Outdoorküche
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Sagt mir ruhig mal, was ihr Euch unter demBegriff Outdoorküche so vorstellt, und was ihr gern in Erfahrung bringen würdet. Bis dann Ostwind-REgen |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
Hallo!
Also ich interessiere mich immer für sowas! Manches davon habe ich selbst schon zubereitet + mit Genuss gegessen, so z. B. Gänseblümchen, Spitzwegerich, Berberitzen usw. Besonders gern mag ich z. B. Gierschblätter, junges Schafgarbengrün, Breitwegerichblätter, Wegerichknospen, Gänseblümchen, Löwenzahnknospen, Knoblauchrauke, Taubnesselspitzen, Wiesenschaumkraut, Gundermann usw. Und all die schönen essbaren Blüten - auch wenn die eher wenig den Magen füllen, sondern mehr das Auge erfreuen. Auch die Früchte mag ich gern - Pilze kenne ich bisher wenig essbare eindeutig. Das Thema Disteln würde mich sehr interessieren - denn damit fange ich erst an. Hopfensprossen finde ich hier höchstens auf den Feldern - und da sollte ich sie lieber nicht ernten. Dass Adlerfarn essbar ist - ist mir völlig neu. Sonnige Grüße vom Bäumchen
Herzlich Willkommen in der Gruppe der Kräuterbegeisterten (+ Gewürze, Wildfrüchte, Blüten)
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
PS: Mit dem Thema Wurzeln befasse ich mich diesen Herbst/Winter eh etwas detaillierter - auch dazu freue ich mich immer über Anregungen.
Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 24.03.2008 |
Hallo,
also, bei dem Survival-Training, welches ich vor Jaaaahren mitgemacht habe, ging es auch nur darum zu lernen, was man in der Naur "essbares" findet und wie man es zubereitet, inkl. Backofenbau. Und vor allem, wie man den Lager-/Kochplatz so verlässt, dass man nicht sieht, das jemand da war. Von Maden etc. keine Spur! Dies nur zu Ehrenrettung der seriösen Anbieter. Lt. Wiki ist der Adlerfarn zu jeder Zeit und in allen Teilen sehr giftig! In Sibierien habe ich mal Salat aus Farn gegessen, schmeckte wie ein versalzener Bohnensalat in Majo o.ä. Hoffentlich war es nicht der Adlerfarn, aber ich lebe ja noch. An deinen Erfahrungen wäre ich sehr interessiert. Ein kleiner Beitrag: die jungen Blätter von Birken geben einen schmackhaften Tee. Gruß Lollo |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
Den Adlerfarn kenne ich eben auch als giftig - daher bin ich so überrascht, dass Ostwind-REgen da Suppe draus kocht ...
Andererseits weiß ich, dass in Kanada Farnspitzen quasi wie Spargel zubereitet werden - aber ich denke mal, dass das ein anderer Farn ist. Blätter von Bäumen/Sträuchern sind so einige sehr lecker - auch die jungen Linden sowie Rotbuchenblätter sind wirklich köstlich! Linde ist eher cremig, fast wie Malvenblätter, auch vom Schleimgehalt her - Rotbuche eher frisch-säuerlich, fast wie Sauerampfer. Meine Entdeckung des Herbstes sind die Samen vom Indischen Springkraut - die ebenfalls sehr lecker sind, sehr sanft, bissel wie ganz mild-weiche Haselnüsse oder so von der Konsistenz, nur im Geschmack noch etwas herber. Man sollte sie nur (wie so vieles, wenn nicht fast alles, was so als Nahrungsmittel gilt Und für Tee gibts ja neben den jungen Birkenblättern fast endlos viele Blätter/Kraut da draußen: Weidenröschen, Brennnessel, Taubnessel, Brombeere, Himbeere, Ehrenpreis, Erdbeere, Frauenmantel, Gundermann, Heidekraut, Steinklee, Rotklee, Klettenlabkraut, Mädesüß, wilde Minzen, Schafgarbe usw. usf. Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 24.03.2008 |
Baumfrau,
hast recht mit den Tees aus Blättern, aber dazu muss man die Pflanze identifizieren können. Bei "Birke" gelingt mir das ohne Probleme Gruß Lollo |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Meines Wissens ist junger Adlerfarn ungiftig, allerdings steht er unter Naturschutz. Die älteren Triebe sind schwach giftig. Es sollten nur junge, zarte Triebe gegessen werden.
Seine lateinische Bezeichnung ist Pteridium aquilinum Auf den kanarischen Inseln wird aus den getrockneten Adlerfarnwurzeln unter anderem Brot gebacken. Man kann daraus Mehl gewinnen, was man durch eine Sodalösung entbittern sollte. Auch die geschälten, jungenWedel das Adlerfarns kann man geniessen. Auch sie sind bitter. sollten von ihren Sporen befreit sowie in der Art von Spargel geschält werden. Sie schmecken auch angedünstet mit Butter oder weißer Sauce. Das aus ihnen gewonnene Mehl heißt auf den Kanaren Helecho-Mehl (Farnkrautmehl) 1946 wurde die Adlerfarnwurzel in Deutschland auf ihreTauglichkeit als Mehl hin untersucht. Entbittert man sie, steht dem nichts entgegen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
zu den Disteln:
Junge Pflanzen von ihren Stacheln befreien, hacken und mit Zwiebel, Knoblauch in Butter weichschmoren, mit Brühe abschmecken und daraus eine Art Schmorgemüse mit Beachmelsauce machen. Aus den Wurzeln kann man Mehl herstellen. Wurzeln säubern, trocknen und malen. Aber auch die Wurzeln kann man schälen. kochen und wie Schwarzwurzeln zubereiten. Das geht auch mit Kalmus, der im Übrigen Insulin enthält. Am Besten schmecken die Knospen. Aus ihnen, oder besser gesagt aus den Böden der Knospen, bereitet man mit Zitronensaft einen knackickigen Salat zu. So wie aus Artischockenböden. Wem das zu knackig ist, kann die distelböden auch kurz kochen. 5 Minuten höchstens. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
@Neu_Lollo
Es kommt immer auf die Definition von survival-Training an. Wenn es ein wirkliches Training sein soll, muß es einen schon über die bislang durch den guten Ton auferlegten Grenzen hinausführen. Dazu gehören imo schon 3 Tage ohne Nahrung und danach ein Spahagetti aus Regenwürmern. Aber ich habe das zum letzten Male vor gut 20 Jahren gemacht allerdings habe ich schon eine ganze Menge dabei gelernt, vor allen Dingen, was das Überwinden der eigenen Hemmschwellen angeht. Nun weiß ich, dass ich das könnte, wenn es erforderlich sein sollte und würde diese mir damals vermittelten Methoden ohne Bedenken einsetzen, wenn sie erforderlich sein sollten. Im übrigen treibt es der Hunger ohnehin hinein, nur ich könnte aus Regenwürmern etwas relativ schmackhaftes zubereiten, denn auch in diesem Fall muss man wissen, was man daraus macht. |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
Welche Disteln konkret verarbeitest Du denn so? Da gibts doch so viele verschiedene ...
Sonnige Grüße vom Bäumchen
Herzlich Willkommen in der Gruppe der Kräuterbegeisterten (+ Gewürze, Wildfrüchte, Blüten)
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hi Ostwind-REgen,
das Thema interessiert mich auch Fragen habe ich im Moment nicht, aber die kommen bestimmt noch... Bin sehr gespannt auf Deine infos... LG MrsRobinson |
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![]() Mitglied seit 03.01.2009 |
Hallo Ostwind-REgen,
das klingt sehr spannend! Würde mich wirklich interessieren. Am liebsten würde ich mal ein Seminar/ein Wochenende oder so was bei jemandem machen, der Ahnung von heimischen essbaren Pflanzen und anderem Essbaren hat. Die Ahnung ist bei mir sehr eingeschränkt (Pilze, ok, Hagebutten würde ich wohl auch noch erkennen, aber viele andere Gewächse eben nicht). Manchmal werden ja Kurse über Volkshochschulen oder andere Vereine angeboten, in meiner Nähe leider nicht. Über Backöfen hab ich schon viel in Outdoorforen gelesen, aber hab leider keine praktischen Erfahrungen. Vielleicht hättet Du ja mal Lust zu nem Praxisseminar??? Die Angebote von "Survival"-Experten schrecken mich eher ab. Erstmal weiß ich, wie man einen Hasen aus der Decke schlägt und ausnimmt, zweitens lebe ich inzwischen vegan und will das auch gar nicht mehr tun. Würde mich über Anregungen und Informationen sehr freuen! Lieben Gruß, Antiya. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
@Baumfrau
Bislang alle Disteln, die ich so gefunden habe... Meistens in Spanien oder in Südfrankreich. Dort wachsen so große Exemplare, dass einen die Knospen ohnehin schon ein wenig an Artischocken erinnern. Die Distel, die hier am größten wird, heißt soweit ich weiß Eselsdistel. Onopordon acanthium. Aber die kleinen gehen auch, oder die Stranddisteln, die an den Dünen wachsen. Aber ich reiße auch nicht alles, was wächst aus dem boden, um es zu essen. Die Stranddisteln find ich ganz lecker, brech da aber nur die Knoispen ab. Und auch nicht alle pro Pflanze. aber , um so größer die Distel, desto schmackhafter der Boden. Ich bin auch kein Botaniker, der alle Gewächse kennt. |
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![]() Mitglied seit 22.06.2011 |
das Thema interessiert mich auch YES MAN Fragen habe ich im Moment nicht, aber die kommen bestimmt noch... Bin sehr gespannt auf Deine infos... Da schließe ich mich direkt mal an. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
So, ich bin jetzt wieder da.
Leider ist die Zeit, in der man die Früchte aus Feld, Wald und Wiese zur Weiterverarbeitung sammeln konnte, mittlerweile vorbei. Trotzdem werde ich in den nächsten Tagen ein paar Tipps über die Verwendung von Berberitze (Berberis vulgaris), Weißdorn (Crataegus monogyna), Schlehe (Prunus spinosa), Hagebutte oder Heckenrose (Roasa cania), Eberesche oder Vogelbeere (Sorbus aucupatia) und anderen, im Herbst zu erntenden Früchten aus der freien Natur hier veröffentlichen. Fotografien werde ich aus den bereits erwähnten Copyrightgründen nicht bereit stellen. Über nahezu alle Pflanzen lassen sich mittels einer Suchmaschine aber ausgezeichnete Bilder finden. Die meisten der oben angeführten Früchte lassen sich ohne große Schwierigkeiten zu Kompott, Marmelade oder Wein verarbeiten, auch ein Schlehen- oder Maulbeerlikör kann natürlich ziemlich lecker sein, aber für Gemüse- oder Salatzubereitungen eignen sich die Früchte des Herbstes weniger. Dafür ist eher das Frühjahr die richtige Zeit. Beberitzenessig Man sammelt gut 1 KG schön roten, reifen Sauerdorn. Nach dem 1. Frost ist er übrigens weniger sauer. Man sollte die Beeren von ihren Stielen befreien, was allerdings viel Arbeit macht und dann zerstampfen. Mit einem Kartoffelstampfer zum Beispiel. dabei darauf achten, dass man die Kerne nicht zerdrückt. sie bittern den Saft bzw. das Mus ein.Wer die Mühen scheut, kann die Stiele auch notfalls an den Beeren lassen. Auf die Maische füllt man 1 Liter kochendes Wasser, gibt gut 50 g Zucker dazu und läßt das Gemisch in einem offenem Gefäß an einem warem Ort 6 bis 8 Tage stehen, bis es zu gären beginnt. Notfalls kann man mit Hefe (am Besten Weinhefe oder Backhefe, die man auf ein Stück Brot bröselt und dies dann in der Flüssigkeit schwimmen läßt) nachhelfen - also die Gärung beschleunigen. Dann seit man die Flüssigkeit durch ein feines Tuch ab, drückt dies leicht aus und läßt den Saft weitere 3 - 4 Wochen gären, bis die gärung abgeschlossen ist. Auf diese Art erhält man eigentlich keinen Essig, sondern so eine Art Wein, doch Sauerdorn macht seinem Namen alle Ehre und das auf verschließbare Flaschen abfüllbare Endprodukt erinnert ehr an einen Essig als an Wein. Mit ein wenig Läuterzucker sollte der Essig vor dem Abfüllen noch abgeschmeckt werden. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hallo Ostwind,
schön mal wieder was von Dir zu lesen... Hätte noch ein paar Fragen zum Berberitzenessig: - habe nach "Maische" gegoogelt, aber ich bin immer noch nicht sicher ob ich es richtig verstanden habe... Könntest Du das näher erläutern? - für welche Speisen/Salate verwendest Du den Essig. - wie schaut es mit der Haltbarkeit aus. Lg MrsRobinson |
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![]() Mitglied seit 03.09.2007 |
Ich lese ebenfalls interessiert mit.
Möchte irgendwann mal wirklich gerne eine mehrtägige Wanderung machen, querfeldein und würde mich da auch gerne selbstversorgen. Frage ist für mich, ob man da nicht mehr zeit mit sammeln verbringt als mit wandern (also vorwärtskommen).... Viele Grüße
Dröppelminna Außer Hunden sind Bücher die besten Freunde des Menschen
Innerhalb von Hunden ist es zu dunkel um sie zu lesen Groucho Marx |
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![]() Mitglied seit 14.11.2008 |
fürs Vorwärtskommen bietet sich die konventionelle Stulle an...die ist aber nicht gefragt....
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
@ Dröppelminna:
Also wenn Du wirklich auch Kilometer machen willst - würde ich zu einem Mix raten. Also z. B. Haferflocken oder Brot oder vorbehandeltes Getreide (wie Reis zu kochen, nur eben schneller) oder sowas Nahrhaftes sowie bissel was Eiweißhaltiges mitnehmen bzw. unterwegs zukaufen - und mit Grünzeug, Früchten usw. ergänzen. Vitamine, Mineralien, Frisches, Würziges usw. findet sich meist ausreichend - aber wirklich Sättigendes, da wirds schon etwas dünner, langwieriger, mühsamer. Viele wilden Wurzeln sind ja doch eher klein + man muss einige sammeln, um satt zu werden. Die komplette Selbstversorgung - da ist wohl eher der Weg das Ziel, schätze ich mal so. Oder Du weichst dann wirklich auf Würmer, Käfer, Schnecken usw. aus - wegen des Eiweißes + der Nährstoffdichte. Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
PS: Oder auch Mehl mitnehmen (ist leichter) - und mit Wasser vor Ort zu Brot verbacken, abends am Feuer z. B.
Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
@MrsRobinson
In der Linsensuppe schmeckt er, bei einem Wildkräutersalat und eigentlich bei Obstsalaten. Der Essig hat einen leicht nussigen Beigeschmack. Man kann ihn da verwenden, wo Säure erforderlich ist. Klar - wie jeden Essig. Also, Maische ist ein Fruchtbrei, der vergoren wird. Ob da jetzt, streng winzertechnisch betrachtet, bereits Hefe zugesetzt sein muss, weiß ich leider nicht. Bin kein Winzer. @Dröppelminna Natürlich kommt es auf die Jahreszeit an. Ich bin auf kein radikaler Selbstversorger, der die zarte rinde junger birken als Nudelersatz von den Bäumen schält, junge Ferkel zwecks Verwertung in den Sumpf lockt oder fette Raupen sucht. Ich habe immer ausreichend Nährmittel mit, auch Gewürze und dergleichen. Was ich so mitnehme, wenn ich unterwegs bin, erzähle ich auch noch. Demnächst.. Im Frühjahr, wenn es überall grünt ist die Ernährung aus der Natur relativ einfach. Junge Kräuter wachsen überall. Brennnesselspinat schmeckt zum Beispiel sehr lecker. Wegerich, Vogelmiere, Löwenzahn, Kresse, Hirtentäschel, Huflattich, Taubnessel, bärenklau und Beinwell sind nur ein paar der Kräuter, die man fast überall findet. Damit kann manSalat, ein Kräutersüppchen oder Gemüse machen. Aber das Ganze ist als Zubrot zu betrachten. Man kann sich zwar auch komplett aus der Natur ernähren, doch ohne tierisches Eiweiß wird das eine ganz schöne zeitraubende Arbeit werden. Und wir müssen das ja nicht tun. Wir haben doch den Supermarkt. Und wilder Knoblauch steht unter Naturschutz. Ist zwar lecker, aber ich pack ihn nicht an. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Noch was
Um mit den sehr pektinreichen Berberitzen erfolgreich Saft zu produzieren, empfiehlt es sich, der Maische - also dem Fruchtmus - Antigeliermittel zuzugeben. Es macht auch Sinn, das Mus durch ein Passiersieb zu streichen, denn dann bleiben die Kerne hängen. Und die schmecken bitter. Aus Berberitzen kann man auch Zitronesaft-Ersatz machen, man kann die leicht zerdrückten Früchte im dampfentsaft behandelnoder das durch ein Sieb gestrichne Fruchtmuss - dann sollte man aber ohne Anti-Geliermittel arbeiten - irgendwelchen Marmeladen zufügen. die Säure passt gut zu Holundergelee - in diesem Fall Berberitzensaft verwenden und kräftig nachsüßen. Schmeckt auch zu Hageebuttenmus, Vogelbeerenmarmelade mit Äpfeln (Nein Vogelbeeren sind nicht giftig - auch wenn Oma immer was anderes erzählt hat) oder Maulbeermus. Berberitzen (Berberis vulgaris) werden knapp 3 m hoch. Sie bilden Büsche und ihre im Frühjahr ausspriessenden, jungen Triebe erinnern an rötliche Ruten, aus denen kleine, eiförmige, fein gezackte Blattbüschel herauswachsen.. Am Grunde dieser Blattbüschel wachsen mehrteilige - ich glaub dreigeteilte - Dornen. Aus diesen Dornachseln wachsen kleine, an Traubenrispen erinnernde Fruchtstände heraus. die weißen, rosenähnlichen Blüten duften intensiv. Aus ihnen werden im Herbst die länglichen, roten Beeren. Berberitzensirup soll bei Leber- Lungen- und Darmleiden helfen. Die verhutzelte Kräuterhexe aus dem 1000jährigen Kohlenwald hinter der verwunschenen Zeche sagt sogar, der Berberitzensirup würde bei Gallen- und Nierensteinen vorzüglich helfen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ach so - selbst hergestellter Berberuitzenessig hält sich lange, eine angebrochene Flasche mindestens 3 Monate.
Als Sumach kann man getrocknete Berberitzen übrigens auf dem Wochenmarkt da kaufen, wo es Trockenfrüchte gibt. Im Iran und im Irak und in der Türkei wird Sumach viel verwendet. Getrocknet eignen sich Berberitzen hervoragend als Beigabe zum Müsli. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Spaß mit Hagebutten
Ma kann damit werfen und besonders, wenn sie schon ein wenig angefault sind, hinterlassen sie nette rote Matsch-Flecken. Aber sie schmecken auch ganz hervorragend, wenn man sie richtig weiterverarbeitet. Man macht daraus den berühmt-berüchtigten Hagebuttentee, aber auch Hagebuttenmus oder Hagebuttenwein machen. Erkennen kann man Hagebutten daran, dass sie rot sind und die Früchte von Rosenbüschen bilden. Ob Hundsrose, Gloria Dei, Queen Elizabeth oder Papa Meilland geheißen ist völlig egal, als Rosa canina steht sie wohl im Pflanzenbuch, und darauf kommt es an. Hagebutten zu sammeln macht ja schon recht viel Arbeit, aber danach sollte man die Früchte der Rose auch noch putzen, aufschneiden und von ihren Kernen und Häärchen befreien. Das klappt mit einem Teelöffel ganz gut. Will man Hagebuttentee machen, sollte man die Früchte im Backofen bei 60° C gut und gern 6 - 8 Stunden trocknen. Aber da bin ich kein wirklicher Freund von. Hagebuttenwein schmeckt tausendmal besser! Dazu läßt man die geputzten Früchte ein paar Tage liegen. Ungeputzt geht auch, doch dann werden Kerne und kleine Tierchen eventuell mitvergoren. Das find ich nicht so toll. Wenn die Früchte weich werden gibt man zu dem Fruchtvolumen die gleiche Menge Wasser. und mixt alles im Mixer schön durch. Es sollte ein dünnflüssiger Brei entstehen. Durch Zugabe von Hefe und Zucker bringt man das Zeug zum Gären. Das mache ich so: Ich kaufe Malaga-Reinzuchthefe im Reformhaus sowie ein wenig Hefenährsalz. (Man kann auch eine Scheibe Toastbrot mit Back-Hefe vollbröseln und diese auf der Maische schwimmen lassen) Auf 1 Liter Flüssigkeit löse ich 500g Zucker in der Maische auf, mach laut Gebrauchsanweisung (steht bei der Reinzuchthefe dabei) einen Gäransatz und füge diesen, wenn der Ansatz kräftig schäumt zur Maische hinzu. Vorher habe ich noch das Hefenährsalz in der Maische aufgelöst. Das Ganze lasse ich nun bei knapp 20°C gären Für diese Aktion sind mittlerweile Gärballons aus Plastik zu bekommen. Die gehen nicht kaputt. Glasballons leider schon. Man sollte die Maische täglich durchschütteln. Nach 14 tagen Schüttelei - die stürmische Gärung ist vorrüber - läßt man den Wein in Ruhe ausgären. Das dauert gut ein halbes Jahr. Oder noch länger. Wenn sich im gäraufsatz keine Bläschen mehr bilden, ist der Wein durchgegoren. Dann schleppt man ihn an einen kühlen Ort und läßt ihn klären. auch das kann ein halbes Jahr dauern. Dann saugt man die Geklärte Flüssigkeit von der zu boden gesunkenen Maische ab, filtert diese zur sicherheit und läßt noch mal 3 Monate zwecks Klärung ins Land ziehen. Nun ist der wein soweit fertig, dass man ihn auf flasche ziehen kann. Man verkorkt ihn gut und lagert ihn ein paar Jahre. Nach knapp 4 Jahren hat er sein Aroma ausgebildet. er schmeckt nun wie Malaga mit einem Hauch von Vanille, hat eine feingolden-rote Färbung und ist echt deliziös. p.s. Ich nehme Malaga-Reinzuchthefe weil mich auch anders hergestellter Hagebuttenwein ein wenig an Malaga erinnert. Man kann auch Portweinhefe nehmen, wenn man mehr Alkohol aus dem Wein kitzeln will. Hagebuttenmus bzw Hagebuttenmarmelade gut 5 Kg Hagebutten putzenund von Häarchen und Kernen befreien. Mit Wasser oder Apfelsaft bedecken, ev, eine aufgeschlitzte Vanilleschote hinzufügen und solange köcheln, bis die Hagebutten weich bzw matschig sind. Nun streicht man das Fruchtmus durch ein Sieb und wiederholt diesen Vorgang solang, bis quasi keine Rückstände mehr im Sieb bleiben. Nun gibt man auf 2 Teile Fruchtvolumen 1 Teil Zucker (Es gibt da so einen speziellen 2 zu 1 Zucker von Opekta zur Herstellung besonders fruchtreicher Marmeladen) Man kocht das Ganze noch einmal kräftig auf und füllt es wie gewohnt in Marmeladengläser. die stellt man in den Backofen und dickt die Marmelade noch einmal für gut 1,5 Stunden bei knapp unter 100 °C ein. Sind die Gläser ausgekühlt, verschließt man sie. Das Hagebuttenmus hält sich mindestens 2 Jahre im Keller. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Hagebuttensaft
Hagebutten putzen, von Kernen und Härchen befreien mit Wasser bedecken und mittels Mixer oder Pürierstab einen Brei herstellen. Diesen Brei läßt man 2 bis 3 Tage stehen Dann presst man ihn durch ein dünnes Mulltuch und kocht den so gewonnen Saft auf und gibt auf 1 l Saft 150 bis 300 g Zucker. In gereinigte Twist-Off flaschen füllen und auskühlen lassen. Hagebuttensoße für Pudding Hagebutten putzen. Dann in Wasser gut 5 Stunden ziehen lassen. Das Wasser abgießen. Nun Hagebutten bis zur Hälfte mit Wasser bedecken gut zuckern, eine unbehandelte Zitronenschale zugeben und weichkochen. Dann pürrieren, passieren, abschmecken und danach eventuell mit Mondamin oder anderem Stärkemehl anbinden. Eventuell mit Weißwein und ein wenig Zitronensaft aromatisieren. Schmeckt hervorragend zu Griesbrei, einfachen Vanillepudding oder einem Milchreis. süße Hagebuttensuppe Hagebutten entkernen, waschen und pürieren. Mit Wasser und Weiß- oder Rotwein so weit verdünnen, dass sich eine dünne suppe bildet. Diese mit zucker, Zitronenschale und Apfelspalten aufkochen. Erneut pürieren. Dann mit Zwiebackbröseln so anbinden, dass man die gewünschte Konsistenz erhält. Schnebällchen (aus Eiweiß in Milch hergestellte Klößchen) oder süße Suppenmakronen schmecken ganz hervorragend zu dieser Suppe, die man auch kalt servieren kann. Man kann auch Schmelzflocken in die Suppe geben. Dann wird das aber mehr zu einer Mahlzeit für kranke Kinder. Hagebuttenauflauf Entrindetes Weißbrot in einer Pfanne in Butter braun backen. Mit süßem Hagebuttenmus oder -marmelade bestreichen, in einer Auflaufform schichten Dann 0,2 l Rotwein mit Zucker, Zitronenschale und Zimt würzen, eventuell mit Hagebuttenmarmelade abschmecken, einen Becher Sahne dazugeben und alles mit 3 Eigelb verquirlen. Die 3 Eiweiß mit etwas Zucker steifschlagen, unter die Sahne-Mischung heben und Alles über den Auflauf gießen. Im Backofen bei 180°C 20 bis 30 Minuten auf der mittleren Einschubleiste bei Ober- und unterhitze backen. Hagebuttensalat 400g getrocknete Hagebutten wässern. In gut 250 ml Wasser langsam weichkochen. Abgießen und mit Zimt und Zucker bestreuen. Aus Haselnussöl (notfalls geht auch Walnussöl), Zitronensaft, Salz und etwas Chili eine Marinade nach dem Prinzip einer vinagrette herstellen und über den Salat geben Als ungewohnte Beilage zu Wildschweinrücken oder Rehmedallions sehr lecker. Hagebuttensoße zu Wild Die Grundlage dafür bildet selbst produzierte Hagebuttenpüree, dass man im Tiefkühlschrank aufbewahren kann. Dies stellt man aus 1 KG geputzter Hagebutten her, die man in 500 ml Wasser weichkocht, dann pürriert und passiert. Mit zitronensaft scheckt man das Pürree entweder vor dem Einfrieren oder nach dem Auftauen ein wenig ab. Aus dem Bratenfond läßt sich unter Hinzugabe des Hagebuttenpürees eine exellente Soße herstellen, der man mit ein wenig Cognac den letzten Pfiff verleihen kann. Bindemittel sind nach ausführlicher Reduktion der Soße natürlich überflüssig. Thymian paßt sehr gut zu dieser Soße, aber auch ein Hauch Wachholder. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Es gibt natürlich noch mehr Sachen, die man aus Hagebutten machen kann. Makronen, Konfekt, richtigen Pudding usw. Der Experementierfreude sind da eigentlich keine Grenzen gesetzt. die oben angeführten Vorschläge dienen nur als Anregungen für Leute, die sich mit der Hagebutte kochtechnisch ein wenig näher befassen wollen.
Quitten und Sanddorn Beides sind recht alte Kulturpflanzen, in der hier vorhandenen Datenbank sind etliche Rezepte zu finden, die sich mit diesen beiden Früchten befassen. Da ich mich mehr auf Wildgemüse und Früchte konzentrieren möchte, werde ich hier über Quitten und Sanddorn nichts schreiben. |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
@ Ostwind-REgen:
Zunächst vielen Dank für Deine ausführlichen Mühen hier! Zwei Anmerkungen habe ich allerdings: "Als Sumach kann man getrocknete Berberitzen übrigens auf dem Wochenmarkt da kaufen, wo es Trockenfrüchte gibt. Im Iran und im Irak und in der Türkei wird Sumach viel verwendet." -> Also das ist mir aber mehr als neu. Meines Wissen nach sind mit Sumach die getrockneten, geschroteten oder gemahlenen Steinfrüchte des Gewürzsumach (Rhus coriaria) gemeint, der auch Essigbaum genannt wird - und ja, es wird in der türkischen, irakischen, persischen, syrischen, ... Küche häufig verwendet. Berberitzen bzw. Sauerdornfrüchte hingegen sind die Beerenfrüchte der Gewöhnlichen Berberitze (Berberis vulgaris). Auch sie schmecken säuerlich und können ähnlich wie Sumach verwendet werden - sind aber nicht wirklich dasselbe. Auch ich mag getrocknete Berberitzen übrigens gern am Müsli - aber auch am persischen Reis, am Couscous usw. finde ich sie köstlich. "Erkennen kann man Hagebutten daran, dass sie rot sind und die Früchte von Rosenbüschen bilden. Ob Hundsrose, Gloria Dei, Queen Elizabeth oder Papa Meilland geheißen ist völlig egal, als Rosa canina steht sie wohl im Pflanzenbuch, und darauf kommt es an." -> Auch hier stimme ich nur begrenzt zu. Hagebutten müssen nämlich keineswegs rot sein, um lecker oder essbar zu sein - und es kommt auch nicht darauf an, dass es Früchte der Rosa canina sind. Soweit ich weiß, sind alle Rosenfrüchte ess- bzw. verwendbar - auf jeden Fall aber schonmal diese hier: * die meist blassrosa blühende Hunds- oder auch Heckenrose (Rosa canina) - mit den typischen, hellroten, schmalen Hagebutten, die Du sicher hier meinst * die meist kräftigrosa bis purpur blühende und wunderbar intensiv duftende Essig- oder auch Apothekerrose (Rosa gallica) - mit dickeren, roten Früchten * die meist weiß blühende Bibernell-, Felsen- oder auch Dünenrose (Rosa spinosissima bzw. Rosa Pimpinellifolia) - mit dunklen, (fast) schwarzen, meist kugeligen Früchten * die weiß, rosa oder purpur blühende Kartoffel- oder auch Apfelrose (Rosa rugosa) - mit den dicken, knolligen, roten Früchten Große, dicke Früchte haben dabei übrigens den Vorteil, mehr Fruchtmark liefern zu können, also ergiebiger zu sein. Wer übrigens wirklich Kerne pult - kann sie entweder auspressen (das Öl ist sehr hochwertig + gut für die Haut) oder im Winter als wunderbares Vogelfutter streuen oder als Tee zubereiten. Gerade für "flüssige Sachen" wie Saft, Suppe oder sowas kann man sich die (wirklich strafarbeitsmäßige) Mühe des Entkernens und Auspulens aber sparen - und die Früchte einfach im Ganzen grob zerteilen (ohne die Kerne zu verletzen! - wer hat, auch per Beerenwolf) sowie den Saft dann eben durch ein Tuch abzuseihen, um die Härchen abzufiltern. Sonnige Grüße vom Bäumchen
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Nun, Türken verkaufen mir Sumach andauernd als getrocknete Berberitzen. Daher habe ich angenommen, die Teile seien irgendwie eine kernlose Variante der Berberitze. Auch ein Iraker, mit dem ich damals oft gekocht habe, hat mir vor gut 25 Jahren beigebracht, das sei Berberitze. Ich habe das nie hinterfragt und einfach angenommen, es stimme. Vielen Dank für diesen Hinweis. Wußte das wirklich nicht. Tja, Sumach sieht auch anders aus als Berberitze. Da dürftest Du wohl recht haben. Trotzdem, Sumach und getrocknete Berberitze werden im Iran und Irak anscheinend ähnlich verwandt.
