B-B-Qs Blog
Mike's Reiseberichte

2010: cowboy school in Colorado und mehr.. 3. Woche

 

Samstag, 10.7.2010, sunny, max 90°
Ranch – Wakeeney/KS, 14975 – 15327 miles

Noch ein Nachtrag zu gestern:
Marlis hatte schon das meiste gepackt und ich sollte die beiden grossen Koffer im Kofferraum des Chevy versorgen:
Da hat es doch eine grosse Beule im der Stossstange, das ganze Heck ist leicht eingedrückt und beim Kofferrauf hat es auch eine
Verschiebung gegeben.

Niemand wusste etwas oder hat etwas bemerkt…..Schau’n wir mal, wie Alamo reagieren wird.

Ich habe mich wirklich geärgert: da parke ich mein Auto 2 Wochen lang und fange mir eine Beule ein und bei all den gefahrenen Meilen in
all den Jahren war nie etwas passiert!

Unser letzter Tag auf der Ranch:
Zum Frühstück sind auch die "Nebraska-Eltern" von Conny auf Besuch, bei denen sie vor vielen Jahren als Austausch-Studentin 1 Jahr leben durfte.

Doug ist wieder hier und wir lösen noch die versprochenen Schiessübungen ein:
Mit seinem Pickup fahren wir in’s Gelände, wo ein kleiner „Schiessstand“ eingerichtet ist.

Dort erhalten wir einige Informationen über die Waffen und deren Munition, dann noch Sicherheitsinstruktionen sowie Gehörschützer.

Conny, Marlis und ich natürlich sowieso wählen sowohl die Pistole (Glock) als auch die pump action (Remington).

Pistole (und Revolver) habe ich ja schon genug geschossen, daher hat mich das schlechte Resultat nicht überrascht: die beiden Frauen waren
besser.

Mit der shotgun war es einfacher: den Lauf einfach Richtung Ziel halten und abdrücken, fertig (das beiliegende Trefferbild sagt alles).

Danach ging’s zurück zum Haupthaus, wo wir uns von allen allen herzlich verabschiedeten.

Conny bleibt noch bis Donnerstag, dann fliegt sie nach Florida, wo sie ihre Mutter und ihren Mann trifft und dann noch 1 Woche nach Aruba!

In Wakeeney hatte ich (bereits von zuhause aus) ein Zimmer in einem B&B reserviert und uns für ca 17.00h angemeldet, genügend Zeit
also, um einen scenic highway zu fahren.

Da die Vermieterin, Mary, das Cottage anscheinend nicht selber bewohnt, hattte sie mich gebeten, sie anzurufen, wenn ich ca eine halbe
Stunde vor Wakeeney sei und sie mich dort treffen könne.

Viel gibt es von der Fahrt nicht zu berichten, ausser

- mein (Schweizer) mobil funktionierte nicht: ich wurde auf die hotline des aktuellen providers verbunden und erhielt eine automatische
Nachricht, dass ich für „diesen Service“ nicht autorisiert sei???????
Da habe ich bei einer Tankstelle angehalten und der clerk hat mir sofort sein cell phone zur Verfügung gestellt.

- bei der Planung hatte ich nicht bemerkt, dass wir uns von der Mountain in die Eastern Time Zone verschieben: es war also schon 18.00 h,
als ich anrief, und Mary war ein bisschen besorgt, ob ich überhaupt noch kommen würde (hatte keine Anzahlung geleistet, da sie nur cash akzeptiert)

- der Horizont (in Fahrtrichtung) verdunkelte sich immer mehr und wir glaubten, 2 kleine typische Tornadowirbel zu sehen

Beim cottage angekommen, warteten Mary und ihr Mann Dave schon auf uns. Wir waren die einzigen Gäste und hatten das ganze Haus (Schlaf-,
Wohn- und Esszimmer ganz für uns).

Anlässlich des schwarzen Himmels und der Wettervorhersage (isolated thunderstorms) wurde uns auch noch der Keller gezeigt, welcher
als „tornado shelter“ dient: wenn die Alarmsirenen ertönen, bitte sofort dort runter gehen: schöne Aussichten.

