Montag, 29. August 2011
Was war heute morgen los? Kein Sonnenschein weckte uns, sondern es war windig, schwere Regenwolken hingen am Himmel und die Temperatur war im Keller. Auf Regen waren wir gar nicht eingstellt. Zum Glück blieb es trocken, aber die „slickers“ wurden trotzdem auf den Sattel geschnallt.
Bei der Pferdeverteilung gab’s nur teilweise etwas Neues: ich erhielt wieder „Prince“, Marlis durfte diesesmal „Chester“ in Empfang nehmen.
Heute war wieder ein Ganztagesritt angesagt, was bedeutete, dass wir nach dem Frühstück unseren Lunch selber zusammenstellen konnten. Wieder beliessen Marlis und ich es bei einem Sandwich und 3 Flaschen Wasser, chips und diverse „power bars“ oder Früchte nahmen wir beide nicht mit.
Die beiden cowboys waren mit den Hunden schon früher los; wir waren erst um 09.00 h startbereit, was aber nicht an den Gästen, sondern an Jennifer lag, welche heute auch mit uns ritt. Ausserdam war Christen, die Frau von Sky, mit von der Partie.
Um halb zwölf „fanden“ wie die Rinder und die Cowboys am „fishburn“ und trieben sie (nur die Kühe…) zwei Stunden lang vor uns her. Anfangs war’s nicht immer leicht, die Viecher aus den Büschen oder weg vom Wasser zu treiben. Aber wenn sie mal in Bewegung sind, einfach am Laufen halten und keine Hektik aufkommen lassen. Zudem liefen sie mehr oder weniger auf dem „trail“ und nur bei den drei „gates“, welche wir passieren mussten, gab es manchmal einen kleinen Stau. Einer von uns trabte dann voraus und öffnete das Tor, während Flankenreiter schauten, dass keine Kuh wieder ausbüxte. Nach rund zwei Stunden gönnten wir den Tieren und uns Reitern eine kleine Rast: eine halbe Stunde benützten wir, um uns die Beine zu vertreten und einen Stehlunch einzunehmen (ein paar setzten sich aber trotzdem hin).
Danach ging’s noch eine Weile weiter und wir lernten eine neue Zeiteinheit oder ein neues Längenmass kennen: Auf unsere Frage, wie lange oder wie weit wir noch treiben würden, lautete die Standardantwort immer „just over the next ridge/hill“… :)
Unterwegs kam mal kurz Unruhe auf, erst bei den Pferden, dann auch bei Sky: er winkte uns zur Seite und meinte nur, da wäre eine Klapperschlange im Gebüsch. Wir hatten nichts gehört, aber die Hunde waren ganz „narrisch“ und konnten nur mit Mühe davon abgebracht werden, dem „rattler“ nachzujagen.
Der Himmel hatte sich in den letzten Minuten doch verdunkelt, es würde wieder kälter und windig und dann brach ein Gewitter los mit Blitz, Donner und Regen! Wir zogen alle unsere „rain slickers“ an. Wirklich alle?? Albert hatte seinen zwar bereitgelegt, aber auf der Ranch liegen lassen: bad luck. Zum Glück hatte er ein shirt und ein dickes Hemd angezogen.
(Schade, war Sylvan nicht mehr dabei. Er hatte immer davon geträumt, mit dem "slicker" durch Wind und Wetter zu reiten). Kurz nach halb fünf waren wir wieder zurück auf der Ranch und die Sonne liess sich auch wieder blicken. Trotzdem hatten wir Gäste keine Lust mehr, nochmals mit den cowboys rauszureiten, sondern gönnten uns eine heisse Dusche und ein paar ebensolche Kaffees.
Fazit nach dem ersten Arbeitstag der neuen Woche:
Prince bleibt Prince, trittsicher, angenehme Gangarten, quasi mit Servolenkung und auch genügend „horsepower“.
Marlis war mit „Chester“ ganz zufrieden, an ihren Liebling „Frito“aber reichte er nicht.
Joanne fand es immer lustig, beim Treiben von hinten mit Ihrem Pferd die Kühe zu erschrecken und meinte, das wäre „fun“. Ich sagte ihr aber, das sei harte Arbeit und kein „fun“, wenn man nachher die Hälfte der Kühe mühsam wieder zusammentreiben müsse…
Al ritt immer etwas hinter den anderen, immer nur im Schritt, sass aufrecht im Sattel und stützte sich gerne auf dem Sattelhorn ab und stiess seinen „Kriegsschrei“ aus: „hurrah“ (das machten die „Marines“ auch so, meinte er).
Wir hatten aber alle unseren Spass gehabt, aber Al spürte doch, dass er 10 Jahre nicht mehr geritten war und ging etwas steif zu seinem Zimmer zurück.
Der Rest des Tages verlief wie immer: Nachtessen und frühe Nachtruhe.
Dienstag, 30. August 2011
Im Gegensatz zu gestern wurden wir heute wieder von der Sonne geweckt und auch die Temperatur war schon angenehm.
