paulfritzes Blog
Einfach Lecker Essen

Ein Museumsbesuch zum Nachkochen: Kosher & Co. Über Essen und Religion

Im Jüdischen Museum Berlin kann man derzeit zwei Sonderaustellungen parallel zu der Dauerstellung in dem von Daniel Libeskind beeindruckenden Bau ansehen. Eine Sonderaustellung zeigt schwarz-weiß Fotografien von Künstlern des Blue Note Record Labels (u.a. Miles Davis, Herbie Hancock, etc.), dazu hört man wahlweise mit einem geliehen Audioguide auch die entsprechenden Musikstücke der einzelnen Künstler. Die zweite Sonderaustellung "Koscher & Co. Über Essen und Religion" leitet sehr anschaulich her, warum in unterschiedlichen Religionen kosher gegessen wird. Im Judentum unterliegen diese Regeln der Kaschrut, dem jüdischen Speisegesetz. Ich habe viele neue Dinge erfahren, u.a. dass nicht nur die Nahrung kosher sein muss, sondern auch die Töpfe und Schüsseln in denen das Essen zubereitet und serviert wird. So darf man kein Fleisch in einer Pfanne braten, in der vorher z.B. eine Sahnesoße zubereitet wurde. Milch und Fleisch darf nach den Regeln der Kaschrut nicht gemeinsam verzehrt werden. Über alte Ausstellungstücke, Spiele und gefilmte Interviews von Menschen, die sich heute nach dem Speisegesetz (versuchen zu) richten, lernt man hier in heller und offener Atmosphäre eine ganze Menge Dinge dazu - so ging es zumindest mir.

Schön finde ich die Idee der Ausstellungsinitiatoren, den Museumsbesuch mit nach Hause nehmen zu können: Man bekommt am Eingang einen Plastiklöffel mit einem Code darauf. In jedem Ausstellungsraum ist ein Teller auf den man den Löffel kurz legt, woraufhin der Teller kurz leuchtet. Den Code vom Löffel gibt man zu Hause auf einer Website ein und bekommt dann für jeden berührten Teller ein Rezeptvorschlag den man zu Hause nachkochen kann.

Die Ausstellung kann man noch bis zum 28.02.2010 besuchen.  

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So mag ich Pastinaken am liebsten

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Pastinaken sind ein Gemüse, was ich selten außerhalb der eigenen vier Wände zu sehen und zu essen bekomme, obwohl es Abwechslung an den Tisch bringt und man es auf dutzende verschiedene Arten zubereiten kann. Kauft Euch doch mal ein paar dieser Wurzeln und anstatt von Karotten oder Kartoffeln zur Beilage des nächsten Kotelett, macht Pastinaken. Hier sind drei Vorschläge:

1. Gegrillter Pastinaken-Salat mit Petersilie und Zitrone
2. Pastinaken aus dem Ofen mit Butter und Zwiebeln
3. Gekochte Pastinaken mit Tomaten

1. Gegrillter Pastinaken-Salat mit Petersilie und Zitrone (Pastinake, Zitrone, Petersilie, Olivenöl, Salz, Pfeffer)

Die Pastinaken gründlich schälen und am besten mit einem Hobel dünn aufschneiden. In einer Schüssel mit Zitronensaft, Olivenöl und Pfeffer ein paar Minuten marinieren und dann in einer Grillpfanne von beiden Seiten bräunen bis ein paar schöne Grillstreifen entstehen. Die Pastinaken zurück in die Schüssel geben und eine gute Prise Salz und die gehackte Petersilie dazugeben. Ordentlich umrühren, auskühlen lassen und vor dem servieren noch einmal mit Salz, Pfeffer und ein bisschen Zitronensaft abschmecken.

2. Pastinaken aus dem Ofen mit Butter und Zwiebeln (Pastinake, Butterflocken, Salz, Zwiebel in Ringen)

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und die Pastinaken schälen und in gleich starke Sticks schneiden. In einer Schüssel verteilen, und einige Butterflocken daraufgeben. Die Zwiebelringe ebenfalls auf die Pastinaken legen und alles ein wenig salzen. Nach ca. 10 Minuten können die Sticks mit den Zwiebeln aus dem Ofen (je nach Größe) und manchmal schadet ein wenig Zitronensaft darauf auch nicht.

3. Gekochte Pastinaken mit Tomaten (Pastinake, Kirschtomaten, Olivenöl, Kümmel, Salz)

Die Pastinake schälen und in gleich große Stücke schneiden. Ein Top mit heißem Wasser, Salz und ein bisschen Kümmel aufsetzen und die Pastinaken garen, bis diese bissfest sind. Dann mit den halbierten Kirschtomaten und einem kleinen Schuss Olivenöl vermengen und servieren.

Sehr einfach, lecker und eben einfach eine gute und günstige Alternative zu dem üblichen Gemüse am Tisch. Lasst es Euch schmecken!

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