Wir schwatzen noch ein bisschen miteinander, können Wünsche für das Frühstück anbringen (Kaffee bitte, aber STARK, nicht dieses gefärbte
Wasser, das hier so üblich ist…) und fragen, ob sie uns ein Restaurant empfehlen könnten.

Wir verdrücken ein richtig gutes Steak im Western Kansas Saloon und kommen noch trockenen Fusses wieder zuhause an, machen uns
bettfertig und hoffen, ohne Störung bis morgen durchschlafen zu können.
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Sonntag, 11.7.2010, partly coudy, max 97°
Wakeeney – Ponca City, 15327 – 15670 miles

Pünktlich um 07.30 h erschienen Mary und Dave wieder und bereiteten unser Frühstück zu:

Fruchtcocktail mit frischen Früchten, Pancakes, Rührei mit Rosmarin, Speck, Aprikosen cup-cakes, O-Saft und einem richtig guten und starken Kaffee.

Nachdem wir noch ein bisschen gequatscht und uns ins Gästebuch eingetragen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Dodge City.

Dort schauten wir uns 2 Stunden im Boot Hill Museum die verschiedenen Ausstellungen an:

-People of the plains (nomadic indians of the plains, the railroad, the american buffalo, the aera of the cowboys, Victorian fashion)

-Guns that won the west

sowie einige rekonstruierte “Häusern” wie die Beeson Gallery (Bank, Leichenbestatter, Gefängnis, Dr. Office and Barber shop, etc), den weltberühmten „Long Branch Saloon“, Boot Hill Cemetery…

Eine Ecke war natürlich für die berühmte TV-Western-Serie „rauchende Colts“ (gunsmoke) reserviert mit vielen Bildern, Requisiten, Infos
und einem alten Fernsehgerät, in dem pausenlos alte Folgen liefen.

Die älteren user erinnern sich vielleicht noch an Festus, Marshall Matt Dillon, Miss Kitty…

Die Kansas Cowboy Hall of Fame öffnete erst um 14.00h; solange wollten wir nicht warten und wir fuhren deshalb weiter nach Wichita.

Dort besuchten wir das Old Cowtown Musum mit folgenden verschiedenen Sektionen:

-hunter/trader area

-industrial/business area

-residential street mit vielen Originalgebäuden

-drovers camp

Es war verd… heiss und wir waren froh, dass wir im Saloon eine kühle Erfrischung zu uns nehmen konnten. Die Pause benützen wir auch, um –ganz
old fashioned- ein paar Ansichtskarten zu schreiben.

Eigentlich wollten wir in Wichita übernachten, dann nach Oklahoma City weiterfahren und dort 2 Tage bleiben und von da aus „die Gegend erkunden.“

Jetzt entschieden wir uns aber, noch ein bisschen weiterzufahren, um dann morgen via Muskogee und Fort Gibson nach OKC zu fahren, somit hatten wir etwas Zeit gewonnen, denn unterwegs war wirklich nicht viel Sehenswertes.

Hier noch eine Bemerkung:
liebe „Kansasianer“, die erwähnten scenig highways haben sich leider in keiner Weise von der übrigen Gegend unterschieden: bis zum Horizont eine Strasse,
wie mit dem Lineal gezogen, links und rechts flach bis zum Horizont.

Vielleicht wäre die Gegend im Frühling mit all den wild flowers etwas schöner…
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Montag, 12.7.2010, mostly cloudy, max 85°
Ponca City – Oklahoma City/OK, 15670 – 16057 miles

Um 7.30h machten wir uns auf den Weg: der Himmel war blau und die Sonne schien; wir fuhren jedoch in die Richtung, in welcher der Himmel
schwarz und schwärzer wurde.