Während des Frühstücks erklärte uns Jennifer, heute würden wir eine „mare band with their foals“ (eine Gruppe Stuten mit ihren Fohlen) von einer Weide zur anderen treiben!! ENDLICH! Das war’s ja, was uns schlussendlich bewogen hatte, auf die Dryhead Ranch zu kommen.
„Rand“ und „Conegar“ waren heute wieder unsere Reitpferde. Jake war schon frühmorgens mit dem Pickup und dem Auflieger losgefahren, um Heu zu machen bzw. die Heuballen zu holen.
Somit waren wir sechs Reiter, welche sich um 09.00h auf den Weg machten, die Pferde erst mal zu finden. Bei einer knapp 5,000 acres (20 km2) grossen „pasture“ mit Hügeln, Büschen und kleinen Canyons gar nicht so einfach.
Unterwegs kamen wir an einem leeren Wassertank vorbei. Schnell hatte Sky gefunden, wo der Defekt war: ein Verbindungsstück der Wasserleitung hatte sich gelöst und das Wasser versickerte im Boden. Zum Glück hatte Sky immer etwas Werkzeug am Sattel festgeschnallt und konnte den kleinen Defekt schnell reparieren.
Nach etwas zweieinhalb Stunden hatten wir die Pferde entdeckt. Gut getarnt standen sie im Schatten von ein paar Bäumen und Büschen.
Jetzt erklärte uns Sky das weitere Vorgehen. Jennifer, Joanne und Al „schleichen“ sich in einem grossen Bogen von hinten an und scheuchen die Herde langsam los. Er selbst wird mit Marlis und mir warten, bis sich die Pferde uns nähern. Dann werden wir versuchen, im spitzen Winkel auf sie zuzureiten und uns vielleicht 100 m vor sie zu setzen. Sky gab uns noch ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg: - circa 10 Meter im Schritt vor den Pferden reiten - wenn sie uns überholen wollen, mit der Stimme und mit seitlichem Arme schwenken versuchen, sie zu bremsen - wenn das nichts nützt und wir trotzdem überholt werden, nicht in ein Rennen gehen (das wir sowieso verlieren würden), sondern einfach warten, bis die Gruppe sich wieder erholt und abgebremst hat und alles von vorne beginnen
Nach einigen Minuten sahen wir, dass die drei Treiber das Wäldchen von hinten erreicht hatten und versuchten, die Pferde in unsere Richtung zu bringen. Das war anscheinend gar nicht so einfach, klappte dann aber doch. Wir anderen drei trabten dann los und wir konnten uns vor die Herde setzen und im „walk“ weiterreiten.
Mit langsamen Armbewegungen und mit Zurufen gelang es uns wirklich, die Tiere abzubremsen. Immer wieder versuchten einzelne Pferde, seitlich auszubrechen oder uns zu überholen, was wir aber zu verhindern wussten. Einzelne „Ausbrecher“, ob Mama oder Fohlen, beachteten wir gar nicht: sie folgten uns immer wieder und suchten die Nähe der Gruppe. Wichtig war auch, das die Treiber am Schluss des „horse drive“ die Pferde in Bewegung hielten.
Um halb eins hatten wir die ganze Bande auf der Ranch und dort wurden sie in einen „corral“ getrieben, wo sie bis nach unserem Mittagessen bleiben sollten.
Um 15.00 h sollte es weitergehen: erst die Pferde in die Freiheit einer anderen Weide entlassen, dann gleichzeitig noch Kühe suchen. Leider wurde vorerst nichts daraus. Jake kam mit den Heuballen angefahren und wollte diese zusammen mit Sky noch abladen: einen in einem „round pen“, die anderen vor einem anderen. Das war gar nicht einfach und sie brauchten 30 Minuten dazu (wobei mit etwas mehr Planen/Durchdenken im voraus wäre es auch schneller und einfacher gegangen…..
Dann aber ging’s los und nach dem ersten Gate trafen wir auf einige der Gästepferde, welche heute „frei“ hatten und unsere Herde zerstreute sich. Eines dieser Pferde wollte uns aber partout nicht alleine lassen und folgte uns eine Weile lang, bis es ihm anscheinend aber doch zu langweilig war uns davon trabte.
Die folgenden anderthalb Stunden versuchten wir erfolglos, Kühe zu finden. Die „Viecher“ waren aber spurlos verschwunden. Das Gelände war auch eher „suboptimal“ :gg: : viel „sagebrush“ (Wüsten-Beifuss), welcher in Buschform mehr als einen Meter hoch wird und sehr intensiv duftet oder Gräser und andere Büsche, welche einen Reiter fast unsichtbar verschwinden liessen.
Als kleines Trostpflaster sahen wir wenigstens ein halbes Dutzend „turkeys“ (gobble, gobble…). Da aber noch kein „thanksgiving“ in Sicht war, liessen wir sie unbehelligt.
Als wir schon auf dem Rückweg waren und einen kleinen Bach überqueren wollten, warnte uns Sky vor einer Klapperschlange, welche uns den Weg versperrte. Als erstes hatte übrigens das Pferd von Sky den „rattler“ bemerkt…. Wir mussten zurückbleiben und die Hunde zurückrufen und Sky löste den „hobble“ (Fussfessel für Pferde, mit der sie nur ganz kleine Schritte machen und sich somit nicht weit fortbewegen können…) vom Sattel und tötete damit die Schlange…
„Kill or get killed“ lautet das Gesetz hier draussen.
Als Sky die „Rassel“ mit 9 Ringen hochhielt und fragte, ob ich sie behalten möchte, sagte ich natürlich nicht nein…
Zurück auf der Ranch wurden die Pferde getränkt, abgesattelt und „entlassen“. Dann gingen wir selber zur Tränke: Kaffee ( war schon, wie immer, bereit) für Marlis und mich und Limo für die anderen. Danach duschen, Zigaretten- und Kaffeepause auf der Veranda des „cookhouse“ bis zum Nachtessen, nachher noch wie gewohnt gegenseitig Fotos mit Joanne austauschen bzw. auf dem PC speichern und wieder zurück in unsere „cabin“. Noch ein paar Minuten lesen und dann Nachtruhe.
Mittwoch, 31. August 2011
Der heutige Sonnenaufgang um 06.30 h sah zwar sehr schön aus, wurde jedoch begleitet von einigen Regentropfen, Wolken und Wind. Trotzdem war es angenehm warm.
Beim Frühstück lernten wir zwei neue cowboys kennen: Will, ein Sohn von Jennifer und Chris, ein guter Freund der Familie. Die beiden wollten uns heute und morgen beim grossen Viehtrieb helfen und hatten daher auch ihre Hunde dabei.
Sofort nach dem Morgenessen ritten die die beiden mit Jake und Sky schon mal voraus und wir Gäste würden etwas später nachkommen.
Ganz routiniert bereiteten wir unser Mittagessen zu und packten das Sandwich ;) und drei Flaschen Wasser in unsere pommel-bags. Nach einem Blick zum Himmel packten alle (auch Al) ihre „slickers“ ein, Marlis und ich hatten unsere Jacken sowieso immer am Sattel festgeschnallt.
Wieder wurde es 09.00h, bis wir alle bereit zum Abreiten waren. Heute hatten wieder „Homer“ und „Prince“ das Vergnügen, mit Marlis und mir auszureiten
Wie immer vermisste „Prince“ seine Kollegen, welche heute frei hatten, und solange er sie noch sehen (oder hören oder wittern) konnte, wieherte er fast pausenlos… Wir hatten es nicht sehr eilig bzw. Jennifer zeigte uns nochmals eine uns unbekannte Ecke der Ranch und wir genossen die Weite, die reine Luft, welche intensiv nach dem "sage brush" roch und die wunderbare Landschaft.
Meistens ritten wir ohne Worte und die Stille wurde nur vom Knarren des Lederzeugs und dem Schnaufen der Pferde unterbrochen. Anscheinend war auch Jennifer noch nicht sehr oft hier gewesen, ein bis zwei mal machten wir kleine Umwege, weil cichtes Gebüsch oder ein Canyon uns den direkten Weg "versperrte"..
Kurz vor zwölf Uhr mittags kamen wir auch einem kleinen Hochplateau an und sahen weiter unten und vielleicht einen Kilometer Luftlinie entfernt die vier cowboys, welche schon eine grosse Herde zusammengetrieben hatten. Wir benutzten die Gelegenheit, rasch unseren lunch einzunehmen, bevor wir runterreiten und die anderen treffen wollten.
Mangels Bäumen wurden die Pferde nicht angebunden. Das war aber auch gar nicht nötig: es reicht, wenn man einen Zügel auf den Boden hängen lässt (ground tying). Da jene aber wie wir Mittagessen wollten, wickelten wir Ihnen die Zügel zweimal lose um den Hals, damit sie nicht aus Versehen darauftreten können, wenn sie sich langsam beim Fressen vorwärts bewegen.
Während der nächsten halbe Stunde genossen wir nicht nur unser Mittagessen, sondern auch das ferne "Muhen" und die wunderbare Aussicht, die sich uns bot.
Danach trafen wir uns mit den Profis und besprachen, wie wir vorgehen wollten und wohin wir die Kühe treiben sollten. Gemäss Sky waren es rund 280 „head of cows“, welche wir erst auf den Pfad und dann den Hügel hoch bringen sollten.
Sah von unten verd*** steil aus und es war viel Gebüsch vorhanden: nicht immer einfach, die Viecher da raus zu bringen. Notfalls müssen die Hunde ran, die schaffen alles, was die Reiter nicht fertigbringen.
Während der nächsten 4 Stunden passierte nicht viel. Die Rinder waren in Bewegung und wir sollten sie nur noch wie gewohnt„over the next hill“ bringen. Schlussendlich gönnten wir ihnen eine kleine Verschnaufpause und die „mama cows“ hatten Gelegenheit, ihre Kälber wieder zu finden.
