"Herbstlicher Eintopf" bei Regenwetter
Ein neuer Tag, ein neues Glück!
Mittwochs ist bei uns alles ein wenig anders, da gibt es das Mittagessen auch wirklich mittags, denn die Kinder sind nur den halben Tag in der Schule.
Mal sehen, was ist den heute das Tagesrezept?
„Herbstlicher Eintopf", der passt prima zu unserem tristen Regenwetter!
Wie schon in den letzten Tagen beginne ich wieder mit der Schnippelei von Gemüse und erneut fließen Tränen um das Verscheiden einer weiteren Zwiebel. Wenn man es genau bedenkt kämpft jedes Gemüse auf seine ganz persönliche Art ums Überleben. Beispielsweise bevorzugt der Lauch gleichfalls die Tränendrüsentaktik, die Karotte hingegen übt sich in Bockigkeit und die Kartoffel mehlt alles ein, während die Petersilie ein schreckliches Grün hinterlässt (was sich übrigens gut mit Zitronensaft entfernen lässt). Einzig und allein der Wirsing scheint aus Trägheit sich in seine Rolle zu fügen.
Wie dem auch sei, am Ende entgeht keiner dem Schicksalsmesser und wird fein säuberlich klein gewürfelt, gehackt oder geschnitten.
Tja und nun zur größten Aufgabe des Tages, zum Gyrosgewürz! Wie ihr wisst verwende ich nur sehr ungern Fertigmischungen und deshalb werde ich versuchen mit Hilfe des Rezeptes von „Chrissi" ein hausgemachtes Gyrosgewürz herzustellen.
http://www.chefkoch.de/rezepte/1009791206101648/Chrissis-Puten-Gyros.html
Wer Lust und Zeit hat kann es gerne selbst einmal versuchen, ich kann nur sagen beim Fleisch schmeckt es vorzüglich.
Ist alles ein wenig angedünstet, gieße ich die Brühe auf und lasse vor allem die Karotten etwas weich kochen, bevor ich Kartoffeln und Wirsing hinzufüge. Meistens schnabuliere ich ein paar Testkarotten um sicher zu gehen, dass sie nicht mehr hart sind, denn es gibt nichts Unangenehmeres als Steinmöhren in der Suppe.
Wie im Rezept angegeben, ist mein Gemüse nach gut 30 Minuten weich und ich starte einen ersten Kostversuch!
Löffel, Löffel, Löffel, - vor lauter ... schmeckt das vielleicht gut, hätte ich nun beinahe die armen Würstchen vergessen. Zur Entschädigung lasse ich sie noch mal 5 Minuten im heißen Eintopf ziehen. Nachwürzen ist nicht mehr nötig, das Gyrosgewürz und zwei Suppenwürfel in der Brühe sind absolut ausreichend und angemessen.
Just in der Minute steht ein durchweichter Fisch in der Türe und fragt: „Was gibt es heute?"
Herbstlichen Regeneintopf! ... und schon saß der Fisch und aß ...
...genüsslich!
Gefolgt von einem nassen Frosch, zu dessen Vorlieben - zu meinem Leidwesen - keine Gemüsestückchen zählen!
Doch kein Problem, schnell der Pürierstab zur Hand und eins, zwei, drei schon haben wir Gemüsebrei. Noch einen Schlag Creme Fraîche und die geplagte Seele findet ihre Ruhe und ist zufrieden.
Nein noch mehr, ...
... sie ißt drei Teller leer!
RÉSUMÉ
Der Eintopf ist wirklich, wie im Rezept beschrieben, äußerst simpel und doch sehr geschmackvoll. Besonders das aromatische Gyrosgewürz kommt hier zu seiner vollen Entfaltung.
Einzig und allein die viele Schnippelei ist etwas anstrengend. Aber auch hier muss ich sagen, dass man für die Mühe entschädigt wird. Besonders die anteilige Kombination aus Wirsing, Kartoffeln und Karotten empfinde ich als sehr gelungen.
Sollte heute Abend noch etwas übrig sein, werde ich die Idee von „Charrmity" (siehe Kommentar) aufgreifen und den Eintopf portionsweise eingefrieren.
Dieses Rezept beweist, dass auch Eintopf mit viel Gemüse unglaublich lecker, insbesondere für kleine „Heikelmäuler", sein kann!
Fertig für heute liebe Leute; nach dem ich nun alles noch mal tippen musste, weil ich "Schlaubi-Schlumpf" wieder nicht gespeichert hatte !!!! Tja, solche Dinge passieren eben - nur nicht aufregen...
In diesem Sinne bis Morgen
OBELIXINE
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits