Hallo Fischfreunde,
heute sollte es bei uns Maischollen geben, das hatte ich zu Hause auch schon angekündigt. Bei meinem Fischhändler lagen auch etliche schöne Exemplare auf Eis und gar nicht mal so klein. Weil noch eine Kundin vor mir bedient wurde, ließ ich meinen Blick so über die Auslage schweifen und sah, etwas von den Standardfischen und -Filets entfernt, einen schönen bunten Fisch liegen, den ich nicht kannte. Das dabei liegende Schildchen nannte diesen Schwimmer „Gelbschwanz-Schnapper" gefangen im indischen Ozean in nachhaltiger Fischerei.
Damit war mein geplantes Mittagessen natürlich geplatzt. Diesen Fisch hatte ich noch nicht gegessen und er schaute mich auch noch auffordernd an. Also ließ ich ihn mir einpacken und war schon ganz in Gedanken bei der Zubereitung.
Wieder zu Hause angekommen, habe ich zunächst mal in meinen Fachbüchern geblättert.

Gelbschwanz-Schnapper sind eine von ca. 185 Schnapperarten, die fast alle eine sehr gute Fleischqualität haben. Den Namen Schnapper haben diese Raubfische, weil sie ihre Nahrung durch rasches Zupacken erbeuten. Sie kommen in allen subtropischen Meeren vor.
Diese Fische eignen sich hervorragend zum Braten und Grillen, deshalb habe ich ihn filetiert, um das Fleisch später auf der Haut zu braten. Beim Kauf sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Fisch gründlich geschuppt wurde, sonst muss in der eigenen Küche nachgearbeitet werden, denn die Schuppen sind groß und hart. Der Fleischanteil der Filets gegenüber dem ganzen, ausgenommenen Fisch, lag bei etwa 50 %.



Die Zutaten für 2 Personen:
1 Gelbschwanz-Schnapper (480 g)
25 g Salicorne
2 große Brokkoliröschen
1 Möhre, groß
½ Kohlrabi
1 EL Butter
Olivenöl
200 g Tonnarelli mit Sepiatinte
Salz + Pfeffer
Zucker
Brokkoliröschen 2 Minuten blanchieren, eiskalt abschrecken, abtropfen lassen. Salicorne 10 Minuten wässern, abtropfen lassen. Beide Gemüse zusätzlich mit Küchenkrepp trocknen.
Möhre und Kohlrabi schälen und mit einem Kugelausstecher (15 mm) Perlen aus dem Gemüse schälen. Wer solch ein Gerät nicht hat, schneidet das Gemüse in 1 cm große Würfel.
Perlen oder Würfel in 1 EL geschmolzener Butter unter Zugabe von 2 EL Wasser bei geringer Hitze kochen, dabei hin und wieder schwenken. Mit Salz und Zucker würzen. Wenn das Wasser verkocht ist, sind die Perlen bissfest gar und mit Butter ummantelt. Die Brokkoliröschen und Salicorne kurz vor Schluss der Garzeit zufügen und ebenfalls in der Butter schwenken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Filets mit der Hautseite nach unten hinein geben und anbraten, dabei die Fischstücke mit 2 Pfannenwendern oder durch Auflegen eines Topfes auf den Pfannenboden drücken, um ein Wölben der Filets zu verhindern. Nach etwa 20 Sekunden bleiben sie plan liegen und können ohne weitere Hilfsmittel fertig gebraten werden.

Hitze herunterstellen und den Garfortschritt beobachten. Sobald das Fleisch zu etwa zwei Drittel durchgegart ist, man kann es an den Seiten erkennen, wenn das zunächst glasige Fleisch weiß wird, Filets wenden und auf ausgestellter Platte gar ziehen lassen. Der ganze Vorgang dauert nur etwa 5 Minuten.

Pasta nach Packungsanweisung kochen, abtropfen lassen und in der Tellermitte mit einer Gabel zu einem Nest eindrehen. Fischfilet anlegen und den Gemüsemix darum verteilen.

Es war ein leichtes, leckeres Gericht, aber als nächstes gibt es dann doch die Maischollen.
Aber es war ein anstrengender Vormittag, so dass ich mich jetzt wieder hinlege, um ein Nickerchen zu machen.
LG
Schrat


Henglein
Rama Cremefine






















