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Sirup - Grundrezept gesucht.

Vom 15.08.2010 11:41 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Bäuchlein Suppenkoch


Mitglied seit 20.07.2004
1.087 Beiträge (ø0,38/Tag)
Hallo @all,

ich bin bei meiner Suche nicht so richtig fündig geworden. Ich würde gern mal Sirup aus Zitronenmelisse machen, gibt es wohl ein Grundrezept, das man dann auch mit anderen Kräutern machen könnte?


Grüße vom Bäuchlein
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Vom 15.08.2010 11:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosinenkind Chefkoch-Moderator Sternekoch


Mitglied seit 28.03.2004
27.433 Beiträge (ø9,2/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hier ein Sirup-Rezept:

Melissenblätter oder was auch immer
3 l Wasser
3 kg
Zucker
50 g Zitronensäure
3 unbehandelte Zitronen

Zucker und Zitronensäure in Wasser auflösen,
Melissenblätter dazugeben, Zitronen aufschneiden,
dazugeben, das ganze gut umrühren und in einem großen
Glasgefäß 2-3 Tage lose verschlossen ziehen lassen. Dann
durch ein ganz engmaschiges Sieb seihen und in saubere
Flaschen abfüllen.


Grüße Rosinenkind


Wo eine Tür zufällt, geht die Nächste auf
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I love St. Pauli.. I do, St. Pauli I love you
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Vom 15.08.2010 11:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

afejza  Kaltmamsell


Mitglied seit 20.04.2005
26.868 Beiträge (ø10,36/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallöchen!
Hier mal ein Rezept, daß ich in einer Gartenzeitschrift gefunden habe und ich habe alle meine Sirupsorten danach gemacht, auch Melissensirup:

Holunderblütensirup

6-10 Blütendolden
1 Zitrone (unbehandelt)
1kg Zucker
1l Wasser

Die Blüten mit dem Zucker in ein Schüssel geben. Die Zitrone in Scheiben schneiden und dazu geben. Möglichst die Blüten (oder Kräuter) damit bedecken. Zugedeckt an einem kühlen Standort einige Tage ziehen lassen. Danach abseien und in einen Topf geben. Aufkochen und eineige Minuten köcheln lassen. Dann in saubere Flaschen abfüllen.

Viele Grüße
Andrea




A home without a cat is a house!

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Vom 15.08.2010 11:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

afejza  Kaltmamsell


Mitglied seit 20.04.2005
26.868 Beiträge (ø10,36/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
...habe vergessen zu erwähnen, daß zwischendurch mal umgerührt werden muß, um den Zucker aufzulösen.




A home without a cat is a house!

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Vom 15.08.2010 14:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Bäuchlein Suppenkoch


Mitglied seit 20.07.2004
1.087 Beiträge (ø0,38/Tag)
Ah, das hört sich doch schon mal gut an. Ich danke Euch für Eure schnelle Hilfe.

Wie lange ist denn so ein Sirup haltbar?
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Vom 19.08.2010 19:03 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Phandorya Tellerwäscher


Mitglied seit 22.05.2006
1 Beiträge (ø0/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo Bäuchlein,
nun werd auch ich mal meinen Senf dazu geben.
Grundsätzlich gilt für die Sirup-Herstellung, dass Flüssigkeit und Zucker im Verhältniss 1:1 stehen sollen.
Beispiel: auf 1 Liter Sauerkirschsaft 1kg Haushaltszucker, auf 3,5 Liter also 3,5 kg usw.
Wenn wir keine Fruchtsäfte benutzen zur Sirupherstellung sondern Pflanzenteile (Blüten/ Blätter/Wurzeln) nehmen wir in der Regel Wasser zum ansetzen. Ob dies dann warm oder kalt ist, entscheidet allein unser Geschmack und persönliche Erfahrung und Vorliebe. Auch die Menge der Pflanzenteile auf einen Liter Wasser hat hier nur etwas mit dem eigenem Geschmack zu tun. Der eine mag es Intensiv, der andere nicht. Genauso verhällt es sich mit der "Ziehzeit" der Pflanzenteile in der Flüssigkeit. Je länger sie ist, umso Intensiver der Geschmack.
Ich persönlich z.B mag den Geschmack und den Geruch der Hollerblüte (Holunder) wahnsinnig gern. Bei mir kommen auf 1 Liter Wasser 25 bis 30 Dolden und ich lasse sie mindestens 4 Tage in der Wasser/Zuckerlösung ziehen.

