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Einsäuern von Gemüse, teilweise mit Molke

Vom 26.09.2008 14:07 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

IreneK Suppenkoch


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Gemüse milchsauer – Rezepte einer westfälischen Landfrau (Rückfragen bei irenek)

Rote Bete mit Meerrettich

1 kg rote Bete, mittelgroße
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
4 EL geriebener Meerrettich
600 ml Weissweinessig
1 EL Meersalz
2 EL Zucker
6 Gewürznelken
5 Pfefferkörner
6 Koreanderkörner

Rote Bete 30 Min im Dampfkochtopf kochen, (vom Kochwasser 400 ml aufheben), abkühlen, schälen, in Scheiben schneiden. Mit Knoblauch und Meerrettich in Gläser füllen.
Essig mit Kochwasser, Salz, Zucker und Gewürzen erhitzen und 3 Minuten kochen. Über die Bete gießen, Gläser verschließen. Zwei Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen.


Eingelegte Gurken auf Russische Art

2 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
1 kg kleine Gurken
Je 8 Zweige Estragon, Dill und kleine Blätter der schwarzen Johannisbeere
Für den Sud:
¾ l Wasser
¼ l Weissweinessig
25 g Meersalz
3 Lorbeerblätter
je 6 Körner schwarzer Pfeffer, Koreander, Nelkenpfeffer

Alle Zutaten für den Sud 3 Minuten kochen und dann abkühlen lassen.
Gurken mit Knoblauch, Kräutern und Blättern verteilt in Gläser füllen. Sud darüber giessen, verschließen. Frühestens nach zwei Wochen essen.

Statt kleiner Gurken Salatgurken der Länge nach in Viertel, dann in 5 cm Stücke schneiden.


Weinkraut
50 kg Weisskohl
1 l Weisswein, naturrein (was ist das?)
150 g Salz
Wacholderbeeren, Kümmel
Weinblätter (ungespritzt) oder Krautblätter zum Abdecken

Weinkraut wird wie Sauerkraut hergestellt, doch statt der Molke mit 1 l naturreinem Weisswein angesetzt.


Sauerkraut salzlos im Vakuumglas

Weisskohl, Wacholderbeeren oder Kümmel, handwarmes Wasser (bis 42°) oder 4 EL Molke.
Kraut sehr fein hobeln und mit den Gewürzen und dem Wasser oder Molke ins Vakuumglas drücken. Wasser soll das Kraut gerade bedecken. Dann fest zudrehen und warm stellen (20 – 25°). Wenn der Saft hoch steigt, etwas kühler stellen, nach 8 Tagen in den Keller bringen und mindestens 6 Wochen geschlossen halten.


Russisches Kraut

Kleine, feste Weisskohlkpfe, vierteln, Strunk entfernen
Knollensellerie in Stücken
grüne Tomaten, vierteln
Zwiebeln, in Ringe schneiden
rote Paprikaschoten, in Streifen schneiden
Blumenkohl in Röschen
Knoblauch, in Scheiben schneiden
Pfefferkörner

alle Gemüse gemischt in den Gärtopf schichten

Mit Sellerieblättern, Pfefferkörnern, Salz (25 g auf 1 l Wasser) einen Sud kochen, handwarm abkühlen lassen und 2 EL klare Molke hinzufügen, über das Gemüse giessen. Brett und Stein zum Beschweren müssen gut bedeckt sein. Ca. 3 Wochen gären lassen, dann in den Keller stellen.


Milchsaure Gurken (Salzgurken) im Vakuumglas

Pro 1 l Glas:

ca. 600 g Gurken
¼ l Salzwasser (15 g Salz auf 1 l Wasser)
Gewürze wie bei den russischen Gurken (oben) oder nach Wunsch
2 EL Molke
1 Stück Meerrettich

Gurken mit den Gewürzen möglichst dicht ins Glas schichten. Obenauf ein Weinblatt. Mit Salzwasser und Molke auffüllen. 5 cm bis zum Glasrand frei lassen. Gläser warm stellen (20 – 25°). Wenn sie gären, etwas kühler stellen, eine Woche bei Zimmertemperatur, dann in den Keller. Vor dem Verzehr mindestens 6 Wochen ruhen lassen.


Sellerie im Vakuumglas

Knollensellerie mit der Küchenmaschine raffeln (grober oder feiner nach Geschmack)
Gurkengewürz, Dill, Estragon, Lorbeerblätter, Schalotten (nach Belieben auch andere Gewürze)
Pro l-Glas ¼ l Salzwasser (15 g Salz auf 1 l Wasser) und 3 EL Molke

Sellerie nach dem Raffeln sofort mit Gewürzen und Salzwasser und Molke vermischt in die Gläser drücken. 5 cm bis zum Glasrand frei lassen. Gläser warm stellen (20 – 25°). Wenn er gärt, etwas kühler stellen, eine Woche bei Zimmertemperatur, dann in den Keller. Vor dem Verzehr mindestens 6 Wochen ruhen lassen.
Als Salat mit Öl, Sauerrahm oder Mayonnaise essen.


Karotten oder Möhren

Für den 10 l Gärtopf

7,5 kg Karotten raffeln
einige Schalottenzwiebeln
3 Knoblauchzehen, darin je 1 Nelke stecken
viel Dill, Estragon, Lorbeerblätter, Meerrettichscheiben
abgekochtes Salzwasser (15 g auf 1 lWasser) und 100 ml Molke

Karotten mit den Gewürzen fest in den Topf einstampfen. Salzwasser mit Molke darüber giessen.
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Vom 26.09.2008 14:21 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

evake Hendlgriller


Mitglied seit 05.11.2005
2.707 Beiträge (ø1,13/Tag)
Hallo,

danke für die Rezepte, den russischen Kraut kenne ich schon, mache jedes Jahr und ist immer ein Erfolg - kann ich nur empfehlen.

LG

Evake
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Vom 26.09.2008 19:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Dinknesh  Kaltmamsell


Mitglied seit 30.08.2007
1.888 Beiträge (ø1,09/Tag)
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Hallo Irene

Was meinst Du mit Vakuumglas? Twist-Off-Gläser?

Naturreinen Wein wird man wohl im Bioladen oder Reformhaus bekommen.

Die Rezepte klingen interressant.


Liebe Grüsse, Dinknesh
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Vom 26.09.2008 20:36 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

limone161 Küchenjunge


Mitglied seit 11.07.2008
253 Beiträge (ø0,18/Tag)
Hallo Irene,

ich habe mal zwei vielleicht "dumme" Fragen - ist ein Gärtopf ein spezieller Topf?
Und wie lange hält sich das eingelegte Gemüse?

lg
limone161
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Vom 26.09.2008 21:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

evake Hendlgriller


Mitglied seit 05.11.2005
2.707 Beiträge (ø1,13/Tag)
Hallo,

Gärtöpfe sind aus Keramik, die sind ursprünglich für Sauerkraut-machen, kann man aber auch andere Gemüse dair einmachen. Wenn Du im Google Gärtopf im Bildersuche eingibst, kannst Du mehrere Formen sehen.

Ich kann nur über den haltbarkeit von Sauerkraut und russischen Kraut etwas sagen: ich mache die ungefähr Ende September/Anfang Oktober, und bei mir sind noch im März beide gut. Ob die noch länger haltbar sind, kann ich nicht sagen, weil bei uns sind die bis dahin schon alle.

LG

Evake
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Vom 26.09.2008 22:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

IreneK Suppenkoch


Mitglied seit 19.03.2006
1.952 Beiträge (ø0,86/Tag)
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Hallo,

der ursprüngliche Gärtopf war ein glasierter brauner oder grauer Steinguttopf ohne Deckel. Auf das Eingestampfte kam ein Holzbrett mit einem Wackerstein, damit das Gemüse nicht oben auf schwimmt, sondern unter der Flüssigkeit ruht.
Inzwischen haben die neueren Gärtöpfe einen Rand, in den man Wasser füllt. Darauf kommt ein Deckel, der in dem Wasserrand liegt und fest abschließt. Dadurch ist das Eingestampfte luftdicht abgeschlossen, aber bildet kein Vakuum, wie in den Gläsern. Es können keine Fremdkörper rein und es bleibt sauberer.
Kleine Mengen drückt man in Kugelgläser von Gurken oder andere mit fest abschließenden Deckel.
Ansichten bei Google.
LG Irene.
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Vom 26.09.2008 22:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

IreneK Suppenkoch


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Hallo,

die Haltbarkeit ist abhängig von der Sauberkeit beim Einmachen. LG. Irene.
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Vom 26.09.2008 23:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

limone161 Küchenjunge


Mitglied seit 11.07.2008
253 Beiträge (ø0,18/Tag)
Hallo Evake, Hallo Irene,

danke für Eure Antworten. Wie schmeckt eigentlich eingesäuertes Gemüse? Bei uns gibts das nicht (außer Sauerkraut) - ich kenn das zumindest nicht.

lg
limone161
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Vom 26.09.2008 23:44 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

IreneK Suppenkoch


Mitglied seit 19.03.2006
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Hallo,

bei allen Gemüse ist die Milchsäure, die sich bildet, wie beim Sauerkraut. Also ist der Geschmack ähnlich. Etwas milder wird die Säure, wenn Du weniger Salz und Molke nimmst. Die Rezepte sind ja hier. Probiere es doch in kleinen Mengen in Gurkengläsern. Ich mache lieber kleine Mengen und esse sie frisch. Kohl z.B. bekommst Du ja den ganzen Winter. Länger gesäuerte werden immer saurer. Man kann das Sauerkraut oder Rotkraut, wenn es den richtigen Geschmack hat auch einfrieren, damit es nicht saurer wird. Bei den anderen Gemüsen fürchte ich, daß sie durch das Frieren matschig werden. Solltet Ihr mehr darüber nachlesen wollen, empfehle ich das Heftchen: Maria Lingenfelder, Die Milchsäuregärung, Waerland-Verlag, etwa 5 €.
Viel Spaß Irene.
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Vom 26.09.2008 23:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

limone161 Küchenjunge


Mitglied seit 11.07.2008
253 Beiträge (ø0,18/Tag)
Hallo Irene,

danke Dir für die Erklärungen.
Interessiert mich wirklich, ich werde das mit einer kleineren Menge ausprobieren. Ich hätte nur noch eine Frage:
Wie ißt man das Gemüse dann, kalt oder warm?

Danke Dir - liebe Grüße
limone161
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Vom 27.09.2008 00:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

IreneK Suppenkoch


Mitglied seit 19.03.2006
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Hallo Limone,

Du kannst es wie auch Sauerkraut als Salat roh essen oder kochen. Grüne Bohnen müssen gekocht werden.
Rezepte unter Sauerkrautsalat, Rotkohlsalat, Gurken wie Gewürzgurken. Warm kennst Du ja die Zubereitung.

Was heißt: Bei uns? Wo befindest Du Dich? Antwort evt. per KM.

LG Irene.
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