PROBEARBEITEN in der Gastronomie - problematisch wenn Arbeitslose die Spielregeln nicht einhalten
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![]() Mitglied seit 01.12.2004 |
PROBEARBEITEN ist mittlerweile in vielen aber vor allem in Gastronomiebetrieben eine Methode um Arbeit unbezahlt erledigen zu lassen. Teilweise werden Leute mit leeren Versprechungen bis zu 14 Tage (oder auch schon mal länger) kostenlos \"beschäftigt\" oder besser gesagt ausgebeutet! Das gleiche gilt auch für Berufspraktika, da darf man 3,4,5,oder sogar 6 Monate für lau hingehen in der Hoffnung dass man dann eine Stelle bekommt. Tatsache ist allerdings das man so gegen Ende des Praktikums den nächsten Praktikanten anlernt. In Deutschland arbeiten Praktikannten entweder für lau oder ein Butterbrot. Anders in der Schweiz: Da bekommen Praktikanten in Gastronomie und Hotelerie mindesten CHF 1800 - 2300 pro Monat - also Geld für Arbeit. \"Volker Rieble, Arbeitrechtller der UNI München hält unentgeldliches Probearbeiten für rechtlich hochproblematisch. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gelte das Prinzip des Lohnwuchers auch, wenn nur eine Stunde ohne Bezahlung gearbeitet wird. In Ordnung gingen unbezahlte Schnupperpraktika für junge Bewerber, die noch nicht ausgebildet sind\". Die Folgen von Probearbeiten (auch ohne Bezahlung) sind den meisten Arbeitslosengeldbezügern nicht bekannt. Folgende Vergehen werden ihm dann angelastet: 1. wer Arbeiten geht steht der Arbeitsagentur nicht zur Verfügung und hat somit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Bezieht er trotzdem Leistungen macht er sich strafbar. Es ist dabei unerheblich ob er für die Arbeit bezahlt wird oder nicht! Das heisst bezogene Leistungen werden zurückgefordert und mann kann sich noch eine Sperrzeit einhandeln. 2. Da der Arbeitgeber ihn ja 100% nicht angemeldet hat wird das Probearbeiten als Schwarzarbeit angesehen und da sind mal so ca. € 2500 Bussgeld fällig (für den Arbeitslosen natürlich, der Arbeitgeber kriegt allerdings auch noch eins aufs Auge gedrückt so ab € 6000 bis € 500000) Wenn man aber wirklich mal in die Lage kommt das man Probearbeiten möchte, in solchen Fällen dann kurz das Amt informieren, das >>> OK <<< abholen und schon kann man dann auf Kosten des Staates loslegen. Während der Zeit wird man nämlich weiter ALG erhalten. Dass ein solches Probearbeiten allerding nicht Monatelang gehen kann sollte jedem klar sein. Grundsätzlich bin ich der Meinung Probearbeiten für lau sollte man immer ablehnen. Jede Tätigkeit ist Geld wert und schliesslich hat keiner was zu verschenken. Schliesslich kann man in jedem Arbeitsvertrag eine Probezeit (bis max. 6 Monate) vereinbaren in dem von beiden Seiten unter Einhaltung einer 14 tägigen Kündigungsfrist das Arbeitsverhältnis aufgehoben werden kann. Allerding sei hier noch erwähnt: wenn man die Kündigung bekommt, Zähne zusammenbeissen und die 14 Tage weitermachen (Meldung an das Arbeitsamt allerdings sofort sonst Sperrfrist) und unter keinen umständen mit einer Vereinbarung das Arbeitsverhältnis vorzeitig auflösen (gegebenfalls bei der Arbeitsagentur nachfragen). Wer auch noch Ausführungen oder Erfahrungen zu diesem Thema hat soll sie doch den anderen CK-Fans zur Verfügung stellen |
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![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Hallo,
ich hab den Thread bei den Fortgeschrittenen mal entfernt Gruß Tin _____________________________________________________________ They say 3 percent of the people use 5 to 6 percent of their brain. (Todd Snider) |
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![]() Mitglied seit 02.02.2005 |
