Friedas genialer Hefezopf, 2. überarbeitete Auflage

zurück weiter
20.03.2005 13:06

lone_bohne

Mitglied seit 09.10.2002
7.830 Beiträge (ø1,51/Tag)

Liebe Frieda-Fans,

mezzo empfahl mir eine überarbeitete Version des Frieda-Hefezopfes anzubieten, da man den Originalthreat mittlerweile kaum noch öffnen könne.

Ihr Wunsch ist mir Befehl, hier bitte:

Die Mengenangabe bezieht sich auf ein Kilo Mehl wie im Originalrezept, mittlerweile haben aber viele schon gute Erfahrungen mit der Hälfte der Zutaten gemacht.

FRIEDAS HEZEZOPF

1 Kg gutes 405-er Weizenmehl (hängt viel vom Gelingen ab)
100 - 160 g Zucker
1 EL Salz
1 Würfel frische Hefe (Zimmertemperatur)
500 ml lauwarme Milch
150 g weiche Butter
2 Eier (Zimmertemperatur)

nach Geschmack hinzugeben:
abgeriebene Schale 1 Zitrone oder
1/2 TL Citroback (lieber zu wenig als zu viel)
alternativ 3 Tr. Bittermandelöl

Zum Bestreichen 1 ganzes Ei und nach Wunsch Hagelzucker

Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch leicht erwärmen und in einen Rührbecher gießen. Zucker und zerbröckelte Hefe dazu und alles zusammen so gut verrühren bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat. Zitronenschale und Eier dazugeben und alles zusammen gut verquirlen. Am besten kurz mit einem Zauberstab, ansonsten mit dem Handmixer.
Diese Flüssigkeit in einem Schwung zum Mehl gießen, weiche Butter und Salz dazu und alles zusammen kräftig verkneten.

Ein Vorteig ist nicht notwendig und auch nicht wünschenswert. So lange kneten bis der Teig elastisch und glatt ist. Von Hand etwa 10 Min., mit der Küchenmaschine entsprechend weniger. Mit einem feuchten Küchentuch (damit der Teig oben nicht antrocknet) abdecken und um das Doppelte aufgehen lassen. (Kann 2 Stunden dauern)
Eine Backunterlage mit Mehl bestreuen und den gegangenen Hefeteig darauf geben und diesen von Hand nochmals durchkneten.
Backblech einfetten oder mit Backpapier belegen nicht vergessen.

Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass man den Teig auch sehr gut im BBA \'Teig kneten\' herstellen kann. Das dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten und verringert natürlich die Gehzeit erheblich. Allerdings geht das nur mit der Hälfte der Zutaten.

Nun kommt das Formen.
Meine Oma hat das mit drei Strängen gemacht, ich mache es anders.
Dazu den Teig in zwei Hälften teilen. Daraus möglichst lange, an den Enden zugespitzte Rollen formen. Beide Rollen spiralenförmig umeinander schlingen. Am besten in der Mitte beginnen und zu den Enden hinarbeiten. Ziemlich straff drehen. Nun hat man einen spiralenförmigen Strang. Diesen an beiden Enden halten und so gedreht wie er ist, nochmals spiralenförmig fest umeinander schlingen. Der Zopf hat sich nun optisch sehr verkleinert und sieht an einem Ende viel schmaler aus. Das ist gewünscht und richtig. Durch diese einfache Form des Wickelns sieht er aus wie ein schön geflochtener Zopf (Achtung, erfordert etwas Übbung). Diesen diagonal auf das Backblech legen. (Er wird bombastisch aufgehen)

Nun ein ganzes Ei sehr gut verquirlen, am besten mit Hilfe des Mixers, und eine Prise Zucker und Salz zugeben. Das ist sehr wichtig, weil das Ei dann nicht schwarz wird beim Backen. Nach Wunsch schön dick mit Hagelzucker bestreuen.
Jetzt sollte der geformte Hefeteig nochmals gehen. Ich bin sehr ungeduldig und warte nur 1/4 Stunde, aber korrekt wären 30 Minuten.
Zwischenzeitlich den Backofen auf 200° vorheizen. Manche empfehlen Ober- und Unterhitze, da der Zopf bei Heißluft schneller trocken werden kann, weil er zu schnell aufgeht und dadurch zu viel Luft in den Teig kommt.

Auf die mittlere Schiene des Ofens schieben und etwa 45 - 60 Minuten backen. Je nach Backofen kann man nach der Hälfte der Backzeit auf 180° herunterschalten.
Es macht nichts wenn der Zopf ein klein wenig zu fest bräunt, zumal der Zucker dabei etwas karamelisiert, denn er wird außen dadurch richtig knusprigund bleibt innen trotzdem locker.
Nach dem Abkühlen kann man ihn schon anschneiden. Er schmeckt auch am übernächsten Tag noch aromatisch und ist nicht wirklich trocken. Keinesfalls in einer Plastiktüte aufbewahren, da wird er lummelig. Eine Brottüte aus Papier ist ideal , aber mit einem Küchentuch kann man ihn genausogut abdecken.

