Archiv für November 2010
Lebkuchenhaus

Ich habe das Wochenende genutzt, um für meine Tochter ein Lebkuchenhaus zu backen. Es war richtig viel Arbeit, aber meine Kleine ist schwer begeistert, also hat es sich doch gelohnt!
Bauteile backen:
Bevor es losgehen kann, müssen Schablonen für die einzelnen Bauteile des Hauses auf Backpapier aufgezeichnet und ausgeschnitten werden. Die einzelnen Teile haben folgende Maße:

Achtung: Die Zeichnungen sind nicht maßstabsgetreu!
Es werden folgende Teile benötigt:
Die Vorder- und Rückwand 2 x, die Seitenwände 2x, die Dachteile 2 x, Die Vorderwand des Kamins 1x, die Rückwand des Kamins 1x und die Seitenwand des Kamins 2x - aber einmal spiegelverkehrt!
Für den Lebkuchenteig 300 g Honig, 200 g Zucker und 4 EL Wasser in einen Topf geben und unter Rühren bei mittlerer Hitze so lange erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Sirup ca. 15 Minuten abkühlen lassen.
2 Eier mit 50 g Zucker schaumig rühren. Den abgekühlten Honig-Zucker-Sirup unter ständigem Rühren nach und nach eingießen.
750 g Mehl mit 3 TL Kakaopulver, 15 g Lebkuchengewürz und 2 gehäuften TL Backpulver mischen, zum Teig sieben und unterkneten. Den Teig zu einer glatten Masse verkneten (geht am Besten mit den Händen).
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Teig portionsweise ca. 1 cm dick ausrollen (den gerade nicht benötigten Teig wieder in den Kühlschrank legen), die Schablonen auflegen und die einzelnen Bauteile ausschneiden. Da der Teig relativ klebrig ist, habe ich ihn direkt auf dem Backpapier ausgerollt, auf dem ich ihn dann auch gebacken habe. Dadurch kann der rohe Teig beim Umlegen nicht reißen, die Form sich nicht verziehen und ich kann sicher sein, dass die einzelnen Teile nach dem Backen auch gut zusammenpassen. Außerdem habe ich ein Stück Frischhaltefolie zum Ausrollen auf den Teig gelegt. Die Folie zwischendurch immer mal wieder abziehen und neu auflegen, dann geht das Ausrollen besser. Am Besten für jede Portion Teig ein neues Stück Frischhaltefolie nehmen, da der Teig wie gesagt recht klebrig ist.
Aus der Vorderwand habe ich vorm Backen eine Tür und zwei Sprossenfenster, aus den Seitenwänden jeweils drei quadratische Fenster ausgeschnitten. Damit ich die Tür später wieder ankleben kann, habe ich eine Tür in gleicher Größe wie der Ausschnitt in der Vorderwand extra ausgeschnitten und gebacken.
Die ausgeschnittenen Fenster habe ich mit Bonbons gefüllt, so dass es hinterher wie bunte Glasscheiben aussieht. Dafür werden bunte Bonbons (ohne Füllung!) im Mixer zu Pulver zerkleinert. Das Pulver wird dann in die Löcher gestreut und mitgebacken (unter "Tipps" weiter unten habe ich dazu noch etwas geschrieben)

Die einzelnen Bauteile im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 13 bis 15 Minuten backen. Alle Teile komplett auskühlen lassen.
Zusammensetzen und Verzieren des Hauses:
Wenn alle Teile ausgekühlt sind, kann das Haus zusammengesetzt werden. Als Kleber dient Royal Icing. Insgesamt habe ich für das Haus (inkl. Deko) Royal Icing aus 3 Eiweiß benötigt, ich würde aber erstmal nur 2 Eiweiß verwenden und ggf. später nochmal extra anrühren, damit das Icing nicht aushärtet, bevor es aufgespritzt wird.
Für das Royal Icing also zunächst 500 g Puderzucker sieben. Zwei Eiweiß (den Faden entfernen!) mit 1 EL Zitronensaft kurz anschlagen, dann unter ständigem Rühren esslöffelweise den Puderzucker zugeben. Falls für die Deko noch mehr Icing gebraucht wird, einfach später nochmal 250 g Puderzucker sieben, 1 Eiweiß ohne Faden mit 1/2 EL Zitronensaft schlagen und den Puderzucker esslöffelweise zugeben.
Etwas vom Royal Icing in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Das gerade nicht benötigte Icing mit Frischhaltefolie bedecken (Folie direkt auf das Icing legen), damit es nicht hart wird. Nun zuerst die vier Wände zusammenkleben. Diese dabei am Besten durch Gläser stützen. Das Icing innen und außen an den Kanten auftragen.