Zur Rose. Les noch mal genau, was ich so geschrieben habe. Die von dir angesprochenen Punkte habe ich eigentlich alle erwähnt und als Beispiel für die Familie der Rosengewächse die Hundsrose angeführt. Die Formulierung, dass sie als Rosa Canina im Pflanzenbuch ständen ist natürlich Quatsch. Vielen Dank für den Hinweis, dass führt zu Mißverständnissen. das man die Nüsschen der Hagebutte auspressen kann, um daraus Öl zu gewinnen ist eigentlich klar. Als Sammelnuss enthält sie öl. Aber das geht mir hier zu weit, man kann aus vielen Kernen Öl herstellen, nicht nur aus Olivenkernen. Über die Ölproduktion kann ich nichts erzählen. Das überfordert mich ein wenig. Noch mal vielen Dank für deine Hinweise. Ich mach bestimmt noch mehr Fehler und bin für Klarstellungen immer wieder dankbar. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)
Ein Frühblüher. Schon im April überzieht dies dichte schwarze Gestüpp ein dünnes Kleid weißer Blüten von leicht bittermandelnähnlichem Geruch. Die zu tweit oder dritt beiananderstehenden Blüten entfalten sich vor den eiförmigen, leicht lanzettlichen, doppelt gesägten Blättern. An den Zweigenden finden sich spitze Dornen. Die dunklen, oft mit einem hellen, wie Mehl glänzendem Filmüberzogenen Früchte sind schwer sauer und herb. Sie ziehen den Gaumen zusammen. Aus den weißen getrockneten Blüten läßt sich Tee machen. Er wirkt schweiß- und harntreibend, soll bei Magenproblemen helfen und wird von der verhtzelten Kräuterfee auch bei Wurm- und durchfallkrankheiten eingesetzt. Schlehensaft soll als Gurgelmittel bei Hals- und Zahnfleischkrankheiten helfen. Angeblich läßt sich mit Schlehen auch ein Sympathiezsauber erwirken, doch nach meinen bescheidenen Erfahrungen klappt das nur mit hochprozentigem Schlehenlikör. Wenn ich meinen Gästen 2 - 3 Flaschen davon verabreicht habe, sind mir immer alle äußerst wohlgesonnen. Schlehenwein Schlehen am Besten nach dem 1. Frost sammeln (sie sind dann süßer) oder die Schlehen im Tiefkühler schockfrosten undweider auftauen. Auf 1 Liter ganzer, gesäuberter Schlehen 1 Liter kochendes Wasser kippen. Knapp 1 Woche stehen lassen. Täglich einige Male umrühren. Auf ein Liter Flüssigkeit 500g Zucker auflösen. Einen Gäransatz am Besten mit Portweinhefe herstellen, die Maische auf einen Gärballon füllen und gut 3 Monate gären lassen. Dann die Früchte abgießen und den Wein ausgären lassen. Das dauert bis zu 1 Jahr.Nach dem Klären und Abziehen des Weines von der hefe gibt man auf 10 Liter Schlehenwein 1 Liter guten Cognac, zieht das Ganze auf flaschen und lagert es noch ein paar Jährchen im keller. Der Wein wird von Jahr zu Jahr besser. Nach 3 Jahren hat er seinen Geschmack ausgebildet, schmeckt ein wenig nach Portwein und hat es in sich. Man kann den Wein auch mit Nelken, Zimt und Zitronenschale aromatisieren., in dem man diese Zutaten in das Kochwasser gibt. Schlehenlikör Schlehen nach dem 1. Frost sammeln oder schockfrosten. 1 Liter Schlehen mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen, wieder 1 Liter Wasser pro Liter Schlehen kochen, über diese gießen und am nächsten Tag abgießen. Diese Prozedur wiederholt man noch 2 bis 3mal und wartet immer 1 Nacht mit dem Abgießen. Den letzten Aufguß kocht man noch einmal kurz auf, läßt ihn abkühlen und fügt Antigeliermittel hinzu. Dann gießt man den Saft durch ein feines Tuch und versucht, den verbliebenen Saft aus den Früchten zu drücken. 1,5 Liter Saft mit 0,5 l 54% Rum, 500 g braunem Kandis und 3 Vanilleschoten entweder auf eine große oder mehrere kleine flaschen verteilen und gut 3 Monate ziehen lassen. Ab und zu schütteln. Schmeckt lecker. Schlehensaft Das Prinzip ist das Gleiche. Man Übergießt 1 Liter schlehen mit 1 Liter kochendem Wasser und wartet 1 Tag. Dann gießt man den schon farbigen Saft ab, erhitzt ihn und kippt ihn wieder über die Schlehen. diesen vorgang wiederholt man noch 2 bis 3 mal, bis die Schlehen ausgelaugt sind und der Saft schön kleuchtet. Dann kocht man den Saft noch einmal auf und gibt auf 1 Liter Saft 200 bis 300 g Zucker. Man kann den Saft mit Nelken und Zimt aber mit unbehandelter Zitrone vor dem letzten Aufkochen würzen. Heiß auf flaschen gefüllt hält sich der Saft gut 1/2 Jahr oder länger. Aus ihm läßt sich im Winter ein leckerer Kinderpunsch zubereiten, indem man einen Beutel Glühweingewürz in den Saft hängt und diesen aufkocht. Schlehenlikör aus Schlehenkernen Schlehen entkernen. Die Kerne säubern und im Backofen trocknen. Kerne zerdrücken. Mit einem Handtuch und einem Hammer geht das gut. Auf 250 ml Kerne 1 Liter gutes Krischwasser geben. Alles in eine große Flasche füllen und 2 bis 3 Monate lagern. Ab und zu schütteln. Dann das Kirschwasser abseien oder sogar durch den Kaffeefilter gießen und auf 1 Liter Kirschwasser 750 g Zucker läutern, bis dieser leicht karamelisiert ist. Nun den Läuterzucker unter dauerndem Rühren im Kirschwasser auflösen. das Ganze auf flaschen füllen und mindestens 1/2 Jahr lagern. Ist auch sehr elcker. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hallo Ostwind-REgen,
vielen Dank für ausführlichen die infos... Warte schon gespannt auf deine Ausführungen über den Spitz oder Breitwegerich. Gänseblümchen fände ich auch sehr interessant... LG MrsRobinson |
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
Ostwind-Regen, bist Du Dir wirklich sicher mit dem Adlerfarn? Meines Wissens ist er richtig giftig, vor allem durch Blausäureglycoside (laut Wikipedia haben gerade junge Blätter den höchsten Gehalt) und das Enzym Thiaminase, das VitaminB zerstört. Und dass er unter Naturschutz stehen soll, kann ich mir nicht vorstellen, da er doch fast weltweit vorkommt. Vermutlich ist ein anderer Farn gemeint? Liebe Grüßle vom Schwobamädle Regina
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Also, ich meine wirklich den Adlerfarn, habe ihn noch vor einigen Jahren gegessen, lebe noch und weiß auch, dass aus ihm auf den Kanaren Mehl gewonnen wurde. Ich bin kein Biologe, aber das Internet sagt unter anderem, dass Adlerfarn eßbar ist. Man vermutet allerdings, er könne auch krebserregend sein:reset.to/search/node/Adlerfarn
In der Wiki steht glaube ich, dass er giftig ist. auf jeden Fall backen oder bucken die Kanaren aus seinem Wurzelmehl Brot. vor 20 Jahren habe ich das auf Gomerra gegessen. Lateinisch heißt Adlerfarn Pteridium aquilinum. Dass er unter Naturschutz steht, habe ich ebenfalls aus einem in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts erschienenen Buch. Laut Gartentreffpunkt.de ist der Adlerfarn eine Giftpflanze. Dort steht aber auch, dass Farnblätter vom bsp.w Adlerfarn in gewissen Lädern wie Japan, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika als Delikatesse gelten, (www.garten-treffpunkt.de/lexikon/blattsalate.aspx),allerdings nicht zu den Blattgemüsen zählen würden, da sie zu den Giftpflanzen zählen. Wie gesagt, da teilen sich die Meinungen. Ich finde Adlerfarn auch nicht so delikat, dass ich ihn für unersätzlich halten würde. In alten Kochbüchern steht jedoch, dass man ihn essen kann. Diese alten Bücher bilden unter anderem auch Grundlage für meine Kenntnisse. Wenn diesbezüglich Zweifel bestehen, ist es garantiert sicherer, auf den Genuß von Adlerfarn zu verzichten. Wie gesagt, er ist auch nicht so delikat, dass ich ohne ihn nicht leben könnte. Ich kann aber auch ohne Kugelfischfilets leben. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Hoffe mal, die Links bleiben stehen.
@MRsRobinson über Wegerich erzähle ich was im Frühjahr. Und natürlich auch über Gänseblümchen, Brennnesseln, Hirtentäschel, Bachbunge, Nelkenwurz und dergleichen. |
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![]() Mitglied seit 24.03.2008 |
Hallo Ostwind,
ja, man sollte schon definieren was "man" oder "wir" unter Outdoorküche verstehen. Es kann einerseits Survival sein, andererseits kann auch nur die Verarbeitung von Wild-kräutern,-Beeren etc. gemeint sein. Outdoorküche kann auch "Sommerküche" heißen. Eine entfernte Bekannte lebt z.B. den ganzen Sommer in Wald und Garten. Sie hat eine KÜCHE im Garten und geht nur zum Schlafen ins Haus. Alles, was sie erntet oder sammelt, verarbeitet sie gleich draußen in der Gartenküche. In der Notzeit, nach dem Krieg, hat mein Onkel (damals noch Kind) mit der Zwille Spatzen geschossen, gerupft und gebraten/gekocht. Eine Tante hat damals z.B. aus Löwenzahnblüten durch 6x aufkochen eine Art Honig (ohne Zuckerzugabe!) hergestellt. Ob das 6malige aufkochen der Stromsperre zu verdanken war oder tatsächlich erst zu dem Ergebnis "Honig" führte ist leider nicht überliefert. Ansonsten habe ich mit Wildkräutern, Beeren, Pilzen halt das Problem, dass ich sie nicht sicher "erkenne". Bei den Regenwürmern reicht mir z.Z. der Hinweis, dass sie essbar sind (gebraten?) - probieren muss ich das jetzt nicht unbedingt. Lieben Gruß Lollo |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Na ja - ich verstehe darunter eigentlich ohne Dach über dem Kopf Nahrungsmittel zu verarbeiten. Also Küche unterwegs - was ich hier erzähle ist mehr so eine Art von Küche mit zutaten aus Wald und Wiese, denn den Einsatz des Elektroherdes verbiete ich natürlich niemandem. Streng genommen hat das mit Outdoorküche nichts zu tun, wenn man mal von den Zutaten absieht. verschleppt auch schon einen 30 Liter fassenden Gärballon durch die Gegend, weil er draußen Schlehenwein machen will.
Aber über das Kochen in freier Natur werde ich mich auch noch auslassen, auch über die Herstellung eines zum Kochen geeigneten Feuers oder über den einsatz der im Handel erhältlichen Kocher für den Einsatz unterwegs. Aber wann ich das mache, weiß ich noch nicht. vielleicht in den nächsten Tagen, weil im Moment ohnehin nur nur olle tannenzapfen draußen rumliegen Und über Wurmspaghetti, Madensuppe und lecker tote Igel, die man am Rand der autobahn findet, will ich mich hier nicht auslassen. Fleisch gibt es in Hülle und Fülle im Supermarkt zu kaufen und einen Überlebenskurs für alle Fälle will ich hier nicht initiieren. Der einzige Thrill an ihm läge für mich auch nur in der Verbreitung von Ekel, und darauf habe ich keinen Bock. In Thailand oder China kann man sich genug damit befassen. Da muss das hier nicht auch noch sein. Zum Löwenzahnhonig - von ihrem Grün befreite Löwenzahnblütenblätter kann man auskochen, ihren Sud reduzieren und mit geläutertem Zucker solang weiter reduzieren, bis daraus so was wie Honig-Ersatz entsteht. Je nach Konzentration des gewonnenen Blütensuds ist das Endprodukt bitter-aromatisch mit einem leicht scharfen Nachgeschmack. das mehrmalige aufkochen hat hierbei den Grund, sich langsam der gewünschten Konsistenz anzunähern, den wenn man den Sud dauerhaft kocht hat man auf einmal nur noch flüssigen zucker, der knallhart auskaramelisiert und nachher nicht einmal schnittfähig ist. die mit dem Sammeln der Löwenzahnblüten verbundene Arbeit erfordert einige Geduld. Aber mit einem netten Mädel zusammen habe ich das früher ein paar Jahre lang gemacht, vornehmlich, um Wein zuzubereiten. Es war immer eine nette Sache. Muß mal nachschauen, habe bestimmt irgendwo was stehen über Löwenzahnhonigersatz. Denn richtigen Honig machen nur die kleinen Bienchen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Weißdorn (Crataegus monogyna oder Crataegus laevigata oder Crataegus rhipidophylla)
Erst mal vorab. Ich bin kein Biologe und habe auch keinen Bock, mich hier wissenschaftlich mit der Familie der Weißdorngewächse zu befassen. In Europa gibt es 3 Arten, den eingriffeligen Weißdorn, den zweigriffeligen Weißdorn und den großkelchigen Weißdorn. daraus sind durch Züchtung viele weitere Arten entstanden, die den Biologen vor allerhand Probleme stellen, denn weißdorne können sich klonen, also keimfähige Samen bilden, ohne von Bienchen oder dem guten Wind befruchtet worden zu sein. Botaniker sind sich nicht ganz klar darüber, ob es nur 100 oder gar 1000 Arten gibt. Dieses Problem können Genetiker lösen, ich will da hier nichts weiter drüber erzählen. aber eine wichtige weitere gekreuzte Art ist noch der großfruchtige Weißdorn (Crataegus macrocarpa). Wie man die Teile von einander unterschieidet, will ich hier auch nicht erzählen, ich denke es reicht zu wissen, dass Weißdorn normalerweise weiß blüht, obwohl es auch unter dem Namen Rotdorn (Crataegus laevigata) rot blühende Weißdorne gibt. Die Pflanze wird 3 bis 10 m hoch. Eigentlich sind es Büsche, aber ein großer Weißdorn ist doch eigentlich ein Baum. Auch hier weiß ich nicht, was ein Baum, was ein Strauch und was ein Busch ist. Wahrscheinlich ist alles das gleiche, ein Baum hat im Vergleich zu einem Busch oder Strauch nur eine dominate Hauptachse, ein Busch oder Strauch hat diese Hauptachse nur in verkümmerter Form auf zu weisen. Und wenn man den Baum lang genug quält, in dem man seine Hauptachse immer wieder kaptt, wird ein armer kleiner busch aus ihm. Ab das nur am Rande. wir waren ja bei dem Weißdorn. Der hat natürlich dornen, die haben sich aus unentwickelten Zweigen gebildet. Und Blätter hat der Weißdorn auch. Diese sind von eiförmigen Querschnitt, am Grunde keilförmig und mit 3 bis 5 tiefen Lappen versehen. Man findet am Rande gesägte, aber auch ungesägte Blätter, je nach Art. Die roten, ab September erscheinenden Früchte sind rot, mehlig und schmecken säuerlich süß. Aus ihnen macht man Marmelade, am Besten zusammen mit anderen Früchten wie Äpfeln oder wildfrüchten wie vogelbeeren etc. Man kann auch Saft oder Sirup daraus herstellen. Oder Likör. aber der Geschmack des Weißdorns haut mich nicht vom Hocker. Dafür ist seine medizinische Wirkung nicht unbeachtlich. Er wirkt Herz und Kreislauf stärkend, bringt den Blutdruck in Ordnung und wirkt auch krampflösend. Seine Blätter werden getrocknet, auch die Früchte oder die Blüten kann man trocknen und als Tee einsetzen. Angenehm schmeckt ein Tee aus Weißdornblättern, Lindenblättern, Pfefferminstengeln und Quekenwurzeln ztu gleichen Teilen. Die Kerne des Weißdorns kann man trocknen, rösten und als Kaffeeersatz verwenden. Weißdornsaft Man packt die geputzten leicht zerdrückten Weißdornbeeren in den Dampfentsafter zuckert den gewonnen Saft mit bis zu 300g pro Liter, kocht den Saft noch einmal kurz auf und füllt ihn in verkorkbare und sonst wie gut verschließbare Flaschen. Weißdorngelee oder -marmelade Schmeckt wie ich finde nur im Gemisch mit Kernobst oder anderen Wildbeeren oder Steinfrüchten. 1/3 Weißdornbeeren, 1/3 Vogelbeeren und 1/3 Apfel ergeben eine gute Mischung. Wie gewohnt die Früchte verarbeiten, passieren und zuckern. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Vogelbeere, Eberesche oder Mehlbeere (Sorbus aucuparia oder Sorbus domestica (süße Eberesche))
aber auch der gemeine Mehlbeerbaum (Sorbus aria) Die zur Planzengattung der Kernobstgewächs zählende Mehlbeere aus der Familie der Rosengewächse umfaßt rund 100 Arten. Wichtig erscheinen mir die als Vogelbeere bekannte in ganz Europa verbreitete Art Sorbus aucuparia und die unter dem Namen süße Vogelbeere bekannte Kulturform derselben, die unter dem Namen Sorbus domestica geführt wird. Letztere ist selten als wildwachsende Pflanze anzutreffen. Sie wird meist kultiviert und ist daher in Gärten oder Parkanlagen anzutreffen. Die im Schnitt gut 10m hohe Eberesche (Sorbus pohuashanensis - Pohuasha Eberesche wird über 20 m hoch)hat unpaarig gefiederte, wechselständige Blätter von länglich ovalem, spitzzulaufendem Querschnitt. An einem Blattstil sitzen bis zu 18 leicht gesägte Blätter, von denen gewöhnlich eines an der Spitze des Blattstils sitzt. Dieser Blattaufbau bezieht sich nur auf die Art Sorbus aucuparia, deren Blattaufbau von dem der übrigen Familienmitglieder stark abweicht. Die Blüten der Eberesche sind Die glegweißen Blüten der Eberesche erscheinen zwischen Mai und Juni an breiten Trugdolden. Das Holz der Eberesche eignet sich sehr gut zum Schnitzen, Drechseln und für andere Holzarbeiten, was früher, im 17. und 18 Jahrhundert fast zur Ausrottung dieses Baumes geführt hätte. Die süße Eberesche schmeckt bedeutend besser als die normale Eberesche. Ihre Früchte sind auch größer, fast kirschgroß und haben eine leicht an Birnen erinnernde Form. Im Gegensatz zu den filzig trockenen Knospen der Eberesche sind die blauvioletten Kospen der süßen Eberesche kahl und klebrig. Am besten probiert man die Beeren des Baumes, von dem man gerade Früchte sammelt. Sind sie bitterlich und herbsauer, hat man die Eberesche erwischt, sind sie dageben süßlich fruchtig hat man die süße Eberesche erwischt. Von August bis zum 1. Frost kann man die Beeren der Eberesche sammeln. Die Beeren der gewöhnlichen Eberesche sollte man vor Gebrauch entbittern. Dazu legt man sie über Nacht in eine schwache Essiglösung odder kocht sie vor der Weiterverarbeitung kurz auf. Marmeladen, Likörchen, Weine und dergleichen lassen sich gut aus vogelbeeren herstellen. Marmeladen aus Ebereschen schmeckt leicht säuerlich mit einem leicht herben Touch. Vogelbeergelee oder Ebereschengelee Die reifen aber noch nicht ausgereiften Früchte pflücken. Sie sollten noch nicht mehlig sein sondern saftig. Diese Früchte putzen und in einen hohen Topf geben. Nun die Früchte mit Wasser bedecken und aufkochen. Man zerkocht die Früchte komplett, bis sich ein einheitlicher Fruchtmatsch bildet. Den Saft seit man ab und gibt auf 0,5 l Saft gut 500g geläuterten Zucker. diese Mischung kocht man so lange ein, bis ein auf einen Teller gegebener Safttropfen erstarrt. Dann füllt man das Gelee in Gläser Dies Grundrezept bietet sich geradezu an, Kombinationsversuche mit anderen Wild- oder Kernobssorten zu unternehmen. gut geeignet dafür sind Quitten, Äpfel, Maulbeeren, Weißdornfrüchte, Holunder, Möhren, Schlehen, Hagebutten, Birnen und sicherlich noch tausend andere Früchte. Nach diesem Rezept kann man mit ein wenig Fantasie auch Ebereschensaft herstellen. Man gibt einfach weniger Zucker hinzu, nachdem man die Fruchtsuppe durch ein tuch abgeseit hat. Mit Apfelsaft gemischt ist das lecker. an kalten Tagen kann mandaraus auch einen alkoholfreien Punsch mit Zimt und Nelken herstellen Ebereschenlikör gut gesäuberte, verkorbare Glasflaschen mit gesäuberten Vogelbeeren füllen. Nun guten Brandy oder Cognac auf die Flaschen gießen, diese verschließen und gut 3 oder 4 Monate warm oder gar in die Sonne stellen. Wenn die Beeren völlig ausgelaugt, also farblos sind, gießt man den Schnaps durch ein feines Mulltuch ab und gibt auf 1 Liter Schnaps gut 500 g geläuterten Zucker, den man völlig im Schnaps auflöst. Dannach filtriert man den Likör noch einmal und lagert ihn mindestens ein halbes Jahr. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ach ja, die gemeine Mehlbeere sieht ganz anders aus als die Eberesche. Sie hat andere Blätter und eine andere Rinde. Die Blätter sind kurzgestielt, wellig, von eiförmigen Querschnitt mit stumpfen Spitzen mit einem doppelt gezcktem Blattrand. Die gelben bis roten Früchte sind leicht säuerlich süß. sie muss man auch nicht entbittern. Mit den Früchten kann man leckere Hutzelbrot herstellen. Aber auch Fruchtbrei, Obstwein und dergleichen. Früchte mit ein wenig Säure bilden eine gute Ergänzung zur ein wenig faden, süßen und etwas mehligen Mehlbeere.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Falls ihr Interesse daran habt, kann auch noch ein wenig aus dem breiten Wissenschatz der Druiden, Hutzelknechte und Kräuterhexen über die Eberesche preisgeben. Welchen Zauber kann man mit einer aus eberesche geschnitzen Harfe wirken, welche heilwirkung hat sie und was hält Odin von diesem tollen, Thor geweihten Baum?
Aber das hat natürlich nichts direkt mit Kochen zu tun. Daher habe ich erst mal nix verraten. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hi Ostwind-REgen,
ich würde gerne was über Hutzelknechte Passt vielleicht auch gut in diese Jahreszeit Ich habe ja schon viel über Mythen und sagen gehört, aber von einer Harfe in dem Zusammenhang, hab ich noch nie was gehört/gelesen Lieben Gruß |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Wein aus Mehlbeeren
6 Kg Mehlbeeren Putzen, waschen und zerdrücken. !0 Liter Wasser darüber gießen und 24 Stunden stehen lassen.Dann durch ein fenes Tuch abseihen. Nicht ausdrücken. 2,5 bis 3,5 Kg zucker dazugeben. 20 g zitronensäure, gut 15 g Hefenährsalz darin auflösen, einen Gäransatz aus Samos- oder burgunderweinhefe dazugeben und im gärballon solange gären lassen, bis nichts mehr blubbert. Dann kühl stellen, klären lassen, von der Hefe abziehen und auf flasch füllen noch mal gut 1 Jahr lagen. Ist Lecker, Je süßer der Wein, desto Samos ähnlicher schmeckt er. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Hutzelei
Ja, die armen Hutzelknechte. Sie werden von den faulen schwäbischen Bäckern zum Jahresende hin stets dazu gezwungen hutzelbrot mit Mehlbeeren zu backen. Das ist ein ganz gemeine Arbeit. Man benötigt dazu logischerweise auch noch gemeine Mehlbeeren, die der arme Huzelknecht im Backofen döören muss. Dazu verteilt der Hutzelknecht die Mehlbeeren auf mmehrere, mit Backpapier bedeckte Roste, schiebt diese in den Ofen, stellt den Backofen auf knapp 60°C und schichtet die Roste alle 3 Stunden um. so das das oberste Rost zu unterst kommt. Bei sich nicht selbst entlüftenden Backöfen sorgtt ein kleines Holzstück oben in der Backofentür für ausreichend Zirkulation. Nach diesem 24 stündigen Dörrmarathon ist die Arbeit aber noch nicht vorbei. Jetzt wollen die garstig verschrumpelten Mehlbeeren noch gut 14 Tage an einem warmen Ort auslüften. Erst danach sind sie fettich. Der Feuchtigkeitsgehalt von Dörrobst sollte imo unter 13% liegen, sonst kann es immer noch schimmelig werden. Daher das lange auslüften an einem warmen, trocknem Ort. Wenn die Mehlbeere also endlich so vertrocknet wie ein Hutzelknecht (ok, Hutzelknechte haben einen verdammt birnenförmigen Schrumpelkopf, was jeder echte Schwabe eigentlich wissen sollte und diese Konterfeiform nehmen die Mehlbereren natürlich nicht an) aussieht, darf es ans Backen gehen. Aber vorher weichen wir die Früchte ein. 500g Dörrobst, vorzugsweise 300g Mehlbeeren und 200 g Hutzeln (getrocknete, besonders kleine schwäbische Birnen) kippen wir in 1/5 Liter guten Rotwein und 200 ml Kirschwasser, Himbeergeist oder Rum, lassen die Mischung 1 Tag ziehen, gießen die Früchte ab und fangen das Einweichweingemisch auf. Aus 500 g dunkles Weizenmehl (höhere Type als die normale) kommen 1/2 Würfel Hefe, 1/2 Teelöfel Salz, 1 Ei, 100g zucker, 1 gute Prise Zimt, 1 genauso gute Prise Anis, 100 g Haselnüsse und 100g Walnüsse stellen wir mit 250 ml Einweichwein einen geschmeidigen Teig her. Dabei wandern die ev. grob gehackten Nüsse erst zum Schluss, nach dem Vorgehen in den Teig. dann den Teig eine Stunde gehen lassen. In Der Zwischenzeit die eingeweichten früchte mit wasser übergießen und gut 15 min weich köcheln. Erneut abgießen, das Einweichwasser auffangen. die weichgekochten Früchte mit einem Messer grob zerkleinern. Die früchte in den Teig einarbeiten, dabei mit hilfe von etwas Mehl dafür Sorge tragen, dass der teig seine Konsistenz behält. Nun aus dem Teig 2 längliche Brotlaibe formen, diese mit Mehl glätten Auf ein gut bemehltes und eingefettetes Backblech legen, dies in den auf 5=°C erwärmten Backofen schieben und die Brote mit Alufolie abdecken. 1 weitere Stunde gehen lassen. Nun holt man die Brote aus dem Hofe und pinselt sie mit dem aufgefangenem Einweichwasser ein. Bei gut 2ßß°C 30 Minuten backen, dann erneut mit dem Einweichwasser, dem man auch einen Rest des rotweingemisches zufügen kann, einpinseln und erneut bei nur noch 180°C für gut 45 Minuten backen. Dabei immer wieder mit dem Einweichwasser bepinseln. Eine Sprühflasche hilft hierbei ganz gut. Nach Ende der Backzeit nimmt man das hutzelbrot aus dem Ofen, läßt es auskühlen und wickelt es noch ein paar Tage in alufolie. In dünne scheiben geschnitten und mit dicker Butter bestrichen schmeckt dies Brot ausgezeichnet. Auch Schwarzwälder Schinken paßt ganz gut auf ihm. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Korrektur!!
0,5 l Rotwein nehmen, nicht 1/5 l. Bitte mir die zahlriechen legasthenischen Aussetzer nachzusehen. |
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![]() Mitglied seit 22.06.2011 |
Oh... das ist ja viel Lesestoff. Werde ich mir bei gelegenheit mal anschauen, auch, wenn ich unter "Outdoorküche" auch etwas anderes verstehe/verstanden habe. ;)
@ Adlerfarn: Das Thema hatte ich vor Jahren schonmal in einem anderen Forum verfolgt, da sind wir über den Naturschutz zur Giftigkeit gekommen. Da war ein Chemiker unterwegs, der meinte, dass der Adlerfarn 100%ig giftig sei, es aber Fehler/Unklarheiten bei der Einordnung einzelner Arten/Gattungen gäbe. Meine Interpretation: Wenn irgendwelche Gesellschaften aus xyz-Land also "Adlerfarn" verspeisen, könnte es gut sein, dass es eine andere Art ist, die wohlmöglich nicht oder nur in geringem Maße giftig ist. Die Verarbeitungsmethode könnte auch einen Einfluss haben... Ich würde jedenfalls die Finger von dem Kram lassen... zumindest der in Europa vorkommende Adlerfarn scheint auf alle Fälle nicht all zu gesund zu sein. ;) |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Noch mal was zum Adlerfarn, sozusagen zum Abschluß der Diskussion darüber
Hochgiftig im Sinne von schnell tödlich wirkend ist Adlerfarn ganz sicher nicht. Man sagt, er sei "vermutlich" krebserregend. Aber definitiv erwiesen ist diese Annahme nicht. Über den Pilz Hallimasch gab es vor gut 20 Jahren eine ähnliche Diskussion. Nicht hier, sondern in der Öffentlichkeit. Ich habe den Adlerfarn hier erwähnt, weil es Leute gibt, die ihn als Leckerei betrachten, denn in Japan, Neuseeland etc gilt er als Delikatesse. Und der gleiche Adlerfarn wächst hier auch. Ich find ihn nicht besonders lecker. Sauerampfer oder Brennensselspinat schmecken mir bedeutend besser. Und keine der mir zur Verfügung stehenden Quellen, und dass sind etliche, spricht ausführlich von seiner Gifttigkeit, außer dem Internet. Und das ist in Sachen Verläßlichkeit höchst elastisch. Letztendlich ist es die Entscheidung jedes einzelnen, ob er Adlerfarn essen will oder nicht. Und diese Entscheidung muß wohl jeder für sich treffen. @Glücklichesser Über die Klassifizierung und korrekte Zuordnung bestimmter Pflanzenarten gibt ein Gentest letztendlich zuverlässig Aufschluss. Der Rest ist Speluöation und somit müßig. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Maulbeeren (Morus alba, Morus nigra, Morus rubra)
Es gibt weiß, schwarze und rote Maulbeeren. Leider muß die Farbe der Frucht nicht unbedingt deckungsgleich mit dem Namen der jeweiligen Art sein. Die bnrombeerähnlichen Früchte wachsen an bis zu 20 m hohen Bäumen, mit graubrauner, im Alter recht dunkler Rinde. die wechselständigen, breiten, herzförmigen und oft dreilappigen Blätter sind grob gezckt, von ungeschlachter Struktur und dunkelgrün.sie sind wie die blattstiele augrund ihrer Behaarung von rauer Strktur, an der blattunterseite jedoch weichaariger. Ihr grünlichen blüten sind entweder männlichen oder weiblichen Geschlechts, aus den weiblichen blüten bilden sich die brombeerigen Früchte. Die Maulbeeren blühen im Mai, ihre Früchte kann man von August bis September sammeln. Maulbeerbäume sind in Deutschland sehr selten, sie sind nicht ausreichend frostresistent. Besonders die schwarze Maulbeere ist sehr empfindlich. Aus den frischen Früchten kann man einen leckeren Nachtrtisch herstellen, denn die Früchte schmecken angenehm säuerlich süß, nur die weiße Maulbeere ist ein wenig fade im Geschmack. Die Früchte eignen sich nicht zur längeren Lagerung. Sie verderben schnell und sollten gleich weiterverarbeitet werden. Wein, Likör, Kompott und Marmelade oder Gelee lassen sich aus den Früchten gut herstellen. Man kann sie aber auch trocknen. Dann erinnern sie entfernt an Rosinen. Maulbeersaft und Maulbeerwein soll bei Leberleiden helfen. Ferner soll die Fruchtbarkeit durch ihn gesteigert werden. Seit 1024 steht in der Benediktinerabtei Brauweiler angeblich ein Maulbeerbaum. wenn das stimmt, dann ziehe ich den hut vor diesem Baum und gehe da mal Beeren sammeln. Maulbeerkompott Dies Rezept ergibt einen sehr süßen, sirupähnlichen Kompott. !Teil reife, geputzte Maulbeeren mit einem Teil Wasser und einem Teil Zucker aufkochen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag abgießen und dem Zuckersirup ein wenig einkochen. Dann die Maulbeeren wieder hineingeben und 10 Minuten köcheln lassen. Nun die Maulbeeren mit einem Schaumlöffel in Gläser schichten. Den Zucker weiter bis zur kleinen Perle läutern und über die mit Maulbeeren gefüllten Gläser gießen. Maulbeergelee Reife geputzte Maulbeeren durch ein feines Mulltuch ausdrücken. auf 1 Liter so gewonnen Saft 1 Kg Zucker lösen und diese Mischung aufkochen, bis ein Tropfen dieser Kochflüssigkeit auf einem Tellerand erstarrt. Dann in Gläser füllen und diese verschließen. Mit ein wenig zitronenschale, und etwas Zitronenschaft kann man dem Gelee eventuell fehlende Säure und fehlendes Aroma verleihen, wenn man beides mitkocht und die Zitronenschale am Schluss entfernt. Mit roten Johannisbeeren oder Kirschen läßt sich der Gelee trefflich kombinieren. Maulbeersaft 10 Kg Maulbeeren mit gut 3,5 Kg Zucker vermischen und über Nacht stehen lassen. Dann die Fruchtmischung in den Fruchtkorb des Dampfentsafters geben und entsaften. Direkt auf Flaschen füllen und diese verschließen. Maulbeerwein Auf 10 l nach obigem Rezept hergestelltem Maulbeersaft, 2 Kg Zucker, Dornfelder oder Trollinger Weinhefe 15g Hefenährsalz sowie 15 g Zitronensäure (falls die Maulbeeren ohne Säure sind) einen wie weiter oben bei den MEhlbeeren beschriebenen Weinansatz herstellen, diesen auf eine großen Gärballon geben und bis zum Ende der Gärung stehen lassen. Dann von der Hefe ziehen, klären lassen und auf Flasche füllen. Ergibt einen fruchtigen Dessertwein. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Kornelkirsche (Cornus mas) auch Dirlitze, Dirndlstrauch oder Tierlibaum geheißen
Die in Mitteleuropa verbreitete Kornelkirsche bildet einen Baum oder Strauch, der bis zu 8 m Höhe erreichen kann. Die Kornelkirsche blüht früh, meist schon im März, hat goldgelbe, leicht nach Honig duftende Blüten mit jeweils 4 Kelch- Kron- und Staubblättern an kleinen, kurzstieligen Trugdolden., die von einer vierblättrigen hülle umschlossen sind. Schon im Herbst werden die Blütenknospen für das nächste Frühjahr angelegt. Die kirschroten zwischen Juli und Oktober heranreifenden Früchte der Kornelkirsche haben einen angenehmen, leicht säuerlichen Geschmack. Sie sollten reif vom Strauch fallen, wenn man sie verwerten will. Gepflückte Kornelkirschen sind noch nicht ganz reif. Abschüttel hilft bei der Ernte! Leider werden die Kornelkirschen nacheinander reif. Daher nimmt die Ernte viel Zeit in Anspruch. Die glebgraue Rinde der Kornelkirsche verwandelt sich mit zunehmendem Alter in dünn abblätternde Borke. Das Holz der Kornelkirsche ist das härteste in Europa auffindbare Holz und so schwer, dass es nicht schwimmt, sondern untergeht. Die länglich zugespitzten Blätter der Kornelkirsche sind oval, unbehaart, grün und gegenständig. Laut Hildegard von Bingen hilft die Kornelkirsche bei Gicht und Magenproblemen, gemäß der Kräuter- und Holzfibel hilft sie aber auch gegen die rote Ruhr, weshalb siedie Kornelkirsche auch oft als Ruhrbeere bezeichnet wird. Aus der Kronelkirsche läßt sich Saft, Kompott, Gelee und natürlich Marmelade gewinnen. Aber auch Likör und Trockenfrüchte machen Sinn. Die Kornelkirsche ist reich an Vitamin C, enthält im Samenöl Palmitinsäure und Phenolsäure und eigent sich somit auch für kosmetische Zwecke. Die Saftgewinnung der Kronelkirsche ist sehr arbeitsintensiv. Es empfiehlt sich, die Kronelkirsche mit dem Messer zu entsteinen, was in 30 Minuten zu knapp 300 g Fruchtfleisch führt. Mit dem Entsteinungswerkzeug, wie es oft für Kirschen benutzt wird, ist die ausbeute zwar doppelt so hoch, doch der Verlust an ohnehin knappen Fruchtfleisch ist dabei sehr hoch, denn die Kerne der Kornelkirsche sind leider sehr groß (ihr Masseanteil liegt bei gut 21%). Daher empfehle ich Dampfentsaftung. Bevor man mit der Entsaftung beginnt, sollte man die Kornelkirschen auf einer Arbeitsplatte oder einem Backblech verteilen und mit einer Küchenreibe über sie hinwegfahren, um sie anzuritzen. Dies erhöht die Saftausbeute beträchtlich. Auch die Zugabe von die Entsaftung fördernden Enzymen ist möglich, sollte imo jedoch der industriellen Nutzung vorbehalten bleiben. Bei der Weinherstellung ist das aber schon interessant, da sonst die Saftausbeute zu gering ist. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Kornellkirschenkompott mit Arrak
1 Kg geputzte und entsteinte Kornelkirschen abwiegen. Die gleiche Menge Zucker läutern. die Früchte mit dem Saft von 2 Zitronen hinzugeben und gar kochen lassen. Die Früchte herausnehmen und den Saft zur kleinen Perle läutern. 2 - 3 eßlöffel Arrak in den Saft geben, kochend über die in Gläser gefüllten Kornelkirschen gießen (dabei die Kirschen komplett mit Sud bedecken), diese verschließen und erkalten lassen. Kornellkirschenkompott mit Rotwein 1 Kg geputzte und entsteinte Kornelkirschen abwiegen. In den Rotwein geben und gar kochen. Dann den Rotwein abgießen und mit dem Zucker und dem Saft von 2 Orangen dick einkochen. Das Spinnen zur kleinen Perle reicht auch hier. Eine vor dem Kochen hinzugefügte Vanilleschote macht sich sehr gut in diesem Kompott. Diese nimmt man jetzt aus dem Sirup, fügt 4 bis 8 cl guten Orangenlikör hinzu, gießt die Mischung über die in Gläser abgefüllten Kornelkirschen und sorgt dabei dafür, dass die Kirschen vollständig mit dem Sud bedeckt sind. Beide Kompottsorten halten sich etliche Monate. Kornelkirschmarmelade Gut 1,3 Kg entsteinte Kornelkirschen. Diese knapp mit Wasser bedecken und weichkochen. Noch heiß durch ein Passiersieb streichen und 1 KG fruchtmus abwiegen. Den Rest anderweitig verwenden. Das Fruchtmus mit 1 Kg Gelierzucker aufkochen lassen, 4 Minuten sprudelnd kochen lassen und dann auf Gläser füllen. Ein Stück Ingwer schmeckt lecker in dieser Marmelade. Kornelkirschgelee 1 l Kornelkirschsaft, 0,5 l Apfelsaft 2 KG Gelierzucker (Typ 1:1) 1 Vanilleschote Den Saft mit dem Zucker und der aufgeschlitzten Vanilleschote 4 Minuten kochen lassen, Dann auf Gläser füllen, vorher noch die Vanilleschote entfernen und fettich! Kornelkirschmarmelade mit Pfirsich Kornelkirschen, Pfirsische und Gelierzucker (Typ 2:1)zu gleichen Teilen vorbereiten. Kornelkirschen mit etwas Wasserbedeckt aufkochen bis sie weich sind, dann durch ein Sieb streichen. Pfirsische häuten und in Würfel von gut 1/2 cm Größe schneiden oder mit dem Pürrierstab in Mus verwandeln. Alles miteinander vermischen und 43 Minuten kochen lassen, dann auf Marmeladengläser füllen. Fertig. Kornelkirschenwein 10 KG wie im vorherigen Post erwähnt mit der Küchenreibe anritzen und mit 12 l Wasser und 5 Kg zucker sowie 10g hefenährsalz und gut 30 ml antigeliermittel eine Maische herstellen. Ihr einen Gäransatz aus Portweinhefe oder Burgunderhefe zufügen und alles gut 810 Tage gären lassen. Dann die Maische abpressen, am Besten über ein Mulltuch und ausgären lassen. Dann von der Hefe ziehen und klären. Nach weiteren 3 Monaten auf flasche ziehen. Kornelkirschen eigenen sich auch gut als Beilage zu Wild, mit Zimt, Wachholder, etwas Thymian und einem Hauch Rosmarin sowie Chili gwürzt und mit Pfeilwurzmehl angebunden ergibt das eine delikate Beilage. Kalte Fruchtsuppen für den Sommer lassen sich aus der Kornelkirsche ebensogut herstellen. Bei einbischen Einfallsreichtum sind der Verwendung eigentlich kaum Grenzen gesetzt. weichgekochte in Kirschwasser eingelegte Kornelkirschen schmecken ebenfalls wunderbar, genauso wie ein mit Glühweingewürz schmackhaft gemachter Punsch mit braunem Rum. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. weitere Rezepte finden sich hier in der Datenbank. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Eigentlich wollte ich noch was über Hutzeln (Felsenbirnen) Mahonien, Holunder und Mispeln verlauten lassen, aber morgen habe ich wohl keine Zeit mehr und dann bin ich bis zum neuen Jahr unterwegs. Wünsche allen eine frohe Weihnacht und ein glückliches neues Jahr.
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Na Du hast ja erstmal genug Lesestoff hinterlassen, da brauche ich sowieso erstmal ´ne Weile...
Und Danke nochmal für die vielen infos... Wünsche Dir auch frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Noch was.
Habe Quatsch geschrieben. Hutzeln sind keine Felsenbirnen. sondern Birnen, die man in Nordendeutschland am ehesten als Kocbirnen bezeichnen dürfte, denn sie sind recht hart und fade im Geschmack. Felsenbirnen dagegen sind dunkelrot oder schwarz und die Blätter bzw. Samen sind - das hier für die Fans vermeindlich giftiger Nahrungsmittel - auch ein wenig giftig, aber eigentlich gefahrlos zu genießen. Dennoch, wer auf Nummer sicher gehen will, lutsch nicht einfach so im vorrübergehen 1 oder 2 Kilo Felsenbirnenkerne weg. Sorry - manchmal habe ich immer noch Black-Outs, die sich darin äußern, dass ich Sachen durcheinander werfe. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Ich hätte sonst einen Vorschlag, weil Du gerade Deine Black-Outs erwähntest:
Was hälst Du denn davon, wenn Du Deine Einträge vielleicht ein paar Tage später nachliest? Oder, wenn die Möglichkeit besteht, es Dir von jemandem vorlesen läßt? Manchmal hört man dann die Fehler besser raus als wenn man den Text im stillen für sich liest. Oder vielleicht hast Du sonst noch eine andere Idee...? Ansonsten sind ja hier einige Leser, die vielleicht auf Fehler hinweisen können. Und meine Wenigkeit LG MrsRobinson |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ja, die Sachen noch mal Korrektur zu lesen ist sicherlich ratsam. Schon allein wegen der ganz Schreibfehler, die ich in letzter Zeit mache. Das Problem liegt auch in diesem foreneditor, der nicht gerade viele Möglichkeiten bietet und sehr unübersichtlich ist. Ne eingebaute Unrechtsschreibkorrektur wäre zum Beispiel sehr hilfreich.
Das mit dem dem Nachlesen ist jedenfalls ein guter Tipp. Den werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen. Na ja, das ist jetzt auch lustig, denn gerade darin liegt ja die Ursache meiner Aussetzer. Und auf Fehler hinzuweisen hilft natürlich auch. Mich nervt es nur, wenn ich bei offensichtlichen Sachen Dummfug schreibe. Ich weiß zum beispiel immer noch nicht, welcher Teufel mich geritten hat, Felsenbirnen als Hutzeln zu bezeichnen. Ich glaub, beim Hutzelbrot habe ich ja schon erzählt, was Hutzeln sind. Na ja, macht ja nix. Habe ich ja noch Abbiegen können. Solang ich keinen Schierlingskonfekt anpreise, geht es ja noch. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Du könntest auch noch vorher den Text bei Word eingeben, korrigieren und dann rüberkopieren.
Apropos Schierling... Ich war erstaunt, daß bei uns im Botanischen Garten Schierling wächst. Ganz offen zugänglich für das Publikum. In dem Zusammenhang fällt mir gerade der "Weißwurz" oder auch "Salomonssiegel" ein... Eine sehr geheimnisvolle Pflanze... |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Winword würde ich ohnehin benutzen. Wegen der Rechtsschreibhilfe.
Apropos Weißwurz... Magst Du Kräuterzauber? |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
...Tja, die Frage ist nur, welche Türen geöffnet werden
Aber ich finde die Pflanze einfach deswegen so spannend, weil sie so Geheimnisumwittert ist. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Nun, mir fallen da gleich Fliegenpilze, Tollkirschen, Stechapfel, Alraune und Mutterkörner ein. die find ich auch spannend - aber da ich kein verkappter alter Druide bin, habe ich leider nur sehr begrenzt Ahnung davon. Ich schaff es ja nicht mal auf Midgard gen Walhalla zu reiten. Ich geh jetzt ein paar Asen jagen. Gute Nacht.
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
...Bin auch kein verkappter alter Druide
Aber wenn Du es doch mal schaffen solltest auf Midgard gen Walhalla zu reiten, schick mir ein Foto. Gute Nacht |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Nur so, zur Aufklärung
Gut, gut, manche kennen den Speierling sogar als Spierapfel oder gar als Spreigel. Und die armen Österreicher, womit ich vor allen Dingen die niederen meine haben nur knapp 500 von den dingern, weshalb sie ihn auch zum Baum des Jahres 2008 kürten. Das Internet hat dank Google und anderer Suchmaschinen unter dem Wort "Speierling" das ein oder andere leckere Rezept parat. Konfekt, den man ein paar Tage trocknen muss, Marmelade und natürlich auch Vino, wohl weil in vino caritas est. Na gut, die frankfurter Volksvergorenen ... - oh nein, ich mein doch die Äppelwoi-Freaks - haben die Unart, den ein oder anderen Apfelwein mit Speierling anzureichern, was dem Geschmack des Apfelweines ganz sicher nicht abträglich ist. Allerdings enthalten die von den Google-Hasen aufbereiteten Links tiefschürfende Verwirrung. Wirklich verwertbare Rezepte findfen sich da nicht. Laut Wiki ist die süße Eberesche mit so hartem Holz gesegnet, dass es als das härteste Holz in Europa gilt. Das kann nicht richtig sein. Denn gerade weil die Eberesche sich so gut verdrechseln ließ, wurde sie fast ausgerottet. Meines Wissens ist die kornelkirsche ultrahart und -schwer. Aber eventuell weiß hier jemand voll Bescheid. Dann bitte ich um Mitteilung. Habe bisher weder Ebereschen noch Kornelkirschen entwurzelt und irgendwo versenkt. Ich arbeite noch an meinem Ritt auf Midgard... |
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![]() Mitglied seit 05.08.2007 |
Hallo
Ich finde das Thema spannend und freue mich schon aufs Frühjahr. Hast du Anfängerrezepte? VG diemitdersonnekocht |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Das hat Alles nichts mit professioneller Kochkunst zu tun. Ich rede hier zwar manchmal von Läutern und von Maische oder anderen komischen Dingen, wie dieser seltsamen, die Welt umspannenden Schlange, aber mehr als Butter schmelzen, grüne Kräuter kleinhacken und Spinat kochen können muss man eigentlich nicht drauf haben. In erster Linie sollte man sich angewöhnen, die unbekannten Wildgemüse und -früchte oder -wurzeln nach jedem Zubereitungsschritt kurz zu verkosten. Dann kann man sich am ehesten ein Bild davon machen, wie sich der Geschmack der Speise im Laufe der Zubereitung verändert und wann er ein Stadium erreicht, an dem es einem eben nicht mehr mundet. Und in der experimentellen Küche - womit wir es in Sachen Outdoor imo zu tun haben - sollte man halt ein wenig kontrollierter zu Werke gehen, sonst weiß man nachher gar nicht mehr, wie das köstliche, soeben weggeschlürfte Süppchen zustande (oder zu Stande
Ferner gebe ich hier ja auch keine detaillierten Rezepte zum Besten, sondern allgemein gehaltene Tipps und Ratschläge, was man aus der ein oder anderen wild wachsenden Pflanze schmackhaftes und manchmal auch nicht so schmackhaftes machen kann. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Mispel (Mespelus germanica)
Die Mispel auch Dörrlitze, Eschperl, oder gar Hundsärsch genannt war früher von erheblicher Bedeutung für den Obstanbau. Heute findet man die Mispel eigentlich nur noch in verwilderter Form, die sich dann Dornen bewehrt dem Sammler entgegenreckt. In Arkansas hat man übrigens auch ein kleines Mispelwäldchen entdeckt und hatte dafür auch gleich einen lateinischen Namen parat: Mespelus canescens. Für uns, den mtteleuropäischen Kernobstverwerter dürfte das aber nur eine untergeordnete Rolle spielen. Bis 1990 galt Mespelus germanica als einzige Art. Trotz des irreführenden lateinischen Namens stammt die Mispel nicht von hier sondern hat ihren Ursprung wahrscheinlich in Aserbeidschan. Sicher ist jedenfalls, dass sie mit den Römern nach Deutschland kam. Mispeln sind Kernobstgewächse und gehören zu der Familie der Rosaceaen (Rosengewächse). Sie bilden kleine Bäume mit breiter Krone von vereinzelt bis zu 50 cm Durchmesser und werden gut 5 m hoch . Die spitzen, etwas eiförmigen Winterknospen der Mispel werden bis zu 5 mm lang und sind rotbraun bis schwarz geschuppt sowie hell bewimpert. Die länglich ovalen, zugespitzen Blätter der Mispel sind dunkelgrün, leicht behaart und wechselständig. Die 5 weißen manchmal leicht rosanen Blütenblätter der Mispel sitzen meist einzeln, seltener paarweise an der Spitze der Kurztriebe. die 5 Kelchblätter sind blassgrün, die Staubbeutel rot. Daran ist die Mispel recht einfach zu erkennen. Die Blüte liegt zwischen den Monaten Mai und Juni. Ende Oktober beginnen die Früchte der Mispel zu reifen. Nach dem 1. Frost verlieren die Mispeln ihre Säure und werden angenehm süß. Früher wurde aus Mispeln Marmelade, Kompott, Wein, oder Saft hergestellt. Frisch sind Mispeln nicht so lecker, da sie sehr sauer sind, obwohl man sie früher auch frisch gegessen haben soll. Man kann die nicht vom Frost heimgesuchten Früchte auch einige Wochen im Keller lagern, bis sie teigig werden. Dann lassen sie sich ebenfalls besser verarbeiten. Die die Wärme liebende Mispel wächst mit Vorliebe auf sonnigen Südhängen. Sie bevorzugt lockere, steinige Kalkböden und kümmern bei zu wenig Sonnenlicht dahin. In der Rezeptdatenbank befinden sich einige Rezepte für Mispeln. Daher werde ich nur eine kurze Übersicht geben. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Früher musste man Mispeln erst mit Frost in Berührung bringen, bevor man sie genießen konnte. Mittlerweile gibt es aber in Südfrankreich, Italien und spanien Kulturformen, die den Verzehr der Früchte erlauben, sobald man sie vom Baum oder Strauch pflücken kann. Sie schmecken erfrischen säuerlich süß und ich finde sie im gegensatz zu den hier heimischen Sorten bedeutend leckerer.