Dann ging’s weiter und Sky sagte Marlis und mir, wir sollten auf der rechten Flanke reiten und die Kühe nicht ausbrechen lassen. Kaum aber waren wir „drüben“ angelangt, rief uns Chris zu, wir solltenzurückkommen, wir würden die Arbeit morgen fortsetzen…(Kenne ich vom Militär:Befehl und Gegenbefehl).
Warum wir den Viehtrieb nicht heute fertigmachten (war nur noch ein gate zu passieren), war uns nicht klar, so mussten wir morgen wieder hierher kommen und allenfalls die Kühe wieder zusammentreiben.
Auf jeden Fall ging’s nachhause, wo wir die Pferde wieder absattelten, tränkten und Marlis und ich unseren Pferden noch ein paar „Leckerli“ verteilten.
Dann ohne Dusche zum Nachtessen und nachher war Lichterlöschen angesagt: es war heute wieder ein langer und strenger Tag gewesen und nicht nur Al spürte seine Knochen und Muskeln, sondern auch Marlis und ich gingen etwas steif zur cabin zurück.
Donnerstag, 1. September 2011
Heute morgen war’s wieder bewölkt, windig und das Thermometer auf der Terrasse des „cookhouse“ zeigte nur noch 60° F (gute 15° C).
Folgende Pärchen machten sich schon um 08.45 h auf den Weg: Marlis und „Conegar“ sowie Mike und „Rand“.
Christen kam heute wieder mit und hatte Ryan vor sich auf dem Sattel. Wie wird er einen halben Arbeitstag aushalten??
Als erstes trieben wir die „cavy“ aus dem „round pan“ und brachten sie auf eine andere Weide. Das gefiel Ryan anscheinend sehr gut, er war fröhlich und machte immer wieder mit einem „yee-haa“ auf sich aufmerksam.
Danach wollten wir die gestern angefangene Arbeit fertigmachen und die Herde noch durch ein „gate“ bringen. Ein paar Kühe und ein Bulle hatten sich wieder in Büschen versteckt, doch die Hunde von Chris, Will, Jake und Sky brachten sie zur Herde zurück und sie machten ihren Job so gut, dass uns cowboys praktisch keine Arbeit mehr blieb und wir die Tiere nur in Bewegung halten mussten.
Dabei entdeckten Chris und Will noch ein krankes Tier, welches sie mit dem „rope“ einfingen und direkt auf dem Gelände verarzten. Dann trennten sich die Profis von den Amateuren und wir ritten zu verschiedenen Weiden.
Dort teilten wir uns in zwei Gruppen: Christen, Joanne und Al mit einem Hund als Verstärkung auf der einen und Jennifer, Marlis und ich auf der anderen Seite.
Wir sahen sechs Kühe und einen Stier und Gruppe „A“ übernahm die Aufgabe, sie zur Strasse zu und hinter den Zaun zu bringen. Wir als Gruppe „B“ gingen auf Suche und Jennifer teilte uns den rechten Teil unserer Weide zu. Falls wir Kühe finden würden, sollten wir sie auch auf die Strasse und durch das „gate“ bringen und dann den Zaun entlang reiten, bis wir die anderen Rieiter wieder finden würden…..
Und wir hatten Glück und wurden fündig: ein Dutzend Kühe lief da „planlos“ durch die Gegend. Also schnell zu einer kleinen Herde zusammentreiben und dann los. Das gelang uns sehr gut und auch ein klitzekleiner Canyon wurde überwunden und als wir den Zaun sahen, ritt ich im Trab bzw. Galopp voraus, um das Tor zu öffnen.
Die paar Minuten Wartezeit nützte ich, meine Filmkamera schussbereit zu machen und dann wurde festgehalten, wie Marlis alleine das Dutzend Kühe wohlbehalten durch das gate brachte. Good Job!
Zum Glück war das Gelände ja nicht so unübersichtlich wie auch schon und da wir ja eigentlich „eingesperrt“ waren und nur dem Zaun entlang reiten mussten, war das Ganze ja nicht so gefährlich. Manchmal war uns aber schon ein bisschen mulmig zumute, allein auf weiter Flur…..
Auf der Suche nach den anderen benützten wir die Gelegenheit, den Zaun entlang ein bisschen zu trotten und galoppieren, bis wir die Gruppe „A“ fanden. Wunderschönes Gefühl!
Mittlerweile war es ein Viertel nach eins geworden und wir machten uns auf den Heimweg. Unterwegs holten uns auch die Cowboys wieder ein, da wir doch nur im Schritt ritten.
Marlis musste Joanne noch einmal zurechtweisen, weil Sie den Gegenhang hinauf galoppierte und Marlis von hinten überholte. Erstens soll man die Pferde nicht trotten oder lopen lassen, wenn sie einen Steilhang hinauf müssen und zweitens soll man sich nicht von hinten einem anderen Reiter nähern und diesen in einer anderen Gangart überholen, weil das überholte Pferd sich erschrecken könnte (Marlis war da sowieso ein gebrannes Kind….).
