Der Mann bewegte sich ziemlich verdächtigt. er lief halb gebückt, ab und zu schaute er sich um. er hielt mit den Armen eine Tüte fest umschlungen. Er kam an dem Ufer des rauschenden Baches und blieb eine zeitlang dort stehen.
Er wurde von einem Junge beobachtet der sich, mit Fröschen spielend, im Gebüsch aufhielt. Der Junge war so um die zwölf Jahren alt, groß, dürr. die Haare lang, nach hinten gekämmt, die den Eindruck vermittelten, er würde eine Mütze tragen. Unter der Nase lief eine schmierige Rotze, die er ab und zu mit dem Ärmel des schmutzigen Hemdes abwischte. Seine grosse, schwarze Augen verfolgten, fixierend den Mann und war neugierig, was er da trug.
Der Mann bückte sich, legte die Tüte am Ufer und nahm ein frischgeborenes Kätzchen in der hand. Das Kätzchen noch blind, wehrte sich miauend zaghaft. Der Mann zögerte etwas, schaute sich um und mit einer hastige Bewegung schmiss er das Kätzchen ins Wasser.
Er erschrak, als sich der Junge schreiend auf ihn stürzte und schrie laut vor Schmerzen, als ihn den ersten Schlag sein Schinenbein traf. Mit dem zweiten Schlag war der Schmerz unerträglich und er fiel „mein Gott“ schreiend rückwärts ins Wasser.
Der Junge nahm die Tüte von boden auf, hielt sie mit beiden Arme fest und rannte hastig davon. Erst als er in seinem Verließ in einem unbewohnten Hauskeller ankam, setzte er sich auf den Boden, sein Atem raste und sein Herz pochte in seinen Halsader so als es herausspringen wollte. Er legte die Tüte vorsichtig auf den Boden und riss sie langsam auf. Drei Kätzchen zitterten und miauten der schützenden Mutter suchend.
Zwei Jahren vergingen, in der Zeit waren zwei Katzenbaby bereits gestorben. Das Dritte wuchs zu einem prächtigen Kater heran. Der jJnge verbrachte jede freie Minute mit ihm. Er ging zum Ufer, dort angekommen schaute er sich um
und pfiff „fiiiuuuuuufiiiii“. Zwei Orenspitzen ragten hinter eine Stein hervor, dann sprang der Kater zur Seite und rannte brummend zum Jungen. Er lachte und beide freuten sich. sie spielten, rannten und gingen am Ufer entlang spazieren.
Schließlich kam der Tag des abschiedes. Der Junge zog in der Nähe von Mailand um. Sein Vater bekam dort eine Arbeitsstelle. An diesem Tag spielten sie nicht. Der Junge saß am Ufer mit dem Kater auf dem Schoss und weinte stundenlang.
14 Jahre später stand ein junger Mann am Ufer des Baches. Er lächelte an der Erinnerung seiner vergangenen Zeit. es wurde ihm warm ums Herz als er an die Zeiten dachte, die er mit einem Kater so fröhlich hier am Ufer des Baches spielte. Er schaute sich um, rundherum wurden viele Häuser gebaut. Der Bach wurde teilweise unterirdisch gelegt. Nur einen kurzen Stück blieb so wie damals. In Gedanken pfiff er „fiiiuuuufiiiii“ "fiiiiuuufiiii". Zwei Orenspitzen ragten hinter einem Stein hervor. Einen alten Kater lief zur seite und blieb stehen.
Er konnte nicht mehr rennen. Er war bis auf die knochen abgemagert, das Fell war stumpf und struppig. Er versuchte zu laufen, aber kippte mit dem Hinterteil zur Seite. Der Mann rannte zu ihm, nahm ihn in den Armen und hielt ihm lange fest. Der Kater brummte zuerst, dann schnurrte er lange und laut. Seine Augen waren stark entzündet und er war fast erblindet.
Der Mann setzte sich auf dem Boden und streichelte ununterbrochen den Kater auf seinem schoss. Dieser, ersichtlich erfreut, schnurrte mit einem lauten Geräusch.
Sie blieben lange so sitzend und unbeweglich. Erst lange Zeit später merkte der Mann, dass der Kater nicht mehr schnurrte und leblos auf seinem Schoss lag.
Er wurde genau an der Stelle begraben, wo er sich immer aufhielt.

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