Gibt es überhaupt "echte" DDR-Rezepte????

25.03.2009 11:00

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Guten Tag zusammen,

regelmäßig tauchen hier die sogenannten "DDR-Rezepte" auf, und mit derselben Regelmäßigkeit stelle ich fest, dass es sich bestenfalls um Spezialitäten aus den östlichen Regionen Deutschlands handelt, die es schon lange vor der Gründung der DDR gegeben hat, und hoffentlich auch noch lange geben wird.

Deshalb meine Frage: Gibt es überhaupt eine nennenswerte Anzahl von Gerichten, die einen tatsächlichen DDR-Bezug haben?
Selbst die "Soljanka" fällt da nicht drunter, denn deren Ursprung ist Russland.

Beste Grüsse vom Hinnerk
25.03.2009 11:04

mamirah24

Mitglied seit 09.11.2005
25.968 Beiträge (ø6,79/Tag)


MOIN Hinnerk


was ist mit dem sogenannten "Jägerschnitzel"
das aus einer panierten(Jagd?)Wurst besteht?





mamirah

25.03.2009 11:08

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ mamirah

Jau, würde ich gelten lassen. Kann auf die Liste.

Mal sehen, was sonst noch so kommt.

BG Hinnerk
25.03.2009 11:10

Löschilie

Mitglied seit 16.11.2008
1.021 Beiträge (ø0,38/Tag)

Hallo!

Ist es nicht oft so, dass die tatsächliche Herkunft eines Gerichtes schwerer festzulegen ist?
Oft sind es nur kleine Abwandlungen, die Rezepte voneinander unterscheiden...

LG, Nicole
25.03.2009 11:11

JordiTin

Mitglied seit 06.06.2002
20.364 Beiträge (ø4,01/Tag)

Hallo,

Griletta und Ketwurst? Auch wenn es sich nur um Hamburger und Hotdog handelt Na!

Gruß

Tin


"Ein Menü ist ein Menü ist ein Menü."
25.03.2009 11:12

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

Also ein Bekannter aus dem "Westen" guckte mich bei dem Vorschlag, eine Soljanka zu kochen, ganz dusselig an, weil er das noch nie gehört hatte.
25.03.2009 11:12

FrauAntje1

Mitglied seit 02.10.2003
7.783 Beiträge (ø1,69/Tag)

Hallo zusammen,

nicht zu vergessen: die typische DDR-tomatensauce aus der Schulspeisung. Lächeln

LG

Frauantje1
25.03.2009 11:13

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

@ mamirah

Stimme dir zu, die meisten kennen das Jägerschnitzel als ein echtes Schnitzel mit Pilzsoße - bäh!





Die Tomatensoße, die hauptsächlich aus Ketchup besteht, dürfte auch so eine DDR-erfindung sein. Genauso wie der Eierkuchen.
25.03.2009 11:14

muuda

Mitglied seit 23.01.2006
15.971 Beiträge (ø4,26/Tag)

Hallo Hinnerk,

die sogenannten DDR-Rezepte sind enstanden, weil das damalige Warenangebot dem Speiseplan angepaßt werden mußte.

lg
muuda


Chant down Babylon

Kaum macht man's richtig - schon geht's
25.03.2009 11:14

Bikergirl79

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622 Beiträge (ø0,22/Tag)

@ FrauAntje

Vergiss nicht den Klumpen Nudeln, der zu der Tomatensoße gehörte und in einem Stück auf den Teller kam Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
25.03.2009 11:16

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Nicole

Natürlich gibt es für etliche Gerichte regionale Varianten (Sauerbraten z.B.), aber darum geht es mir eigentlich nicht.
Die vierzig Jahre DDR sind ja nun mal ein historisch abgeschlossenes Kapitel, da dürfte es nicht so schwierig sein, einen Bezug festzumachen, denke ich.

BG Hinnerk
25.03.2009 11:16

JordiTin

Mitglied seit 06.06.2002
20.364 Beiträge (ø4,01/Tag)

Und Krusta - die Ost-Pizza.
Und die Tomatensauce mit Wurstscheiben aus der Schulspeisung, nach der auch im CK immer mal wieder gefragt wird ...

Gruß

Tin


"Ein Menü ist ein Menü ist ein Menü."
25.03.2009 11:16

mamirah24

Mitglied seit 09.11.2005
25.968 Beiträge (ø6,79/Tag)





Ich dachte immer ,dei Tomatensauce sei eine Mehlschwitze mit
TomatenMARK;
Ketchup dürfte schon wieder zu "exotisch" gewesen sein

ich fand diese Sauce eigentlich immer lecker als Kind/Jugendliche
meine Mama hat das auch irgendwie so gemacht Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen )







25.03.2009 11:18

muuda

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@bikergirl: Die Tomatensoße, die hauptsächlich aus Ketchup besteht, dürfte auch so eine DDR-erfindung sein. Genauso wie der Eierkuchen.

Eher nicht!

Chant down Babylon

Kaum macht man's richtig - schon geht's
25.03.2009 11:19

Bikergirl79

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@ Mamirah

Ich kenne die Soße mit Mehlschwitze und Ketchup. So hat meine Mama sie auch immer gemacht. Und als Einlage nahm man, was gerade da war - Salami, Bratenreste etc.

Ketchup ist keine Erfindung des Westens. Man nehme die Firma Werder, die schon zu Ostzeiten Ketchup hergestellt hat. Wenn wir nix hatten, Ketchup war immer da. Na!
25.03.2009 11:21

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

@ Muuda

Im Westen gibt es keine Eierkuchen, da heißen die Pfannkuchen - und das sind bei uns die Berliner!

Viele Ostgerichte sind auch aus dem russischen abgewandelt, da ja die deutsch-russische-Freundschaft viel bestimmte. Daher wird sich einiges hier und da wiederfinden.

LG
25.03.2009 11:21

Löschilie

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@ hinnerk

Klar, ok... also, da ich ja noch jung bin, kann ich mit Rezepten leider so gar nicht dienen. Das einzige, was ich feststellte war, dass Soljanka wirklich kaum jemand kannte, als wir umzogen.

Und was ich heute noch damit verbinde ist die VitaCola. Jedes mal, wenn mein Papa "zu Hause" zu Besuch war, bringt er sich welche mit...

Oder das Letscho... gab's hier erst ganz lange nicht zu kaufen, somit brachte er das auch mit.

LG, Nicole
25.03.2009 11:22

FrauAntje1

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@mamirah
Ich finde die Tomatensauce immer noch lecker! Allerdings gibt es die wirklich alle Jubeljahre mal...

@bikergirl
genau! Der Schlag Nudeln im Ganzen! Aber irgendwie hat´s doch gut geschmeckt, oder? Wir haben uns immer gefreut, wenn es das in der Schulspeisung gab.

LG

Frauantje1
25.03.2009 11:23

muuda

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15.971 Beiträge (ø4,26/Tag)

bikergirl: bei uns in Hessen heißen sie Eierkuchen. Berliner sind hier Kräppel - Fettgebackenes mit Marmelade gefüllt und mit Zucker bestreut.


Chant down Babylon

Kaum macht man's richtig - schon geht's
25.03.2009 11:24

FrauAntje1

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7.783 Beiträge (ø1,69/Tag)

@bikergirl
bei mir hast der Eierkuchen immer noch Eierkuchen.

Meine liebe Schwester hat sich da etwas an die westliche Art gewöhnt, bei ihr heißt unser Pfannkuchen neuerdings Berliner...
25.03.2009 11:25

Bikergirl79

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Mit Zucker bestreut gabs die Pfannkuchen (Berliner) im Osten nicht, da war immer Zuckerguss drauf.

Wusste gar nicht, dass die Hessen auch Eierkuchen haben. Meine Freundin lebt in der Nähe von Bad Homburg und erntete schon ungläubige Blicke der Eierkuchen wegen Na!
25.03.2009 11:25

FrauAntje1

Mitglied seit 02.10.2003
7.783 Beiträge (ø1,69/Tag)

*ups ... *rotwerd*

es sollte natürlich heißen: bei mir heißt der ......
25.03.2009 11:25

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Dann weiß ich nicht, w o Du gelebt hast, Bikergirl!

Ich war Köchin im Osten und wenn wir etwas nur einmal im Jahr zu sehen bekamen, dann war das Ketchup!

Ich habe jahrelang zu Hause gestanden, meist nachts,und habe alles, was sich aus Tomaten machen ließ,

selber eingelegt, damit ich meinen Kindern "Tomatiges" kochen konnte.

Den Ketchup haben wir Frauen selbverständlich auch selber gemacht und in die Betriebsküchen haben wir unsere

eigenen, selbstgemachten Tomatenpüree-Gläser mitgenommen, damit wir mal so was kochen konnten!
25.03.2009 11:27

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Um es zu ergänzen, sogar das "Marzipan" für unsere Kuchen haben wir aus Butter, Grieß, Zucker und

Bittermandel-Aroma selber gemacht! Vielleicht ist das ja etwas , was findige Frauen in der DDR erfunden haben.
25.03.2009 11:27

Hinnerk1810

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Na, wenn ich das so lese, scheint eine Hand zu reichen, die "typischen DDR-Gerichte" abzuzählen.
Ihr müsst zugeben, dass ausser Kindheitserinnerungen und Irrtümern (keine Eierkuchen im Westen, sorry Bikergirl, das ist Unsinn), bisher nicht viel gekommen ist.

BG Hinnerk
25.03.2009 11:29

Bikergirl79

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622 Beiträge (ø0,22/Tag)

@ Uli

Kann gut sein, dass unsere Nähe zu Berlin einige Vorteile hatte, wenn es um die Beschaffung von Lebensmitteln ging. Mein Mann - Mecklenburger - hat damals von Berlin die Grabower Küsschen wieder nach Mecklenburg geschafft, wo sie ja hergestellt wurden, man sie aber nicht zu kaufen bekam.

Allerdings kann ich mich auch noch gut erinnern, dass meine Oma viel eingekocht hat - Letscho etc. Aber Ketchup hat sie glaub ich nie selbst gemacht. Das könnte daran gelegen haben, dass sie nie viel Glück mit Tomaten im Garten hatte.

LG
25.03.2009 11:31

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
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Da ich in Spreewaldnähe wohne, sind evtl. die Spreewälder Schmorgurken etwas, was man im Sommer in der DDR

gerne aß.
25.03.2009 11:33

FrauAntje1

Mitglied seit 02.10.2003
7.783 Beiträge (ø1,69/Tag)

Hallo Hinnerk,

was fällt Dir denn so ein?

Lg

Frauantje1
25.03.2009 11:34

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Uli

Dein "Marzipanersatz" hört sich doch so übel nicht an, hatte der auch einen bestimmten Namen?
Die Spreegurken hat es doch sicherlich zu Kaiser's Zeiten auch gegeben, oder?

BG Hinnerk
25.03.2009 11:34

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

Schmorgurken sind was Feines - lecker geschmort mit Speck und Tomaten. Aber ist das ein typ. DDR-Gericht?

Für mich ist eigentlich alles, was es damals zu essen gab, ein typ. DDR-Gericht - Es war ja nunmal die DDR!
25.03.2009 11:36

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Bikergirl, ich hatte einen Garten mit 2000m² Gartenfläche und die war voll genutzt mit Gemüse u. Beeren,

die eingekocht und verarbeitet wurden. Ich hatte in den 70er u.80er Jahren bis zu 150 Tomatenpflanzen.

Waschkörbeweise haben wir sie verarbeitet. Ich hab damals für Lehrlinge gekocht, die immer glücklich waren, wenn

wir ihre Lieblingsgerichte gekocht haben. Eingelegt haben wir Frauen im großen Stil, Ketchup und Püree in Kippern

gekocht, aber eben u n s e r e Früchte, die wir uns selber angebaut haben.

Ein großer Renner war auch unser selbstgemachtes Pflaumenmus---was es zu Zeiten auch nicht gab! Lachen
25.03.2009 11:36

muuda

Mitglied seit 23.01.2006
15.971 Beiträge (ø4,26/Tag)

Ich werfe mal noch Pottsuse in die Runde Let´s cook baby!


Chant down Babylon

Kaum macht man's richtig - schon geht's
25.03.2009 11:36

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

Ach siehste, den Broiler hat noch keiner benannt...
25.03.2009 11:37

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ FrauAntje

Im Grunde nichts, deshalb frage ich ja.
Viele Rezepte, die hier unter dem Stichwort "DDR" laufen, kenne ich von meiner Großmutter, gebürtige Sächsin, die sich kurz vor Toresschluss noch in den Westen abgesetzt hat. Die würde sich vermutlich im Grabe umdrehen, wenn sie ihre "Quarkkeulchen" unter "DDR-Spezialität" sehen müsste. Aber das ist eine andere Geschichte.

BG Hinnerk
25.03.2009 11:38

FrauAntje1

Mitglied seit 02.10.2003
7.783 Beiträge (ø1,69/Tag)

Also, Ketchup gab es bei uns auch immer. Ich kann mich noch gut an die kleinen Fläschchen erinnern.
Meine Mutter hat die, wenn es sie mal gab, immer auf Vorrat gekauft.

LG

Frauantje1
25.03.2009 11:38

schnattilie

Mitglied seit 28.09.2008
2.074 Beiträge (ø0,75/Tag)

hallöle,
Pfeil nach rechts Mit Zucker bestreut gabs die Pfannkuchen (Berliner) im Osten nicht, da war immer Zuckerguss drauf. Pfeil nach links
Achtung / Wichtig das ist so nicht ganz korrekt. zu dem offiziellen jugendweihe empfang der HO ( in der meine Mutter tätig war) gabs berliner mit zuckerstreusel (mochte ich nämlich damals wie heute nicht) und ne0,33 vitacola mit nem ministrohhalm Na! (dannach konnta man immer so herrlich rö*sen *ups ... *rotwerd* )
also ketchup im osten, war eher eine rarität in kleinen fläschchen (0,2l?) ansonsten war eher tomatenmark angesagt.
der obligatorische reiseintopf in der schulspeisung könnte ne osterfindung gewesen sein- denn sowas kocht man im westen nicht freiwillig Na! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
was dem wessi der hotdog war dem osi seine ketwurst...
und gewürze wie ingwer oder basilikum kamen in der ddr-küche nicht vor. der knoblauch war wegen der "russischen Mitbürger" eher verpönt...
lg schnatti
25.03.2009 11:40

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
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Hinnerk, das "Marzipan " hieß einfach nur Grießmarzipan, weil wir ja--außer vor Weihnachten--gar kein Marzipan

kaufen konnten. Und ich sage Dir, auf einem Boden aus Teufelskuchenteig, dieses "Marzipan" gestrichen und dann

Schokoladenguß darüber-------das hat wunderbar geschmeckt und war so , von richtigem Marzipan nicht zu

unterscheiden! Unsere Kinder haben das alles heiß geliebt und so mache ich es auch heute noch! Lachen
25.03.2009 11:41

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
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@ muuda
@ Bikergirl

Pottsuse gab's vorher auch schon, und Broiler ist ja nur eine andere Bezeichnung für ein Brat- bzw. Grillhähnchen.

BG Hinnerk
25.03.2009 11:41

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

@ muuda Lachen Lachen Lachen
25.03.2009 11:43

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Uli

Mach bloss weiter, das klingt gut!
Hast Du denn dafür hier irgendwo ein Rezept versteckt?

BG Hinnerk
25.03.2009 11:46

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

@ Hinnerk

Na logo gab es die meisten Gerichte vorher schon bzw. wo anders - hast du denn gedacht, in der DDR hat man das Rad neu erfunden? Da wurde lediglich abgewandelt und mit dem gearbeitet was man hatte.
25.03.2009 11:47

sachsenmädel

Mitglied seit 15.10.2007
318 Beiträge (ø0,1/Tag)

Hallo,


mir fällt noch Feuerfleisch ein........ Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
(eine Art würziger Gulasch mit Letscho)



LG
Sachsenmädel
25.03.2009 11:55

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Ganz schnell, Hinnerk! Hab wenig Zeit. Nur die Zutaten, keine detaillierte Anleitung!

DDR-Marzipan-Kuchen

Boden: 300 Backmargarine (Auch Butter), 300gr.Mehl, 300gr Zucker

4 Eier, 1 Backpulver,1TL Natron, 50 gr.Kakao, 300gr. Saure Sahne

Rührteig machen, abbacken.


Marzipan: 250gr.zerlaufene Margarine, oder Butter, da rein

250gr. Puderzucker, 250gr Grieß und 1 Fläschchen Bittermandel-Aroma einrühren.

Auf den gebackenen Boden streichen.


Guß: 100gr.Zucker, 35gr.Kakao , 2 Eier, 1 Vanillezucker mischen und 250gr. heißes Kokosfett

Schluckweise einrühren. Ich habe immer noch einen Löffel Rum dazugetan, dann den Kuchen überziehen.



Bitte jetzt kein Geschrei, von wegen Kalorienbombe und so!

Ja, ist der Kalorien-Overkill, aber er schmeckt!!!!!!!! Man ißt davon auch nur ein Stückchen, denn das

schmeckt, wie eine Praline! Lachen
25.03.2009 11:56

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Bikergirl

Darum geht's doch, die meisten Gerichte, fast alle, gab's schon zu Kaisers Zeiten und vermutlich früher, trotzdem werden sie nicht "Kaiserrezepte" oder, schlimmer gar, "Großdeutschland-Küche" genannt. Das wär auch Etikettenschwindel.

BG Hinnerk
25.03.2009 11:58

angie17

Mitglied seit 12.02.2002
6.948 Beiträge (ø1,34/Tag)

Hallo,

mir fällt dazu der "LPG-Kuchen" ein (obwohl ich auch stark vermute, dass das Rezept doch schon ein wenig älter ist ...)

LG Angie Lachen
25.03.2009 11:58

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Ich wollte schnell noch sagen: das Rezept ist natürlich für ein Blech gedacht!!! Nicht etwa in eine Springform!
25.03.2009 12:01

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Uli

Vielen Dank für die Anleitung. Und schwierig scheint's auch nicht zu sein, ich leg's ma zu den "noch zu erledigenden Dingen" Na!

Pfeil nach rechts Bitte jetzt kein Geschrei, von wegen Kalorienbombe und so! Pfeil nach links

Wirst Du von mir nicht zu hören bekommen, versprochen!

BG Hinnerk
25.03.2009 12:01

angie17

Mitglied seit 12.02.2002
6.948 Beiträge (ø1,34/Tag)

Und mir fiel auf, dass in DDR-Gaststätten früher oft Rhabarbersaft (pur oder gemischt mit anderem Fruchtsaft) ausgeschenkt wurde. Das kannte ich von westlichen Restaurants nicht.

Und lustig fand ich auch, dass dieser Saft dann ganz elegant mit "Jus/Juice" tituliert wurde ...

Angie Lachen
25.03.2009 12:02

ritel

Mitglied seit 04.08.2005
1.610 Beiträge (ø0,41/Tag)

Hallöchen!

Ich kenne noch eine guten alten Kräuterlikör, den es wirklich nur in der DDR gab.

Hat schon mal jemand von Euch

Stichpimpulibockforcelorum

gekostet?









Liebe Grüße

echte DDR Rezepte 1634928589
25.03.2009 12:06

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

@ Uli

Das klingt ja wirklich lecker! Wird sofort notiert - Kalorien = egal, die Figur ist eh versaut Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen


@ Hinnerk

Großdeutschland-Küche Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Dann doch lieber etwas Etikettenschwindel und DDR-Küche draus gemacht Na!

@ Angie

LPG Kuchen - stimmt, den gab es ja auch noch. Wäre mal ne Idee, den mal wieder zu machen...
25.03.2009 12:08

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

So, wenn ich mich jetzt erstmal nicht zu Wort melde, dann geschieht das nicht aus Unhöflichkeit, sondern unterliegt dem Sachzwang. Soll heissen: ich muss jetzt was tun!
Lasst Euch aber davon nicht abhalten, Euch weiterhin zu Wort zu melden.

BG Hinnerk
25.03.2009 12:09

reni81

Mitglied seit 20.05.2004
882 Beiträge (ø0,2/Tag)

Hallo Zusammen,

da ihr gerad so Euch gerad schön über DDR-Rezepte austauscht, hab ich da mal eine Frage. In meiner Schule gab es zu den Bratwürsten immer eine braune Soße. Die fand ich immer superlecker, auch wenn es keine Haute Cuisine war. *ups ... *rotwerd*
Weiß einer von Euch wie die gemacht wurde? Ich habe es schon öfter mal probiert, aber die hat nie so geschmeckt.

Was ich sonst noch weiß, ist das meine Oma immer nen Puddingkuchen gebacken hatte und immer wenn die Verwandschaft aus dem Westen kam, musste meine Oma Bleche backen, damit die was mitnehmen konnten. Das kannten die einfach nicht. Und Soljanka kennen viele auch nicht.

LG
Doreen
25.03.2009 12:16

A Friend

Mitglied seit 17.01.2002
9.061 Beiträge (ø1,74/Tag)

Hallo Hinnerk,

da ja bekanntermaßen fünf Bier eine Mahlzeit sind,
gilt das ja sicher auch, oder Wichtige Frage

augen'zwinkernde' BOOOIINNNGG.... Grüße

A Friend
25.03.2009 12:19

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

@ reni

Du, die Uli hat mal in der DDR-Großküche gearbeitet, frage sie doch mal, ob sie da einen Tipp wegen der Soße für dich hat!

LG
25.03.2009 12:22

majacafe50

Mitglied seit 09.02.2008
503 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo Hinnerk,

da muß ich mich doch auch noch melden(war übrigens gern ein Ossi Na! )

Was soll man verlangen,in nur "40 Jahren" DDR?
Fakt ist ja nun mal,das wir Mangelwirtschaft hatten,
aber wir haben uns immer etwas originelles einfallen lassen,mit den Lebensmitteln,die wir hatten.
Gemüse gab es hauptsächlich Rot,-Weißkohl,Möhren,Erbsen(Leipziger Allerlei)
Ich durfte immer viel Schweinebraten,Rinderbraten und Gulasch zubereiten,das war immer Standard.

Das Zigeunersteak mit Letscho war der Renner und es war auch meist lecker...
"Jeder" war zufrieden (meine Meinung) und die DDR Küche war zwar nicht vielseitig,aber gesünder Achtung / Wichtig

Es gab kein genveränderts Gemüse oder irgendwelche Haltbarmacher,Stabilisatoren usw...

Wie stellst Du Dir vor,wie es hier so war?

LG maja
25.03.2009 12:22

FrauAntje1

Mitglied seit 02.10.2003
7.783 Beiträge (ø1,69/Tag)

Hallo zusammen,

da fällt mir doch das Braumeistersteak ein, was es bei uns gab. Das wurde ja auch "neu erfunden" sozusagen, es war gefüllt mit Käse und Kochschinken.

Vielleicht ist ja das Würzfleisch auch so ein typisches DDR-Gericht.

LG

Frauantje1
25.03.2009 12:22

knobichili

Mitglied seit 12.10.2007
1.771 Beiträge (ø0,57/Tag)

@ ritel

Leider dürfte hier ein Irrtum vorliegen: dieser Stichpimpoli wurde in Königslutter hergestellt....und das lag in der BRD YES MAN

LG

knobichili
25.03.2009 12:26

majacafe50

Mitglied seit 09.02.2008
503 Beiträge (ø0,17/Tag)

@reni, war die Soße normal oder süßsauer?


LG maja
25.03.2009 12:39

reni81

Mitglied seit 20.05.2004
882 Beiträge (ø0,2/Tag)

@maja

die soße war normal. Eigentlich wie ne braune Bratensoße. Ganz mmmmmHHHH........ Lachen

LG Doreen
25.03.2009 13:13

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
22.081 Beiträge (ø4,23/Tag)

Moinmoin,

ich kenne von meiner Tante noch Schlagsahne-Ersatz (Butter rückwärts): Zimmerwarme Butter mit Milch so lange schlagen, bis sie sich wieder zu Sahne vereinen.

Aber nochwas: hier werden die Begriffe Eierkuchen, Pfannkuchen und Berliner synonym gebraucht. Das geht aber nunmal gar überhaupt nicht!

Ein Eierkuchen ist ein dünner Teig aus Mehl, Milch und Ei, der in der Pfanne gebraten wird und dünn ist. Man kann ihn mit Zucker, Marmelade, Apfelmus etc. füllen und aufrollen.

Pfannkuchen ist in etwas das Gleiche, aber dicker und man isst ihn ungerollt oder zerstößt ihn nach Kaiserschmarrn-Manier.

Berliner ist zwar die Abkürzung für Berliner Pfannkuchen, aber die sind aus Hefeteig, rund und hoch, werden in der Friteuse ausgebacken, mit der Gebäckspritze gefüllt und nur kloßgroß.

Und dass keiner mir da jetzt was anderes erzählt! Verdammt nochmal - bin stocksauer

LG von UTee
25.03.2009 15:02

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Die
Sauce zu Bratwürsten, etc-----hüstelhüstel----bitte alle "Chefköche" jetzt mal wo andes gucken(!)

Es wurden die Würste gebraten, der Bratsatz angestäubt, durchgeröstet, mit Brühe, oder auch mit leichter

Brühe aus gekörnter Brühe, aufgegossen und schön ausgekocht. Wer hatte, hat beim Röstvorgang ein bischen

Tomatenmark mit durchgeschmurgelt. Und dann wurde das Ganze mit einer gekörnten Fertigsauce fertig

montiert. Durchpassiert und ganz nach regionaler Art,abgewürzt.

Klingt heute barbarisch in den Ohren, aber wir hatten das so weg, daß wirklich ganz passable Saucen dabei

rauskamen.

Wir haben die Speisepläne auch so konstruiert, daß es immer eingefrorene Fonds von vorhergehenden Braten

noch in der Kühlung waren.

Aber wir haben auch sehr oft, aus Knochen und Gemüsen Jus gekocht, wie eben die Gegebenheiten waren.

Wir haben uns immer etwas einfallen lassen und wenn man hier immer liest, wie gerne sich Manche

an diese Gerichte und Zubereitungen erinnern, kann das alles nicht so schlecht gewesen sein!
25.03.2009 15:02

morgaine0767

Mitglied seit 04.04.2005
13.395 Beiträge (ø3,31/Tag)

Hallo,
ich habe kurz nach der Wende von meiner Tante ein Backbuch "häusliches Backen" bekommen.
Stammt auch aus einem Verlag im Osten.
Es enthält zwar eher "ganz normale" Rezepte, aber eindeutig abgewandelt für die DDR. Bei vielen Sachen werden Alternativen für die Zutaten angegeben, oder es gibt 2 oder 3 Rezepte, die man benutzen kann, je nach dem, was erhältlich ist.
So gesehen würde ich behaupten, dass die Rezepte unter DDR fallen.
lg
morgaine
25.03.2009 15:04

mamirah24

Mitglied seit 09.11.2005
25.968 Beiträge (ø6,79/Tag)


MOIN


Yepp
z.B. der "Frankfurter Kranz" von Regine Hildebrandt
die mangels "echtem Krokant" Haferflocken karamelisiert hat





mamirah

25.03.2009 15:07

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Und genau so, wie "uns Regine " das gemacht hat, so schmeckt das vorzüglich! Lachen

Es brauchte halt alles ein bischen mehr Zeit und Sorgfalt, aber so ein gut gerösteter Haferflocken-Krokant,

der schmeckt wirklich besser, als das fertige Zeug aus der Streubüchse.
25.03.2009 15:09

JordiTin

Mitglied seit 06.06.2002
20.364 Beiträge (ø4,01/Tag)

Hallo,

aber das war doch eigentlich auch "nur" Not/Kriegsküche, meine Oma aus Hannover kannte diese Version auch, und auch das Ersatzmarzipan aus Grieß und Mandelaroma.

Gruß

Tin


"Ein Menü ist ein Menü ist ein Menü."
25.03.2009 15:10

angie17

Mitglied seit 12.02.2002
6.948 Beiträge (ø1,34/Tag)

Mamirah:

Wir haben damals die Biolek-Sendung mit Regine Hildebrandt und ihrem legendären Frankfurter Kranz auf Video aufgenommen - zum Schluss fiel ja noch die Brille in den Kuchen ... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Haferflockenkrokant ist ja auch eine leckere Sache (obwohl der bei dem Vorführkranz leider für meinen Geschmack etwas zu schwarz war) - aber bei meinem Frankfurter Kranz bevorzuge ich doch lieber richtige Mandeln ...

Übrigens, die legendären Ost-Schrippen hat wohl noch keiner genannt, oder?