überbackene Mispeln 5 Mispeln vom Blütenansatz befreien, schälen und in kleine Stückchen schneiden.Dabei die Kerne und deren Gehäuse entfernen. Körnigen Hüttenkäse mit etwas Tannenhonig, Aprikosenlikör, Zimt und eventuell etwas Weiswein wie Tokajer kräftig abschmecken, 1 Eigelb mit Tannenhonig verrühren und die kleingeschnittenen Mispeln mit 2 Eßlöffeln Aprikosenlikör übergießen. Man Besten macht man das 30 min vor dem Rest der Arbeit, damit man Marinierzeit hat. Nun legt man den Hüttenkäse in eine feuerfeste Form, dekoriert ihn mit den kleingeschnittenen, marinierten Mispeln und bestreicht diese mit der Ei-honig Mischung. Dann gratiniert man das Ganze eineWeile unter dem Grill des Backofens. 2 bis 3 Minuten dürften reichen. Mispeln mit Rotkohl 1 Rotkohl putzen, den Strunk entfernen, waschen und in sehr feine Streifen schneiden. In einen großen Topf geben, guten Rotwein zugeben und mit 1 bis 3 nach Möglichkeit frischen Lorbeerblättern, 2 Nelken, 3 Pimentkörnern, 1 Zimtstange und der Schale 1 unbehandelten Zitrone zum Kochen bringen und gar dünsten. In der zwischenzeit mehr als 1 Pfund weiche und also reife Mispeln schälen, entkernen und kleinschneiden. Man sollte mindestens 400g Mispeln netto erhalten. Diese gibt man zum Rotkohl, kocht alles noch einmal auf und läßt es über Nacht stehen. Am nächsten Tag erhitzt man den Rotkohl erneut, schmeckt ihn mit Salz und fall es an Süße mangelt mit etwas Preisselbeerkompott ab und serviert ihn am Besten zu gebratem Fleisch oder Wild mit irgendeiner Knödelvariante. Mispeln mit Gorgonzola und Spitzkohl Mispeln putzen, entkernen und schälen. Dann kleinschneiden. Spitzkohl putzen, Strunk rausschneiden, waschen und grob hacken. In einem großen Topf in Butter mit einem Hauch von Kümmel andünsten. Immer ein wenig spritzigen Weißwein zu dem Kohl geben, bis er fast gar ist. Gut 10 Minuten vor Ende der Garzeit die Mispeln zum Kohl geben. Nach Geschmack Instantgemüsebrühe zum Kohl hinzufügen. Muß aber nicht sein. Kohl mit Salz und Pfeffer abschmecken und abgießen. die Flüssigkeit auffangen und Gorgonzola darin auflösen.Notfalls mit Maizena abbinden. Salat von Austernpilzen und Pfifferlingen mit Mispeln 250g Austernpilze putzen und in Streifen schneiden. ebenso mit 250 g Pfifferlingen verfahren 1 Avocado schälen, würfeln und mit Zitronensaft beträufeln. 12 Mispeln waschen, vom Blütenansatz befreien, vierteln und entkernen. 6 Stangen weißen spargel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. alles miteinander vermengen. Aus Sahne, Zwiebelsalz, weißem Balsamico und gutem Olivenöl eine Art Vinagrette herstellen und über das Gemüse geben. 8 Scheiben Tiroler Bauchspeck knusprig anbraten, aus der Pfanne nehmen und darin 10 halbierte, an der Schnittfläche leicht gezuckerte Kirschtomaten schmelzen, so dass ihre Schnittfläche bräunt. Gehackte Petersilie durch die Pfanne ziehen, den Salat mit dem Bauchspeck und den geschmolzenen tomaten garnieren. Fertig. Dazu schmeckt gedünsteter Fisch und ein kräftiges Brot. Mispelsaft 2,5 Kg Mispeln die Mispeln sollten weich und teigig sein oder aber bereits den 1. Frost hinter sich haben. Mispeln waschen und vierteln. Dann in einen Topf geben , knapp mit Wasser bedecken und gut 20 min kochen. Eventuell 1 oder 2 Zimtstangen vor dem Kochen hinzufügen. Mispeln über Nacht stehen lassen, dann durch 1 feines Tuch gießen. Noch 1 mal aufkochen. Man sollte gut 1 L Saft gewonnen haben. Diesen je nach Geschmack mit 200 bis 300 g Zucker versetzen, noch heiß in Twist-Off flaschen füllen. Fertig. Dieser Saft bildet auch Grundlage für die verschiedensten Mispel-gelee-sorten oder Marmeladen. Orangen, Äpfel oder Aprikosen passen gut zu Mispeln. Mispelgelee mit Rosenblütenblättern schmeckt sehr lecker. Mispelkompott 400 g Mispeln putzen, waschen und vierteln. Dann entkernen. In einem großen Topf in butter anschwitzen. Mit 400 ml Rotwein, 3 bis Eßlöffeln Zucker, dem Mark einer Vanilleschote und einer kräftigen Prise Zimt aufkochen und mit Speisestärke sämig anbinden. Fertig. Mispelmarmelade Gut 1200 g Mispeln putzen, waschen halbieren oder vierteln, nach Möglichkeit entkernen und mit Wasser bedeckt gut weich kochen. Nach Geschmack Ingwer, Vanille, Zitronenschale oder Zimt zugeben. Durch ein Sieb streichen. auf 1 Kg Fruchtmus 1 KG Gelierzucker geben und die Mischung 2 min sprudelnd kochen. Dann in Marmeladengläser füllen. Fertig |
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Allohol
Mispelwein mit Rosinen 4 Kg reife Mispeln putzen, waschen, halbieren und mit 4 l Wasser aufkochen 500 g Rosinen und 2 Kg Zucker zufügen. Abdecken und 1 Woche stehen lassen.Täglich mehrmals durchrühren. Antigeliermittel nach Gebrauchsanweisung zufügen. Dann abseihen, auf einen Gärballon füllen und am Besten mit einem Gäransatz aus Tokajerhefe und 4 g Heefenährsalz zum Gären bringen. Wenn die stürmische Gärung verrüber ist, sollte man den Gärballon bis zum Rand mit Wasser füllen, um überflüssige Oxidation zu vermeiden. Man kann die Gärung durch Schwefelung beenden, wovon ich nichts halte. Also ausgären lassen. Dauert knapp 3/4 Jahr und dann noch mal 2 - 3 Monate zur Klärung des Weines ins Land ziehen lassen. Der Wein ist nun beinah rotgolden, schmeckt recht aromatisch und ungewöhnlich. englischer Mispellikör 15 bis 20 reife Mispeln putzen und anmatschen. Auf eine wirklich gute Flasche Gin geben. So was wie Beefeater oder Bombay Sapphire nehmen, bloß keinen Gordons Dry oder so einen Schrott. 1 aufgeschnittene Vanilleschote und 250g bis 300 g braunen Kandis oder rohrzucker zugeben und 6 Wochen hell lund warm lagern. Dann abseien und Spaß damit haben. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Mahonien (Mahonia aquifolium)
Mahonien sind sehr eng mit den Berberitzen verwandt, auch wenn ihre Früchte eine völlig andere Farbe als diese tragen (blau bemehlt und nicht rot) und im Gegensatz zum Sauerdorn keine dornen oder Stacheln tragen. Auch ihre Blatt- und blütenstruktur ist ganz anders als die der Berberitzen. Nichts desto trotz haben einige Botaniker sie der Gattung der Berberitzen zugeordnet, was meiner Ansicht nach jedoch völliger Unsinn ist, denn Mahonien sind im Gegensatz zu der Berberitzen immergrün und ihre Blütenstände bilden lange Rispen, an denen sich später die Beeren entwickeln. Ferner fehlen die Dornen der Berberitzen und auch die Honigdrüsen der Blüten sitzen an den Staubfäden und nicht an den Kronblättern der Blüten. Die Blüten der Mahonie sind im übrigen schön gelb anzusehen, was mit Grund für ihre starke Verbreitung als Zierstrauch bildet. Die Mahonie gehört in die Familie der Berberitzengewächse und dem wage ich natürlich nicht zu widersprechen. Nur die Beeren der Mahonie sind unbedenklich zu verzehren. Sie enthalten zwar auch Alkaloide, jedoch in unbedenklicher Menge. Das in den Wurzeln der Pflanze sitzende Berberin iwird gegen zahllose Erkrankungen eingesetzt (Alzheimer, Diabetes, Herzrythmusstörungen etc). Früher wurde es auch zum Färben verwandt, da es stark gelb fluoresziert.. Auch die steinigen Samen der Beeren sind giftig. Daher sollten sie nicht zerdrückt werden. Die dunkelblauen leicht bereiften Beeren sind von Semptember bis in den November hinein zu ernten, aus ihnen kann man Saft, Sirup, Wein, Likör, Marmelade oder unter Zugabe anderer Früchte oder aber einer gehörigen Portion Zucker Kompott oder eine Zutat zum Joghurt oder Quark machen. Auch als Ersatz für Zitronensaft ist Mahoniensaft aufgrund seiner starken Säure gut geeignet. Es empfiehlt sich, Mahonien in ganzen Rispen zu ernten und diese vor der Weiterverarbeitung einzufrieren. Dadurch reduziert sich die Säure in den Beeren ein wenig und sie sind leichter von Stiel zu streifen. |
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Mahonien-Kirsch-Gelee
1 Kg Mahonien mit Wasser bedecken und weich kochen. über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag durch ein feines Tuch abpressen. Gut 500 ml Saft mit der gleichen Menge Kirschsaft aufkochen. 1 Kg Gelierzucker einrühren und 1 bis 2 Minuten sprudelnd kochen lassen. Auf Gläser füllen, diese verschließen und auskühlen lassen. Die Farbe des Mahoniensaftes paßt sehr gut zu der Farbe des Kirschsaftes. Das Gelee hat einen angenehmen, beerigen und erfrischend säuerlichen Geschmack. Nach dem gleiche Prinzip kann man Mahonien auch mit Apfelsaft, Quittensaft oder Birnensaft zu Gelee verarbeiten. Mahonienkompott mit Kirschen %00 g Mahonien putzen und entsteinen. Ebenso mit der gleichen Menge Kirschen verfahren. alles in einen Topf geben, mit gutem Rotwein bedecken, das Mark von 1 oder 2 Vanilleschoten (Man kann die Schoten auch aufgeschlitzt mitkochen) dazugeben, gut 300 g Melasse, Palmzucker oder braunen Rohrzucker hinzufügen und die Früchte weichkochen. Die vanilleschoten aus dem Kompott fischen, alles heiß in Gläser füllen, diese verschließen und fertig. Soll der Kompott gleich gegessen werden, kann man ihn mit etwas Maizena anbinden. Natürlich kann man den Kompott auch einwecken. Man kann auch Äpfel, Birnen, weichgekochte Quitten, Felsenbirnen, Kornelkirschen und 100 andere Sachen in den Kompott geben. Der Säure der Mahonien muss nur immer genügend zucker entgegengesetzt werden. Auch Ingwer und sogar Chili passen gut in den Mahonien-Kirschkompott. Mahonienlikör gut 400 Mahonien entsteinen. Je nach Geschmack 1 Vanilleschote, 2 bis 3 Nelken und 1 Zimtstange sowie 200 bis 400 g braunen kandis in eine große Flasche füllen, 2 Flaschen guten Cognac darüber geißen und alles gut 2 bis 3 Monate hell und warm lagern. Dann ist der Likör trinkbar. Knöterich-Marmelade mit Mahoniensaft Das ist ein Geheim-tipp. Ich verrats trotzdem. Japanischer Knöterich ist ein recht agressiv wucherndes Zeug! Noch ein Neophyt!! Ihn auf zu essen wäre nicht nur hilfreich, sondern ist auch lecker. 1000 g japanische Knöterichsprossen sammeln. Im Mixer pürieren, mit 600 g Gelierzucker versetzen und aufkochen. solang kochen, bis er weich bzw. gar ist. Dauert so 3 bis 5 Minuten. 200 ml Mahoniensaft dazugeben noch mal aufkochen lassen, auf gläser füllen und fertig ist die Marmelade. Ich find sie lecker!! |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Mahonienwein
4 Kg Mahonien mit 2 Kg Zucker und 4 l Wasser aufkochen und solange weiterkochen, bis die Mahonien weich sind. über Nacht stehen lassen Am nächsten Tag alles auf ein Faß oder einen Gärballon füllen; 4 g Hefenährsalz auflösen und in den Gärbehälter geben., einen Gäransatz aus Dornfelder Weinhefe herstellen und ihn zur Maische geben, sobald er stürMisch gärt. Am 4. oder 5. Tag den Wein abseiehn und abpressen. Dann 1 Kg Zucker in 3 l Wasser auflösen und zum Wein geben. Wenn die stürmische Gärung vorrüber ist, den Gärbehälter mit Wasser auffüllen, damit das Aroma erhalten bleibt. Nach gut einem 3/4 Jahr den Wein klären und auf Flasche ziehen. Getrocknete Hagebutten passen auch ganz gut dazu. Auf 4 Kg Mahonien 1 Kg Hagebutten geben. |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
Oh, Mahonien!
Die habe ich im letzten Herbst das erste Mal verkostet + verarbeitet - und ich bin echt soooooo begeistert davon!!! Die Ernte war etwas schwierig, weil das Zeugs so stachelt - aber es lohnt sich echt. Die Früchte schmecken ein wenig wie eine Mischung aus Holunderfrüchten, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren usw. ... säuerlich, fruchtig, ein wenig erdig irgendwie, herrlich-aromatisch, ... - eigentlich unbeschreiblich, aber superlecker! So sehen die Mahonien übrigens frisch nach der Ernte aus:
... und so das wunderbar-aromatische + köstliche Mahonien-Kirsch-Gelee:
Also: Mahonien sowie ein Gelee daraus kombiniert mit etwas Kirschsaft kann ich echt sehr empfehlen! Sonnige Grüße vom Bäumchen
Herzlich Willkommen in der Gruppe der Kräuterbegeisterten (+ Gewürze, Wildfrüchte, Blüten)
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Wenn man die Mahonien -rispen im ganzen erntet, macht es eigentlich weniger Probleme. Die Stacheln sitzen ja auch nur an den Blattspitzen. Das Ernten mit der Schere geht, wie ich finde am Schnellsten.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
@Baumfrau
Danke für die Fotos. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Felsenbirnen (Gattung Amelanchier)
Beispielhaft für diese gut 25 Arten umfassende Gattung rede ich hier von der gewöhnliche Felsenbirnen (Amelanchier ovalis), die auch unter dem Namen Felsenmispel oder Edelweißstrauch bekannt ist. Der lateinische Gattungsname hat übrigens seinen Ursprung in dem gallischen Wort Amelanche, was äpfelchen heißt. Die Felsenbirne bildet kleine Bäume oder Sträucher, die sich wegen ihrer Anspruchslosigkeit gern als Pioniere den boden für andere Pflanzen vorbereiten. Sie gedeiht gern auf sonnigen Südhängen mit klkigen, steinigen Böden bis zu einer höhe von knapp 2000 über dem Meer. Sie ist im ganzen südlichen Europa zu finden, gedeiht auch noch in Mitteldeutschland, Holland und Belgien und ist selbst in Nordafrika und Vorderasien zu finden. Der stark verzweigte, sommergrüne Strauch erreicht wuchshöhen von bis zu 4 m, andere Arten der Gattung bilden auch kleine, ungefähr ebenso hohe Bäume. Die Rinde der Felsenbirne ist anfangs rotlich oder braun, mit zunehmendem alter wird sie jedoch dunkler und ist irgendwann fast schwarz. Die kurz gestielten, länglich ovalen, etwas olivfarbenen Blätter sind am Rande manchmal leicht gezackt und bei einigen Arten haarig verfilzt. Im Herbst nehmen die Blätter eine leuchtend rote Farbe an. Die weißen, in Gruppen von bis zu 10 Stück austreibenden Blüten bilden sich vor dem Laub schon im April. Die Blüten haben 5 weiße, an den Spitzen oft leicht rosane Kronblätter aus denen sich im august gereifte, kleine rote oder dunkelblaue Apfelchen entwickeln. die Kerne dieser Früchte sollten nicht zerkaut werden, denn sie enthalten geringe Spuren von Blausäure. Dennoch gelten die früchte der felsenbirne als unbedenklich. Sie schmecken mehlig süß mit einem Hauch von Säure und eigenen sich zur Herstellung von Kompott, Saft, Sirup, Likör und Wein. In der Rezeptdatenbank befinden sich einige Rezepte zur Verarbeitung von Felsenbirnen, aber ev. werde ich dennoch die ein oder andere Rezeptur veröffentlichen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Felsenbirnenmarmelade
1 Kg Felsenbirnen, waschen, von Stielen und Blütenansatz befreien und mit Wasser bedeckt weichkochen. dann durch ein Sieb streichen, um die Kerne aufzufangen. Man kann auch ein paar der Kerne zerdrücken und mitkochen, wodurch sich das Marzipanaroma der Marmelade verstärkt. Dann das Pürree - es sollte knapp 1 Kg sein - mit 500 g Gelierzucker aufkochen lassen und nach 2 min sprudelndem Kochen auf Gläser füllen. Die Marmelade schmeckt leicht nach Marzipan. Ist recht lecker, wie ich finde. Man kann Himbeeren, Äpfel, Birnen oder auch Schlehen, Kirschen, rote oder schwarze Johannisbeeren und selbst Quitten mit den Felsenbirnen zusammen zu Marmeladen-Mischungen verarbeiten. Wein von der Felsenbirne aus Saft 12 Kg Felsenbirnen mit Antigeliermittel (lt Gebrauchsanweisung) grob zerquetschen und über Nacht aussaften lassen. Dann kalt abpressen. Dafür sollte man eine Beerenpresse benutzen, sonst ist die Saft ausbeute geringer. Den Saft kurz aufkochen, 4 Kg Zucker darin auflösen, alles Abkühlen lassen und mit knapp 10g Hefenährsalz versetzen.In der Zwischenzeit aus Zucker und Felsenbirnensaft einen Gäransatz herstellen und diesen, wenn er stürmisch blubbert auf den in einen Gärbehälter gegebenen Weinansatz gießen. Der Gärbehalter sollte nur zu 2 Dritteln gefüllt sein, da ihn die stürmische Gärung sonst überschwappen läßt. Ist die stürmische Gärung vorbei, kippt man den Weinansatz auf einen kleineren Behälter, der nun fast voll sein sollte. Nach einem 3/4 Jahr sollte die Gärung beendet sein. Nun den Wein kühl stellen und mindestens 4 Wochen klären lassen, dann auf Flasche ziehen und noch 1/2 Jahr lagern. Wein von der Felsenbirne mit Maische 12 Kg Felsenbirnen anpressen, mit antigel, Hefenährsalz und 4 Kg Zucker versetzen und in einen mindestens 20 l fassenden Gärballon füllen. Gäransatz(Starter) dazugeben und warm lagern (20°C), 8 bis 10 Tage gären lassen, dann abseihen oder mit einem feinen Stoffbeutel abpressen. Dann wie oben beschrieben ausgären lassen, kühl klären und auf Pulle ziehen. Aufgesetzter mit Felsenbirnen 400 g Felsenbiren waschen, putzen, kleinschneiden und mit 125 g weißem Kandis auf 1 Flasche geben. Mit Wodka, Weizenjungen, oder Weinbrand auffüllen und 2 Monate an einem warmen Platz, am Besten in der Sonne, kagern. Dann filtern, die Felsenbiren dürften nun fade schmecken, und noch ein paar Wochen lagern. Je älter, um so besser wird der Likör. Mit Felsenbirnensaft läßt sich unter Hinzugabe von Apfelsaft, schwarzem Johannisbeersaft, Holundersaft oder Kirschsaft auch leckeres Gelee machen. Die Verwendung von 2:1 Gelierzucker läßt einen die Zuckermenge erheblich reduzieren. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Holunder (Sambuccus nigra)
Hat nix mit dem Kaffeeschnaps zu tun, der ja Sambucca heißt. Ich red hier nur vom schwarzen Holunder. Es gibt zwar auch einen roten Holunder der auch unter dem Namen Traubenholunder(Sambuccus racemosa) bekannt ist, aber dieser hat eine gewisse Unverträglichkeit an sich, er regt zum Kotzen an und daher möchte ich davon Abstand nehmen, dies Gewächs näher zu beschreiben. Nur soviel sei gesagt: Die Früchte des Traubenholunders sind scharlachrot. Daran kann man sie am Besten vom schwarzen Holunder unterscheiden. Holunder ist eigentlich grundsätzlich giftig, doch das Gift wird bei Erhitzung auf 80°C zerstört. Trotzdem gibt es den Unterschied, dass Traubenholunder empfindliche Leute zum Erbrechen bringt. Schwarzer Holunder macht das nicht. Der Holunder auch unter dem Namen Holler, Holderbusch oder flieder bekannt, wird 3 bis 10 m hoch und wächst quasi überall. Er ist mit Abstand das in Deutschland am häufigsten anzutreffende Gehölz. In der Jugend ist seine Rinde grau verwarzt und stinkt, im Alter wird sie jedoch rissig und dunkelt nach. die Zweige des holunders sind mit weißem Mark gefüllt, An ihnen wachsen gegenständige, unpaarig gefiederte und oft gezahnte Blätter von hellem Grün. Ab Mai bilden sich große, weißliche gelbe Schirmrispen zu Blüten aus die vier- oder fünfzählig sind. aus den 3 miteinander verwachsenen fruchtblättern bilden sich später die Kerne der schwarzvioletten Früchte heraus, die man ab August ernten kann. holunder wird aus Hausmittel gegen blasen und Nierenleiden eigesetzt, aber auch zur stärkung von Herz und Kreislauf und letztendlich sogar noch gegen Erkältungen, Grippe und Magenbeschwerden. Kurzum, ein wahres Wundermittel. In der Küche lassen sich Blütenstände und Früchte ebenso vielfältig verarbeiten. Suppe, Kapern, Limo, Hollerküchlein, Kompott, Wein, Punsch, Likör, Sirup und dergleichen sind nur einigewenige der zahllosen Verarbeitungsmöglichkeiten. Der Rezeptdaten ist sicherlich voll davon. Dennoch werde ich ein paar etwas ungewöhnlichere oder besonders schmackhafte Verarbeitungsmöglichkeiten hier zum Besten geben. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ach so, dem Fachmann oder der Fachfrau zu liebe. Es gibt gut 40 Arten Holunder. er wächst in Indien, China, Brasilien, Kuba, Mexiko, Nordamerika, Kanada, Japan, Sumatra, Malakka und auch noch an vielen anderen Stellen. Es gibt stinkenden Holunder, Zwergholunder und natürlich auch blauen Holunder, aber für uns sollte nur der schwarze Holunder von weiterem Interesse sein, denn die anderen Arten kann man hier, im schönen Deutschland eigentlich vernachlässigen.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Kapern aus unreifen Hollerbeeren
unreife Hollerbeeren sind leicht giftig. Daher werden sie erst über Nacht in Salzwasser gelegt. Man nimmt 200g Salz, ein Liter Wasser und löst das Salz darin auf. Da hinein gibt man für 1 Nacht 300g grüne Hollerbeeren, läßt diese nach der verstrichenen Nacht gut abtropfen und gießt abgekochten Obstessig darüber, bis die Beeren bedeckt sind. 2 oder 3 Zweige Estragon werden dazu gegeben. die Flaschen verschließen und gut 14 Tage lagern. Dann kann man die Kapern verwenden. Hollerketchup 500 g Hollerbeeren mit 500ml kochendem Essig übergießen. Über Nacht warm halten. Am nächsten Tag die Beeren durch ein Sieb streichen, denn zuvor aufgefangenen Essig dazugeben, mit 2 feingehackten Schalotten,, Muskatblüte, Ingwer, Nelken und Pfefferkörnern würzen und gut 10 Minuten kochen lassen. 1 Tag ziehen lassen, dann die Gewürze abseien , den Ketchup nocheinmal aufkochen und in Flaschen füllen. Schmeckt interessant, passt zu Fisch, aber auch zu Schweinebraten. Holunderessig eine flasche mit frisch gepflückten Holunderblüten füllen. Ob man sich dabei die Arbeit machen möchte, die blüten von ihren Trugdolden zu streifen, bleibt jedem selbst überlassen. Dann die Flasche mit Essig füllen und 14 Tage warm stehen lassen. Dann abseien, auf kleine Flaschen füllen schmeckt lecker zu Fisch. Hollerküchlein 120 g Mehl mit 3 Eigelb, steifgeschlagenem eiweiß von 3 Eiern, Salz 1 bis 2 Eßlöffel Zucker, etwas öl und einem guten halben Liter Milch zu einem dünnen Teig verarbeiten. diesen 2 Stunden quellen lassen. Eiweiß erst nach dem Ausquellen, kurz vor dem ausbacken unter den Teig heben. In der Zwischenzeit beliebig viele Holunderblüten in Wasser waschen und auf ein paar Handtüchern trocknen lassen. Einen topf mit Öl füllen und erhitzen, bis das Öl Blasen bildet. Holunderblüten in den Ausbackteig tauchen und dann im Öl frittieren. Hollersekt bzw. Hollerlimo Das ist ein Grundrezept. Über Flaschengärung kann man mehr Prozente aus diesem Getränk herauskitzeln. Das hier dazulegen liegt aber nicht in meinem Interesse. 10 Holunderblüten auf 10 Liter Wasser geben. 30 g zitronensäure und 1oder 2 in Scheiben geschnittene Zitrone dazu geben und 1 Kg oder 1,5 Kg Zucker sowie etwas Salz. Eine Toastbrotscheibe mit Hefe bestreichen und in der Mischung schwimmen lassen. Den Behälter abdecken. Ein eimer und ein tuch reichen als Gärbehältnis aus. Man kann natürlich auch einen professionellen Gärbehälter nehmen.Nach ein paar Tagen sollte die Mischung zu prickeln beginnen. nach einer Woche oder 10 Tagen ist die Limo fertig. sie ist schwach alkoholhaltig, so um die 2% schmeckt wie ein frischer Frühlingswind und ist in den ersten heißen Tagen ein wirklich erfrischendes Getränk, mit denen man Frauen auf ganz komische Gedanken bringen kann. Man kann diese Limo auch nach 10 Tagen durch ein grobes Tuch abfiltern und dann in leere Sektflaschen füllen, die man gut verschlossen im Keller noch 8 Wochen nachgären lässt. Danach sind gut 4 Atü auf jeder Pulle. Es schäumt beim Öffnen und der Hollersekt moussiert schön feinperlig stundenlang vor sich hin. Gut verdrahtete Sektkorken sind auf jeden Fall erforderlich, eventuell tun es auch stabile Bügelflaschen. Aber aufpassen, dass einem diese Pullen nicht um die Ohren fliegen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Gelee aus Holunderbeeren schmeckt mir persönlich nicht so lecker. Es gehören andere Früchte dazu, wie Pflaumen, Äpfel, Quitten, Biren, Schlehen oder so. die Rezeptdatenbank gibt da sicher auskunft. Auch hollersirup, Holunderwein oder Holunderlikör sind nach meiner auffassung nicht so der Bringer. daher spare ich mir die Arbeit, hier derartige Rezepte einzustellen. die Sachen, die ich veröffentlicht habe, finde ich dagegen alle sehr lecker. eine fliederbeersuppe wäre eventeull noch zu erwähnen, finde aber das Rezept im Moment nicht.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Fliederbeersuppe
1 Kg reife Holunderbeeren in 1,5 l Wasser geben. Mit gut 300 g Zucker ( ist natürlich Geschmackssache - mehr oder weniger ist auch möglich), der Schale 1 unbehandelten Zitrone und 1 Zimtstange sowie 1 Prise Salz aufkochen und, sobald die Fliederbeeren gar sind, durch 1 Sieb streichen. Dann noch einmal aufkochen, mit einem glas Rotwein und einem guten Stück Butter verfeinern und wenn notwendig mit in kaltem wein angerührter Kartoffelstärke anbinden. Dazu schmecken süße Klößchen, Schneebälle oder Suppenmakronen. Die Suppe schmeckt kalt und warm. Kalt finde ich sie erfrischender. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hi Ostwind,
gibt es eine andere Möglichkeit den Zucker durch eine andere Zutat zu ersetzen? Oder ganz wegzulassen? LG |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Jetzt habe ich die Beeren und sonstigen Früchte, die man so finden kann, eigentlich durch. Heidelbeeren und Walderdbeeren habe ich nicht erwähnt, auch Himbeeren, Stachelbeeren nund dergleichen fehlen. Die meisten dieser Früchte werden kultiviert. Daher spare ich mir die Beschreibung ihrer Verarbeitung.
Die Zeit bis zum Frühjahr könnte ich nutzen, indem ich etwas über die Ausrüstung erzähle, die ich bei meinen Wanderungen dabei habe. So was wie Messer, Liegematte, rucksack, Zelt, Kocher und Kleidung bzw. Schuhwerk. Ich will hier allerdings keine Lowe, Patagonia oder MSR Produktschau abhalten, sondern versuchen, allgemeine Hinweise zu dem los zu werden, was man meiner Ansicht nach so dabei haben sollte. Das mache ich aber nur, wenn Interesse daran bekundet wird. Ich kann auch was über Feuer machen, die Errichtung von Not- oder Behelfsunterkünften und die Orientierung erzählen Aber auch das nur bei Interesse. schließlich ist hier ein Kochforum und keine Survivalbude. Sobald dieersten Kräuter erschienensind, werde ich mich Salate, Suppen und andere Gerichte auslassen, die man mit den Gaben der freien Natur zubereiten kann. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2003 |
@ Ostwind-REgen
16.11.2011 20:36 Wie das Insulin in die Kalmuswurzel kommen soll, ist mir unergründlich. Inulin könnte enthalten sein. Hai! |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Es kann auch gut Inulin sein. Insulin selbst im Kalmus vorzufinden ist wohl völlig unmöglivch. Inulin dagegen ist ja auch im Topinambur enthalten. Über Kalmus finde ich jetzt nichts. Vor gut 30 Jahren hat mir ein Diabetologe erzählt, dass im Kalmus Insulin sei. Aber Insulin wirdleider nur von Tieren in der Bauchspeicheldrüse produziert. Ich werde dasnoch mal überprüfen, denke aber, dass wohl Inulin gemeint sein dürfte.
In Kanada soll allerdings eine Pflanze genetisch so manipuiliert worden sein, dass sie nun Insulin herstellt. Ich bin da skeptisch. Stevia, eine andere Pflanze, soll ebenfalls den Glukosehaushalt des Menschen zu regeln helfen. Na ja, Geschichten dieser Art sind viele im Umlauf! Vielen Dank für den Hinweis! |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
über Kalmus werde ich ohnehin noch einen Artikel hier verfassen. Werde dann ausführlich Stellung dazu nehmen. Allerdings ist da noch ein wenig Recherche erforderlich.
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![]() Mitglied seit 31.10.2003 |
Vielleicht findest Du dabei denn auch heraus, welche Wirkung oral verabreichtes Insulin noch hat!
Hai! |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Oral verabreichtes Insulin wird verdaut. Es ist ohne Wirkung, wenn man davon absieht, dass man auf diese Weise dem Körper Eiweiß zuführt.
Eine Zeit lang hat man damit experimentiert, Insulin nasal zu verabreichen. Aber auch das war in der Dosierung nicht kontrollierbar, da schon ein Schnupfen ausreicht, die Aufnahmefähigkeit der Nase stark zu mindern. Nach einigen Versuchen wurden diese Insulinsprays wieder vom Markt genommen. |
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![]() Mitglied seit 08.12.2008 |
Ich würde den Kalmus in Ruhe lassen; er ist zu schön und zu selten, um ihn aufzuessen!
Man kann übrigens Zierquitten wie "richtige" Quitten zu einem Mus mit Zucker einkochen und dies mit frischem Thymian würzen, sehr fein! Läßt sich mehrere Wochen im Kühlschrank aufheben und paßt gut zu Vanilleeis Wildpflanzenküche ist spannend, aber in erster Linie wohl eine schöne Abwechslung für uns verwöhnte Zeitgeister mit Auto, TV und Kühlschrank! "Outdoorküche", das klingt ja sehr romantisch nach Wandern und Von-Blättern-Wurzeln-Pilzen leben; ist es jedoch nicht; ich würde dabei schnell vom Fleisch fallen, denn besonders nahrhaft sind diese Dinge nicht- Es ist kein Zufall, daß Rezepte damit vor allem in Kochbüchern aus Kriegszeiten auftauchten, als die blanke Not herrschte! Outdoors gibts es bei mir lieber Müsli und Trockenmilchpulver, Brot und Landjäger! |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Kalmus (Acorus calamus) ist selten, das ist richtig!
Er steht auch unter Naturschutz, so weit ich richtig informiert bin. Aber das Alles werde ich erzählen, wenn ich über diese Pflanze spreche. Outdoorküche ist vor allen Dingen Zeit intensiv und ohne das Mitschleppen von Nährmitteln und eiweißlieferanten so gut wie unmöglich. Ich will den Leser meines threads auch nicht überreden, sich nur aus der Natur zu ernähren, wenn er meinetwegen mit Zelt und Rucksack durch die Lande streift, sondern ganz einfach nur dazu animieren, sich auch mal um das zu kümmern, was am Wegesrand wächst. ein Wildkräutersalat, ein Mehpfannekuchen mit Brennnesselspinat, Portulakgemüse oder Wiesenschaumkrautklöße, Krautwickel aus Huflattich oder eine Gierschsuppe bereichern den Speisezettel nicht nur geschmacklich auf eine den meisten bislang unbekannte Art sondern bringen Freude beim Sammeln und der zubreitung der dementsprechenden Speise. Ferner wird das Bewußtsein für die Reichhaltigkeit der uns umgebenden Natur mit Sicherheit etwas geschärft und man beginnt, mit anderen augen durch den Wald oder die Felder und wiesen zu laufen. über Quitten habe ich hier genauso wenig gesprochen wie über Sanddorn. Die Rezeptdatenbank ist voll davon, man kann Quitten ohneweiters beim Türken oder auf dem Markt erwerben und daher habe ich davon Abstand genommen, Rezepte für Quitten zu liefern. Ich selbst bein ein eingeschworener Fan von Quitten. Auch Sanddorn habe ich immer im Haus. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2009 |
Grüß euch
Hallo Ostwind-REgen Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit unseren Wildkräutern und jemand der das nicht tut und den Genuß kennt von dem was uns die "Apotheke Gottes "schenkt.........kann eigentlich hier gar nicht mitreden. Ich lese sehr interessiert hier mit und möchte hiermit einmal DANKE sagen für deine Mühe und Zeit die du hier investierst. Beim nachfolgenden Beitrag gebe ich dir absolut recht..........das Bewußtsein und die Achtung für die Natur wird viel intensiver ,wenn man sich mit dem beschäftigt was am Wegesrand steht. Man beginnt vieles anders zu sehen. lg Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag A N I T A |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Angeregt von Kammerbär habe ich nun beschlossen, über das Auffinden, und die Verwendung geschützter Pflanzen in diesem Thread keine weiteren Worte zu verlieren.
Immerhin könnte das von manchem Leser dieses Threads als Aufforderung mißverstanden werden, diese Pflanzen einfach mal anzutesten. Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn jemand im Reformhaus oder sonst wo Kalmus, Bärlauch oder andere geschützte Pflanzen kauft und schaut, was man daraus sinnvolles machen kann, werde mich bzgl der Zubereitung jedoch in diesem Forum ausschweigen. Es macht schließlich wenig Sinn, völlig überflüssige Anregungen unters Volk zu bringen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Da bislang kein Interesse daran bekundet wurde, etwas über die beim Outdoorkochen notwendige Ausrüstung zu erfahren, werde ich auch dazu nichts verlauten lassen. Bei solchen Darlegungen läuft man ohnehin Gefahr, dem ein oder anderen Produkt einen meist subjektiven Vorzug zu geben. Der Outdoorkart wird auch mittlerweile von zahllosen Artikeln überlutet, so daß es auch mir szunehmend schwerer fällt, eine halbwegs vernünftige übersicht zu behalten. Und auf Diskussionen über die Vorteile von Spirituskochern gegenüber Benzinkochern, oder den Vorzug eines Rambo-Messers im Vergleich zu einer herkömmlichen Damastklinge möchte ich mich auch gar nicht erst einlassen.
