Freundschaftsbrot der Amish. Was mache ich falsch?

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29.04.2012 18:15

LadyA

Mitglied seit 31.01.2007
388 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo liebe Backgemeinde,

nachdem ich grade den Roman von Darien Gee lese, bin ich
neugierig auf das Freundschaftsbrot der Amish geworden.
Es ist ein hermann-ähnlicher Teig. Nun habe ich heute den
Grundteig angesetzt:
7 g Trockenhefe
60 ml lauwarmes Wasser
120 g Mehl
220 g Zucker
240 ml Milch

Man soll auch keinen Metall-Rührlöffel nehmen, sondern einen
aus Holz. Habe ich alles gemacht wie beschrieben und nun
soll man alles mit einem Geschirrtuch abdecken und warten
bis es Bläschen wirft und geht.

Aber es ist eher eine Suppe geworden und diverse Mehlklümpchen
lassen sich mit einem Holz-Löffel auch nicht wirklich verrühren.
Nun nach ca. 4 Stunden weder Bläschen noch Vermehrung.

Dabei gibt es über 200 leckere Rezepte, die aus dem Grundteig
gebacken werden können.

Kann es vielleicht am deutschen Mehl liegen (amerikanisches Rezept)?
Was habe ich falsch gemacht?

LG
Astrid
29.04.2012 18:51

hofschranze

Mitglied seit 04.07.2008
1.506 Beiträge (ø0,49/Tag)

Vielleicht fehlt Dir einfach der rechte Glauben?


Vermutet einmal: der Hofschranze
29.04.2012 19:33

Allegro

Mitglied seit 25.09.2005
18.097 Beiträge (ø4,43/Tag)

Hallo,

also eine Mischung von 300 ml Flüssigkeit und 120 g Mehl ergibt zwangsläufig eher eine Suppe als einen Teig YES MAN

Wenn sich so gar nichts tut, könnte vielleicht das Wasser zu warm gewesen sein ? Ab ca. 40 °C sterben die Hefen ab.

Viele Grüße - Allegro


Die Sterne .... die sind Gott außerordentlich gut gelungen.

Zitat aus dem Film "Das Beste zum Schluss"
29.04.2012 20:11

LadyA

Mitglied seit 31.01.2007
388 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo!

@Hofschranze: Vielleicht ja. Aber das Brot kommt gar nicht
von den Amisch, wird wohl nur so genannt, weil es dann
gut wirkt... Trotzdem finde ich das Leben der Amisch sehr
interessant BOOOIINNNGG....

@Allegro: Das Wasser war sicher nicht zu warm, nur lauwarm.
Das Rezept ist komisch, ist aber das Grundrezept (auch lt.
Internet, was ich so gefunden habe) traurig

Hat es denn noch keiner gebacken?
Bin gespannt, ob Erfahrungsberichte kommen....

Danke!

LG
Astrid
29.04.2012 20:16

bender

Mitglied seit 17.01.2002
16.150 Beiträge (ø2,97/Tag)

Kann es sein, dass das nur der Anfang des Rezepts ist? Ich glaube, das ist so ein Teig, den man Tag für Tag mit weiterem Mehl/Milch/Zucker "füttert"bis man irgendwann eine größere Menge richtigen Teig hat. Von einem Teil backt man dann Brot, einen teil hebt man als Ansatz für den neuen Teig auf und einen Teil verschenkt man.
29.04.2012 21:12

LadyA

Mitglied seit 31.01.2007
388 Beiträge (ø0,11/Tag)

@ bender: Ja, das ist richtig. Aber auch beim Füttern am 6.Tag kommen
wieder 240 ml Milch dazu...

Ich weiß eben nicht, ob es nun richtig ist so und später dann fester wird
oder ob ich die "Suppe" gleich wegschütten soll traurig

LG
Astrid
29.04.2012 21:14

Allegro

Mitglied seit 25.09.2005
18.097 Beiträge (ø4,43/Tag)

Dann sag doch einfach mal das komplette Rezept inkl. dem End-Brotteig an.

Viele Grüße - Allegro


Die Sterne .... die sind Gott außerordentlich gut gelungen.

Zitat aus dem Film "Das Beste zum Schluss"
29.04.2012 22:05

bender

Mitglied seit 17.01.2002
16.150 Beiträge (ø2,97/Tag)

Also, dann ist dein Rezept wahrscheinlcih ein klassisch amerikanisches Cup-Rezept, also waren die Mengenangaben ursprünglich nicht in g/ml sondern

1/4 cup lauwarmes Wasser
1 cup Mehl
1 cup Zucker
1 cup Milch

und "gefüttert" wird der dann wohl auch wieder mit 1 cup Mehl, 1 cup Zucker, 1 cup Milch, oder?

