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*** Roter Johannisbeersirup ***

Vom 18.06.2011 16:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

waldkönigin Chefkoch


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6.350 Beiträge (ø2,16/Tag)
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Hallo,

am besten haben mir die selbstgemachten Fruchtsirups (oder -siruppe? na dann... ) meiner alten Tantchen geschmeckt. Leider kann ich keine mehr fragen, wie genau sie das gemacht haben. So hab ich mal etwas hier und dort gelesen und gestöbert, aber bin immer wieder auf die mehr oder weniger gleichen Methoden gestossen, meistens mit Dampfentsafter. Das habe ich schon probiert, aber da war der Saft immer zu verwässert. Bei meinen Tantchen hat jeder Sirup sowas von fruchtig geschmeckt...hmmm, zum reinlegen. Und die gabs dann entweder verdünnt mit Wasser zum trinken oder auf Vanille- oder Griespuddings. Ganz simpel, sollte man denken, aber ich wollte, dass sie so schmecken wie damals...und das hat sich als schwieriger entpuppt als ich dachte.

Ich habs mal mit Einmachhilfe probiert, um Farbe und Haltbarkeit zu gewährleisten, aber das war ein Fiasko. Das Zeug setzt sich ab und ich musste alles nochmals vorsichtig durch ein Tuch laufen lassen, um den Mist rauszukriegen. Also, Finger weg, kann ich nur raten. Es geht auch ohne, der Zucker konserviert genug.

Nach einigen Testläufen hab ich nun dieses rezept hier als am nächsten am original von Tantchen befunden.
Wichtig ist, dass die Früchte sehr reif und vollrot geerntet werden. Und wichtig ist auch, sich die Mühe zu machen, die Beeren mittels Gabel von den Stielen zu streifen. Die Stiele merkt man geschmacklich, sie machen den Fruchtgeschmacht dumpf, muffig...ein anderer Ausdruck fällt mir grad nicht ein.

Die Beeren hab ich dann in einem großen Topf mit ganz wenig Wasser am Topfboden aufgekocht, dann Hitze auf Minimum, Deckel drauf und noch 15 min weiterköcheln lassen. Dann Hitze aus, Deckel drauflassen und über Nacht stehen lassen.
Anderen Tags ein Sieb mit einem dünnen Leinentuch auskleiden, die Beerenmasse aus dem Topf da hineingeben und dem Saft viel Zeit geben, ablaufen zu können, aber ohne mechanischen Druck auszuüben. So bleibt er schön klar, ohne Schwebestoffe.

Dann den abgelaufenen Saft abmessen.
Auf 1 Liter Saft 600 g Zucker und 2 EL Einmachzucker (die Farbe bleibt so leuchtender und stabiler).
Das ganze aufkochen, 2-3 min sprudelnd kochen lassen. Eventuell sich bildenen Schaum vorsichtig abschöpfen.
In heiß ausgespülte Flaschen füllen und sofort zuschrauben. Ab und zu schütteln, damit sich eventuelle Schaumreste auflösen.

So finde ich den Sirup richtig lecker und er schmeckt - fast so gut Na! - wie bei Tantchen. Ihrer ist einfach nicht zu toppen (im nächsten leben frag ich sie nach ihrem Rezept ... )


Viele Grüße
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Vom 18.06.2011 16:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Nena108 Chefkoch


Mitglied seit 11.06.2005
14.452 Beiträge (ø5,69/Tag)
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Hi,

es wundert mich, dass beim Abkühlen die Masse nicht geliert ist. Bei meinem Dampfentsafter verwässert nichts, der Saft ist so konzentriert, dass er mir manchmal in der Flasche zu Gelee wird und ich ihn deshalb wieder erhitzen und verdünnen MUSS.....

LG Nena
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Vom 19.06.2011 00:25 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

IreneK Suppenkoch


Mitglied seit 19.03.2006
1.952 Beiträge (ø0,86/Tag)
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Hallo Waldkönigin.
Dein Rezept ist goldrichtig, denn die Oma hatte mit Sicherheit noch keinen Dampfentsafter.
Eine kleine Korrektur Deiner Beschreibung: Schaum sollte in der Flasche nicht mehr sein. Wenn Du die Flasche übervoll machst, fällt der Schaum oben raus. Danach aber den Rand säubern. Besser ist es, gar keinen Schaum abzufüllen.
Bei roten Johannisbeeren würde ich auf den GElierzucker verzichten. Sie enthalten genug Gelierfähigkeit. (Bei anderen Früchten ist das anders). Zur Farberhaltung mische ich ein paar schwarze Johannisbeeren oder eine Messerspitze Zitronensäure unter. Dein Saft(Sirup) wird so besser als im Ensafter.

Nena: Wie oben schon beschrieben, hängt die GElierfähigkeit von den Früchten ab. Das neue Erwärmen oder Verflüssigen mit dem Pürierstab kann man vermeiden, wenn man keinen GElierzucker nimmt oder weniger Haushaltszucker. Bei Kirschen oder ERdbeeren mag das anders sein.

Euch beiden gutes Gelingen! Irene.
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Vom 27.06.2011 20:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Nena108 Chefkoch


Mitglied seit 11.06.2005
14.452 Beiträge (ø5,69/Tag)
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Hi Irene,

in den Dampfentsafter würde ich nie Gelierzucker geben!

LG Nena
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