Omas Apfelstrudel (böhmisch od. niederbayerisch) "Äpfe-Rein-Striezl": War das vielleicht Kartoffelteig?
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![]() Mitglied seit 30.09.2003 |
Es war nicht der übliche Strudelteig sondern viel viel feuchter und sah wirklich eher nach einem Kartoffelteig aus. Es kam auch noch Milch und \"verkleppertes\" Ei darüber und dadurch war er zusätzlich auch noch immer schön feucht. Dort - in dem Dorf in Niederbayern - nannte Oma den Strudel in etwa so ähnlich wie: \"Äpfe-Rein-Striezl\". Kann mir vielleicht von Euch jemand weiterhelfen? Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen! Danke im Voraus und LG, Starritu. |
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Hallo Starritu,
meine böhmisch-bayerische Oma hat ihre \"Äpfelnudeln\" (wie sie die Apfelstrudel immer nannte) so gemacht: 500 - 750 g Mehl, 1 Teel. Salz, 250 g zerlassene Margarine, 2 Becher Saure Sahne verkneten. Ausrollen. Geschälte, entkernte und geriebene Boskop-Äpfel draufgeben, Zucker und Zimt darüber und zum Strudel einrollen. Auf gefettetes Blech/Auflaufform/Fettpfanne legen und mit heißem Öl oder zerlassener Margarine bepinseln. Bei 200 Grad ca. 45 Min. backen. Gruß von Anja *zwinker* |
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Hallo Starritu,
das könnte ich mir schon vorstellen. Meine Oma hat öfter was gemacht, das heißt \"Erdäpfel-Rein-Stöckl\"- hört sich auf niederbayrisch natürlich anders an... Du brauchst einen Kartoffelteig, der wird dann ausgerollt, mit etwas sauerer Sahne oder flüssiger süßen Sahne bestrichen, mit kleinen Apfelstückchen (am besten blättrig geschnitten oder gehobelt) belegt, mit ein bisserl Zucker bestreut und dann aufgerollt. Meine Oma hat diese Rolle dann in Stücke geschnitten und aufrecht in eine gefettete Reine (= Auflaufform) gestellt. Noch mal mit ein bischen Sahne beträufeln und backen. Meine Schwester hat das mal mit Heidelbeeren statt der Äpfel gemacht- göttlich! Wenn du noch Fragen hast- melde dich einfach Gruß Atöna |
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![]() Mitglied seit 30.09.2003 |
Hallo, na das ging ja flott! Schön, daß ich mit meiner Vermutung nicht so ganz daneben liege und daß es etwas \"Apfelstrudelähnliches\" tatsächlich aus Kartoffelteig zu geben scheint!
Danke für Eure Tips! Versuchen werde ich auch Dein Rezept, Anja, aber zunächst hätte ich von Dir, Atönga, gerne gewußt, wie der Kartoffelteig herzustellen ist. Die weitere Vorgehensweise (das mit der Sahne) hört sich gut an und ich meine mich jetzt auch daran erinnern zu können, daß Sahne bei der Oma mit im Spiel war! Bis dann und Dankeschön schon \'mal, sagt Starritu. |
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![]() Mitglied seit 10.03.2003 |
Hallo Starritu,
meine Oma hat das ja immer so ganz einfach nach Gefühl gemacht. Da ich in dieser Hinsicht meinen \"Gefühlen\" nicht unbedingt vertraue, hab ich mir einfach ein Rezept für Kartoffelnudeln geborgt- und es funktioniert prima. Also: 500g Kartoffeln, kochen, pellen, durch eine Kartoffelpresse drücken, abkühlen lassen 150g Mehl 60g Gries 50g weiche Butter 2 Eier Salz verkneten. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig unheimlich klebrig. Dann ausrollen usw usw Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Oma keine Butter an den Teig gab, aber ich habs bisher immer so gemacht und auch noch nicht ohne probiert. Ach ja- die Kartoffeln sollten natürlich am besten eine mehlige Sorte sein. Laß es dir schmecken! Gruß Atönga |
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![]() Mitglied seit 30.09.2003 |
Hoppla! Entschuldige, Atönga, hab\' gar nicht registriert, daß du mir schon das Rezept geschrieben hast! Danke dafür! Werde mich morgen darüber richten und bin schon schwer gespannt, wie\'s wird!
LG, Starritu. |
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![]() Mitglied seit 30.09.2003 |
Äh, noch etwas Atönga: wielange braucht der Strudel denn dann noch im Ofen bis er fertig ist? Und bei wieviel Grad? So wie bei Anja? Bin nämlich blutiger Strudel-Neuling, sorry!
LG, Starritu. |
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![]() Mitglied seit 28.09.2007 |
Hallo Starritu
Meine Mutter (aus dem Böhmerwald) hatte ein Gericht das sie Wespennester nannte. Vom Aufbau ähnlich den "Erdäpfel-Rein-Stöckl" von Anjas Grossmutter. Hat sie immer "aus dem Gefühl" gemacht, Rezept gibts also keins. Das hat mir keine Ruhe gelassen und wies so geht hab ich gestern ein Rezept für "Wespennester mit Marillenfüllung im Internet gefunden. (google, Suchworte: Kartoffelteig, Wespennester) - your.orf.at/ooewebcam/rezepte/show_rezept.php?rezeptnr=360 Schau dir das mal an. Meine Mutter hat das ganze mit Äpfeln, gemahlenen Haselnüssen und Rosinen (evtl in Weinbrand eingelegt) - also wie beim Apfelstrudel gemacht. Das hat Suchtpotential und ist als warmes Dessert aber auch als süsses Hauptgericht mehr als ein Genuss. Liebe Grüsse Hans Guss |
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