caralbs Blog

Die neue Telefonanlage

Seit dem in der Familie die Meinung herrschte, man sollte mit der Zeit gehen, wurde unser Haus „modernisiert“, technisch, nein vielmehr elektronisch, wohlgemerkt.

In jeder Ecke piepst, blinkt, summt es so wie auf einem Raumschiff. Wenn wir nachts ins Badezimmer müssen, brauchen wir den Weg nicht mehr zu ertasten, es ist in allen Zimmern so hell wie auf Sizilien in dem Monat des Sankt Alfio Festes.

In jeder freien Ecke leuchten Dioden in bunten Farben so wie bei der Madonna-Prozession an den kirchlichen Festtagen im bigotten Sankt Alfio. Es fehlen nur noch die Feuerwerke. Sogar die Katzen schlafen nun unter dem Schrank.

Hinzu kommt, dass wir jetzt voll mit einem neuen DSL-Anschluss mit 16.000 irgendwas ausgestattet wurden. Damit können wir schneller, komfortabler telefonieren, nur können muss man das.

Mit der Super-Schlau-Fuchs-Schotten-Flat-Rate können wir jetzt Tag und Nacht stundenlang telefonisch kommunizieren, aber wer will ja nachts stundenlang telefonieren und vor allem mit wem? In Japan wäre es durch die Zeitverschiebung tagsüber, aber da kenne ich keinen.

„Sie müssen sich unbedingt ein neues Gerät anschaffen. Ihr Altes aus dem Mittelalter ist nicht mehr „kompatible“. erklärte uns der Verkäufer, der uns sofort als bedauerlichen Ahnungslosen erkannte und dabei uns auch sehr mitleidig anschaute.

Also, Telefon heißt nicht mehr Telefon, sondern Station. Die Nebenstellen heißen nicht mehr Nebenstellen, sondern Satelliten, dann spracht er von USB, AB, IMPUT, MHZ, MEGABITES; CONTROL, weiter von de- und aktivieren, selektieren, downloaden und am Ende hatten wir 4 bunte Kartons in der Hand und € 400,00 weniger in der Tasche.

Als wir aus dem Geschäft gingen, war meine Frau sichtlich erleichtert. Sie schwieg eine Zeit lang, dann fragte sie:

Hast du was verstanden“?

Kein Wort“ sagte ich „im ersten Moment dachte ich, ich hätte einen Hörsturz bekommen, weil alles so abgehackt ankam“

Sie seufzte

3 Tage und 3 Nächte lang konnten wir nicht telefonieren, bis uns das Gefühl überkam, von der restlichen Welt völlig abgeschnitten zu sein.
Am Wochenende entschloss ich mich dann das Telefon, oh Entschuldigung, die Station anzuschließen.

Hast du schon mal versucht“? Fragte ich meine Frau

Ja aber ich hab überhaupt nichts verstanden“ sie brachte mir die Bedingungsanleitung und führte fort: „ machst du mal lieber, sonst bin ich wieder schuld

Sie sprach in diesem Fall Ihre Versuche am PC an. Wenn sie dran arbeitete, war am Ende nichts mehr da, wo es immer gewesen ist, oder für immer gelöscht. Völlig unbeabsichtigt ergänzte sie weinend immer wieder.

Man muss wissen, dass der Zentralpunkt der Installation die Steuertaste ist. Wenn man sie nach links, oben, rechts und unten steuert, dann gelingt man zu den gewünschten Installationsmerkmalen. Ich war fasziniert. Ich war vor allem über die Klingeltöne fasziniert. Bei jedem Tastendruck ertönte eine Melodie. Trill, Trillul, Trill, Trill, Trillulill. Ich hätte nie damit aufgehört, wenn ich nicht den sehr strengen Blick meiner Frau bemerkte.

„Steuertaste drücken um zum Menü zu gelangen. Aber wo? links, oben, rechts, unten? Dann Annahmetaste einmal kurz und zweimal lang drücken. Das CCBS meldet sich mit einem Kurzton. Vorausgesetzt Sie nicht von OK, JA, sichern, senden oder speichern, OK bestätigt haben.
Wenn die Station aktiviert ist, sollte man mit der Installation der Satelliten beginnen in dem man ECT durch konf. und Ok bestätigt. Die CWA wird durch SMN erreicht, nach dem die Auswahl eines Satelliten erfolgt ist.“ Warum bin ich nicht lieber Kardinal geworden? Da hätte mir etwas Überirdisches geholfen.