Auf der Ranch angekommen, holten wir unseren „laptop“ und versuchten, unseren „Kleinen“, Jeffrey, per Skype zu erreichen. Es war nämlich sein 16. Geburtstag. Wir hatten Glück und er freute sich riesig, wenn auch die Verbindung gaaanz laaangsaam war.
Nach dem Mittagessen begann es wieder leicht zu regnen und Jennifer entschied, dass wir nicht mehr reiten würden. Richtig traurig war glaub’ ich keiner von uns: Der bisherige Tag war doch ziemlich anstrengen gewesen (Ryan hatte teilweise im Sattel geschlafen) und das schlechte Wetter animierte uns nicht so sehr.
Also hatten wir die seltene Gelegenheit, etwas zu lesen. Viele Seiten hatten wir zwei Leseratten bisher noch nicht verschlungen. Nach dem Nachtessen blieben wir ausnahmsweise etwas länger sitzen und quatschten noch und merkten entsetzt, dass morgen schon der letzte Reittag sein würde.
Freitag, 2. September 2011
Schön, dass wir am vorletzten Tag wieder von der Sonne geweckt wurden; die Temperatur aber war so tief wie noch nie:
Das Thermometer zeigte nur gerade 40° F (knapp 5° C) an, brrrr und auf der Veranda lag leichter Frost….
Marlis kriegte heute wieder „Chester“ und ich???
Sollte ich am letzten Tag noch ein neues Pferd erhalten?
Sky fragte mich: „wanna something fast, kinda Patches?“ „Yes, please“.
Als ich dem Namen des Pferdes wissen wollte, antwortete Sky „dug“ und ich fragte: „D-o-u-g-“ ?
„No, d-u-c-k“….
„What, am I downgraded? I never rode a „duck“ before… Or can hy fly maybe?”
“You’ll see”, war die Antwort.
Da war ich aber gespannt, was auf mich zukommen würde. Joanne hatte neue Sporen gekauft, welche Jennifer ihr besorgt hatte. Leider waren sie zu gross, weshalbt sich Sky, der Alleskönner, sofort daran machte, sie „passend zu machen“.
Das dauerte aber doch eine Weile und so wurde es 09.30 h, bis wir endlich losritten. Zum letzten Mal öffneten wir den „corral“ und liessen die „cavy“ raus und trieben die Pferde den Weg entlang, den wir schon so gut kannten, bis zum „creek“, wo wir sie zurückliessen.
Ich merkte schon, dass ich gar keine „lahme Ente“ unter meinem Hintern hatte, im Gegenteil: ich musste öfters auf die Bremse treten, da „Duck“ einen schnellen „walk“ hatte und auch sonst gerne Gas gegeben hätte. Das war doch noch ganz nach meinem Geschmack….
Wir wollten nochmals Kühe suchen gehen und teilten uns wieder in zwei Grupppen: Jennifer mit Joanne und Al sowie Sky mit Marlis und mir. Und noch jemand folgte uns, als wir die Ranch verliessen: „Tips“. Wir dachten, er würde dann bald einmal umkehren, aber Sky wollte ihn absichtlich dabei haben. Ein erstes Training für den kleinen Hund.
Und wir fanden auch bald ein paar Rinder, weit verstreut auf der Ebene und etwas höher oben auf dem Hügel. Marlis und ich versperrten den Kühen unten den Weg und Sky ritt hügelaufwärts. Als ich sah, dass da oben mehr und mehr Kühe aus dem Gebüsch kamen, wollte ich Sky helfen gehen und liess „Duck“ im leichten „lope“ gehen: war wunderbar rhythmisch und gut auszusitzen.
Dann aber sprangen wir über einen kleinen Bach und plötzlich wollte die Ente nach links (Sky war rechts..) und der Galopp wurde schneller.
Ich konnte nicht nach rechts lenken und auch auf leichtes Zügelziehen (bremsen“ ) und akustische Bremsversuche (whooaaaa) reagierte „Duck“ nicht. Und bist du nicht willig…..
Also energischer am Zügel ziehen und lauter Rufen: WHOOAAAA! Das zeigte zwar Wirkung und wir wurden langsamer, aber kurz vor dem Stillstand fing „Duck“ leicht an zu bocken: so 3-4 Sprünge waren es schon und jetzt weiss ich, wie sich ein Rodeoreiter fühlt, wenn er die verd* langen 8 Sekunden oben bleiben muss.
Marlis, die sich gewundert hatte, warum ich in die falsche Richtung ritt, war mir gefolgt, als sie meine „Bremsversuche“ sah.
Auch Sky kam sofort dahergaloppiert. Als die beiden aber bei mir waren, war alles schon vorbei und in Ordnung.
„was faster than you wanted, right? But you stayed in the saddle, now you’re a real Cowboy“!
Das machte mich ein bisschen stolz, obwohl mir ehrlich gesagt nicht immer ganz wohl gewesen war…..(Leider waren meine Versuche als „bronc rider“ nicht aufgezeichnet worden).
Danach brachten wir die Kühe an den gewünschten Ort und trafen auch die andere Gruppe wieder. Auch sie waren erfolgreich gewesen (Joanne meinte sogar, sie hätte einen „rattler“ gehört) und wir sollten die kleine Herde wieder einmall „over the next hill“ bringen.