In Stillwater machten wir einen Halt für’s Frühstück:
In einem Perkins Restaurant kriegte Marlis ihre heiss geliebten „eggs benedict“; wieder ein kulinarisches „Muss“ abgehakt…

Zweimal hatten wir ein kurzes aber heftiges Gewitter zu überstehen, ansonsten aber fuhren wir dem Regen anscheinend auf nassen Strassen
immer hinterher.

Je mehr wir Richtung Tulsa bzw Muskogee fuhren, desto mehr verschwanden die Ebenen und es ging immer auf- und abwärts, als ob man riesige Wellen hinaufkletterte und nach dem Wellenkamm tauchte man wieder ins Wellental.
Auch gab es wieder Bäume: erst vereinzelt, dann richtig grosse Wälder. Zudem wich die trockene Hitze einer schwülen und feuchten Wärme.

In einer Reisebroschüre war Fort Gibson als absolut besuchenswert empfohlen worden: wir sahen zuerst den Gibson Dam und nachher das
(ehemalige) Fort:

Es gab da einige authentische Gebäude zu sehen, der Rest von Ft. Gibson dient aber ehemaligen Soldaten als „Altersheim“.

Da es immer wieder mehr oder weniger mehr regnete, erkundeten wir die wirklich schöne Altersiedlung nur von der Strasse bzw vom
Auto aus und fuhren direkt weiter nach OKC.

In unseren Augen war das absolut kein Muss; vielleicht haben wir ja auch etwas übersehen.

Auf dem Weg fuhren wir auch auf der historischen Route 66, ich aber „got no kicks on route sixty-six“

Kurz nachdem wir in Oklahoma „einreisten“, haben wir uns bei einem Tourist Information mit Karten und Prospekten von OKC und dessen
Sehenswürdigkeiten eingedeckt: viel Neues war aber nicht dabei; Stockyard, Bricktown und Cowboy Museum hatte ich mir ja schon zuhause notiert.

Wir haben uns noch nach Motels in der Nähe des Stockyards erkundigt und die nette Dame am Schalter hat uns auch bestätigt, dass es „in
der Nähe“ ganz viele Motels gäbe….

Da es langsam dämmerte, der Himmel sich immer mehr verdunkelte und ich langsam eine Tankstelle suchen musste, fuhren wir wieder
ein wenig nervös stadtauswärts, bis wir endlich ein „Rudel“ von Motels fanden.

Wir entschieden uns für ein Best Western, da es auch ein full hot breakfast anbot.

Dort erhielten wir auch ein schönes Zimmer mit einer Polstergruppe, Ohrensessel und 2 Betten. Marlis wollte den Fernseher ein bisschen drehen, damit wir vom Bett aus TV schauen konnten. Als ich den Apparat mit der Fernbedienung einschaltete, sind zwei TV-Geräte angegangen:

Direkt vor uns und zwischen den beiden Betten und ca 2 Meter vom ersten entfernt war ein zweites aufgestellt!!

An der Türe habe ich dann auch die Preise gesehen: $ 150.—pro Nacht: das war doch teurer als die bisherigen Motels….aber immerhin mit Frühstück.

Dann machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Stockyard, um im Cattleman’s Steakhouse wieder einmal J ein schönes Stück Fleisch zu verzehren.

Auf den rund 5 Meilen dahin haben wir „überall“ Tankstellen und dementsprechend auch Motels gesehen, aber was soll’s…..

Zur Freude von Marlis gab’s im Cattlemans auch eine smoking area; anscheinend hatte es aber eine sehr gute Lüftung: man hat (praktisch)
keinen Rauch gerochen.

Das Essen war wirklich sehr gut, die Steaks schön medium-rare (meistens sind sie ja eine Stufe mehr gebraten als gewünscht…),
wunderbar zart und auch sehr gut im Geschmack (es wurden auch die sonst obligaten A1 oder HP Saucen nicht mitgebracht), wenn auch mit 16 oz nicht sehr
gross: ich überlegte mir, anstelle eines Desserts noch ein zweites Steak zu bestellen, liess es dann aber doch sein.