Ich bin schon oft gefragt worden ob man daraus auch anderes Gebäck herstellen kann, wie z.B. Rosinenbrötchen.
Ja natürlich. Man kann auch Rosinen in den Zopf geben. Wer will kann sie zuvor in Rum einweichen. Es lassen sich alle möglichen Arten herstellen, da muss man einfach mal experimeintieren. Mit gehackten Mandeln und kandierten Früchten wird das Rezept maritim, mit Nussfülle oder Mohnfüllung kann man ihm wieder ne andere Richtung verpassen. Allerdings die Backzeit beachten. Lieber länger, in diesem Fall. Stäbchenprobe!
Jetzt zur Osterzeit lassen sich Häschen formen, aber auch Schneckennudeln oder Buchteln könnte man draus machen. Diese brauchen dann natürlich weniger Garzeit, da würde ich nach 20 Minuten schon aufpassen.

Bitte nie alles so tierisch nach Vorschrift machen. Lieber selbst etwas ausprobieren, das bringt doch die Erfahrung. Die Grundmengen sollten natürlich stimmen, das ist ja klar.

Ach übrigens, zu Ostern lässt sich daraus auch ein schöner Osterkranz formen, den man nach dem Backen innen mit buntgefärbten Eiern füllt.

Ich hoffe das war jetzt das Wichtigste. Wenn es noch Fragen gibt, ich beantworte sie gerne.

LG lone_bohne Lachen




20.03.2005 14:29

mezzo

Mitglied seit 29.11.2002
3.131 Beiträge (ø0,61/Tag)

Ihr Wunsch ist mir Befehl, ich fasse es nicht *ups ... *rotwerd**ups ... *rotwerd**ups ... *rotwerd*
(Soll ich jetzt mal richtig mit dem Wünschen anfangen??? ... immer noch sprachlos)

........................................................................

Liebe lohne_bohne,

da hast Du Dir wirkich ganz, ganz viel Mühe gemacht ! Aber es lohnt sich unbedingt. Das ist jetzt ein Rezept geworden, dass wohl keine Fragen mehr offen läßt.

Außerdem sage ich mal \'vielen Dank\', dass Du Deine Rezepte immer so gut betreust und auf wirklich jede Frage eine Antwort suchst.

Viele Grüße
mezzo


20.03.2005 15:48

suside

Mitglied seit 28.02.2005
14 Beiträge (ø0/Tag)

einfach gigantisch! Habe heute das Rezept ausprobiert.
Der Hefezopf ist gigantisch groß geworden, innen wunderbar
locker und außen knusprig. Tolles Rezept! Danke!
20.03.2005 16:31

lone_bohne

Mitglied seit 09.10.2002
7.830 Beiträge (ø1,51/Tag)

Oh liebe Frau mezzo,
immer zu ihren Diensten Lachen

Hallo suside,
danke für die Lorbeeren Lachen *ups ... *rotwerd*

Mit hochwohlgeborenen Grüßen
Frau von Bohne Lachen
20.03.2005 18:55

Ursula54

Mitglied seit 22.11.2003
559 Beiträge (ø0,12/Tag)

hallo lone bohne,

auch ich habe heute deinen Hefezopf ausprobiert. Er schmeckt wirklich sehr köstlich.

Ich habe eine Hälfte mit Hagelzucker bestreut. Auf die andere Hälfte habe ich eine Mischung aus 50 g Mandelstifte mit 50 g Zucker und 3 EL Rum verrührt gegeben. Die Hagelzuckerhälfte schaut zwar optisch schöner aus, die andere ist aber geschmacklich auch sehr lecker.

Auf jeden Fall werde ich deinen Hefezopf wieder backen. Danke für das Rezept.

Viele Grüße Ursula


lone bohne, so sieht der Zopf bei mir aus:

20.03.2005 18:56

Ursula54

Mitglied seit 22.11.2003
559 Beiträge (ø0,12/Tag)

na, so nichts sagen nicht *ups ... *rotwerd*

ich versuch es nochmal:
Angehängte Datei
20.03.2005 19:01

rosaposta

Mitglied seit 20.03.2005
40 Beiträge (ø0,01/Tag)

hallo an alle. ich bin neu angemeldet, und weiss nicht richtig wie es losgeht mit dem schreiben .ich habe eine frage, ich lebe in italien und wuerde gerne wissen wie ich hier Palmin bekomme,und wie es hier heisst.danke fuer eure antwort. Küsschen
20.03.2005 19:58

lone_bohne

Mitglied seit 09.10.2002
7.830 Beiträge (ø1,51/Tag)

Hallo Ursula,

der ist ja genial. Genauso sollte er ausschauen. Gratuliere!
Vielen Dank für das tolle Foto und guten Appetit beim Auffuttern Lachen
LG lone_bohne