hallochen ,,
was geht hiern ab bei uns schickt das arbeitsamt ein zum probearbeiten . und die wissen vom amt das es ausbeuterstellen sind . ich weiss von mehreren geschäften die nur so angestellte habe und das seit jahren ich finde das ne sauerei ich musste grad vom amt aus so ne stelle machen 8 wochen..... meutern man wird ein mit sperre gedroht . (ps. ich war in ein reformhaus das schärfste ich durfte gleich den nächsten praktikanten anlernen .... die frau war darauf beim amt und sagte denen das das wohl nicht s mit ner einstellung zu tun hat ... aber sie musste gehn ). und was von denen gern gemacht wird (scheinbar müsen die das???) geben eine beurteilung ans amt und die fallen dann sehr schlecht aus und man darf sich dann noch beim amt rechtfertigen viele grüsse kathrin |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Also, wir machen immer eine Probeschicht von ein paar Stunden, da gibts als Dankeschön 20 Euro. Ich muss ja auch sicher gehen, dass nicht einer nur mal schnell Kohle fürs Probearbeiten abkassieren will und dann Aufnimmerwiedersehen! Auch schon erlebt. Na, aber nach der \"Probeschicht\", wo ich mal ne Suppe und ein kleines Gericht zubereiten lasse um zu sehen wie sich einer organisiert und abschmeckt, gibt es ein Anfangsgehalt und das ist bei sich herausstellender Zuverlässigkeit und entsprechendem Engagement natürlich aufstockbar!
Ich finde diese Praktika-Verfahrensweise mit der heute ganze Arbeitsplätze belegt werden eine Frechheit sondersgleichen! Wer sich keine Angestellten leisten kann/will, der soll gefälligst auch kein Unternehmen führen! |
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![]() Mitglied seit 24.01.2006 |
servus,
mal was aus der schweiz. ich abreite dort und wohne in dtl, als grenzgänger. was dort ein lehrling im ersten lehrjahr bekommt, hat ein jungkoch bei uns am anfang. liegt ja logischer weise an den kosten in der schweiz. miete ist ja auch nicht so billig. und von den lebendsmitteln wollen wie erst garnicht reden. wenn mans gut macht, bekommt man nen bruttolohn von 3700 SFR als jungkoch. wenn man mit allen ausgaben fertig ist, bei LSK 1 und < 25jahren ist. ergibt das ca. 1600 €. wenn man jung und flexibel ist. sind das gute ansätze. dank low-cost-airlines sind auch die freunde in der heimat nicht soweit weg und wenn man noch gerne ski fährt, dann hat mans nicht soweit in die berge. wenn man es sich traut nur ran. jungköche aus dtl sind gesucht. mal so alles kleine info |
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![]() Mitglied seit 01.12.2004 |
Naja, über die Preise im Süddeutschen Raum kann man aber auch nicht viel sagen.
Die sind teilweise den schweizerischen sehr ähnlich. Was die Qualität angeht muss ich allerdings sagen, wundert es mich dann doch wenn viele Deutsche geweisse Produkte in der Schweiz einkaufen. Allerdings haben sich gerade die Metzgereien im Grenznahen Raum (Waldshut, Lörrach, Laufenburg) auf die schweizer Kundschaft in Sachen Qualität eingestellt. Und siehe da, Qualität hat dann auch in Deutschland einen Preis. Aber das soll keinen hindern in die Schweiz arbeiten zu gehen. |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
da muß ich Kathrin zustimmen. Sehr oft wird man vom Amt zu so einer Stelle geschickt, mit der Begründung man hätte in dem \"Praktikum\" eine Chance auf eine feste Anstellung, obwohl die genau wissen, es sind meistens ganz kleine Firmen, die sich gar keine neuen Arbeitskräfte mehr leisten können. Ich kenne auch genug Firmen, die fast die ganze Arbeit von Praktikanten machen lassen. Das mit den Beurteilungen stimmt auch. LG Anja |
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