Wieder im Motel angekommen, schalteten wir den Wetterkanal an und sahen, dass sich ein „severe thunderstorm“ mit gegen 100 mph OKC
näherte; immer wieder wurden live-Bilder eingeschaltet und eine 10-Minuten-Prognose gestellt, wohin sich der Sturm wann bewegen würde…

Die tennisballgrossen Hagelkörner stimmten uns nicht gerade fröhlich.

Je später der Abend…
…desto mehr veränderte sich der Sturm aber: statt in Richtung Südosten (nach OKC) weiterzuziehen, teilte er sich gegen 22.30 h und setzte
seinen Weg genau nach Süden und genau nach Osten fort: wir aber blieben verschont und gingen beruhigt in’s Bett.
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Dienstag, 13.7.2010, sunny, hot, sweaty, max 98°
Oklahoma City

Das full hot breakfast war ok, wir hatten aber schon bessere gehabt.

Dann machten wir uns auf den Weg nach Stockyards City, wo wir eine live Auktion anschauen wollten.

Um 8.30 h war schon viel los, grosse und kleine Trailer mit Kühen fuhren hin und her. Auf einem Holzsteg konnte man über die einzelnen
Gatter gehen und kam schliesslich in die Auktionshalle.

Es waren (noch) nicht alle Gatter mit Kühen besetzt, aber es wurden ja immer noch viele Viecher von Cowboys auf Pferden reingetrieben.

Um 09.00 h gings los und wir waren etwas enttäuscht: von aussen war das Gebäude ziemlich gross, die Auktionshalle war aber relativ klein:

Auf einer Seite war ein Podium mit dem Auktionator und 2 Assistentinnen, rechts von ihm wurden die Tiere durch eine Schiebetüre in einen
kleinen Gang hereingelassen und links von ihm wurden sie wieder rausgetrieben.

Vor ihm war ein Halbkreis mit ca einem Dutzend Sitzreihen, aufsteigend wie in einem Zirkus.
Dort sassen vielleicht 50 Bieter (und schlussendlich noch 2 Touris….).
Auf einem Bildschirm wurde immer das aktuelle und das letztverkaufte Rindvieh aufgelistet.

Zwei Helfer mit kleinen Fähnchen trieben die Tiere im Laufgang hin- und her, damit sich die Bieter das Angebot gut anschauen konnten.

Dann begann das Bieten, d.h. der Auktionator bewegte eine Hand oder manchmal beide Hände von links nach rechts und zurück und sang dazu
in seinem rhythmischen Sing-Song, wovon wir natürlich kein Wort verstanden, ausser am Schluss vielleicht noch ein „sold“ $ 110

Anfangs sahen wir auch niemanden bieten; mit der Zeit kriegten wir aber mit, dass einer „nervös“ mit einem Bein wippte, der andere
fächerte sich frische Luft mit einem Programmheft zu und der dritte klopfte mit den Fingern auf den Oberschenkel.

Solange diese Bewegungen gemacht wurden, solange wollte die entsprechende Person mitbieten.

Dann ist Marlis auch noch aufgefallen, dass der Auktionator am Anfang mit einer Hand von rechts nach links zeigte und die Anzahl
„gestreckte“ Finger auf- oder abnahm:
Das waren anscheinend die Anzahl Bietende.

Nach rund einer Stunde, froh darüber, dass wir keine Kuh ausVersehen gekauft hatten, verliesen wir die Auktion wieder und fuhren ein paar
Blocks weiter auf einen Gratisparkplatz. Von dort aus machten wir uns in der grössten Hitze zu Fuss auf nach Bricktown: einem Stadtteil mit lauter –nomen
est omen- Häusern aus Backsteinen.

War ganz interessant und wir sahen noch ein paar Polizisten auf dem Fahrrad (aber ohne den ganzen „Christbaum“ auf dem Lenker….).

Die gewünschte Abkühlung erhielten wir im „peachwave“, einem self serve Restaurant, in dem man sich die „frozen yogurts“ selber
zusammenstellen konnte: wieder ein to-do auf der Liste von Marlis, das man streichen konnte.

