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Kochkurs bei Alexander Herrmann

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Kochkurs bei Alexander Herrmann, inklusive Arrangement mit 4 Gang Menü am Vorabend.

Zu meinem 60. Geburtstag im vorigen Jahr hat man mir eine Riesen-Freude bereitet und einen Kochkurs bei Alexander Herrmann geschenkt. Da es im Voraus keine Geschenkgutscheine gibt musste alles seinen normalen Gang gehen, also anmelden und abwarten wann man dann endlich einen verbindlichen Termin bekommt.

Das bedeutet es kommt ein Anmeldeschreiben auf das man sooooofort reagieren muss, sonst sind die Termine bald ausgebucht, ich hatte das Glück das ich nicht all zu lange warten musste und am letzten Wochenende war es dann soweit.

Die Anreise mit meiner Frau am Freitag, war wegen dem sehr schönen Wetter auch angenehm und wir wurden sehr freundlich begrüßt und in unser reserviertes Zimmer begleitet.

Auch wurde uns für das 4 Gänge Menü am Abend bereits die Speisenfolge mitgeteilt und wenn etwas dabei ist was man nicht verträgt oder nicht essen kann, konnte man sich mit einem anderen Gericht aus einer Auswahl das Menü umstellen.

Leider wurde das Hotel zu dieser Zeit gerade umgebaut und wir konnten nicht alle Räumlichkeiten bestaunen, auch wurde uns ein Umbaurabatt eingeräumt, aber das was wir sahen und bestaunen konnten, war alles von Feinsten und sehr sauber.

Die integrierte Badelandschaft inklusive Sauna und Wellnessbereich war einzigartig und das alles in einem alten Haus, wir haben nur gestaunt.

So nun zu dem angenehmen appetitlichen Teil am Abend, es gab verschiedene Beginnzeiten des 4 Gänge Gourmet Menü, die man sich ebenfalls aussuchen konnte.

Was uns am Tisch sehr überraschte, war die kleine Menüfolgenkarte, sie war auf den Fischabend meiner Frau abgeändert, tolle Geschichte.

Ich erzähle Euch einmal was es zu essen gab:

Vorspeise:

Saiblingskaviar und Tatar

„Folien"-Kartoffel,

gebackene Kartoffelschale mit Blattsilberverzierung

Dazu gab es einen 2008er Müller Thurgau trocken vom Weingut Stahl aus Auernhofen.

Zwischengang:

Kabeljau mit Dill pochiert

Wurzelgemüse, Blausud, Speck

Dazu gab es ein 2008er Silvaner Kabinett trocken vom Weingut Strintzing aus Mainstockheim

Hauptgang bei mir:

Gebratener Hirschrücken, eine Zimt-Hollandaise, geschmorte Feigen und Egerlinge

Dazu gab es ein 2006 Merlot, vom Weingut Luckert aus Sulzfeld.

Hauptgang bei meiner Frau, sie hatte sich für einen kompletten Fischabend entschieden:

Seezunge mit Macadamia-Kräutersalat gefüllt, Petersilien-Zitronenpüree und Nussbutter.

Dazu bekam sie einen 2008er Chenin Blanc, Domaine des Guyons, Loire.

Als Dessert bekamen wir:

Gefrorene Mandelschnitte auf einem Fruchtspiegel obenauf gefüllte Rumkirschen.

Dazu gab es einen 2008er Scheurebe Trockenbeerenauslese, vom Weingut Störrlein aus Randersacker, den wir aber leider ausließen.

Meine Frau entschied sich für einen Cappuccino und ich genoss ein Gläschen Zitronenbirnen-Brand.

Zwischen den einzelnen Gängen kamen immer wieder Grüße aus der Küche, die uns zu Geruchs- und Geschmackstests kredenzt wurden.

Alles in allem ein sehr gelungener Abend, den wir bestimmt nicht so schnell vergessen werden.

Der Kochkurs

Am Samstag um 10:30 kam dann mein mit Spannung erwarteter Kochkurs, zunächst wurden wir mit einer Schürze ausgestattet und durften an einem, von einem Mitarbeiter des Hauses, geleiteten Geruchstest teilnehmen.

Es waren 14 schwarze Gläser aufgebaut die mit Nummern versehen waren, in den Gläsern waren Flüssigkeiten mit verschiedenen Duftessenzen, dabei waren Orangen, Zitronen, Zimt, Nelken, Paprika, Heu, schwarze Oliven, Vanille, Minze usw. usw.

Wir durften dann unseren Geruchssinn testen, ich muss sagen es war gar nicht so einfach, da diese Düfte sehr schwach waren.

Inzwischen kam dann Alexander dazu und wir durften dann zusammen mit ihm etwa 30 Meter über den Markplatz laufen und begaben uns in ein abseits gelegenes Haus in dem das Kochstudio eingebaut ist.

Alles vom Feinsten, wir haben nur so gestaunt, angefangen über Wärmeschubladen, Backöfen, Dampfgarer, in der Mitte der Arbeitsfläche ein großes Ceranfeld an dem Alexander uns dann alles zeigte.