Danach den Kamin in gleicher Weise zusammenkleben.

Das Haus nun erstmal ca. eine Stunde trocknen lassen.
Nach einer Stunde das Dach mit Royal Icing auf die Wände aufkleben. Ich habe direkt eine Lage Gummistangen auf die Spitze gemacht, da ja dort ohnehin Icing aufgetragen wurde. Das Haus nochmals ca. 20 Minuten trocknen lassen.

In dieser Zeit kann die Tür schon verziert werden, damit das Icing darauf komplett trocken ist, bevor man die Tür ans Haus anklebt. Ich habe die Tür auf der Vorderseite komplett mit Icing überzogen und eine goldene Zuckerperle als Türgriff aufgesetzt.
Nun kann der Kamin mit Royal Icing ans Haus angeklebt werden und es kann mit dekorieren losgehen. Dabei ist natürlich alles möglich, was gefällt. Ich habe das Dach streifenweise mit verschiedenen Gummibärchen, Schokolinsen und M&Ms verziert. Dafür das Royal Icing in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle füllen und jeweils einen kleinen Klecks auf die Unterseite der Süßigkeiten geben und am Dach festdrücken. Evtl. größere Lücken zwischen den Süßigkeiten habe ich mit kleinen Tupfen aus Royal Icing gefüllt (ggf. mit einer Sterntülle aufspritzen, sieht einfach schöner aus).


Damit es schöner aussieht, habe ich die Nähte vom Zusammenkleben des Hauses mit kleinen Tupfen überdeckt, die ich mit einer feingezackten Sterntülle aufgespritzt habe. Außerdem habe ich an alle Dachkanten und an die "Fensterbänke" an den Seitenwänden kleine Eiszapfen gehängt. Dafür mit einer kleinen Lochtülle Tupfen aufspritzen und diese dann ohne weiter auf den Spritzbeutel zu drücken nach unten wegziehen.
An der vorderen Dachkante und am Kamin habe ich außerdem ein paar silberne Zuckerperlen aufgeklebt.

Und natürlich habe ich die Tür wieder angeklebt, so dass sie etwas offen steht.
Ich habe zuerst das komplette Haus fertig dekoriert, bevor ich den "Vorgarten" gemacht habe, damit ich evtl. heruntertropfendes Icing noch wegwischen konnte.
Für den "Vorgarten" habe ich erstmal rundherum eine dünne Schicht Icing aufgetragen. Ich habe aus Smarties einen kleinen Gehweg hin zur Tür gelegt und noch einige Süßigkeiten rund ums Haus verteilt.
Vor dem Haus habe ich außerdem drei Tannenbäume aufgestellt. Darunter sind "Goldene Zapfen" von Lindt. Die sehen aus wie kleine Schoko-Regenschirme. Ich habe den "Griff" davon abschnitten, einen kleinen Teil Icing mit Lebensmittelfarbpaste grün eingefärbt und die Schokolade damit überzogen. Um die Spitzen rundherum zu bekommen, habe ich mit einem Teelöffel leicht auf das Icing geklopft, dass so mit dem Löffel nach außen gezogen wird und Spitzen bildet. Auf das noch feuchte Icing habe ich kleine Zuckerperlen aufgeklebt. Die Bäume sollten komplett trocken sein, bevor sie vor dem Haus platziert werden, da man das Icing beim Anfassen sonst kaputt macht. Zum Trocknen können die Bäumchen z. B. in ein Stück Marzipan gesteckt werden.
Sobald die Bäumchen ganz trocken sind, kann man sie vor dem Haus anbringen. Dafür habe ich einen großen Klecks Icing auf die Unterlage gespritzt und die Bäumchen hineingestellt. Damit sie nicht umfallen, bis das Icing trocken ist, habe ich sie an Schnapsgläschen angelehnt, die ich logischerweise hinterher wieder weggeräumt habe.