Den Abschluss des Morgens in OKC machten wir in einem „water taxi“ auf einem kleinen künstlichen Kanal, der durch Bricktown führt. Typisch
für Touris, aber das muss halt auch mal sein, ausserdem war’s auf dem Wasser ein bisschen kühler.

Dann fuhren wir an’s andere Ende der Stadt, um uns das National Cowboy & Western Heritage Museum anzuschauen.

Es fand unter anderem auch eine Ausstellung von (amerikanischen…) Künstlern statt:
Meistens Bilder aber auch Skulpturen jeder Art und auch indianische Kunstwerke.

Viele der Bilder und Skulpturen haben uns sehr gut gefallen und waren wirklich sensationell, die Preise aber auch (ein „normales“ Bild kostete mindestens
$ 2,000, die Preise waren aber meistens höher ($ 10,000) und reichten locker bis $ 38,000.--; die Skulpturen waren etwa im gleichen Rahmen….

Dann gab’s natürlich viele Sääle rund um den Cowboy: die Entstehung, die Arbeit und ihre Bedingungen, Entlöhung, Rodeos (auch die
wenigen weiblichen Rodeoreiterinnen wurden erwähnt), die Vermarktung in TV und Kino, etc sowie der "wilde Westen" generell:
es gab auch eine "richtige" Westernstadt mit Marschall-Office, Jail, Bank, Kaufhaus, Barber Shop, Saloon, Bahnhof, etc..

Für jeden cowboy-freak und auch die nicht-freaks ein Muss (ausserdem war’s wiederum schön klimatisiert).

Auf dem Rückweg sahen wir noch einen Western-Outfitter Ladenund da wir ja immer noch einige Souvenirs benötigten, machten wir da halt:
Mehr als ein T-shirt für Jeffrey und ein „rope“ für mich (wird zuhause an den Sattel im Wohnzimmer gehängt) gab’s aber nicht.

Den Nachmittag liessen wir im pool und im hot-tub ausklingen, bevor wir uns Steaks, ribs’n’shrimps sowie country cuts mit
horseraddish-salsa als Nachtessen genehmigten: auch diesesmal sehr gut!
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Mittwoch, 14.7.2010, mostly sunny, max 100°
Oklahoma City – Dumas/TX, 16117 – 16603 miles

Heute ging’s schon um 07.00 h los, wir wollten doch ziemlich viel fahren, damit wir mogen in Colo Springs noch etwas Zeitreserve hätten,
wozu auch immer, allenfalls einfach relaxen, vor dem take-off heim.

Übrigens kam heute morgen die (positive) Überraschung:
Pro Nacht wurden nur $ 107.—statt $ 150.-- verrechnet, weiss nicht, ob die Zimmerpreise alt, Hochsaisonpreise oder sonst was waren; war uns auch egal.

Wir fuhren auf der Route 66 in Richtung Amarillo und hatten uns eigentlich nur eine Attraktion vorgemerkt: den Palo Duro Canyon

Als picture-stops hatten wir uns Lucilles gas-station und Lucilles roadhouse notiert. Wir hatten nicht nur ein paar Fotos sondern auch
noch eine kleine (Pinkel) Pause im roadhouse gemacht, welches im Gegensatz zur gas-station noch/wieder in Betrieb war: ein typisches diner, hat uns auch gefallen.

Dann ging’s auf dem Intersate weiter und nach einiger Zeit entdeckten wir die Cadillac Ranch, von der ich ich gelesen hatte. War nicht
vorgesehen gewesen, aber da wir schon mal hier waren: also runter und auf die Nebenstrasse, dann mussten wir noch 100 m weit zu Fuss gehen.

Es sind 10 Cadillacs upside-down eingebuddelt und mit Grafitty vollgeschmiert; leider aber hatten einige der sprayer die leeren
Farbdosen einfach rund um die Autos liegenlassen, sah nicht schön aus.

Aber ein Vater mit seiner Tochter ging zu seinem Auto und kam mit zwei Plastiktüten zurück und hat die leeren Dosen eingesammelt:
chapeau!

Dann wieder weiter, Richtung Palo Duro Canyon. Unterdessen hatten wir zum erstem mal die 100° geknackt.

Beim Canyon angekommen, gingen wir zuerst ins Visiter Center und haben uns mal informiert: der Canyon ist viel grösser als ich dachte und
wunderschön anzusehen.

Es gibt auch einige picnic areas und rund ein halbes Dutzend Campingpläze. Ausserdem kann man den Canyon zu Pferd erkunden, dazu hatten wir
jetzt aber keine Zeit und auch nicht unbedingt das Bedürfnis: zu heiss und nach zwei Wochen reiten…

Auf jeden Fall haben wir uns die „location“ mal vorgemerkt, wenn wir wieder einmal in der Gegend sind. Ein paar Tage mit hiken und
horseback riding, warum nicht.

So sind wir nur auf der einzigen Strasse ziemlich steilrunter auf den Grund des Canyon gefahren und haben eine „Rundfahrt“ gemacht.
Hier war es sogar 110° „warm“.

Ein kleines Rinnsal fliesst 6 mal über die Strasse; bei Regen kann das aber hier zur Todesfalle werden, sind auch immer Schilder aufgestellt.

Aufgrund der Hitze haben wir unterwegs zwei girls mit ihren Hunden getroffen, die neben der Strasse in dem creek etwas Abkühlung suchten:
war ziemlich witzig anzusehen.

Nach rund einer Stunde ging’s weiter: mein humanoides Navisystem (Marlis)   hat uns auf den 07-er North Scenig Highway gelotst und es
ging auf farm- und country roads weiter, sie haben uns aber nicht „home“ gebracht, zufällig wurde das entsprechende Lied von John Denver aber im Radio gespielt…

Wir kamen dabei auch an der anderen Seite des Canyon vorbei und erhielten völlig neue, andere Eindrücke: wiederum sehr schön anzusehen.

Für die Üebernachtung hatten wir einfach die Idee, wir fahren mal, bis in den frühen Abend und schauen, was es für Motels es in den
kommenden kleineren und grösseren Städtchen hat.

Dumas (Vater oder Sohn, wer hat wohl Pate gestanden?) hat uns gefallen und das Day’s Inn & Suites sah vielversprechend aus.

Da wir doch ziemlich lange unterwegs gewesen waren, ging’s nur rasch in den Pizza Hut ein paar Blocks weiter: wieder etwas zum „Abhaken“.


Obwohl wir es ja hätten besser wissen sollen, bestellten wir „potatoe skins“ und „hot buffalo wings“ als starter, danach jeder eine „medium“ pizza: natürlich schafften wir zusammen nur eine Pizza und liessen und die beiden übrigen Hälften im doggy-bag mitgeben.

Zurück in’s Motel und ab in’s Bett.

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Donnerstag, 15.7.2010, mostly sunny, max 97°Dumas – Colorado Springs, 16603 – 16965 miles

Tempus fugit: ist wirklich schon der letzte “richtige” Ferientag angebrochen?

Auf dem Weg nach nach unserem heutigen Etappenziel Colorado Springs haben wir nicht nur ein paar Stunden in New Mexico verbracht, wo wir die restlichen Pizzahälften von gestern abend gegessen haben und die verlorene Stunde vom Samstag zurück erhielten  (da wir wieder in der Mountain Time Zone waren), sondern auch noch einen Abstecher nach Trinidad gemacht: nicht in die Karibik, sondern „back home in Colorado“!

Wir haben den historischen Teil der Altstadt zu Fuss erkundet und noch Souvenirs (u.a. eine schöne Decke unter unseren Sattel) gesucht, leider aber nichts Passendes gefunden oder aber nur zu exorbitanten Preisen.