Für die ersten beiden Gänge durften wir dann mitarbeiten, bei den restlichen 2 Gängen war dann alles bereits vorbereitet und wir durften dann den vielen Erklärungen lauschen und Kochvorführungen zuschauen.

Zunächst als Einstimmung ein Gläschen Secco und dann ging es mit der Vorspeise los.

Möchte hierzu noch anmerken, das ich nur die Herstellungsweise beschreibe und keinerlei Rezepte veröffentliche, diese unterliegen dem Copyright von Alexander Herrmann, ebenso stelle ich keine Bilder zur Verfügung.

Die Vorspeise war fokussiert auf Aromen, es gab dazu Kalbsfilet in den  Farben grün-gelb-rot-braun.

Zunächst die Variante „Grün", hier wurde eine Scheibe Kalbsfilet ca. 5 mm dick geschnitten mit Olivenöl bestrichen und zwischen Folie plattiert, als Füllung wurde aus Limonensaft, Wasabipaste, Öl und Meersalz eine Paste angerührt, inzwischen frischer Kerbel gezupft und zusammen mit der Paste auf die Scheibe Kalbsfilet gegeben und die Scheibe aufgerollt.

Die Variante „Gelb", wurde als Carpaccio angerichtet, dazu eine wirklich sehr dünne Scheibe vom Kalbsfilet schneiden und mit dem Messerrücken ausstreichen, dann wird eine Marinade aus Orangensaft, Safran, Ingwer, Curry und Sauerrahm hergestellt und damit das Fleisch beträufelt.

Die Variante „Rot" war als Würfelchen-Tatar aus den Kalbfleischfiletköpfen geschnitten, dazu wurde noch eine rote Paprika geschält und Tomaten entkernt und ebenfalls in feine Würfelchen geschnitten, beides wurde dann mit Chiliöl und Meersalz und Tomatenessig gewürzt und in Ringe gefüllt, zunächst das Tatar und obenauf die Tomaten-Paprikamischung.

Die Variante „Braun" bestand aus einer fingerdicken Scheibe Kalbsfilet, die kreuzweise nur bis in die Mitte eingeschnitten wurde und kurz scharf nur von einer Seite angebraten wurde.

Als Belag wurde eine Paste, bestehend aus gerösteten Kürbiskernen, grobem Pfeffer, Meersalz und alter Balsamico, hergestellt.

Das Zwischengericht war fokussiert auf NT -Garen.

Es gab Saibling mit Estragon pochiert, dazu Schmorgurken-Kaviar und Folienkartoffel.

Dazu wurde das Saiblingsfilet mit Meersalz gewürzt und je Seite ein Blatt frischer Estragon aufgelegt mit Limonenabrieb versehen und zusammen gelegt, ein Stück Frischhaltefolie an der Seite gebuttert und den Fisch aufgelegt und noch einmal direkt gebuttert und fest eingerollt und an beiden Seiten verknotet. Bei 80° C im Ofen gegart.

Die Gurken wurden geschält und ohne Kerne gewürfelt in Olivenöl angeschmort und mit Sauerrahm verrührt, mit Meersalz abgeschmeckt.

Die Kartoffel wurden auf einem Salzbett im Backofen gegart, anschließend geschält und gestampft mit Nussbutter und Meersalz und Pfeffer abgeschmeckt und in Ringe gefüllt und im Ofen noch einmal gewärmt. (Die Ringe symbolisierten die Folie)

Angerichtet und die Schmorgurken mit Saiblingskaviar verziert.

Beim Hauptgericht wurden zweierlei Garmethoden angewandt, zum einen das schonende Braten und zum anderen „Sous Vide-Garen"

Die Fleischarten waren Lammrücken mit Rosmarin und beim Sous Vide-Garen Hühnerbrust mit Olivenöl, Meersalz und Thymian.

Lammrücken wurde schonend angebraten und dann bei 100° C im Ofen weitergegart, während die Hühnerbrust im Vakuumbeutel in den Dampfgarer bei 60° C  kam.

Als Beilagen gab es drei Sellerievarianten, zum einen ein Schaum aus Bleichselleriesaft, dann von Knollensellerie dünne Scheibchen geschnitten und dann dünne Streifen geschnitten und frittiert und dann noch ein Sellerie-Kartoffelpüree. Zuzüglich für den Lammrücken eine Rotweinzwiebelreduktion.

Kurz vor dem Anrichten wurden beide Fleischarten noch in Butter und in der Pfanne angeschwenkt, beim Lammrücken wurden die Rosmarinnadeln noch kross gebraten und die Hühnerbrust wurde gebräunt.

Als Dessert gab es zwei verschiedene Kirschzubereitungen:

Kirschcreme-Eis auf Schokobrösel mit Grissini mit gehackten Kakaobohnen und getrockneten Kirschen.

Kirschgelee mit weißem Schokoladenschaum.

Fazit des Wochenendes, wir würden es jederzeit wieder machen, zumal Alexander Herrmann von seiner Art wirklich so ist wie er sich auch im TV zeigt und gibt.

Allen die jetzt neugierig geworden sind, kann ich dieses Event nur schmackhaft machen.

Liebe Grüße Hobbyko




 

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