Der Zaun besteht aus Curly Wurly. Das ist ein Karamell-Riegel mit Schokolade überzogen und sieht aus wie ein kleiner Zaun. Die Curly Wurly können ggf. etwas gebogen werden um um die Ecken rumzuführen. Dafür müssen sie aber Zimmertemperatur haben, da das Karamell bricht, wenn es zu kalt ist. Die einzelnen Zaunteile können ggf. auch mit Schnapsgläsern gestützt werden, bis das Icing trocken ist. Den Zaun habe ich dann ebenfalls mit kleinen Eiszapfen verziert.
Tipps:
Und noch ein paar Tipps rund ums Lebkuchenhaus:
- Als Erstes: Zeit nehmen! Ein Lebkuchenhaus ist nichts für Zwischendurch. Ich habe den kompletten Sonntag dafür gebraucht (gut, es war auch mein erster Versuch, geht bestimmt auch schneller, aber Geduld braucht man in jedem Fall).
- Ich hasse nichts mehr, als wenn mir zum Schluss hin der Teig ausgeht und ich feststelle, dass ich für mein letztes Stück nicht mehr genug Teig habe, weil ich ihn vielleicht etwas dicker ausgerollt habe als vorgesehen. Ich habe deshalb vom obigen Rezept die 1 1/2 fache Menge gemacht. Vom restlichen Teig kann man ja z. B. eckige Lebkuchen ausstechen oder Lebkuchenmänner und die dann mit Icing verzieren. Oder man sticht irgendetwas aus, das man als Deko dann vor dem Haus platzieren kann (also Bäumchen oder Schneemann z. B.). Ich habe daraus kleine Lebkuchen ausgestochen, die ich als Deko für meine nächsten Cupcakes nutzen will.
- Für die Bonbonfenster werden - wie oben schon geschrieben - Bonbons im Mixer zerkleinert und das Pulver dann in die Löcher gestreut. Das Bonbonpulver bitte immer luftdicht verschließen, wenn es gerade nicht gebraucht wird, da es schnell Feuchtigkeit zieht und Klümpchen bildet. Die Lücken können ruhig großzügig mit dem Pulver ausgestreut werden (bis in die Ecken!), da das Pulver ohnehin "zusammenfällt" wenn es flüssig wird. Damit das Pulver nur in den Löchern und nicht auf dem Lebkuchenteig landet, habe ich es mit einem kleinen Trichter in die Löcher gefüllt.

Und hier nochmal alle Zutaten auf einen Blick (normale Teigmenge):
Für das Lebkuchenhaus:
300 g Honig
250 g Zucker
2 Eier
750 g Mehl
3 TL Kakaopulver
15 g Lebkuchengewürz
2 geh. TL Backpulver
Für das Royal Icing:
3 Eiweiß
1 1/2 EL Zitronensaft
750 g Puderzucker
Für die Deko:
Jede Menge Süßigkeiten ;o)

Milchmädchentaler

Das Rezept habe ich schon seit zwei Jahren hier rumliegen und dieses Jahr komme ich endlich mal dazu es zu testen. Milchmädchentaler sind Schokoplätzchen mit Karamell-Schokocremefüllung - lecker!
Für die Füllung von einer 400-g-Dose Milchmädchen (das ist gezuckerte Kondensmilch) das Etikett entfernen und die ungeöffnete Dose in einen Topf mit Wasser geben und zum Kochen bringen. Die Kondensmilch etwa 75 Minuten im Wasser kochen lassen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Dose immer vollständig mit Wasser bedeckt ist, ggf. Wasser auffüllen. Nach 75 Minuten die Dose aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen. Durch das Kochen karamellisiert die gezuckerte Kondensmilch und es entsteht eine Karamellcreme. Man kann die Creme auch schon einige Tage vorher machen und dann einfach die Dose geschlossen aufbewahren. Die Creme sollte komplett abgekühlt sein, bevor die Plätzchen damit gefüllt werden.
Für die Schokoplätzchen 100 g Zartbitterschokolade hacken und im Wasserbad schmelzen. 500 g Mehl, 100 g Zucker, 80 g Kakao, 2 Eier und 250 g weiche Butter in Flöckchen in eine Schüssel geben. Die geschmolzene und etwas abgekühlte Schokolade dazu und alles zu einem glatten Teig verkneten (geht am Besten mit den Händen). Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. eine halbe Stunde kalt stellen.
Dann den Teig dünn ausrollen und runde Kekse ausstechen. Bei der Hälfte der Kekse mit einem kleineren Ausstecher Sterne (es gehen natürlich auch kleine Kreise, Herzen etc.) ausstechen - das werden die Oberteile der Taler.

Ich habe dafür einen speziellen Ausstecher, der den Kreis außen und den Stern innen gleichzeitig aussticht. Der Ausstecher hat einen Durchmesser von ca. 5,5 cm und man kann die kleinen Ausstecher innen auswechseln.

Die Kreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nach und nach im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 13 bis 15 Minuten backen. Bei Ober-/Unterhitze bitte jeweils nur ein Backblech auf die mittlere Schiene geben. Man kann die Kekse aber auch bei 150 Grad Umluft backen und mehrere Bleche gleichzeitig in den Ofen schieben.

Die Kekse vollständig auskühlen lassen.
Für die Füllung 100 g Zartbitterschokolade hacken und im Wasserbad schmelzen. Das Milchmädchenkaramell in eine Schüssel geben, die geschmolzene und etwas abgekühlte Schokolade dazu und glattrühren.
Die Karamell-Schokofüllung großzügig auf den Plätzchen ohne Loch verteilen und jeweils ein Plätzchen mit Stern draufsetzen und andrücken, so dass die Füllung sich etwas durch den Stern nach oben drückt.
Am Besten bestreicht man die Seite, mit der die Plätzchen auf dem Backblech gelegen haben, da diese Seite gerade ist und sich das Oberteil besser aufsetzen lässt.
Die Milchmädchentaler zum Schluss mit etwas (ca. 2 TL) Kakao bestäuben.
Das Rezept hat bei mir 70 Taler ergeben, das kann aber natürlich variieren - je nachdem, wie dick der Teig ausgerollt wird und wie groß der Ausstecher ist. Wer von der Karamell-Schokocreme noch übrig hat, kann sie auch als Brotaufstrich verwenden.

Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
1 Dose Milchmädchen (400 g)
200 g Zartbitterschokolade
500 g Mehl
100 g Zucker
80 g + 2 TL Kakaopulver
2 Eier
250 g weiche Butter
Lebkuchen

So, nun ist auch meine diesjährige Weihnachtsbäckerei endlich eröffnet. Los ging es mit Lebkuchen. Zitronat und Orangeat mag ich nicht, also kam mir dieses Rezept hier gerade gelegen:
4 alte (also trockene) Crossaints in einer Schüssel zerbröseln. 250 g gemahlene Nüsse oder Mandeln, 250 g Zucker, 3 g Hirschhornsalz, 2 Eier, 1/8 Liter lauwarme Milch und ca. 1 gehäufter TL Lebkuchengewürz (nach Geschmack auch mehr oder weniger) dazugeben. Und alles gut verkneten. Das geht am Besten mit den Händen.
Den Teig abdecken und über Nacht kühlstellen.
Am nächsten Tag kleine Teigmengen abnehmen und auf runde Oblaten mit 5 cm Durchmesser verteilen.
Die Lebkuchen im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft für ca. 20 Minuten backen.

Die Lebkuchen vollständig auskühlen lassen und mit Schokoguß bestreichen. Damit die Lebkuchen eine etwas glattere Oberfläche bekommen, habe ich sie ein zweites Mal mit Schokoguß bestrichen, nachdem die erste Schicht vollständig getrocknet war. Ich habe insgesamt ca. 250 g Schokoguß benötigt.
Das Rezept ergibt ca. 45 bis 50 Lebkuchen.

Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
4 altbackene Crossaints
250 g gemahlene Nüsse oder Mandeln
250 g Zucker
3 g Hirschhornsalz
2 Eier
1/8 l lauwarme Milch
ca. 1 geh. TL Lebkuchengewürz
250 g Schokoguß
45 - 50 Oblaten, Durchmesser 5 cm
What-a-wonderful-world-Cupcakes

Ich liebe ja dieses Lied. Besonders im Medley mit "Somewhere over the rainbow" von Israel Kamakawiwo´ole. Und seit das Lied wieder in den Charts ist, hört man es endlich öfter auch mal im Radio. Warum also nicht mal Cupcakes passend dazu backen.
Im Text heißt es:
I see trees of green, red roses too
...
I see skies of blue and clouds of white
...
The colours of the rainbow so pretty in the sky
Und das habe ich nun versucht, in einen Cupcake zu packen. Also die Bäume hab ich ausgelassen, aber rote Rosen auf grüner Wiese, blauer Himmel, weiße Wolken und den Regenbogen. Eine Sonne gab es noch zusätzlich :o)