Plötzlich klingelte in der Küche. Meine Frau kam und fragte: „Hast du was im Backofen, der Elektroherd hat gepiepst?“

Bis der Techniker kam, verbrachten wir weiter 3 Tage in absoluter Isolation. Als er vor der Tür stand, freuten wir uns irrsinnig einen Fachmann in unsere Mitte zu haben und darüber, dass endlich die Abstinenzzeit der zwischenmenschlichen Kommunikation beendet war. Nach seinem Gesichtsausdruck zu beurteilen, nahm er wohl an, entflohenen Anstaltsinsassen ausgeliefert zu sein.

Danach waren wir nun stolze Besitzer einer neuen Telefonanlage in Silber-metallic. Nur….über den Klingelton haben wir uns noch nicht daran gewöhnen können. Wenn jemanden uns anruft und am Sonntag fühlen sich vielen verpflichtet meine Tochter unbedingt anzurufen zu wollen, erklingt in der maximalen Lautstärke die „Cavalleria Rusticana“ in der Kurzfassung, Quadro, Dolby Surround in allen Räumen wo die Satelliten angeschlossen sind. Und jedes Mal bleibt unser Herz stehen vor Schreck, unsere Katzen rennen auf den Fliesen rutschend in rekordverdächtigen Niedrigflug aus dem Haus und wenn wir gerade beim Essen sind, schlabbern wir die Hälfte davon garantiert neben dem Teller.

Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, der Techniker hat sich strickt geweigert unser Haus noch einmal zu betreten.

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Besuch bei Omi


"Na? Ist das der Junge?"

Fragte die Krankenschwester. Sie war sehr groß. Mindestens 7 Meter hoch meinte der kleine Junge. Er war gerade 6 Jahre alt geworden, er war hager, klein und trug eine kurze Hose die für ihn viel zu groß war. Die lange Strumpfe bis zu Knöcheln  runter gezogen, überdeckten die riesigen schäbigen Schuhe an seinen Füßen. Er schaute sie argwöhnisch von Unten nach oben mit einer Mischung aus Angst und Erstaunen an. Die bereits angeborenen großen Augen wurden zusammengekniffen


Die Mutter nickte schweigend. sie schaute während dessen den Jungen nicht an.


"Na denn, komm' mal mit"


"Nein. ich besuche doch meine Omi hier, stimmt Mammi?"  Die Mutter schwieg.


"Na komm' mit, wir haben viel tu tun, deine Mandeln werden in zwei Sekunden weg sein
und danach, mein junge, kriegst du viiiel Eis".

Dabei bog sie sich mit dem massiven Körper nach vorne und hob sie ihre Augenbrauen bis zum Haaransatz. Zum ersten mal sah der Junge eine Frau mit Schnurrbart.  

Mit dem Eis war er einverstanden, aber die Mandeln? Was für Mandeln?


Der Schlag am Schienbein war sehr heftig. Die Krankenschwester

verzerrte ihr Gesicht vor Schmerzen. Sie schrie so laut, dass darauf andere Krankenschwestern aufmerksam wurden und dazu kamen. Der Junge sprang hoch, drehte sich um und rannte um seinen leben. Alle Krankenschwestern schreiend hinterher.

Es wurde sehr, sehr hektisch. 15 Minuten später sah die Mutter der Junge wieder dem Korridor entlang vorbei rennen, Die Schwestern mittlerweile schwer atmend hinterher. Es fehlten zwei, die, weit abgeschlagen, sich an ihren Knien stutztend. nach Luft rangen.

Circa 30 Minuten später kam das Personal mit dem Jungen vorbei. Zwei Männer hielten ihn an den Oberarmen fest, mit den Beinen circa 10 Zentimeter vom Boden hoch und strampelnd. Der Junge schrie in voller Lautstärke..