Al war wie immer zuhinterst und hielt etwas Abstand und trieb die Kühe nur mit seinem „hoorah“ vorwärts. Als aber einmal ein paar Kühe umkehrten, blieb er einfach stehen und die Rinder gingen links und rechts an ihm vorbei. ;)
Er hatte aber seinen Spass und wir nahmen es nicht so tragisch, umso mehr konnten wir machen.
Danach ging’s zurück zur Ranch, wo wir um viertel nach eins eintrafen und das Mittagessen einnahmen. Dann war Ruhe bis 15.30 h angesagt. Marlis hatte doch wieder leichte Schmerzen und wollte am Nachmittag dann nicht mehr reiten. „Tips“ hatte den ganzen Morgen fleissig mitgemacht, war jetzt aber todmüde und legte sich auf unserer Veranda schlafen……
Ich benützte die Mittagspause, um noch einmal das beliebte „hol-den-Stock-Spiel“ mit den Hunden zu spielen.
Es machten sich nur noch Sky, Joanne, Al und ich auf den Weg: Kühe suchen, welche wir am Morgen auf einer anderen Weide noch gesehen hatten.
Wir trennten uns wieder: Sky wollte mit Al die linke Seite abreiten, Joanne und ich sollten die rechte Seite durchsuchen, auch den Canyon. Falls wir etwas finden würden, sollten wir die Tiere durch das Gate zur Strasse bringen und dann wieder zu Sky und Al stossen.
Wir beide benützten die Gelegenheit, zu trotten und zu galoppieren. Dieses Mal aber hielt ich „Duck“ immer beidhändig am kurzen Zügel, klappte auch wunderbar.
Unsere Suche blieb erfolglos und wir hatten eine kleine Meinungsverschiedenheit: Ich meinte, wir sollten durch das gate auf die andere Weide gehen, der Strasse entlang und dann wieder am Zaun entlang.
Joanne meinte, wir sollten zurückreiten, wo wir uns getrennt hatten und dann durch den Zaun. Das machte meiner Meinung nach keinen Sinn und wir ritten erst durch das gate und sahen dann auch die beiden anderen weit weg auf einem Hügel.
Wir wollten ihnen den Weg abschneiden, mussten aber lange einem Zaun enlang reiten, bis wir einen Durchgang fanden, dann aber waren wir wieder „gefangen“ und sahen Sky und Al plötzlich weiter unten auf der anderen Seite. Tja, mea culpa...
Also schnell (Trab und Galoppp) wieder zurück und wirklich, die beiden kamen uns entgegen. Auch sie waren leider erfolglos gewesen. Wo sind die Kühe, am Morgen hatten wir sie ja noch gesehen????
Als ich Sky fragte, was denn unser „goal“ heute Nachmittag gewesen sei, Kühe suchen oder Kühe finden, meinte er nur „find“ und dann „we ain’t succesful“.
Ja, das gehört auch zum Cowboy-Leben“.
Zurück auf der Ranch wurde zum letzten Mal abgesattelt und ich trennte mich von meiner Ente, welche wirklich „fast“ gewesen war.
Beim Nachtessen erzählte ich von meinen „Schwierigkeiten“ mit meinem Pferd und als die anderen Sky fragend anblickten, meinte er nur: „he had Duck“.
Das erklärte anscheinend alles.
Danach trafen wir uns alle im Wohnzimmer im Haupthaus, wo wir erst die Fotos anschauten, welche Jennifer geschossen hatte. Danach gab es eine „Schlussbesprechung“ von ihr und wir Gäste sollten jeder unsere Erwartungen, Erfahrungen, Eindrücke etc. schildern.
Wir waren alle zufrieden mit den „Ranchleuten, den Pferden, der Unterkunft, dem Essen, nur ich kritisierte einige Kleinigkeiten, wie wir sie halt von früher kannten.
Ich vermisste die generellen „Regeln VOR dem ersten Reiten oder Instruktionen für den Viehtrieb. Ausserdem hätte ich erwartet, dass man sich mehr um die Gäste kümmern würde, vor allem wenn es Anfänger waren, welche auch Hilfe beim Satteln/Zaumzeug anlegen gebraucht hätten. Auch hätten wir nur einen „horse drive“ gemacht, obwohl doch die erste Woche speziell als „mini-horse-drives-week“ angepriesen wurde…(von den Gelegenheiten abgesehen, wo wir Pferde von der Ranch brachten oder unterwegs einige fanden).
Jennifer antwortete wie ein Politiker und gab keine direkten Antworten.
Sie würden schon jahrelang so arbeiten und würden die Gäste immer instruieren, wenn es die Gelegenheit erfordern würde. Also direkt auf der Weide vor dem Kühetreiben, beim Satteln, wenn man um Hilfe bitten würde, etc.
Ich wollte nicht mehr länger diskutieren, da es alles in allem doch sehr schöne Ferien für uns gewesen waren und es uns auf der Ranch gefallen hatte, was ich auch so sagte.
Danach gab uns Jess noch letze Instruktionen, bevor wir uns schlafen legten: „Wenn Ihr morgen aufsteht und zum Frühstück kommt, könnt Ihr bitte die Bettwäsche und die Handtücher mitbringen, damit wir sofort mit Waschen beginnen können? …..
Samstag, 3. September 2011
Noch ein Nachtrag zum gestrigen Nachtessen. Es gab wieder Steaks vom Grill und da letzten Freitag die Steaks für unseren Geschmack etwas „zu durch“ waren, baten wir Jackie, unser Fleisch doch nur „medium rare“ zu braten, was sie uns auch zusagte.
Als wir dann fragten, welches nun unsere Steaks wären, antwortete Jackie, sie hätte alle wieder „medium“ zubereitet…
Wie immer war das Frühstück auf 07.00 h angesagt, aber es wurde beinahe 08.00 h, da die Ladies alle Wäsche, die wir natürlich zum Haupthaus gebracht hatten, noch in die Autos verfrachteten, mit noch allerlei anderen Dingen, welche über’s Wochenende „irgendwelche Bearbeitung“ in der Stadt brauchten und morgen mit den neuen Gästen wieder abgeholt werden würde…..
Ich hatte Iris ja schon vor unserer Anreise aufgefordert, unseren ausstehenden Betrag von rund $ 4,500.—jetzt schon meiner VISA zu belasten, da der Kurs gegenüber dem CHF sooo günstig war.
Somit musste ich nur noch die Dinge, die wir im General Store gekauft hatten, bezahlen und allfälliges Trinkgeld. Als Souvenirs hatten wir ein T-Shirt und ein Jeans Hemd der Ranch sowie die Sporen von Marlis gekauft. Als Vorschlag für „gratuity“ waren 15 % = knapp $ 1,000.—angesagt. (Trinkgeld von 10-15 % sind auf jeder Ranch normal, aber freiwillig, habe sogar schon mal von 15-20 % gelesen….).
Ehrlich gesagt, wusste ich nicht, ob ich das zahlen wollte: selber abwaschen, das Bettzeug sogar selber abziehen und zum Haupthaus bringen, Essen gut und genügend, aber doch eher einfach (da waren wir anderes gewöhnt), nur ein „richtiger“ horse-drive……
Schlussendlich habe ich die $ 1,000.—bezahlt: schliesslich hatte sich Iris mit unserem fehlenden Koffer sehr viel Mühe gegeben (ich glaube, den hätten wir sonst nie mehr gesehen), beim Unfall von Marlis haben uns alle auch sehr geholfen und last not least hat es uns doch sehr gut gefallen.
Quasi als Zugabe haben wir dafür die CD mit den Fotos gratis erhalten, was allerdings noch einige Zeit dauerte, Jess musste sie noch brennen….
Dann noch das obligate Foto mit den Gästen auf der Veranda, wo wir sogar frische Bärenkacke fanden, Austauschen von Adressen, ein allgemeines Abschiednehmen und dann fuhren wir so gegen 10.00 h endlich los.
Fazit der beiden Wochen: Landschaft, Pferde, Leute, Unterkunft haben uns sehr gut gefallen, das Essen hätte ruhig etwas opulenter/üppiger/abwechslungsreicher sein dürfen.
Und dass wir uns wie zuhause fühlen sollten und mehr „Familienmitglieder“ denn „Gäste“ waren, ist ja gut und recht, aber wir waren trotzdem zahlende Gäste, und das nicht zu knapp: mehr als $ 7,300.—für uns beide für zwei Wochen, da hätte man sich manchmal auch etwas mehr um uns kümmern können....
Auf jeden Fall werden wir zu diesen Preisen nicht mehr hierherkommen.
Ich denke, die Bassets hatten zwar keine schottischen, aber doch schwäbische Vorfahren .
Wir verliessen Lovell und fuhren auf der „ALT 14“ ostwärts über den „Bighorn River“ und durch den „wunderschönen Bighorn National Forest“ in Richtung Sheridan.
So nach zweieinhalb Stunden verspürten wie einen kleinen Hunger und als wir nach Dayton kamen und ein „heimeliges“ Restaurant sahen, wollten wir ein verspätetes Frühstück einnehmen, für ein Mittagessen waren wir nicht hungrig genug und die Portionen sind ja bekannterweisen immer riesig.
Was sah ich da auf der Speisekarte??
ROCKY MOUNTAIN OYSTERS! Die wollte ich schon immer probieren und somit bestellten wir eine Portion als „appetizer“.
Ich muss sagen, optisch haben sie uns etwas enttäuscht: wir dachten, da kommen eine Art „meat balls“ daher.
In Wirklichkeit sahen sie eher aus wie Fischstäbchen, nur doppelt so breit, dafür nur halb so dick. Sie waren überhaupt nicht zäh, hatten eine knusprige Panade und schmeckten (wie alles „Fremde“) ähnlich wie Chicken
Dazu gab’s eine Cocktail und eine Ranch Sauce. Die Flasche „white Zinfandel“ war auch ausgezeichnet, hätte ich in so einem „Kaff“ nicht erwartet.