Es macht dabei durchaus Sinn, sich einen sochen "Cup" zu kaufen oder halt eine "deutsche" Tasse zu verwenden, die wenigstens etwa die 240ml Inhalt hat. Der Teig darf aber ruhig etwas flüssig sein, schliesslcih kommen vor dem Backen mesit noch zusätzliche Zutaten dazu, z.B. Mehl, Gewürze, Eier, Nüsse, Backpulver oder sowas. Dadurch verändert sich die Konsistenz ja nochmal.


Das deutsche Pendant wäre wohl der "Hermann". Dazu wirst du hier im Forum sicher zig Beiträge finden.
29.04.2012 22:07

bender

Mitglied seit 17.01.2002
16.150 Beiträge (ø2,97/Tag)

Dein Rezept ist übrigens ein recht süsses. Der deutsche Hermann und auch einige der Amish-Varianten kommen oft mit der Hälfte der Zuckermenge oder weniger aus.
29.04.2012 23:24

LadyA

Mitglied seit 31.01.2007
388 Beiträge (ø0,11/Tag)

@ bender: Es ist das Rezept aus o.g. Buch und es sind keine
Cup-Angaben.
Auf friendshipbreadkitchen.com sind zahlreiche
Rezepte für den Grundteig. Beim deutschen Hermann ist
keine Hefe enthalten, oder?

@ Allegro: Der Grundteig ist oben angegeben und am 6. Tag
wird der Teig gefüttert mit: 120 g Mehl, 220 g Zucker und
240 ml Milch.
Am 10. Tag kommen hinzu: 180g Mehl, 330 g Zucker, 360 ml
Milch

Das wird dann geviertelt und verbacken.

LG
Astrid
30.04.2012 08:04

ep1312

Mitglied seit 31.12.2004
3.831 Beiträge (ø0,88/Tag)

Hallo Astrid,

ich kann mir nicht vorstellen dass bei den Amish
Hefe verwendet wird Sicher nicht!

Du wirst den Teig schon einige Tage züchten müssen.
Siehe Sauerteig.
Oder mit Wildhefe versuchen


Freundschaftsbrot Amish mache falsch 3155978967
Freundschaftsbrot Amish mache falsch 2246019676
30.04.2012 08:42

Allegro

Mitglied seit 25.09.2005
18.097 Beiträge (ø4,43/Tag)

Also bei diesen Mengenangaben kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das klappt.

Viele Grüße - Allegro


Die Sterne .... die sind Gott außerordentlich gut gelungen.

Zitat aus dem Film "Das Beste zum Schluss"
30.04.2012 08:51

bender

Mitglied seit 17.01.2002
16.150 Beiträge (ø2,97/Tag)

Anhand der "krummen" Mengenangaben kann man sehr leicht erkennen, dass es sich um ein übersetztes Cup-Rezept handelt. Und wenn man da mit einem Cup bzw. einer Tasse arbeitet wird es wesentlich einfacher. Vor allem, weil bei der Übersetzung/Umrechnung wohl etwas am Mehl gespart wurde. Je nach Mehltyp kann 1 Cup auch gut 140g Mehl enthalten.

Der Hermann ist ziemlcih identisch und enthält im Starterteig auch Hefe.

Man sollte das ganze übrigens nicht als "Brot" im deutschen Sinne des Wortes ansehen. Es ist eher so ne Art Stuten, Kastenweissbrot oder ne Art Kuchen und wird in dn meisten Rezepten in einer Kastenform gebacken. Und da darf der Teig auch ruhig etwas flüssiger sein.
30.04.2012 13:59

sukeyhamburg17

Mitglied seit 07.03.2007
9.882 Beiträge (ø2,78/Tag)

Hallo Astrid,

wie geht es denn heute deinem starter? Hasst du ihn schon "gefuettert"? Das Starter- Rezept ist richtig "uebersetzt", es handelt sich hoechstrens um ein paar Gramm Unterschied - beim Mehl - 1 cup = 128 g, Zucker - 1 cup = 200 g... Die ml Angaben sind so richtig Und auch mit der Hefe als Zutat. Am ersten Tag ist die Sache echt noch recht fluessig, am 2. Tag sieht es dann schon anders aus...

Bin gespannt, wie es weiter geht mit dem Amish friendship bread bei dir...

Liebe Gruesse aus Pittsburgh, Pennsylvania,

Susan
30.04.2012 14:20

LadyA

Mitglied seit 31.01.2007
388 Beiträge (ø0,11/Tag)

Hallo!

@ Peter und bender: Danke für Eure Hilfe! Man lernt
nie aus.

@ Susan: Habe grade vorhin den Teig umgerührt. War überrascht,
weil er doch über Nacht so gut gegangen war und Bläschen bildete.
Ist zwar noch recht weich, aber ich denke, das wird Na!
Füttern muß ich ihn ja erst am 6.Tag, also am Freitag YES MAN

LG
Astrid
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