Sie gingen in einen Raum und schlugen die Tür zu.  Die Tür ging ein Paar mal auf und wieder zu. Dann hörte die Mutter nichts mehr. Die Stille war beängstigen.


Plötzlich kamen starke Geräusche aus dem Raum, ob ein Schrank umgefallen wäre. Metall klimpern, Flüche, Holzgeräusche, dumpfe Schreie, schmerzhafte Schreie


Mittlerweile sammelten sich Menschen vor der Tür und lauschten aufmerksam und gespannt zu. Eine Stunde später wurde die Tür aufgerissen und der Jungen rannte schwer atmend rau
s, hielt kurz an, schaute sich rechts, schaute sich links um und rannte wieder fort. Er trug vor der Brust ein Laken, ob er vom Friseur käme. Das Personal rannte ihn fluchend nach. So ging es noch über eine halbe stunde weiter und die Mutter sah der junge immer wieder rennend vorbei huschen und das Personal brummend hinterher. Bis er dann verschwand und nicht mehr auffindbar war. Ein Pfleger kam schwer atmend zur Mutter zurück.

"Wir haben.... ihn nicht... mehr finden können,... machen sie... bitte einen... neuen Termin."
Stotterte er schwer nach Luft schnappend.

"Hat her seine Mandeln noch?" Fragte die Mutter schüchtern.


"klar doch, wie hätten.... wir es sonst.... machen können?...diese Furie war....nicht zu bändigen ....wie heißt der Teufel?"


"Alberto" antwortete die Frau leise. es war ihr anzusehen, dass es ihr peinlich war.

 

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Gewalzte oder Extrudernudeln

Beitrag empfohlen

 

 

In welcher Art auch Nudeln industriell hergestellt werden, hat für den Geschmack der Nudeln selbst eigentlich keine Bedeutung. Die Zutaten, Dicke und auch Form sind prinzipiell maßgebend. Entweder wird der Teig durch Schablonen [Deutsch: Extruder] [Italienisch:Trafile] gepresst oder durch Walzen bis zur gewünschten Dicke transportiert.

Sowohl Extruder als auch Walzen können eine Oberfläche aus Teflon oder aus Messing/Bronze haben. Bei gewalzten Nudeln fährt der Teig durch verschiedene Walzen mit abnehmendem Abstand zwischen den jeweiligen Zylindern, bis dann die gewünschte Dicke erreicht ist. Diese Zylinder können eine Teflon- oder eine Messing/Bronzeoberfläche haben. Ist sie aus Teflon, dann wird die Oberfläche der Nudeln glatt, andersrum wird sie rau. Das walzen ist notwendig um einen flachen, dünnen Pastateig für Lasagneplatten, Farfalle und Pastasorten die andere Zutaten enthalten, wie Trüffelsplitter, Kräutern u.s.w. herzustellen. Diese Zutaten könnten unter Umständen die Düsen bzw. die Schlitzen der Extruder verstopfen.

In Italien gelten für die Herstellung der Nudeln bestimmte Normen. So dürfen Nudeln nur mit feinem Hartweizengrieß und Wasser hergestellt werden. Die noch enthaltene Feuchtigkeit darf nicht 12,5% übersteigen.
Eiernudeln dürfen ebenfalls nur mit Hartweizengrieß, mind. 4 Eier pro Kilo, jedoch mit einem Gewicht nicht höher als 200g/Kg hergestellt werden. Die enthaltene Feuchtigkeit darf ebenfalls nicht 12,5% übersteigen

Auf Grund dieser festgelegten Herstellungsnormen, die eigentlich Grieß, Eier und Feuchtigkeit festlegen, muss man sich fragen, ob allein die Herstellungsmethode tatsächlich für die Geschmackunterschiede verantwortlich ist.


Nach der Frage, ob tatsächlich Unterschiede diesbezüglich festzustellen wären, war die Antwort eines italienischen Technikers: „Die Meinungen darüber sind so unterschiedlich wie Flecken auf einem Leopardenfell" Zu Deutsch schlicht und einfach: „Darüber scheiden sich die Geister."