LG Angie
25.03.2009 15:11

majacafe50

Mitglied seit 09.02.2008
503 Beiträge (ø0,17/Tag)

und genau so habe ich den Frankfurter am Freitag gemacht Na! Lachen


LG maja
25.03.2009 15:12

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
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Mandeln?? Was war das?

Das bekamen nur die im Weihnachtspäckchen geschickt, die eine liebe Oma "drüben" hatten.

Sicher schmecken Mandeln besser--unbestritten, auch echtes Mandel-Marzipan.

Was sollten wir denn machen??
25.03.2009 15:15

mamirah24

Mitglied seit 09.11.2005
25.968 Beiträge (ø6,79/Tag)





Angie

Die Sendung kenne ich auch Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Wenn man halt so viel erzählen muss

Ich fand Frau Hildebrandt immer klasse Küsschen Küsschen







25.03.2009 15:42

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Sollte sich jemand wirklich ernsthaft für die Küche der DDR interessieren,

dann suche er das Buch "Von Apfelkartoffeln bis Zwiebelkuchen" von Muskewitz/Drummer

aus dem Fachbuchverlag Leipzig

zu erwischen!

Dort geht es mit 700 Rezepten um die volkstümlichen Rezepte aus der DDR,

zwischen Thüringer Wald und Lausitz, Ostsee und Erzgebirge!

Da wird er in jeder Beziehung fündig! Da sind wunderbare Rezepte drin!
25.03.2009 15:51

elke erika

Mitglied seit 17.01.2002
571 Beiträge (ø0,11/Tag)

Also bei uns auf dem Dorf war Ketchup eine regelrechte Rarität. Den hat mein Vater immer aus Berlin mitgebracht wenn er da gearbeitet hat.

LG Elke
25.03.2009 16:01

JD20140708

Mitglied seit 19.07.2006
20.817 Beiträge (ø5,82/Tag)

Hej - bei kirchenweb.at gibt es eine ganze Sammlung mit DDR-Rezepten.........wie weit die allerdigns wirklich den reinen DDR-Bezug haben und nicht vorher schon bekannt waren, kann ich nicht beurteilen.........


Glück Auf

Bernd
25.03.2009 16:22

Bienexyz62

Mitglied seit 20.11.2004
104 Beiträge (ø0,02/Tag)

@ Uli106:

Mandeln gabs immer zu kaufen, früher sogar auch die bitteren. Sie wurden gebrüht und dann die Haut entfernt. Das war immer meine Aufgabe. Dann durch die Mandelmühle oder mit dem Messer kleinhacken.

LG Sabine
25.03.2009 18:52

jd150925

Mitglied seit 07.04.2002
31.635 Beiträge (ø6,16/Tag)

Hallo!

Utee, es gibt ein paar Threads, in denen die kulinarische Sprachverwirrung ausgiebigst gepflegt wird, inklusive Pfannkuchen, Eierkuchen und so weiter. Lachen

Ich habe, aus Erzählungen von Bekannten und aus Texten im Netz, den Eindruck, dass die Versorgungslage zuweilen recht unterschiedlich war.

Gruß
Kyri
-

Im Übrigen meine ich, dass wir eine KM-Export-Funktion brauchen.
25.03.2009 19:23

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Lieb Sabine!

Du bist gewiß viel jünger,als ich.

Ich hab die DDR quasi von der ersten, bis zur letzten Minute er l e b t .

Es gab in den späteren Jahren die beutelchen mit süßen, auch machmal bitteren Mandeln.

Aber--ich denke- erst von den 70ern an.

Vorher gab es ein Viertepfündchen Mandeln nur kurz vor Weihnachten, auf Zuteilung.

Streng nach den Haushaltspersonen aufgeschlüsselt.

Aus dieser Zeit resultieren die meisten der Kuchen und Rezepte.

Wer einmal mit allen diesen Dingen s o haushalten mußte, für den wurden sie niemals wirklich

selbverständlich. Das steckte in allen Frauen, die diese Zeiten mit viel Fantasie und Herzblut

überbrücken mußten.
25.03.2009 19:52

sylvi66

Mitglied seit 17.12.2005
5.742 Beiträge (ø1,52/Tag)

Hallo,

ach ja, die alten Zeiten. Lachen

Was ist mit Steak ou four? Ist das typisch DDR?

Wenn es bei uns Ketschup gab, dann stand gleich ein Schild
daneben "Nur 2 Flaschen" und da waren nur 200ml drin.

Gruß Sylvi
25.03.2009 23:31

sylvi66

Mitglied seit 17.12.2005
5.742 Beiträge (ø1,52/Tag)

Grübelt ihr alle noch über das Steak ou four nach?

Für mich ein typisches DDR Essen.

Gruß Sylvi Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
26.03.2009 00:06

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Aber geschmeckt hat es--das Steak , mit dem Ragout fin drauf, nicht wahr? Lachen
26.03.2009 08:03

Tina004

Mitglied seit 09.07.2005
2.182 Beiträge (ø0,55/Tag)

Hallo,

was ist mit "Tote Oma" oder süss-/saure Eier ist das DDR typisch?

LG Tina
26.03.2009 12:09

reni81

Mitglied seit 20.05.2004
882 Beiträge (ø0,2/Tag)

@uli106

Vielen Dank für das soßenrezept, ich probier das einfach mal aus. Ab und zu ist sowas denke ich schonmal drin, ohne gleich gesteinigt zu werden, hoffe ich. Na!

LG
Doreen

"Tote" Oma und Süß-saure Eier finde ich auch typische DDR-Rezepte. Und Steak au four auch, obwohl ich das persönlich nicht mag. Aber für ne ordentliche Tote Oma könnte ich sterben. Hier in Dresden gibt es endlich für mich auch wieder vernünftige Blutwurst um Tote Oma zu machen, in Thüringen haben mich alle immer nur komisch angeschaut.
26.03.2009 13:19

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Meine DDR-Erfahrungen beschränken sich auf die ausgehenden 80er Jahre, und damit auch auf die letzten Jahre der DDR. Wir sind damals mit meinem Freund K., der einen fast neuen Golf sein eigen nannte, im Zuge des kleinen Grenzverkehrs ab und zu dort gewesen (wir durften ja). Man musste damals DM 25,- zwangsumtauschen, und es war manchmal gar nicht so einfach, die Aludublonen auszugeben. Natürlich sind wir auch Essen gegangen, und damit wieder beim hiesigen Thema.

Wenn "Steak ou four" Schweinenackensteak mit Würzfleisch und Käse überbacken ist, dann ist es wohl zu den echten DDR-Rezepten zu zählen. Das Gericht ist mir zumindest seinerzeit nicht bekannt gewesen. Wir hatten damals, wenn auch nur wenig, Mühe, diese meist riesigen Portionen zu verdrücken. Heute würde mich die Hälfte auch satt machen.

Was in Thüringen und Sachsen "Tote Oma" genannt wird, ist auch "Vorkriegsware" und unter anderen Namen im gesamten Land mehr oder weniger berüchtigt. Meine Großmutter - wie oben schon erwähnt gebürtige Sächsin - kannte es jedenfalls, hat es aber nie gekocht, weil mein Vater keine Affinität dazu hatte, um es mal höflich auszudrücken.
Verlorene Eier dagegen durfte sie servieren Lächeln

Wieder nüschte mit DDR.

Kleines Zwischenergebnis:

Wennn ich aufgepasst habe, dann sind's bisher 2 als ziemlich einwandfrei"DDR-originär" zuzuordnende Gerichte:

Jägerschnitzel = panierte Jagdwurst
Steak ou four

Wäre noch zu überlegen, ob das Würzfleisch, wenngleich ein Ableger des Ragout Fin, nicht auch irgendwie, mit einem Auge zugedrückt, dazugehörte.

BG vom Hinnerk
26.03.2009 14:33

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
22.081 Beiträge (ø4,23/Tag)

Was ist mit meiner Rückwärts-Butter, Hinnerk?
27.03.2009 12:46

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Das ist eine gute Frage, Utee.
Da gab's auch noch keine weiteren Kommentare, und mich siehst Du ratlos, weil ich davon noch nie was gehört habe. Und dabei habe ich immer gut zugehört, wenn meine Großmutter von der Nachkriegsküche erzählte, die ja wohl mit etlichen Ersatzprodukten zurechtkommen musste.

Ist es möglich, dass es ein Exclusivprodukt Deiner Großmutter war?
Interessant wäre mal zu wissen, warum es entstanden ist. War denn Sahne schwieriger zu bekommen als Butter?

Fragen über Fragen. Aber vielleicht weiss ja noch wer mehr darüber, und kann uns schlauer machen.

BG Hinnerk
27.03.2009 13:14

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
22.081 Beiträge (ø4,23/Tag)

Nein, die Rückwärtsbutter war nicht von meiner Oma, sondern von meiner Tante und sie machte das in den 60er Jahren, weil es keine Sahne gab. Meine Muter (ihre Schwester und Republikflüchtling) und ich kannten das vorher nicht.
27.03.2009 14:01

Tina004

Mitglied seit 09.07.2005
2.182 Beiträge (ø0,55/Tag)

Hallo,

Moment mal - verlorene Eier ist was anderes als süss-/sauere Eier..... Na!

Verlorene Eier wurden roh in die Sauce geschlagen und die Sauce war, soweit mir bekannt ist auch nicht süss-/sauer.

Süss-/sauer Eier wurde erst hart gekocht und dann geteilt und ab in die sehr gut abgestimmte süss-/saure Sauce gelegt.

LG Tina
27.03.2009 14:06

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Tina

"Verlorene Eier" sind in erster Linie die formlosen Eier, die ohne Schale pochiert werden. Die Flüssigkeit, bzw. Sauce ist dabei zweitrangig. Und das geht eben auch sehr wohl in einer süss-sauren Sauce, das weiss ich genau.

Die schmecken übrigens auch in einer reinen Senfsauce sehr gut.

BG Hinnerk
27.03.2009 14:08

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Utee

Weisst Du was? Wir nehmen jetzt Deine Rückwärtsbutter einfach mal in die Liste auf. Wenn dann jemand unzufrieden ist, dann kann sie/er sich ja melden, o.k.?

BG Hinnerk
27.03.2009 14:15

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Gaaaaaanz toll fand ich immer die Quarkspeise in Kindergärten und Schulen.
Ich glaub die ist auch typisch DDR.
Möglicherweise wurde die auch im Labor gezüchtet, aber die hat geschmeckt. Weiß da jemand das Rezept oder die chemische Zusammensetzung?
27.03.2009 14:53

Hemingway19

Mitglied seit 22.01.2008
517 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo Hinnerk1810,

die Krusta müsste eigentlich als DDR-Erfindung in Deinem Sinne durchgehen. Sie wurde von der Pizza zwar abgekupfert, aber war wirklich komplett anders. Der Teig ähnelte extrem dem eines Brotes, nur dass er auf Blechen voll flächig ausgebracht wurde. Der Trick dabei war, dass man als Belag immer alles nehmen konnte (z.B. Geflügelfleisch indisch, scharfes Fleisch mit ungarischer Note und Käse überbacken, "Sauerkohl-Hackfleisch-Sahne"), was gerade da war. Dadurch konnte Vielfalt suggeriert werden. Mit der Pizza, die wir Heute kennen oder auch irgendwelchen sonstigen Teiggerichten mit Belag hatte die Krusta nichts gemein.

Gruß
Hemingway19
27.03.2009 15:18

Danimausi

Mitglied seit 17.04.2002
452 Beiträge (ø0,09/Tag)

Hallo,

@ Der_unglaubliche_Falk,

guck mal in mein profil, da ist ne Quarkspeise nach meiner Oma drin. Super lecker. Ich komme aus sachsen, und da haben wir sie immer so gemacht, nur nicht mit gefrosteten Beeren, sondern mit den eingekochten. :O)

Und Eierkuchen hießen bei uns "Plinsen". :O)

Als typisch Ossi könnte ich noch saure Eier in Pfefferkuchensauce anbringen. Ich mochte die nie, aber meine Oma hat sie immer wieder gekocht.

Und ansonsten nicht vergessen die Dresdner Eierschecke. Super lecker - kannte bisher hier im Westen niemand.

VG

Danimausi
27.03.2009 15:32

poutine

Mitglied seit 06.10.2006
4.818 Beiträge (ø1,38/Tag)

Hallo,
ich kann zu der (interessanten) Frage üüberhaupt nichts beisteuern, aber als kleiner Lesetipp: ich lese gerade "Der Turm" von Uwe Tellkamp. Ein tolles Buch! Es wird darin auch viel gekocht, gegessen, eingekauft/beschafft...

Tellkamp ist ja überall dafür gelobt worden, dass er ein so authentisches Bild der ausgehenden DDR gezeichnet habe - wäre mal interessant, ob das auch auf den kulinarischen Bereich zutrifft. Zum Beispiel wird an verschiedenen Stellen im Buch geschildert, dass es kaum Auswahl bei den Apfelsorten gab, sondern quasi überall nur die Sorte "Gelbe Köstliche" zu haben war. Ob das stimmt?

LG
poutine
27.03.2009 15:51

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

poutine: Das mit dem Gelben Köstlichen stimmt (heute unter Golden Delicious bekannt)

danimausi: die Eierschecke gab es doch aber nicht erst in der DDR, sondern schon vorher. Trifft damit nicht Hinnerks Vorgaben.

Grüße
Sylvia
27.03.2009 15:53

selayah

Mitglied seit 05.04.2007
10 Beiträge (ø0/Tag)

hi,

mir fallen noch die feinen zigeuner-würstchen ein hechel...
lecker bockwurst ein paar mal kreuzförmig einritzen
und dann auf grill damit, bis die pelle platzt!

ist doch typisch oder?

grüßle, sela
27.03.2009 18:05

Hemingway19

Mitglied seit 22.01.2008
517 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo,

mir ist noch dieser Pinkel-Ersatz in den Leinensäckchen eingefallen.

Jeweils ein Teil Speck und/oder sehr fette Schweinefleischresten durch den Fleischwolf drehen, einen gleichen Teil gewürfelte Zwiebeln in wenig Speckmasse glasig braten. Jetzt alles zusammen mit einem weiteren Teil Hafergrütze (ersatzweise Weizen) zu einer Art Teig vermischen und mit Salz,Pfeffer, idealerweise auch Piment, Muskat oder Majoran, ersatzweise mit Brühwürfel (oder war das eine Art Paste?) oder gelieferter Fertigwürzmischung würzen. Alles in einen Leinensack geben und zusammen mit Grünkohl ca. 1,5 Stunden kochen. Evtl. noch vorhandenes Schweinefleisch oder weitere Würste dazu geben. Zur Grünkohlportion wurde dann ein Teil des Inhaltes des Sackes dazu gereicht + Salzkartoffeln als Sättigungsbeilage.

An das "Schlagsahnerezept" von Utee kann ich mich jetzt auch erinnern, ohne allerdings bis Heute realisiert zu haben, dass dies Schlagsahne darstellen sollte. Davon wurde ein großer Klacks auf einen sehr süßen und gewürtzten Kaffee gegeben und mit Schokoraspeln garniert.


Gruß
Hemingway19
27.03.2009 18:19

Hemingway19

Mitglied seit 22.01.2008
517 Beiträge (ø0,17/Tag)

Ha,

ich hab' gefunden! "Türkentrunk" wurde das Getränk anscheinend genannt und war mit Honig und Ingwer gewürzt.
Dieses und fast sämtliche hier genannten Rezepte findet man Hier ; zweite Spalte ganz oben.

Gruß

Hemingway19
27.03.2009 19:48

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Mir fällt gerade noch in Bier und Zwiebel eingelegte Steaks ein. Fand ich als Kind nich gerade doll.

Und der "Kasseler Broiler" is auf jeden Fall n typisches DDR-Gericht.

Überhaupt muß ich zu Grillhähnchen = Broiler noch n kleinen Einspruch einlegen.
Für den Broiler wurde nämlich extra einer abgestellt der die Marinade erfinden musste. Es sollte massentauglich, aber keinesfalls die Marinade ausm Westen sein. Für die "Goldbroiler"-Kette. Ich glaub der hat sich das nach der Wende auch noch namentlich gesichert und macht irgendwo in Thüringen seinen Reibach.

Die Broilerbude bei uns in Leipzsch war immer gerammlde voll. Und meine Muddor un ich hamm uns de Beene indn Bauch gestanden um ä Disch zu grieschn. (Ich mag Nostalgie Na! )
27.03.2009 20:04

hummel85

Mitglied seit 02.11.2006
652 Beiträge (ø0,19/Tag)

hallo,

ich weiß nicht ob das hier schon stand.
bei uns gab es sehr oft "tote oma" zu essen (grützwurst).
mit sauerkraut und kartoffeln.

leider gibt es das hier in hessen nicht zu kaufen Welt zusammengebrochen


lg
27.03.2009 20:13

Maria1810

Mitglied seit 10.06.2007
1.479 Beiträge (ø0,46/Tag)

Hallo Hummel,

ich kenne es unter Himmel und Erde.....Blutwurst gebraten...Kapü. & Apefelmus...einfach mal versuchen,lecker




Maria1810
27.03.2009 20:53

Turandot

Mitglied seit 17.01.2002
8.016 Beiträge (ø1,54/Tag)

Ich kann leider nur durch Ausschluss zum Thema beitragen. So wie Hinnerk das bisher zusammengefasst hat, sehe ich das auch. Die "Rückwärtsbutter" (heiße Idee! Lachen ) ist mir in den Kriegs- und Nachkriegskochbüchern nicht begegnet, das könnte also eine echte DDR-Spezialität sein. Zumal in der kriegsbedingten Mangelwirtschaft insbesondere die Butter fehlte...

Das Grießmarzipan findet sich dagegen schon.

Aber viele der genannten Rezepte sind auch einfach traditionelle Rezepte aus der Region. Den Türkentrunk kenne ich allerdings auch schon lange, den muss es hier auch gegeben haben, daher eher nicht-DDR. (Hattet ihr der tatsächlich Ingwer? Ausgerechnet frischer Ingwer war hier früher kaum zu kriegen... BOOOIINNNGG.... ) Eierschecke buken auch früher schon hiesige Bäcker, halt als sächsische Spezialität, wie auch z.B. die Leipziger Lerchen.

Dass jemand im Westen eines der genannten Gericht nicht kennt - oder auch viele es nicht kennen -, ist halt kein Beweis dafür, dass es "typisch DDR" ist Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Löblicher Beitrag, Hinnerk Lachen Vielleicht sollte der CK in seine Reihe der Vorstellung der Küchen der Regionen auch noch eine spezielle DDR-Küche dazu nehmen. Das fände ich sehr interessant.

Gruß Turi
27.03.2009 21:16

Hemingway19

Mitglied seit 22.01.2008
517 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo Zusammen,

ich glaube es ist gerade der Reiz dieser vermeintlichen "DDR-Küche", dass Vieles auf dem Stand der Vorkriegsküche stehen geblieben ist und nur dem HO-Angebot und den aktuellen Lieferungen aus den sozialistischen Bruderländern (den es auch nicht besser ging) evtl. angepasst wurde.
Echte, neue Kreationen sind sicherlich sehr selten und dies macht die Spurensuche von Hinnerk ja so interessant.
Wo bleibt Hinnerk eigentlich?
Gleichzeitig dürfen wir an einem Teil "lebender Nostalgie" teilhaben und können entscheiden, was der Zukunft erhalten werden soll. Gleichzeitig findet man heraus mit welchen Mitteln ein Regime versucht hat "Normalität" zu schaffen und das schon seit der Römer für absolute Regime geltende Sprichwort "Brot und Spiele" aktuell umzusetzen.
Interssant ist z.B. auch die in dem oben genannten Link, erwähnte Historie zur Kettwurst oder die Einstellung der Kochsendung des DDR-Fischkochs Rudolf Kroboth, weil das Geld für diverse Fischerreirechte ausgegangen ist.

Ich find's spannend.

Gruß
Hemingway19
28.03.2009 19:24

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Um noch einmal die Frage nach der "Quarkspeise" zu beantworten:

Wir haben von einem Liter Vollmilch und 2 Päckchen Vanillepudding, Pudding gekocht und, wenn er f a s t

kalt war, ein kg frischen Quark darunter geschlagen. (Der DDR-Quark war kompakter, nicht so flüssig).

Und dann wurde die Speise mit Himbeer-Sirup abgeschmeckt und nachgesüßt.

So haben wir für die Kinder damals gekocht und sie waren wie wild auf die Quarkspeise.
28.03.2009 19:30

Neu_Lollo

Mitglied seit 24.03.2008
12.186 Beiträge (ø4,12/Tag)

Hallo,
Eierkuchen oder Pfannkuchen wird regional unterschiedlich genannt, die Gegion läuft jedoc keinesfalls an der Maur entlang!
Gruß Lollo
28.03.2009 19:36

Neu_Lollo

Mitglied seit 24.03.2008
12.186 Beiträge (ø4,12/Tag)

#hallo,
nehme alle Tippfehler zurück und den Beitrag auch - hätte erstmal bis zu ende lesen sollen - sorry
Gruß Lollo
28.03.2009 22:20

Esther_B

Mitglied seit 15.11.2008
658 Beiträge (ø0,24/Tag)

Hallo,

zu unterschiedlichen Zeiten und an jeweils verschiedenen Orten sind unterschiedliche Sachen Mangelware gewesen.

Ich erinnere mich an einen Auftritt im Gemüseladen *ups ... *rotwerd* , wo Ketchup verkauft wurde. Wir kamen dazu (oh, eine Schlange - was gibt es denn??) und mein Schwager /zu Besuch aus dem Westen/ verlangte vier Flaschen. Die Verkäuferin gestand ihm eine zu, weil "die anderen wollen auch was haben", er wollte das nicht einsehen ... Es war so peinlich!
Aber für Tomantesauce hatten wir in tomatenlosen Zeiten Tomantensaft oder -mark.

Letscho - in Tomatensauce eingelegte Paprikaschoten - kam aus Ungarn oder Bulgarien. Lecker: eine Scheibe Brot rösten, ein Schweinesteak mit wenig Bratensaft drauf, heißes Letscho drüber, hmmm.


Wie uli schon schrieb, wir haben eben viel selbst angebaut und haltbar gemacht, über Sauerkraut und saure Gurken und Bohnen, Kompott und Dörrobst bis hin zu Rumtopf, Marmeladen und Konfitüren. Und gab es keine Ananas, dann eben mit Ananasaroma eingelegte Kürbisstückchen ...

LG, Esther
29.03.2009 00:02

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Pfeil nach rechts (Der DDR-Quark war kompakter, nicht so flüssig) Pfeil nach links
Genau das nervt mich heute so an Leckermäulchen und so. Hauptsache fluffig und leicht und cremig. Ich vermisse echt die frühere Konsistenz. Ich will ja Quark essen und keinen Joghurt.

Aber danke erstmal für's Rezept. Haste das in den letzten Jahren mal wieder angerührt und getestet was die Kids heute dazu sagen??
29.03.2009 00:49

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Meine Kids sind mittlerweile gestandene Herren von 40 Jahren! Lachen

Aber glaub es, oder glaub es nicht--die essen ihre Quarkspeise--genau so gemacht, wie früher, noch immer gerne.

Aber sie sind auch einem schnöden Schoko-Pudding, mit ein bischen Eierlikör begossen, nicht abgeneigt! Lachen
30.03.2009 11:01

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Uli

Nochmal vielen Dank, dass Du uns an Deinem Erfahrungsschatz hier teilhaben lässt. Schnörkellose, schmackhafte Küche mit einfachen Zutaten zuzubereiten ist nämlich auch nicht so einfach, wie's oft den Anschein hat. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es manchmal mühsam war, die Zutaten zu organisieren. Das muss man alles erstmal können. Hut ab.

Zum Thema Quark fällt mir ein und auf, dass der in Deutschland wirklich sehr feucht und ohne viel Aroma ist. Zumindest habe ich noch keinen gefunden, der auch nur ansatzweise mit dem "Wiener Topfen" zu vergleichen wäre. Tu felix Austria....Ich weiss, gehört nicht direkt zum Thema hier, muss aber - mal wieder - gesagt werden.

@ Turi

Pfeil nach rechts ...auch noch eine spezielle DDR-Küche dazu nehmen. Pfeil nach links

Die Crux daran ist ja, dass es dafür eigentlich keine Definition zu geben scheint, und stattdessen halt regionale Spezialitäten hergenommen werden. Und schon ham wa den Salat Lachen

Mal schauen, was Uli oder jemand anders noch aus ihrem Erfahrungsschatz preis geben wird, vielleicht steckt ja hinter der "echten" DDR-Küche schlicht die Fähigkeit zu improvisieren und aus einfachen Zutaten schmackhafte Dinge zu zaubern.

BG vom Hinnerk
30.03.2009 19:42

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Ein sehr schönes Schlußwort.

Aber ich muß trotzdem wieder dazwischen quatschen. Könntest du nochmal ne Liste machen??
31.03.2009 10:24

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen Falk,

eigentlich war das nicht als Schlusswort gedacht, sondern eher als eine Art Zwischenbilanz.

Ja, die Liste ist recht schnell gemacht:

Jägerschnitzel = panierte Jagdwurst
Steak ou four
Rückwärtsbutter

Mit Zweifeln behaftet:
Die Krusta (die Ähnlichkeit zur Pizza und Flammekuchen ist zweifellos vorhanden)
Der Goldbroiler (Pendant zu Wienerwaldhähnchen und anderen Grillhähnchenketten im Westen, die Anfang der 60er wie Pilze aus dem Boden schossen)

Wobei der von Dir benannte Kasseler-Broiler tatsächlich eine Sonderrolle innezuhaben scheint (Du merkst, ich drücke mich da sehr vorsichtig aus).

Wurden die Broiler (übrigens wurden dafür US-amerikanische Hybridhühner verwendet!) eigentlich nur in den Verkaufsstellen / Restaurants, oder auch am heimischen Herd zubereitet?


Und noch eine Frage: auf unseren Ausflügen im Zuge des "Kleinen Grenzverkehrs" haben wir regelmäßig an einem Bratwurststand Bratwürste aus Kaninchenfleisch gegessen. Gab's die überall in der DDR, oder war das ein Einzelfall?



BG Hinnerk
31.03.2009 11:54

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Also den Kasseler Broiler hab ich gewikipediat. Laut denen, ist der original DDR. Also ich wusste das es den bei uns gab, aber ich war nicht sicher ob es den nicht auch im Westen gab, des Namens wegen.

Das mit den Hühnern und den Hasen kann ich dir leider nicht beantworten, weil ich war ja erst 9 beim Mauerfall. Aber erstaunlich an was man sich so erinnert. Aber ich wüsste nich, dass meine Mutter jemals n Huhn zu hause gemacht hätte.

Ich weiß, dass es bei uns im Zoo früher immer Wildbratwürste gab. Im nachhinein möchte ich vielleicht gar nicht wissen was alles unter "wild" zählte. Aber geschmeckt hammse. So ähnlich wie Pferdebratwürste. Toll, jetzt krieg ich Appetit und nix is da.
31.03.2009 12:20

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Wildbratwürste im Zoo?

Oha, da hätte ich ja im Nachhinein auch bedenken Lachen

BG Hinnerk
31.03.2009 12:47

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

@Hinnerk:
Nein, das mit den Kaninchenbratwürsten kenne ich überhaupt nicht.

Broiler: Aus unerfindlichen Gründen habe ich ein von meiner Mutter zubereitetes Hähnchen nie Broiler genannt.
Das war halt ein Hähnchen.
Broiler - das waren für mich wirklich nur die Dinger von der Broilerkette, die da auf ihren Drehspießen um die Wette drehten.

Grüße
Sylvia
31.03.2009 15:08

Neuhaus2

Mitglied seit 14.03.2007
5.093 Beiträge (ø1,53/Tag)

Hmmmm. Vorschlag / Idee

Hat schon einer das Zigeunerschnitzel erwähnt? Ich meine ein unpaniertes Schweineschnitzel mit Letscho. Dazu gab es meist eine trockene Scheibe Mischbrot (im Restaurant).

In manchen Lokalitäten konnte man auch schon Pommes dazu bekommen, obwohl die sehr selten waren.

LG
Kathrin
01.04.2009 09:38

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
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Aber ja, Kathrin, es wurde erwähnt, war aber in beiden Staaten sehr verbreitet.
Ich habe übrigens tatsächlich mal auf einer Speisekarte gesehen, dass es als Sinti-Schnitzel angeboten wurde BOOOIINNNGG.... .

Aber das ist ja mittlerweile auch wieder überholt, jetzt heißt es ja:
Pfeil nach rechts Schnitzel nach Art mobiler ethnischer Minderheiten mit Migrationshintergrund Pfeil nach links


BG Hinnerk
01.04.2009 10:13

Neuhaus2

Mitglied seit 14.03.2007
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Och nee Hinnerk,

das mit dem Sinti-Schnitzel ist jetzt nicht Dein Ernst?