Wer dagegen wissen möchte, wie er ein anständiges Feuer in Gang hält oder sich im Winter eine relativ warm haltende Notunterkunft errichtet, kann in der einschlägigen Literatur zahllose Hinweise finden, die ihm bei seinen Fragen weiterhelfen werden. Hier geht es schließlich in erster Linie ums Kochen und nicht um den Vorteil von Zwillingsseilen, Daunenschlafsäcken oder Tunnelzelten. In den nächsten Tagen werde ich damit beginnen, die in Deutschland gängigen (Un-)Kräuter ein wenig näher zu beschreiben und zu jeder der von mir erwähnten Pflanzen ein paar Zubereitungsanweisungen liefern. Pilzewerde ich nicht beschreiben. Deren sichere Erkennung beschränkt sich bei mir auf ein paar wenige Sorten. Da viele Wildgemüse erst ihren Reiz in einer wohldosierten Mixtur der verschiedensten Pflanzen entfalten, werde ich am Schluss meiner Ausarbeitung auch darauf eingehen. Da ich aber rund 100 Pflanzen beschreiben werde, wird noch ein wenig Zeit ins Land gehen, bis ich mich dieser Gemüsemischungen annehme. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hi Ostwind-REgen,
mich interessieren insbesondere die Kräuter... Obwohl ich schon neugierig war, wie man Brot "unterwegs" backen kann... LG |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ok, dazu kann ich was sagen. Da ich heute leider viel zu tun habe, werde ich wohl erst morgen dazu kommen.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Es gibt viele Arten von brot, die man unterwegs backen kann. türkisches oder persisches Fladenbrot, Chapati, Naan oder so was wie Injera, aber auch ein recht vollwertiges Sauerteig oder Sauerteig hefebrot läßt sich unterwegs herstellen.
dazu empfiehlt es sich, ein Kochgeschirr dabei zu haben, Für Fladenbrot a la Chapati empfiehlt sich auch ein Spirituskocher wie der Trangia oder ein Bezin oder Gas betriebener Hochleistungskocher, dessen flamme sich exellent auf eine sehr geringe Leistung dimmen läßt. Ein bis auf die glut herabgebrannte Feuer bildet ein weitere Möglichkeit, Fladenbrot zu backen. Normales Brot in der Art der Brote, die wir beim Bäcker kaufen, zu backen, ist sehr aufwendig. Dazu muß man einen halbwegs vernünftigen Backofenersatz herstellen, was mit mehren Stunden Arbeit verbunden ist und je nach Art des Ofens erst Mal ein einbrennen desselben erfordert. Aber auch hier kann man sich behelfen... In der einschlägigen Literatur, die sich mit dem Kochen befasst, wird oft auf ein von den alten Pilgervätern angeblich schon gebackenes Brot verwiesen, dass aus so genanntem Sourdough hergestellt ist. Das soll angeblich ein Sauerteig sein, der kühl fast unbegrenzt lagerfähig ist. Das der Teig lange hält, ist zwar wahr, aber es ist kein echter Sauerteig, sondern ein stinknormaler ganz gewöhnlicher Hefeteig, der mit Mehl bedeckt in einer Zellophanfolie , besser noch in einer Dose eingepackt, einige tage mit sich herumgeschleppt werden kann, um im Notfall als Starter für den ein oder anderen Hefeteig verwndt werden zu können. Trockenhefe ist da genauso gut und man spart bei ihrem Transport Platz und Gewicht. aus dem letzten tütchen Hefe läßt sich dann immer noch ein Sourdough herstellen. Der einzige, an Sauerteig erinnernde Effekt liegt darin, dass der Teigansatz, je länger man ihn mit sich herumschleppt, um so mehr säuert. Mit einem Roggenmehl backfähig machendem Sauerteig hat das aber imo gar nichts zu tun. Sourdough Man verrührt 1 Tasse Weizenmehl mit 2 Tassen Wasser an und löst die Tüte Trockenhefe darin auf. Dann läßt man diesen Ansatz gut 2 Tage lang warm stehen.Wenn man unterwegs ist, kann man dass damit verbinden, ein richtiges Lager aufzuschlagen und die restliche Zeit zum Wäsche waschen oder für ähnliche Übungen nutzen. Ich habe mir angewöhnt, diesen Vorteig zu kümmeln. 1 Eßlöffel gemahlener Kümmel gibt der ganzen Sache meiner Ansicht nach den richtigen Pfiff. Am Tag des Backens verrührt man 750g beliebiges Mehl und gut 1 gestrichenen Eßlöffel Salz mit dem Sauertig Ansatz und arbeitet dabei soviel Wasser oder Milch ein, dass sich ein elastischer, nicht klebriger Teig ergibt. gut 100ml flüssigkeit sollten reichen, um die richtige Teigbeschaffenheit zu erzielen. Man kann in diesen Teig eingeweichte Körner, aber auch geschrotetes Getreide einarbeiten. Das Mehl sollte zu 2/3 aus Weizen bestehen. Reines Hafermehl enthält zum Beispiel keinen Kleber. Brot läßt sich daraus nicht wirklich backen. Roggen mehl sollte mit einem richtigen Sauerteig backfähig gemacht werden. doch dazu später mehr. alles gut 1 bis 2 Stunden warm gehen lassen. viele Leute meinen, zum Gehn lassen des teigs sei eine gut verschließbare Salatschüssel aus Platik nötig. Wer so was mitschleppen will, ok, der mag das tun. Mein extrem dünnwandiger Edelstahltop von gut 2,5 l Fassungsvermögen muß gewöhnlich dafür herhalten. Am Schluß hole ich die Teigkugel aus ihrem topf, knete sie nocheinmal in meinen Händen anständig durch und lege sie auf einen Teller oder ein leichtbemehltes Stofftuch. Denn Edelstahltop säuber ich nun und fette ihn ein. Mit Butter, öl oder auch einer Speckschwarte. In der Zwischenzeit habe ich ein kleine Grube ausgehoben, in der ich ein Feuer so weit herunterbrennen ließ, dass nun nur noch Glut in der Grube vor sich hinglüht. Diese Grube habe ich so mit flachen Steinen zugedeckt, damit am Rand des Loches nur noch 2 kleine Schlote zur Belüftung offenbleiben. Notfalls kann ich auch eine Grasnarbe auf dicken Ästen über die Glut legen. Es geht darum, die Hitzezufuhr zu reduzieren. Nun packe ich den Topf mit dem Brotteig darauf, decke das ganze mit Erde zu und sorge dafür, dass ich darüber ein Feuer entzünde, welches schnell Glut bildet. Nach gut 1 Stunde, aber manchmal auch erst nach 1,5 Stunden holt man das Kochgeschirr aus dem Feuer und begutachtet seinen Inhalt. In 90% aller Fälle ist das Brot dann fertig und es schmeckt meist recht lecker. ansonst backt man noch ein Weilchen nach. Das einzige Problem bei dieser Art der Brotproduktion liegt darin, die Hitzezuführ so zu regulieren, dass das Brot nicht verbrennt. Dafür ist etwas Fingerspitzengefühl erforderlich, aber man hat recht schnell heraus, wieviel Erde zwischen Glut und Topf muss, damit das Brot nicht geköhlert wird. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Brot aus echtem Sauerteig
1 Tasse warmes Wasser mit 1 Tasse Rogenmehl verühren, 1 Eßlöffel gemahlenen Kümmel dazu geben und 1 Tag warten. Am nächten Tag den Teig noch einmal mit 1 Tasse warmen Wasser und 1 Tasse Mehl verlängern. Diese Prodezur wiederholt man noch 2 mal. bis man nach 4Tagen ein recht flüssigen, blasigen, sauer riechenden Teigansatz hat, die an der Oberfläche leicht schäumt. Nun nimmt man 500 g Mehl - ich bevorzuge Roggenschrot, ein Gemisch aus Weizen und Roggenmehl ist auch möglich, am Besten zu gleichen Teilen. und arbeitet diese in den Sauerteigansatz ein. Gut 100 ml warmes Wasser sorgen dafür, dass der Teig geschmeidig bleibt. nun fettet man sein Kochgeschirr ein, gibt den Teig hinein und veräfährt, wie beim Sourdough-Brot beschrieben. Wenn man den Teig vor dem Einfüllen in den Topf mit Kaffee oder Malz bepinselt, wird er sehr knusprig und dunkel. Normalerweise backe ich solch ein Sauerteigbrot im Bakofen bei 200 °C. diese Temperatur kann man auch mit einem Feuer inoben beschriebener Weise erziehlen. Diesem Sauerteig kann man alle nur denkbaren Getreidesorten zufügen. Selbst ein Brot mit Hafer, Amaranth, Reis oder Flechtenwurzelmehl (isländisch Moss) läßt sich daraus backen. Aber nicht alles, was man machen kann, ist auch lecker. Ein reiner roggensauerteig schmeckt mir am Besten. so ein Brot bleibt locker 1 Woche lang gut eßbar, es ist verdammt sättigend und schmeckt ausgezeichnet mit Wildkräuterquark. Man kann auch ein paar Kräuter mit einbacken. Wer viel zuviel Zeit hat, kann sich auch aus Lehm und Weidenruten einen richtigen Backofen basteln. Das ist aber sehr arbeitsintensiv, da besonders zur notwendigen Zirkulation der Heißluft einige aufwendigere Belüftungsmaßnahmen erforderlich sind. Habe ich einmal gebastelt und finde, dass es sich wegen des Zeitaufwandes eigentlich nicht lohnt. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Chapati
500 g Weizenmehl besser Schrot, 200 ml Wasser, 5 g Salz aus allem einen Teig herstellen, der nach Möglichkeit nicht mehr klebt. Kleine Kgeln daraus formen und wie ein Pizzabäcker mit den Händen in der Luft zu flachen Fladen formen, die ungefähr die Größe der mitgeführten Pfannenfläche haben. Oder einen flachen Stein säubern und in die Glut eines herabgebrannten Feuers legen. Der teigfladen wird nun entweder auf den heißen, flachen Stein gelegt oder man wirf seinen Kocher an und reguliert seine Flamme so weit, wie möglich. Bei einem Trangia Spiritusbrenner reicht es völlig aus, die Pfanne ob in den Windschutz zu hängen. Nun wartet man noch ein Weilchen, bis die Pfanne heiß ist, was beim Trangia zu einer Geduldsprobe werden kann, und legt dann den Teigfladen in die Pfanne. Die Pfanne sollte so heiß sein, dass sich gleich ein Polster aus Wasserdampf bildet, das verhindert, dass der Teigfladen anbackt. Nach 4 bis 6 Minuten wendet man den Chapati, nach weiteren 4 - 6 Minuten kann man ihn essen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Türkisches oder persisches Fladenbrot
500 g Mehl 250ml - 300 ml Wasser, 5g Salz, Sesam oder Kümmel und Hefe für 500g Mehl, eventeull etwas Öl und 1 Eigelb Alles zu einem Teig verrühren, außer dem Eigelb. Gut 30 Minuten gehen lassen, dann kleine Kugeln aus der Teigmasse entnehmen und diese in der Luft (das geht am Besten und ist nicht schwer - einfach mal versuchen) zu Fladen formen. Nochmal ein Weilchen gehen lassen. Dann mit Eigelb bepinseln mit Sesam oder Kümmel bestreuen und entweder in der hitzemäßig gedimmten, mit Deckel versehen, eingefetteten Pfanne unter mehrmaligem Wenden ausbacken oder auf einem Stein im Feuer garen. Normalerweise geht der Teig gut auf, wird locker und luftig und schmeckt so, wie man es vom Fladenbrot her kennt. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte für Naan sind hier genügend zu finden. Das Naan muß man unterwegs im Topfgeschirr in einem Feuer garen, so wie oben beschrieben.
Injera ist ein Brot aus imo Äthiopien. Es ist so eine Art Sauerteigfladen. Maismehl wird mit roggenmehl gemischt, Hefe zu gefügt und nach gut 1 Tag Zeit für die Gärung kann der Teig zu dünnen Fladen ausgeformt auf heißen Steinen am Besten gebacken werden. Ob das auch mit dem Kocher geht, habe ich noch nicht ausprobiert. Aber, warum sollte es nicht klappen? |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
@MrsRobinson
Hatte ganz vergessen, dass Du irgendwann mal gefragt hast, ob man statt Zucker etwas anderes einsetzen kann. Tja, mir fällt da höchstens Honig zu ein. Aber das ist ja auch zucker. Gerade bei der Alkoholischen Gärung geht es nicht ohne, und Marmeladen gelieren ohne zucker auch nicht wirklich. Man könnte es mit Pektin, Agar-Agar oder nderen Geliermitteln versuchen, doch letztendlich ist Zucker auch für den Geschmack verantwortlich und eine mit Natreen gesüßte Agar-Agar Marmelade stell ich mir nicht so dolle vor. Als Diabetiker bleibt das halt ein seltenes Vergenügen mit der Marmelade... |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Das sehe ich ein wenig anders, Ostwind-Regen. Da ich auch Diabetiker bin, bedingt durch etlichge Faktoren, so esse ich auch zuckerhaltige Produkte, dazu zählt auch Marmeladen. In Maßen gegessen, darf auch ein Diabetiker so was essen. Bei der Marmeladenherstellung gehe ich auf Gelierzucker 3:1 zurück, weil der Diabetikergelierzucker aus Fruchtzucker besteht und das ist auch süß. Diesen Tipp habe ich vor Jahren von meiner Diabetiker- Assistentin bekommen. Allgemein ist es auch wichtig was man als Diabetiker ist und dazu zählen auch Kohlenhydrate und Fette, also auch deftige Nahrungsmittel. Die ausgewogenen Ernährung macht es und man sollte für sich wissen, was und wieviel und ob man sich genug bewegt. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Dann habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt.
3:1 Gelierzucker ist sicherlich besser als der 1:1 Gelierzucker. Fructose wirkt meines Wissens allerdings abführend. Der Genuß von mehr als 60g Fructose pro Tag hat unerwünschte Nebenwirkungen. Ich wollte mit meinem obigen Beispiel nur untermauern, dass Natreen oder ein anderer auf Cyclamat- oder Saccharin-Basis erzeugter Süßstoff in der Marmelade eigentlich nichts verloren hat. Es schmeckt einfach nicht. Und da man als Diabetiker halt nur die Möglichkeit hat, der Zuckerverarbeitung mit Insulin auf die Sprünge zu helfen (wenn man kein Typ 2 Diabetiker ist), bleibt die Aufnahme konzentrierter, schnell wirkender Kohlenhydrate halt so eine Sache. Obwohl sich auch in dieser Hinsicht so einiges geändert hat, was man daran sieht, dass es ab Oktober 2012 keine Lebensmittel mehr geben solll, die die Aufschrift tragen: Für Diabetiker geeigent |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Habe heute keine Lust, viel zu schreiben. Morgen oder übermorgen ist der Wilde Senf bei mir an der Reihe.
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
@Ostwind-REgen
danke für Deine Antwort... Und überhaupt möchte ich mich mal wieder für Deine detaillierten Infos bedanken. Es bringt spaß Deine Erklärungen zu lesen, weil sie auch immer sehr gut beschrieben sind... |
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
3:1 Gelierzucker ist ganz sicher NICHT besser als der 1:1; er enthält zwar weniger Zucker, aber dafür Konservierungsstoffe, auch wenn es "nur" Sorbinsäure ist. Auch der Diabetiker-Gelierzucker ist nicht so ohne, denn der Fruchtzucker ist mittlerweile etwas verschrieen; er wird vom Körper nicht resorbiert, verbraucht also kein Insulin, ABER: er wird anscheinend direkt in Fett umgewandelt Vielfach sind Ernährungsexperten inzwischen der Meinung, dass eine winzige Menge Zucker (Saccharose) ok ist, jedenfalls besser als Fructose oder Süßstoffe, aber hierzu bitte lieber den Arzt Deines Vertrauens befragen! Hier im Forum habe ich schon Threads gefunden, denen zufolge Konfitüren ohne Zuckerzusatz erfolgreich eingekocht wurden, aber so wirklich kann ich mir das nicht vorstellen. Eine Alternative sind noch Fruchtaufstriche, die eben ganz frisch hergestellt und sofort verbraucht werden. Liebe Grüßle vom Schwobamädle
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hallo Schwobamädle, auch ich kann nicht glauben, dass es Kofitüren und Marmelade ohne Zucker gehet, weil ja gerade dieser die Konservierung aus macht. Ansonsten ist es keine Marmelade, sondern ein Fruchtmus mit.................. Ich finde deine Ausführungen richtig und 3:1 Einkochhilfen haben wirklich mehr Chemie. Ist eben die Frage, was ist eine winzige Menge Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
@schwobamädle
Habe mich wohl erneut unklar ausgedrückt. Mit besser meine ich nämlich nicht unbedingt gesünder, sondern geschmacklich besser. Das ist aber eine rein subjektive Sache, mir schmeckt es fruchtiger und weniger süß halt besser. Ich habe früher, als ich viel Marmeladen und Gelees zubereitet habe immer diesen 2:1Gelierzucker verwandt. Er hat mir schmackigere Ergebnisse geliefert als der 1:1 Zucker. Für die Chemie dieser Produkte hatte ich damals kein Interesse. Habe sogar noch mit Opekta, Gelierfix und anderen Produkten gearbeitet. Im Verhätlnis 1:1. Diese Gelierzucker mit mehr Pektin gab es damals noch nicht. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ackersenf (Sinapis arvensis)
Auch unter dem Namen wilder Senf bekannt. Ackersenf ist eine einjährige, bis zu 60cm hohe Pflanze mit eingeteiltem Stiel und großen, leicht gelappten blättern. Ackersenf verfügt über eine borstige Behaarung am Stiel und an den Blättern. Daran ist er am Besten vom Raps, vom Hedrich (Acker-Rettich) und anderen, ihm ähnlichen Pflanzen zu unterscheiden. Die oberen Blätter des Ackersenfs sind gezahnt und ohne Stiel. Die Blüten des Ackersenfs bilden eine dichte, stehende Traube mit 4 intensiv gelben Kronblättern und 6 Staubblätter. Die kahle, geschnäbelte Schote enthält 8 bis 13 schwarze Samen und trägt auf jeder Fruchtklappe 3 bis 5 kräftige Nerven. Die Pflanze wurde eventuell schon während der Steinzeit aus dem Mittelmeerraum nach Nordeuropa eingeschleppt. Ihre Verwendung als Wildgemüse ist jedenfalls schon lange bekannt. Im Juni beginnt der Ackersenf kräftig gelb zu blühen, aber die Blütezeit dauert nur 2 Tage. Dann bilden sich seine ungleichmäßig heranreifenden Samen in den langen Schoten aus, die platzend aufspringen, sobald sie vollreif sind. Ackersenf wächst fast überall. Er bevorzugt jedoch Unkrautwiesen bis zu einer Meereshöhe von gut 1000 m oder tummel sich als Beikraut auf mit Getreide angebauten Feldern. Trotz seiner Schmackhaftigkeit wird Ackersenf als Unkraut bezeichnet. Mark Twain definierte das so: „Unkraut ist Alles, was nach dem Jäten wieder wächst.“ Vor der Blüte eignen sich die großen Blätter des Ackersenf gut, um Salaten, Kräuterquark- oder Wildkrauterbuttermischungen beigefügt zu werden. Mit der Blüte beginne diese großen Blätter allerdings bitter zu werden. Auch die Blüten haben einen angenehmen, leicht scharfen Senfgeschmack. Selbstverständlich kann man auch die Schoten kurz vor dem aufplatzen abernten und ihre Samen als Senfsprossen zum Keimen bringen oder daraus wilden Senf herstellen. Die Blätter verlieren mit dem Kochen an Schärfe, doch man sollte sie trotzdem gut 20 min dünsten, sonst sind sie nicht gar. Ackersenf sollte man nur in kleinen Mengen roh essen, zum Beispiel als würzende Zutat zum Salat oder wie sonst oben beschrieben. Sonst können Magenbeschwerden auftreten. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte Ackersenf
Ackersenfgemüse 500 g Ackersenfblätter vor der Blütezeit sammeln und waschen. Grob hacken. In einen Topf geben, mit Gemüsebrühe bedecken und 30 Minuten kochen. Dann abgießen und zu einer in etwas Fett angedünsteten Zwiebel geben. Mit Essig, ganz wenig Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Aus dem Kochwasser kann man nun noch eine Bechamelsauce machen. Varianten Das Gemüse ist beliebig variierbar. Gut schmeckt es auch als eine Art Kartoffelgulasch, mit in die Bechamelsauce hinein geschnittenen Pellkartoffeln. Dann rührt man den Ackersenf in die Sauce, gibt Bratwurstbällchen hinzu, läßt das Ganze garziehen und würzt es mit Salz, Pfeffer, Essig, etwas Zucker und frisch geriebenem Muskat. Gedünstete Ackersenfblüten (Brokkoli Ersatz) Gut 500g Ackersenfblüten säubern und waschen. Dann bis zu 3 Minuten in Salzwasser kochen und in ein Sieb abgießen. ½ Tasse Kochwasser auffangen, ein wenig Maisstärke darin auflösen und alles erhitzen, bis die Maisstärke bindet. Nun Schmelzkäse darin auflösen und eventuell mit edelsüßem Paprikapulver ein wenig zum Erröten bringen. 1 oder 2 gehackte Zwiebeln in Butter andünsten, die Ackersenfblüten dazugeben, die Käsesauce darüber gießen und mit Reis oder Kartoffeln servieren. Variante Gekochten Schinken zusammen mit den Zwiebeln andünsten und alles zusammen als Sauce zu Spaghetti servieren. Den Käse-Anteil sollte man kräftig erhöhen. Appetithäppchen mit Ackersenf 100g gekochten Ackersenf grob hacken. 2 Eier hart kochen. 4 bis 5 Scheiben guten getrockneten Schinken oder Schinkenspeck in der Pfanne knusprig ausbraten. Dazu 1 gehackte Zwiebel mitschmoren. Den gehackten Ackersenf mit der Zwiebel und den knusprigen Schinkenstückchen vermengen und nun die gehackten Eier unterheben. 3 Eßlöffel mit geschmacksneutralem Öl hergestellter Mayonaise mit 1 Eßlöffel Holunderessig aromatisieren, gut salzen und pfeffern und unter die Ei-Schinken-Ackersenfmischung geben. Auf kleinen gerösteten Weißbrotscheiben hübsch anrichten und servieren. Sonstiges Aus Sauerampfer, Petersilie, Portulak, Knoblauchlauch (die grünen Stiele), Frühlingszwiebeln, Pimpinelle, Vogelmiere, Hirtentäschel und Ackersenf eine grob gehackte Kräutermischung herstellen und diese mit einer guten Portion Salz entweder in Butter oder Quark einrühren. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hier ein paar Bilder zum Ackersenf. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hier zwei Bilder vom Ackersenf dessen Unterschied zum zum Raps. Beide sind miteinander verwandt. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
1000 Dank, Jule
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Habe ich total vergessen:
Selbstgemachter Chilisenf aus wildem Senf Dazu braucht man gut 300 g Senfsaat. 300g der schwarzen Körner einzusammeln macht eine ganz schöne Arbeit. Aber es lohnt sich. Dazu geht man am Besten so vor, dass man ganze Schoten kurz vor dem Aufspringen pflückt und diese ein paar Tage trocknet. Wenn sie trocken sind, platzen sie fast von selbst auf. Man kann nun die Schoten in einem verschlossenem Gefäß kräftig schütteln. So kommt man an die Samen. Trotzdem macht das viel Arbeit. Nun stellt man aus 350ml Wasser, ein paar Lorbeerblättern, ein paar Pfefferkörnen, einigen Nelken, Wacholderbeeren, den Kernen von 3 scharfen Jalapenos und Piment einen kräftigen Sud her, den man so lange leise kocht, bis er auf 200ml reduziert ist. In der Zwischenzeit macht man sich daran, die Senfsaat in einer alten, gut gesäuberten Kaffeemühle oder besser in einer Getreidemühle fein zu schroten. Nun seit man den Sud ab, gibt 150 ml Holunderessig dazu, kocht alles nochmal auf und gibt nun 25g Salz, 75g Honig (Tannenhonig finde ich dabei wegen seines Aromas am Besten), die 3 pürrierte roten Jalapenos und den Senfsaatschrot dazu und köchelt alles noch ein kleines Weilchen, bis die Masse die gewünschte Konsitstenz hat. Achtung, dieser Senf ist sehr scharf, aber verdammt aromatisch. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ackerlauch (Allium ampeloprasum)
Der Ackerlauch ist der wilde Vorfahr des Lauchs. In Deutschland ist er auch unter dem Namen Hedrich oder Wilder Lauch bekannt. In anderen Landstrichen Deutschlands trägt er dagegen den Namen Sommerknoblauch. Er ist vorwiegend in Südeuropa anzutreffen, wächst aber auch hier, jedoch nicht so oft. Der anspruchslose, sonnige Standorte liebende Ackerlauch wird gut 200cm hoch, erinnert in seiner Wuchsform an eine große Porreestange, neigt allerdings zur Knollenbildung. Diese ist aber nicht sehr ausgeprägt. Ab Juni beginnt der Ackerlauch zu blühen. Er treibt eine an einem langen Stängel sitzende Dolde mit mehreren hundert violetten Blüten aus, die gegen Ende August damit beginnen, schwarze, leicht eiförmige Samen zu bilden. Manche Ackerlaucharten bilden Brutzwiebeln in den Blütenständen, die in ihrer Form an Perlzwiebeln erinnern und auch eingelegt werden können. Auch der große Knollen bildende Elefantenknoblauch ist eine kultivierte Ackerlauchart, genauso wie der ägyptische Lauch und die Perlzwiebel. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen beginnt der Ackerlauch erst im Herbst zu wachsen und trotzt auch der in unseren Breitengraden aufkommenden Winterkälte. Im Sommer dagegen stoppt sein Wachstum oder tritt gar den Rückzug an. Die exakte biologische Einordnung des Ackerlauchs ist nicht so einfach. Schon seit der Mitte des 18. Jahrhundert gibt es diesbezüglich unter den Botanikern einige Verwirrung, die schließlich in der Verleihung verschiedener lateinischer Artennamen für ein und dieselbe Art gipfelte. Linné nannte den Ackerlauch gegen 1750 zum Beispiel erst Allium ampeloprasum, jedoch beinah zur gleichen Zeit auch Allium porrum. Nach wie vor sind beide Namen mehr oder minder gleichberechtigt in Gebrauch. Es gibt nahezu zahllose Unterarten des Ackerlauchs. Midestens 40 davon sind gut dokumentiert. Der Ackerlauch kann in der Küche wie der kultivierte Lauch (den nenn ich jetzt mal Allium porrum, um dabei mit dem ein oder anderem Botaniker gleichzuziehen Ackerlauch gilt als verdauungsfördernd. Sein regelmäßiger Verzehr soll einem biologischem Jungbrunnen gleichen. Selbst aus ihm gepresster Saft wird von Kräuterkundigen für innere, aber auch äußere Anwendung (bspw. bei Insektenstichen) empfohlen. Ich selbst halte Ackerlauch für recht schmackhaft, da er jedoch bei uns sehr selten wächst, beginne ich gewöhnlich erst in südlicher gelegenen Teilen Europas mein augenmerk auf ihn zu richt. In Kroatien und Bosnien habe ich ihn gern und oft gegessen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Mist - Hedrich ist kein Ackerlauch! Sondern wilder Rettich bzw. Ackerrettich. Das ist ja echt peinlich
das kommt davon, wenn man gleichzeitig in der Wiki nach verschiedene Sachen schaut. Habe mein Augenmerk zu sehr auf die Orthografie gerichtet. Der Ackerrettich kommt als nächstes dran. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hallo Ostwind, Ackerlauch ist das der Wilde Lauch, welcher ähnlich dem Prree ist Wilder Schnittlauch, wächst übrigens auf dem Thüringer Zoopark in Erfurt, auf dessen Gelände, am Roten Berg. Den habe ich leider auch nicht fotografiert. Sollte ich mal nachholen, wenn es soweit ist. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ja, genau. Kenn ich eigentlich nur aus Frankreich (Provence und Zentralmassiv) und in dem alten Jugoslawien war er auch oft zu finden
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte, die speziell dauf den Ackerlauch zugeschnitten sind, kenne ich keine. Ich verwende ihn meist vor der Blüte und nutze ihn dann wie Porree. aber sein Aroma ist etwas strenger als das von Porree. Es hat einen leichten Knoblauchtouch.
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Genauso ist es mit dem wilden Schnittlauch, den es nur im Frühling gibt. Der ist wesentlicher intensiver und auch der wilde Porree ist kräftiger im Geschmack und sieht aus wie Frühlingszwiebeln von der Optik. Aber fest wie Porree und auch so kräftig. Man muss nur schaun, denn der Porree wächst bei uns im Norden, an der Gera (Fluss), in Parks. Verwendet wird er wie seine gezüchteten Pfalnzen. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Nun, in Parks habe ich noch nicht auf Ackerlauch geachtet.
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
Wilder Schnittlauch ist, denke ich, das gleich wie Weinberglauch, bei uns auch "Wengertgrün" genannt, oder? Der wächst im frühen Frühjahr auf sämtlichen Obstwiesun und natürlich in den Weinbergenin Massen; erkannbar an der dunkleren Farbe, das frische Gras ist heller und wächst nicht so rasch. Liebe Grüßle vom Schwobamädle
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Tja, nach dem was ich gefunden habe, ist Wengertgrün so was wie eine wilde Schalotte, Allium ascalonium geheißen. wilder Schnittlauch hat dagegen den lateinischen Namen Allium schoenoprasum. also scheinen das 2 verschiedene Arten zu sein. Bei den alliumarten ist das aber wohl mehr oder minder gleichgültig, da sich diese Gewächse alle sehr ähnlich sind.
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![]() Mitglied seit 08.01.2006 |
Habe jetzt mal einen Teil gelesen und finde es sehr interessant. Den Rest muß ich noch durch stöbern.
