Grütze und Pannas????

02.11.2001 18:23 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

AngelikaM

Mitglied seit 17.01.2002
724 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo an alle,

mein Vater hat sonst im Herbst immer aus Eisbein Sülze gekocht. Aus der Brühe hat er für meinen Bruder Pannas und für mich Grütze gemacht. Leider gibt es kein aufgeschriebenes Rezept . Kennt einer von euch die genaue Zubereitung ?

WÜrden uns sehr freuen

Liebe Grüße
Angelika
 
03.11.2001 08:50 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Esther R.

Mitglied seit 17.01.2002
1.019 Beiträge (ø0,25/Tag)

Liebe AngelikaM! Hier schon einmal ein Rezept, wie man aus Eisbein Sülze herstellt. Was genau sind Pannas? Und welche Art von Grütze? Wenn ich genauere Angaben habe, finde ich in den Büchern vielleicht etwas ...

Zutaten:

Eisbein (auch Schweinsfüsse, Ohren und Schwänzchen)
Zwiebeln
Salz
Rötesalz
Lorbeerblatt
Pfeffer
Essigessenz
Gläser

Zubereitung:

Eisbein (eventuell Schweinsfüsse, Ohren und Schwänzchen) werden mit Wasser bedeckt, viel Zwiebeln, Salz und Rötesalz, Lorbeerblatt dazu gegeben und gar gekocht. Das Fleisch wird anschliessend heraus genommen und in Würfeln geschnitten. Danach mit der Brühe auffüllen, mit Salz, Pfeffer und Essigessenz scharf abschmecken. Abwarten bis die Masse genügend steif ist (wenn nötig mit Gelantine andicken). In Gläser füllen.

Liebe Grüsse, Esther







Zwiebeln
Salz
Rötesalz
Lorbeerblatt
Pfeffer
Essigessenz
Gläser

Zubereitung:

Eisbeine werden mit Wasser bedeckt, viel Zwiebeln, Salz und Rötesalz, Lorbeerblatt dazu gegeben und gar gekocht.
Das Fleisch wird anschliessend heraus genommen und in Würfeln geschnitten. Danach mit der Brühe auffüllen, mit Salz, Pfeffer und Essigessenz scharf abschmecken. Abwarten bis die Masse genügend steif ist (wenn nötig mit Gelantine andicken). In Gläser füllen.






Lächeln
 
03.11.2001 15:04 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Sofi

Mitglied seit 17.01.2002
3.163 Beiträge (ø0,76/Tag)

Hallo Angelika,
meinst Du vielleicht

Westfälischen Panhas

für 4 Portionen

3 Zwiebeln
2 El Schweineschmalz
250 g gemischtes Hackfleisch
250 g frische Leberwurst
250 g frische Blutwurst
1 TLMajoran
Salz
Pfeffer
1,5 l Fleischbrühe
400 g Buchweizenmehl
(richtig westfälisch ist das Schlachtefest Panhas nur, wenn es mit frischen Blut gemacht wird, dann 1 Tasse Blut aber nur 125 - 200 g Buchweizenmehl verwenden)

Zwiebeln pellen und fein hacken, in Schmalz glasig braten, Hack und die aus der Pelle gedrückte Wurst zugeben und anbraten, dabei öfters wenden. Mit Majoran, Salz und Pfeffer würzen, dann Brühe und evtl Blut zugeben, kurz aufkochen lassen und mit Buchweizenmehl andicken.
Warm zu Salzkartoffeln und Sauerkraut , aber auch kalt und in Scheiben genitten zu frischem Brot essen.

Zur Grütze fällt mir ein Rezept für Grützwurst ein

Grützwurst oder Büddelwurst (Büddel = Plattdeutsch Beutel)

500 g Schweineschwarten
500 g Schweinefleisch (Schlachtereste oder Gulasch)
750 g Schweineleber
750 g Gerstengraupen (Grütze)
Salz
Pfeffer
Nelkenpfeffer
Majoran

Schweineschwarten in 1,5 - 2 l Wasser 80 min kochen. Nach 15 min das gewürfelte Schweinefleisch und nach 1 Std die kleingeschnittenene Leber hinzufügen. nach dem Garen das Fleisch aus der Brühe nehmen. 0,75 l Brühe abnehmen und darin die Graupen 40 min quellen lassen. restliche Brühe aufheben. Wahrend die Graupen quellen, Fleisch und Schwarten durch den Fleischwolf drehen und mit Salz, Pfeffer, Nelkenpfeffer und Majoran kräftig würzen. Dann die ausgequollenen Graupen unterrühren, den Brei nocheinmal abschmecken. Die Grützwurstmasse in eine Serviette oder eine Windel füllen, eine lange Wurst daraus formen und an den Enden zusammenbinden. Die Wurst in der restlichen Brühe noch einmal 20 min mehr ziehen als Kochen lassen. Dann hereusnehmen. Die Wurstmasse kalt werden lassen und aus dem Stoff nehmen. Die Grützwurst wird in scheibengeschnitten und entweder Kalt gegessen odr aufgebraten und mit Bratkartoffeln serviert.

Vielleicht wurden bei der Panhas und der Grütze Deines Vaters die Fleischanteile weggelassen

LG Sofi
 
03.11.2001 15:27 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

AngelikaM

Mitglied seit 17.01.2002
724 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo,

für Pannas wurde die Fleischbrühe mit Mehl und Gewürzen angedickt, erkalten lassen und dann in Scheiben schneiden und braten. Für Grütze Brühe mit Graupen und Gwürzen kochen, ich weiß das Nelkenpfeffer dazugehört, und erkalten lassen und dann aufbraten. Mit fehlen halt die Feinheiten. Blut gehörte auf jedem Fall nicht dazu.

LG Angelika
 
03.11.2001 16:05 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Sofi

Mitglied seit 17.01.2002
3.163 Beiträge (ø0,76/Tag)

Hallo Angelika,

wie wär's, wenn aus den Rezepten oben das Fleisch rausnimmst, dann kommt es doch Deiner Beschreibung schon recht nahe.

LG Sofi
 
03.11.2001 16:30 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Esther R.

Mitglied seit 17.01.2002
1.019 Beiträge (ø0,25/Tag)

Hallo, Angelika! Nach Deiner Beschreibung könnte es eventuell das unten erwähnte Rezept sein. Was meinst Du?

Panna

Zutaten:

2 Pfund Knochen
ein paar Speckwürfel
1 Pfund Buchweizenmehl
1 Esslöffel Salz
1 Teelöffel Pfeffer
eine Prise Nelkenpfeffer
2 Esslöffel Fett

Zubereitung:

Die Knochen in 1 Liter Wasser geben und auskochen, dann durch ein Sieb abschütten. Nun die Brühe mit den Speckwürfeln und den Gewürzen zum Kochen bringen, und das Mehl unter ständigem Rühren hinzugeben. 15 bis 20 Minuten kochen lassen, bis sich die Masse vom Löffel löst. Dann den Panna an einen kühlen und luftigen Ort stellen, bis er erkaltet ist. Anschliessend ihn in fingerdicke Scheiben schneiden und aus beiden Seiten braten.

Vielleicht finde ich ja das Rezept für die Grütze auch noch ...

Liebe Grüsse, Esther Lächeln
 
04.11.2001 15:58 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rhonda

Mitglied seit 17.01.2002
224 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hier ein ganz einfaches Panhas-Rezept:

Man nehme diverse Wurstreste (z.B. Leberwurst, Mortadella, Schinkenwurst, Salami, Kochschinken, Blutwurst) und was einem sonst noch so in die Finger kommt wie auch Schinkenreste. Dieses schnipselt man ganz klein, ebenso eine große Zwiebel, setzt die Masse mit Fleischbrühe auf den Herd, würzt mit Lorbeer, Nelken gemahlen, Majoran, Pfeffer und Salz und läßt alles weichkochen. Den ganzen Brei evt. pürieren, dann dickt man ihn unter festem Rühren mit Buchweizenmehl an, bis man nicht mehr rühren kann. Abschmecken und in eine Schüssel füllen. Erkalten lassen, in fingerdicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit Öl oder Sanella kross ausbraten. Dazu gibt es Schwarzbrot und Rübenkraut (mag mein Mann am allerliebsten!).

Guten Appetit und Gutes Gelingen wünscht Rhonda YES MAN
 
04.11.2001 16:11 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

AngelikaM

Mitglied seit 17.01.2002
724 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo an alle,

danke für eure Rezepte.
@Esther ich denke dein Rezept ist es. Werde es demnächst mal für meinen Bruder machen. Ist ja etwas für diese Jahreszeit.

LG Angelika
 
04.11.2001 16:31 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gisela m

Mitglied seit 17.01.2002
827 Beiträge (ø0,2/Tag)

Hallo Angelika,
ich habe folgendes Rezept gefunden. Vielleicht ist es das gesuchte.


Grützwurst

Wenn Sie von den Rippen Wellfleisch gekocht haben, läßt sich mit der Brühe Grützwurst am besten zubereiten.


500g Hafergrütze
4 l Wellfleischbrühe
500g Bauchspeck
2 Zwiebeln
1 Prise Nelkenpfeffer
Pfeffer
Bohnenkraut
Majoran
1 Prise Zucker
evtl. Salz
200g Korinthen (würde ich weglassen)


Die Hafergrütze in der Wellfleischbrühe ausquellen lassen. Den Bauchspeck feinwürfeln, ausbraten. Die Grieben mit dem Schaumlöffel herausnehmen zur Grütze geben. Die Zwiebeln feinhacken, im Schweinefett glasig, nicht braun braten. Zur Grütze gießen, mischen, kräftig pfeffern, mit den Kräutern sparsam abschmecken, die Prise Zucker nicht vergessen.Salz ist nicht immer notwendig, da die brühe schon gesalzen ist. Zuletzt die Korinthen darunterarbeiten.

Die Därme etwa zu 3/4 füllen, da die Grütze noch aufquillt. Die Würste 30 Minuten in siedendes Wasser legen. Aufgehängt auskühlen lassen.

Zur Verwendung die Würste in kaltem Wasser aufsetzen. Sowie das Wasser zu kochen beginnt, die Würste herausnehmen und kurz in der Pfanne braten.

Zu Grühnkohl oder anderen Gemüsen. Als besondere Spezialität gilt: Grützwurst und Apfelmus.

Liebe Angelika vielleicht ist es das Rezept, wenn Du einfach nur die Schritte bis zum Einfüllen in die Därme befolgst.

So jetzt habe ich genug mit meinem Adlersuchsystem eingetippt. Es ist der 3. Anlauf.


Tschüß

gisela m

 
05.11.2001 11:56 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Esther R.

Mitglied seit 17.01.2002
1.019 Beiträge (ø0,25/Tag)

Hallo, Angelika! Bei uns nimmt man manchmal Griess statt Graupen, aber das Grundrezept ist, wie es aussieht, das gleiche:

Zutaten:

Griess-Schnitten

Zutaten:

2,5 dl Brühe
Salz, Nelkenpfeffer und Muskatnuss
75 g Griess
1 Ei, verquirlt
50 g Käse gerieben
Butter zum Braten

Zubereitung:

Brühe herstellen und mit Salz, Nelkenpfeffer und Muskatnuss würzen. Griess einrieseln lassen und unter ständigem Rühren 2 Minuten köcheln. Von der Platte ziehen und Ei und Käse unterrühren. Mit dem Spachtel zirka 1 cm dick auf ein kalt abgespültes Backblech aufstreichen und abkühlen lassen. In Quadrate von 4 cm Seitenlänge schneiden, diagonal halbieren, in der Butter goldgelb braten und warm stellen.

Kannst Du damit etwas anfangen? Unter Grütze findet man übrigens fast immer nur rote Grütze und unter Graupen nur Graupensuppe und Graupen-Risotto ...

Liebe Grüsse, Esther Lächeln
 
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