Wie ist es mit der Zitronensäure? Muss sie rein?
Ich habe gerade noch mal das Buch von Salcia Landmann herausgesucht und nachgelesen, was sie so zum Thema Zitronensäure schreibt.

Zunächst einmal: Man kann auch frischen Zitronensaft verwenden, was aber zum einem schwieriger zu dosieren ist und zum anderen muss die Masse (Konfitüre oder Sirup) dann länger gekocht werden, damit die zusätzliche Flüssigkeit verdampfen kann.

Die Menge der Zitronensäure (1 oder 2 TL oder mehr pro kg Einmachgut) hängt zum einen von der Tradition einer Gegend (z.B. Sladko auf Balkanart) und von der Art der Früchte ab (Zitronenmarmelade oder z.B. die säurefreien Rosenblüten) .. und natürlich vom persönlichen Geschmack (Stichwort: leichtes Zitronenaroma).
Zur Tradition einer Gegend schreibt Salcia Landmann:

* Ukrainer lieben es stark angesäuert
* Serben, Kroaten und Bulgaren gehen mit dem Säurezusatz viel sparsamer um
* die Türken lassen den Säurezusatz meist ganz weg
* die Mitteleuropäer (also, mit Augen-zu-drücken, WIR) liegen irgendwo dazwischen (maximal 2 TL kristalline Zitronensäure pro Kg Einmachgut.

Zitronensäure als Haltbarkeits-Argument oder zur Verhinderung des Auskristallisierens des Zuckers kann Salcia Landmann in ihrem Buch nicht wirklich bestätigen.

Als weiterer wichtiger Punkt der Zitronensäure, ist noch das Thema Farbe zu nennen:

* teefarbener Pfefferminzsaft soll durch die Säure grüngold werden
* der fast schwarze Sirup aus Holderbeeren (also Holunderbeeren) wird amethystviolett
* granatdunkel Flüssigkeiten bekommen einen strahlenden Rubinglanz
* besonders bei der Essenz aus Rosenblüten wird die frische rosarote und tiefrote Rosenfarbe zunächst durch das Kochen matt olivfarben bzw. braunviolett und durch die Zugabe der Zitronensäure jedoch zu einem " leuchtenden, märchenhaften, geheimnisvollen Dunkelrosa".

Im Grunde funktioniert die Ansäuerung auch mit Weinsäure (Weinsteinsäure), wobei hier dann aber das leichte Zitronenaroma fehlen würde.

Wie lange nach der Ziehzeit den Sud zum Sirup kochen?
Wenn wir kein Zuckerthermometer haben gild folgende Fausregel:
Die Flüssigkeit hat eine Sirupartige Konsestenz erreicht, wenn sich auf der Flüssigkeit ein Ölehnlicher Film gebildet hat.

Nun wünsch ich Dir viel Spass beim experimentieren.

lG
Phan

PS: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gern behalten Na!
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Vom 20.08.2010 08:06 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosinenkind Chefkoch-Moderator Sternekoch


Mitglied seit 28.03.2004
27.433 Beiträge (ø9,2/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Ich koch den nochmals auf und füll den heiß in saubere Flaschen oder friere ihn ein. Dann ist der schon eine Weile haltbar. Nur so in Flaschen gärt der ziemlich schnell. DAS habe ich schon *ausprobiert*. GRRRRRR Was für eine Schweinerei.

Grüße Rosinenkind


Wo eine Tür zufällt, geht die Nächste auf
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Vom 20.08.2010 11:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Bäuchlein Suppenkoch


Mitglied seit 20.07.2004
1.087 Beiträge (ø0,38/Tag)
Vielen Dank für Eure Informationen, ich werde den Sirup in kleine Flaschen füllen und, ich will sowieso Birnen einkochen, mit in den Einkocher stellen.

Viele Grüße vom Bäuchlein
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