Aber eine Frage habe ich doch zur Mistel, wenn ich richtig dran bin wird doch nur die Frucht( kleine durchsichtig/weiße Kugeln) verarbeitet. Du schreibst irgend was von schälen, was bitte wird da geschält? Die kleinen Ästchen? LG Gudrun
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Von der Mistel habe ich hier meines Wissens nichts erzählt, sondern von der Mispel. Das sind Kernobstgewächse. leider kann ich keine Fotos hochladen, sonst würde ich ein Bild einstellen. sie sind mit Äpfeln und birnen verwandt, ihre Früchte habe eine harte, ledrige Schale, sie sind rötlich braun und viel größer als die kleinen weißen Beeren der Mistel. Wilde Mispel sind recht klein, also auch unergiebig. Sie sind ziehmlich fest, von kräftigem Stützgewebe durchsetzt, daher nennt man sie im Volksmund auch oft Steinapfel. aus diesem Grund sollte man Mispeln erst nach dem 1. Frost ernten. Heute erledigt das aber auch ein Gefrierfach.
Die kleinen weißen Beeren der Mistel haben die ollen Römer schon zu Vogelleim verarbeitet. Das heißt, sie haben damit wirklich Vögel gefangen und dann so tolle Sachen wie die berühmt-berüchtigte Nachtigallenzungenpastet daraus gemacht. Daher heißt die Mistel umgangssprachlich auch in manchen Gegenden einfach Vogelleim. Misteln sollen Sympathiezauber verbreiten. Ein unter einem Mistelzweig verabreichter Kuß soll besonderes Glück bringen. Loki dagegen, der nordische Gott der Täuschung und des Schabernacks soll Odins Sohn getöt haben, in dem er einen Mistelzweig als Pfeil auf den Bogen des blinden Hödur (Baldurs Zwillingsbruder, heißt soviel wie Kämpfer ) spannt. Dadurch stirbt Baldur, der Sohn des Göttervaters Odin, denn bis auf die vermaledeite Mistel haben alle Pflanzen und Tiere auf Grund der Initiative der Frau Odins mit Namen Frija geschworen, dem Gotte Baldur nichts zu Leide zu tun. Zu Deiner Beruhigung - Baldur erlebt nach einem ziehmlich fiesem Familiengemetzel, bei dem sein Halbruder Wali den fiesen, durch seine Blindheit jedoch über eine gute Entschuldigung verfügenden Hödur abschlachtet, so etwas wie eine Auferstehung, versöhnt sich mit Hödur und kehrt nach Ragnarök zurück. Alles ganz schon verworren bei den Göttern. Na ja, ich such noch immer nach Midgard. Irgendwie ist die weg. |
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![]() Mitglied seit 18.06.2005 |
Da helf ich mal aus
Sonnige Grüße vom Bäumchen
Herzlich Willkommen in der Gruppe der Kräuterbegeisterten (+ Gewürze, Wildfrüchte, Blüten)
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Die Fotos sind echt gut. Thanks
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum)
Der Acker-Rettich, auch Wilder Rettich, Düln, Eisenkrautweiblein, Gelbes Eisenkraut, Wegsenf oder Hedrich genannt kann seit der Jungsteinzeit als Kulturen begleitende Pflanze angesehen werden. Sie wächst gern auf kalkarmen Böden und ist oft auf Roggenfeldern anzutreffen. Sandige Unkrautwiesen, Schutthalden und andere Kulturböden zählen ebenfalls zu vom Acker-Rettich bevorzugten Standorten. Von seiner ursprünglichen Heimat, dem Mittelmeerraum, aus hat sich der Acker-Rettich mittlerweile über die ganze Welt ausgebreitet. Der Hedrich gehört zu der Familie der Brassicacen , der Kreuzblütengewächse und wird aus eben diesem Grunde gern mit seinen Verwandten, dem Raps oder dem Ackersenf verwechselt. Laut Herodot erhielten die mit der Errichtung der Pyramiden beauftragten Arbeiter eine Art Rohkost aus Rettich, Zwiebeln, Knoblauch und Wasser zu essen, um sie für die schwere körperliche Arbeit zu stärken. Aber auch Diokurides und Plinus haben bereits den Rettich beschrieben und über seine medizinische Wirkung gesprochen. Der Acker-rettich kann jedoch nicht als Vorfahr des Kulturrettichs angesehen werden. Er ist höchstens sehr eng mit ihm verwandt. Er erreicht eine Wuchshöhe von gut 60 cm, hat eine recht tief reichende Wurzel von gut 1m Länge, bildet an hier die uns von den üblichen Rettichen bekannte fleischige, lange knollige Verdickung jedoch nicht aus. Die fleischigen, länglich ovalen Blätter des Rettichs sind grob gefiedert. Ihre Blattlappen sind an den Seiten jedoch bedeutend kleiner als an der Blattspitze. Zwischen Juni und September blüht der Acker-Rettich hellgelb bis weiß an blattlosen Blütenständen mit sehr süßen, nektarreichen Blütenkelchen, aus denen sich Ende September tief eingekerbte, Schoten entwickeln in denen die ölreichen Samen stecken. Vor der Blüte werden die Sprossen des jungen Hedrich gesammelt und als gekochtes Wildgemüse, oder roh als Salat verarbeitet. Aus seiner geschälten Knolle lässt sich Rohkost raspeln und aus seinen Samen Senf herstellen. Hedrich soll gegen Heiserkeit helfen, sein zu Pulver zerstoßener Samen wirkt, mit Honig verrührt und in Wasser aufgelöst als Schleim lösendes Mittel, um Brust und Lunge zu reinigen. In Wein gekochter Hedrichsamen soll bei Pilzvergiftungen helfen. Unbestritten ist jedenfalls, dass er harntreibend wirkt, bei Bronchialkatarrh die Heilung mit seiner schleimlösenden Wirkung unterstützt und ein ausgezeichnetes Mittel gegen Skorbut bildet. Ein altes Hausmittelchen gegen Husten soll Honig aus Acker-Rettich sein. Dazu nimmt man eine Rettichwurzel, schält diese dünn ab und höhlt sie so weit aus, dass nur noch eine dünne, gut 0,5 cm dicke Wand übrig bleibt. Diese durchlöchert man mit einer dicken Nadel und gießt nun erhitzten Honig in den ausgehöhlten Rettich. Der flüssige Honig, der durch die kleinen Löcher aus der Rettich-Knolle austritt wird aufgefangen. Esslöffelweise gegessen hat dieser Rettich-Honig eine starke schleimlösende Wirkung und hilft bei der ein oder anderen fiesen Erkältung. |
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Rezepte mit Acker-Rettich
Rohkost von wildem Rettich Wurzeln vom wilden Rettich ausgraben, waschen und schälen. Mit einem Apfel grob raspeln, mit Salz, Pfeffer, geschmacksneutralem oder Walnußöl und Zitronensaft abschmecken, etwas zuckern. Viel glatte, grob gehackte Petersilie und gehackte Walnüsse unterheben. Fertig. Rettichrohkost mit Blauschimmelkäse Rettichwurzeln putzen und schälen. Grob reiben. Mit einer Marinade aus 1 Teil Sahne, 1 Teil Öl, 3 Teilen Roquefort, 1 Teil mildem Obstessig, Salz, Pfeffer gehacktem Schnittlauch und 1 gehackten Schalotte übergießen und sofort servieren. Salat aus wildem Rettich, wildem Senf, Giersch, Löwenzahn und Portulak Blätter vom wilden Rettich, wildem Senf, Giersch, Löwenzahn und Portulak im Frühjahr sammeln, bevor die Kräuter Blüten austreiben. Alles gut waschen, trocken schleudern und grob hacken. Mit einer gehackten Schalotte, einem Becher fettem Joghurt (griechisch oder türkisch, knapp 150g), 4 Esslöffel neutralem Öl und 2 Esslöffel Zitronensaft Pesto mit wildem Rettichgrün Rettichgrün vor der Blüte sammeln. Mit 1 gehackten Zwiebel, gutem Olivenöl, ev. Knoblauch nach Geschmack, frisch geriebenem, scharfem Pecorino, Walnüssen, Salz und Pfeffer im Mixer zu einer homogenen Paste verarbeiten. Zu frisch gekochten Spaghetti kalt servieren. Gemüse aus wildem Rettich Rettichgrün vor der Blüte sammeln, putzen und waschen, grob hacken und in Gemüsebrühe kurz blanchieren. Mit einer in viel Butter glasig gedünsteten Zwiebel eine helle Mehlschwitze zubereiten, 1 Stück Fleischwurst würfeln, in der Mehlsauce heiß werden lassen, das Rettichgemüse unterheben und mit etwas Weißwein abschmecken. Paßt gut zu Salzkartoffeln. Senf aus Rettichsaat mit Anis, Zimt und Koriander Rettichsaat (mindestens 100g) in der Körnermühle fein malen. Aus 3 Anissternen, 2 Zimtstangen, 1 Teelöffel Korianderkörnern, 1 Teelöffel Pfeffer, 1 Zwiebel und 3 Gewürznelken , körniger Gemüsebrühe und knapp 4 g Meersalz durch Zugabe von 300ml Wasser einen guten Sud herstellen, den man langsam auf knapp 100ml einkocht und dann abseit. 50 ml Obstessig dazugeben, erneut aufkochen und das Rettichmehl einrühren. Zur gewünschten Konsistenz reduzieren, in ein verschließbares Glas füllen und ein paar Tage auskühlen und durchziehen lassen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Bocksdorn(Lycium barbarum)
Die in unsere Breiten eingeschleppte Pflanze (schon wieder ein Neophyt) trägt bei uns viele unterschiedliche Namen. Unter anderem gemeiner Teufelszwirn, nur Teufelszwirn, Hexenzwirn, chinesische Wolfsbeere oder an den englischen Sprachraum angelehnt, Goji-Beere. Eine weitere lateinische Bezeichnung ist Lycium halimifolium. Hier kann man wieder mal sehen, dass die Botaniker sich nicht einmal bei der Namensgebung der von ihnen zu bestimmenden Gewächse richtig einigen können. Angeblich soll der Bocksdorn aus der chinesischen Provinz Ningxia stammen, diese Ansicht vertreten zumindest die Chinesen. Man unterscheidet auch 2 Bocksdornarten, den gemeinen Bocksdorn und den chinesischen Bocksdorn, der stachellos und wesentlicher süßer im Geschmack als sein dorniger Verwandter, der gemeine Bocksdorn ist. Der Bocksdorn ist ein Nachtschattengewächs der Gattung Bocksdorne. Er findet in der traditionellen chinesischen Medizin häufig Anwendung und auch die indische Kräuterkunde misst ihm eine beinah ans Wundersame grenzende Heilwirkung zu. Erwiesen ist bislang leider nur, dass die in ihm enthaltenden Polysaccharide eine immunisierende Wirkung haben. Beim grünen Star kann ein Extrakt aus dem gemeinen Bocksdorn die Zerstörung des Sehnervs unterbinden. Ferner soll der gemeine Bocksdorn bei der Senkung des Blutdrucks helfen. Aber auch das ist bislang nicht bewiesen. Der Bocksdorn ist ein sommergrüner bis 4m Höhe erreichender Strauch,der rutenförmige, herabhängende Äste mit glatten, lanzettförmigen graugrünen Blättern bildet. Er blüht vom Juni bis in den September hinein und zeigt 5 violette Kronblätter, die einen glocken- oder trichterförmigen Blütenkelch bilden. Aus ihm entwickeln sich ab August orange-gelbe bis leuchtend rote länglich eiförmige Früchte, von je nach Art recht saurem oder aber süßem Geschmack, in denen bis zu 20 kleine, runde bräunlich gelbe Samen heranreifen. Die Blüten bestäuben sich selbst, aber der Bocksdorn kann sich auch durch Rhizome fortpflanzen. Bocksdorn ist ein intensiv genutzter Bestandteil der chinesischen Küche. Aus den vollreifen, frischen Beeren wird durch Kaltpressung Saft gewonnen, die Beeren gelangen aber noch häufiger im getrockneten Zustand zum Einsatz. Sie werden gern als Zusatz zum Reis verwandt, harmonieren aber auch mit zahlreichen Süßspeisen und eigenen sich letztendlich gut als Rosinen Ersatz beim Kuchen oder beim Müsli. Im Moment gibt es einen ziemlichen Goji-Beeren Hype. Ihnen wird alles Mögliche angedichtet und ich kann nur davor warnen, zu viel von dieser kleinen Frucht zu erwarten. Ihre medizinische Wirkung ist für mich recht zweifelhaft. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte mit Bocksdorn
Bocksdorn mit Silbermorcheln (chinesischer Nachtisch) 30 g Silbermorcheln waschen und in warmen Wasser gut 1 Stunde einweichen. Dann die Stiele entfernen. 10 g frische Bocksdornbeeren (notfalls tun es auch in Apfelsaft eingeweichte) waschen. 300g Kandis und 100g Zucker in Wasser auflösen. 2 Eiweiß darunter rühren und alles unter fortwährendem Rühren aufkochen, bis sich die Mischung weißlich einfärbt. Nun die Silbermorcheln und die Bocksdornbeeren dazu geben und Alles noch einmal aufwallen lassen. In Suppenschalen servieren. Wolfsbeerenhäufchen mit weißer und dunkler Schokolade 100g Bocksdornbeeren entweder fein hacken oder mit der Küchenmaschine zerkleinern. 50g Kokosraspeln damit vermischen. Weiße und gute, stark kakaohaltige Zartbitterschokolade schmelzen und jeweils die Hälfte der Beeren-Kokosmischung damit verrühren. Mit einem kleinen Löffel kleine Häufchen von beiden Schokoladenmixturen abstechen und auf gefettetes Pergamentpapier setzen. Joghurt mit Minze und Bocksdornbeeren 1 Becher griechischen oder türkischen Joghurt ganz nach Geschmack mit 2 oder mehr Esslöffeln Honig verrühren. Eine Hand voll Mandelblättchen in der Pfanne bräunen. 1 Bund Minze waschen und grob hacken. 50 g rote Bocksdornbeeren ebenfalls grob hacken und mit der Minze und den Mandelblättchen mischen. Die Mischung in einer mitteldicken Schicht auf den Boden eines Glases geben, Joghurt-Honig darauf ungefähr doppelt so hoch schichten und diese Prozedur 2 Mal wiederholen. Alles mit After-Eight-Schokostreuseln und ein paar Mandel- und Minzeblättchen garnieren. Smoothie aus Kirschen, Himbeeren und Wolfsbeeren Jeweils die gleiche Menge Kirschen, Himbeeren und Wolfsbeeren im Mixer mit nach Geschmack dosiertem Honig zerkleinern und mit der gleichen Menge Orangensaft auffüllen. Ein guter Schuß Mineralwasser sorgt für ein angenehmes Prickeln. Bocksdorn-Nusssalat 1 Tasse rote Bocksdornbeeren in Apfelsaft einweichen und grob zerteilen, wenn sie weich sind. 3 Äpfel schälen, entkernen und in halbrunde Scheiben schneiden. Sofort mit Zitronensaft beträufeln und etwas mit Zimt abpudern. 2 Esslöffel Walnüsse hacken. Dasselbe mit der gleichen Menge Pinienkernen, Haselnüssen und Sonnenblumenkernen machen. Alles miteinander vermengen. Aus 2 Esslöffeln Apfelsaft und 2 Esslöffel Honig eine Marinade rühren und über den Salat geben. Müsli mit Bocksdornbeeren 200g Haferflocken mit 50g gerösteten Mandelblättchen mischen.1 Esslöffel geschrotete Leinsaat über Nacht einweichen. 400 ml Milch mit 1 Becher griechischem Joghurt (150g)vermischen. Die Milch mit Zimt, Honig, Kardamon und Salz würzig abschmecken. Nun 50g Bocksdornbeeren unter die Haferflocken Mandel Mischung rühren, einen grob geraffelten Apfel darunter heben, alles auf 4 Schalen verteilen und entweder mit der erwärmten oder kalten Milch-Joghurt-Honig Mixtur übergießen und auf essen. Pastasauce mit Bocksdorn 1 Brokkoli waschen, zerpflücken und in eine große Pfanne geben. 1 große Zwiebel fein hacken. 2 Knoblauchzehen ebenfalls hacken. Alles in reichlich Olivenöl anbraten und mit 500ml Tomatenpüree ablöschen. Mit einer italienischen Kräutermischung (tiefgekühlt oder getrocknet) würzen und gut salzen sowie pfeffern. Den Brokkoli gar dünsten, zum Schluss etwa 30g getrocknete Bocksdornbeeren darüber geben und mit 1 Pfund al dente gekochter Pasta und reichlich geriebenem, frischen Parmesan oder Pecorino servieren. Bocksdornspinat 150g getrocknete Bocksdornbeeren gut 20 min einweichen. 1,5 Kg frischen Spinat waschen und in Salzwasser blanchieren. Gut 5 Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und 200g Pinienkerne darin anrösten. Den Spinat dazugeben, die eingeweichten Bocksdornbeeren damit vermischen und solange dünsten, bis Alles gut heiß ist. Dann kräftig salzen und pfeffern und servieren. Bocksdornsuppe Scharfen Curry in etwas öl anschwitzen, bis er duftet. Mit 0,5l Gemüsebrühe ablöschen.150g Möhren mit 150g Kürbis darin garen. 1 Chilischote, 1 Daumennagel großes Stück Ingwer und 2 Anissterne mitkochen. Die Anissterne herausfischen und den Rest pürieren. Dann gut 50 g getrocknete ganze Bocksdornbeeren dazu geben. Mit Salz abschmecken und mit Creme fraiche verfeinern. Servieren und essen. Bocksdornbeeren schmecken auch in mit Sojasauce gewürzten Frikadellen, zu Gänsekeulen und anderem Geflügel, aber auch zu Safranreis, bei dem sie mitgekocht werden oder zu Risotto. Ihr meist leicht säuerlicher Geschmack lässt sie zu vielen Speisen einen interessanten Kontrast bilden. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hallo @lle, ich habe zwei Bilder zum Bocksdorn, da aber leider nur ein Zweig, welcher damals die Runde machte, zum Olitätenkonkress 2011. Es ging auch ein Schüsselchen mit den Beeren rum, zum Probieren.Sie waren rot und getrocknezt. Die habe ich leider nicht fotografiert. Ich stelle aber wenigstens die beiden Bilder ein, welche ich habe. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Danke Dir, Kräuterjule
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
Das ist interessant, dass Goji-Beeren in unseren Breiten wachsen, wusste ich nicht; ich kenne sie auch nicht wirklich, nur dem Namen nach, und hielt sie für was furchtbar exotisches (was sie ursprünglich ja auch sind, wie Du schriebst). Die Bilder bei Tante Goggel erinnern mich stark an Bittersüßen Nachtschatten, da hätte ich Angst vor Verwechslungen Liebe Grüßle vom Schwobamädle ![]()
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Na ja, Blüten und Beeren sind sich schon ein wenig ähnlich, aber der Strauch des Bocksdorn sieht in seiner gesmamten Erscheinung doch ein wenig anders aus als der bittersüße Nachtschatten. Das wird durch seine herabhängenden, rutenartigen langen und dünnen Zweige bewirkt, während der bittersüße NAchtschatten ein kletternder oder am Boden entlang kriechender Strauch ist, der nicht die wuchshöhen des Bocksdorn erreicht.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Bachbunge, Bärenklau, Bärlauch, Barbarakraut, Beinwell, Bockshornklee und Brennnessel habe ich als nächstes auf meiner Liste stehen.
Wenn jemandem noch irgendein Kraut, Wildgemüse oder sonst eßbares und freimütig durch die Natur wucherndes Gewächs einfällt, dass mit seinem Namen in die obige, alphabetische Reihenfolge paßt, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar. Würde dann auch darüber was zu berichten versuchen, wenn ich dementsprechende Daten zur Verfügung stehen haben sollte. Ganz gleich, ob Mid oder ohne Gard |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Das hat jetzt keiner verstanden, was?
Das war gewokter Zen, aber darüber demnächst an anderer Stelle mehr. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2009 |
Grüß euch
Ostwind ,sprichst du von Midgard??? lg Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag A N I T A |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ich stumpfe ein wenig rum - das macht mir manchmal Spaß.
Morgen ist dann die Bachbunge dran. die auch Bach- oder Quell-Ehrenpreis heißt und von vielen dem volkstümlichen nahestehenden Leuten auch als Samole bezeichent wird, was auf ein altes, keltisches Druidenkraut verweist, dem Sion bzw. Samolus. Die gute Hildegard von Bingen verweist auf eine heilsame Wirkung bei Hämorrhoiden, Verstopfung und Gichtanfällen. Viel Bachbunge in der Mehlschwitze solldabei ein freundlicher Helfer sein. Naja, Mehlschwitze allein wirkt ja schon wie Schmiere fürs Gedärm. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Bachbunge (Veronica beccabunga)
Die Bachbunge gehört zur Gattung Ehrenpreis (Veronica) in der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Im Volksmund heißt sie oft Bach- oder Quell-Ehrenpreis, aber auch Bachbungen-Ehrenpreis oder gar Samole. Aus letzter Bezeichnung ziehen manche Botaniker den Schluß, in ihr die alte keltische Druidenpflanze Samolus (Anis) wiedergefunden zu haben, die schon von Plinius in seiner Naturalis historia (der vermutlich 1. Enzyklopädie mit 37 Bänden Nach heutigen Erkenntnissen ist eine Verwandtschaft der Bachbunge mit dem Anis jedoch völlig ausgeschlossen. Nicht einmal der leicht bittere, eigentümliche Geschmack der Bachbunge erinnert entfernt an das intensive Aroma des Anises. Wie der Name Bachbunge schon vermuten lässt, ist diese bis zu 60cm hohe Pflanze vorwiegend in kühlen Bächen oder Wassergräben, aber auch am Ufer von Teichen und Seen zu finden. Sie steht dort gern halbuntergetaucht im Wasser. Ihr dicklicher, runder Stängel ist von einem sanften Rot überzogen und innen hohl. An ihm sitzen gegenständige Blattpaare mit fleischigen, eliptisch bis ovalen, am Rand gezahnten, glänzenden Blättern mit kurzem Stil. Von Mai bis September bildet die Bachbunge himmelblaue, kleine Blüten die in Trauben von bis zu 20 Stück aus den Achseln der oberen Blätter wachsen. Die Bachbunge enthält viel Vitamin C. In der Heilkunde wird sie oft als Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit, Husten, Fieber, Asthma, Verdauungsprobleme, Blasensteine, Menstruationsprobleme und Zahnfleischblutungen empfohlen. Hildegard von Bingen rät zu einer Mehlschwitze mit Bachbunge bei Verstopfung, Laut Murray hilft Bachbungensaft bei Skorbut, nach Forest soll in Bier gekochte Bachbunge bei Geschwüren für Abhilfe sorgen und Philipp Lorenz Geiger zufolge beschleunigt die äußerliche Anwendung von Bachbunge die Wundheilung. In der Küche schmeckt die Bachbunge als Salat in Kombination mit anderen Wildkräutern wie Brennnessel, Brunnenkresse, Löwenzahn, Gundermann, Giersch und Portulak am Besten. Auch die Kombination Kresse Bachbunge im Verhältnis 3 zu 2 gibt einen schmackhaften Salat. Gekocht ist die Bachbunge ganz schön bitter und sollte daher mit anderen Wildgemüsen kombiniert werden. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte mit Bachbunge
Salat mit Bachbunge, Brunnenkresse und Ei Brunnenkresse verlesen, die dicken Stängel aussortieren. Bachbunge säubern und auf anhaftende Tierchen oder Larven untersuchen. Alles gut waschen und im Verhältnis 3.2 mischen. Dann grob hacken. 3 hartgekochte Eigelbe mit der Gabel zerdrücken und mit 3 Esslöffeln hellem Balsamessig verrühren. Salzen und gut pfeffern. 5 Esslöffel gutes Olivenöl, 1 zerdrückte Knoblauchzehe und 1 gehackte Schalotte dazugeben und alles zu einer Salatsoße verrühren. Über das gehackte Wildgemüse geben und mit 3 bis 5 hartgekochten Eiern garnieren. Brennnesselgemüse mit Bachbunge Junge Brennnessel und Bachbunge im Verhältnis 3:1 säubern und gut waschen. 1 gehackte Zwiebel mit reichlich Butter in einen Topf geben und solange unter Rühren dünsten, bis die Zwiebel glasig ist. Nun mit einem gehäuften Esslöffel Mehl bestäuben und solange umrühren, bis das Mehl das Fett aufgenommen hat. Nun mit Milch ablöschen, 1 Würfel Gemüsebrühe dazugeben, kurz aufkochen und zu einer Soße anbinden, Das grob gehackte Gemüse in die Soße geben und unter Rühren zusammenfallen lassen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken und essen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Gedünsteter Gundermann mit Bachbunge, Kartoffeln und gekochtem Schinken
500g Kartoffeln in der Schale gar kochen und pellen. 400g geputzte und gewaschene Gundermannblätter, 100g gesäuberte Bachbungenblätter und 50 g glatte, geputzte Petersilienblätter grob hacken. 150g gekochten Schinken (Scheibenware) ebenfalls grob hacken, mit 2 dicken, gehackten Zwiebeln in gut 50g Butter andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind und der Schinken leichte Röstaromen bildet. 2 gehäufte Esslöffel Mehl darüber streuen, gut verrühren und mit 250 ml Milch und 100ml trockenem Weißwein ablöschen. Die in Scheiben geschnittenen Pellkartoffeln unterheben, das gehackte Gemüse darunter rühren 2 Minuten garziehen lassen , mit viel Muskat, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken und servieren. Brennnesselklößchen mit Bachbunge 1 Tasse Semmelbrösel mit 2 Eiern vermengen. 100 fein gehackte Brennnessel 50 g feingehackte Bachbunge 50g feingehackte Brunnenkresse und 50g fein gehackten Sauerampfer darunter rühren, kräftig salzen und pfeffern. Aus der Masse kleine Klößchen abstechen und entweder in Salzwasser oder der für sie gedachten Suppe garen. Bachbungen - Brunnenkressesalat mit Senf 100g Bachbungenblätter gut putzen, von kleinen Tierchen befreien und waschen. 200 g Brunnenkresse ebenso behandeln. Alles grob hacken. Aus 1 gehackten Zwiebel, 1 Teelöffel scharfem Senf, Salz, Zucker , Pfeffer, 6 Esslöffeln Öl und 3- 4 Esslöffeln Estragonessig eine Salatsauce herstellen und über das gehackte Gemüse geben. Sofort servieren. |
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![]() Mitglied seit 14.11.2008 |
hallo
das ist eine sehr feine Rezeptidee... gedünsteter Gundermann....lecker |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Heute wollte ich was bäriges über den Bärenklau schreiben, der ja laut Duden eigentlich die Bärenklau heißt. Aber der Besuch, der mich gestern heimsuchte, hat mir alle Beeren aus dem Tiefkühler geklaut und mein Akku ist auch alle, denn ich muss leider ganz mies wulachen heute. Und morgen auch noch. Eventeull sogar übermorgen.
Na gut - Teuros kann man immer brauchen, allerdings ziehe ich mir mein Hirn ganz schön glatt bei dem Versuch, ein einsichtiges Benutzerzwischengesicht (auf neudeutsch:Userinterface) zu entwickeln, bei dem der Benutzer auch versteht, worum es geht. Aber welchen Kräuterfredl außer mir dürfte das interessieren? Wohl niemanden. Ich bin so fertig, ich find noch nicht mals meine Maus und muss mit der Tastatur navigieren. Ätzend. Bin jetzt weg. Mittwoch geht es hier weiter. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Bärenklau (Heracleum sphondylium)
Der oder die Bärenklau ist auch unter dem Namen Wiesen-Bärenklau, gemeiner Bärenklau und an einigen Stellen in Deutschland sogar unter dem Namen Bärenklaue bekannt, da ihre großen, tief gefiederten und behaarten Blätter an Tierklauen erinnern. In Deutschland kommen nach ihrem Standort gut 3 Unterarten vor, der Bergwiesen Bärenklau, der grünblühende Wiesen-Bärenklau und der gemeine Wiesenbärenklau, wobei die deutschen Namen eigentlich selbsterklärend sind. Der Bärenklau ist ein Doldengewächs. Er wird gut 1,5 m groß und hat einen hohlen, an den Kanten gefurchten Stiel, Seine großen, haarigen Blätter sind mit tiefen einfachen, aber auch drei- oder vierfachen Kerben bzw. Fiederspalten versehen und am Rande mehrfach gelappt. Zwischen dem einheitlich grünen oder braun bis rötlichen, borstig behaarten Pflanzenstängel und dem Blattstiel sitz eine große, als Knospenschutz dienende Blattscheide. Die weiß blühenden oder gelblichgrünen Dolden des Bärenklau sind an ihrem Rand wesentlicher größer als in der Mitte der Dolden, die ihm übrigen einen recht unangenehmen Geruch verströmen. Die Samen des Wiesen-Bärenklau sind jedoch geruchlos. Der Bärenklau blüht vom Juni bis in den Oktober hinein. Er wächst gern auf Wiesen, buschigen, mit Gestrüpp durchsetzen Feldern, an Waldrändern oder Bachläufen und enthält ein Gift, das in Kombination mit Sonnenlicht besonders bei allergischen oder einfach nur empfindlichen Menschen erhebliche Hautreizungen verursachen kann. Der dafür verantwortliche photoaktive Wirkstoff nennt sich Furocumarine, er ist bei vielen Doldengewächsen verbreitet, unter anderem auch beim Engelwurz (Angelika) Doldengewächse sind grundsätzlich nicht einfach zu bestimmen. Besonders mit dem sich invasiv vermehrendem Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist er sehr leicht zu verwechseln, da ungefähr gleich große Pflanzen beider Arten kaum zu unterscheiden sind. Allerdings stinkt der Riesen-Bärenklau wesentlich unangenehmer als der Wiesen-Bärenklau. Ferner sind seine Stängel rot gefleckt oder gepunktet, und die Früchte desRiesen-Bärenklau verbreiten einen sehr abstoßenden Geruch. Sammeln sollte man die jungen Blätter des Wiesen-Bärenklau, die Stiele und die Sprossen kann man ebenfalls verwenden. Sie eigenen sich zur Herstellung von Wildgemüsen,, die Stiele der Pflanzen sollte man mit dem Sparschäler von der borstigen Haut befreien. Salz, Pfeffer und vor allem Muskat sind die geeignetsten Gewürze, Mit Schafgarbe, Giersch und Gundermann gemischt schmeckt dies Gemüse ganz gut. In Russland trocknet man die gebündelten Pflanzen in der Sonne und schlägt dann ein weißlich-gelbes, süßes Pulver aus ihren Stängeln, was als seltene Leckerei serviert wird. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte für Bärenklau
gedünstete Bärenklaustiele Gut 200g der Bärenklaustängel putzen und schälen. In der gewünschte Länge teilen und in Butter gar dünsten. Dann salzen, pfeffern und mit viel Muskat, etwas Zucker und Zitronensaft abschmecken und mit viel geriebenem Hartkäse am Besten zu gekochtem Reis servieren. Statt der Butter kann man auch durchwachsenen Speck auslassen und darin die Bärenklaustiele garen. Paßt auch zu Salzkartoffeln. Risotto mit Bärenklau, Giersch, Gundermann und Melde Körnigen Risotto Reis ungewaschen in Fett leicht anrösten. Das geputzte Wildgemüse grob zerteilen. Eine gehackte Zwiebel, 1 grüne, entkernte und in kleine Ringe zerteilte Peperoni und 1 gehackte Knoblauchzehe zum Reis geben. Reis mit Weißwein ablöschen und unter permanentem Hinzufügen von Gemüsebrühe langsam garen. Nach der Hälfte der Garzeit (knapp 10 Minuten) das Wildgemüse unterrühren, mit etwas Muskat und kräftig Pfeffer würzen und am Schluss der Garzeit mit geriebenem alten Pecorino abschmecken und ein wenig cremig sämig machen. Gekochtes Wildgemüse aus Bärenklau, Engelwurz und Ochsenzunge an Käsesauce Wildgemüse in den gewünschten Anteilen waschen und grob zerteilen. 1 Zwiebel hacken. Das Wildgemüse in Gemüsebrühe gar kochen und abseien. Die Brühe auffangen. Die Zwiebel in Butter andünsten, mit Mehl bestäuben, wenn sie glasig ist und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Ein wenig Weißwein macht die Mehlschwitze schmackhafter. Schmelzkäse darin auflösen, dann das gegarte Wildgemüse unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hallo Ostwind, ich habe doch noch ein paar Bilder gefunden, vom vorigen Jahr bei einer Wanderungen mit Teilnehmern. Hier sind sie vom Barenklau. Bärenklauspross
Hier die blühende Pflanze. Es ist die Große mit den weißen Blüten. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Danke Dir!
