dinchen4444s Blog

Pâtisserie Nadine

Rakete trifft Herz - Cupcake-Hochzeitstorte

12.04.2014 / 10:23

Mein lieber Kollege Michael hat geheiratet, und zwar seine Freundin Claudia, die im Herzzentrum arbeitet. Darum hatten die beiden ein echt tolles Hochzeitsmotto: Rakete trifft Herz! Sie haben sogar einen Hochzeitsblog angelegt. Cool, oder? Die beiden backen auch gerne und haben daher schon die Einladungen mit dem Motto aus Back-Knete versehen und mich gefragt, ob ich das Motto in eine Torte verwandeln kann. Nach einem kurzen Brainstorming kamen wir darauf, das Motiv aus Cupcakes zu legen, so ähnlich wie bei diesem süßen Brautkleid. Michael hat extra eine fabelhaft große Tortenplatte gebaut und ein Raster gemalt, wie die Cupcakes anzuordnen sind. Da musste ich das Ganze eigentlich nur noch umsetzen und heil zur Hochzeit transportieren, was sich als die größte Herausforderung erweisen sollte...

Zutaten für 28 Schokomuffins: 

ein doppeltes Rezept Allererste Schokomuffins, also
140 g geschmolzene Butter oder neutrales Öl
420 ml Milch 
2 Eier
2 TL Essig 
400 g Zucker
2 TL Vanillinzucker oder etwas Vanillemark
600 g Mehl
4 TL Backpulver
2 TL Salz
160 g Kakao
200 g Schokotröpfchen oder gehackte Zartbitter-Schokolade


Zutaten für 24 Zitronenmuffins: 
140 g geschmolzene Butter oder neutrales Öl
420 ml Milch 
2 Eier
2 TL Essig 

400 g Zucker
2 TL Vanillinzucker oder etwas Vanillemark
600 g Mehl
4 TL Backpulver
2 TL Salz

2 Bio-Zitronen (Saft und Schalenabrieb)
 

Für die amerikanische Buttercreme:
1 kg Butter
1 kg Puderzucker
etwas Milch
rote Lebensmittelfarbe

Zubereitung:
Laut Michaels Muffin-Raster waren 26 rote und 23 helle Muffins nötig, und weil die Allerersten Schokomuffins beim Testbacken sowieso ein bisschen zu groß waren, habe ich aus einem Rezept 14 statt 12 Muffins gemacht, so hat es mit der Größe ganz gut gepasst und ich musste das Rezept nur einmal verdoppeln. 
Beim Testbacken (und Testessen ;-)) habe ich mit nur 24 Muffins die kritische Übergangsstelle zwischen Rakete und Herz modelliert...die Impact Location, sozusagen ;-) Michael und Claudia fanden die Muffins lecker, und so ging es dann an direkt die große Variante ;-)
Den Backofen auf 180°C vorheizen, die Muffinbleche mit Papierförmchen auslegen, die Zutaten für die Schokomuffins verrühren (eine detailliertere Anleitung mit Fotos gibts bei den Allerersten Schokomuffins) und den Teig auf 28 Muffinformen verteilen. Bei 180°C ca. 20 min backen, Stäbchenprobe machen.
Analog die Zutaten für die Zitronenmuffins verrühren und den Teig auf 24 Muffinformen verteilen. Wegen des Zitronensafts ist dieser Teig flüssiger als der von den Schokomuffins. 
 Die Förmchen bis oben füllen und bei 180°C ca. 24 min backen, Stäbchenprobe machen.
 Die Muffins auf der tollen Tortenplatte anordnen (die war 100 cm breit, wir hatten also richtig gerechnet :-)).
Für die amerikanische Buttercreme jeweils 500 g Butter schaumig rühren (es empfiehlt sich, die Butter vorher in etwas kleinere Stücke zu schneiden, mir hat es nämlich den Schneebesen der KitchenAid ein bisschen verbogen), 500 g Puderzucker und nach Gefühl etwas Milch hinzufügen. 
Ich habe erst die helle Buttercreme gemacht, in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle gefüllt (auf 3 Mal) und die Rakete mit Rosen dekoriert. Die Menge hat ziemlich genau gereicht. Die Rosen spritzt mal einfach von innen nach außen, den Spritzbeutel senkrecht zum Muffin haltend - es gibt aber diverse Tutorials im Netz!) An der Übergangsstelle habe ich nur halbe Rosen gespritzt.
Analog mit der zweiten Hälfte Butter und Puderzucker verfahren, nur hier rote Speisefarbe hinzufügen und dafür vielleicht einen Tick weniger Milch. Das Herz mit Rosen dekorieren.
Ich habe mich bemüht, die Rosen einigermaßen flächendeckend zu gestalten, so dass die Cupcakes auch zusammenkleben und die Form auch beim Transport im Auto erhalten bleibt. 
 Dachte ich jedenfalls...
 In Richtung Einschlagspunkt ;-)
Michael und Claudia hatten für den Transport noch einen riesigen Karton besorgt, in den die Platte auf einen halben Zentimeter genau reingepasst hat. Wirklich perfekt!
Weil die Tortenplatte so groß ist, dass ich sie kaum alleine tragen konnte, und die Tortenplatte und ich außerdem nicht beide gleichzeitig in den Aufzug passen, kam mein liebes Schwesterchen mit einer Freundin vorbei, zum Tragen und Türen aufmachen helfen. Danke, Ihr beiden! Wir haben die Platte im Karton also immer schön waagrecht gehalten und erfolgreich die Treppe herunter und ins Auto getragen und ich dachte, damit wäre alles gut ;-)
 Tja. Als wir die Platte bei der Hochzeit aus dem Auto holten, sah das Ganze so aus:
Kein Scherz! Mich hat fast der Schlag getroffen, zumal ich wirklich total langsam und vorsichtig gefahren bin und vorher auch getestet hatte, dass die Cupcakes sich nicht bewegen, wenn man die Platte kippt oder daran ruckelt!! 
Gottseidank hatte ich ja ein Vorher-Foto und konnte die Originalform so wieder hinpuzzeln, auch mit Unterstützung von zwei hervorragenden Puzzle-Spezialisten. ;-)
Ich war trotzdem etwas verzweifelt, weil die Buttercreme-Rosen am Rand durch die Umsortierung der Cupcakes teilweise ein bisschen zerfranst aussah. :-( 
Die Jungs versicherten mir aber, dass das außer mir niemandem auffallen würde, und so war es dann wohl auch. Puh!
Dann durfte ich erst mal das fabelhafte Hochzeitsdinner genießen. Als Tischkärtchen und Gastgeschenk gab es ein Olivenöl, das das Restaurant, wo wir waren. selbst herstellt. Auf das freue ich mich ja schon sehr! Die Hochzeitstorte hatte ihren eigenen Platz auf der Karte und wurde mitsamt mir groß angekündigt, was mich einerseits sehr gefreut hat, andererseits war ich dann doch ein bisschen in Panik, ob ich die Torte wirklich wieder richtig zusammen gepuzzelt hatte und ob die Gäste das Motiv auch erkennen würden!
Puzzlen war übrigens auch ansonsten Programm - es gab das Hochzeitsmotto als Schiebepuzzle! Fand ich super, hatte ich seit meiner Kindheit nicht mehr gemacht und war echt lustig!
Nach 4 fabelhaften Gängen (das Dessert war ein Blutorangen-Sorbet) wurde es dann Ernst und die Torte wurde serviert. Zu meiner großen Freude haben alle Gäste das Motiv erkannt und fleißig die Cupcakes gegessen :-) 
Ich hatte nur noch Platz für einen, und das gerade so. Die Creme fand ich ein bisschen fest wegen der Kühlung, und JETZT klebten die lieben Cupcakes natürlich auch total gut zusammen und ließen sich kaum zum servieren trennen....aber im Auto total Amok laufen!
Naja, Ende gut, alles gut, oder? Liebe Claudia, lieber Michael, ich wünsche Euch alles Glück der Welt, eine wunderschöne Ehe und alles Gute! Danke, dass ich dabei sein durfte, es war wirklich toll! :-)

Vollmilch Pralinen mit Arrak und Amaretto

12.04.2014 / 10:23

Neulich im Januar (ja, dieser Post wartet schon eine Weile in der Pipeline) habe ich ja Pralinen mit Nils gemacht, er hatte die Oreo-Trüffel ausgesucht und dies hier war mein Beitrag - eigentlich eine einfache Variation der Zartbitter-Eierlikörtrüffel, nämlich mit Vollmilchschokolade und Amaretto bzw. Arrak, sri-lankischem Kokosschnaps. Ich hatte die weihnachtlichen Pralinenförmchen zum Geburtstag bekommen und wollte die natürlich noch testen. Aber Geschenkpakete und Schaukelpferde kann man ja das ganze Jahr brauchen, oder? Ich wollte bei der Gelegenheit auch noch Nougat selbst machen, das ist aber in diesem ersten Versuch nichts geworden, bzw. eher Nuss-Karamell statt Nougat. Ein anderes Mal klappts vielleicht ;-)

