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Krümelessers Blog

KrümelBlog - Essen macht Spaß

Von der süßen Bitterkeit

23.03.2012 / 07:52

Gestern habe ich etwas ganz simples, typisches und altbekanntes zubereitet - eben die Sorte Mahlzeit, die gerade wegen dieser Eigenschaften stets beliebt ist. Ich habe zarte Chicoréestauden gekauft, große runde Kochschinkenscheiben und duftenden Reibekäse, und natürlich habe ich daraus ein Chicorée-Gratin gezaubert. Es bedarf dafür allerdings keiner großen Künste. Der Chicorée wird in Salzwasser mit etwas Zitronensaft 10 min. vorgegart, abgegossen und gründlich trockengetupft. Man bereitet einen halben Liter helle Sauce, die mit Reibekäse und Kräutern verfeinert und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt wird. Der Chicorée wird in je eine Schinkenscheibe verpackt, in eine gefettete Form gelegt und mit der Sauce übergossen. Bei 200°C (Umluft, vorgeheizt) 20 min. garen, dann kann man das feine Gemüse mit Reis oder Brot genießen. Ich habe Gewürzreis vorbereitet, mit ein wenig Curry, Kurkuma, Paprika und Kümmel. Reis wird besonders aromatisch und duftig, wenn man ein wenig Zwiebel oder Knoblauch, nach Wunsch auch Schinken o.ä. mit Gewürzen in heißem Öl anschwitzt, dann den Reis hinzufügt und mit der entsprechenden Menge Brühe aufgießt, um ihn wie gewohnt zu garen. Ich verwende eine Tasse Reis (entspricht zwei Portionen) auf zwei Tassen Wasser. Wenn man Brühe verwendet, ist eventuell gar kein Salz nötig.

Oft stößt die ungewohnte Bitterkeit der Stauden empfindliche Esser ab. Man sollte beim Essen mit dem bitteren Ende beginnen, so können die Geschmacksnerven ein wenig ausgetrickst werden. Zudem darf man nicht vergessen, dass Bitterstoffe für den Körper und die Verdauung von großem Wert sind und gerade darum den Weg auf den Tisch öfter finden sollten. In diesem Fall sorgen auch der milde Reis und die würzige Sauce für einen Ausgleich, falls man doch einmal eine stark bittere Stelle erwischt. Also auf zum Gemüsehändler - noch hat Chicorée Saison!

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