Somit müsste diese Frage eher mit nein beantwortet werden. Ausschließlich die Produkte, nur als Beispiel zu erwähnen, hervorragender Grieß, ausgezeichnetes Quellwasser und extrem frische Eier, bestimmen die Qualität und Geschmack von Nudeln.


Ob gepresst oder gewalzt soll jeder selbst entscheiden. Eine Sache steht fest, die durch Teflon extrudierten Nudeln können nicht mehr nachquellen, kleben daher schnell zusammen, halten eher den Garpunkt und sind in der Produktion preiswerter.

Die gewalzten Nudeln quellen während des Kochens nach, werden schneller gar, kleben nicht zusammen, nehmen durch die etwas raue Oberfläche die Soße besser auf und sind jedoch in der Produktion  teurer.

Die Qualität ist wie gesagt, von den angewendeten Produkten abhängig und Geschmackunterschiede sind zwischen den zwei Herstellungsarten mit der gleichen Qualität der Zutaten für den „normalen" Gaumen kaum bis gar nicht wahrnehmbar.


Mit der freundlichen Unterstüzung der Firma Parma PaSt aus Parma und

der Firma Pama Parsi aus Rom.

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Wir wollten ins Theater (Erinnerungen)

Wir wollten ins Theater. Ich hatte mich mächtig gestriegelt. Weisses Hemd mit gestickten, gleichfarbigen Applikationen. Mein Anzug, blaugrau, glänzend mit leicht angedeuteten Streifen, passte mir noch ganz gut.

Eine schmale Samtfliege schmückte meinem schmalen Kragen. Als Duft, hatte ich dieses mal was sportlich-herb von Laureen ausgesucht. Am linken Arm trug ich eine sehr flache Omega-Uhr mit einem silber/gold-farbenen Band.

Mein Schnurrbart gebürstet, gekämmt und nochmal gebürste, im unterem Teil schnurgerade geschnitten. Ich schaute mich in den Spiegel an, rückte die Haare übers Ohr mit den Finger zu recht.

"Mein Gott bin ich schön !" summte ich lächelnd.
"Kommst du?" meine Frau war schon fertig und wartete bereits auf mich.

Ich ging Richtung Haustür und blieb neben ihr stehen.

Sie sah traumhaft aus. Die wilden naturschwarzen, lockigen Haare passten zu ihren stahlblauen, hellen Augen wie gemalt. Ihr schmales Gesicht war sehr dezent geschminkt und ihre Lippen wurden von der roten Farbe des Lippenstiftes angenehm betont. Die Zeit ist an ihr nicht spurlos vorbei gegangen, aber sie hat an ihr nicht genagt.

Sie trug ein schwarzes Hosenkleid aus Satin. Bei jeder Bewegung glitzerte es ,ob es von tausend Sternen bestickt wurde. Der Duft ihres Parfüms berauschte mich.

Sie hatte gemerkt, dass ich sie sehr intensiv betrachtete.

"Was ist"  fragte sie  "Ist was nicht in Ordnung mit mir?"

"Doch es ist alles in Ordnung, Du siehst wunderbar aus." Ich war dankbar, dass sie mich geheiratet hatte. Ohne diese Frau wäre ich verloren, überlegte ich.

Sie drehte sich zur Tür und schaute mich nicht an. An ihr Profil konnte ich erkennen, dass sie vor Freude lächelte. Sie drehte sich halb zu mir und schaute mich aus dem Augenwinkel an.

"Ja?........danke dir" flüsterte sie. Sie drehte sich zu mir und schaute mich an. Ihre augen waren voller Tränen, sie weinte jedoch nicht.

"Ich freue mich so sehr, dass du das gesagt hast...es war lange her....."
Ja stimmt, es war lange her, als ich das letzte mal es gesagt hatte, warum eigentlich?

Mir wurde es sehr warm ums Herz.

"Ich liebe dich"  Sagte ich leise

Sie umarmte mich und fing an leise zu weinen und wir blieben sehr lange einfach so vor der Haustür stehen.

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Brontolo der Kater

 

 

Der Mann bewegte sich ziemlich verdächtigt. er lief halb gebückt, ab und zu schaute er sich um. er hielt mit den Armen eine Tüte fest umschlungen. Er kam an dem Ufer des rauschenden Baches und blieb eine zeitlang dort stehen.

Er wurde von einem Junge beobachtet der sich, mit Fröschen spielend, im Gebüsch aufhielt. Der Junge war so um die zwölf Jahren alt, groß, dürr. die Haare lang, nach hinten gekämmt, die den Eindruck vermittelten, er würde eine Mütze tragen. Unter der Nase lief eine schmierige Rotze, die er ab und zu mit dem Ärmel des schmutzigen Hemdes abwischte. Seine grosse, schwarze Augen verfolgten, fixierend den Mann und war neugierig, was er da trug.

Der Mann bückte sich, legte die Tüte am Ufer und nahm ein frischgeborenes Kätzchen in der hand. Das Kätzchen noch blind, wehrte sich miauend zaghaft. Der Mann zögerte etwas, schaute sich um und mit einer hastige Bewegung schmiss er das Kätzchen ins Wasser.

Er erschrak, als sich der Junge schreiend auf ihn stürzte und schrie laut vor Schmerzen, als ihn den ersten Schlag sein Schinenbein traf. Mit dem zweiten Schlag war der Schmerz unerträglich und er fiel „mein Gott“ schreiend rückwärts ins Wasser.

Der Junge nahm die Tüte von boden auf, hielt sie mit beiden Arme fest und rannte hastig davon. Erst als er in seinem Verließ in einem unbewohnten Hauskeller ankam, setzte er sich auf den Boden, sein Atem raste und sein Herz pochte in seinen Halsader so als es herausspringen wollte. Er legte die Tüte vorsichtig auf den Boden und riss sie langsam auf. Drei Kätzchen zitterten und miauten der schützenden Mutter suchend.

Zwei Jahren vergingen, in der Zeit waren zwei Katzenbaby bereits gestorben. Das Dritte wuchs zu einem prächtigen Kater heran. Der jJnge verbrachte jede freie Minute mit ihm. Er ging zum Ufer, dort angekommen schaute er sich um
und pfiff „fiiiuuuuuufiiiii“. Zwei Orenspitzen ragten hinter eine Stein hervor, dann sprang der Kater zur Seite und rannte brummend zum Jungen. Er lachte und beide freuten sich. sie spielten, rannten und gingen am Ufer entlang spazieren.

Schließlich kam der Tag des abschiedes. Der Junge zog in der Nähe von Mailand um. Sein Vater bekam dort eine Arbeitsstelle. An diesem Tag spielten sie nicht. Der Junge saß
am Ufer mit dem Kater auf dem Schoss und weinte stundenlang.

14 Jahre später stand ein junger Mann am Ufer des Baches. Er lächelte an der Erinnerung seiner vergangenen Zeit. es wurde ihm warm ums Herz als er an die Zeiten dachte, die er mit einem Kater so fröhlich hier am Ufer des Baches spielte. Er schaute sich um, rundherum wurden viele Häuser gebaut. Der Bach wurde teilweise unterirdisch gelegt. Nur einen kurzen Stück blieb so wie damals. In Gedanken pfiff er „fiiiuuuufiiiii“ "fiiiiuuufiiii". Zwei Orenspitzen ragten hinter einem Stein hervor. Einen alten Kater lief zur seite und blieb stehen.

Er konnte nicht mehr rennen. Er war bis auf die knochen abgemagert, das Fell war stumpf und struppig. Er versuchte zu laufen, aber kippte mit dem Hinterteil zur Seite. Der Mann rannte zu ihm, nahm ihn in den Armen und hielt ihm lange fest. Der Kater brummte zuerst, dann schnurrte er lange und laut. Seine Augen waren stark entzündet und er war fast erblindet.

Der Mann setzte sich auf dem Boden und streichelte ununterbrochen den Kater auf seinem schoss. Dieser, ersichtlich erfreut, schnurrte mit einem lauten Geräusch.
Sie blieben lange so sitzend und unbeweglich. Erst lange Zeit später merkte der Mann, dass der Kater nicht mehr schnurrte und leblos auf seinem Schoss lag.

Er wurde genau an der Stelle begraben, wo er sich immer aufhielt.

 


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