Hallo rosaposta,

herzlich willkommen beim CK. Leider kann ich dir nicht sagen wo du in Italien Palmin kaufen kannst. Vielleicht wissen es ja andere User. Wenn du mir sagen könntest für was du es brauchst, dann kann ich dir eventuell weiterhelfen.
Gibt es bei euch vielleicht Kokosfett, das ist ja gleichermaßen verwendbar.
Frage am besten in einem anderen Forum z.B. unter der Rubrik \"Zutaten\" danach, du bist hier nämlich in der \"Backstube\" gelandet.
LG lone_bohne
25.03.2005 10:53

TuffiCleo

Mitglied seit 19.03.2005
28 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo lone-bohne,

hier wir versprochen meld ich mich zu Wort.
Also was soll ich sagen, ich und Männe finden der schmeckt einfach super Na! Auch Schwiegereltern finden ihn superlocker und -lecker.
Hab grad wieder nen Teig am gehen Lächeln

Ich wünsch allen ein schönes Osterfest.

Vielen Dank

Tuffi
25.03.2005 11:07

lone_bohne

Mitglied seit 09.10.2002
7.830 Beiträge (ø1,51/Tag)

Wie schön, das freut mich.

Dir auch ein schönes Osterfest Lachen

lone_bohne
25.03.2005 15:13

sannechen

Mitglied seit 29.10.2004
59 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo,

kann nicht widerstehen und muss auch mein Kompliment an dieses tolle Rezept machen! Habe anstatt des Zopfes ein bombastisches Osterbrot gebacken, das wohl leider nicht bis Pfeil nach rechtsOstern reicht!

LG
Sannechen
25.03.2005 20:04

tatinka

Mitglied seit 29.12.2003
347 Beiträge (ø0,07/Tag)

Hallo,

ich hab heute Deinen wunderbaren Hefezopf gebacken, und was soll ich sagen? Er ist ein Traum! So etwas lockeres hab ich beim Bäcker noch nicht bekommen.
Für´s letzte gehen hab ich die Spüle mit heissem Wasser voll laufen lassen und das
Blech (mit Zopf Na!) für 20 Minuten darauf gestellt.
Ich hab nur die Hälfte gemacht, aber der war schon so irre das ich befürchte ein ganzes Rezept würde meinen Ofen sprengen.
Wie ist das wenn ich den Zopf für´s Frühstück backen möchte?
Hab schon öfter mal gelesen das man ihn dann über Nacht (kühl) gehen läßt.
Aber wie funktioniert das genau, bis zu welchem gehen muß ich das abends machen und was wird dann morgens gemacht.

LG

Tatinka
25.03.2005 21:34

mezzo

Mitglied seit 29.11.2002
3.131 Beiträge (ø0,61/Tag)

Hallo Tatinka,

das ist wirklich eine sehr gute Frage.

Solche Zöpfe schmecken einfach am besten, wenn sie frisch aus dem Ofen kommen und dann angeschnitten werden. Einen Tag später ist schon das Beste davon.

Das würde mich auch sehr interessieren. Und als notorischer Morgenmuffel würde ich - sage ich als Nachteule mal so ganz keß - dafür auch früher aufstehen. Na wenn das mal stimmt!?Na wenn das mal stimmt!?Na wenn das mal stimmt!?

Bin auch sehr gespannt, was da an Antworten kommt.

Liebe Grüße
mezzo

25.03.2005 22:26

lone_bohne

Mitglied seit 09.10.2002
7.830 Beiträge (ø1,51/Tag)

Hallo Ihr Frischzopf-Liebhaberinnen,

wenn ihr abneds den Teig zubereitet und ungegangen in den Kühlschrank stellt (die Schüssel mit einem Tuch abdecken), dann könnt ihr ihn morgens dort weiterverarbeiten, wo ihr abends aufgehört habt. Im Kühlschrank geht der Teig nämlich auch, aber nur ganz, ganz langsam.
Man muss ihn am andern Morgen erstmal wieder \"warmkneten\" und flechtet ihn dann zum Zopf. Diesen würde ich aber mindestens 30 Minuten gehen lassen bevor er in den vorgeheizten Ofen kommt.

Falls es jemand noch besser weiß, immer her mit den guten Ratschlägen.

Und jetzt wünsche ich euch ein Güt\'s Nächtle Na!

lone_bohne
26.03.2005 12:56

Mygga

Mitglied seit 18.10.2004
911 Beiträge (ø0,21/Tag)

Hallo,

ich habe den tollen Zopf aus Zeitmangel im BBA gebacken. Mit Rosinen und Mandeln habe ich nun
ein ausgezeichnetes Osterbrot. Wenn wieder Zeit backe ich ihn bestimmt auch in \"Handarbeit\".

LG Mygga
zurück weiter

Partnermagazine