Wer kennt "Holleptzier" oder so ähnlich ?

02.12.2010 10:42 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

BJSchulz

Mitglied seit 27.01.2004
3 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo,
ich kenne von meiner Mutter ein uraltes überliefertes Rezept für eine Art von Krautwickeln mit einer Füllung aus Reis und geräuchertem Speck.
Googeln danach bleibt ergebnislos, es nennt sich mundartlich ähnlich wie Hollepzier. Das polnische Gericht "Golabki" entspricht dem nicht wirklich, denn es wird kein Hackfleisch verwendet.
Kann jemand helfen ?
Danke für alle Hinweise,
Gruß BJS
 
02.12.2010 11:16 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Bienexyz62

Mitglied seit 20.11.2004
103 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallöli,

ich kenne von meiner Schwägerin ein Rezept, dass sie in Ihrer Kindheit (50er Jahre) immer bei der Oma (lebte früher in Galizien, der Opa war Pole) gegessen hat. Sie nennt es immer "Holläppchen".

Sie kocht es hin und wieder mal. Ist allerdings auch ohne Speck. Also wie eine Kohlroulade, gefüllt mit gekochtem Reis und Hackfleisch (ca. 1:1 Mischungsverhältnis), Zwiebel und normale Gewürze. Die mit Faden umwickelten Rouladen werden nicht angebraten, sondern in einer gut abgeschmeckten Tomatensuppe gegart (passierte Tomaten, etwas Wasser, Salz, Zucker, Knobi, Pfeffer). Aber kein Mehl, sonst brennt die Suppe an. Die Rouladen müssen von der Suppe bedeckt sein.

Die fertigen Holläppchen wurden traditionell zu Gulasch gegessen.
Eine Variante mit Speck ist nicht bekannt. Aber sicher kann man einfach ausgelassenen Speck mit dem Reis vermischen und in die Rouladen füllen.


Liebe Grüße Sabine
 
02.12.2010 12:23 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Monika1957

Mitglied seit 07.05.2004
2.670 Beiträge (ø0,81/Tag)

Hallo,

ich kenne es als Hollopsien. Das war so ziemlich das einzige Rezept, das meine Mutter von ihrer Schwiegermutter übernommen hat, weil mein Vater dafür fast alles gegeben hätte.

Als ich dann vor ca. 25 Jahren angefangen habe, es auch zu kochen, hat sie diesbezügliche Aktivitäten sofort wieder eingestellt Lächeln

Man braucht gesäuerten Weißkohl (die Köpfe gibt es beim Türken), Reis (der allerdings nicht paraboiled sein sollte, ich nehme immer Beutel und schneide die auf), viel Zwiebeln, viel Knoblauch, reichlich Salz und geräuchertes Bauchfleisch.

Da das Ganze eine relativ trockene Angelegenheit ist, gibt es bei uns immer Kaßlerschmorbraten dazu.

Wenn Du das genaue Rezept brauchst, schreibe ich es Dir gerne hier rein.

LG
Monika
 
12.03.2011 12:36 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sanny8483

Mitglied seit 12.03.2011
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallöchen,

Holleptzier/Hollipzier sind auch in meiner Familie ein Rezept welches von meiner Uroma weiter gegeben wurde. Es stammt soweit ich weiß aus Galizien und war ein arme-Leute-essen. Ich weiß auch, dass es verschiedene Varianten/Abarten na dann... davon gibt...aber ich schreib dir mal unsere Variante...
Traditionell wird es bei uns zu Weihnachten gegessen. Das genaue Rezept kann ich dir nicht sagen, da ich die Kunst noch meiner Mama überlasse Na! Es ist aber saulecker! hechel...

Aber generell: Geschmacklich lohnt es sich nur große Mengen zu verarbeiten. Man braucht einen Großen Topf (aber eher groß im Umfang, nicht in der Höhe) und einen Teller, den legt man unten auf den Boden (meine Mama hat Tellerscherben) damit nichts anhängt. Ein großer Weißkohlkopf im heißen Wasser vorgaren, dass sich die Blätter leicht lösen. In einer großen Schüssel Milchreis, Bauchfleisch, Salz, Pfeffer mischen. Vom Weißkohl die Blätter vorsichtig ablösen und einen Esslöffel von dem Reis in ein Blatt füllen und die Seiten einschlagen. Der Topf mit dem Wasser bekommt Salz und Essig - das muss man abschmecken...das Wasser hat dann eine nette Säure.
Die gefüllten Weißkohlblätter werden mit der Öffnung nach unten vorsichtig in dem Topf gestapelt, sollten aber fest nebeneinander/übereinander gelagert werden.
Deckel schließen...das Wasser darf nicht kochen...die Hollipzier werden nur gedämpft! Zwischendurch das Wasser abschmecken und auffüllen, muss aber ordentlich gemacht werden, sonst schmecken sie wässrig. Nicht drin rumrühren...den Topf auf der Platte schnell links/rechts drehen. Die Garzeit dauert schon eine ganze Weile...kann aber nicht genau sagen, wie lange...am Besten einen der oberen Hollipzier zum probieren nutzen.
Ein Braten mit viel Soße dazu und fertig ist ein sehr leckeres Gericht. Die Hollipzier kann man auch einfrieren.

LG
Sandra
 
Antwort schreiben

Um selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, so müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Magazine unserer Partner auf Chefkoch.de