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
So, jetzt ist eigentlich der Bärlauch dran. Aber das Thema ist schon total ausgelutscht. Daher überlege ich gerade, wie diesem Kraut was wirklich interessantes abzugewinnen ist. Meine Internetrecherche hat bislang noch nichts wirklich Spannendes über den Bärlauch zu Tage gefördert. Und ob ihr meine Tipps zur Unheilabwehr durch wilde Waldherre beherzigt, wage ich mal zu bezweifeln.
Daher bitte ichum etwas Geduld. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Schreib doch einfach, denn der Bärlauch hat angeblich schon Bären wieder auf die Sprünge geholfen. Mich würden die Tipps zur Unheilabwehr schon interessieren. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
@Ostwind-REgen.... Mich interessieren auch die Tipps
LG |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Bärlauch(Alium ursinum)
Bärlauch ist, wer hätte das nicht gedacht, ein Lauchgewächs. Das die Gattung der Lauchgewächse zur Familie der Amarilisgewächse gehört, dürfte dagegen nicht jedem bekannt sein. Wegen ihres charakteristischen Dufts und Geschmacks werden Lauchgewächse gern als Würz- und Speisepflanze in der Küche verwandt. Dafür verantwortlich ist das Allicin, welches sich nach der Zerstörung der Zellstruktur dieser Pflanzen aus der Aminosäure Alliin bildet. Nun, ich hoffe, jetzt ist jedem halbwegs klar, warum das Lauchkraut so tierisch gut riecht. Und dieser Geruch ist neben der unbestreitbar vorhandenen medizinischen Wirkung auch ein wenig für den Namen dieses Krautes mit verantwortlich. Denn nach ihrem langen Winterschlaf haben sich die hungrigen Bären früher gern auf den Bärlauch gestürzt. Aber nicht nur, weil er so verlockend roch, sondern auch, weil er ihren Verdauungsapparat nach der langen Zeit des Winterkomas wieder richtig auf Touren brachte. Und neben den Bären haben sich daran auch Zigeuner, Hexen, Druiden, Waldwichtel und andere, komische Leute gütlich getan, wie uns der Volksmund zu berichten weiß. Und daher hat der Bärlauch auch viele, seltsame Namen, wie Zigeunerlauch, Hexenzwiebel, Waldherre oder gar Ramsen. Bärlauch wird bis zu 40cm hoch. Er ist an seiner recht dünnen aufrechten Zwiebel und den oft 2, manchmal auch drei länglichen, etwas ovalen, grundständigen mit langem Stiel versehenen Blättern zu erkennen, die leider ein wenig an Maiglöckchenblätter erinnern. Und die sind ganz schön giftig. Zum Glück sieht die Blüte des Bärlauchs überhaupt nicht wie ein Maiglöckchen aus und Bärlauch riecht schließlich auch ganz anders. Trotzdem kommt es häufig zu Verwechslungen. Auch mit der im Frühjahr ähnlich dreinschauenden Herbstzeitlosen oder dem gefleckten Aronstab kann der Bärlauch verwechselt werden. Die Geruchsprobe soll nicht immer ein zuverlässiges Mittel bieten, den Bärlauch klar zu erkennen. Ich teile diese Ansicht zwar nicht, aber ich zähle auch nicht zu den Leuten, die im Frühjahr über alle ihnen bekannten Bärlauchwiesen herfallen. Vergiftungen mit den oben erwähnten Pflanzen können tödlich enden. Bärlauch mag schattige und auch gern feuchte Waldwiesen, aber er ist auch in Parks und an Bachläufen zu finden. Von Mai bis Juni ist die Blütezeit des Bärlauchs. An schlanken, wie aufrechte Kerzen emporragenden Stielen zeigen sich kugelige, mit gut 20 Blüten besetzte Scheindolden, sprenkeln die Waldwiesen mit ihrem strahlenden Weiß und schwängern die Luft mit ihrem typischen, intensiven knoblauchartigen Duft. Bärlauch wird vor der Blüte gesammelt. Er ist mittlerweile so eine Art Modekraut und wird gern in Kräutersalaten, Pestos, Suppen Soßen und Wildgemüsen eingesetzt. Die Datenbank bei Chefkoch.de hat genug Anregungen für die Verwendung von Bärlauch zu bieten, der ich wohl keinen neuen, wie einfallsreich auch immer gearteten Rezepte hinzufügen werde. Statt dessen möchte ich noch einen kleinen Ausflug in die mystischen Aspekte dieses so lustig stinkenden Krauts unternehmen, dass schon seit Urzeiten die Menschen auf ihrem Weg durch die von zahllosen bösen Geistern durchstrolchten steinzeitlichen Urwälder Mitteleuropas begleitet hat. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Die Mystik des Bärlauchs
Seitdem man in der frühen Antike mit bekam, dass Bären nach ihrem Winterschlaf den Bärlauch als 1. Speise bevorzugten und kurze Zeit später wieder einen total erholten Eindruck machten, schreibt man dem Bärlauch ein heilsame, blutreinigende, entgiftende Wirkung zu. Und da diese Zeiten vor Göttern, guten und bösen Geistern, Hexen, Druiden, Schamanen, Zauberern und anderen nicht so ganz klar einzuordnenden Wesen nur so wimmelten richtete der Mensch sein Blick auf die Pflanzenwelt, in der Hoffnung, dort ein wenig Hilfe zu finden. Daraus entwickelten sich nicht nur die Anfänge der Medizin sondern auch andere seltsame Bräuche und so wurden denn auch bald dem Bärlauch mystische Fähigkeiten unterstellt. Dieses Kraut hat ganz klar 2 Seiten. Es ist nicht nur leicht mit dem Maiglöckchen zu verwechseln und kann somit den Tod bringen, es hat auch eine reinigende Wirkung auf den vom Winter ausgelaugten Körper, wofür der Bär mit seiner Bärlauch-Kur das beste Beispiel bietet. Aber Bären sind leider recht zwielichtige Wesen. In der Lehre von den Dämonen ist der Bär ein Wesen hinter dem sich sogar der Teufel verstecken kann. Auf der anderen Seite wurde Amuletten aus Bärenklauen ganz klar eine geister- oder dämonenabwehrende Wirkung unterstellt. Diese sowohl dem Bösen als auch dem Guten zugewandte Kraft wurde auch dem Allium ursinum unterstellt und so sind uns heute noch einige Anwendungen des Allium ursinum überliefert, die der Unheilabwehr dienen sollen. Getrocknete Bärlauchzwiebeln schützen vor bösen Geistern und ein gutes, bekanntermaßen wirklich entgiftend wirkendes Mittel sind in Milch aufgekochte Bärlauchzwiebeln. Ihnen wurde früher nachgesagt, dass sie böswilligen Zauber bannen würden. Auch als Aphrodisiakum wurde Bärlauch früher gern eingesetzt. Ein Salat mit vielen frischen Bärlauchzwiebeln soll die Manneskraft stärken und einer aus den gepressten Bärlauchzwiebeln hergestellten Tinktur werden noch ganz andere die Männlichkeit betreffenden Wunderdinge nachgesagt – aber leider ist die Rezeptur nicht überliefert. Dagegen soll ein aus getrockneten Bärlauchblüten hergestellter mit Honig süßgemachter und dem Manne verabreichter Sud diesen dazu bringen, einem Weibe für alle Zeiten zu verfallen. Aber das ist selbst mir ein wenig zweifelhaft. Ob diese Sachen nun alle wirklich wirken, vermag ich leider nicht zu sagen. Nun ja, Versuch macht klug. Und so sehe ich schon gewaltige Wogen von Bärlauchwolken durch die Schlafzimmer wallen. Viel Spaß! |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Bärlauchkorn
Soll bei Husten, Bronchitis und dergleichen helfen. Soviel Bärlauch wie möglich kleinhacken und in eine leere Schnapsflasche füllen. Diese nun mit klarem Schnaps (Korn, Doppelkorn, Wacholder) vollgießen und midestens 2 Wochen warm und sonnig lagern. Dann seit man den Schnaps ab, füllt ihn auf kleine Fläschchen und trinkt diese bei Bedarf - also im Erkältungsfall. Soll helfen, habe ich aber noch nicht probiert. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2009 |
Grüß euch
Nicht nur bei Erkältung hilft dein Bärlauchkorn ,sondern auch bei Hohem Blutruck ,bei Venenproblemen und zur Unterstützung bei der jährlichen Frühjahrsreinigung.............denn ich habs schon ausprobiert lg Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag A N I T A |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ich habs gefunden!
In dem Analen meines Kellers Kaukasischer Bärenklaueintopf (Ur-Borschtsch Was soll ich jetzt noch lange Lieder singen, die rote Beete Suppe war ürsprünglich grün! Erst nach dem Kurzbesuch dieses komischen Franzosen, Nablonsky oder wie der noch mal geheißen hat, kam die unart nach Rußland, rote Knollen in ihre heißgeliebte Bärenklausuppe zu kippen. Und da die Franzmeier bei ihren Kochversuchen gleich ganz Moskau abfackelten, prägte sich dieser unbeschreiblich fehlgeschlagene Versuch, russische Bärenklausuppe auf französische Art umzusetzen auch gleich unauslöschlich in die Gemüter der russischen Popomuschkies ein und seitdem blutet der russische Borschtschgürtel im Einklang mit den gepeinigten Seelen des russischen Volkes in tiefstem Rot durch die Suppentöpfe dieser großen Nation. Wir aber wollen das Grün wiedererstarken lassen und, aber ohne die so vordergründige Bitternis des alten Bärenklaus, sondern gemildert durch die zartsaure Verlockung der Sauerampfer und von der angenehmen Würze des Gundermanns auch für beonders kritische Zungen ein wenig auf Vordermann gebracht. Bärenklau-Borschtsch mit Salzkrapfen und Knoblauchöl 3l selbstgekochte Rinder- oder Kalbsbrühe 1 Kg Kalbsbraten 50g Butter 30g Mehl 2 scharfe Zwiebeln 750g mehlige, geschälte und gewürfelte Kartoffeln 2 geputzte, in Scheiben geschnittene Möhren, Pastinaken und Petersilienwurzeln 500g geputzter, junge Bärenklaublätter 500g Sauerampfer 500g Gundermann 1 Kg fein geschnittener Weißkohl Je 1 Sträußchen Kerbel, glatte Petersilie und Dill, fein gehackt 500g russischer Sauerrahm 3 Lorbeerblätter frisch geriebener schwarzer Pfeffer Salz Die Brühe zum Kochen bringen und das Fleisch in ihr mit frisch gemahlenem Pfeffer und den Lorbeerblättern garen. Das dauert ungefähr 1 Stunde. Fleisch aus der Brühe holen und warm stellen. Die Hälfte der Butter mit dem Mehl vermengen und in die Suppe bröseln. Kochen lassen. Nun die feingehackten Zwiebeln mit dem Wurzelgemüse in einer großen Pfanne anbraten und leicht braun werden lassen. Den Kohl und die Kartoffeln in die Brühe geben und gut 20 min leise kochen lassen. Das Wurzelgemüse dazugeben. Das Wildgemüse in mundgerechte Stücke zerlegen, zur Suppe geben und weitere 10 Minuten kochen. Den Sauerrahm salzen und mit den Kräutern verrühren. Das Fleisch würfeln, und in der Suppe noch einmal heiß werden lassen. Tiefe Teller mit der Suppe füllen und mit einem Klatsch Sauerrahm servieren. Dazu gibt es kleine Salzkrapfen in Knoblauchöl. Salzkrapfen 500g Mehl 10g Salz 3 Eier 3 Eßlöffel Sonnenblumenöl 20 g Zucker 25g Hefe Gute 200 ml Wasser Aus den Zutaten (außer einem Ei und dem Öl) einen Hefeteig herstellen. Diesen wie gewohnt gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Noch einmal durchkneten und erneut gehen lassen. Dann daraus kleine Kugeln in Krapfengröße formen. Diese auf ein gefettetes Backblech setzen und mit dem Ei, das mit dem Öl verquirlt wurde bepinseln. Bei 180°C auf der mittleren Schiene des Backofen bei Ober- und Unterhitze goldbraun backen. Knoblauchöl 1 ganze Knoblauchknolle 1 dicker Strauß glatter Petersilie Salz frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 4 Eßlöffel neutrales Öl Die Knoblauchknolle schälen und die zehen ganz feinhacken oder sonst wie pürrieren. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Öl verrühren. Die Petersilienblääter alle fein hacken und unter das Öl geben. Gut 2 Stunden ziehen lassen. Dabei kalt stellen. Die Salzkrapfen vor dem servieren mit dem Knoblauchöl bestreichen und je 2 oder 3 davon in den bereits mit Borschtsch gefüllten Suppenteller geben |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
So sollte es heißen:
Wir aber wollen das Grün wiedererstarken lassen. Dies aber völlig ohne die so vordergründige Bitternis des alten Bärenklaus, sondern gemildert durch die zartsaure Verlockung der Sauerampfer und von der angenehmen Würze des Gundermanns auch für beonders kritische Zungen ein wenig auf Vordermann gebracht. Bitte mir meine semantischen Nachlässigkeiten nachzusehen, aber ihr wißt ja alle: Ich kann nicht richtig sprechen. Und schreiben schon gar nicht! |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hier ein paar Bilder zum Bärlauch. Und den hoch giftigen Gegenpol, den Aronstab. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hallo Kräuterjule
Vielen Dank für die tollen Bilder. Ich liebe Bärlauch Liebe Grüße Meri |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Hallo Ostwind-REgen,
wie immer, wunderbar von Dir zusammengefasste infos über den Bärlauch. Du schreibst: "für ALLE Zeiten verfallen" Und noch wegen der "semantischen Nachlässigkeiten" sehe ich Dir ganz sicher nach. Wenn man Dich vestehen will, dann tut man das und die es angeblich nicht verstehen oder darüber ihre witzchen machen, naja, ich denke Du kommst damit auch gut klar lg Meri |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Liebe MrsRobinson
Ich mache mit meinen aufgeblasenen Worten halt viel Rauch um nichts. Ich glaube auch nicht, dass ein Tässchen Bärlauchsud für alle Zeiten so fesselnd wirkt. So was kriegt nur eine richtige Frau hin. @Jule Danke für die Bilder! |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Barbarakraut (Barbarea vulgaris)
Die vulgäre Barbara, dieses von vielen heranwachsenden Männern äußerst gefürchtete Teufelsweib hat natürlich nichts mit der echten Winterkresse gemein, die wir ja alle unter dem Namen Barbarakraut kennen, sondern ist zugegebener Maßen nichts weiter als ein etwas außer Rand und Band geratenes Zerrbild jener holden Weiblichkeit, der wir seit den wilden Auswüchsen der Emanzipation alle so hoffnungslos nachtrauern. Das Barbarakraut dagegen, im Volksmund auch Winterrauke, stumpfer Hedrich, gemeine Wasserkresse, Stein- oder Senfkraut geheißen, hat nichts mit solchen Weibereien im Sinn, sondern ist seit jeher schon immer das Kraut der Schutzheiligen der Kannoniere, Bergarbeiter und Sprengmeister gewesen, denn die gute Barbara sorgte sich natürlich auch unter Tage für ihre Schutzbefohlenen und füllte mit der sanften Schärfe des nach ihr benannten, selbst im Winter noch bis zum 4. Dezember, dem Barbaratag, Blätter treibenden Krautes die Mägen der im Schlunde der Erde wullachenden Bergleute. Das ein oder andere merkwürdige Wetter ignorierte die gute Barbara dagegen und unternahm naütrlich auch nichts gegen die durch ihren Genuss erhöhte menschliche Methanproduktion unter Tage. (Da hätte viel Knoblauch ran gemusst – was bei Kühen bekanntermaßen hilfreich ist, doch Untertage die ohnehin schon verdorbene Luft noch schlechter gemacht hätte) Trotzdem hat das Barbarakraut natürlich gerade im Kohlenpott einen besonderen Stellenwert und jeder anständige Bergmann wusste, die auf einem guten, frischen Brötchen mit viel Quark und Zwiebeln kleingehackte Barbara zu würdigen. Aber das schwarze Zeitalter ist vorbei und so will ich mich nicht länger mit den Legenden aus der Zeit der qualmenden Kokshütten befassen sondern zu den botanischen Fakten schreiten, die diesem Kraute zu Eigen sind. Barbarakraut ist sehr ausdauernd. In seiner zwei- oder aber mehrjährigen Lebenszeit erreicht es Wuchshöhen von gut 90cm. Andere Quellen sprechen von 80cm oder gar von 100cm Höhe. Die in sattem Grün glänzenden Blätter des Barbarakrautes sind 2 – 9 fiedrig und haben ein großes, umgekehrt herzförmiges Endblättchen. Die Grundblätter bilden dicht über dem Boden liegende Blattrosetten. Die oberen, Stängel umfassenden Blätter sind nicht gefiedert, sondern gezähnt. Die strahlige, unförmig kleine Blüte erscheint zwischen April und ende Juni. Sie steht an langen Stielen in dichten Trauben. Ihre goldgelben Kronblätter leuchten intensiv, Anfang Juli entwickeln sich aus ihnen bis zu 30 mm lange Schoten, die an dünnen Stielen aufrecht in den Himmel ragen. Das Kraut verliert seine Blätter im Winter nur während langer, schneeloser Frostperioden. Barbarakraut wächst gern am Wegesrand, auf unbestellten Wiesen und Feldern, aber auch an Bächen, im Gebüsch oder auf lichten Waldwiesen. Es bevorzugt stickstoffreiche Böden. Man unterscheidet neben der echten Winterkresse 3 weitere Arten. Das mittlere Barbarakraut, das steife Barbarakraut sowie das frühe Barbarakraut. Meines Wissens sind diese Arten alle gleich verwendbar. Im Winter sammelt man die jungen Blätter der Grundrosetten. Dies Sammeln kann bis zum Frühjahr fortgesetzt werden. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Auch die Blüten und die angekeimten Samen kann man verwenden. Barbarakraut schmeckt jedoch sehr intensiv und sollte deshalb nur als Zugabe zu Suppen, Wildgemüsen oder Salaten eingesetzt.
In der Volksmedizin wird das Barbarakraut häufig als appetitanregendes, blutreinigendes Mittel eingesetzt. Es gilt als harntreibend, stoffwechselfördernd und wirksam bei Erkältungen. Früher wurde Barbarakraut zur Wundheilung eingesetzt. Mit ihm wurden Verbände gemacht. Bei denen man frische Barbarakrautwickel auf die Wunden legte. Auch sonst wird das Kraut nur frisch eingesetzt. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte mit Winterkresse
Wintersalat mit Barbarakraut 300g Steckrübe grob raffeln. 200g Egerlinge putzen und blättrig aufschneiden, 20 Haselnusskerne hacken, 200g Feldsalat putzen, 100g junge Blätter vom Barbarakraut putzen und in mundgerechte Stücke teilen, 1 Schalotte hacken und aus 4 Esslöffeln Haselnussöl und 2 Esslöffeln Zitronensaft, etwas Salz, Zucker und schwarzem Pfeffer eine Salatsoße herstellen. Das Gemüse gut durchmischen und auf 4 Teller verteilen. Die gehackten Haselnusskerne darüber streuen und mit der Vinagrette beträufeln. Sofort servieren. Paprika-Hirsesalat mit Winterkresse 1 gestrichenen Esslöffel Madras Curry, 2 gehackte Knoblauchzehen und 3 entkernte, scharfe Chilis in Butter anschwitzen, bis das Currypulver duftet.125g Hirse mit 300 ml Wasser darüber gießen und gut 1 Esslöffel Hefesteinpilzbrühe dazu geben. 3 Minuten gut kochen lassen, dann zum Ausquellen für 20 min wegstellen. 2 rote und 2 grüne Paprikaschoten, halbieren, entkernen und mit Öl bepinseln. Im Backofen gut 20 min bei 225°C Ober- und Unterhitze packen, bis die Haut dunkel wird. Mit einem nassen Tuch bedeckt abkühlen lassen. Aus 1 Esslöffel kaltgepresstem Sesamöl, 1 Esslöffel Sonnenblumenöl und 2 Esslöffeln gutem, kaltgepressten Olivenöl mit 4 Esslöffeln weißem Balsamessig, 1 Esslöffel milden Estragonsenf, Meersalz, etwas Zucker und zerstoßenem schwarzen Peffer ein Sauce herstellen und über die Hirse geben. Paprika häten und in kleine Würfel schneiden. 1 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Winterkresse säubern, von ihren Stielen befreien und in dünne Streifen schneiden. Alles unter die Hirse heben, eventuell nachwürzen und servieren. Winterauflauf mit Barbara 1 kleinen Weißkohl entstrunken und dünn aufschneiden. In Salzwasser garen, oder besser noch dämpfen. 500g festkochende Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, bis auch sie gar sind. 100g durchwachsenen Speck würfeln. 100g Gruyere grob raffeln. 200g Barbarakraut von den Stielen befreien und in Streifen schneiden. 2 min in Salzwasser blanchieren, dann mit Eiswasser abschrecken. Kohl, Kartoffeln, Speck und Barbarakraut miteinander mischen und in eine gefettete Auflaufform geben. Mit dem Gruyere bedecken. Gut 400 ml mit Salz, Pfeffer und reichlich Muskat gewürzte Schlagsahne darüber geben und alles bei 180°C - 200°C auf der mittleren Einschubleiste des Backofens bei Ober- und Unterhitze gut 30 min backen. Wenn der Käse zerlufen ist und etwas bräunt, ist der Auflauf tischfertig. Ich habe natürlich noch mehr Rezepte für Winterkresse, aber das Alles hier sollen ja nur ein paar Anregungen sein, die Lust auf eigene Experimente machen |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Beinwell (Symphytum officinale)
Der Beinwell hat viele Namen. Unter anderem ist er unter folgenden Bezeichnungen bekannt: Gemeiner Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Hasenlaub, Milchwurz, Schadheilwurzel, Schmalwurz, Schwarzwurz, Wallwurz, Komfrei oder Wundallheil. Viele dieser Namen deuten darauf hin, dass der Beinwell in früheren Zeiten ein bedeutenden Ruf in der Pflanzenheilkunde genossen hat. Auch heute wird er noch zu medizinischen Zwecken angebaut. Er ist eine ausdauernde, recht widerstandsfähige Pflanze mit einem in seltenen Fällen bis zu 1 m hohen kräftigen, hohen Stängel mit steifen, kleinen Härchen. Der Beinwell entspringt einem äußerlich schwarzen, innen jedoch weißen Wurzelstock, der eien schleimigen Saft absondert, wenn man ihn bricht. Die großen, rau behaarten wechselständigen Laubblätter sind spitz zulaufend lazettartig geformt und sitzen am unteren Teil des Stängels an langen Stielen, weiter oben jedoch direkt am Schaft. Der Beinwell ist ein Raublattgewächs. Er gehört zur Familie der Boraginaceae Die leicht glockenförmigen Blüten des Beinwells sind von Mai bis Oktober zu sehen. Siesind hell bis dunkelviolett gefärbt, manchmal aber auch gelblichweiß und hängen in langestielten Trauben leichtnickend von der Pflanze herab. Die Frucht des Beinwells besteht aus 4 kleinen, schwarzbraunen, einsamigen Nüsschen. Beinwell wächst auf dem gesamten eurasischem Kontinent, bevorzugt jedoch die mittleren Breitengrade. Er liebt stickstoffhaltige Böden, gedeiht aber auch auf lehmigem Untergrund sowie auf feuchten Wiesen, an Ufern, in Auenwäldern und auf Moorwiesen. In der Pflanzenheilkunde findet meist der getrocknete Wurzelstock Verwendung. Er wird schon seit langer Zeit bei schlecht heilenden Wunden, Knochenbrüchen, Sehnenscheidenentzündungen und Drüsenschwellungen eingesetzt. Früher hat man die großen Blätter und die schleimigen Wurzeln dazu verwandt, Umschläge oder Breipachungen für Verletzungen zu machen. Diese sind schmerzlindernd, entzündungshemmend und vor allen Dingen der Kallusbildung sehr förderlich. Innerlich sollte Beinwell nicht angewendet werden, da in ihm leberschädigende Senezioalkaloide zu finden sind. Die Blätter des Beinwell sind sehr proteinhaltig und von ihrem Nährwert her ohne Weiteres mit tierischem Eiweiß vergleichbar. Er sollte wegen seiner leberschädigenden Wirkung jedoch nicht übermäßig verzehrt werden. Gegen geringe Mengen Beinwell bestehen jedoch keine wie auch immer gearteten Bedenken. Man kann die jungen Sprossen des Beinwell wie Spargel schälen und dann dünsten, die Blätter als Gemüse zusammen mit Giersch und jungen Brennnesseln zubereiten oder die großen Blätter als Krautwickel mit den unterschiedlichsten Füllungen einsetzen. Reines Beinwellgemüse hat einen leicht süßlichen Geschmack. Meiner Ansicht nach eignet es sich am Besten als Mischgemüse mit kräftig schmeckenden Wildpflanzen gepaart. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
gedünstetes Beinwellgemüse
knapp 300g junge Beinwellblätter säubern und grob hacken. 1 Zwiebel hacken. Butter in einer PFanne schmelzen, die Zwiebeln darin glasig dünsten, den Beinwell dazu geben und alles anschwitzen. Nach einigen Minuten Garzeit das Gemüse mit Mehlbestäuben und mit einer Mischung aus Brühe und Milch ablöschen und anbinden. Das Gemüse kräftig salzen und pfeffern. Das Gemüse läßt sich gut mit Giersch, Gundermann, Taubnessel oder Brennnessel mischen. Ein Hauch Weißwein schmeckt ebenfalls recht gut in diesem Gemüse. Auch Käse rundet die Mehl-Sauce trefflich ab. |
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![]() Mitglied seit 22.12.2004 |
In Kräutern steckt die ganze Kraft der Welt; der Jenige, der Ihre geheimen Fähigkeiten kennt, ist allmächtig (Indische Weisheit)
Hier ein paar Bilder dazu. Das erste war in der freien Natur in der Nähe unseres Stadtwaldes und die anderen Beiden gepflanzt in eiem Kräutergarten und privat. Als erstes junger Beinwell ohne Blüte.
Dann mit Blüte auf unterschiedlichen Standorten. Viele Grüße ![]() ![]()
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Hab lieben Dank, Jule.
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hallo!
Auch die Blätter kann man gut für Umschläge bei Gelenkproblemen z.B. verwenden: ein paar Blätter anquetschen, um das Gelenk legen und dicht mit Frischhaltefolie umwickeln, dann ziehen die Inhaltsstoffe der Blätter besser ein. Liebe Grüßle vom Schwobamädle
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rezepte und ein paar Tipps für anwendungen folgen noch. Habe ich für morgen geplant.
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![]() Mitglied seit 12.12.2011 |
Hallo,
ein Salat aus Brunnenkresse war bei uns früher immer der Renner auf jeder Grillparty! Leider hab ich seit meiner kindheit keinen Ort mehr gefunden, wo ich die echte Kresse pflücken kann. LG |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Also, bei uns in Essen gibt es Brunnenkresse auch auf dem Markt. Jetzt nicht, aber im Frühjahr und im Sommer.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Beinwell als Heilpflanze
schwobamädle hat angesprochen, das Beinwell bei Gelenkproblemen und dergleichen ein gutes Mittelchen ist. Daher habe ich gedacht, hier 3Sachen reinzuschreiben, die mir in Sachen Beinwell aus der Kräuterapotheke bekannt sind. Bei Muskelschmerzen, Verletzungen, Gelenkschmerzen, Hautschäden und Knochenbrüchen 100g Beinwellwurzel 10 Minuten in einem Liter Wasser kochen. Dann durch ein Sieb gießen und für Umschläge oder Wickel an der verletzten Stelle verwenden. Bei Magen- und Darmproblemen Einen Tee aus 10 g Beinwell, 10g Hirtentäschel und 10 g Sanikel machen und morgens nüchtern trinken. Als Hautwässerchen 200ml Alkohol (Schnaps oder medizinischer Alkohol um die 40%) 10 g Weidenrinde, 5 g Beinwell, 5 g Thymian, 5 g Rosmarin in den Alkohol geben und 14 Tage warm stellen und durchziehen lassen. Dann filtrieren. Nicht trinken, obwohl das die unreine Haut auch vergessen lassen kann, sondern als Tinktur benutzen und 2 mal am Tag anwenden. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Habe heute keine Lust mehr.
Habe nämlich recht viele Beinwell-Rezepte in meinem Archiv gefunden. Werde auch nicht alle hier einstellen. An diese Arbeit mache ich mich auf jeden Fall erst morgen. mojoverde wundert sich ja ohnehin schon, das ich häufiger als er poste und glaubt, ich würde hier rumkaspern wollen. Na, das kann doch nicht sein, oder? |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
ausgebackener Beinwell nach Schweizer Art.
20 große Beinwellblätter waschen und trockenschleudern. 1 Eigelb mit 100 ml sprudelndem Mineralwasser verrühren und mit gut 75 g Weizenmehl, 1/4 Teelöffel Backpulver und 2 Eßlöffeln Maisstärke (Maizena oder so) sowie einer guten Prise Salz zu einem Teig verarbeiten. Öl in einer Fritteuse erhitzen. Die Beinwellblätter durch den Teig ziehen und in der Fritteuse knusprig ausbacken. Ein Wildkräuterquark schmeckt da sehr lecker zu. Hirtentäschel, junge Gänseblümchenblätter, Sauerklee, junge Taub- oder Brennnesselblätter, Gundermann, Giersch, Rauke, Vogelmiere und ein paar junge Löwenzahnblätter sollten mit einer Zwiebel und einer zerdrückten Knoblauchzehe die Grundlage für diesen Quark bilden. In der Schweiz wird diese knusprige Leckerei häufig gegessen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Beinwellauflauf
400g Beinwellblätter mit einer Zwiebel, Salz und Muskat in reichlich butter andünsten und zusammenfallen lassen. 1 Tasse Reis in 2 Tassen Wasser mit Instant-Gemüsebrühe gar kochen und 200 g herzhaften Schnittkäse grob raffeln (Schweizer Käse, Gouda oder Havarti). 200ml Sahne mit 3 Eiern verquirlen, salzen und pfeffern. 1 Auflaufform einfetten und mit einer Schicht Reis befüllen. Darauf 1 Schicht Beinwellgrün geben und mit Käse bestreuen. Diese Schichtung wiederholen und dabei darauf achten, das Reis die letzte Schicht bildet. Butterflocken darauf setzen und mit dem Eier-Sahne-guß übergießen. Bei 200°C gut 25 min auf der mittleren Einschubleiste des Backofens backen. Gekochter Schinken kann den Einlauf um eine Fleischeinlage bereichern. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Brandteigklößchen mit Beinwell
200g Beinwellblätter 20 g frisch geriebenen PArmesan 50 g Mehl Type 550 10g Butter 100 ml gute Gemüsebrühe (am besten selbstgemacht - Grundlage für die Suppe, in der man die Klößchen anrichten will) 1 kleiner Teelöffel gutes Salz die Brühe mit dem Salz und der Butter in einem Topf aufkochen. Beinwellblätter putzen und fein hacken. Das Mehhl unter Rühren in die Kochende Brühe schütten und solange rühren, bis sich ein Klumpen bildet. So lange rühren, bis sich der Klumpen gut von Topfboden löst und ein wenig fettig glänzt. Den Teig abkühlen lassen, bis er Fingertemperatur hat. Dann die eier unter den Teig rühren Ebenso mit dem Käse und dem Beinwellkraut verfahren. aus der Masse mit 2 Eßlöffeln oder mit den Fingern kleine Klößchen formen. Diese in 2 Liter leicht köchelnde Gemüsebrühe gar ziehen lassen. Natürlich kann man die Klößchen auch in der Suppe, mit der sie gereicht werden sollen, gar ziehen lassen. Als suppe empfhele ich eine kräftige Gemüsesuppe, Rezept folgt, oder eine Blumenkohlcremesuppe mit Flußkrebsen, was der ganzen Sache einen guten Pfiff gibt. Auch das Rezept folgt morgen. |
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![]() Mitglied seit 13.10.2011 |
Danke Ostwind...
Vielleicht überlegst Du Dir doch nochmal Deine Idee mit "einfach, günstig, lecker" Kochen und eröffnest dazu einfach einen Thread. Ich weiß nicht ob Deine Umfrage letztens so Aussagekräftig war, wo nur bestimmte Leute darauf anspringen und es da nicht mehr um die Frage ging... Ich bin immer an Rezepten interessiert, denn dafür bin ich ja beim CK... |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Nun, solche Leute kriegen ja auch gleich die passenden Antworten von mir. Mich stört nur die Tatsache, dass mir die Forenbetreuer, lol , damit meine ich in erster Linieeine bestimmte Person, keine Unterstützung gewähren. Aber ich überlege mir das noch mal. Jetzt bald wird es wärmer undda kann man bei Streifzügen durch Feld,Wald und wieseauchschon für 1, 00 € kochen, wenn man möchte.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Blumenkohlcremesuppe mit Flusskrebsen
Flußkrebsfond 12 gekochte Flußkrebse 2 Möhren 2 Stiele Staudensellerie 150 g Schalotten 3 El neutrales Öl 100 ml Weißwein 400 ml Fischfond aus dem Glas oder selbst gemacht Blumenkohlsuppe 100 g Schalotten 500 g Blumenkohl Salz 30 g Butter Zucker 1 El Zitronensaft 2 El Nolly Prat 200 ml Schlagsahne 450 ml Milch 4 Stiele glatte Petersilie Die Flusskrebse ausbrechen, Schwanzstück vom Kopf sanft drehend lösen. Krebsköpfe kalt abspülen und abtropfen lassen. Das Krebsfleisch aus dem Panzer lösen, dazu das Schwanzstück an den Seiten leicht aufbrechen und das Fleisch vorsichtig aus dem Panzer ziehen. Krebsschwänze am Rücken leicht einschneiden um den Darm zu entfernen. Krebsschwänze kühlen. Möhren putzen, schälen und fein würfeln. Sellerie putzen, waschen und fein würfeln. Schalotten fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen. Panzer und Köpfe darin bei mittlerer Hitze10 Minuten rösten. Möhren, Sellerie und Zwiebeln zugeben, weitere 10 Minuten rösten. Mit Wein ablöschen und stark einkochen lassen. Mit Fond und 1 l kaltem Wasser auffüllen, offen bei milder Hitze 45 Minuten leise kochen, dabei die Trübstoffe von der Oberfläche entfernen. Fond durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Spitzsieb in einen 2. Topf gießen. Fond bei mittlerer Hitze auf 6 El Glace sämig einkochen lassen. Für die Suppe die Schalotten würfeln. Blumenkohl küchenfertig putzen. 400 g Blumenkohl fein schneiden, restlichen in kleine Röschen teilen. Blumenkohlröschen in kochendem Salzwasser in 3-4 Minuten leicht bissfest garen, in ein Sieb geben, abschrecken, abtropfen lassen, kalt stellen. 20 g Butter in einem Topf schmelzenlassen, Schalotten darin bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten farblos dünsten. Restlichen Blumenkohl zugeben, 3-4 Minuten mitdünsten, mit Salz und 1 Prise Zucker würzen. Zitronensaft, Nolly Prat, Sahne, Milch und 200 ml Wasser zugeben, bei milder Hitze 15-20 Minuten kochen lassen. In einem Küchenmixer fein pürieren und wieder in einen Topf geben. Petersilienblätter von den Stielen zupfen. Suppe erwärmen. Restliche Butter in einer Pfanne erwärmen, Blumenkohl- röschen darin bei mittlerer Hitze 1 Minute erwärmen. Krebse zugeben und erwärmen. Suppe in tiefe Teller geben, Blumenkohl, Krebse und Kerbel daraufgeben. Mit Glace beträufeln. 3 bis 4 Beinwellklößchen dazu geben und servieren. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Gemüsesuppe mit Beinwellklößchen aus Brandteig
3 St. Karotten 100 gr. Sellerie 1 St. Lauch, groß oder 2 kleine 1 St. Zwiebel 1 St. Blumenkohl 1 St. Tomate 1 Mso. Fenchelsamen 1 EL Meersalz 1 St. Lorbeerblatt 1 St. Liebstöckel kl. ca. 3 Blättchen. 6 St. Petersilie 100 ml grüner Veltliner 2 L Wasser in einem großen Topf kochen. Karotten und Sellerie würfeln. Lauch in feine Scheiben schneiden. Zwiebel halbbieren und in einer Pfanne auf der Schnittfläche anbräunen.Tomate kleinschneiden. Das ganze geputzte und optisch fein geschnittene Gemüse in einen Topf geben und mit dem Lorbeerblatt gut 40 Minuten leicht köcheln lassen. Dann Salz, Fenchel, Petersilie und Liebstöckel reingeben. Suppe mit etwas frisch geriebenem Pfeffer und dem grünen Veltliner abschmecken und in tiefen Tellern mit 3 oder 4 Beinwellklößchen servieren. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Beinwell imSchinkenmantel
500 g Beinwell-Sprossen 16 Scheiben Parmaschinken 100 g Parmesan, sehr fein gehobelt 1 Bund frischer Basilikum 800 ml Gemüsefond 1 TL Meersalz 3 EL Butter 2 TL Vollrohrzucker 1/4 l Creme Double etwas Pfeffer, weiß, gemörsert etwas Muskat, gerieben 1 Bund Kerbel Zubereitung für Beinwell im Schinkenmantel Beinwell-Sprossen im Gemüsefond mit Meersalz, Vollrohrzucker und Butter dünsten. Dann aus dem Sud heben, gut abtropfen lassen und in 4 Portionen teilen. Den Schinken in 4 Portionen teilen, darauf den gehobelten Käse geben und darauf die Basilikumblätter verteilen. Auf diese Lagen nun die Beinwell-Stängel verteilen. Daraus Rouladen formen. Die Rouladen in eine Auflaufform geben. Den Kochsud (Gemüsefond) mit Sahne, Muskat, Salz und Pfeffer würzen und unter regelmäßigem rühren bis zur Hälfte einkochen lassen. Den Sud zu den Rouladen geben und im Ofen noch einmal für 15 Minuten bei 175°C garen lassen. Die Rouladen aus dem Sud heben und auf einer Platte anrichten. Warm stellen. Den Sud bei großer Hitze auf die Hälfte einkochen und zu den Rouladen servieren. |
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![]() Mitglied seit 01.08.2008 |
Hiho!
Respekt Ostwind. Hast hier ja einiges gepostet. Bist du Profi(Koch, Gastronomie, ...). Ich finde ja von solchen Leuten lebt CK. Und CK frißt viel. MfG Nel |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Ich war mal Koch. Aber nur für 1 Jahr. Dann habe ich doch weiterstudiert.
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![]() Mitglied seit 01.08.2008 |
thx4info
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![]() Mitglied seit 15.05.2007 |
Hi,
wie werden die Beinwellkloesschen gemacht? Oder habe ich das ueberlesen? LG Margie |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Steht in diesem Thread.
Hier: Vom 18.02.2012 23:49 11 Posts höher. Leider hat dies Forum keinen Beitragszähler für jeden Thread. Daher ist die Orientierung innerhalb der Threads nicht so einfach. |
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![]() Mitglied seit 15.05.2007 |
Da kann ich das Rezept ja nicht finden!
Ich hab mit der F3-Suche "Beinwellklößchen" gesucht. Danke. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Denke, jetzt hast Du es gefunden.
Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) Der Bockshornklee zählt innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler zu den Schmetterlingsblütlern. Er ist eng mit dem Schabzigerklee verwandt, schmeckt jedoch nicht so mild wie dieser, wird aber genauso in getrockneter Form als Brotgewürz oder Zusatz zum Käse verwandt. Kuhhornklee, Ziegenhorn, Hirschwundkraut, Rehkörner, feine Grete, Filigrazie, Schöne Margreth, Siebenzeiten, Stundenkraut, Methika und Philosophenklee sind weitere, im Volksmund gebräuchliche Namen des Bockshornklees. Auch in der Bodybuilderscene ist Bockshornklee bekannt und wird dort als Fenugreek bezeichnet Der krautige Bockshornklee erreicht in seiner 1 Jahr währenden Lebenszeit Wuchshöhen von bis zu 80 Zentimetern. Er fällt besonders durch seinen starken Geruch auf, ist aber auch dank seines sehr kleeartigen Laubes gut zu erkennen. Mit einer langen, faserig verzweigten Pfahlwurzel sorgt der Bockshornklee für guten Halt im Boden An den runden, aufrechten und verzweigten Stängeln wachsen bis zu 3 länglich eiförmige oder leicht elliptische Blätter mit von der Blatthälfte bis zum Ende hin gesägtem Rand. Die Nebenblätter sind fest mit der Basis des Blattstiels verwachsen. Der Bockshornklee blüht von April bis Juli. Die gut 2 cm langen Blütenkronblätter sind hell cremeweiß bis weißgelb und am Grunde violett. Der Bockshornklee bildet gegen Ende Juli hornförmige Hülsenfrüchte mit kleinen weißen oder braunen Samen. Bockshornklee hilft bei Diabetes mellitus. Bis zu 25 g gemahlenes Bockshornkleepulver werden zu Brei verkocht über den Tag hin gelöffelt. Bei Entzündungen sollen Wickel aus einem ebenso gekochten Brei des Bockshornklees genauso gut helfen wie bei Ekzemen und Haarausfall. Von Frauen wird Bockshornklee auch gern zur Milchbildung eingesetzt. Seit der sinngemäßen Äufforderung des Propheten, seinen Arzneien Bockshornklee beizumischen wird Bockshornklee in der arabischen Welt häufig eingesetzt. Seit Kneipp wurde er auch in Europa wieder verstärkt angebaut. Bockshornklee wächst in Europa, Afrika, Asien und Australien. Er kommt auch mit stark versalzenen Böden gut zurecht und dient in vielen Ländern der 3. Welt als Nahrungsmittel. Keimlinge des Bockshornklees werden gern als würzende Zutat bei Salaten und Rohkosttellern eingesetzt. In der türkischen Trockenfleischspezialität Pastirma ist er ein wichtiger Bestandteil |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Heute habe ich keine Lust mehr.
Bockshornklee-Rezepte gibt es ja auch hier eine ganze Menge. Dennoch werde ich hier ein paar wirklich leckere Kochtipps einstellen, die sich teilweise auch ohne Weiteres in einem hochdekorierten Restaurant gut machen würden. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Gewürzmischung mit Bockshornklee
20g Rosenblüten getrocknet 10g Grüner Pfeffer 10g Rosa Beeren 10g Schwarzer Pfeffer 20g Coriander ganz 20g Cumin ganz 10g Kardamom, ganz, grün 10g Bockshornklee 3. Nelken 20g Ceylon Zimt 10 Stern Anis 5g. Ingwerpulver 3g. Chili gemahlen Alle Gewürze in einem Mixer oder einer Kaffeemühle feinmahlen. Man kann das auch in einem Mörser machen. Dann in ein gut verschließbares, möglichst grünes oder braunes Glas packen und dunkel aufbewahren. Gut als Marinade mit Öl und Zitronensaft für Fleisch geeignet. Passt aber auch als exotische Würzmischung zum Quark oder zum Herstellen von Joghurtdips. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Obiges Rezept ist so eine Art Curry-Mischung, da fehlen zwar Kurkuma und Fenchel, aber die sind auch nicht in jeder Currymischung enthalten. Die Rosenblätter geben der Mischung einen interessanten Touch.
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Garam Masala Gewürz Mischung
10g Kreuzkümmel 20g Koriander 5g Kurkuma 5g Bockhornkleesamen 5g getrockneter Knoblauch 10 getrocknete Chilis 3g Asafoetida, auch Asant oder Teufelsdreck geheißen 5g Ingwerpulver 5g Paprikapulver, edelsüß 5g Paparikapulver, rosenscharf 5g schwarze Pfefferkörner 5g braune oder schwarze Senfsamen 2 - 3 frische Lorbeerblätter 1/2 Stange Zimt Alle nicht als Pulver vorliegenden Gewürze werden in einem Wok oder einer Pfanne bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten angeröstet. Die Zimtstange und den möglichst frischen Lorbeer vorher kleinbrechen. Die Gewürze nicht anbrennen lassen. Sie sollten intensiv zu duften beginnen. Mischung gut abkühlen lassen. Dann im Mixer zu feinem Pulver zermahlen. Garam Masal ist eine in ganz Indiens verbreitete Gewürzmischung, die von Region zu Region in den unterschiedlichsten Varianten vorkommt. Das Wort Garam heißt so viel wie scharf und Masala bedeutet Mischung. |
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![]() Mitglied seit 15.05.2007 |
Ja. Danke Ich hab's jetzt.
Ich will mir aber dein Beinwellgemuese noch mal genauer durch den Kopf gehen lassen. Ich hab ja bald wieder welchen im Garten. Wieviel davon waere denn zu viel fuer die Leber? Gibt's da Anhaltspunkte? |
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![]() Mitglied seit 15.05.2007 |
Du hattest nicht meine Frage nach Asant gesehen?
Ich suche noch immer danach. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Curry-Mischung
20g Koriandersamen 20g Kreuzkümmel 20g Kurkuma Gewürz gemahlen 10g Ingwerpulver 5g Senfkörner gelb 5g Bockshornklee 3g Zimtpulver 3g Nelkenpulver 5g Kardamom grün 5g Chilipulver 10g schwarz 20 Curryblätter Die Curryblätter in einem Wok anrösten. Dann die übrigen Gewürze hinzugeben und Alles solange schwenken und rühren, bis es intensiv duftet. Abkühlen lassen und in einer Kaffeemühle oder einem Mixer pulverisieren. In dunklen Gläsern aufbewahrt hält sich das Pulver bis zu 2 Jahre lang. Die Curry Mischung hat ihren Namen nicht von den Curryblättern. Sie ist eine europäische Erfindung und in dieser Form nicht in Indien erhältlich. Dort kann man nur Curryblattpulver kaufen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Habe ich nicht gesehen. Erst jetzt.
Frage mal im Asia-Laden nach. Da ist es eigentlich unter Asafoetida, zu kriegen. Gute Reformhäuser führen es auch. Das Reformhaus Klocke in Essen hat zum Beispiel Asant. Als Pulver. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Bockshornkleesalat mit Keimlingen
100 g Bockshornkleekeimlinge 100 g Lunjakeimlinge 2 Knoblauchzehen 1 rote, scharfe Chilischote 10 Curryblätter 2 EL Kokosflocken 1 EL Olivenöl 1 EL Erdnussöl 2 TL Tamarindenpaste 1 Bund frischer Koriander Salz Keimlinge mischen und gut salzen. Zur Seite stellen. Erdnußöl erhitzen. Die in Streifen zerschnittenen Curryblätter, den gehackten Knoblauch, die von Kernen befreite, in Ringe geschnittene Chilischote und die Kokosflocken dazu geben und solange schnell rühren, bis der Knoblauch duftet und die Kokosflocken ein wenig anbräunen. Vom Herd nehmen und mit dem Olivenöl mischen, Tamarindenpaste unterrühren und über die Sprossen geben. Mit dem gehacktem Koriander bestreuen, mit Salz abschmecken und servieren. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Vegetarisches Kartoffelgulasch mit Kräuterpesto
200 gr.Broccoli frisch 2 Karotten 2 StangenStaudensellerie 500 gr.Kartoffeln festkochend 100 g.Blattspinat frisch 2 frische rote.Chilischoten 1 Bund Petersilie glatt frisch ½ Bund Minze frisch ½ Bund Koriander frisch 10g Mandelblättchen geröstet 1.Knoblauchzehe 2 Lorbeerblätter 2.Gewürznelken 5g Ingwer frisch gerieben 2g Kurkuma Gewürz gemahlen 3g Kardamonsamen 3g Bockshornkleesaat 1 l Gemüsebrühe 2 EL kaltgepresstes Olivenöl 1 EL kaltgepresstes Sesamöl Cayennepfeffer Salz Spinat und Petersilienblättchen blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Abtropfen lassen. Restliches Wasser abdrücken. Gemüse mundgerecht klein schneiden. Aus dem kleingeschnittenen Knoblauch, dem Spinat, den grünen Kräutern und den Mandelblättchen, mit den 2 Ölsorten und 3 EL der Brühe mit dem Pürierstab oder dem Mixer ein Pesto herstellen. Broccoliröschen von den Stielen schneiden und zerteilen, Stiele schälen und in Scheiben schneiden. Beides knackig garen. Karotten schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Sellerie mundgerecht würfeln. Ebenso die Kartoffeln. Karotten und Kartoffeln in der Brühe mit dem Lorbeer und den kleingeschnittenen, von Kernen befreiten Chilischoten etwa 25 Minuten weich köcheln, nach 15 Minuten den Sellerie und die Nelken zugeben. Gemüse abgießen, Sud auffangen. Lorbeer, Nelke und Chili rausnehmen. Am Besten diese Gewürze vorher in ein Mullbeutelchen geben. Dann sind sie einfach zu entfernen. Bockshornklee und Kardamom im Mörser oder Elektromixer zerkleinern. Sud mit einer Handvoll Kartoffelwürfel pürieren und mit Kurkuma, dem Mörserinhalt, Salz und einer Prise Cayennepfeffer würzen. Den Sud mit dem Gemüse mischen und mit Ingwer und dem Pesto abschmecken. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Die Ladezeiten dieses Threads sind in meinen Augen nun doch unangenehm lang geworden. Daher überlege ich mir, einen neuen Thread zu starten. Ob ich das hier oder in der von mir heute gegründeten Gruppe mit Namen "Outdoorfutter" machen werde, ist mir noch nicht ganz klar. Es gibt für beide Möglichketen Vor- und Nachteile. Ich werde darüber noch ein wenig nachdenken und mich dann dazu äußern.
Jedenfalls werde ich das Thema Bockshornklee noch in diesem Thread zu Ende führen. Ich habe noch einige sehr interessante Rezepte, die das Thema Bockshornklee zum Inhalt haben und werde davon ganz sicher noch das ein oder andere Rezept einstellen. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Gelbe Linsen mit Weizenklößchen
350g gelbe Linsen 1 Stange Lauch 200g Egerlinge 2 TL schwarze Senfsamen 2 TL Bockshornkleesamen 20 Curryblätter 2 TL Chilipulver 2 TL Kurkuma (gemahlen) 4 TL Kreuzkümmel 4 TL Koriandersamen (gemahlen) 4 TL Tamarinden-Paste, in 100ml Wasser aufgelöst 2 TL brauner Zucker 1 EL Erdnussöl Für die Klößchen 300g Mehl 1 TL Kurkuma (gemahlen) 1 TL Chilipulver Salz Die Linsen bei schwacher Hitze in der doppelten Wassermenge gut. 30 Minuten kochen. Die Zutaten für die Weizenklößchen in einer Schüssel vermischen und mit etwas Wasser zu einem glatten Teig verarbeiten, der nicht mehr klebt. Zu knapp 25 kleinen Kugeln formen. Nun etwas Erdnussöl in einem Wok erhitzen und die Bockshornklee- und Senfsamen rösten, bis diese beginnen, aufzuplatzen. Dann die Curryblätter und die gemahlenen Gewürze zugeben. Die Hitze auf knapp mittlere Stärke reduzieren Die in Scheiben geschnittenen Egerlinge und die in Ringe zerteilte Lauchstange in den Wok geben und unter Rühren garen. Dann die in Wasser aufgelöste Tamarindenpaste untermischen und mit Salz und braunem Zucker abrunden. Die gelben Linsen zugeben und aufkochen, sanft weiterkochen.. Die Kugeln entweder zu Kreisen auswalzen oder als Bällchen in das in das Curry geben und 6-8 Minuten mitkochen, bis sie schön weich sind. Mit Salz abschmecken. |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Rote Linsen mit Bockshornklee und Naan Brot(für knapp 10 Portionen)
500g rote Linsen 5 Möhren 1/4 Knolle Sellerie 10 Tomaten 1 1/2TL Bockshornkleesamen 2TL Kurkuma 2TL schwarze Senfsamen 2 – 3 frische rote Chilischoten 4 - 6 TL rote Thai-Currypaste 4 EL Erdnussöl 1 Bund frischer Koriander ½ Teelöffel Asant etwas Salz Möhren schälen und fein würfeln. Sellerie schälen und ebenso fein würfeln. Die roten Linsen waschen und ca. 25 Minuten in der doppelten Menge Wasser zusammen mit den Möhren und dem Sellerie weich kochen. Die Tomaten grob hacken, den Koriander waschen und hacken, die Chilischoten fein schneiden. Das Öl in einem Wok heiß werden lassen. Die Senfsamen anbraten bis sie platzen, dann die Bockshornkleesamen zugeben und ein paar Sekunden bräunen. Naan Brot 150 ml Milch 15 g Hefe (1/3 Würfel) 1/2 TL Zucker 150 g Joghurt 1 Ei 2 EL Öl oder flüssiges Ghee 500 g Weizenmehl (Type 405) 1 TL Salz 1 TL Backpulver Mehl zum Arbeiten Fett für das Backblech Ergibt gut 10 Naan Brote Die Milch lauwarm erwärmen. Die Hefe in einem Schälchen zerbröckeln, den Zucker darüber streuen und 50 ml Milch darüber gießen, 10 Min. stehen lassen. Inzwischen den Joghurt mit dem Ei, der übrigen Milch und Öl oder Ghee verquirlen. Das Mehl in einer Schüssel mit Salz und Backpulver mischen, eine Mulde in die Mitte drücken. Die Joghurt- und die Hefemischung dazugeben, alles zu einem Teig verrühren und gut durchkneten (von Hand oder mit den Knethaken des Mixers), in eine Schüssel geben, mit einem Geschirrhandtuch abdecken. Der Teig sollte nun langsam aufgehen (also nicht warm stellen), das kann mehrere Stunden dauern, am Ende sollte er sich verdoppelt haben. Den Backofen auf 225° vorheizen. Den Teig nochmals durchkneten, in 10 Portionen teilen und auf bemehlter Arbeitsfläche zu länglichen Fladen ausrollen (knapp 1 cm dick). Ein Backblech mit Fett bestreichen, 3-4 Fladen darauf legen und im Ofen (oben, Umluft nicht empfehlenswert) in ca. 6 Min. hellbraun backen, wenden und weitere 3-4 Min. backen. Fertige Brote locker in ein Geschirrtuch einschlagen und warm halten, bis alle Brote gebacken sind. Wer will, bestreut die Fladen vor dem Backen noch mit Schwarzkümmel. Zu den roten Linsen mit Naan Brot schmeckt Lassi sehr lecker |
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![]() Mitglied seit 31.10.2011 |
Persisches Lamm mit Bockshornklee-Kräutersauce
750 g Lammfleisch (ohne Knochen) 1 Gemüsezwiebel (fein gehackt) ½ Bund Frühlingszwiebeln (fein geschnitten) 2 Handvoll frischer Spinat oder eine halbe Packung TK-Blattspinat ¼ Tasse frischer Koriander, Bockshornklee und Schnittknoblauch (fein gehackt) ½ Tasse Petersilie (fein gehackt) ¾ Tasse getrocknete Kidneybohnen Salz, Schwarzer Pfeffer 1 bis 2 große Kartoffeln 1 Teelöffel Kurkuma ½ Tasse Limettensaft etwas Öl 1, 5 Tassen Wasser Das Fleisch wird in Würfel geschnitten, Die Zwiebeln angeschwitzt und mit dem Kurkuma vermengt. Die Mischung sollte noch zwei Minuten weiterbraten, bevor das Fleisch hinzukommt. Nun die Temperatur drosseln, das Fleisch anschmoren, dann Wasser, Bohnen sowie Salz und Pfeffer hinzugeben und bei geschlossenem Deckel eine bis 1,5 Stunden leise vor sich hin schmoren lassen. Kurz vor Ende der Garzeit werden die Kartoffeln geschält, in Würfel geschnitten und angebraten, bevor sie in die Sauce kommen. Im selben Öl werden nun noch die Kräuter und der Bockshornklee angebraten. Alles zusammen in einer Schüssel servieren. Dazu isst man nach persischer Methode gegarten Reis. |
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Herzhafter türkischer Brotaufstrich mit gemahlenem Bockshornklee(Cemen)
2 Knoblauchzehe 4 EL Olivenöl 2 EL Zitronensaft 1 TL Cemenpulver, gemahlener Bockshornklee, 2 EL Paprikamark 1/2 EL Tomatenmark 1 TL gemahlener Kreuzkümmel 4 EL grobgehacke Wallnüsse Salz Die Knoblauchzehen schälen und in der Presse zerdrücken. Knoblauch, Olivenöl, Bockshornklee, Zitronensaft, Paprika- und Tomatenmark, Kreuzkümmel und Salz in der Küchenmaschine vermischen, so dass eine dicke Paste entsteht. Die Walnüsse unter die Paste mischen und im Kühlschrank aufbewahren. Gut gekühl servieren. |
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LG Gudrun