... und das Pfeil nach rechts Schnitzel nach Art mobiler ethnischer Minderheiten mit Migrationshintergrund Pfeil nach links hört sich ganz nach den Wortschöpfungen aus 40 Jahren DDR an. Biste sicher, daß 1989 nicht doch der "Osten" gewonnen hat? Na!

LG
Kathrin
01.04.2009 10:25

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
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Doch Kathrin, ist leider wahr, die Bezeichnung Sinti-Schnitzel haben wir tatsächlich vor einigen Jahren in einem alternativ angehauchten Lokal in Heiligenhafen gefunden.

Ob die "mobile ethnische Minderheit mit Migrationshintergrund" authentisch ist, weiß ich freilich nicht, aber angesichts des politisch korrekten Neusprechs der Gutmenschen würde mich auch das nicht weiter verwundern.....

BG Hinnerk
01.04.2009 10:33

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

Wurst aus Kaninchenfleisch kenne ich nicht, das Kaninchen kam allerdings zu Weihnachten immer geschmort auf den Tisch - dafür hatte man es das ganze Jahr über fett gefüttert...

Dafür kenne ich Wurst aus Pferdefleisch oder Pferderouladen. Gab es überwiegend in der ländlichen Gegend Mecklenburgs. Aber sicher gab es das nicht nur in der DDR.

LG
01.04.2009 11:17

christina49

Mitglied seit 29.09.2003
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Hallo, Hinnerk,

das ist ein ganz toller Thread.

Mir fällt dazu noch ein, nach der Devise "Nimm ein Ei mehr..."- ein beliebter Spruch der DDR Werbung in den späten 70ern wurde das Eierfrikassee in den Schulküchen sehr beliebt. Da waren Erbsen mit drin und es schmeckte eigentlich ganz gut. Nun weiß ich nicht, ob das ev. auch deutschlandweit bekannt ist. Jedenfalls machen wir das mit Spargel und Champi´s- beides in der DDR nicht alltagstauglich.

LG

christina
01.04.2009 11:24

schnattilie

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2.074 Beiträge (ø0,75/Tag)

ahso, mir ist noch das ddr-ragout fin eingefallen. da man die kälber ja zu großen kühen haben wollte erfand man kurzer hand das würzfleisch.
eine schweinenuss in würzwasser (essig, zwiebel, salz, pfeffer, pimentkörner, lorberblatt) gar kochen, in gleichmäßige würfel schneiden, über nacht mit zitrone und worcestersoße marinieren.
am nächsten tag eine mehlschwitze machen, mit dem kochwasser auffüllen undam ende mit salz, zitrone und worcestersoße abschmecken. in feuerfeste formen füllen und mit käse im ofen gratiniere- lecker. ich ziehe das würzfleisch heute noch dem ragout fin vor ...
lg schnatti
01.04.2009 11:40

Neuhaus2

Mitglied seit 14.03.2007
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@ Bikergirl

Das mit dem Pferdefleisch kenn ich nun wiederum aus der Altmark. Da kriegt man heute noch Pferdebockwurst u.a.

@ schnatti

Das Rezept für Würzfleisch hab ich nie gehabt, deshalb schon mal danke, daß Du es hier aufgeschrieben hast. Na! Hab mir gestern auch schon das Kuchenrezept mit dem "Marzipan" von Uli gemaust. Auch das kannte ich alter Ossi nicht.

Jetzt aber mal ganz ehrlich, Lorbeerblatt und Piment - damit wurde so viel gekocht früher, auch bei uns in der Gegend, daß ich diese Gewürze heutzutage wirklich nur noch verwende, wo es sich nicht vermeiden läßt. Allein wenn der Geruch schon aus'm Topp kommt, könnt ich rennen. Ob Braten, Rippchen, Rotkohl, Sauerkraut das schmeckte und roch alles nach Loorbeerblatt und Piment. mhmmmh hmmhmhmmmmhhh *würg*

Zum Glück koche ich seit über 20 Jahren selber und kann daher entscheiden, daß ich das Zeug nur sehr sparsam verwende, wenn überhaupt.

LG
Kathrin
01.04.2009 11:53

Bikergirl79

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@ Neuhaus2

Bei uns auf dem Bauernmarkt gibts auch heute noch einen Stand, der ausschließlich Pferdefleisch anbietet und ich kann mich erinnern, dass ich als Kind in Rheinsberg mal eine Pferdebratwurst verdrückt habe. War wohl doch etwas weiter verbreitet.

Lorbeer kenn ich, dass man da ein Blatt mit zum Kochwasser für Reis gegeben hat. Das gab dann eine dezente Lorbeernote ab. Hin und wieder mach ich das heute noch.

LG
01.04.2009 11:54

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
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@ Schnattilie

Würzfleisch kenn ich aus Geflügelfleisch. Das hat man wohl auch regional unterschiedlich zubereitet - bzw. abhängig davon, was gerade da war. Und da meine Großeltern Hühner hatten, lag das wohl nahe Na!

LG
01.04.2009 12:58

Neuhaus2

Mitglied seit 14.03.2007
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@ Bikergirl

Würzfleisch kannste auch mit Kaninchen machen. Auch sehr lecker.
01.04.2009 13:08

christina49

Mitglied seit 29.09.2003
2.368 Beiträge (ø0,52/Tag)

Vielleicht kann sich noch jemand erinnern: Mitte der 80iger kam so ein Rezept auf- Orangensaft aus Kubaorangen.

Ich krieg es nicht mehr richtig zusammen. Jedenfalls wurde da augepresster Saft, ungeschälte Apfelsinen mit seeehr viel Zucker und glaube Zitronensäure verkocht, stehengelassen und dann durch ein Tuch abgegossen. Das Konzentrat wurde mit abgekochten Wasser verdünnt und ergab dann eimerweise Orangensaft. Ich hab das auch paarmal gemacht, aber weiß nicht mehr genau, wie.

LG

christina
01.04.2009 13:15

Sternl

Mitglied seit 20.10.2005
10.145 Beiträge (ø2,64/Tag)

Hallo,

Würzfleisch ist glaube keine DDR Erfindung, obwohl ich es auch sehr gern aus Gänsefleisch esse Lachen

Aber mir viel jetzt mal was ein, da hab ich schon beim Gedanken dran fast brechen müssen....bei uns gabs in der Schulspeisung SÜßEN Quark mit Salzkartoffeln.... mhmmmh hmmhmhmmmmhhh

Worans da gemangelt hat, keine Ahnung, das koch ich auf jeden Fall nicht nach Na wenn das mal stimmt!?

Wie siehts mit sauren Eiern aus, das is doch bestimmt Orginal DDR, oder?

LG Michèle
01.04.2009 16:32

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Ich glaub schon das es Saure Eier und Würzfleisch überall gab. Heißt im Erzgebirge übrigens "Schmandnappl". Nicht dass ich klugscheißen wollte... YES MAN

Ich glaub das "Leipziger Allerlei" in der heutigen Tiefkühlform, könnte aus der DDR stammen. Also ohne Krebse und den ganzen Krempel. Eben Mischgemüse mit Kohlrabi. Würd ich jetzt vielleicht nicht unbedingt Rezept nennen, aber das gab´s zumindest zu DDR-Zeiten.
02.04.2009 09:41

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Ja, mit dem Leipziger Allerlei ist hüben wie drüben viel Schindluder getrieben worden. Dieses ehedem sehr feine Gericht verkam mit der Zeit zu Tiefkühltüten mit Mischgemüse unter Verwendung von zwei Stückchen Bruchspargel Welt zusammengebrochen

BG Hinnerk
02.04.2009 20:24

Gummiadler

Mitglied seit 29.07.2002
9.132 Beiträge (ø1,82/Tag)

Hi,
schön, dass ich den Thread gefunden habe und lesen konnte - ganz spannend!
Ich kann als (Ost-)Berlinerin übrigens bestätigen, daß Tomatenketchup (genau, in den 200-ml-Flaschen) ganz selten auf dem Markt war. Und wenn, war es in unserer Kaufhalle erlaubt, 4 Stück pro Person zu kaufen. Das ging aber wie ein Lauffeuer rum, und man schickte den nächsten aus der Familie hin.

Ich weiß auch noch, als ich eine Zeit in Prenzlauer Berg wohnte im 4. Stock Altbau - unter uns auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein OGH (Obst- und Gemüsehandel) - und ich von oben sah, daß unten ne Schlange stand, bin ich runter und hab mich angestellt. Da gabs dann Aprikosen, oder Pfirsiche.

Meine Mutter hat eigentlich immer sehr phantasiereich gekocht. Spaghetti Bolognese konnte man durchaus herstellen, wenn man frische Tomaten. Nur hieß das Gericht nicht so.
Als es mal Auberginen gab, hat sie die längs in Scheiben geschnitten, gewürzt und paniert und uns Kindern als gesundes "Schnitzel" verkauft.
Sie war als junge Frau oft in Italien und wußte, daß man Auberginen essen kann, nachdem sie sie gemalt hat (Aquarell) Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Übrigens, die Soljanka ist keineswegs ein DDR-Rezept. Das kam aus der Sowjetunion, und ich glaube, es war deshalb so beliebt, weil in den Küchen dafür alles verwendet werden konnte.
Auch JAGDWURST, und mit Vorliebe Jagdwurst!

MEKORNA - damit sind mein Bruder und ich glücklich gemacht worden Na! Ein Instant-Trockenprodukt, mit Milch erhitzt. Zum Schluß ein rohes Eigelb in die Mitte.


Oder dicke Milch. Dafür wurde die einfach ein paar Tage in einer Schüssel stehengelassen. dann mit Zucker und Zimt bestreut.


Ja, die Broiler - stimmt, zu Hause haben wir es mal versucht, in so nem Drehgrill von Anno Tobak. Aber es war nicht dasselbe wie in den Gummiadler-Hütten. Eine Gaststätte auf Rügen konnte als einziges Angebot halbe Broiler mit Brot bzw. Kartoffelsalat haben (solange der Vorrat reicht) - die war immer, wirklich immer voll!

Ich hör mal auf, ich könnte noch weiter....
LG, GA Na!
04.04.2009 13:56

peterpanik

Mitglied seit 23.11.2007
16.534 Beiträge (ø5,36/Tag)

Hi,

was ist mit den "Original Halloren Kugeln"? ist zwar kein Rezept, aber wenn ich meine Holde richtig verstehe, war das wohl DIE DDR Süßware...

...als jemand der auch die 25,-DM "Eintrittsgeld" zahlte, musste ich in einem Restaurant - als ich den Begriff zum ersten mal las - nachfragen, was denn diese "Sättigungsbeilage" umfasst...

..so schnell konnte man sich outen... Na!

Gruß pp ...
04.04.2009 15:27

Hemingway19

Mitglied seit 22.01.2008
517 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo Zusammen,

Off Topic aber evtl. wegen des nostalgischen Charakters ist diese Bildergalarie passend.

LG
Hemingway19
05.04.2009 12:35

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

Ja, bei den Süßigkeiten gibts wohl noch einiges, denke z.B. an die Schlagersüßtafel oder die Bambina, aber ich denke mal, Hinnerk möchte schon eher Koch-/Backrezepte haben.

Grüße
Sylvia
05.04.2009 12:39

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

Hab gerade noch mal nachgeschaut, Hallorenkugeln gibt es seit 1950.

Ich bin nach wie vor gespaltener Meinung, was die Zuordnung der Soljanka angeht. Natürlich ist das Rezept an sich russisch. Aber die DDR-Soljanka, die in den Restaurants serviert wurde, hatte mit diesem Original ja nicht mehr viel zu tun. Also vielleicht doch was DDR-Typisches?

Sylvia
05.04.2009 12:53

manuela-one

Mitglied seit 03.04.2008
650 Beiträge (ø0,22/Tag)

Hallo,

als ehemaliges Ostberliner Mädel fällt mir spontan die Konopke-Wurst....sie gab es nur im Ostberlin.

Oder wenn wir früher auswärts essen waren im Restaurant hatte ich immer als Vorspeise: Ragout Fin mit Toast...

Die Nudeln mit der Tomatensauce und den kleingeschnippelten Würstchen mache ich noch heute meinem Sohn. Er liebt dieses Essen. Oder wie auch schon vorher beschrieben, die Jagdtwurst lecker gebraten wie Schnitzel *grins...
Ooooch da kommen alte Zeiten hoch Welt zusammengebrochen


lg. manuela
05.04.2009 12:55

manuela-one

Mitglied seit 03.04.2008
650 Beiträge (ø0,22/Tag)

üps, gerade gelesen YES MAN

die Bambina und die leckeren hauchdünnen Oblaten kaufe ich noch heute in Mengen wenn ich bei meinen Eltern in Berlin bin *grins...


lg. manuela
05.04.2009 22:56

Esther_B

Mitglied seit 15.11.2008
658 Beiträge (ø0,24/Tag)

Hallo,

also langsam übertreibt Ihr aber mit eurer Jagdwurst - die kam doch nie nicht in die Soljanka. In was für Kaschemmen habt Ihr denn gegessen?

Jagdwurst gab es bei uns ausschließlich würflig geschnitten und angebraten zu Makkaroni mit Tomatenmark, Paprika edelsüß, Zwiebel und Käse.

Mein Soljanka-Rezept stammt übrigens aus einem der richtig guten Rezepthefte vom Verlag für die Frau, kennen manche von euch sicher auch. Davon hat es ja eine ganze Reihe gegeben und ich habe sie mir regelmäßig gekauft.

Außerdem gibt es ein bekanntes Soljanka-Rezept von Marcus Wolf.

Gruß, Esther
05.04.2009 23:49

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hi!

Ein schöner Thread! Danke, Hinnerk!

Bin zwar nicht aus der DDR (wer wäre da drauf gekommen Na! ), aber habe Verwandte und Freunde in den "ehemaligen Ostgebieten".

Mal 'ne dumme Frage: ist zwar kein Gericht, eher "Convenience": es gab und gibt meines Wissens wieder eine sogenannte Rote Grütze, ein Fertigpulver aus Zucker, Säuerungsmittel, Farbstoff, Aroma und Grieß. Ist das auch "typisch DDR"? Bei uns ist ja eine Rote Grütze aus Früchten, mit Sago oder Mondamin angedickt.

Das Grießmarzipan hat mal eine Freundin von mir gemacht als Füllung für süße Stückchen (oder hießen die im Osten eher "Teilchen"?); war echt lecker und wäre mir gar nicht aufgefallen, daß es kein echtes ist.

In meinem Backbuck aus dem "Verlag für die Frau" steht folgendes Rezept für Grießmarzipan: 125 g Grieß, 5 geriebene bittere Mandeln, 125 g Staubzucker, 40 g Butter oder Feinmargarine, 1-2 Eßlöffel Milch oder Weinbrand
Den möglichst feinkörnigen Grieß mit den übrigen Zutaten verarbeiten und, sofern als Füllung vorgesehen, der Gebäckstückgröße entsprechend ausschneiden.

Und Kartoffelmarzipan: 200 g gekochte geriebene Kartoffeln vom Vortage, 300 g Zucker, 125 g geriebene Mandeln oder Nüsse, darunter 6 bittere Mandeln, 2 Eier, Milch
Kartoffeln, Zucker auf kleiner Flamme rühren, bis die Masse geschmeidig geworden ist, die Mandeln zugeben und bis zum Erkalten weiterrühren, dabei die Eier unterrühren.

Grüßle vom Schwobamädle echte DDR Rezepte 3401715163


Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
06.04.2009 00:10

Esther_B

Mitglied seit 15.11.2008
658 Beiträge (ø0,24/Tag)

Hallo Schwobamädle,

die Rote Grütze von der Firma Komet besteht aus 97% Weizengrieß, der Rest sind Säuerungsmittel E 355 und E 330, modifizierte Weizenstärke und der Farbstoff Azorubin.
Schmeckt uns trotzdem lecker, mit Vanillesauce, und ist fix fertig.

Zu Hause hatten wir Feld und Garten, d. h. wir haben die R. G. ebenfalls aus frischen Beeren gemacht.

Gruß, Esther
06.04.2009 00:26

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hi, Esther!

Glaube ich gerne, daß das schmeckt. Ich bin ja "hier drüben im Westen" auch mit aromatisiertem, gefärbtem Zeug groß geworden, wenn ich da an mein Lieblingseis denke ("Dolomiti", nur Wasser, Zucker, Farbe und Aromen), und die Päckchen-Götterspeise ist auch nix anderes als Zucker, Aroma, Farbe, Säuerungsmittel und Gelatine, trotzdem lieben nicht nur Kinder das Zeug Lachen .

Ich muß mal bei uns im Kaufland gucken, die haben auch viele "Ostprodukte", vielleicht haben die sogar die Rote Grütze, ansonsten muß mir meine Freundin welche mitbringen, wenn sie mal wieder in die alte Heimat fährt. Ich liebe nämlich Grieß in jeder Form und würde das gerne mal probieren.

Grüßle vom Schwobamädle echte DDR Rezepte 3401715163


Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
06.04.2009 01:03

Hanne19

Mitglied seit 31.05.2008
1.656 Beiträge (ø0,57/Tag)

Der Thread ist klasse. Auch wenn man nicht so viele reine DDR-Rezepte postet: Es sind Jugenderinnerungen, die mir (Wessi) auch immer häufiger wieder einfallen. Ich finde es so schade, dass diese gar nicht mehr weitergegeben und gekocht werden, obwohl sie doch so gut schmecken.

Uli, danke für den Buchtipp. Ich habe bereits zugeschlagen.

Und jetzt meine ich hier gelesen zu haben, dass es ein Kochbuch gibt, wo auch Ersatzzutaten angegeben sind. Obwohl ich nochmal alles durchgeschaut habe: ich finde den Beitrag nicht. Kann mir jemand helfen?

LG Hanne
06.04.2009 02:10

DR--Mabuse

Mitglied seit 06.04.2009
2 Beiträge (ø0/Tag)

Es gibt jeden Menge DDR Rezepte und das waren / sind die Besten die man sich überhaupt vorstellen kann!

Hier wurde sogar einen kleiner Teil im Internet veröffentlicht Na!

http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/ddr/
06.04.2009 02:12

DR--Mabuse

Mitglied seit 06.04.2009
2 Beiträge (ø0/Tag)

http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/ddr/

Dort gibt es wirklich absolut leckere original DDR Rezepte Na!


Gruss Andreas
06.04.2009 08:30

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

@Esther_B: Doch, Jagdwurst in Soljanka, das war gar nicht so selten. Ich kenn das auch aus Restaurants.

Wenn wir selbst Soljanka gekocht haben, wären wir nie im Leben auf die Idee gekommen, da Jagdwurst reinzupacken. Aber die typische DDR-Restaurantsoljanka war eben eine Resteverwertungssuppe, wo man so ziemlich alles reingeworfen hat - auch Jagdwurst.

Grüße
Sylvia
06.04.2009 10:14

manuela-one

Mitglied seit 03.04.2008
650 Beiträge (ø0,22/Tag)

Hallo Andreas,

Danke schön für den Link *schmunzel...

lg. manuela
06.04.2009 11:00

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen Andreas,

ich wiederhole mich jetzt zwar, aber es ist ja möglich, dass Du den Fred nicht von der Pike auf verfolgt hast (was mir angesichts Deiner Bemerkungen als nicht ausgeschlossen erscheint). Mir geht es nicht um Rezepte oder haushaltsüblichen Gerichte, die aus Regionen kommen, die früher einmal zur DDR gehörten, sondern um solche, die wirklich erst während der DDR-Zeit entstanden sind. Mir ist natürlich klar, dass das ständig in einen Topf geworfen wird. Deshalb frage ich ja!
Und für letztere Rezepte /Gerichte gibt's halt auch im österreichischen(!) Kirchenweb* keine eindeutigen Beispiele. Auch dort sind's traditionelle, regionale Spezialitäten, die sicherlich auch lecker sind, aber das stand nie in Frage.


Die weiter oben erwähnten Halloren Kugeln sind sicherlich ein waschechtes DDR-Produkt, wurden aber doch eher nicht in Bürgers heimischer Küche handgeblasen Na!

BG Hinnerk

* Ausgerechnet dort solch eine Seite zu finden, hätte ich nicht vermutet....
06.04.2009 12:57

monimaus

Mitglied seit 13.03.2003
113 Beiträge (ø0,02/Tag)

Mahlzeit,

möglicherweise habe ich noch ein DDR-Rezept, fiel mir ein, da hier von den Broiler-Gaststätten

geschrieben wurde : Tomatierte Hühnerherzensuppe. Sehr lecker. Ich hab sie allerdings nach Gefühl

nachgekocht und tue es auch heute noch.

Gesäuberte Hühnerherzen in Öl anschmoren, Zwiebelwürfel dazu, Tomatenmark unterrühren,

eventuell etwas Mehl mit anschwitzen, ablöschen mit Hühnerbrühe (etwas Rotwein).

Abgeschmeckt wurde mit Pfeffer, Salz, Paprika, Essig.

Ich koche nach Gefühl - kann also keine Mengenangaben geben.

Ach so, das mit der Schlagsahne kenne ich auch. Milch und Butter aufkochen , eine Nacht in den Kühlschrank stellen

nächsten Tag mit Zucker aufmixen. Im Sommer gings auch manchmal in die Hose.

LG Moni
06.04.2009 13:03

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Pfeil nach rechts Ich koche nach Gefühl - kann also keine Mengenangaben geben. Pfeil nach links

Genau so geht's mir auch, Moni!
Fragt mich jemand nach einem Rezept, komme ich wegen der Mengenangaben immer ins schwojen.
Deshalb stelle ich übrigens auch hier keine Rezepte in die DB.
Aber Deine "Bastelanleitung" für die Hühnerherzchensuppe klingt gut!

BG Hinnerk
06.04.2009 13:25

Wüstensohn

Mitglied seit 29.06.2005
11.508 Beiträge (ø2,91/Tag)

Moin,

die Hühnerherzchensuppe habe ich gleich mal auf meine Nachkoch-Liste gesetzt.

Ich werfe mal "meine" Grabower Schwarzwälder-Kirschtorte in die Runde, die sich so noch in keinem Kochbuch sah, auch nicht in meinen DDR-Kochbüchern (und damit meine ich die, die zwischen 1949 und 1989 dort erschienen, nicht die Nostalgie-Bücher). Und ich hoffe, die Schwarzwälder steinigen mich nicht für das Rezept, aber die Mecklenburger Freunde nannten den Kuchen so.

LG
Wüstens Lala hn


---
Das Leben ist keine Generalprobe.
06.04.2009 13:48

Neuhaus2

Mitglied seit 14.03.2007
5.093 Beiträge (ø1,53/Tag)

Beim Thema Broiler muß ich immer an den "Goldbroiler" unter der S-Bahn Brücke Frankfurter Allee denken. Da waren immer riesige Schlangen, Wartezeit nicht selten 1 Std. und länger.

Am Bahnhof Ostkreuz, an dem Ausgang, wo es in Richtung Boxhagener Straße ging, war immer ein Imbiß. Dort gab es megaleckere Currywurst. *schleck*

LG
Kathrin
06.04.2009 13:58

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Beim Thema "Schlangestehen" muss ich Euch mal eine recht kuriose Geschichte erzählen.
Wir sind ein Teilstück des Rennsteigs gegangen, der ja ab und zu von Straßen gekreuzt wird.
An so einer Stelle stand eine Wurstbude mit Holzkohlengrill, der die bekannten Thüringer Bratwürste anbot.
Davor eine Schlange von ca. 15 Leuten, können auch etwas mehr gewesen sein. Nun denn, wir hatten Hunger und stellten uns an, die Schlange bewegte sich sehr langsam voran. Als wir dann ums Eck kamen, sah ich, dass der Wurstmann die Bestellung annahm, und dann erst die bestellte Bratwurst frisch auf den Grill legte........




BG Hinnerk
06.04.2009 14:03

Wüstensohn

Mitglied seit 29.06.2005
11.508 Beiträge (ø2,91/Tag)

Zumindest war das Bratwursttier schon geschlachtet und verwurstet Lala

LG
Wüstens Lala hn


---
Das Leben ist keine Generalprobe.
06.04.2009 14:05

monimaus

Mitglied seit 13.03.2003
113 Beiträge (ø0,02/Tag)

He Wüstensohn,

DIE kenn ich auch, allerdings unter Schneewittchentorte. Könnte man mal wieder machen.

An Backrezepten habe ich auch noch einige von Hand aufgeschriebene. Ob das aber typische DDR Rezepte sind, kann ich nicht sagen.

Die Cliq-Torte dürfte darunter fallen. Cliq war so ein Pulver zum Getränkbasteln.

Und Nutella wurde auch irgendwie "nachempfunden" ,ebenso wie das Marzipan.

After eigth-Likör wurde mit Pfermizbonbons gemacht.

Irgendwie bin ich angefixt, werde mal schnüffel gehn.

LG Moni
06.04.2009 19:53

manuela-one

Mitglied seit 03.04.2008
650 Beiträge (ø0,22/Tag)

Hallo,


meine Mutti hatte immer einen gefüllten Streuselkuchen gemacht mit Vanillepudding !!! Kennt den vllt. jemand von Euch ??
Weiss nur nicht ob das typisch DDR ist ??- mal zu Hinnerk hochschiel Na!

Hier im Wessiteil wird er mit so ner Art Sahnecreme gemacht...bääääääääääh.


lg. manuela
06.04.2009 20:03

schnattilie

Mitglied seit 28.09.2008
2.074 Beiträge (ø0,75/Tag)

hallo bikergirl,

man kann das sicherlich aus allem möglichen fleisch machen, dennoch hatte aber jedes gericht in der gastronomie (und da war ich damals schon wie heute) eine feste definition und demnach wurde würzfleisch aus der schweinenuss gemacht...

@silvia
Pfeil nach rechts Wenn wir selbst Soljanka gekocht haben, wären wir nie im Leben auf die Idee gekommen, da Jagdwurst reinzupacken. Aber die typische DDR-Restaurantsoljanka war eben eine Resteverwertungssuppe, wo man so ziemlich alles reingeworfen hat - auch Jagdwurst. Pfeil nach links
im lehrtext der kellner der ho-gastätten stand zu soljanka folgendes: ukrainische spezialitätensuppe aus soljanka und jagdwurst gemacht....
was man privat zu hause kochte, war sicherlich teils geschmackvoller, dennoch aber nicht die richtige soljanka....
lg schnatti
06.04.2009 20:10

schnattilie

Mitglied seit 28.09.2008
2.074 Beiträge (ø0,75/Tag)

quatsch, wo waren meine gedanken:
aus letscho und jagdwurst...
ps: mit der bemerkung, dass es eine resteverwertung ist, wärst du glatt aus dem hause geflogen Na! lg
06.04.2009 20:27

kilchen

Mitglied seit 30.06.2008
111 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo!

So wie monimaus kenne ich die "Sahne rückwärts" auch!! Mit einem Pürierstab vom RG28 eine halbe Stunde in dem am Vortag aufgekochten Butter-Milch-Gemisch gerührt und du warst hinterher taub!!! Hat aber meistens funktioniert.
Es gab zwar auch fertige Schlagsahne zu kaufen, aber die war sündhaft teuer!

Kennt noch jemand Affenfett?

Viele Grüße
kilchen
06.04.2009 22:07

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

Hat denn jemand mal ein wirklich originales russisches oder von mir aus auch ukrainisches Soljanka-Rezept zum Vergleich?

Letscho ist ja auch nicht gerade was typisch russisches, sondern doch eher ungarisch. Und ob es Jagdwurst überhaupt in Russland gibt, ist die nächste Frage. Ich glaube, Hinnerk, Du solltest die DDR-HO-Soljanka unbedingt mit in Deine Liste aufnehmen, denn das scheint mir doch erheblich von dem russischen Original abzuweichen.
(Privat kam bei uns übrigens auch kein Letscho in die Soljanka).

Übrigens, Schnattilie, finde ich Resteverwertung an sich nix Schlimmes. Na!

Grüße
Sylvia
06.04.2009 22:31

Cismoc

Mitglied seit 05.04.2009
8 Beiträge (ø0/Tag)

Aaalsooo, ich habe mal in meinem Hirn gekramt und da sind mir noch folgende Dinge eingefallen, die zumindest eine nähere Betrachtung verdienen:

1. Papageienkuchen. Den habe ich hier zumindest nach langer Zeit wiedergefunden und kenne ihn aus meinen Kindergarten- und Schulzeiten (auch wenn letztere schon zu Westzeiten, aber immerhin noch auf der Ostseite waren).

2. Kindergartenkohl. Da weiß ich nicht mal, ob den überhaupt jemand kennt, oder ob der noch unter anderen Namen bekannt ist (würde mich wundern, wenn nicht!). Das Prinzip stammt von den Kohlrouladen, nur dass man für die Kinder im Kidergarten nicht solche Monsterdinger gerollt hat, die eh kein Kind gegessen hätte, sondern man hat alles schön klein geschnitten und dann geschmorrt. Heute könnte ich mich in das Zeug reinsetzen!! Habe noch gar nicht geguckt, ob ich hier so ein Rezept finde... Lächeln

Und meine Mutter hatte früher mal auch so einen Schoko-Nuss-Aufstrich gemacht. Keine Ahnung, ob der typisch DDR ist, aber er war (laut meiner Erinnerung) sehr lecker. Muss ich sie gleich mal zu Ostern fragen.

Und: Heute habe ich für mich und meinen Schatz Nudeln mit Tomatensoße, in der ganze viele kleine Scheiben Wiener schwammen, gekocht. Mundet auch einem westdeutschen Schleckermäulchen. Lachen
07.04.2009 00:30

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hi!

@wüstensohn: obwohl Deine Grabower-Schwarzwälder Kirschtorte natürlich null und gar nix mit einer Original Schwarzwälder zu tun hat, hab ich mir das Rezept gleich mal abgespeichert, ich liebe nämlich Buttercreme, und die 100 (!) ml Cognac machen die Sache auch recht interessant. Aaaaber: ich gehe mal davon aus, daß statt "Cognac" Weinbrand gemeint ist, und natürlich Wilthener Goldkrone, oder? Lachen

In Punkto "selbst nachgebautem Nutella" wart Ihr "im Osten" ja wohl Trendsetter; heutzutage ist es bei ernährungsbewußten Familien ja in, seine Schoko-Haselnußcreme selbst zu basteln, damit man nicht auf den süßen Bapp aus dem Supermarktregal zurückgreifen muß (ich hab da auch irgendwo noch ein Rezept, muß mal suchen).

Zum Thema Soljanka hab ich noch ein hübsches Anekdötchen aus meiner Familie: ich hab auch mal Soljanka gekocht (ja, ist nach dem Mauerfall irgendwann auch bis ins Schwäbische vorgedrungen), und meine Tochter (damals etwa 3 Jahre alt) fragte mich, was es zu essen gäbe. Ich antwortete: "Soljanka", und sie guckte interessiert in den Topf und fragte: "Wo ist die Bianca?"

Grüßle vom Schwobamädle echte DDR Rezepte 3401715163


Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
07.04.2009 08:15

Wüstensohn

Mitglied seit 29.06.2005
11.508 Beiträge (ø2,91/Tag)

@ monimaus, guck' an, ich habe immer unter Schwarzwälder gesucht, Schneewittchen sagt mir nichts Lachen

@ schwobamädle, ich habe mir Anfang der 1980er nur Cognac notiert - wobei ich der Familie, von der ich das Rezept habe, durchaus auch zutraue, dass sie echten Cognac auftrieben, genug Westkontakte hatten sie .... Aber die Goldkrone macht Sinn.

LG
Wüstens Lala hn


---
Das Leben ist keine Generalprobe.
07.04.2009 12:42

manuela-one

Mitglied seit 03.04.2008
650 Beiträge (ø0,22/Tag)

Hallo zusammen,

kann mich auch noch gut an die Liebesknochen erinnern *jamieee. Die waren immer *sau lecker !!!

Der Wessi macht ne andere Creme rein.

Oder was ist den mit den Negerkuss ??? So eine geile Füllung kent der Wessi och nicht *schmunzel...die waren immer so fluffig *ups ... *rotwerd*


lg. manuela
07.04.2009 16:12

Snookerfee

Mitglied seit 11.06.2008
1.454 Beiträge (ø0,5/Tag)

Hallo zusammen,

mit Begeisterung verfolge ich den Thread seit Beginn.
Da werden Kindheitserinnerungen wach.

Also was ich noch nirgends anders gegessen hab sind

"Schwalbennester"....kennt ihr das.
Das sind große Schweinerouladen mit Speck, Zwiebel und einem gekochten Ei drinne.
Dann gebraten wie eine Roulade halt. Das könnt ich glatt mal wieder machen.
Weis ich aber nicht ob das typisch DDR ist.

@Cismoc...kann es sein das Du "Schichtkraut" meinst...!
Das is lecker...jami.

Ich hab grad mit meinem Mann gesprochen aber so richtig typische DDR-Rezepte
fallen uns nicht ein. Werd aber heute Abend mal meine Eltern fragen.



Liebe Grüßeechte DDR Rezepte 2470320616
Nr. 191 SHGdBS
07.04.2009 19:46

Tybbydeee

Mitglied seit 04.11.2008
17 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo allerseits,

toller Thread, ich habe zwar nie in der DDR gelebt, bin aber familiär vorbelastet, meine Mutter kam von 'dribn'.

Mir sind noch ein paar Sachen eingefallen, ob das typisch DDR ist, weiß ich nicht, für mich ist es das, weil es für meine Mutter und Großmutter Heimatessen war.

Huggelkuchen: das ist so ein dünner Fladen, ich weiß nicht 'mal, was für ein Teig, der beim Backen Berge und Täler bildet. Vor dem Verzehr wird er mit Butter bestrichen und mit Puderzucker bestreut - lecker!

Bienenstich: meine Mutter betont immer den großen Unterschied zwischen dem Bienenstich aus dem Rheinland (mit Puddingfüllung) und dem aus Thüringen. Dort kommt der Mandel-Honig (?) Kleister direkt auf den Hefeteig - nicht mein Ding, viel zu süß und klebrig.

Selleriesalat - der Schrecken jedes Festessens bei meiner Oma. Wahrscheinlich nichts besonderes, einfach sauer eingelegter Sellerie und zur Feier des Tages wurde ein Glas aufgemacht. Ich wurde jedoch immer zum 'Probieren' gezwungen, was bei mir eine immer noch andauernde Aversion gegen (Knollen-)Sellerie geweckt hat.

Kotlett in Soße - gab es meist bei meiner Oma und ich habe es geliebt. Paniertes und gebratenes Kotlett wurde in einer Soße aufgekocht.

So, mehr fällt mir nicht mehr ein.

LG, Jule
07.04.2009 19:59

Cismoc

Mitglied seit 05.04.2009
8 Beiträge (ø0/Tag)

Aaah... Omas guter Bienenstich! Stimmt, außer auf den familiären Kaffeetischen habe ich Bienenstich auch immer nur mit so komischer Puddingfüllung gesehen. Und meist auch mit Mandelblättern anstatt -krümeln oben drauf. Ist wohl eher eine regionale Variante. Meine Oma hat immer den besten Bienenstich bei uns in der Familie gemacht und sie war Jahrgang 1928 - hat also schon weit vor der DDR kochen und backen gelernt.

@Mandy
Ja, die Rezepte kommen da gut ran. Aber ich finde den Namen Kindergartenkohl immer noch besser. Na! Ich kenne die Variante, bei der man noch ein paar Kartoffeln reinschnippelt. Das Rezept hier kommt dem ganzen schon recht nahe, auch wenn wir nie Brötchen vom Vortag da reingemacht haben. Danke für den Tipp! Lächeln
08.04.2009 10:39

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Jule

Pfeil nach rechts Paniertes und gebratenes Kotlett wurde in einer Soße aufgekocht. Pfeil nach links

BOOOIINNNGG.... Oha!

Sei froh, dass hier nicht getratscht wird, sonst würde der halbe CK über Dich herfallen Lachen

BG Hinnerk
08.04.2009 10:45

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Ach ja, der Bienestich meiner Großmutter war auch von dem Kaliber "Dick-Mandel-Honig-drauf" und einen dünnen Hefeteig drunter. Eine Freude für jeden Zahnarzt vermute ich mal. Mit Pudding und Mandelsplitter obenauf kenne ich auch nur vom Bäcker, bzw. von Kaffeetischen anderer Familien.

Ich esse übrigens beide Varianten gern, da bin ich flexibel ...

BG Hinnerk
08.04.2009 12:30

Schwuuups

Mitglied seit 30.11.2005
866 Beiträge (ø0,23/Tag)

Ein Traum, dieser Thread!
Danke Hinnerk.

Hallo miteinander.

Cismoc - schau doch mal bitte bei meinen Rezepten bei den "zerhackten Krautwickeln" - ich glaub, das könnte Dir gefallen. Na!
Gummiadler - als alte Rüganerin wäre ich doch an dem Namen der Broiler-Gaststätte interessiert, und - woher weißt Du davon?
Schnatti - kannst Du das Würzfleischrezept nicht einstellen? Das wär so super!

Sollten mir Rezepte einfallen, melde ich mich wieder.

Schwuuups
08.04.2009 14:26

Neuhaus2

Mitglied seit 14.03.2007
5.093 Beiträge (ø1,53/Tag)

@ Schwuuups

01.04.2009 um 11.24 Uhr. Kucke mal - das meinste doch bestimmt?

LG
Kathrin
08.04.2009 14:36

Bikergirl79

Mitglied seit 15.09.2008
622 Beiträge (ø0,22/Tag)

Schichtkohl - wie er sich heute nennt - war bei uns bekannt als verlorene Kohlrouladen.

Das gab und gibt es heute noch regelmäßig - ist viel einfacher, als die Arbeit mit dem Wickeln zu haben und schmeckt mindestens genauso gut!
08.04.2009 15:08

nic5980

Mitglied seit 13.02.2009
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hi Ihr!
Geiler thread:
also ich bin im guten alten Osten aufgewachsen und seit 20Jahren hier.
Wenn ich meine Oma besuche gibts immer:

Brühnudeln und natürlich Baumkuchen mmmmmmmmmmmh!!!

Grüße nic
08.04.2009 15:26

1406alex

Mitglied seit 08.04.2009
10 Beiträge (ø0/Tag)

Hi,
ich hab hier ein Link
http://www.chefkoch.de/rs/s0/ddr+rezepte/Rezepte.html
08.04.2009 20:03

Gummiadler

Mitglied seit 29.07.2002
9.132 Beiträge (ø1,82/Tag)

@schwuups,
das war auf der Strecke nach Sagard/Glowe usw.
Samtens oder Lietzow, ein riesen Backsteinbau an der Straße.
Aus welcher Rügenecke stammst du? Ich bin vor allem mit den (ehemaligen) Funkern von (ehemals) Rügenradio befreundet.
LG, GA
19.07.2009 12:13

Kuchlmasta

Mitglied seit 11.04.2008
9 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Uli!

Könntest du bitte das Rezept einstellen?

Vielen Dank

Schöne Grüße vom Kuchlmasta
20.07.2009 23:37

noemiemandel

Mitglied seit 21.05.2009
5 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo ihr!!!
also ich bin seit 14 jahren (bin 30 heut)mit meinem ossi verheiratet....er schwärmt auch immer so von der heimat mit dem essen..ich bin auf der suche nach rezpten um ihm die heimat ein stück näher zu bringen..ich als wessi bin mit fix und co gross geworden und um ehrlich zu sein ich mag es nicht mehr essen...das sogenannte Jägerschnitzel aus jagdwurst ist mir bekannt und ich finde es sau lecker..auch die hier besprochene tomatensoße kenne ich allerdings die version mit ketchup..meine kids lieben sie....aber das war es dann..ach stop den kochtopfkuchen der auch sehr lecker ist..mein mann war noch zu jung um alles mit zu bekommen was opa gekocht hat..den mutter hat auch nen narren hier im westen an fix und co gefunden...ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir da weiter helfen könntet..
21.07.2009 08:30

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
22.081 Beiträge (ø4,23/Tag)

Westen = Fix & Co. und Osten = leckere Hausmannskost??? BOOOIINNNGG....

Vertust du dich da nicht ein ganz klein wenig?
21.07.2009 10:01

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Utee

Da habe ich auch andere Assoziationen.
Was das Fix-Zeugs angeht, kannte ich das von zu Hause her gar nicht. Meine Großmutter (bei uns zu Hause für's Kochen zuständig gewesen) hat "diesen Kram" immer abgelehnt.
Nur auf ausdrücklichen Wunsch ihrer in der "Ostzone" (O-Ton Omi Na! ) lebenden Schwester, hat sie sowas in die Pakete gepackt.

Bei der Mutter meines Freundes T. dagegen war der Griff zum Saucenpulver üblich. Ich kriege heute noch Sodbrennen, wenn ich daran denke Welt zusammengebrochen


BG Hinnerk
21.07.2009 10:13

grisou

Mitglied seit 16.12.2003
38.955 Beiträge (ø8,62/Tag)

seit wann gibts denn überhaupt dieses massive Fix-Riesenangebot ??? (ich red jetzt nicht von ein paar Tütensuppen , Miracoli und Brühwürfeln... Na! )

ich kann mich nicht dran erinnern, dass es da vor den 80-ern schon ganze Regalreihen davon gab, oder ? ab den 90-ern fiel dann die Mauer...wir sprechen also eh nur von nem Zeitfenster von vielleicht 10 Jahren, in denen der Westen fixer gekocht hat als der Osten... Na!

davon unberührt blieben doch eh die klassischen Hausmmans- bzw Hausfrau-Rezepte - die kommen noch aus Vor-Fixzeiten - davon gibts auch im Westen - ein sehr grosses Repertoire - weshalb man zumindest kulinarisch jetzt nicht Ost-West-Fixgräben ziehen muss, denk ich mal so...
21.07.2009 10:24

kladiku

Mitglied seit 09.10.2006
7.872 Beiträge (ø2,25/Tag)

...ich hatte kürzlich eine interessante TV-Reportage gesehen, da wurde es so dargestellt, daß die erste Currywurst, TK-Kost mit z.B. nicht runden, sondern rechteckigen Pizzen sowie anderen Fertiggerichten in den 70er-Jahren ganz groß rauskamen...

liebe Grüße Kladiku
vom FA auserwählter King of Heards (04/2009)
...endlich Sommer, endlich Sonne - endlich hab ich Zeit für mich... Lachen

Yes I can - und wie!!
Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten, ich habe noch genug davon -
außerdem ist mein Designberater wieder da und um Ausreden bin ich selten verlegen...
eine Signatur wirkt erst dann, wenn sie nachhaltig in Erscheinung tritt - nur dann...
21.07.2009 10:35

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

Kladiku: Du redest von der gestrigen Reportage in der ARD? War sehr amüsant gemacht, fand ich.

Grüße
Sylvia
05.08.2009 21:59

toster

Mitglied seit 23.12.2007
1 Beiträge (ø0/Tag)

hallo an alle
also mir fällt ein
tote oma
gebretschte kartoffeln
rostbrätel
warmes eckchen
tatar/hackepeter
mutzbraten
schaschlik
biersuppe
wurstgulasch
eierflockensuppe
süß saure kartoffelstücke
strammer max
es gibt noch einige wen interresse besteht einfachmelden. Vorschlag / Idee Vorschlag / Idee Vorschlag / Idee
08.11.2009 15:18

Oberlausitzer

Mitglied seit 08.11.2009
3 Beiträge (ø0/Tag)

hallo
08.11.2009 15:44

Oberlausitzer

Mitglied seit 08.11.2009
3 Beiträge (ø0/Tag)

sorry das Hallo war ein Test

in meiner Kindheit gab es Hefeknödel oder Hefeklöse im Gefrierfach in der HO oder wars Konsum weiß ich nicht mehr, so um 1972 bis später , als Viererpack für 80 Pfennig. Zu erwärmen mit Wasserdampf, wieviel Minuten weiß ich nicht mehr, zu Essen mit zerlassener Butter und Zucker und Zimt,.
In Großschönau wurden die Mürbchen hergestellt ein nicht allzu harter Keks welcher in der Mitte eine Nougatfüllung hatte, das kennen bestimmt viele noch.
Als Regionalgericht gibt es hier noch die Teichelmauke und den Kleckskuchen.
Ob die beiden letztgenannten DDR-Rezepte sind weiß ich nicht.
Teichelmauke ist Kartoffelmus in der Mitte des Tellers und herum gekochtes Rindfleisch mit Gemüse, man isst das ganze mit dem Löffel, etwas Soße etwas Rindfleisch mit Gemüse und den Kartoffelmus ( Mauke) zusammen auf dem Löffel.
Es ist eine klare Soße.

Auch gab es süß saure Linsen im Glas mit Bauchspeck, ebenso gelbe Erbsen mit Bachspeck in der Dose 80er Jahre, vieleicht nicht d,,r orginal rezept aber doch typisch konnte man immer und überall essen aufmachen und erwärmen oder Kartoffeln und Möhren dazu (Studentenesen am Wochenende im Wohnheim)
08.11.2009 15:51

Oberlausitzer

Mitglied seit 08.11.2009
3 Beiträge (ø0/Tag)

noch mal sorry
das waren gelbe bohnen
08.11.2009 22:40

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hi!

@toster: Schaschlik, Tatar bzw. Hackepeter und Strammer Max gab's und gibt's auch im Westen.

Mutzbraten scheint was echt thüringisches zu sein, hat mein Vater dort kennengelernt, weder er noch ich hatten je vorher davon gehört. War superlecker, sagt mein Papa. Rostbrätel hab ich in Thüringen schon gegessen, lecker!
Was sind denn gebretschte Kartoffeln? Und warmes Eckchen klingt auch schön, was ist das?

Grüßle vom Schwobamädle echte DDR Rezepte 2323851122

echte DDR Rezepte 2533552451

Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
09.11.2009 01:22

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Bei uns war das "Warme Eckchen" eine üppig, mit Bratenfleisch belegte Scheibe Brot, mit der heißen Bratensauce beträufelt.

Sehr, sehr beliebt zum Abendbrot!
09.11.2009 06:25

sp1904

Mitglied seit 12.09.2006
1.211 Beiträge (ø0,34/Tag)

Hallo!
Eine Bekannte hat vor einiger Zeit von diesem Gebäck Leipziger Lerchen so geschwärmt u das es dieses wohl damals in jeder guten Ost-Bäckerei zu kaufen gab. Habs auch schon nachgebacken, wirklich sehr lecker!

LG Lächeln
Sabrina
12.11.2009 10:22

Joggerin

Mitglied seit 12.11.2009
7 Beiträge (ø0/Tag)

Zitatanfang:
nicht zu vergessen: die typische DDR-tomatensauce aus der Schulspeisung.Zitatende

die habe ich geliebt und, zusammen mit den klebrigen Makaronis im tiefen Teller+Nachschlag bekommen. Ich koche sie heute noch..nicht genaus, aber ähnlich.

Meine Jungs mögen die Ossiküche, weil sie einfach und schnell war.

Gurß
12.11.2009 10:52

sivo

Mitglied seit 12.12.2006
111 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo Hinnerk,

klassisches DDR-Rezept ist der LPG-Kuchen,
wurde oben schon mal erwähnt.

LG
Silke.
01.12.2009 20:16

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

so jetzt bin ich durch mit dem endlosen und sehr unterhaltsamen fred.
die Karlsbader Schnitte wurde noch nicht erwähnt, es lebe Kurt Drummer!!!

„(Er) bündelte auf wenigen Quadratzentimetern Weizenbrot die Sehnsüchte einer ganzen Epoche: Die verschwenderische Kombination aus Schinken und Käse demonstrierte den neu gewonnenen Wohlstand, Ananas und Cocktailkirschen drückten die Sehnsucht nach der weiten Welt aus.“
Gudrun Rothaug
01.12.2009 20:19

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

@hinnerk
jetzt sagst Du sicher es ist ne Abwandlung vom Toast Hawai und der wurde im Westen erfunden? Lächeln
01.12.2009 20:25

pfefferich

Mitglied seit 24.04.2001
3.220 Beiträge (ø0,59/Tag)

@ hinnerk
hast du mal in der DDR gelebt?
01.12.2009 20:35

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
22.081 Beiträge (ø4,23/Tag)

Ananas in der DDR? BOOOIINNNGG....
01.12.2009 20:49

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

na klar in Dosen, gabs im Deli @Wessis: Delikatwarenladen Lächeln
01.12.2009 20:59

ritel

Mitglied seit 04.08.2005
1.610 Beiträge (ø0,41/Tag)

Einmal im Jahr kurz vor Weihnachten konnte man sich glücklich schätzen, wenn man eine frische Ananas erstanden hatte. Na!


echte DDR Rezepte 1114478868 Burgy echte DDR Rezepte 4102660219
01.12.2009 21:02

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

Hallöle,

@opus356....du hast die küchenmeisterstulle vergessen....das war echt made in gdr...frag mal nen "wessi"..sorry man möge mir die bezeichnung verzeichen......ob er KM-Stulle kennt Na!

@burgy...du hattest wohl vitamin B???

lg betty der ossi- haus11 Na!
01.12.2009 21:10

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

KM-Stulle ist mir neu, scheint was für den großen Appetit zu sein. wird demnächst mal gekocht OH TANNE...
01.12.2009 21:29

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

***grübelgrübel***

***flüstermodus ein*** opus will KM kochen Jajaja, was auch immer! und kennt sie nicht...und ein rezept gibs hier in der DB nicht BOOOIINNNGG.....wie wird er das wohl anstellen Na!***flüstermodus aus*** Na! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

@opus....nee das ist eigentlich ne vorspeise und wird nicht gekocht sondern in der pfanne in öl gebacken

lg
01.12.2009 21:36

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

mit kochen meine ich kochen, braten, dünsten, schmoren usw.
hab schon bei den kollegen von der Kochbar das Rezept rauskopiert zum Heulen ABER NUR WEIL ES BEI GOOGLE GANZ OBEN WAR Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
01.12.2009 21:44

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

ja ich weiß...war auch schon bei der konkurrenz schnüffeln...aber ich empfehle dir statt schwarzbrot toastbrot oder sandwichtoast oder dieses viereckige weißbrot...die echte ddr-stulle ist mit toastbrot gemacht und sau lecker aber etwas fettig...genehmige dir hinterher ein verdauerli Na!
01.12.2009 21:50

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

dürfen wir als CKler eigentlich bei den "anderen" gucken?
01.12.2009 22:10

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

klar gucken schon...aber nich anfassen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
02.12.2009 09:36

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen zusammen,

wie, was, KM-Stulle?

Ich habe jetzt extra oben in meine Mailbox geguckt, war nix drin, weder eine KM noch 'ne Stulle BOOOIINNNGG....

Pack die hier mal aus, Hauself, vielleicht ist's ja ein Original. Na!

Pfeil nach rechts klar gucken schon...aber nich anfassen Pfeil nach links

Och menno, Spielverderber hechel...


BG Hinnerk
02.12.2009 09:38

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Opus

Pfeil nach rechts jetzt sagst Du sicher es ist ne Abwandlung vom Toast Hawai und der wurde im Westen erfunden? Pfeil nach links

Stimmt!
Haste wieder 'nen Blick in Deine Kristallkugel riskiert, was? Lachen



BG Hinnerk
02.12.2009 09:43

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

moin,

Hinnerk...ich schick mal den link vonner konkurrenz - da ist ein rezept - per km...sonst bekomm ich hier evtl. paar aufn deckel Jajaja, was auch immer!

lg betty der ossi-haus11 Na!
02.12.2009 10:13

joerk2008

Mitglied seit 05.04.2008
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moin,

und wir anderen sollen dumm sterben? Welt zusammengebrochen

VG

Jörk
02.12.2009 10:30

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
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soll ich euch jetzt echt den link reinstellen von der küchenmeisterstulle Jajaja, was auch immer!
den haut doch irgendein mod oder admin wieder raus traurig

so klickt mal hier drauf Lächeln ....und nun beeilung bitte eh der löscher den entdeckt Na!

achja..und für echte DDR-küchenmeisterstulle nimmt man statt schwarzbrot eigentlich toatsbrot oder diese etwas größeren sandwichscheiben

lg betty der ossi-hauself Na!
02.12.2009 12:46

opus356

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moin,
gut versteckter Link Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
heut morgen gabs die KM-Stulle, mann bin ich satt...
weiß denn die Nation was ne Stulle ist? is halt auch ziemlich regional
02.12.2009 12:49

opus356

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und wer erbarmt sich jetzt das Rezept hier ordentlich einzustellen, sonst wandern alle rüber zu den andern da, hatten wir ja schon mal so vorn par Jahren... Jajaja, was auch immer!
02.12.2009 13:04

Hauself_B.

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na prima @opus wenn sie dir gemundet hat Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

vielleicht gewinnen wir ein gekröntes mitglied der das rezept hier einstellt...oder ich besorg mir ein krönchen....bin schon ne weile am überlegen ob ich mir eins zulege...dann geht hier vieles schneller besser einfacher Na!

lg betty der haus11 Na!
02.12.2009 13:24

Utee

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Ist doch ganz einfach: Brotscheibe mit Schinken oder Schinkenwurst und Käse oder Scheibletten belegen, zweite Brotscheibe drauf. Das Ganze in Ei (mit Pfeffer, Salz und Paprika gewürzt) wälzen und in Öl braten.

Naja.
02.12.2009 13:25

Utee

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Wozu braucht man hier ein Krönchen für? Sicher nicht!
03.12.2009 07:05

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
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um gut auszusehen Jajaja, was auch immer!
03.12.2009 13:07

Utee

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Betty sprach vom Rezept-Einstellen. Dafür braucht man kein Krönchen. Um gut auszusehen auch nicht. Sicher nicht!
03.12.2009 13:17

Hauself_B.

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huhu.....heut ist der schönste donnerstag dieser woche....ratet mal wiesoooooo Na!

tja rezept ohne krone einstellen dauert bloß ein halbes elefantenleben hier traurig
klickt doch einfach mal auf den 3. smily in meinem posting von gestern 2.12., 10:30 Uhr...da ist das rezept...anders bring ichs auch nicht ....achja und utee hats doch hier in den fred reinkopiert

aber ich werds mal in die DB einstellen wenn mal bissel luft bei mir ist

Viele Grüße und

Betty der Haus11Na!
03.12.2009 15:37

Utee

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Nein, ich hab das nicht kopiert, sondern es durchgelesen und hier sinngemäß wiedergegeben.
03.12.2009 15:39

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
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Ging auch ganz schnell ... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen YES MAN
03.12.2009 16:50

Nitsirk

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echte DDR Rezepte 3763244104


Ich fand den Thread sehr interessant, hab allerdings nicht all zu viele Erinnerungen an die DDR, bin ja auch erst 1986 geboren worden. Aber ich will mal was zur Leipziger Lerche sagen, dieses Gebäck ist KEIN DDR-Produkt,die gab es vorher auch schon.

Und wer weiß jetzt warum die Leipziger Lerche so heißt???

Ich hab hier auch noch ein Kochbuch von 1968, da gibt es zum Beispiel auch den tollen Tipp das Käserinde beim schmorrebn von z.B. Braten zugeben ne tolle Würze bringen soll. Oder anderer harter Käse einfach gerieben und in diversen Gerichten mitgekocht wurde.In dem Buch stehen sogar noch verschiedene Wal-Rezepte drin (ja ich mein das im Meer lebende Säugetier, welches vielfach als Willy(natürlich nur eine Art) im TV bekannt wurde) BOOOIINNNGG....

Kennt hier jemand rotes Sauerkraut?



Liebe Grüße Nitsirk


Essen ist ein Grundbedürfnis, genießen eine hohe Kunst !!!
03.12.2009 17:16

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
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Moinsen Nitsirk,

ehrlich gesagt war ich anfangs bei den "Leipziger Lerchen" etwas überfordert, konnte mir gar keinen Reim drauf machen und hatte keine Ahnung, worum's überhaupt ging.

Jetzt habe ich mal in die Rezepte geguckt.

Ich kenne diese Teilchen als "Maserinen".

Über ihre Herkunft weiss ich allerdings auch nichts.


BG Hinnerk
03.12.2009 17:42

Nitsirk

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echte DDR Rezepte 3763244104


Huhu Hinnerk, angeblich heißt dieses Mürbeteiggebäck mit Marzipanfüllung, so weil früher (also ganz früher) ganz viele Lerchen hier zu Lande erlegt wurden und mit Speck gespickt gegessen zu werden, irgendwann gab es aber kaum noch Lerchen (also die Vögel)und die Jagd wurde verboten, und so hat jemand dieses Gebäck als Erinnerung daran gemacht, das Mürbeteigkreuz auf dem Gebäck soll die Speckstreifen symbolisieren.

Der Vogel war damals eine sehr beliebte Speise.

In dem Buch was ich schon oben anmerkte stehen auch nen paar sehr eigenartig klingende Rezepte drin! Z.B. auch die Prärie-Auster (kennt das jemand?) das ist nen Getränk bestehen aus 1 Eidotter, 2 TL Tomatenmark, 1 Glas Weinbrand Zitronensaft und Worcestersauce, und wird in einem geöltem Glas serviert und in einem Schluck "getrunken".

Klingt nicht sehr schmackhaft, meiner Meinung nach!



Liebe Grüße Nitsirk


Essen ist ein Grundbedürfnis, genießen eine hohe Kunst !!!
03.12.2009 18:20

kellerkind01

Mitglied seit 03.12.2009
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Hallo Nitsirk!

Die Prärie-Auster wurde mir von meiner Mutti als Anti-Kater-Getränk wärmstens empfohlen. Bei ihr hat es wohl mal gut funktioniert, als am nächsten morgen selbst der Barhocker noch taumelte... (hoffentlich war das jetzt nicht zu indeskret *ups ... *rotwerd*)
Aber mir ging es morgens noch nie SO schlecht, dass ich die Auster ausprobiert hätte... Allein die Vorstellung, restalkoholisiert ein Eidotter runterzuwürgen... BOOOIINNNGG....bestenfalls kontraproduktiv!

LG
Angela
05.12.2009 15:16

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
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Das Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensoße wurde ja heute im TV von Herrn Rosin aufs übelste beschimpft. Ich geb ihm sogar Recht, allerdings sind wir damit aufgewachsen und deshalb schmeckt es trotzdem. Halt wie bei Mutti Verdammt nochmal - bin stocksauer
ratet mal was es morgen Mittag gibt...
05.12.2009 18:13

Wüstensohn

Mitglied seit 29.06.2005
11.508 Beiträge (ø2,91/Tag)

Die Prärie-Auster ist aber auch kein "echtes" DDR-Rezept, die ist im Westen genau so bekannt.

LG
Wüstens Lala hn


---
I only have a kitchen because it came with the house.
07.12.2009 09:59

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
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@ Nitsirk

Das heißt also, dass die Leipziger alle Lerchen im Umkreis aufgefuttert haben? Die wären heutzutage wahrscheinlich mit den gezüchteten Wachteln bestens bedient.
Pfeil nach rechts ...die Prärie-Auster (kennt das jemand?) das ist nen Getränk... Pfeil nach links
Auf Langdeutsch ist also die Prärieauster "einen" Gertränk? Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht mal im DDR Duden oder anderen Nachschlagewerken so gestanden hat; nein: ich bin mir ganz sicher!

Die Präirieauster habe ich selbst noch nie getrunken, aber ich denke, wenn man die schwer verkatert zu sich nimmt, lässt man sich anschließend den vergangenen Abend nochmals durch den Kopf gehen ...

@ Opus

Wer ist denn der Herr Rosin? Ein neuer TV-Koch?

Das "Jägerschnitzel" aus panierter Jagdwurst finde ich als solches gar nicht so übel. Allerdings wurde es mir zusammen mit Bratkartoffeln, Spiegelei und Gurke serviert.

Die Kombination mit Tomatensauce und Nudeln hätte ich vermutlich auch mit Stirnrunzeln quittiert. ...


BG Hinnerk
07.12.2009 10:25

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
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Hallöchen!

@hinnerk....bei uns gibts zum jägerschnitzel immer mischgemüse und salzkartoffeln.....das war damals standard in unserer schulküche Na!

ach und wenn wir schon bei leipziger lerchen waren möchte ich unbedingt noch unsere einzigartige leckere

Freiberger Eierschecke

erwähnen

Herzliche Adventsgrüße

Betty der Haus11Na!
19.12.2009 19:28

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

@hinnerk,
wie wärs mal mit ner Zusammenfassung, ich glaub hier kommt nix neues mehr dazu.
19.12.2009 19:47

Lavendula_

Mitglied seit 05.07.2009
7.272 Beiträge (ø2,92/Tag)

Hallo,

ich habe eine ganz liebe Freundin, die ursprünglich aus dem Osten kommt.

Wenn wir uns über Rezepte austauschen fällt mir auf, dass ihre Rezepte meist gleich beginnen:

"Fett schmelzen, Zwiebeln anbraten, Mehl anstäuben, Tomatenmark zugeben, mit Wasser aufgießen und durchkochen lassen. Mit Salz,Pfeffer und gut Zucker abschmecken."

Das ist fast immer gleich - egal was am Ende im Topf ist : Soße zu Nudeln, Auflaufgericht oder Eintopf. Abwechslung erreicht sie, indem sie verschiedenste Gemüse-, Fleisch-bzw.Wurstsorten oder Käse dazugibt.

Und jetzt muss ich ehrlich zugeben - das was sie kocht schmeckt. Keine große Küche aber ehrliche schmackhafte Kost.

Aus diesem Grund würde ich dieses Nudeln mit Tomatensauce nach originaler DDR - Rezeptur, sehr kinderfreundlich als typisch bezeichnen.

LG Küsschen
Lavendula_
19.12.2009 22:15

meefisch

Mitglied seit 03.04.2006
8.644 Beiträge (ø2,35/Tag)

Herr Rosin kocht schon lange auf VOX ??? oder Kabel ?

KOchduell

bei Nullerköchen privat in der Wohnung

gegen einen Lieferdienst
19.12.2009 22:25

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

ich glaub das weiß der hinnerk Lachen
26.12.2009 07:39

opus356

Mitglied seit 27.12.2006
2.412 Beiträge (ø0,71/Tag)

Grilletta? BOOOIINNNGG....
05.07.2010 20:46

layla99

Mitglied seit 12.08.2004
1.609 Beiträge (ø0,38/Tag)

So, jetzt bin ich durch, Hinnerk!
Mein Steak au four scheint also tatsächlich original DDR zu sein.
Hier habe ich noch konstruktiv beizutragen:
Der "Orangensaft" aus den so genannten Kubarunzeln war definitiv ein DDR-Unikat, sowas trinkt man nicht ohne Not.
Steak mit Letscho gabs in der Form auch nicht in den Herkunftsländern, sondern wohl von den kreativen DDR-Köchen. Und Eiereintopf könnte ich mir als authentische Gericht gut vorstellen - oder hat da jemand gegenteiliges zu vermelden? Es handelt sich um einen süßsauren Eintopf mit Kartoffelstücken, saurer Gurke und hartgekochten Eiern. Als Buchtipp habe ich: Wir kochen gut! vom Verlag für die Frau beizutragen und als Highlight ein kleines Bändchen von Sybille: Lorbeer ist ein Küchenkraut.
Als Kinder in der Schule sollten wir etwas namens Hoppelpoppel kochen lernen...ich weiß nicht mehr, was das war...was mit Eiern. Kennt das jemand?
Ich hab auch noch was Schräges: Eine Scheibe Brot mit Tomatenhering aus der Dose und Spiegelei. Oder Brot mit Hausmacherleberwurst und Spiegelei. Sowas gabs bei unserer Verwandtschaft im Grenzgebiet zu Polen. Nun ja.

LG

layla
05.07.2010 21:04

layla99

Mitglied seit 12.08.2004
1.609 Beiträge (ø0,38/Tag)

Nachtrag:
Wenn ich so nachdenke...viel gab es wirklich nicht. Mit Gemüse war bei uns im Erzgebirge nicht viel los, keineswegs so wie im Spreewald. Im Frühjahr haben wir zum Abendbrot mit Begeisterung Schnittlauchbrote gegessen...mehrfach in der Woche.
Wir konnten in der CSSR unsere Lebensmittelauswahl erweitern, z.B. mit süßer Dosenmilch und verschiedenen Käsesorten, Fischkonserven und frischen Paprikas. Den Gelben Gräßlichen kann ich immer noch nicht ersehen, auch wenn er jetzt Golden Delicious heißt. Wogegen die Rote Grütze aus Gries lecker ist und auch meinen Kindern schmeckt, das ist ein Original DDR-Produkt.
Die endlosen Variationen von Rot- und Weißkohl, Apfel, Eiern, Kartoffeln,Brot geben allerdings nicht viele erinnernswerte Rezepte her,leider...wahrscheinlich würden wir Augen machen, wenn wir auf einmal wieder mit dem Lebensmittelangebot auskommen müssten... Welt zusammengebrochen

LG

layla
05.07.2010 21:35

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Da kann ich nur AMEN sagen. Das is nich konstruktiv, aber mehr fällt mir nich ein. Und viel hab ich gar nich mitgekriegt, aber als Mäkelheini kann ich mich gut an das bescheidene Sortiment erinnern.
05.07.2010 21:45

Mariluna

Mitglied seit 11.07.2008
4.982 Beiträge (ø1,75/Tag)

Hallo,

mich würde das noch mit dem DDR-Quark interessieren.
War der vielleicht so fest wie der russische Tworog oder
eher so eine Art Schichtkäse?

LG
Mariluna
05.07.2010 22:09

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hm, keine Ahnung. Das war so ne Quarkspeise, die es heute in der Form einfach nich mehr gibt. Ich hab keinen Plan, wie man die macht. Nur das ich die als Kurzer übelst lecker fand. Irgendwo hier in dem Thread hat jemand erklärt, wie man die ungefähr hinkriegt.
05.07.2010 22:15

hofschranze

Mitglied seit 04.07.2008
1.506 Beiträge (ø0,53/Tag)

Hallo,

natürlich gibt es echte DDR Rezepte. Eigentlich kann man fast jedes Rezept zu einem echten DDR Rezept machen: man muss nur 40 Jahre warten, bis man alle Zutaten zusammen hat.... YES MAN


Viele Grüße, der Hofschranze
05.07.2010 22:24

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

@ Mariluna

Da isses. Hab's nochmal rausgesucht.....

Pfeil nach rechts Um noch einmal die Frage nach der "Quarkspeise" zu beantworten:

Wir haben von einem Liter Vollmilch und 2 Päckchen Vanillepudding, Pudding gekocht und, wenn er f a s t

kalt war, ein kg frischen Quark darunter geschlagen. (Der DDR-Quark war kompakter, nicht so flüssig).

Und dann wurde die Speise mit Himbeer-Sirup abgeschmeckt und nachgesüßt.

So haben wir für die Kinder damals gekocht und sie waren wie wild auf die Quarkspeise. Pfeil nach links
05.07.2010 22:38

Mariluna

Mitglied seit 11.07.2008
4.982 Beiträge (ø1,75/Tag)

Hallo Falk,
ist schon klar,

aber inwiefern unterscheidet sich die Grundzutat Quark
von dem West-Quark?

Gibt es den Quark bei uns noch?
Ist es Schichtkäse oder eher der russische Tworog?

LG
Mariluna
05.07.2010 22:38

melomaus

Mitglied seit 14.01.2003
1.362 Beiträge (ø0,28/Tag)

Hallo
Würzfleisch
war das erste Gericht, das ich nach der Wende im Osten gegessen hatte. (wir hatten keine Ver-,Be- und andere Bekannte drüben. )
Es war so lecker Lachen Lachen Lachen
Seitdem esse ich es immer wenn wir im Osten unterwegs sind. Jetzt gerade auf Rügen in Sagard (Vorwerk) aber da war ich sehr enttäuscht.
Lasch und gewürzfrei, kaum Käse und sehr minimalistisch.
Schade.
LG
melomaus
06.07.2010 19:42

Der_unglaubliche_Falk

Mitglied seit 19.08.2008
149 Beiträge (ø0,05/Tag)

@ Mariluna

Ich hab noch keinen Quark in ner West-Kantine oder so gegesessen. Ich weiß, auch weder was Schichtkäse noch der Russenquark is. Fest steht aber, dass man sowas noch nie kaufen konnte. Selbst Leckermäulchen, ein Ur-DDRiges Produkt, schmecht ja nur noch nach Sch...aum. Der hatte einfach ne ganz eigene Konsistenz und Geschmack. Hab, wie gesagt, das Rezept noch nich ausprobiert. Aber wenn der wohl damals so gemacht wurde, dann werd ich das mal probieren.
08.08.2010 20:47

beaniebaby

Mitglied seit 25.07.2007
6 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo,

jetzt hab ich diesen langen Thread gelesen und weiß nicht, ob ich es vielleicht auch nur überlesen habe: Was ist mit kaltem Hund? Jetzt kriegt man den ja fertig zu kaufen, aber früher haben wir mit Mama in der Küche gestanden, Kokosfett mit Kakao und Zucker verrührt und dieses dann abwechselnd mit Wikana Keksen in eine Kastenkuchenform geschichtet. Dann kam das ganze bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank. Das beste dran war natürlich das Auslecken der Schokoladenschüssel...

LG
08.08.2010 21:13

joerk2008

Mitglied seit 05.04.2008
4.922 Beiträge (ø1,67/Tag)

moin,

der "kalte Hund" wurde in den gebrauchten Ländern mit "Palmin" zubereitet. Vorkriegsrezept?

VG

Jörk
08.08.2010 22:40

melomaus

Mitglied seit 14.01.2003
1.362 Beiträge (ø0,28/Tag)

Hallo
"kalter Hund" gibt es schon seit ich lebe in Hamburg (57 Jahre) und richtig mit Palmin, früher ein Muß. Lachen
Jetzt mit jedem Kokosfett aus dem Discounter.
Seit 33 Jahren kriegt meine Tochter diesen Kuchen zum Geb.
LG melomaus
08.08.2010 23:03

joerk2008

Mitglied seit 05.04.2008
4.922 Beiträge (ø1,67/Tag)

moin,

ich müßte ihn mir 'mal selber machen zum Heulen

VG

Jörk (auch aus HH)
08.08.2010 23:07

melomaus

Mitglied seit 14.01.2003
1.362 Beiträge (ø0,28/Tag)

Mach das Achtung / Wichtig wirklich lecker. Lachen Lachen Lachen
LG melomaus
08.08.2010 23:15

joerk2008

Mitglied seit 05.04.2008
4.922 Beiträge (ø1,67/Tag)

melomaus, weiß ich doch, nur der Schweinehund will überwunden werden!

VG

Jörk
09.08.2010 02:17

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Mariluna! Ich habe zufällig den alten Thread noch einmal angeschaut.

Du fragst nach dem Ostquark. Erst spät in den DDR-Jahren begann man, die Milch zu homogenisieren--haltbar zu machen.

Die Milch wurde zwar entrahmt, auch pasteurisiert, aber sie legte sich--wenn man sie halbwegs einen Tag im Zimmer stehen ließ, ganz

von selber dick. Dann brauchten wir si nur in ein Sieb,mit Tuch ausgelegt, oder in ein Leinensäckchen zu gießen und überNacht ablaufen

zu lassen und wir hatten den wunderbarsten, sahnigsten und frischen Quark. Der schmeckte ganz anders, als der " Quark" heute.

Heute kann man den nicht mehr selber machen, die H-Milch gerinnt nicht mehr, sie verdirbt, aber damals hat wohl jede Frau ihren

Quark selber gemacht. Aber auch der Quark, den wir kaufen konnten, war ganz und gar anders, als heute. Er war nur ein wenig

säuerlicher, als der selber gemachte. Trotzdem konnte man ihn auch noch weiter abtropfen lassen und hatte dann auch den

trockenen, bröseligen Quark, mit dem man so viele schöne Gerichte machen konnte.

Ich hab das Glück meinen Quark und meine Sahnen , in Polen kaufen zu können.

Dort gibt es mind. 25 Arten Quark, mit den unterschiedlichsten Konsistenzen und damit kann man dann diverse Füllungen,

Gebäcke und Speisen machen und man kann ihn auch wunderbar über Klöße und Ködel streuen.

So, wie wir das auch mit unserem damaligen, leckeren Quark machen konnten.
09.08.2010 22:04

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hi!

@uli106: pasteurisieren und homogenisieren ist aber nicht dasselbe.

Ersteres ist haltbar machen, indem man kurz auf 70°C erhitzt und dann rasch wieder runterkühlt. Pasteurisierte Milch wird meist nur bitter durch Verderb, es sei denn, man impft sie mit geeigneten Milchsäurebakterien an.

Zweiteres ist die Feinstverteilung des Fettes in der Milch, so dass sich der Rahm nicht mehr absetzt. Keimfrei wird die Milch dadurch nicht, so dass die Dicklegung also noch funktioniert.

Liebe Grüßle vom Schwobamädle
echte DDR Rezepte 2323851122

echte DDR Rezepte 2533552451

Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
10.08.2010 02:21

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Nein, ist natürlich nicht das Gleiche! Das hab ich auch nicht geschrieben. Richtig lesen!
10.08.2010 07:52

jüsial

Mitglied seit 19.08.2009
999 Beiträge (ø0,41/Tag)

Da wir schon bei "Qaurk" sind:

Typisch ostdeutsch ist doch Quark mit Leinöl (frischem Leinöl aud der Ölmühle) und dazu Pellkartoffeln. Typisch aus dem Spreewald (Sorben). Gabs in meiner Kindheit oft.
11.08.2010 00:11

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hi, Uli!

Diesen Satz von Dir

Pfeil nach rechts Erst spät in den DDR-Jahren begann man, die Milch zu homogenisieren--haltbar zu machen. Pfeil nach links

habe ich so verstanden, als ob Du unter "homogenisieren" und "haltbarmachen" dasselbe verstündest.

Liebe Grüßle vom Schwobamädle
echte DDR Rezepte 2323851122

echte DDR Rezepte 2533552451

Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
19.07.2011 11:40

Räucherolm

Mitglied seit 25.01.2011
1 Beiträge (ø0/Tag)

Resipan war in der DDR hergestelltes Persipan, bei dem wegen Rohstoffknappheit Maisgrieß mit Zucker und Aroma und später wegen Engpässen beim Mais auch Kartoffelgrieß mit Zucker und Aroma zum Nakapan verarbeitet wurde.
19.07.2011 11:56

LuzieLiesel

Mitglied seit 22.11.2010
1.626 Beiträge (ø0,82/Tag)

Hi!

Die Eierschecke ist mir noch nicht begegnet - oder hab´ich´s überlesen??? LG LuLi
19.07.2011 23:41

RAS_EL_HANOUT

Mitglied seit 03.07.2011
373 Beiträge (ø0,21/Tag)

Hallo,
wie wäre es mit Braunkohl?? Oder Gehaktesstippe?

LG

RAS_EL_HANOUT
19.07.2011 23:44

RAS_EL_HANOUT

Mitglied seit 03.07.2011
373 Beiträge (ø0,21/Tag)

Ha, ha, ha

bei uns gabs in der Schule immer Wahlessen.

Entweder du isst es, oder du isst es nicht! Man hatte die Wahl Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Meistens hat man es nicht gegessen, dann ging das Zeug direkt zr LPG in den Schweinestall.

LG

RAS_EL_HANOUT
20.07.2011 00:00

RAS_EL_HANOUT

Mitglied seit 03.07.2011
373 Beiträge (ø0,21/Tag)

Nachtrag,
mir fallen da noch Strammer Max ein und Störtebeckersuppe. Soljanka war eigentlich was russisches. Eierkuchen sin eigentlich Kaiserschmarrn, blos ganz gelassen, Pfannkuchen sind Berliner.

Aber bei uns gab es bei besonderen Anlässen Schlemmerschnitte oder Scharfe Sachen, oder auch mal Aspik.
Meistens gab es Tote Oma mit Sauerkraut und Kartoffelbrei, oder Kartoffelbrei mit verlorenen Eiern. Oh, und -lecker- Zwiebelsuppe, oder Friekassee mit Reis.

LG

RAS_EL_HANOUT
20.07.2011 10:37

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ LuLi

Die Eierschecke gab's aber schon lange vor der DDR.

@ Ras

Nicht ein Treffer drunter!
Wäre nett, wenn Du vor Deinen Beiträgen auch mal das EP lesen würdest.


BG Hinnerk
20.07.2011 23:07

RAS_EL_HANOUT

Mitglied seit 03.07.2011
373 Beiträge (ø0,21/Tag)

Hallo,
Ich habe aber noch eins, das nennt sich Mulap. Hört sich komisch an, und ist aus einem Verständigungsproblem heraus entstanden. es entstand Ender der 70er Jahre und hat seinen Ursprung im Herzen Sachsen-Anhalts.

LG

R_E_H
20.07.2011 23:21

sylvi66

Mitglied seit 17.12.2005
5.742 Beiträge (ø1,52/Tag)

Hallo RAS_El_HANOUT,

dann erzähl doch mal was Mulap ist.

Aus was wird es gemacht? Fleisch, Hülsenfrüchte oder eine Mehlspeiße?

Gruß Sylvi
20.07.2011 23:28

Benifani

Mitglied seit 17.03.2010
372 Beiträge (ø0,17/Tag)

Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Hi,

für mich zählen als DDR Rezepte , os nun in der DDR erfunden wurde , ist doch eigentlich wurscht oder ?!

Meinst du das Antipati nur den Italienern zusteht , ebenso die Pizza? Beim Döner streiten sich die Grieschen und Türken.

FÜR MICH sind typische DDR Gerichte :

Soljanka
Ragout Fin - saulecker
Nudeln mit Ketschupsosse
Nudeln mit Jägerschnitzeln und Tomatensosse
Buttersternchen
Nudeln mit gebratener Jagdwurst pur ohne Sosse
Schmorrkraut mit Hack
Zwiebelchen

etc.

Das sind viele Essen Pfeil nach links , wo manche Freunde aus dem Westen soo na dann... geschaut haben , weil sie das vorher noch nie gegessen haben. Liegt wohl daran das es hier zu wenig Auswahl gab.

Ich hab massig Kochbücher , darunter auch ein Kochbuch aus der DDR - eins meiner Lieblingsbücher . Der Geschmack wie ich finde, wenn man 2x das selbe Gericht einmal OST und WEST kocht, shcmeckt unterschiedlich, weil andere Zutaten verwendet werden. Ich liebe die DDR Küche aus ein paar einfachen Gründen , Es weckt Kindheitserinnerungen und die waren nur positiv und die Küche ist einfach, aber schmackhaft und sättigend.
Man nehme mal ein Kochbuch heute , exotische Zutaten die ein Haufen Geld kosten und nicht im Preis-leisugnsverhältnis stehen , nachher zum Gericht gesehen. Es ist ebend nicht mein Ding, 15 Zutaten für ein alltagstaugliches gericht zu verwenden, für Anlässe ja aber nicht für den täglichen Bedarf .

Findet ihr denn nicht, das ein DR Rezept anders shcmeckt , als seinerseits im Westen, ebenso verhält es sich mit Norden un d den Bayern oder ...

Finde auch wenn es angeblich dasselbe ist, ist es nicht dasselbe geschmacklich ...

So bis denn
Hab jetzt hunger und zwar gewaltigen Hunger
benifani
20.07.2011 23:42

RAS_EL_HANOUT

Mitglied seit 03.07.2011
373 Beiträge (ø0,21/Tag)

jep Benifani,

genau so ist es!!

Nun zum Mulap:

Wurstreste aus dem Kühlschrank (Querab) mit viel Zwiebelwürfel und etwas Weißkohl (eins von den Wenigen Sachen, die es immer und in Massen gab) andünsten. Tomatenstückchen und Apfelwürfel dazu und scmorenlassen, bis der austretende Saft sämig wird. Natürlich würzen nicht vergessen (was gerade da war, je nach Geschmack - Pfeffer, Salz , Kümmel, Knobi, Curry...). Dann 'n paar Eier mit Milch verquirlen und über das Ganze gießen und stocken lassen.
'ne dicke Scheibe von 'nem 93er Mischbrot abschneiden, ein passendes Stück aus der guten alten Gusseisernen ausstechen und auf das Bror tun.

Und dann herzhaft reinbeissen.

Fertig

Apfel und curry harmonieren super in diesem Gericht.

LG

RAS_EL_HANOUT

Typisch DDR-Rezept, Nimm das was du hast und mach das Beste daraus
20.07.2011 23:44

RAS_EL_HANOUT

Mitglied seit 03.07.2011
373 Beiträge (ø0,21/Tag)

OH GOTT hätte ich mal gleich noch einmal durchgelesen diese Fehler wieder und blos, weil meine Tastatur 'n wenig hängt *ups ... *rotwerd*

R_E_H
21.07.2011 10:35

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Benifani

Pfeil nach rechts für mich zählen als DDR Rezepte , os nun in der DDR erfunden wurde , ist doch eigentlich wurscht oder ?! Pfeil nach links

Mir scheint, dass in diesem Satz was wichtiges fehlt. Leider kann ich mit der Aussage, so wie sie da steht, nichts anfangen.

Pfeil nach rechts Meinst du das Antipati nur den Italienern zusteht , ebenso die Pizza? Pfeil nach links

Nun, ich denke, dass bei diesen in Deutschland gern gegessenen Dingen auch niemand beansprucht, dass sie deutsch sind, oder?


BG Hinnerk
24.07.2011 19:25

danizahn

Mitglied seit 22.10.2009
20 Beiträge (ø0,01/Tag)

Berliner sind im Westen aber Krapfen....
24.07.2011 19:28

Carco

Mitglied seit 18.06.2010
12.796 Beiträge (ø5,97/Tag)

Pfeil nach rechts Berliner sind im Westen aber Krapfen.... Pfeil nach links

HAAAAALLLLLLLOOOOOO ich bin ein Krafpen??¿¿¿ Welt zusammengebrochen Welt zusammengebrochen Na, das wüsst ich aber. Verdammt nochmal - bin stocksauer Verdammt nochmal - bin stocksauer
24.07.2011 20:05

danizahn

Mitglied seit 22.10.2009
20 Beiträge (ø0,01/Tag)

oder verdreh ich wieder alles Jajaja, was auch immer!
24.07.2011 21:34

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hallo!

Nee, Berliner sind in Berlin Pfannkuchen Lala .

Liebe Grüßle vom Schwobamädle
echte DDR Rezepte 2323851122

echte DDR Rezepte 2533552451

Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
05.10.2011 14:09

foodsnob

Mitglied seit 11.05.2010
14 Beiträge (ø0,01/Tag)

Einen schönen Tagen allen Fans und Freunden von CK,

Ich bin ein stiller "Genießer" von CK, doch hier muss ich mal mein Veto einlegen. Typische DDR Gerichte kenne ich eigentlich nicht, trotz langer Küchenleitertätigkeit in der DDR.

Soljanka
Ragout Fin
Nudeln mit Ketschupsosse
Nudeln mit Jägerschnitzeln und Tomatensosse
Nudeln mit gebratener Jagdwurst pur ohne Sosse
Schmorkraut mit Hack

Soljanka findet man bereits im 19. Jhdt in deutschen Kochbüchern wie auch russische Sauerkrautsuppe, Rote Bete Suppe ( Betenbartsch in Brandenburg) und andere russische Gerichte, die vielfach eher polnischen Ursprungs sind. Ursache der Vermischung russischer und deutscher Küche war nicht die deutsch-sowjetische Freundschaft, sondern die Tatsache, dass alle russischen Zaren bzw. deren Ehefrauen deutschstämmig waren, insbesondere Katharina die Große und die Russlanddeutschen.
Sie im- und exportiereten die Küchen ihrer Herkunftsländer.

Ragout fin gibt es seit den Hugenotten in Brandenburg, also mit dem 18. Jhdt., wie auch viele andere Gerichte. Gebratene Jagdwurstscheiben usw. aß man ebenfalls in abgewandelter Form bereits bei Henriette Davidis. Schmorkohl stammt ebenfalls aus uralter Zeit. Die ersten Bouletten wurden in Preußen schon im 18. Jhdt. gebraten, genannt Preußischer Klops und waren auch zuerst in den hiesigen Kochbüchern zu finden.

Die Regionen Ostdeutschlands befanden sich territorial nun mal in der DDR und dort aß man, was bereits die Vorfahren zu verzehren pflegten. Das warme Eckchen ist ein typisches Gericht der Nachkriegszeit aus Ost und West. Toast Hawai ist aus Amerika entlehnt.

Bei uns in der Küche kreierte man "Illustriertes" Brot - 1 Scheibe Graubrot, Schweinebratenscheiben und Zigeunersoße, die eigentlich aus dem klassischen Soljanka-Ansatz bestand.

Die Basis für die gehobene DDR Gastronomie, die es ja in jedem besseren Hotel gab, war die französische Küche. Entgegen aller Gerüchte, die Gastronomie in der DDR wurde immer bevorzugt versorgt, wie die Gemeinschaftsverpflegung und Kindereinrichtungen. Dass es in den Kaufhallen schlechter zuging ist auch nur ein Eindruck derer, die keine "Beziehungen" hatten. Es gab alles, man musste nur wissen wo Lächeln und von wem. Vitamin B schadete eben nur dem, der es nicht hatte.

VG Foodsnob
05.10.2011 14:34

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen Foodsnob,

Pfeil nach rechts ....doch hier muss ich mal mein Veto einlegen. Typische DDR Gerichte kenne ich eigentlich nicht, trotz langer Küchenleitertätigkeit in der DDR. Pfeil nach links


Warum Veto?

Du rennst doch mit Deiner Meinung (bei mir zumindest) offene Scheunentore ein Lachen

Bei Deinen weiteren Ausführungen fiel mir das Wort "Bückware" ein, ein Begriff, den ich von meinen Verwandten kenne, die in der DDR gelebt haben. Na!


BG Hinnerk
05.10.2011 14:45

Patzi

Mitglied seit 19.10.2002
10.566 Beiträge (ø2,14/Tag)

@uli106: Also, von meinem Mann weiß ich, dass der in seiner Kindheit schon öfter Ketchup gegessen hat bzw. als Tomatensauce. Und das sogar recht häufig. Zumindest im Bezirk Halle / Saale war es demzufolge keine Seltenheit. Ich muss ihn mal nach der Firma fragen, ich meine aber, dass er mal erwähnt hat, dass es was mit "W....." war...hm....aber ich weiß es echt nimmer.


~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Liebe Grüße von Patzi echte DDR Rezepte 1497978204 echte DDR Rezepte 1591416359

echte DDR Rezepte 2098297523
05.10.2011 14:56

Kaddy

Mitglied seit 17.01.2002
394 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hallo Patzi,

die Firma heißt "Werder", wie der Bremer Fussballclub.. Na!

Komme zwar nicht aus der ehem. DDR, habe aber viele Freundinnen, die aus Meck-Pomm kommen, und die haben mich ein bisschen in die ostdt. Küche eingeweiht.. Ich liebe z.B die Ossi-Nudeln, Nudeln mit Ketchupsoße inkl. gebratener Jagdwurst.. mmmh! Lecker!! Aber mit hohem Nährwert, denn die Soße besteht echt nur aus Ketchup, viel Zucker und der gebratenen Wurst... Lächeln
Und das kann man originalgetreu nur mit Werder-Ketchup kochen. Mit Heinz oder so schmeckts echt nicht. Der Werder-Ketchup ist per se aber geschmacklich auch viel süßer und anders gewürzt als andere Ketchups...

Liebe Grüße

Kaddy ...
05.10.2011 15:21

toskana99

Mitglied seit 18.08.2011
2.751 Beiträge (ø1,6/Tag)

Hi Patzi, wir haben später auch "öfter" Ketchup gegessen.
Weil ich jeden Tag nach der Schule in die Kaufhalle bin, um zu sehen, ob es welchen gab. YES MAN
Wenn ja, ist man 3 einkaufen gegangen, um die jeweils 5 Flaschen bis zum nächsten mal zu bunkern.
Es war das Tomatenmark, was man für eine ordentliche Tomatensauce braucht, daß gänzlich fehlte.
Wenn Mutti und Vati nach der Arbeit in die Halle gingen war der Ketchup alle.
Es sei denn man hatte Vitamin B. Lächeln
05.10.2011 15:28

toskana99

Mitglied seit 18.08.2011
2.751 Beiträge (ø1,6/Tag)

Die Kettwurst ist KEIN Hot Dog. Auf dem Hot Dog sind Zwiebeln, saure Gurken und es kein süßes Brötchen.
Das Brötchen für die Kettwurst wird aufgespießt und von innen erwärmt.
Danach wird es mir der Sauce gefüllt und das Würstchen reingesteckt.
Da es erst in den 80er Jahren aufkam kann man hier von DDR-"Gericht" sprechen. Lächeln

Keine DDR-Gerichte sind: YES MAN
tote Oma
saure Eier
Quark mit Leinöl
dicke Milch

Die kannte meine Oma schon vor dem Krieg.
Das sind vielleicht eher "Ostgerichte"

so wie der halbe Hahn
Handkäs mit Musik
grüne Sauce
Saumagen
Presskopf
"Westgerichte" sind.

Einfach regional verschieden, ob nun mit oder ohne DDR.
Das macht ja den Reiz beim Essen aus, das Regionale. Lächeln
05.10.2011 15:52

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

Tachchen! Lachen

Nachdem nun hier ausreichend über DDR-Gerichte diskutiert wurde, könnte man ja mal nach typischen BRD-Gerichten fragen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen



Es grüßt
Betty .....der Hauself
05.10.2011 17:17

Muddern

Mitglied seit 16.03.2006
414 Beiträge (ø0,11/Tag)

Bei Tante Wiki wird übrigens der Schwedeneisbecher als typisches DDR-Gericht erwähnt: Vanilleeis, Apfelmus, Eierlikör, Schlagsahne.

Ich als Kind der 80er erlebte die DDR-Endzeit. Meine Erinnerungen umfassen so die Jahre von 1984 bis zur Wende...

Es fallen mir als konkretes Gericht die Karlsbader Schnitten ein, wie meine Mutter sie machte - und die entsprachen keineswegs dem "Toast Hawaii": Toastbrot gebuttert. Darauf (gewürztes) Gehacktes - der Wessi nennt es "Mett". Das Ganze wurde dann mit Schnittkäse im Ofen gebacken und mit Ketchup oder Worcestersauce gegessen. Im "Wir kochen gut" hingegen steht bei den Karlsbadern "Kochschinken"... wobei ich mich vage erinnere, dass es den so oft nicht gab... *schulterzuck*
Ketchup hatten wir übrigens immer. Dafür kein Tomatenmark.

Salatsauce zu grünem Salat war beim mütterlichen Zweig meiner Familie süß. Ob man die auch anderswo so machte? Ich kenne zumindest keinen Wessi, der sie so zubereiten würde:
Zitronensaft von einer Zitrone, viel Zucker (3 EL), eine Messerspitze Salz, ein Schuss Wasser, manchmal Milch, und reichlich gehackter Dill und Schnittlauch oder Zwiebelschlotten.
Prototypisch als Salat war Kopfsalat, daran, dass es so etwas Angefahrenes wie Romana, Lollo Rosso, Radicchio, Frisée, Batavia oder Eisbergsalat gegeben hätte, kann ich mich nicht erinnern. OK, Chinakohl oder -Salat und Chicoree und Endivien gab es noch, aber selten. Und Rapünzchen im Garten... die bekamen aber meist eine Sauce aus Schmand und Zwiebeln.

Meine Oma machte einmal süße Nudeln: Spaghetti wurden gekocht und in Butter und Bröseln geschwenkt, dazu gab es Apfelmus. Ist das auch im Westen so bekannt?

Schinkennudeln gehen bei meiner Oma so: Kassler (!) kochen, in Würfel schneiden und in etwas Butter anbraten. Breite Bandnudeln, am besten selbstgemachte, kochen. Dazugeben. Mit etwas Kasslerbrühe ablöschen. Fertig! Oh, die fehlen mir... Oma wohnt zu weit weg, selbst kriege ich es partout nicht so gut hin wie sie! Jedenfalls hat das mit den üblichen in Sahnesauce überbackenen Schinkenfleckerln nicht viel gemein. Ist das ein Ost-Gericht oder eine spezielle Abwandlung von Oma? Ich weiß es nicht...

Die original ostdeutsche Quarkspeise ist wahrhaftig ein Mysterium. Fakt ist: der Quark war kompakter und etwas trockener. Ob er nun russischem Twarog oder - was war das andere gleich? - entsprach, weiß ich aber auch nicht. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Ansonsten sind viele DDR-Gerichte halt doch eher Varianten der "normalen" Küche, wie man's 'drüben' auch aß, nur hin und wieder mit anderen Zutaten, weil manches nicht verfügbar war. Dem heutigen 'Ideal' von regionaler und saisonaler Küche kam man zwangsweise recht nah. :D
Zum Beispiel kann ich mich nicht daran erinnern, Naturjoghurt in der DDR gesehen zu haben. Den kannte ich nur als trinkbaren Fruchtjoghurt mit kryptischem Fruchtgeschmack und ohne Stückchen. Wo der Wessi Naturjoghurt nahm, gab es bei uns eher Quark oder Saure Sahne.
Noch ein paar Beispiele für die mir bekannten Abwandlungen:
DDR-"Holländische Sauce" entspräche im Westen eher einer Bechamel.
Hühnerfrikassee kam ohne Spargel, Champignons und Erbsen etc. aus.
Ost-Würzfleisch ist doch dezent anders als West-Ragout-Fin.
In gefüllte Paprika kam normalerweise gewürztes Hackfleisch. Den Reis gab es dazu.
Pommes Frites waren kein Imbissbudenessen, sondern etwas Besonderes für Feiertage!
Schwarzwurzeln ersetzten gerne mal den Spargel o.ä. und wurden in heller Sauce zu Schnitzel oder Klops gereicht.
Meine Mutter machte und macht Jägerschnitzel übrigens nicht aus Jagdwurst, weil sie die nicht ausstehen kann - sondern aus Bierschinken. Schmeckt mir auch besser so. Serviert wurden sie bei uns weniger zu Nudeln, als zu Mischgemüse und Salzkartoffeln.

Ach ja: Westsachen waren natürlich das Größte! Wir hatten im "Westpaket" diese Schokoladenblätter zum Tortengarnieren bekommen, da wurde dann die leere Plastikform mit neuer geschmolzener Schokolade aufgefüllt... XD Gab es Mandarinen-, Pfirsich- oder Ananasdosen, war die Freude groß, die westdeutsche Pfennigware kostete nämlich im "Freß-Ex" ein Vermögen. Ich vermute fast, dass Dosenobst nirgends so begehrt war wie in der DDR. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Und dann gab es damals Produkte, die heute nicht mehr in dieser Form erhältlich sind:
Ich erinnere mich da an das DDR-Mischobst aus dem Glas, das aus Äpfeln, Birnen und Pflaumen bestand - und vielleicht noch Kirschen und einem Stück Pfirsich? War neben Apfelmus beliebt zu Eierkuchen oder Brei...
Sehr begehrt auf Geburtstagen war Clic-Torte, die nach der Wende mit Quench zubereitet wurde. Letzteres gibt's auch nicht mehr, glaube ich.
Auch beliebt zu DDR-Zeiten war ein Schokoladenpuddingpulver mit Pfefferminz. Muss man heute selbermachen. ;)
Leckermäulchen-Quark gibt es heute noch, schmeckt aber nicht mehr wie früher. Ich bin sauer! Damals war er nämlich recht kompakt und hatte den typischen DDR-Quarkspeisengeschmack. Die Becher waren quadratisch und dienten danach als Anzuchttöpfchen für Paprika- und Tomatenpflanzen. :D
Die berühmte grießhaltige rote Grütze ist wahrhaftig noch erhältlich. Was es aber nicht mehr gibt, ist DDR-Wackelpuddingpulver mit Aprikosengeschmack. zum Heulen Ich wüsste so gern, ob mir das heute noch schmecken würde!

Ansonsten, Hinnerk, empfehle ich Dir noch ein paar Bücher, die zum DDR-Küchenkanon gehörten.
Ich bringe mal ein paar Beispiele:

* Was drüben das Oetker-Schulkochbuch war, war für unsereins "Wir kochen gut" vom Verlag für die Frau. Die Grundrezepte wandelte man nach eigenem Geschmack und Speisekammerinhalt ab. (...falls Du es beim bösen A. suchst: nimm unbedingt das rötliche mit Suppenterrine, Brathuhn und reisgefüllten Tomatenpaprika auf der Titelseite, wegen der coolen Fototafeln!)

* Dann besaß man natürlich von Kurt Drummer und Kätze Muskewitz "Kochkunst aus dem Fernsehstudio". VEB-Fachbuchverlag.

* Ein recht edles Kochbuch war "Kochkunst. Lukullisches von A-Z". Verlag für die Frau. Hat übrigens sehr interessante Hintergrundgeschichten zwischendrin - habe ich als Kind verschlungen...! ;) Meine Mutter hat aber meines Wissens nie etwas daraus nachgekocht, die Gerichte waren ihr immer zu "abgehoben"... Aber sie gibt es trotzdem nicht her. ;) Ich muss mir das unbedingt mal selber besorgen...

* Auch vom Verlag für die Frau: "Das Backbuch"....und seine kleine Schwester: "Múčniky". Da führt kein Weg dran vorbei, auch wenn Backrezepte in der Regel vererbt oder unter Freunden ausgetauscht wurden. :D

* Die lieben Kleinen wurden recht früh ans Kochen herangeführt. Aber nicht mit dem, was man heute als Kinderrezepte kennt!
Zu erwähnen ist hier beispielsweise das liebevoll gestaltete "Lirum Larum Löffelstiel" von Christel Wenzlaff und Inge Gürtzig (Verlag für Lehrmittel, Pößneck) und "Freizeitreihe - Kleines Kochbuch für Kinder" von Ursula Winnington vom Kinderbuchverlag Berlin. Aus heutiger Sicht ein Schocker, denn der Braten durfte da durchaus mit Wein abgeschmeckt werden... BOOOIINNNGG.... Na!

* Auch für Kinder: "MAN muss sich nur zu helfen wissen" von Anne Braun und Edith Nell vom Verlag für die Frau. Eine Haushaltsfibel für Kinder mit Basteltips und Rezeptteil.

Selbstredend: Finger weg von Nachwende-Neuauflagen und angeblichen "DDR-Kochbüchern"! :) Die, die ich so zu lesen bekam, waren in etwa so originalgetreu wie'n Pannesamtkleid auf'm Mittelaltermarkt... Was denn nun?

(Boah, was ein Aufsatz... und dann doch nur so schwammig. Sorry! *ups ... *rotwerd*)
06.10.2011 10:19

Hinnerk1810

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11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Muddern

Pfeil nach rechts (Boah, was ein Aufsatz... und dann doch nur so schwammig. Sorry! Pfeil nach links

Lass man stecken, Muddern, ich finde das schon o.k. so, weil es ein Beitrag ist, der sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzt.
Sehr gut verzichten kann man dagegen auf Beiträge, wie dieser direkt über Deinem Posting. na dann...

Pfeil nach rechts * Die lieben Kleinen wurden recht früh ans Kochen herangeführt. Aber nicht mit dem, was man heute als Kinderrezepte kennt! Pfeil nach links
Im Grunde ist das doch eine gute Sache, den lieben Kleinen zu zeigen, wie das Kochen (ohne Fertigprodukte) so funktioniert.
Ich vermute jetzt mal, dass dieses DDR-Buch noch eine gehörige Portion ideologischer Zutaten enthielt.

Mit eher gemischten Gefühlen habe ich in Österreich bei einer 10-Jährigen ein Kochbuch gesehen, dass den Titel trug:
"Und morgen bist Du Hausfrau" BOOOIINNNGG....

BG Hinnerk
06.10.2011 10:32

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Toskana

Pfeil nach rechts Das Brötchen für die Kettwurst wird aufgespießt und von innen erwärmt.
Danach wird es mir der Sauce gefüllt und das Würstchen reingesteckt.
Da es erst in den 80er Jahren aufkam kann man hier von DDR-"Gericht" sprechen. Pfeil nach links

Typisch DDR war an der Ketwurst wohl eher der Verzicht auf Röstzwiebeln, Mayo und Gurke Na!


BG Hinnerk
06.10.2011 10:46

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

Tachchen! Lachen

Tja zu typisch BRD fällt euch wohl nix zu ein? Ich weiß garnicht wieso hier im CK immer so auf allmöglichem DDR-Zeugs rumgeritten werden muß. traurig Mein Gott sind wir im Osten außergalaktisch oder wie??? BOOOIINNNGG....



Es grüßt genervt
Betty .....der Hauself
06.10.2011 10:49

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
22.081 Beiträge (ø4,23/Tag)

Pfeil nach rechts Das Brötchen für die Kettwurst wird aufgespießt und von innen erwärmt.
Danach wird es mir der Sauce gefüllt und das Würstchen reingesteckt.
Da es erst in den 80er Jahren aufkam kann man hier von DDR-"Gericht" sprechen. Pfeil nach links

Unter dem Namen "Bubis Spezies" kenne ich das im Westen bereits aus den Siebzigern. Man konnte (und kann) es mit oder ohne Mayo, Röstzwiebeln und Gurken bekommen.

@Betty: Außerfriesisch seid ihr auf alle Fälle! Lachen
06.10.2011 10:51

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

Hauself: es steht Dir frei, in Threads, die dich nicht interessieren, einfach nicht reinzuschauen...
06.10.2011 11:22

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Halt mal den Ball flach, Betty, hier ist nicht die PE!
Entweder Du trägst etwas zum Thema bei, oder Du hälst Dich 'raus.

Ist das so schwierig zu kapieren?


BG Hinnerk
06.10.2011 12:54

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

Tachchen! Lachen


Ey ey Sir FREEZE! POLICE!

Das ich nix zum Thema schrieb is ja nun nich wahr. Ich hatte ja schon vor paar Monaten hier was zum Thema Küchenmeisterstulle gepostet.


Es grüßt
Betty .....der Hauself
06.10.2011 13:33

toskana99

Mitglied seit 18.08.2011
2.751 Beiträge (ø1,6/Tag)

Ach Muddern,
was man so alles vergißt.

Die berühmte "Click-Torte" , man war die lecker.
Ich muß nachsehen, könnte sein ich habe das Rezept noch.
Aber Click gibt es nicht mehr.

Die süßen Spaghetti kenne ich auch noch.
Ich glaube, daß war wirklich so ein DRR-Mangelwaregericht. zum Heulen

Und bei uns gab es Spaghetti mit Käse eingerührt.
Am liebsten waren mir immer die stellen, wo so ein schönder dicker Käseklumpen war. mhmmmh hmmhmhmmmmhhh
06.10.2011 13:41

toskana99

Mitglied seit 18.08.2011
2.751 Beiträge (ø1,6/Tag)

Die Ossis sind außerfriesisch! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Na da bin ick ja beruhigt.

@Hauself
Pfeil nach rechts Ich weiß garnicht wieso hier im CK immer so auf allmöglichem DDR-Zeugs rumgeritten werden muß. Mein Gott sind wir im Osten außergalaktisch oder wie??? Pfeil nach links

Klingt wirklich genervt.
Interessieren sich die "Intergalaktischen" nicht für uns , wird jemeckert.
Nu tun se et, und det is och wieda nich recht.
Ja watt denn nu. BOOOIINNNGG.... ... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
06.10.2011 14:58

Utee

Mitglied seit 17.01.2002
22.081 Beiträge (ø4,23/Tag)

Pfeil nach rechts Die Ossis sind außerfriesisch! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Na da bin ick ja beruhigt. Pfeil nach links

Stimmt doch ... Na wenn das mal stimmt!?
06.10.2011 15:02

toskana99

Mitglied seit 18.08.2011
2.751 Beiträge (ø1,6/Tag)

Utee? , wo liegt Dein Problem? Wichtige Frage
06.10.2011 15:12

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Ich möchte die Damen nochmals bitten keine Geplänkel zu veranstalten.
Dazu ist in der PE genügend Platz.

Danke, auch im Interesse derjenigen, die sich für dieses Thema interessieren.

BG Hinnerk
07.10.2011 01:20

Muddern

Mitglied seit 16.03.2006
414 Beiträge (ø0,11/Tag)

Vielen Dank, Hinnerk, für Deine lieben Worte!
Ja, das ist ein Thema, das mich selber interessiert, zumal ich inzwischen eine deutsch-deutsche Ehe führe und wir uns beide hin und wieder kleine Kulturschocks verpassen. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Yep, das Meiste war Kochen von der Pike auf, und nur sehr, sehr wenig "Fertiges".
Das unmittelbar Ideologische hielt sich halbwegs in Grenzen, aber man versuchte, sich an Mädchen UND Jungen zu richten. Die "westliche" Rollenverteilung (Hausfrau + arbeitender Mann) war ja unpopulär, Normalfall war die arbeitende Mutti, wo Papi auch mal beim Kartoffelschälen half. Titel wie "Und morgen bist Du Hausfrau" (Himmel! BOOOIINNNGG....) wären vermutlich nicht so toll angekommen.

Die Winnington habe ich hier, ich kann Dir ja mal zitieren, was beim Amazon stünde, könnte man das Buch heute noch frisch kaufen:
Vorschlag / Idee"Was brauchst Du zum kochen? Zutaten natürlich: ein bißchen Entdeckerfreude, ein bißchen Spaß am Experimentieren, eine gute Prise Phantasie. Und natürlich auch Verstand! Die vielen Rezepte, die hier aufgeschrieben sind, kannst Du nahezu kinderleicht in appetitliche Gerichte oder leckere Nachspeisen, Kuchen oder Mixgetränke verwandeln. Und Du findest in diesem Büchlein auch alles, was man sonst noch über das Kochen und die Ernährung wissen sollte. Vielleicht findest Du es bald vergnüglich, Herr über Töpfe und Pfannen zu sein, und wirst vielleicht sogar Erfinder von Speisen, die noch in keinem Kochbuch der Welt verzeichnet sind." Vorschlag / Idee
Klappentext von: Ursula Winnington, Horst Weibezahl (1977): Kleines Kochbuch für Kinder. Kinderbuchverlag Berlin, 4. Auflage 1987
Es sind zusätzlich noch viele Haushalts- und Ernährungstips enthalten. Das Ganze fand ich damals schon extrem gouvernantig vom Schreibstil - ich höre beim Lesen heute noch ein ältliches Fräulein im Hinterkopf dozieren. Na! Fotos von den Speisen fehlen völlig, man hat den kleinen Lesern lediglich einige "lustige" Schwarzweißillustrationen gegönnt.

Von "Lirum Larum Löffelstiel" habe ich einige Bilder online gefunden: bit(Punkt)ly(Schrägstrich)qObaHx und bit(Punkt)ly(Schrägstrich)r6iZac und bit(Punkt)ly(Schrägstrich)ppS474 - 'n Tacken schöner war das schon, nicht? Lachen

Und an Toskana99:
Oh ja, die Erinnerungen!
Komischerweise werden sie bei mir um so wacher und schmerzlicher, je älter ich werde. Neulich habe ich sogar meine Oma gebeten, doch mal bitte bei der "Bäckersch I...d" nachzufragen, ob sie noch das Rezept ihres (verstorbenen) Mannes für Sahnequarktorte noch irgendwo hat, denn bisher fand ich nirgends etwas vergleichbares - aber nach dieser Torte war ich als Kind v-ö-l-l-i-g verrückt!

Viele Grüße. Lächeln
07.10.2011 01:45

toskana99

Mitglied seit 18.08.2011
2.751 Beiträge (ø1,6/Tag)

@Muddern
Pfeil nach rechts Ja, das ist ein Thema, das mich selber interessiert, zumal ich inzwischen eine deutsch-deutsche Ehe führe und wir uns beide hin und wieder kleine Kulturschocks verpassen. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Pfeil nach links

Das kenne ich! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Das Buch von der Winnigton hatte ich nicht. (Kein Vitamin B) Na!
Ich habe ein Kinderkochbuch aus den 50er Jahren von meiner Mutter. Das geb ich nicht her. Lächeln
07.10.2011 10:06

Kögi

Mitglied seit 24.10.2004
3.018 Beiträge (ø0,72/Tag)

Hallo!


Ich hatte eine Tante in der DDR. Was so direkt gekocht wurde, weiß ich nicht. Aber wenn ich drüben zu Besuch war (nach der Wende) gabs viel mit Sahne und Majo. Kartoffelsalt z.B. der wurde in Majo ertränkt. Und dicke Sahnesossen gab es zu sämtlichen Gerichten. Kann aber auch sein, dass nur MEINE (dicke) Tante so gekocht hat... Lachen



Grüssle Kögi




Lieber vor Freude kochen als vor Wut!
07.10.2011 10:54

jule-paule

Mitglied seit 29.10.2007
6.350 Beiträge (ø2,04/Tag)

Hallo

die DDRler haben das Essen und Kochen nicht neu erfunden, hier wurden die Gerichte genauso weiter entwickelt wie im Westen Na! Mangels Zutaten ist es für den ein oder anderen Altbundesländler halt "außerirdisch"... Na!

DDR-Gerichte kann man nicht hinter die Mauer verbannen und sagen, nur dort wurde so gekocht. Das ging hier genauso regional unterschiedlich zu wie im Rest des heutigen Landes.

Und genauso ist majolastig wohl eher familientechnisch bedingt als typisch ostdeutsch Na!

Im Osten gab es die thüringer küche, die anhaltinische usw. ... und die ist wesentlich älter Na!

VG Jule
10.10.2011 16:30

sweeterassugar

Mitglied seit 29.03.2010
838 Beiträge (ø0,38/Tag)

Ich (nicht aus der DDR), definiere "typische DDR-Rezepte" wie folgt:

"normale" Rezepte, die aufgrund eingeschränktem Waren-Sortiment "umgeändert/abgewandelt" wurden...gemäß dem Motto: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt...improvisieren beim Kochen halt....
26.12.2011 14:55

sandokano2001

Mitglied seit 14.11.2008
3 Beiträge (ø0/Tag)


* Beleidigung gem AGB vom Admin entfernt *

26.12.2011 15:22

jd140801

Mitglied seit 28.07.2006
19.515 Beiträge (ø5,47/Tag)

Sandokano

geh du einfach wieder weg und lerne erst mal Lesen Jajaja, was auch immer!

Hinnerk ist kein Tellerwäscher so wie du!

sondern auf Platz 142 mit 12.837 Punkten
26.12.2011 16:15

sandokano2001

Mitglied seit 14.11.2008
3 Beiträge (ø0/Tag)

Hab ich übersehen.
Ja, okay, Platz 142, guter Mann... Entschuldigung!!!
26.12.2011 16:34

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

Tachchen!

Ach du Schande!

@sandokano - dir ist wohl der Verdauer nach dem Gänsebraten nicht bekommen oder weshalb schmeißt du hier solche völlig aus der Luft gegriffenen und unsachlichen Beleidigungen in den Raum.

Wer hier als Tellerwäscher mit 4 Punkten aufschlägt und die CK-Materie nicht beherrscht sollte besser seine Finger still halten.
Hast du überhaupt Ahnung von der DDR und ihren Gerichten Wichtige Frage



Frohe Weihnachten wünscht allen
Betty .....der Hauself
26.12.2011 20:49

sandokano2001

Mitglied seit 14.11.2008
3 Beiträge (ø0/Tag)

Nein, natürlich habe ich überhaupt gar keine Ahnung von der DDR und ihren Gerichten. Ich hab mich versucht zu entschuldigen.Was wird mir hier eigentlich vorgeworfen? Das jemand schreibt in der DDR hätte es keine eigenen Rezepte gegeben... das war von da, das von dort und das von damals und das andere von noch früher? Wo sind Eure Geschichten wohl her??? Ich hoffe wir belassen es jetzt dabei, ich bin gerne hier, wirklich...
26.12.2011 21:11

Igelchen83

Mitglied seit 09.10.2010
331 Beiträge (ø0,16/Tag)

Ich kenn da auch nen schönen Spruch. Wir haben gelernt aus Sch**** Bonbons zu machen und sie in Westen zu verkaufen Küsschen

Da frag ich mich, gibts denn typische Westgerichte? Die nicht in anderen Ländern geklaut oder nachgemacht wurden?

Ob nu typisch DDR oder nicht, aber ich erinner mich an Jägerschnitzel, Letscho, Soljanka, Plinsen, Quarkkeulchen, ganze Kartoffeln und Leinölquark, wenn man Leute kannte Karpfen blau (würg), Käseschnitten (weißbrot überbacken mit Käse), und alles was der große gut bewirtschaftete hergab.
26.12.2011 21:27

charly63225

Mitglied seit 25.11.2007
2.272 Beiträge (ø0,74/Tag)

Hallo
Es gibt doch gar keine DDR Rezepte.
Alle Rezepte sind doch entweder aus der Not entstanden oder aber Gegendbedingt. z.B.
Bayern: Leberkäse, Hessen: grüne Soße, Handkäs usw. Was hat das mit der DDR bzw. BRD
zutun? Garnichts. So hat doch auch noch jeder sein eigenes "Hausrezept".
Und die vielgeliebte Soljanka kommt aus Russland!
charly
26.12.2011 22:18

elmjägerin

Mitglied seit 04.01.2006
2.148 Beiträge (ø0,57/Tag)

Hallo,

@muuda: Pottsuse wurde bei uns auch immer gekocht, wenn geschlachtet wurde - und ich bin im Westen aufgewachsen. Zwar nur so ca. 2 km entfernt vom heutigen Sachsen-Anhalt, aber immerhin Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Das "Ersatzmarzipan" aus Grieß habe ich in England kennengelernt (und finde es auch sehr lecker, ich müsste das Rezept meiner Gastfamilie mal wieder rauskramen).


Viele Grüße
elmjägerin



Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung.




echte DDR Rezepte 3455670143
echte DDR Rezepte 2950465327
28.12.2011 01:07

schwobamädle

Mitglied seit 09.08.2008
7.736 Beiträge (ø2,74/Tag)

Hallo!

@Elmjägerin: das Grießmarzipan findest Du auch im Backbuch vom "Verlag für die Frau" Na! :
125 g Grieß, 5 geriebene bittere Mandeln, 125 g Puderzucker, 40 g Butter oder Feinmargarine, 1 bis 2 Esslöffel Milch oder Weinbrand.
Den möglichst feinkörnigen Grieß mit den übrigen Zutaten verarbeiten, ausrollen, und, sofern als Füllung vorgesehen, der Gebäckstückgröße entsprechend ausschneiden.

Liebe Grüßle vom Schwobamädle
echte DDR Rezepte 2323851122

echte DDR Rezepte 2533552451

Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort
03.01.2012 20:03

GSCB

Mitglied seit 16.12.2011
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo,

dazu kann ich heute Abend 20.15 Uhr nur Phoenix empfehlen!
Mahlzeit DDR
Episode 3
Banane, Kohl und Zitrusfrüchte
Deutschland 2003 | 45 Min.
Dokumentation - Während die Brüder und Schwestern im Westen wie im Paradies lebten, mussten die Händler, Verkäufer und Kunden im Osten oftmals durch die Hölle gehen, um an die begehrten Südfrüchte zu kommen. Der "hausgemachte" Versorgungsmangel zog den Zorn und Spott des DDR-Volkes auf sich. Der Film berichtet vom Alltag in der DDR mit seinen Versorgungsengpässen und wie die Banane zum Symbol der
13.04.2012 17:35

Heidelerche

Mitglied seit 29.09.2004
68 Beiträge (ø0,02/Tag)

Meine Tochter lebt mit Familie in Mecklenburg-Vorpommern, als "Wessi" wurde sie lange Zeit nicht so richtig von den Einheimischen anerkannt. Meine Enkel dagegen sind mit der "neuen" Generation groß geworden - da gibt es kein "Getuschel" mehr. Gott sei Dank!

Ich habe nun bei e--y ein Kochbuch für Kinder von Edith Nell mit dem Titel "MÄRCHENREZEPTE" erstanden, lt. Etikett hat es einmal 10,80 DDR-Mark gekostet., aus dem "Verlag für die Frau - DDR Leipzig", aus dem Jahre 1981 - beim Durchblättern fiel mir einige Male das Wort: "MEKORNA" auf - vielleicht finde ich hier jemanden, der mir erklären kann, was genau MEKORNA ist bzw. wie ich das ersetzen kann (Bindemittel? Mit Geschmack???) - auf dem Markt scheint MEKORNA nicht mehr zu sein.

Und: Kann ich "flüssige ERWA-Würze" mit dem bekannten "M...i" gleich setzen??? fragt neugierig mit freundlichen Grüßen
die Heidelerche
13.04.2012 18:37

Emmy-Ly

Mitglied seit 11.12.2005
30.446 Beiträge (ø8,02/Tag)

Hallo zusammen!


Ich glaube, reine DDR - Rezepte sind eher selten.

Aber die Hausfrau dort wußte sich zu helfen, wenn es die notwendigen Zutaten nicht gab. Und das machte wohl viele DDR - Rezepte aus.

So entstanden z.B. viele Kuchen, die mit den erhältlichen Lebensmitteln wie Nüsse, Zucker und Eiern gemacht werden konnten.



Liebe Grüße Emmy - Ly


Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften!
16.04.2012 11:24

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen Heidelerche,

diese Begriffe sind mir leider auch nicht geläufig.

Um möglichst viele Leute zu erreichen solltest Du für diese Frage besser einen eigenen Fred eröffnen.
Da sind die Chancen auf eine zufriedenstellende Antwort sicherlich größer.
Ich fürchte, dass sie hier eher untergehen wird, weil man sie unter dem Titel dieses Threads eher nicht vermuten würde.


BG Hinnerk
16.04.2012 14:42

küchenkay

Mitglied seit 05.01.2007
14.577 Beiträge (ø4,28/Tag)

Hallöle Hinnerk und alle anderen!

Ein wirklich äußerst interessanter Fred, das!
Auch wenn es sicher nur wenige in der DDR erfundene Gerichte gibt , so doch sicher viele, viele Ableitungen, die tatsächlich oft aufgrund von Problemen in der Nahrungsmittelversorgung usw. usw. - ich will das nicht hier nicht alles wiederholen.

Ganz kurz:
Die Sahne aus "Rückwärtsbutter" hat meine Oma auch gemacht - fand ich lecker!
"Himmel und Erde" stammt so weit ich weiß, eher aus der Schlesischen Ecke...
"Leipziger Allerlei" ist original wirklich saugut. Aber eben mit frischen Gemüsen, Krebsschwänzen etc. und nicht als irgendein zusammengepanschter Gemüseeintopf, als welcher dieses Gericht leider so oft verkauft wurde/wird.

Besagte "Rote Grütze" auf Grießbasis ( mit Vanillesauce ) kenn ich noch von der Schulspeisung her. Hatte mit roter Grütze nun überhaupt nix zu tun und schien mir mit ebensoviel Liebe hergestellt, wie unsere Schulküchendrachen ausstrahlten..... Diese hellrosa Pampe bestand bei uns zu 40% aus Klümpchen und Klumpen und war einfach nur BÄÄÄÄH...

O.g. " Freiberger Eierschecke" ist megaköstlich. Aber leider auch ein DDR-Produkt. Meines Wissens nach wurde die in irgendeinem altertümlichem Krieg "erfunden". Weil man den üblichen Quark nicht zur Verfügung hatte, da dieser als Mörtelbestandteil zur Verfestigung der Stadtmauer gedient haben soll. Ob das allerdings historisch korrekt ist - keine Ahnung!

Typisch DDR wäre für mich noch:
"Elbdom Kunsthonig" irgendso eine harte Zuckermasse von Honigfarbe, verkauft in einem beigefarbenen Wachspappbecher, die angeblich wie Honig schmecken sollte
oder
"Nikolaschka" - 4cl Weinbrand ( ursprünglich aber wohl Wodka... ), obendrauf eine dünne Scheibe Zitrone mit Zucker und Kaffeepulver, was man so ähnlich wie Tequilla zu sich nimmt...


Aber ich hätte noch paar Bücher vorzuschlagen, die sich mit "typischer" DDR-Küche beschäftigen, z.T. auch augenzwinkernd...




lg Küchenkay
16.04.2012 15:27

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

@Heidelerche:
Ja, Erwa kannst Du mit Maggi ersetzen.
Bez. Mekorna kann ich leider auch nicht weiterhelfen.

Grüße
Sylvia
16.04.2012 15:29

bioobst

Mitglied seit 15.12.2009
11.833 Beiträge (ø5,08/Tag)

Moin!

Heidelerche, Mekorna war ein Getreidebrei, in erster Linie in der Kleinkinderernährung eingesetzt. Ich hab das Zeug nie probiert, weiss deshalb auch nicht, wie die Konsistenz u.s.w. war. Könnte mir aber vorstellen, dass man es evtl. durch Haferflocken (Schmelzflocken?) ersetzen könnte.
Und die ERWA-Würze...jepp, wie Maggi. Wenn ich mich richtig erinnere, war ERWA nicht ganz so kräftig wie Maggi (hab das immer so aus der Flasche genuckelt *ups ... *rotwerd* ).

LG Andrea
16.04.2012 15:35

Cathy1973

Mitglied seit 18.07.2008
6.429 Beiträge (ø2,26/Tag)

@ Heidelerche,

bezüglich "Mekorna" findet man im Netz, dass es sich wohl um einen Baby-/Kinder-Brei gehandelt hat. Man könne es wohl recht gut durch "milupa bio-getreidebrei grieß" oder "MILUPA 7-Korn Brei "ersetzen.
Hier ein Beitrag dazu in einem Ostprodukte-Forum:

www.ostprodukte.de/forum_mekorna,1746,0,50,2.html?PHPSESSID=de015f44d4859182bf69b13948599bee

Vielleicht hilft Dir das weiter
16.04.2012 15:37

Cathy1973

Mitglied seit 18.07.2008
6.429 Beiträge (ø2,26/Tag)

...uups, Grüße vergessen *ups ... *rotwerd*

also: LG Cathy
16.04.2012 15:55

küchenkay

Mitglied seit 05.01.2007
14.577 Beiträge (ø4,28/Tag)

Hi "boobs"!

Du hast ERWA aus der Flasche genuckelt? (Meine Mutti hat mir wenigstens noch aus Versehen Bockbier statt Cola aus dieser kleinen braunen Flasche gegeben, aber Speisewürze.....? Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen )

Jetzt wundert mich gar nix mehr..... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen "michschlapplach..."
Kein Wunder, dass du Honig nicht magst.....


Ich drück dich!
Küchenkay
16.04.2012 16:29

bioobst

Mitglied seit 15.12.2009
11.833 Beiträge (ø5,08/Tag)

Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Du kennst doch auch noch die Brühpaste, kleines Döschen, ich glaube, rot mit gelbem Deckel. Das Zeug kam dick auf die Butterstulle! Na!

Zurückdrück! Küsschen
16.04.2012 17:37

Heidelerche

Mitglied seit 29.09.2004
68 Beiträge (ø0,02/Tag)

Allen freundlichen Helfern, die für mich den "Hintergrund" zu MEKORA- und ERWA-Lebensmittel (im Märchenrezeptbuch aus dem Jahre 1981 entdeckt!) herausgefunden haben, sagt ein dickes DANKESCHÖN!
mit lieben Grüßen die Heidelerche
16.04.2012 17:44

Heidelerche

Mitglied seit 29.09.2004
68 Beiträge (ø0,02/Tag)

An Cathy 1973 noch einen Extra-Gruß: Die angegebene Einkaufsadresse für Ostprodukte ist eine wahre Fundgrube, ich habe gleich Kinderlieder-CD`s bestellt Und die angebotene Kontaktadresse habe ich angeschrieben wegen MEKORNA, ich bin gespannt, was sich da ergibt.
LG, Heidelerche
16.04.2012 17:47

Cathy1973

Mitglied seit 18.07.2008
6.429 Beiträge (ø2,26/Tag)

@ Heidelerche

Das freut mich, dass der Link für Dich so ergiebig war Lachen

LG Cathy
16.04.2012 19:01

Zucker-Schnitte

Mitglied seit 31.01.2012
896 Beiträge (ø0,58/Tag)

Hallo zusammen,

mir fallen spontan als gebürtige Dresdnerin folgende DDR-Rezepte ein:

- Rippchen mit Sauerkraut und Kartoffelbrei
- Ragout Fin mit Worchestersoße
- Saure Eier mit Kartoffeln (hart gekochte Eier in weißer Soße aus einer Mehlschwitze, mit Kapern, Zucker und Essig abgeschmeckt)
- kalter Hund, Prasselkuchen, Kleckselkuchen, Dresdner Eierschecke
- Schmorgurke
- Schlamm-Bowle


Viele Grüße
Zucker-Schnitte
17.04.2012 10:45

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Nee Zucker-Schnitte Sicher nicht!
Einspruch!
Du hast wohl leider mein EP nicht gelesen: das sind alles traditionelle, teilweise regionale Gerichte, die es schon lange vor der DDR gegeben hat.


BG Hinnerk
17.04.2012 21:55

miezekatze78

Mitglied seit 29.12.2005
312 Beiträge (ø0,08/Tag)

Zu Mekorna:
Das hieß bei uns zu Hause immer Kinderbrei und ich hab es geliebt auch als ich schon größer war. Direkt Grießbrei war es aber auch nicht und wer weiß aus was das Zeug überhaupt bestand, lieber nicht drüber nachdenken. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Pfeil nach rechts

Zitat:

Nee Zucker-Schnitte Sicher nicht!
Einspruch!
Du hast wohl leider mein EP nicht gelesen: das sind alles traditionelle, teilweise regionale Gerichte, die es schon lange vor der DDR gegeben hat.


BG Hinnerk

Pfeil nach links

Zumal die Schlammbowle hier auch erst weit weit weit nach der Wende aufkam, ich kenne die jedenfalls nicht von früheren Feierlichkeiten in der Familie.
18.04.2012 00:11

Heidelerche

Mitglied seit 29.09.2004
68 Beiträge (ø0,02/Tag)

Lachen Guten Abend an alle, die sich an gerne an MEKORNA-Brei erinnern: Dieser Mekorna-Brei hat wohl generationenübergreifend vielen Frühstücksessern sehr, sehr gut geschmeckt, jedenfalls bin ich bei meinen Recherchen durchs Internet auf Leute in div.Foren gestoßen, die "verzweifelt" nach "Ersatz" für Mekorna suchten.

Auf den Tipp von Cathy 1973 vom 16.4.2012 hier in diesem Forum (auf meine Anfrage vom 13.4.d.J.) hin habe ich mich gleich schlau gemacht, und da fand ich mehrmals den Hinweis, daß "Milupa-7-Korn-Brei" wohl dem Mekorna-Brei am nächsten kommt. Manchmal mit Zucker, aber auch manchmal mit Kakao "aufgepeppt". ??

Und in den Niederlanden ist ein Produkt namens "BRINTA" als noch besser ähnlich von einer Userin beschrieben. Bei G..gle fand ich dann unter "Brinta" viele Eintragungen( und Angebote: Brinta gibt es in versch. Zusammensetzungen - da wäre wohl von Mekorna-Liebhabern das große Probieren angesagt.... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Und es ist auch in DE u. übers Internet zu beziehen.)

LG, Heidelerche
18.04.2012 09:57

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Pfeil nach rechts "BRINTA" Pfeil nach links

Klingt wie eine neue Kartoffelsorte Lachen


BG Hinnerk
18.04.2012 10:27

sylviab

Mitglied seit 20.07.2007
2.717 Beiträge (ø0,85/Tag)

Hinnerk: falls es Dich interessiert. Es kam gestern im MDR eine recht sehenswerte Doku über die Firma "Kathi" . Das ist ein ostdeutsches "Urgestein" im Lebensmittelbereich, 1951 gegründet.
Der Film ist in der Mediathek vom MDR zu finden.

Grüße
Sylvia
18.04.2012 14:10

Heidelerche

Mitglied seit 29.09.2004
68 Beiträge (ø0,02/Tag)

Das wär`s noch, Hinnerk: "Brinta" = neue Kartoffelsorte!! Ich arme Frau bin seit Jahrzehnten mit einer KARTOFFEL-ALLERGIE geschlagen! Meinen ärgsten Feinden wünsche ich die nicht - jedes neue Leb.mittelprodukt, jedes neue Medikament, jede Konserve muß ich erst in die "Einzelteile" zerlegen, Firmen anmailen, Apotheker löchern, bevor ich mich vorsichtig ans Genießen wage... Supergräßlich!
Aber Du hast Recht: Brinta klingt wie "Linda" und "Selena" u. einige andere Kartoffelsorten! Ich muß mir einmal die Brinta-Zutatenliste schicken lassen: Vielleicht ist die Kartoffel (bzw. die Stärke daraus) wirklich der Hauptbestandteil von "Brinta". Erstaunen würde mich das nicht: Selbst in einigen Schokoladensorten findet sich Kartoffelstärke!

Bis denne: Heidelerche
18.04.2012 14:42

Ornellaia

Mitglied seit 07.07.2008
10.255 Beiträge (ø3,59/Tag)

Bonjour
@Heidelerche,

Brinta steht fuer BReakfast INstant TArwe und loest bei mir Fluchtreflexe aus...Brinta classic besteht nur aus Vollkornweizenmehl und Salz... Inhaltsstoffe findet man auf der Webseite von Brinta....jedenfalls war Brinta schon auf dem Markt als die DDR noch nicht angedacht war...




LG
Ornellaia
18.04.2012 17:34

Heidelerche

Mitglied seit 29.09.2004
68 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo, Ornellaia: Fluchtreflexe?? Lachen Aber verständlich, wenn man sich der Lebenskunst hingeben und dabei Gänseleberpastete genießen kann...

Á propos Pastete: Kannst Du uns hier im CK eine empfehlen, die ich auch als totaler Pastetenherstellerlaie eventuell auf meine Liste: "Das möchte ich einmal ausprobieren!" notieren könnte?

fragt mit Dank und Gruß die Heidelerche
12.05.2012 23:13

Karovil

Mitglied seit 12.05.2012
1 Beiträge (ø0/Tag)

Ist ja schön, dass hier jemand entscheidet was unter DDR-Rezepte fällt, der selber nicht in der DDR gelebt hat und keine Rezpete kennt.
Ich bin 1967 in der DDR geboren, aufgewachsen und erst Ende 2007 nach Niedersachsen gezogen.
Die bereits genannten klassischen DDR-Kochbücher habe ich auch noch. Hier sind auch schon sehr viele Original-DDR-Rezepte genannt worden. Auch der Link zum DDR-Fernsehkoch Kurt Dümmer ist erwähnt wurden.

Wie wärs mit den legendären Clicktorten, dem Wintersalat, Himmel und Erde (Birnensuppe mit Speck und Zwiebeln), Brotsuppe,
Faule-Weiber-Suppe, Zoddelsuppe, Störtebeckersuppe, Beamtenstippe, Hoppel-Poppel, Hackus und Knieste, Schnudendunker, Sieben Pfund-Pfanne, Speckendicken, Strammer Max, Tote Oma, sächsiches Senffleisch, Magdeburger Bördetopf, Saßnitzer Fischerstulle, Zeppelgetzen, Appetit Salat, Aschklöße, Grüne Klöße, Watteklöße, falscher Apfelsinenkuchen, Aschkuchen, Mooskuchen, Papageienkuchen, Prophetenkuchen, Tröpfchenkuchen, Müggelperle, Nikolaschka, Seelenwärmer, Teufelszimt und
Türkentrunk????

LG Karovil
12.05.2012 23:20

bioobst

Mitglied seit 15.12.2009
11.833 Beiträge (ø5,08/Tag)

Wenn Du hier schon direkt lospolterst, solltest Du auch wissen, dass der gute Kurt "Drummer" hieß und nicht Dümmer.....
12.05.2012 23:35

küchenkay

Mitglied seit 05.01.2007
14.577 Beiträge (ø4,28/Tag)

Mööönsch bioobst!
Warst wieder schneller!
Das wollt ich nämlich auch grad schreiben!



Hallöchen Karovil:
Hinnerk "entscheidet" keineswegs, was DDR-Rezepte sind und was nicht! Er hinterfragt halt logisch und nimmt nicht jeden Quatsch als gegeben hin. Davon abgesehen: Was spielt es für eine Rolle, wo man geboren ist oder lebt/gelebt hat? Und wie kommst du darauf, dass er keine Rezepte kennt??? BOOOIINNNGG....

Im Übrigen bin ich auch ein DDR-Kind ( Jahrgang 68 ). Und ich habe da gelernt, dass es zum höflichen Umgangston gehört, erstmal wenigstens Hallo oder Guten Tag o.ä. su sagen. Gerade wenn man irgendwo neu ist....


lg Küchenkay
13.05.2012 00:03

kampfkuckuck

Mitglied seit 07.01.2011
627 Beiträge (ø0,32/Tag)

@karovil
Meine "DDR"-Oma würde ich im Grabe umdrehen, wenn sie hörte das grüne Klöse, Hoppel Poppel, Watteklöse, Beamtenstippe usw. klassische DDR-Erfindungen wären. Die hat sie nämlich schon etwa 20 Jahre vor DDR-Gründung gekocht.

VG
Kiki
13.05.2012 00:04

kampfkuckuck

Mitglied seit 07.01.2011
627 Beiträge (ø0,32/Tag)

"S" vergessen: Sollte natürlich heißen: Würde SICH im Grabe umdrehen, sorry
13.05.2012 00:40

küchenkay

Mitglied seit 05.01.2007
14.577 Beiträge (ø4,28/Tag)

Hi Kampfkuckuck!

Ich hab grad versucht, mir das mit dem Oma-Umdrehen bildlich vorzustellen....... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Welt zusammengebrochen Welt zusammengebrochen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
Haste grad noch so die Kurve gekriegt...! Lachen

lg Küchenkay
13.05.2012 00:50

kampfkuckuck

Mitglied seit 07.01.2011
627 Beiträge (ø0,32/Tag)

jo, was so ein kleines "S" ausmacht
LG
Kiki
14.05.2012 13:54

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Karovil

Es wäre vielleicht mal ganz angebracht, dass Du den Text im EP auch richtig durchliest, bevor Du hier herummopperst.
Mehr als "Deshalb meine Frage" voranzustellen, und den folgenden Satz mit einem Fragezeichen
( das da:?; es ist kein Fleischerhaken) zu versehen, kann ich allerdings auch nicht tun, um von vornherein eine Frage als solche kenntlich zu machen.
Mir war allerdings nicht klar, dass sowas schon für einige Zeitgenossen eine intellektuelle Herausforderung darstellt.


BG Hinnerk
14.05.2012 15:40

jd140808

Mitglied seit 04.08.2008
9.760 Beiträge (ø3,45/Tag)

...zumal man den Thread auch GANZ lesen könnte, dass heißt ALLE Postings... na dann...
08.07.2012 22:31

u-bratwurst

Mitglied seit 23.04.2006
193 Beiträge (ø0,05/Tag)

Auch wenn ich dir... , ach Quatsch, in einem hast du Recht, es gibt nicht allzuviel echte DDR Rezepte, sondern viele andere Namen für schon Bekanntes. Aber es gibt Schöpfungen von Gekochtem, die ich kulinarisch nicht gern einordnen möchte. Die sind aber der Mangelwirtschaft in Puncto erhältlicher Nahrungsmittel geschuldet.
Das Stück panierte Jagdwurst, genannt Jägerschnitzel wäre nicht das Schlimmste davon. Auch das Würzfleisch aus Schwein oder Geflügel als Ersatz für das Ragout fin hat doch sehr gut geschmeckt.
Die Soljanka war nun gar kein typisches DDR Rezept, denn sie stammt ja aus Russland oder der Ukraine. Aber die DDR- Bürger hatten, wie jede russische Hausfrau, jeder ein anderes, eigenes Rezept parat.
Aber das Letzte war ein in der Schulspeisung verabreichtes Eierragout, bestehend aus einer Bechamelsauce und darin zerkleinerten hartgekochten Eiern.
Du hast mich mal kritisiert, wegen eines Rezepts von Bayrisch Kraut, erinnere dich. Das war nicht etwa eine kulinarische Erfindung von mir, sondern eine kulinarische Entgleisung unserer Großküchen für die Arbeiterversorgung.
Auch der Goldbroiler war eine Marktstrategie, preiswert erzeugtes Mastgeflügel zu einem ertragreichen Preis unter die Leute zu bringen, denn in der DDR war Geflügelfleisch nicht gerade billig zu haben. Außerdem waren diese Gockel ein Exportschlager, weil sie weit über das typische BRD- Schlachtgewicht gemästetet und von der DDR zum Schleuderpreisen an den Westen verkauft wurden.
Weitere typische DDR- Gerichte?
Ich denke drüber nach, und hoffe dass du allenfalls ein wenig einlenkst.
12.11.2012 10:28

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Zitat von BG Hinnerk:"Pottsuse gab's vorher auch schon, und Broiler ist ja nur eine andere Bezeichnung für ein Brat- bzw. Grillhähnchen."

@BG Hinnerk
Das stimmt nicht ganz, Broiler stammt aus dem englischen "to broil" und ist bestimmt für 6-8 Wochen alte Masthähnchen mit einem Gewicht von 700-1200gr. Alles andere sind Grillhähnchen,oder Poularde. somit keine Namenserfindung der DDR.


Zitat von Marirah24:"was ist mit dem sogenannten "Jägerschnitzel"
das aus einer panierten(Jagd?)Wurst besteht?"

@mamirah24
Das Jägerschnitzel hat mit der DDR gar nichts zu tun. Der Ursprung liegt im Wort "Jagdwurst".Es war eine der ersten Dauerwürste im Mittelalter welche mit auf die Jagd genommen wurde, da dies einige Tage dauern konnte.In dicke Scheiben über dem Feuer erhitzt tritt das Fett aus und wird Schnitzelfest. Wobei der Begriff Schnitzel ja von Schnipsel stammt und nicht mehr bedeutet als Abschnitt. In der DDR wurde es lediglich wieder endeckt und als Panierte Scheibe serviert.
Das westlich bekannte Jägerschnitzel hingegen ist eine BRD erfndung weil ein Schnitzel mit Pilzen gut zum Namen past denke ich. Ansonsten wäre mir vom Wortbegriff unklar was ein Kalbs- oder Schweineschnitzel mit der Jagd zu tun hat,denn man jagd doch nur Wild und Pilze sammelt man.Maximal das man den Kellner in die Küche jagd um ein Schnitzel mit Pilzen zu holen. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
12.11.2012 10:47

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Ich habe lange überlegt und bin wirklich schon etwas betagter das ich über die hälfte meines lebens in der DDR lebte aber mir fällt wirklich kein Gericht ein welches in der DDR erfunden wurde. Es gibt nur Rezept-und Namensabwandlungen wie es sie heute auch in jedem Bundesland gibt. Wie schon richtig gesagt wurde, zwang die Wirtschaftliche Lage zu Kombinationen welchebis dahin unbekannt waren aber erfunden? Nein! Erfindungen gab es eher im Genußmittel-und Getränkebereich wo mit Ersatzstoffen gearbeitet wurde um ähnlich schmeckendes herzustellen. Aber eigentlich ja auch nur eine Übernahme aus Kriegszeiten wo schon mit Kakao-oder Kaffeersatz gearbeitet wurde. Mukkefuck ist so ein Bsp.
12.11.2012 11:18

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Heute arbeitet man übrigens fast ausschließlich mit Chemie und Ersatzstoffen, im Erdbeerjughurt ist nicht wirklich Erdbeere drinn und gut aussehende Steaks oder Wurst sind oft zusammengeklebte und gepresste Fleischabschnitte. Dises Klebeverfahren wurde in Japan erfunden. Säfte bestehen fas nur aus Geschmacksstoffen usw. Insofern stehhhhhhh bei mir di Frage ist es heute auch wegen Mangelwirtschaft? Aber mir fallen 2 echte DDR erfindungen grade ein. Zum einen die im Glas eingekochten Weintrauben und dann das Erdbeermus im Glas. Beides gab es seltn und gibt es heute gar nicht mehr, es diente dazu um Sommerfrüchte haltbar zu machen.
12.11.2012 11:42

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen ruoka,

Pfeil nach rechts Das stimmt nicht ganz, Broiler stammt aus dem englischen "to broil" und ist bestimmt für 6-8 Wochen alte Masthähnchen mit einem Gewicht von 700-1200gr. Alles andere sind Grillhähnchen,oder Poularde. somit keine Namenserfindung der DDR. Pfeil nach links

Das Gewicht für Hühner die sich mittlerweile sowohl Broiler als auch Hähnchen nennen dürfen, ist das Selbe, eben diese 700 - 1200 g. Die Bezeichnung "Broiler" gab's im Hähnchen essenden West Deutschland nämlich gar nicht, bzw. er war nicht gebräuchlich. Natürlich ist das Wort keine DDR-Erfindung, aber diese Bezeichnung wurde von oben vorgegeben Man wollte sich halt auch sprachlich von der Bundesrepublik unterscheiden.
Dass das in diesem Fall ausgerechnet ein Begriff aus dem Angelsächsischen gewesen ist, ist im Grunde ein Treppenwitz.

Das Jägerschnitzel in dieser Form (panierte Jagdwurst) ist mir tatsächlich nur im Osten begegnet. Nicht mal meine aus Sachsen stammende Großmutter hatte das im Repertoire (die hat rechtzeitig rüber gemacht). Daher ist es für mich schon ein DDR-Produkt.


BG Hinnerk
12.11.2012 12:07

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Hinnak.
Ein DDR Produkt ist "Jägerschnitzel" weniger wie meine Ausführung schon zeigte, eher eine Erscheinung aus vergangenen Zeiten weit früher. Das der westliche Raum vieles nicht kennt ist zum einen daher, das die Wirtschaftliche Lage weitaus besser war und zum anderen das man mit neuen Namen neue Verkaufsschlager hat. Die DDR hatte Wirtschaftsmangel und griff auf primitive kochweisen mit primitiven Mitteln zurück. Heute werden auch immer neue Begriffe beim Fleisch erfunden und am ende ist eines und das andere das selbe nur anderer Name mit anderem Preis. Bsp. Schmetterlingsteak,Minutensteak,Schweinerückensteak. Alles ist das selbe nur anders geschnitten.
Warum sollte man im westlichen Raum denn auf arme Leute essen zurück greifen wenn es besseres gab und somit gingen auch viele urtümliche Rezepte verloren die schon vor 100en Jahren existierten wie auch der "arme Ritter", eine in der Pfanne gebratene Stulle bestreut mit Zucker.
Der Broiler war bis in den 70er Jahren immer ein Grillhähnchen auch in der DDR bis irgend einer die Idee hatte Broilerstuben auf zu machen und da verkaufte sich der Begriff aus USA wohl besser. Aber stören wir uns nicht daran, heute ist es mit Begriffe viel schlimmer. Ich suche immer noch einen Harrschneider, finde aber nur Haircuter und Hairstylinger. Selbst Friseure sind selten geworden.
Alles eine Frage der Wirtschaftlichen Lage damals im Osten, so wurde auch eine Kammfleischscheibe als Steak angeboten. Das war klare Wortbetrug und schon garniert mit Letcho nannte es sich dann Steak-Letscho, aber erfunden hat die DDR beides nicht, nur zusammengesetzt.
12.11.2012 12:23

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

@ Hinnerk, als Zusatz.
Natürlich kann es deine Großmutter nicht kennen weil es wie geschrieben ein uraltes Rezept war das die DDR nur aus der Staubkiste geholt hat. Wenn es heute einer fertig bringen würde ein Rezeptbuch aus dem Mittelalter zu schreiben, würde kaum einer diese Rezepte kennen, schon die Gewürze waren dort sehr rar und teuer. Es fängt doch heute schon an bei einer primitiven Mehlschwitze, viele nehmen Mondamin und wenn in 100 Jahren jemand Essen mit Mehlschwitze macht hat er es nicht erfunden. Das wollte ich damit nur ausdrücken.
12.11.2012 12:46

ruoka

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44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Nicht zu vergessen das Lachsfleisch in Form von Kassler, Steaks oder Braten. Es ist am teuersten und hat mit dem Fisch "Lachs" gar nichts zu tun. Es ist einfach nur magerer Schweinerücken. So enstehen aus Worte neue Gerichte aber am ende gibt das Schwein das selbe her wie vor ewigkeiten.
12.11.2012 14:36

Dalmichefkoch

Mitglied seit 11.07.2012
233 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hi , ich hoffe , ich hab´s nicht überlesen - kennt noch jemand die Schlagcreme als Schlagsahneersatz? (gibt es seit 2 Jahren wieder , schmeckt aber nicht so wie zu DDR-Zeiten).Selbsthergestellt hieß das Hexenschaum (Eiweiß mit Sirup) und in den 70/80ern gab es das bei uns in Dresden in vielen Eisdielen als Schlagsahneersatz.
Ich hab diesen Hexenschaum so geliebt und nehme ihn auch heute noch gerne als Sahneersatz.
Und zum Thema Eiweiß fallen mir noch die Schmätzchen ein , gab es damals bei fast jedem Bäcker - Riesenbaiserhaufen , die in der Mitte noch so einen feuchten Kern hatten - man waren die lecker!
LG Dalmichefkoch
12.11.2012 17:20

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Ja das kenne ich noch. Allerdings gab es Regionale Unterschiede in der Versorgung und da ich aus Berlin bin brauche ich dir nicht sagen wie benachteiligt Dresden und andere Bezirke waren. Aber selbst in Berlin gab es den Schlagsahneersatz. Schmeckte mir eigentlich auch, naja als Kind ist alles gut was süß ist und wenn man nichts anderes kennt. Bin geboren vor dem Mauerbau, daher kenne ich einiges aus der DDR. Aber wie die Packung aussah weis ich nicht mehr.
12.11.2012 17:48

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Im übrigen um alles mal kurz zu machen, typische DDR Rezepte möchte man heute gerne lesen, aber die gibt es genauso wenig wie typische BRD Rezepte. Alles ist nur Regionale Küche von anderen Köchen,Herkünften und Varianten. Es gab ein Deutsches Regionalrezept und mehr nicht, das war zur Zeit der Volksküche und nannte sich Weisskohlsonntag wo jeder einmal am Wochende auf Fleich verzichten sollte. Ansonsten sehe ich alles als zusammengewürfelt wo allerdings auf der Speisekarte der URsprung oder die Zutaten stehen sollte um verwechslungen zu vermeiden. Hier sieht man schon wie sich Ost von West selbst im Wortgebrauch und Geschmack trennte. Für mich kommt keine Delikatessgurke oder Sauerkraut des westens geschmacklich auch nur in die nähe der Spreewalderzeugnisse. Wurst aus Eberswalde und Halberstadt oder Spargel aus Beelitz, alles Dinge wo die Westprodukte bei mir im Regal liegen bleiben.
12.11.2012 17:48

Nancsi

Mitglied seit 08.01.2006
1.057 Beiträge (ø0,28/Tag)

Hallo,

ist eigentlich eine Liste zustande gekommen? Kann man die irgendwo einsehen, vielleicht sogar mit Rezepten? Ich finde die Rückwärtsbutter und den LPG Kuchen interessant.

Viele Grüße Nancsi

*Gründerin der NatS - Natürlich Schlank Gruppe*
13.11.2012 12:03

ruoka

Mitglied seit 29.05.2008
44 Beiträge (ø0,02/Tag)

Diese Liste oder Karte würde mich auch interessieren. Egal ob nun Osterfindung oder nicht, hat es doch ein Hauch von Nostalgie unserer Kinderküche.
13.11.2012 12:13

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen ruoka,

wenn ich die Beiträge von Dir hier so lese, insbesondere den vom 12.11.2012 17:48, kommen ich zu dem Schluss, dass Du mein eigentliches Anliegen, nachzulesen im EP, offensichtlich nicht richtig verstanden hast. Anders kann ich mir Deine Äusserungen, die in ihrer Mehrheit pfeilgrad am Thema des Freds vorbeigehen, nicht erklären.


BG Hinnerk
13.11.2012 16:19

uli106

Mitglied seit 28.03.2005
6.066 Beiträge (ø1,5/Tag)

Es wird keine "DDR-Rezepterfindungen geben. Aber es gibt überall unterschiedliche Regionalküchen und eine oberlausitzer Küche

ist halt ganz und gar was Anderes, als eine Küche in Weinbaugegenden. Deshalb die Unterschiede. Und in der DDR mußte eben oft

improvisiert werden und was sich da als praktikabel und gut erwies, verbreitete sich eben. Wurde manchmal zur Selbstverständlichkeit.

Auch die sogenannte "Soljanka" war so ein Monstrum. Jeder kochte sie anders. Aber sie war--aus den unterschiedlichsten

Gründen Na! ----sehr beliebt, aber sie ist eine absolute Mischkulanz! Ich habe in Kiew, in großen Hotels, die Original-Soljanka serviert

bekommen und die war astronomisch von dem DDR-Monstrum entfernt. Das war nämlich eine klare Suppe mit Gemüsen und

unterschiedl. Fleischeinlagen. Übrigens--eine dünne Angelegenheit! Lachen

Man überlege sich doch immer erst einmal den Ursprung einer Speise und denke, w a s hatten die Leute denn zur Verfügung?

Und dann merkt man sofort, daß ja manche--z.B. als "russisch" deklarierte Zutaten, dort original niemals gebräuchlich, oder

zu haben waren.
15.12.2012 11:42

mahaco

Mitglied seit 15.12.2012
18 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo Chefköche-

ich bitte um eure Hilfe.
Bin mir gaanz sicher, hier mal gelesen zu haben, welche Babynahrung dem DDR- Mekorna entspricht. Aber ich find s nich mehr....
Und hab solchen Appetit drauf.

Hat wer von euch n besseres Gedächtnis????
Mit spucketropfendem Gruß-

mahaco
15.12.2012 12:25

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Hallo mahaco,

DDR Markenprodukte ist nicht das Thema dieses Threads. Da solltest Du besser einen eigenen eröffnen.

BG Hinnerk
15.12.2012 14:30

Nightice

Mitglied seit 23.08.2006
301 Beiträge (ø0,09/Tag)

Beitrag von Heidelerche vom 18.04.2012 00:18
Pfeil nach rechts Auf den Tipp von Cathy 1973 vom 16.4.2012 hier in diesem Forum (auf meine Anfrage vom 13.4.d.J.) hin habe ich mich gleich schlau gemacht, und da fand ich mehrmals den Hinweis, daß "Milupa-7-Korn-Brei" wohl dem Mekorna-Brei am nächsten kommt. Manchmal mit Zucker, aber auch manchmal mit Kakao "aufgepeppt". ??

Und in den Niederlanden ist ein Produkt namens "BRINTA" als noch besser ähnlich von einer Userin beschrieben. Bei G..gle fand ich dann unter "Brinta" viele Eintragungen( und Angebote: Brinta gibt es in versch. Zusammensetzungen - da wäre wohl von Mekorna-Liebhabern das große Probieren angesagt.... Und es ist auch in DE u. übers Internet zu beziehen.) Pfeil nach links

Ob das stimmt, kann ich nicht sagen; kenne weder Mekorna noch die anderen Breie.

LG,
Nightice
15.12.2012 14:37

Neu_Lollo

Mitglied seit 24.03.2008
12.186 Beiträge (ø4,12/Tag)

Hinnerk,
Mekorna hat sicher auch eine Rezeptur, vielleicht wäre diese ja ein "echtes" DDR-Rezept??

Gruß Lollo
15.12.2012 15:30

mahaco

Mitglied seit 15.12.2012
18 Beiträge (ø0,01/Tag)

@ Neu_Lollo: danke, dass du die Brücke geschlagen hast, damit meine Frage hier rein passt.

@Hinnerk: sry, wollte nicht dein Thema sprengen!

Nighice, danke für den Tipp! Werd aber- ob des akuten Heißhungers auf das Zeugs- jetzt Milupa kaufen gehn. Wenn s das nicht die Erinnerungen meiner Geschmacksknospen weckt, muss ich mich gedulden und kuck dann mal im Netz nach Brinta.

Ich berichte euch.

Mit nem Gruß -
mahaco
16.12.2012 12:18

mahaco

Mitglied seit 15.12.2012
18 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo chefköche-

hab von Milupa den 7-Korn-Brei gekauft und muss sagen, es is fast so wie mekorna. Nicht ganz so, wie ich das Original in Erinnerung hab, aber geht als gute Alternative durch.

Dank allen, die mir geholfen haben!

Mit nem Gruß -

mahaco
19.12.2012 08:01

teltomalz

Mitglied seit 19.12.2012
1 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Leute,

ich habe gute Nachrichten, MEKORNA ist wieder auf dem Markt. Es wurde nach der alten Rezeptur hergestellt und ist im OS der Teltomalz GmbH erhältlich.

Gruß
teltomalz
19.12.2012 12:04

Heidelerche

Mitglied seit 29.09.2004
68 Beiträge (ø0,02/Tag)

WOW! Das nenne ich mal eine superschnelle Reaktion! DANKE!
sagt die Heidelerche
19.12.2012 14:22

mahaco

Mitglied seit 15.12.2012
18 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hallo teltowmalz- wes' Brot ich ess... Oder: Jeder Krämer lobt seine Ware? (wobei die Ware das Lob durchaus verdient).

Heidelerche: Zwinker!!!!

Gruß von mir an euch.
19.12.2012 19:47

küchenkay

Mitglied seit 05.01.2007
14.577 Beiträge (ø4,28/Tag)

Hallöle!

Im Eröffnungsfred ging es um "typische DDR-Rezepte". ( Ich hoffe, ich verwechsle jetzt nicht "Rezept" mit "Rezeptur" !!! )

Also typische DDR-Rezepte, was Gerichte angeht, fallen mir spontan auch keine ein.
Aber was z.B. Süßkramherstellung betrifft, sind die Hallorenkugeln und die Bambina-Schokolade für mich typisch DDR-Rezepte.
Gibts beides heute noch bzw. wieder, schmeckt aber irgendwie anders.
Und ganz krass: Die Schlager-Süsstafel ( so ne Art Ersatzschokolade ) . Ich fand sie furchtbar, heute schmeckt sie auch noch scheußlich, nur eben anders.... Welt zusammengebrochen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

lg Küchenkay
19.12.2012 20:49

Animama

Mitglied seit 17.10.2012
4.433 Beiträge (ø3,43/Tag)

Hallo,

also ich möchte mal behaupten, so direkt DDR Rezepte gibt es nicht.
Hüben wie drüben wurde gekocht und gebacken,ich denke mal oft das Gleiche je nach Möglichkeit eben.
Es hatte wahrscheinlich nur einen anderen Namen bekommen.

LG Animama
19.12.2012 22:06

Hemingway19

Mitglied seit 22.01.2008
517 Beiträge (ø0,17/Tag)

Blaumännchen hin oder her,

der Thread, der über drei Jahre immer wieder deutlich auf's Neue auf eine (pseudo-) national-kulinarisch-deutsche Trennung beharrt, sollte eigentlich endgültig geschlossen werden.

Die früher wirklich(!) real existierende und kommunistisch-verlogene sog. "DDR-Küche" mit ihren legendären auf Mangel aufbauenden Warteschlangen vor Lebensmittelgeschäften und Restaurants war historisch bedingt nur rund 50 Jahre existent und vom echten deutsch-kulinarischen aus mangelnder Leistungsfähigkeit insbesondere in (agrar-)wirtschaftlicher Hinsicht des DDR-Systems jederzeit sichtbar und für Alle fühl- und erlebnisbar "abgetrennt". Nur so lassen sich aktuellere Äußerungen in diesem Thread überhaupt noch halbwegs rational erklären. Auch ein "Hennerk1810" sollte eigentlich nach drei Jahren Thread erkennen, dass dies im aktuellen Rahmen nur noch max. für eine Nachfrage nach REGIONALEN GERICHTEN ausreicht und national-kommunistisches Gedankengut (z.B. psychologisch, implementierte Solianka des "russischen Bruders mhmmmh hmmhmhmmmmhhh " oder sogar nach ost- und westdeutsche unterschiedenen Produkten gleichermaßen) hier im CK keinen Platz mehr finden dürften. Letzteres hast Du immerhin dankenswerterweise angedeutet!

Warum schreibt eigentlich keiner der DDR-Liebhaber ein Buch über die "wiedervereinigte Küche"?
19.12.2012 22:13

zickentoni

Mitglied seit 19.01.2005
1.229 Beiträge (ø0,3/Tag)

@mamirah

die panierte Jagdwurst kann ich leider nicht gelten lassen; die gab`s bei uns zuhause schon als ich klein war; und ich bin in Schleswig-Holstein groß geworden

Die Zickentoni
19.12.2012 22:26

Neu_Lollo

Mitglied seit 24.03.2008
12.186 Beiträge (ø4,12/Tag)

Guten Abend,
auch m.E. gibt es keine DDR-Rezepte. Je nach zeitlichen, örtlichen, gesellschaftlichen Begebenheiten gibt es aber Rezepte, die mit den vorhandenen Mitteln auskommen bzw. diese kreativ einsetzen. Ich habe ein Buch: "Tante Linas Nachkriegsküche" - mich begeistert daran, wie die fehlende Produkte ersetzt oder vorhandene anders eingestzt werden. Sind das dann "echte" Nachkriegsrezepte?? Kochen hat eine lange Tradition. Man kocht so, wie man es kennt oder versucht zumindest die bekannten Dinge "nachzuempfinden". Globale Welt und Reisen haben unseren Kochhorizont erweitert. Gewürze, die in meiner Küche standard sind, waren bei meiner Mutter nicht vorhanden. Berlin z.B. hat keine eigenen Küche, weil es immer schon "Zuwanderergebiet" war, hauptsächlich kommen schlesische Rezepte vor. Die schlesischen Rezepte vermischen sich heute oder auch früher schon mit den polnischen. Da es keinen Stamm der DDR`ler gibt, kann es auch keine DDR Rezepte geben.
Gruß Lollo
20.12.2012 11:14

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Moinsen,

@ Hemingway19

Wenn ich Deine Ergüsse so lese überkommt mich der Verdacht, dass Du entweder mein Ansinnen im EP nicht kapiert oder dieses evtl. gar nicht erst gelesen hast.
So verzwickt habe ich den Text dort doch gar nicht formuliert, als dass man ihn nicht gleich kognitiv erfassen kann.
Oder ist es mal wieder das alte CK-Syndrom der wuchernden Missinterpretationsfreude?

BG Hinnerk
20.12.2012 11:43

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

@ Zickentoni

Hast Du möglicherweise in der weiteren Familie Leute, die aus der DDR waren?
Mir, der ich sowohl in SH als auch in Nds eine geraume Lebenszeit verbracht habe, ist dieses Jagdwurst-Jägerschnitzel erst mit DDR-Kontakten bekannt geworden. Was natürlich nicht ausschließt, dass es durchaus auch in der Bundesrepublik (und davor) bekannt war (vielleicht auch unter anderem Namen).
Daher war seinerzeit meine Annahme, damit auf eine Trouvaille der "echten" DDR-Küche gestoßen zu sein, auf diese Erfahrung gestützt.
Mittlerweile bin ich mir da auch nicht mehr so sicher...


@ Lollo

Ja, die Verbindungen, bzw. Gemeinsamkeiten mit der gesamtdeutschen Nachkriegsküche sind ja schon im Verlauf des Freds mehrfach erwähnt worden, und in dem Punkt bin ich auch ganz bei Dir. Das hier jedoch
Pfeil nach rechts Da es keinen Stamm der DDR`ler gibt, kann es auch keine DDR Rezepte geben. Pfeil nach links
erscheint mir etwas gewagt, da eine spezifische Küche nach meiner Ansicht nicht unbedingt ethnologische Wurzeln haben muss, sondern durchaus auch auf Gemeinschaften ideeller Art zurückgeführt werden kann (auch wenn es Zwangsgemeimschaften sind).

Aber mit dem Satz Pfeil nach rechts Berlin z.B. hat keine eigenen Küche, weil es immer schon "Zuwanderergebiet" war, Pfeil nach links hast Du mir eine ganz besondere Freude gemacht Küsschen
......habe ich doch schon etliches Gemaule über meinen Verweis auf den Einfluss der Hugenotten in der sog. Berliner Küche kassiert Na!

BG Hinnerk
20.12.2012 13:20

Ornellaia

Mitglied seit 07.07.2008
10.255 Beiträge (ø3,59/Tag)

Bonjour

@Hinnerk,

ich kenne die panierte Wurst auch..ein Teil meine Vorfahren kommen aus Pommern, Ost- u Westpreussen....sie sind nicht in der spaeteren DDR haengengeblieben...
Gericht war/ist eine Resteverwertung ...die einfachste Variante war mit "Lyoner"....dies Essen gab es schon vor der DDR...


Auch in F kennt man derartige Rezepte...



LG
Ornellaia
20.12.2012 13:57

Ornellaia

Mitglied seit 07.07.2008
10.255 Beiträge (ø3,59/Tag)

Bonjour,

fast vergessen... mein niederlaendischer Mann kennt dies Gericht auch...mit Jagdwurst...



LG
Ornellaia
05.02.2013 14:14

Engel-Teufel

Mitglied seit 31.01.2008
7 Beiträge (ø0/Tag)

Hallo Ihr Lieben

ich wohne in NRW ,wir haben hier schon öfters festgestellt Sie kennen nicht mal" Wichtige Frage Ragout fin ,Steak au four, Strindberg Steak, Broiler ohne Kräuter , Jägerschnitzel aus Jagdwurst , Hühnerfrikassee , Quark mit Leinöl und Pellkartoffel, Kartoffelnetzer , Frankfurter Kranz ,Quark- Sahne- Torte wie gesagt die einfachen und schönsten Gerichte Kennen Sie hier nicht ! Was denn nun? Da fragt man sich was lernen Sie hier ????? Sicher nicht! Viele schöne Gerichte muss ich immer selbst machen und wenn Bekannte wieder mal kommen fragen Sie dann was ist das ! Oder wenn wir zu Besuch in der Alte Heimat sind bestellen wir es hechel...
liebe Grüße
08.02.2013 12:49

Hinnerk1810

Mitglied seit 26.10.2006
11.925 Beiträge (ø3,43/Tag)

Pfeil nach rechts Ragout fin ,Steak au four, Strindberg Steak, Broiler ohne Kräuter , Jägerschnitzel aus Jagdwurst , Hühnerfrikassee , Quark mit Leinöl und Pellkartoffel, Kartoffelnetzer , Frankfurter Kranz ,Quark- Sahne- Torte wie gesagt die einfachen und schönsten Gerichte Kennen Sie hier nicht ! Pfeil nach links

Ich weiß ja nicht welche Ecke von NRW gemeint ist, kann mir aber kaum vorstellen, dass man dort kein Ragout fin, Frankfurter Kranz oder Hühnerfrikassee kennt. Sicher nicht!
Die Quark-Sahne-Torte heißt in unserer Ecke z. B. "Käse-Sahne-Torte" und ist allgemein bekannt und beliebt.
Quark mit Leinöl und Pellkartoffeln ist tatsächlich ein Gericht, das eher in östlichen Regionen bekannt ist.
Den Broiler nennt man (nicht nur) in NRW Brathähnchen, und die werden in den allermeisten Fällen auch dort "ohne Kräuter" serviert.
(NRW'ler bitte mal melden, falls ich mich irren sollte).
Zum Jägerschnitzel mit Jagdwurst und dem Steak au four ist ja bereits alles Notwendige geschrieben worden.
Das 'Strindberg Steak' (wie das Ragout Fin auch) würde ich in die Kategorie "internationale Küche" einordnen, die ihren Zenit allerdings bei uns bereits in den 1970er Jahren überschritten hatte. Na!

Was mit "Kartoffelnetzer" gemeint ist kann ich mir zwar denken, wird aber, da bin ich mir ziemlich sicher, auch kein Gericht sein, das in der DDR entwickelt wurde. Lachen

Pfeil nach rechts Viele schöne Gerichte muss ich immer selbst machen.. Pfeil nach links
Na, das ist aber auch gut so,; dafür sind wir ja schließlich hier im CK!


BG Hinnerk
14.02.2013 13:01

ingrusia

Mitglied seit 21.02.2008
474 Beiträge (ø0,16/Tag)

hallöchen Hinnerk,
1000 % Recht! Lächeln
lg
18.07.2013 19:31

Clarakamyra

Mitglied seit 25.09.2012
1 Beiträge (ø0/Tag)

Ach ja. Muss ich mich auch mal melden.^^

Das Ragout fin in der DDR wurde aus Geflügel gemacht, normal wird es aus Kalb zubereitet. Nicht wirklich ostdeutsch. Nur angepasst. Ist ein französisches Rezept.
Über den guten, alten Goldbroiler lass ich mich mal nicht aus. Brathähnchen. Und Kräuter drauf? Hä? Nie hier gesehen.
Quark mit Leinöl hat meine Urgroßmutter schon gemacht. Und mein Opa aß seine Kartoffeln gern nur mit Leinöl. Also auch nicht wirklich neu.

Noch ein Wort zu den Pfannkuchen. Hab weiter oben bei wem gelesen, die hätte es nur mit Zuckerguss gegeben. Veto. Ich kenn sie nur mit Zucker bestreut. Und mit Marmelade hinne.

Typisch ostdeutsche Küche wird es wohl nicht geben. Der Eindruck entsteht wohl viel eher dadurch, dass hier die Regionen begrenzter waren. Genau wie die Versorgungslage. Wie hieß es so schön im Osten: Aus Schei*e Bonbons machen. *gg* Und viele Dinge heißen woanders nur anders. Und einige Gerichte gibt es nur in bestimmten Regionen. Selbst die Zubereitungen weichen von Region zu Region ab.

In diesem Sinne
Guten Appetit und gutes Gelingen.

Lg
Clärchen
20.07.2013 08:23

sachsenmädel

Mitglied seit 15.10.2007
318 Beiträge (ø0,1/Tag)

Hallo,

Ich habe noch eine Idee in Richtung Getränke.

Kalte Ente:

2 Zitronen in Scheiben schneiden und in einen höheren Krug geben

2-3 Esslöffel Zucker dazu und eine halbe Stunde mindestens ziehen lassen

mit trockenem Weißwein auffüllen und an in den Kühlschrank, mindestens 2 Stunden

am besten Mittags vorbereiten und Abends genießen

hohe Gläser bis zur Hälfte damit füllen und mit Sekt oder Mineralwasser auffüllen.

Schmeckt super an heißen Sommertagen.


Das ist übrigens ein Rezept von Kurt Drummer, Fernsehkoch der DDR, steht in seinem Buch
Kochkunst aus dem Fernsehstudio.
Das ist auch neben den Rezepten sehr lesenswert, da verschiedene Anekdoten, Geschichten und
Erklärungen zu Lebensmitteln etc. enthalten sind.

LG Sachsenmädel
01.09.2013 11:07

Kochfisch1967

Mitglied seit 26.06.2013
3 Beiträge (ø0/Tag)

falsch, wir hatten im Osten sogar Kristallzucker. Der kam dann u.a. auch auf die bei uns Pfannkuchen genannten " Berliner ".
01.09.2013 16:46

sukeyhamburg17

Mitglied seit 07.03.2007
9.393 Beiträge (ø2,81/Tag)

Hallo Sachsenmaedel,

Kalte Ente - ist auch kein waschechtes DDR Rezept....

Ich - ja aus Hamburg stammend - bin damit aufgewachsen und auch heute noch ist es mir sehr bekannt. Kalte Ente gab's in ganz Deutschland und gibts immer noch....
..und manchmal gibts die jetzt auch hier.... in Pittsburgh, PA, bei uns......

LG, Susan
12.09.2013 10:35

HexleinMD

Mitglied seit 19.11.2011
1 Beiträge (ø0/Tag)

was für ein Thread.... Jajaja, was auch immer!

Das ist nicht DDR..... das ist DDR

Die DDR- Rezepte haben doch nicht den Anspruch, in Zeiten der DDR erfunden worden zu sein.
Viel eher, mit welchen Zutaten und unter welchem Namen man beliebtes herstellte.

Und sehr oft mussten wir einfallsreich sein.

Hier z.B. mal die Zutaten für eine DDR- typische Vanillesauce


½ l Milch
30 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
Salz
1 Esslöffel Stärkemehl
1 Eigelb

Heute würde man natürlich den Vanillinzucker mit einer Vanillestange tauschen, aber die gab es damals nicht.
Ergo, das ist ein typisches DDR- Rezept.
Vanillesauce natürlich nicht, aber diese Abwandlung.

Wir haben noch Erinnerungen an eine vergangenen Zeit, und wenn man diesen Geschmack wieder im Mund hat, weckt das Erinnerungen.
Ob die gut oder schlecht sind, liegt an der jeweiligen Person.

Oder man will sich an etwas erinnern und freut sich dann, wenn man dieses Rezept wieder findet.
Meine Oma machte uns immer Buttermilchhgötzen.... und ich war sehr froh, als ich sie hier fand.
Denn ich wusste nicht, wie man dieses Gericht zubereitete.

http://www.chefkoch.de/rezepte/1501031255691612/Buttermilchgoetzen.html

Ob das nun ein typisches DDR- Rezept ist??? Keine Ahnung, und ehrlich ist mir das auch egal...
Mir schmeckt es!
12.09.2013 10:41

jule-paule

Mitglied seit 29.10.2007
6.350 Beiträge (ø2,04/Tag)

Hallo

siehste Hexlein, ich kenne Vanilleschoten auch schon aus DDR-Zeiten... ist wahrscheinlich nur die Frage, wo hast Du gewohnt, wo gabs was zu kaufen.

VG Jule
12.09.2013 10:41

Hauself_B.

Mitglied seit 30.09.2003
5.494 Beiträge (ø1,2/Tag)

Tachchen! Lachen

Eh nee....dos heeßt ni Götzen sondorn Gätzen (Getzen), weils näämlich arzgebirgsch oder säggssch is Na! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Es grüßt
Betty .....der Hauself
14.09.2013 00:21

küchenkay

Mitglied seit 05.01.2007
14.577 Beiträge (ø4,28/Tag)

Hi Betty!

Iesch kumm ja aah ausn Arzgebärsch. Dodehierde bei uns häßen die Dinger bluß nornstn Getzen, wennse mit Buttermillich gemacht word sei uder wenns Blaubeern doderzu gibt.
Die "normaln" ( also mit Äppelbrei ) häßen dehierde "Griene Klitscher" uder "Griene Fratzen". Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen


lg Küchenkay
14.09.2013 23:47

Ms-Cooky1

Mitglied seit 14.01.2007
1.320 Beiträge (ø0,39/Tag)

Hallo ritel,

ja, Deinen Kräuterlikör kennen wir hier im Westen schon sehr, sehr lange. Denke nicht, dass der aus der DDR kommt.
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