Ich hätte das grün vielleicht etwas kräftiger und/oder das blau etwas heller machen sollen, aber erkennbar ist es denke ich trotzdem.
Der Cupcake ist ein Orangen-Cupcake mit Mascarpone-Orangen-Frosting. Das Rezept ergibt ca. 18 bis 20 Cupcakes. Und so funktioniert das Ganze:
Für die Deko habe ich einige Tage vorher Folgendes vorbereitet:
Aus Royal Icing habe ich die Sonnen gespritzt. Wie Royal Icing hergestellt wird und was dabei zu beachten ist, habe ich bereits hier beschrieben: http://www.chefkoch.de/blogs/8,800/Reif-fuer-die-Insel-Cupcakes.html Für die Sonnen habe ich das Royal Icing gelb eingefärbt und mit etwas Wasser verdünnt. Bitte nur tröpfchenweise Wasser zugeben, da das Royal Icing sonst zu dünnflüssig wird. Ich habe damit dann mit einem kleinen Löffel Kleckse auf Klarsichtfolie gemacht und das Icing dann mit einem Zahnstocher rundherum nach Außen gezogen, so dass die Strahlen entstanden sind. Das Royal Icing muss dann komplett aushärten und kann dann von der Klarsichtfolie vorsichtig gelöst werden.
Die Regenbögen sind aus Fondant gemacht. Ein bisschen was zur Verarbeitung von Fondant habe ich hier geschrieben: http://www.chefkoch.de/blogs/8,985/White-Cupcakes-mit-weisser-Schokoladen-Buttercreme.html Für die Regenbögen habe ich kleine Mengen Fondant in rot, orange, gelb, grün, blau und lila eingefärbt, ausgerollt und jeweils kleine Streifen abgeschnitten und aneinandergelegt.

Dann die Fondantstreifen nochmals zusammen ausgerollt, so dass sich die einzelnen Streifen verbunden haben. Falls es sich an der ein oder anderen Stelle nicht verbindet, einfach mit einem dünnen Pinsel ein kleines bisschen mit Wasser anfeuchten - aber bitte nur die Kanten, nicht die Oberseite! Die ausgefransten Enden habe ich dann links und rechts auf eine Länge geschnitten und den Regenbogen zum trocknen über irgendetwas Rundes gelegt (also z. B. Kinder-Nudelholz, Griff vom Schneebesen, Stösel etc.)

Der Fondant sollte vollständig aushärten, damit er seine Form behält.
Leider verträgt sich das Mascarpone-Frosting nicht besonders mit dem Royal Icing und dem Fondant (im Mascarpone-Frosting ist zu viel Feuchtigkeit, so dass Fondant und Icing nach einiger Zeit weich werden und verlaufen), also die Deko bitte erst kurz vorm Servieren auflegen.
Und nun ans Backen:
Für die Rosen etwa 25 g Marzipanrohmasse rot einfärben und daraus kleine Kügelchen formen und erstmal Beiseite stellen.

Für die Orangen-Cupcakes 3 Eier mit 250 g Zucker und der abgeriebenen Schale von einer Zitrone schaumig schlagen. Einen 150-g-Becher Naturjoghurt sowie einen 3/4 Joghurtbecher voll Orangenöl unterrühren. 250 g Mehl mit 1/2 Päckchen Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.
Etwa 1/3 des Teiges abnehmen und grün einfärben. Vom Rest erneut etwa 1/3 umfüllen, das hell bleibt. Den restlichen Teig blau färben.
Ein Muffinbackblech mit Papierförmchen bestücken und den Boden der Förmchen ganz dünn mit grünem Teig bestreichen. Darauf die Hälfte der Marzipankügelchen verteilen. Nochmals grünen Teig (etwa 1 TL jeweils) daraufgeben, so dass die Kügelchen bedeckt sind und die restlichen Marzipanrosen darauf verteilen.

Als nächstens eine dünne Schicht blauen Teig in die Förmchen geben, so dass der grüne Teig vollständig bedeckt ist.
Jetzt den weißen und blauen Teig mit kleinen Löffeln abwechselnd in die Förmchen füllen, so dass ein "Kuhfleckenmuster" entsteht.