Danach ging’s weiter auf der I-25 via Buffalo nach Casper.
Unterwegs (in Kaycee?) an einer „junction“ sah ich von weitem die beiden Strassennummern, aber ich konnte nicht feststellen, wo „north“ und wo „south“ war. Ich konzentrierte mich auf der 2-spurigen Strasse nur auf die Strassenschilder, als plötzlich „aus dem Nichts“ ein Polizeiauto mit Sirene und blinkendem Christbaum von links auf die Hauptstrasse fuhr und mich beinahe abschoss (oder ich ihn).
Marlis meinte, sie hätte ihn gesehen und er hätte Sirene und Blinklicht erst inmitten der Kurve eingeschaltet……
So gegen 16.00 h checkten wir im „Best Western Ramkota Hotel“ in Casper ein und gingen noch ein bisschen im Pool schwimmen, dann nahmen wir um sechs Uhr im dazugehörigen „Remington’s Restaurant“ein sehr gutes Nachtessen ein.
Nach einem Schlummertrunk gingen wir um 22.00 h in’s Bett.
Als alter „Granufink Junkie“ muss ich schon mal in der Nacht aufstehen. Es war so gegen zwei Uhr morgens, als ich in’s Bad ging und ….. ….nasse Füsse hatte. Der ganze Fussboden war feucht bis nass. Ich suchte, wo das Wasser herkommen könnte und wurde ganz in der Ecke unter den Waschbecken fündig. Es tropfte ganz leicht. Ich stellte einen kleinen Abfalleimer darunter und ging wieder ins Bett.
Sonntag, 4. September 2011
Als wir um 07.00 h aufwachten, war der Eimer überfüllt und wieder stand alles unter Wasser. Zum Glück hatte es im Bad einen kleinen „Absatz“, sodass noch nichts in’s Zimmer gelaufen war.
Als ich beim Auschecken das Leck erwähnte, meinte die Rezeptionistin nur: „I’m sooo sorry“!
Wir entschieden uns, erst unterwegs und etwas später ein „richtiges“ Frühstück einzunehmen, als „Sofortmassnahme“ kauften wir an der Tankstelle 4 „double shots“ von Starbucks…
In Douglas machte beim Vorbeifahren das „Plains Trading Post Restaurant“ einen guten Eindruck auf uns und wir wurden nicht enttäuscht.
Wir bestellten jeder ein Steak, 2 Eier „sunny side up“, hashbrowns und toast und die Steaks waren wirklich „medium rare“, wie wir sie bestellt hatten!
Dann fuhren wir weiter nach Cheyenne, wo wir wieder im „Wrangler“ shoppen gingen. Dieses Jahr kein Geschirr, sondern T-Shirts, ein „coffee-mug“, CDs sowie eine Jacke für Marlis.
Danach spazierten wir noch ein bisschen umher, schossen wieder Fotos und machten uns dann auf den Weg nach Denver, wo wir wieder im „Fairfield Inn Denver Airpot“ ein Zimmer nehmen wollten, weil es da nur 1 Block bis zum „Ruby Tuesday“ ist.
Ich verpasste aber die Moteleinfahrt und nahm halt die nächste, zum „La Quinta Inns“, welches direkt vis-a-vis des Restaurants lag. Noch besser.
Zum Nachtessen gab’s die obligatorischen „baby back ribs“ mit „onion rings“ als Vorspeise, dann „beef’n’reef“ für Marlis und ein Steak mit Broccoli und Salat vom Buffet für mich.
Zur Feier des Tages tranken wir erst einen Chateau Ste. Michelle Riesling, dann einen RedDiamond Merlot.
Danach zurück in’s Hotel und zum letzten mal in USA schlafen, zumindest für dieses Jahr.
Montag, 5. September 2011
Um 07.00 h kam der „wake-up-call“, dann ein kleines Frühstück im Hotel und los zur Hertz Vermietung, um das Auto zurückzugeben.
Das klappte alles problemlos, dieses Jahr hatten wir ja keine Beule im Heck. Mit dem „shuttle“ zum Flughafen, rasch durch „security und pünktlich um 10.10 h war „take-off“ nach Philly, von dort aus auch pünktlich um 15.30 h nach Zurich, wo wir am frühen Dienstag Morgen etwas zu früh ankamen.
Das Gepäck war zum Glück rasch und vollständig auf dem Band, sodass wir noch den Zug nach St. Gallen erreichten und sofort Anschluss mit dem Postauto hatten. Müde kamen wir zuhause an, doch Marlis machte sofort die Wäsche und ich ging Rasenmähen, dann war noch ein wenig Aufräumen angesagt, die beiden Jungs hatten es während unserer Abwesenheit nicht zuu genaue genommen……
Das war’s für 2011 aber die (provisorische) Planung für 2012 hat begonnen und ich habe schon wieder ein halbes Dutzend Ranches zur Auswahl….

Henglein
Rama Cremefine










