsch? Anders kann es doch eigentlich nicht sein, dass Margrit aus einem 10-Liter-Eimer Johannisbeeren auch tatsächlich 10 Liter Saft produziert und Du, Monika, aus 10 kg Früchten sogar 13 Liter Saft rausholst. Oder habe\' ich da irgendwie einen Knick in der Denke?

Schöne Grüße und schönen (Sommer-!!!) Tach noch,

Michael
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moniloewin

Mitglied seit 18.08.2003
5.913 Beiträge (ø1,15/Tag)

Guten morgen Michael,

ja lach,wie soll ich das erklären?....Ich denke,da solltest du den Mond fragen oder dich näher mit den Einflüssen die der Mond auf die Erde hat beschäftigen,denn da bin ich auch noch nicht hinter gekommen,aber ich habe eine Freundin und ich weiß das meine Oma auch immer auf den Mond geschwört hat.

Ich pansche keineswegs mit Wasser oder sonstigen Dingen in meinen Säften,dann brauche ich es ja nicht selbst machen und gepanschte Säfte kaufen.Meine Säfte und alles andere was ich sonst noch mache ist alles naturrein,das ich manchesmal wirklich soviel mehr habe soll daran liegen,das der Mond zu dem Zeitpunkt gerade richtig stand.
Das ist bei mir natürlich alles unvorhergesehen,aber weißt du,wenn mich meine Freundin anruft fragt was ich gerademache und ich sage ihr das,dann mekkert sie manchmal ganz fürchterlich mit mir und sagt,das ich noch ein paar Tage warten sollte,dann ist die richtige Zeit dafür.Gemerkt habe ich es ganz deutlich im letzten Jahr,da bin ich mit meinen Jungs zum Äpfelpflücken und was gibt es besseres als selbst gemachten Saft.Am 1. Tag hatten wir eine Saftausbeute die war einfach Spitze,da ich aber nicht alles an dem einen Tag geschafft habe und auch am nächsten nicht zu gekommen bin,habe ich am 3 Tag wieder entsaftet und ob du es glaubst oder nicht,ich war total enttäuscht,da schwitzte und schwitzte,weil es sowieso schon so heiß war und dann gaben die Äpfel auch keinen Saft ab,nun das kann es geben,wenn der Mond nicht richtig steht.Und der lapidare Komentar meiner Freundin:siehst wollteste wieder mal nicht auf mich hören,ja,ja.

Also du geht her und tust deine Früchte nach den du sie mit kalten Wasser gewaschen hast einfach in den obersten Topf,in den unteren nartülich Wasser und stellst den Herd an.Da brauchst du nicht viel bei zu machen,läßt einfach kochen.
Du solltest dir schon überlegen wie du es machst mit dem Zucker,wohlgemerkt Haushaltszucker,kein Gelierzucker,denn sonsthast du Gelee und keinen Saft.Ich mache es so,das ich 3/4 l Saft in einen Extra Top gebe,gleich,wenn er ausläuft,dann ist er noch schön heiß undgebe dann ca 200 gr Zucker dazu,koche das ganze nochmal kurz auf und fülle es dann in die heiß ausgespülten Flaschen,Deckel drauf und das war es.
In vielen Saftrezepten steht für 1 l Saft 1 kg Zucker,aber ist einfach schon ekelig süß.

Mir reicht 200g auf 3/4 l.Ich mache die Menge,weil die Flaschen auch in der Einheit ist.
Da ich,weil es ja schon naturrein ist,nehme ich braunen Zucker,oder sogar Kandis.

Viele Leute geben den Zucker aber auch direkt auf die Früchte damit er beim entsaften gleich mitgesüßt wird,das ist nicht mein Ding,ist ein Arbeitsschritt weniger,aber der wie ich finde eine Sauerei beim saubermachen,Fruchtreste und klebriger Zucker durcheinander,nein,das muß ich nicht haben,aber das Michael mußt du selbst ausprobieren.

Solltest du fragen haben,schreibe einfach.

Wünsche allen ein schönes sonniges Wochenende.

Herzliche Grüße

Monika


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elschen

Mitglied seit 28.10.2003
14.001 Beiträge (ø2,76/Tag)

Hallo Michael,

ich habe einen Dampfentsafter zum \"auf den Herd stellen\". Dieses Teil ist aus Edelstahl. Ist in der Anschaffung teurer als die Alu-Entsafter, lohnt sich aber, weil man den Topf auch für vieles andere nutzen kann. In der Regel sind die Aluentsafter für E-Herd und Ceranfeld recht ungeeignet.

Funktionieren tut es folgendermassen: Durch den Wasserdampf platzen die Zellwände der Früchte auf und der Saft läuft heraus. Da oben auf dem Topf ein Deckel ist, an dem ein Teil des Wasserdampfes wieder kondensiert und durch die Früchte ebenfalls in den Auffangbehälter läuft, enthält der Saft hinterher natürlich zusätzliches Wasser aus diesem Wasserdampf. Es ist allerdings nicht sehr viel. Ob der Mond jetzt noch weiteren Wasserdampf erzeugt, dazu kann ich nichts sagen, das weiss ich einfach nicht.

Eine ander Methode ist die mit dem Vorsatz am Fleischwolf. Soltest Du Dir in einem guten Haushaltswarengeschäft einmal zeigen lassen. Meine Freundin hat einen Aufsatz für Ihre Kitchenaid-Maschine, mit der die Ausbeute insbesondere bei Beeren ganz phantastisch ist.

Ein E-Entsafter, wie Du ihn beschreibst, rottet in unserem Keller auch vor sich hin.

Lieben Gruss Els\'chen
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donastra31

Mitglied seit 29.07.2004
4 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Monika,

nein, ich meinte nicht, dass Du die Früchte mit Wasser panschst, sondern dass sich das Wasser aus dem Entsafter automatisch mit dem Fruchtsaft vermengt, weil es am Topfdeckel kondensiert. Aber nach dem, was Els\'chen schreibt, scheint das ja nicht viel zu sein.

Schöne Grüße,
Michael
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moniloewin

Mitglied seit 18.08.2003
5.913 Beiträge (ø1,15/Tag)

Hallo Michael,

nein,das Wasser welches beim Dampfen am Deckel kondensiert ist auch nicht viel.Ich habe auch einen Edelstahldamentsafter wie ihn els\\\'chen hat,wenn du dir einen kaufst,dann wirklich nur so einen,denn der hat auch einen Glasdeckel und so kannst du immer sehen wie weit das entsaften fortgeschritten ist,bei einem Aluentsafter mußt du immer den Deckel hochheben und so entweicht wertvolle Hitze.

Herzlichen Gruß

Monika
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abra

Mitglied seit 16.06.2004
17.224 Beiträge (ø3,55/Tag)

Hallo Michael,

Ich habe einen elektrischen Einkochautomat mit einem Entsafteraufsatz, im Prinzip das gleiche wie oben beschrieben. Nur hat das den Vorteil, dass ich damit auch gleich Einmachen kann. Den Entsafteraufsatz habe ich mir erst 2 Jahre später dazugekauft. Das ist wirklich sinnvoll wenn man große Mengen Obst entsaften will.
Ich entsafte auch grundsätzlich ohne Zucker. Dann erst entscheide ich, wieviel für Gelee verwendet wird. Der restliche Saft wird mit etwas Zucker vermischt u. nochmal kurz erhitzt u. in Flaschen abgefüllt.

Außerdem habe ich dem großen Topf schon Glühwein, Eintopf oder Suppe gekocht bzw. warmgehalten, was z.B. bei einer Party von Vorteil ist.
Man ist halt von der Herdplatte unabhängig, Steckdose genügt.
Auch das Entsaften, das ja doch ein wenig Zeit kostet, kann auf der Terrasse geschehen, da hat man die Wärme nicht so in der Wohnung.
Das Teil kostet zwar etwas mehr, aber es ist meiner Meinung nach vielseitiger.

LG Abra
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BienClaudius

Mitglied seit 20.07.2004
1.663 Beiträge (ø0,35/Tag)

Hallo zusammen,

ich bereite schon seit vielen Jahren meine Gelees und Marmeladen selbst her. Zuerst benutzte ich einen Entsafter, der die Früchte zerieb und dann durch eine hohe Umdrehungszahl -also durch die Zentrifugalkraft- die Flüssigkeit von den festen Bestandteilen aussonderte. Die festen Bestandteile blieben an einem flexiblen Siebstreifen hängen. Dieser mußte alle paar Umläufe mühselig geréinigt werden.

Dieses Gerät ist nur für kleinste Mengen geeignet zur Herstellung von rohen Säften.

Dann habe ich von meiner Schwiegermutter einen Danpfentsafter aus Aluminium erhalten. Der funktionierte recht gut. Es kamen mir allerdings Zweifel hinsichtlich der Konzentration des Saftes. Da ich Wasser zum Entsaften hinzuschütten mußte, erhielt ich auch eine relattiv hohe Menge an Saft, der aber mit dem Wasser verdünnt sein mußte. Schließlich habe ich das Gerät zum Sperrmüll gestellt.

Danach habe ich nur noch mit dem Dampkochtopf entsaftet. Das spart Energie und der Saft ist wirklich nur Saft und kein Wassersaft. Immerhin bekomme ich z. B. erst gestern gemacht bei einem Durchgang aus gefiertelten Äpfeln 1 Liter Saft. Von dem 1 Liter Saft konnte ich dann mit Gelierzucker 6 Gläschen Gelee herstellen.

Viele Grüße
Klaus
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Peterlinchen

Mitglied seit 16.03.2008
1 Beiträge (ø0/Tag)

Liebe Monika,
Brauche einen fachlichen Rat. Ich bin auch Dampfentsafter. Habe Apfelsaft u. Holundersaft gemacht. Nehme nur aussortiertes Obst u. saubere Flaschen. Ein Problem tritt ständig auf. Fertigen Saft lasse ich in Flaschen laufen u. stelle diese mit dem Boden nach oben in einen Eimer zum auskühlen. Lagere sie dann in den Keller bei 6-7 Grad ein. Wenn ich nach Wochen oder Monaten Flaschen trinken will schwimmt bei fast jeder Flasche ein Schimmelfleck oben auf. Wir kochen dann noch mal den Saft auf u. trinken diesen. Was machen wir falsch????
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elschen

Mitglied seit 28.10.2003
14.001 Beiträge (ø2,76/Tag)

@ Peterlinchen: Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Flasche nicht sauber, Saft nicht heiss genug, Deckel schließt nicht richtig.



Lieben Gruss Els´chen


La vie est dure sans confiture.
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