5. Tag: Abreisetag
Zwar heißt die Überschrift: "Abreisetag", aber wir beschlossen - da wir erst gegen 18.00 Uhr Richtung Flughafen abreisen mussten- diesen Tag nicht nur zu vertrödeln und "abzusitzen". Wir hatten tw. schon am Abend vorher gepackt und verließen das Hotel um ca. 10 Uhr. Die Koffer konnten wir für -,50 $ pro Gepäckstück im Hotel lassen und waren also frei bis 6 Uhr abends.
Unser Ziel - nur mit Kaffee oder Tee im Magen aus verständlichen Gründen - war der 9th Avenue Food Market. Eine Attraktion für die New Yorker, die ich im Internet gefunden hatte. Hier wurde die 9th Ave zwischen der 37. und 57. Str. komplett gesperrt und die verschiedensten Nationalitäten boten ihre Köstlichkeiten an.
Von indischem Chicken Tikka Masala ...

...über Mexikaner die über Lagerfeuer Fleisch grillten...

...oder die größten "Steaks" die ich je auf einem Grill gesehen habe (das war ein amerikanischer Stand)...

...über riesige in Backteig ausgebackenen Zwiebeln....

...bis hin zu frittierten OREOS!!
(Da allerdings habe ich schon gedacht: die spinnen, die Amis!! *lach*)

...Limonadenständen wie aus dem Film...
... bis hin zu superleckerem Thaifood und einem Stand mit allem was das Meer so hergibt war alles vertreten. Leider konnten wir nicht alles probieren.

Und nebenbei trat, gerade als wir vorbei kamen, eine wirklich entzückende (anders kann ich sie einfach nicht beschreiben) Gruppe bulgarischer Tänzerinnen auf.
Wie gut, dass wir nicht gefrühstückt hatten, der Tag war essenstechnisch gelaufen und bis in den Flieger bekamen wir auch keinen wirklichen Hunger mehr.
Nachmittags hatten wir dann doch Lust etwas zu vertrödeln und hakten noch unseren vorletzten Eintrag auf der "to do" - Liste ab: Wir verbrachten zwei wunderbare Stunden bei Barnes and Nobles, einem Buchladen. Dort kann man sich Kaffee oder Tee kaufen und nett an einem Tisch sitzen und in Büchern schmökern. Da waren 2 Stunden "rum wie nix".
Mit nun doch erheblich schwererem Handgepäck ging es Richtung Hotel um das Gepäck abzuholen und ein Taxi Richtung JFK zu nehmen.

Schon fast angekommen sahen wir plötzlich eine Menschenmenge - offensichtlich eine Demonstration der Schwulen und Lesben. Es scheint, dass der Governor die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert hatte und nun eine Pressekonferenz zu dem Thema abgehalten wurde. Wer da genau auftreten sollte, war nicht klar, aber dort standen Mikrofone und viele Kameras.
Obwohl wir es eilig hatte, war die Neugier zugegebenermaßen zu groß um einfach weiter zu gehen. Und tatsächlich: ein Aufjubeln der Menge, Pressephotos wurden gemacht und es erschien:

Jaaa..... Cythia Nixon, die Miranda aus Sex and the City!!!!!
Damit war unser letzter Punkt "Triff einen Promi" auf der "to do" - Liste auch noch erledigt :)))
Dann schnell, schnell ins Hotel, Taxi geschnappt (das ist meist billiger als die hoteleigenen Fahrdienste, die yellow cabs sind sauber und sicher und man kann dort sogar mit Keditkarte zahlen, dann aber lieber Taxinummer und Namen des Fahrers von der Tafel abschreiben).
In NY mussten wir nur 2 Stunden vor Abflug am Flughafen sein (in Deutschland 3 Stunden bei Flügen nach USA und GB) und da wir eine wirklich lange Schlange eines vollen Air India Fluges vor dem Sicherheitscheck vor uns hatten, war die Zeit auch schnell um. Der Sicherheitscheck an sich war extrem schnell erledigt, Schuhe ausziehen, alle Habseligkeiten in eine Kiste durch den Scanner schieben, selber durch den Scanner laufen und schnell weitergehen, weil sich Massen hinter einem durchschieben. Schuhe irgendwo schnell anziehen, schauen ob man alles hat und ab zum Gate. *schnauf*
Der Flug zurück war OK, im Vergleich zum Hinflug aber nicht so schön.
Vor mir saß ein unmöglicher Kerl, der sich recht hyperaktiv in seinen Sitz schmiß und mich damit nervte. Allerdings konnte ich dank Schlafbrille (man muss die Stewardessen bei SIA nur danach fragen, kein Problem, dann bekommt man auch Ohrstöpsel!!) doch immerhin 2-3 Stunden schlafen.
Das Essen war wieder gut, wobei fried noodles zum Frühstück für unsereiner doch eher gewöhnungsbedürftig sind.
Alles in allem war das eine absolut wunderbare Reise in ein New York wie ich es kannte und liebe. Da wir nicht auf der Jagd nach Sehenswürdigkeiten waren, hatten wir viel Zeit für die Dinge, die diese Stadt so liebenswert machen. Wir drei Mädels haben super harmoniert und immer haben wir uns auf die beste Lösung geeinigt. Bedanken will ich mich also bei meinen Vater, der uns finanziert hat, meiner Mutter, die das auch hat und zudem eine tolle Reisegefährtin war und bei meiner Schwester, die oft den Weg finden musste wo wir anderen keine Lust hatten den Kopf anzustrengen und die einfach klasse war!!
Verrücktes, elegantes, cooles, abgefahrenes, lautes, leises, lustiges, nachdenkliches, charmantes New York: du hast mich nicht zum letzten Mal gesehen!!!!!

Henglein
Rama Cremefine
































