Meine Rezepte sind so banal, dass ich mich nicht traue, sie nieder zu schreiben. Außerdem ist keins von mir.
Mein Ziel ist nur, alles ins Glas zu kriegen.
Von diesen Gläsern haben meine Jungs besonders schnell den Inhalt wieder rausgekriegt, weil es einfach geschmeckt hat: 
Auf 2 kg HACK habe ich 3 kg TOMATEN genommen. Und zwei Tuben TOMATENMARK. (Ich warte auf den Sommer! Dann weiß ich endlich, was ich mit den sonnenreifen Tomaten machen werde: Sugos!)
Bei Bio-Tomaten bleibt die Schale dran, einfach in die Küchenmaschine damit. Dann wellt und pellt sich nichts mehr.
Das Drumherum weiß doch jeder am besten: Grünzeug, italienische Kräuter, einen feinherben Roten, ein klein wenig Zucker. Da muss ich doch nichts mehr zu sagen. Die Datenbank ist voll davon. Nächstens will ich geriebene Orangenschale zugeben. (Fällt denen ohnehin nicht auf.)
Und dann werde ich in Zukunft noch Rote-Bete-Saft zugeben, das ist hier geraten worden, dieser soll das Rot noch schöner halten, und das glaube ich.
Das Ganze habe ich dann fein einkochen lassen im Topf, entgegen meiner alten Gewohnheit, wo Garzeiten in Minuten gemessen wurden, diesmal in Stunden. Auf kleiner Flamme. So habe ich es hier gelesen. Mehr als zwei habe ich nicht fertig gebracht. Und trotzdem: Rühren, rühren, rühren.
Danach habe ich das Sugo in Halb-Liter-Gläser verteilt und 75 Minuten auf 100 Grad eingekocht.
Und was so brav einkocht, braucht auch kein Bindemittel mehr, selbst beim Einkochvorgang entweicht Flüssigkeit. Nicht nur Luft. Diese Konsistenz kriegt kein Mehl und Mais hin.
So gut ist noch kein Tomatensugo angekommen. Wenn sich angeblich bei manchen Gerichten der Geschmack der Zutaten besser verbindet, je länger sie auf dem Herd sind, dann stimmt das hier.
Die acht Gläser aus der ersten Runde waren so schnell weg, dass sie sich dran überfressen haben. Diesem Umstand habe ich zu verdanken, dass ich die Gläser aus der zweiten Runde länger beobachten darf. Die Güte scheint auch besser zu werden. Sagen meine Jungs und das sind die schärfsten Beobachter meiner Aktion.
Die größten Dinge sind einfach.
Liebe Grüße
Joela

Henglein
Rama Cremefine