Also mit leeren Taschen weiter nach Pueblo, wo wir in der gleichnamigen Mall auf mehr „Glück“ hofften. Es gab zwar rund 70 Geschäfte, leider wurden wir aber auch hier nicht fündig: wenigstens war es schön kühl… J

Weiter ging’s auf direktem Weg nach Colo Springs, wo wir wiederum wie beim letzten mal im Fairfield Inn übernachten wollten, damit wir unsere „Henkersmahlzeit“ im benachbarten „outback“ Restaurant geniessen konnten.

Die Zeit bis zum Nachtessen vertrieben wir uns mit Koffer ein- und umpacken sowie Schwimmen im pool.

Das Restaurant war proppenvoll und wir wurden auf eine Wartezeit von 15-20 Minuten vorgewart; schlussendlich waren es aber keine 10 Minuten, bis ein Tisch für uns frei wurde.

Unseren letzten Abend der diesjährigen USA-Ferien „feierten“ wir mit einem ausgezeichneten Essen (u.a. Filet und T-bone) sowie mit Weiss-, Rose- und Rotwein und einem Brandy (je 1 Glas, kein Frustsaufen….). Danach konnten wir wunderbar schlafen.

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Freitag, 16.7.2010, mostly sunny, max 97°Colorado Springs – Denver Intl. Airport, 16965 – 17067 miles

Gemütlich lassen wir den heutigen Tag angehen: Ausschlafen, schwimmen, sonnenbaden, ein letztes Mal shoppen….

Letzteres wollten wir im nahegelegenen Manitou Springs erledigen, einem kleinen, historischen Städtchen, mit Shops,  Galerien, Restaurants, etc.

Und wirklich, wir fanden noch die letzten „gifts“ für Nachbarn, Patrick und  unseren house-sitter.

Unseren Hunger stillten wir im „the european restaurant“, welches Authentic European dishes anbot.

Das Manitou Porky (oder so ähnlich) entpuppte sich wirklich als sehr gutes Schnitzelbrot, mit richtig knusprigem Brot wie bei uns uns einem schön panierten Schnitzel; die süssen Gurken und der Salat wäre nicht nötig gewesen.

Ich habe der Chefin dann auch ein Kompliment gemacht, das wäre wie zuhause. Darüber hat sie sich sehr gefreut.

Take-off war um 20.00 h angesagt, das Auto hatte ich bis 16.00 h gemietet, aber wegen der Beule war ich schon eine Stunde vorher bei Alamo: muss ich noch einen Report ausfüllen,

eventuell sogar etwas zahlen?

Ich hatte keine Erfahrung in diesen Dingen und war wirklch gespannt.

Gedeckt sollte der Schaden durch die abgeschlossene CDW ja sein.

Wie gehabt vorfahren und in einer freien Linie warten, bis der Alamo Mitarbeiter vorbeikommt: ich mache ihn auf den Blechschaden aufmerksam. Er nickt nur, kontrolliert Benzin (und Meilen?), schreibt etwas auf und drückt mir eine Quittung in die Hand. Auf meine Frage, ob ich noch etwas ausfüllen oder unterschreiben müsse, meinte er nur:

„You’re all set, there’s the shuttle to the Airport“

Also mit dem Bus zum Flughafen, einchecken (die Koffer hatten 22.4 kg  und 22.7 kg, well done, Marlis) und dann hatten wir noch beinahe 5 Stunden bis zum Abflug.

Diese Zeit vertrieben wir uns, indem wir durch den Flughafen schlenderten, noch ein paar allerletzte Kleinigkeiten kauften, lasen und noch einen echten italienischen doppelten Espresso tranken und im Mesa Verde Restaurant & Smoking Lounge einen Buffalo Burger als Zwischenmahlzeit assen.

Der Abflug verspätete sich leicht, trotzdem war in London genügen Zeit für’s Umsteigen, wobei wir dort noch eine knappe halbe Stunde auf dem Taxiway warten mussten.

Beide Flüge verliefen ereignislos und wir trafen pünktlich am Samstag um 16.30 h Ortszeit in Zürich ein, wo wir von unserer Schwägerin und ihrem Freund abgeholt wurden: schöner Service zum Ferienabschluss.

 

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