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Omas Apfelstrudel (böhmisch od. niederbayerisch) "Äpfe-Rein-Striezl": War das vielleicht Kartoffelteig?

Vom 01.07.2004 13:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

starritu Smutje


Mitglied seit 30.09.2003
391 Beiträge (ø0,12/Tag)
Hallo, Leute. Wir haben im Moment recht viele Äpfel und davon möchte ich einen Apfelstrudel machen. Nachdem ich die hiesigen Rezepte gelesen habe und eigentlich von dem Strudel meiner verstorbenen Oma träume, muß ich Euch einmal fragen, ob es möglich ist, daß der Strudel aus Kartoffelteig bestehen konnte? Meine Mama kann ich auch nicht mehr fragen, weil auch sie schon verstorben ist.
Es war nicht der übliche Strudelteig sondern viel viel feuchter und sah wirklich eher nach einem Kartoffelteig aus. Es kam auch noch Milch und \"verkleppertes\" Ei darüber und dadurch war er zusätzlich auch noch immer schön feucht.
Dort - in dem Dorf in Niederbayern - nannte Oma den Strudel in etwa so ähnlich wie: \"Äpfe-Rein-Striezl\".
Kann mir vielleicht von Euch jemand weiterhelfen? Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen!

Danke im Voraus und LG,

Starritu.
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Vom 01.07.2004 13:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

AnjaInge Sternekoch


Mitglied seit 19.03.2003
22.909 Beiträge (ø6,83/Tag)
Hallo Starritu,

meine böhmisch-bayerische Oma hat ihre \"Äpfelnudeln\" (wie sie die Apfelstrudel immer nannte) so gemacht:

500 - 750 g Mehl, 1 Teel. Salz, 250 g zerlassene Margarine, 2 Becher Saure Sahne verkneten.

Ausrollen.

Geschälte, entkernte und geriebene Boskop-Äpfel draufgeben, Zucker und Zimt darüber und zum Strudel einrollen.

Auf gefettetes Blech/Auflaufform/Fettpfanne legen und mit heißem Öl oder zerlassener Margarine bepinseln.

Bei 200 Grad ca. 45 Min. backen.

Gruß von Anja *zwinker*
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Vom 01.07.2004 13:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

atönga Kaltmamsell


Mitglied seit 10.03.2003
485 Beiträge (ø0,14/Tag)
Hallo Starritu,
das könnte ich mir schon vorstellen. Meine Oma hat öfter was gemacht, das heißt \"Erdäpfel-Rein-Stöckl\"- hört sich auf niederbayrisch natürlich anders an...
Du brauchst einen Kartoffelteig, der wird dann ausgerollt, mit etwas sauerer Sahne oder flüssiger süßen Sahne bestrichen, mit kleinen Apfelstückchen (am besten blättrig geschnitten oder gehobelt) belegt, mit ein bisserl Zucker bestreut und dann aufgerollt.
Meine Oma hat diese Rolle dann in Stücke geschnitten und aufrecht in eine gefettete Reine (= Auflaufform) gestellt. Noch mal mit ein bischen Sahne beträufeln und backen.

Meine Schwester hat das mal mit Heidelbeeren statt der Äpfel gemacht- göttlich!

Wenn du noch Fragen hast- melde dich einfach
Gruß
Atöna
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Vom 01.07.2004 19:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

starritu Smutje


Mitglied seit 30.09.2003
391 Beiträge (ø0,12/Tag)
Hallo, na das ging ja flott! Schön, daß ich mit meiner Vermutung nicht so ganz daneben liege und daß es etwas \"Apfelstrudelähnliches\" tatsächlich aus Kartoffelteig zu geben scheint!

Danke für Eure Tips! Versuchen werde ich auch Dein Rezept, Anja, aber zunächst hätte ich von Dir, Atönga, gerne gewußt, wie der Kartoffelteig herzustellen ist. Die weitere Vorgehensweise (das mit der Sahne) hört sich gut an und ich meine mich jetzt auch daran erinnern zu können, daß Sahne bei der Oma mit im Spiel war!

Bis dann und Dankeschön schon \'mal, sagt

Starritu.
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Vom 02.07.2004 11:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

atönga Kaltmamsell


Mitglied seit 10.03.2003
485 Beiträge (ø0,14/Tag)
Hallo Starritu,
meine Oma hat das ja immer so ganz einfach nach Gefühl gemacht. Da ich in dieser Hinsicht meinen \"Gefühlen\" nicht unbedingt vertraue, hab ich mir einfach ein Rezept für Kartoffelnudeln geborgt- und es funktioniert prima.
Also:
500g Kartoffeln, kochen, pellen, durch eine Kartoffelpresse drücken, abkühlen lassen
150g Mehl
60g Gries
50g weiche Butter
2 Eier
Salz
verkneten. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig unheimlich klebrig. Dann ausrollen usw usw
Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Oma keine Butter an den Teig gab, aber ich habs bisher immer so gemacht und auch noch nicht ohne probiert.
Ach ja- die Kartoffeln sollten natürlich am besten eine mehlige Sorte sein.

Laß es dir schmecken!
Gruß
Atönga
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Vom 06.07.2004 18:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

starritu Smutje


Mitglied seit 30.09.2003
391 Beiträge (ø0,12/Tag)
Hoppla! Entschuldige, Atönga, hab\' gar nicht registriert, daß du mir schon das Rezept geschrieben hast! Danke dafür! Werde mich morgen darüber richten und bin schon schwer gespannt, wie\'s wird!

LG,

Starritu.
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Vom 07.07.2004 11:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

starritu Smutje


Mitglied seit 30.09.2003
391 Beiträge (ø0,12/Tag)
Äh, noch etwas Atönga: wielange braucht der Strudel denn dann noch im Ofen bis er fertig ist? Und bei wieviel Grad? So wie bei Anja? Bin nämlich blutiger Strudel-Neuling, sorry!

LG,

Starritu.
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Vom 03.10.2007 13:21 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Hans_Guss Tellerwäscher


Mitglied seit 28.09.2007
1 Beiträge (ø0/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo Starritu
Meine Mutter (aus dem Böhmerwald) hatte ein Gericht das sie Wespennester nannte. Vom Aufbau ähnlich den "Erdäpfel-Rein-Stöckl" von Anjas Grossmutter. Hat sie immer "aus dem Gefühl" gemacht, Rezept gibts also keins. Das hat mir keine Ruhe gelassen und wies so geht hab ich gestern ein Rezept für "Wespennester mit Marillenfüllung im Internet gefunden. (google, Suchworte: Kartoffelteig, Wespennester) - your.orf.at/ooewebcam/rezepte/show_rezept.php?rezeptnr=360
Schau dir das mal an.
Meine Mutter hat das ganze mit Äpfeln, gemahlenen Haselnüssen und Rosinen (evtl in Weinbrand eingelegt) - also wie beim Apfelstrudel gemacht. Das hat Suchtpotential und ist als warmes Dessert aber auch als süsses Hauptgericht mehr als ein Genuss.

Liebe Grüsse

Hans Guss
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