Wenn alle Teigschichten im Förmchen sind, sollte das Förmchen etwa zu 2/3 gefüllt sein.
Die Cupcakes nun im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 15 bis 20 Minuten backen.
Die Cupcakes vollständig auskühlen lassen.
Für das Frosting 160 g Puderzucker sieben und mit 160 g weicher Butter schaumig schlagen. 340 g Mascarpone und 3 EL Orangenöl unterrühren.
Das Frosting teilen und eine Hälfte blau einfärben.
Das helle und das blaue Mascarpone-Frosting zusammen in einen Spritzbeutel füllen und mit einer Lochtülle auf die Cupcakes aufspritzen. Jeweils eine Sonne und einen Regenbogen aufsetzen.

Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
Für die Orangen-Cupcakes:
3 Eier
250 g Zucker
Schale von 1 Zitrone
150 g Naturjoghurt
3/4 Joghurtbecher Orangenöl
250 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
25 g Marzipanrohmasse
Lebensmittelfarbe (Paste) in rot, grün und blau
Für das Orangen-Mascarpone-Frosting:
160 g weiche Butter
160 g Puderzucker
340 g Mascarpone
3 EL Orangenöl
Lebensmittelfarbe (Paste) in blau
Für die Deko:
Royal Icing (Rezept siehe hier: http://www.chefkoch.de/blogs/8,800/Reif-fuer-die-Insel-Cupcakes.html )
Fondant
Lebensmittelfarbe (Paste) in rot, orange, gelb, grün, blau, lila
Sternen-Tarteletts mit Mascarpone-Zimtcreme und Mandarinchen

Das Rezept ergibt 6 Tarteletts.
Für den Tartelett-Teig 150 g Mehl, 45 g Zucker, 1 1/2 Prisen Salz und den Abrieb von 3/4 Orange in eine Schüssel geben. 90 g kalte Butter in kleine Stücke schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Nun die Butter im Mehl zwischen den Fingern kleinreiben und so die Mehlmischung schon etwas in die Butter einarbeiten. Dann 3 bis 4 EL Wasser zugeben und alles schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
Nach der Ruhezeit den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Sechs Tartelett-Förmchen einfetten und mit dem Teig auslegen.
Den Teig mit Backpapier belegen und darauf getrockente Hülsenfrüchte zum Blindbacken geben.

Die Tarteletts zunächst mit den Hülsenfrüchten im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad Umluft für 10 Minuten backen. Dann herausnehmen, das Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen und die Tarteletts nochmal 10 Minuten backen.
Die fertig gebackenen Tarteletts etwas abkühlen lassen, aus den Förmchen stürzen und vollständig auskühlen lassen.

Die Tarteletts kann man ohne Probleme schon einige Tage vorher backen und in einer Dose aufbewahren, bis sie belegt werden.
Für die Mascarpone-Zimtcreme zwei Eigelb mit 2 EL Zucker zu einer hellen schaumigen Masse aufschlagen. Esslöffelweise 200 g Mascarpone unterrühren. Zuletzt einen gestrichenen Teelöffel Zimt unterrühren.
Die Creme auf die Tarteletts verteilen und glattstreichen.
Für den Obstbelag werden ca. 6 Mandarinchen benötigt - je nach Größe aber vielleicht auch eines mehr oder weniger. Wer runde Tarteletts backt braucht sicherlich auch mehr Mandarinchen.
Die Mandarinchen schälen, in Stücke teilen und von der weißen Haut befreien. Die Mandarinenstücke auf der Creme verteilen.

Wer möchte kann dann noch einen Tortenguss auf die Mandarinchen geben. Das ist immer dann sinnvoll, wenn die Tarteletts nicht gleich gegessen werden. Ich habe für meinen Tortenguss einen Teil des Wassers durch Mandarinensaft ersetzt und dann einfach nach Packungsanleitung zubereitet. Dafür einfach drei bis vier Mandarinchen halbieren und mit einer Zitruspresse auspressen. Eigentlich reicht aber eine halbe Packung Tortenguss für die sechs Tarteletts.

Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
Für die Tarteletts:
150 g Mehl
45 g Zucker
1 1/2 Prisen Salz
Abrieb von 3/4 Orange
90 g Butter
3-4 EL Wasser
getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Für die Mascarpone-Zimtcreme:
2 Eigelb
2 EL Zucker
200 g Mascarpone
1 gestr. TL Zimt
Für den Obstbelag:
ca. 6 Mandarinchen
ggf. 1 Päckchen Tortenguß und 3 bis 4 weitere Mandarinchen
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits