Zwar hat der Himmel mein Jammern erhört und heute scheint die Sonne. Aber hiesiges frisches Grün ist noch lange nicht zu erkennen. Außer Rasen. Solange öffne ich hin und wieder ein Glas, das mir unerwartet geschmacklich und qualitativ treu geblieben ist.
Dafür hatte ich im Januar ein paar Spitzkohl-Rezepte von hier genommen, sie untereinander vermischt und vervielfacht.
1 kg HACK hatte ich mit Zwiebeln, SPECK, KÜMMEL, 2 Tl scharfem PAPRIKA, frisch gemahlenem PFEFFER und KNOBLAUCH angebraten. Dazu kamen 2 in feine Streifen geschnittene SPITZKOHL, 1 1/2 kg in Spalten geschittene KARTOFFELN und 3 Tl SALZ. Das alles habe ich mit 1 1/2 l Brühe aufgefüllt (keine Suppe, nur gerade so bedeckt lassen!) und so lange köcheln lassen, bis die Kartoffeln noch nicht ganz durch waren, also kurz.
Gute 10 Minuten vor Ende der Garzeit habe ich in einem Topf mit Essigwasser die Deckel und Gummiringe der Einmach-Gläser in Essigwasser noch mal frisch ausgekocht, klar gespült und somit etwas keimarmer gemacht.
Dann habe ich auf die Deckel der Weckgläser die Gummiringe gefriemelt, mir die Finger verbrannt, die Gläser geschlossen, Klammern angebracht und alles 90 Minuten (alles, wo Kartoffeln drin sind, soll 1 1/2 Stunden einkochen) in meinen Einkochtopf auf 100 Grad eingekocht.
Ich bin dazu übergegangen, alle Gewürze und auf jeden Fall gemahlene Gewürze zum Einkochen immer im Bratfett mit anzubraten. Also nicht nur kurz vor Ende ins Kochgut. Weil Fett heißer wird als Wasser und ich somit hoffentlich ein paar Keime mehr eliminieren kann. Außerdem duften manche Gewürze beim Braten so schön.
Anscheinend bleibt mir so einiges besser erhalten.
Liebe Grüße
Joela

Henglein
Rama Cremefine











