Obelixines Blog

"Regensburger Schnitzel" - Rezept des Tages bei den Galliern

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Salut,

an alle die gerne die Rezepte des Tages kochen und an jene die es gerne täten und keine Zeit finden oder welche die diese überhaupt nicht kennen (falls es sie gibt).

Schon einige Zeit spiele ich mich mit dem verrückten Gedanken, für einen Monat die Tagesgerichte einmal konsequent nachzukochen. Zufällig bin ich vor einigen Tagen auch noch auf diese Blogseite gestoßen und mich überfiel eine noch verrücktere Idee: Ich stelle das Ganze online und alle Chef-Kochler können  MITlesen -  MITmachen - MITkommentieren!


Nachdem mein gallisches Dorf nun seit gestern von der jährlichen Regenperiode heimgesucht wird, ist heute genau der richtige Tag damit zu beginnen.


Und schon stehe ich vor meiner ersten dramatischen Herausforderung. Ist mein Projekt "Tagesrezept" bereits vor Beginn zum Scheitern verurteilt? Samstagabend, die Kühltruhe bietet gähnende Leere! So ist dass, wenn man denkt: "Ich habe doch noch ..."!

Nach einigem Wühlen fliegen mir, im wahrsten Sinne des Wortes, aus den Tiefen des Truhenuniversums tatsächlich noch drei Schweineschnitzel gefolgt von vier Koteletts entgegen.
Gott sei Dank!
Beim Lesen des Rezeptes habe ich gerade entdeckt, dass das Fleisch mit Folie geklopft werden soll. Dies erscheint mir doch etwas merkwürdig. Wer möchte schon gerne Folienstücke im Fleisch haben? Aus diesem Grund lieber die alte Mutti-Tuch-Methode.


Allerdings ist mein Ziel ja, die Gerichte zunächst so zu versuchen wie beschrieben und nur im äußersten Notfall auf Eigeninitiative zurückzugreifen. Deshalb doch Folie und siehe da, hart wie Stein oder weich wie Feder, ich bin begeistert von der neuen Technik!


Unglaublich, nun stehe ich schon vor dem nächsten Problem und dabei sind es doch nur Schnitzel. Wie ihr wisst, wohne ich im Süden von Gallien und bei meiner letzten Reise nach Germanien habe ich leider keinen süßen Senf mitgenommen. So muss ich wohl mit den Resten "Händelmaiers" auskommen und notfalls, wie es "MelliL1984" im Kommentar vorschlägt, auf "mittelscharfen Senf" ausweichen.


Nun noch Meersalz und Pfeffer aus der Mühle und getan wäre der erste Streich!
Übrigens für alle die es interessiert, hier bei uns bekommt man den Mittelscharfen in der gleichen Optik wie in old Germanien den Süssen.
War eine ganz schön scharfe Erfahrung, als ich ihn das erste mal versuchte. :-)

Für Mehl, Eier und Paniermehl bereite ich drei Teller vor und auch hier scheint mich mein Nahrungsmangelunglück heute nicht loszulassen. Der Vorrat an Brezenbrösel ist nicht mehr groß und so heißt es wieder teilweise auf den inzwischen auch sehr geschrumpften Semmelbröselvorrat auszuweichen.


Ich sage euch, davon lasse ich mich nicht schon am ersten Tag unterkriegen - aber ich bekomme eine Ahnung auf was ich mich da eingelassen habe und eine Idee was da noch alles auf mich zukommen könnte. OHJE!!!!!

Der zweite Streich: Mehl wenden, Ei ankleben und Panieren verliefen ohne Zwischenfälle!

Brutzle, Brutzle, Brutzle - 3 Teel. Schweineschmalz sind mir leider etwas zu wenig. Meine Schnitzel / Koteletts müssen nicht schwimmen können, aber schön eingelegt sollten sie schon sein!


Einen Augenblick unaufmerksam und beinah wären sie angebrannt, glücklicherweise ging alles noch einmal gut - ein letztes Wenden und dann schnell auf den Teller.

Als Beilagen gibt es den leckeren Rosenkohl in Sahnesoße von Moni-Fix,

http://www.chefkoch.de/rezepte/1581821265651906/Rosenkohl.html

die Grühnen-Bohnen (süsslich) von tiffani http://www.chefkoch.de/rezepte/591841158742367/Gruene-Bohnen.html

und selbstverständlich die guten, alten Pommes.


GUTEN APPETIT!!!

RESÜME

Wir schlemmten alle herrlich. Das Schnitzelfleisch war unglaublich zart und saftig, gleiches galt für die etwas "unbeholfenen" Koteletts. Anfänglich war ich bezüglich der Senfwürze etwas skeptisch gewesen, aber dies war völlig unbegründet. Der Senf unabhängig ob scharf oder süß, hat sein Aroma wunderbar an das Fleisch weiter gegeben. Eine schöne Abrundung waren letztlich die zwei Panaden, welche ich bedenkenlos beide empfehlen kann.

Abschließend kann und darf ich zu diesem Rezept nur sagen, der Aufwand lohnt sich und es ist bestimmt (sofern man Senf mag) seine 5* wert.

Soll ich euch ehrlich etwas sagen, ich bin nun wirklich ziemlich müde und k.o.! Habe ich doch nun tatsächlich nahezu 6 Stunden mit dem "Regensburger Schnitzel" und meinem Computer verbracht. Kann also nur hoffen, dass es morgen schneller geht. Sonst wird diese Aktion aufwendiger als ich es mir je träumen hätte lassen.

Warten wir einfach mal ab, was der Sonntag uns bringt!

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine schöne gute Nacht und ein Wiedersehen am Morgen.


OBELIXINE


 

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