Ebereschenmarmelade?

06.11.2001 16:55 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_

Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø9,67/Tag)

Vor einiger Zeit hab' ich hier mal bei einer Gelegenheit den lapidaren Satz gelesen "... und so mache ich auch die Ebereschenmarmelade..." (aus dem Gedächtnis zitiert). Und da kam meine Frage:
Sind die nicht giftig? Oder nenne ich andere Beeren Ebereschen als andere? Auf meine Frage habe ich damals keine Antwort bekommen, ist wahrscheinlich in den Umstellungswirren verschütt' gegangen.
Als Kinder haben wir immer eingetrichtert bekommen "Ebereschen = Vogelbeeren = giftig = Finger Weg"
Ich habe eine Ebereschenhecke (ich denke zumindest, dass es eine ist), sie macht orangerote Beeren, die so ähnlich an Dolden hängen wie Holunder und die Blätter sind fedrig. (Leider kann ich kein Bild einscannen).
Sind das Ebereschen? Wie geht die Marmelade, wie bei Hagebutten?
Für Aufklärung und Marmeladenrezept wäre ich sehr dankbar!
Susa
 
06.11.2001 17:38 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Seide

Mitglied seit 17.01.2002
11.470 Beiträge (ø2,43/Tag)

Hi, Susa!

Hab mein "Bäume-Buch" mal wieder rausgekramt.
Also: Eberesche = Vogelbeere !
Die Früchte sind lt. Buch eßbar, aber bitter und können in Marmeladen verarbeitet werden.
Ich weiß nur, dass die Leute bei uns gern Vogelbeerschnaps machen, ist irrsinnig teuer, weil dir Früchte nicht sehr ergiebig sind. Und mir schmeckt er nicht, weil er eben bitter ist....
Die einzige Variante, in der ich Vogelbeerschnaps mag, ist beim flambierten Bier.

Liebe Grüße,
Seide
 
06.11.2001 18:37 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ElisabethWh

Mitglied seit 17.01.2002
2.451 Beiträge (ø0,52/Tag)

Hallo Susa,
ich habe sie vor ein paar Jahren einmal gemacht. Man sollte - so wurde mir gesagt - nur die Früchte der mährischen Eberesche nehmen. Ich bekam einen ganzen Eimer voll Früchte die ich dann abgezupft habe und dann kamen sie in den Gefrierschrank (damit der Frost drüberkommt). Später habe ich sie dann wie jede andere Marmelade auch eingekocht. Ebereschen sollen glaube ich viel Vitamin C haben.

Gruß Elisabeth
 
07.11.2001 08:35 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Sonja

Mitglied seit 17.05.1999
13.339 Beiträge (ø2,34/Tag)

Will man aus der Eberesche Gelee, Marmelade, Saft oder ähnliches herstellen, dann sollte man nur die Edelebereschenfrüchte nehmen, auch "süße Eberesche" genannt.
Die Früchte der Gemeinen Eberesche eignen sich nur sehr beschränkt, da sie einen toxischen Bitterstoff, die Parasorbinsäure, enthalten
Industriell kann man diesen Bitterstoff teilweise neutralisieren, aber zu Hause geht das kaum.

Meist sind die in den Gärten angepflanzten Büsche oder Hecken Edelebereschen. Wenn man nicht ganz sicher ist, dann einfach mit einem Zweig (Beeren dranlassen) zu einem Fachmann gehen!

Ebereschen haben enorm viel Vitamin C.

Sonja*

 
07.11.2001 14:01 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_

Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø9,67/Tag)

vielen Dank, jetzt sehe ich schon etwas klarer
susa
 
08.11.2001 01:10 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Esther R.

Mitglied seit 17.01.2002
1.019 Beiträge (ø0,22/Tag)

Hallo, susa! Du wolltest ja noch ein Rezept ... Ebereschen-Konfitüre folgt dem Rezept für die Herstellung von Schlehen- oder Preiselbeer-Konfitüre!

Ebereschen-Konfitüre

Zutaten:

1 kg Ebereschenbeeren
500 g Gelierzucker
1 Zitrone (Saft)
1 Orange, unbehandelt (Schale)
1/2 TL Zimt, gemahlen
1 TL Senfpulver
1/2 TL Ingwerpulver

Zubereitung:

Die Beeren gründlich verlesen, waschen und abtropfen lassen. Zusammen mit dem Zucker und dem Zitronensaft unter Rühren etwa 10 Minuten kochen. Die Orange unter heissem Wasser gut abbürsten. Die Schale abreiben und zusammen mit den Gewürzen zu den Beeren geben. Weitere 10 Minuten kochen lassen.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die "richtigen" Beeren in Deinem Garten hast!

Liebe Grüsse, Esther Lächeln
 
15.11.2001 17:42 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Sofi

Mitglied seit 17.01.2002
3.163 Beiträge (ø0,67/Tag)

Hallo Susa,

vor ein paar Tagen hatte ich dies Rezept unter Geschenke aus der Küche schon mal abgelegt. Ich nehme die Ebereschen (Vogelbeer)-Marmelade als Beilage zu kräftigen Ragouts oder Wildgerichten wie Preisselbeermarmelade, aber auch zum Überglänzen von gebratenem Geflügel.

Vogelbeer-Apfel-Marmelade mit Gin

600 g Vogelbeeren, entstielt gewogen
1 kg Zucker, extra fein
375 g säuerliche Äpfel, geschält und entkernt gewogen, gewürfelt
5 g Zitronensäure
3 (0,06 l) Schnapsgläser Gin

Vogelbeeren gründlich waschen und antropfen lassen, dann erst mit einer Gabel von den Rispen streifen und in einer Schüssel leicht zerdrücken, mit 500 g Zucker mischen und etwa 1 Std. saft ziehen lassen. Dann mitt dem restlichen Zucker und den Äpfeln unter Rühren musig kochen. Nach dem ersten Aufkochen die Zitroensäure einrühren und die Marmelade noch knapp 1 Min. kochen lassen. Vom Herd nehmen und den Gin bis auf einen kleinen Rest dazugeben. Die Marmelade in sehr heiß ausgespülte und gut getrocknete Gläser füllen. Pergamentpapier auf die Größe des Glasinnendurchmessers schneiden, mit dem restlichen Gin tränken und auf die Marmelade legen. Gläser mit Schraubdeckeln oder Einmachcellophan verschließen und kühl und dunkel auf bewahren.

LG Sofi
 
19.11.2001 15:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_

Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø9,67/Tag)

Danke Sofi,
ich hatte es schon gefunden, lieb' dass Du Dir nochmal die Mühe gemacht hast.
Susa
 
09.03.2002 10:53 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

wag.dus

Mitglied seit 17.01.2002
5 Beiträge (ø0/Tag)

hallo ebereschenfans,

im shop bei ikea gab es immer schwedischen ebereschengelee. hatte eine leichte und raffinierte bitterkeit und schmeckte auf rosinenwecken mit creme fraiche fantastisch. leider mag ich keine marmeladen u.ä. mehr.

grüße fridolin
 
11.03.2002 20:10 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

kleine Hexe

Mitglied seit 17.01.2002
1.407 Beiträge (ø0,3/Tag)

Hallo Susa,
ich habe folgendes für dich gefunden:

Im Spätherbst, wenn die ersten Fröste vorüber sind, sollen Ebereschen oder Vogelbeeren geerntet werden; erst dann sind sie weniger bitter. Den sehr herben Geschmack können Sie auch mildern, in dem sie die Beeren mit einer 4%igen Essiglösung begießen und über Nacht stehen lassen; dann in frischem Wasser weich kochen und den Saft absieben.
Eine in unseren Gegenden weniger bekannte Art ist die kultivierte Mährische Eberesche. Sie hat bei gleichem Vitamin-C-Gehalt weniger Bitterstoffe als die wilde Sorte. Ebereschen schmecken gut mit Quitten, Kürbis, Äpfeln,Birnen und Hagebutten. Als Konzentrat finden sie Verwendung bei der Säuglingernährung, in der Süßwarenindustrie und bei der Limonadenherstellung.

Hier noch einige Rezepte (nicht selbst ausprobiert, nur abgeschrieben):

Birnenmarmalade mit Ebereschen

750 g Birnen, 250 g Ebereschen, 1 kg Gelierzucker
Birnen schälen, vierteln und gut zerkleinern. Die Ebereschen von den Dolden zupfen, zerdrücken, mit Birnen und Gelierzucker zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. In Gläser füllen.

Birnenmarmelade mit Ebereschensaft

500 g Birnen, 1/2 Liter Ebereschensaft, 1 kg Gelierzucker

Ebereschen-Birnengelee

1/2 Liter Ebereschensaft, 1/2 Liter Birnensaft, 1 kg Gelierzucker

Ebereschen- und Birnensaft mit Gelierzucker kalt vermischen, zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd koche lassen. In Gläser füllen.

Ebereschen-Quittengelee

1/2 Liter Ebereschensaft, 1/2 Liter Quittensaft, 1 kg Gelierzucker

Ebereschensaft

Ebereschen nur knapp mit Wasser bedeckt weichkochen und den Saft durch ein Tuch ablaufen lassen.

Ebereschen in Sirup

1 kg Ebereschen (Mährische), 600-900 g Einmachzucker, 1/2 Liter Wasser
Ebereschen waschen und von den Dolden zupfen. Zucker und Wasser aufkochen, die Ebereschen portionsweise darin weichkochen lassen und in Gläser füllen. die Zuckerlösung noch etwas einkochen lassen, über die Früchte füllen und verschließen.

Wie gesagt, nur abgeschrieben, daher keine Garantie für gar nichts! Lachen

liebe Grüße

kleine Hexe
 
22.09.2003 20:10 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Nimrodel

Mitglied seit 06.09.2003
2.014 Beiträge (ø0,49/Tag)

Was passiert, wenn man die gemeine Eberesche zu Marmelade verarbeitet???
 
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