Zutaten:
200 g Vollmilchschokolade
150 g weiße Schokolade
30 g Butter
3 EL Amaretto/Arrak

Zubereitung:

Die Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen, etwas Schokolade an die Unterlippe halten, wenn sie sich nicht mehr warm anfühlt, ist sie richtig temperiert. Die Schokolade in die Pralinenförmchen füllen und ca. 5 min stehen lassen.
Dann die Pralienenform umdrehen (im Idealfall über der Schüssel, klappt aber bei Silikonformen oft nicht so gut), so dass die Schokolade aus dem Innern der Formen heraus laufen kann und eine Schokoladenhülle zurück bleibt. Die Formen ca. 30 min kalt stellen.

Für die Füllung die weiße Schokolade schmelzen und mit Butter und Amaretto oder Arrak verrühren, ebenfalls kalt stellen.
Die abgekühlte Füllung in die Schokoladen-Hohlkörper spritzen, dieses Mal passt die Füllhöhe ganz gut ;-)

Die gefüllten Hohlkörper nochmals ca. 20 min kalt stellen und anschließend mit der übrigen Schokolade (erneut geschmolzen) verschließen.

Nun muss man die Formen noch einmal kalt stellen, und schon kann man seine hübschen weihnachtlichen Pralinen aus der Form drücken! Et voilà!

 

Die Pralinen hübsch verpacken - hier in einer von Nils mit Schneide-Plotter selbst designten und gebauten Schachtel,

 oder in einer gekauften Pralinenschachtel...

 ...beklebt mit dem Januar-Motiv des DLR-Kalenders (Satellitenaufnahme von Schiffspuren in der Arktis, glaube ich), mit passendem Kärtchen als Geburtstagsgeschenk. 

GITS Power User Mini-Lebkuchenherzen

12.04.2014 / 10:22

Ich durfte neulich zusammen mit einem Kollegen eine Schulung zu einem unserer Tools, dem GSOC Issue Tracking System, kurz GITS, halten. Irgendwie habe ich mich leichtsinnigerweise hinreißen lassen, kleine Lebkuchenherzen mit der Aufschrift "GITS Power User" für ein erfolgreiches Absolvieren der Schulung backen zu wollen. Ich hatte wohl mal wieder vergessen, welche Handkrämpfe ich bekomme, wenn ich dickflüssiges Royal Icing auf Lebkuchenherzen spritzen muss. Bei 30 Mini-Lebkuchenherzen ist das tatsächlich noch schlimmer als bei einigen wenigen großen, und das Verzieren und Einpacken hat sich ganz schön hingezogen, so dass ich am Abend vor der Schulung erst recht spät ins Bett kam. Aber die Kollegen haben sich so toll gefreut, dass es die Mühe Wert war ;-)
Blöd nur, dass sich jetzt immer mehr Leute anmelden und wir noch einige weitere Schulungen halten werden müssen...mal sehen, ob ich jedes Mal wieder backen werde ;-)

Zutaten für 30 Herzen:
ein doppeltes Rezept vom Teig Neutrophilen-Kekse:
500 g Mehl
40 g Kakao
2 TL Backpulver
200 g Zucker
2 P. Vanillezucker
2 Ei34
250 g Margarine

Für die Dekoration mit Royal Icing:

1 Eiweiß 
250-300 g Puderzucker
etwas Zitronensaft
danach 160 g übrig
Geschenkband

Zubereitung:

Ich habe dieses Mal einen Schoko-Mürbteig statt meinem Lebkuchenteig gewählt, weil ich den auch lecker finde, aber Lebkuchenteig geht natürlich auch!
Einen Mürbteig aus den Zutaten kneten, nicht kalt stellen. Den Teig ausrollen und Herzchen ausstechen.

Die Herzen (immer 9 auf einem Blech) bei 175°C ca. 10 min backen.
Löcher in die noch warmen, gebackenen Herzchen stechen. Ich benutze dafür immer das Ende meines Bratenthermometers ;-) Wenn man die Löcher schon vor dem Backen sticht, gehen sie beim Backen oft wieder zu...

 Für das Royal Icing Eiweiß und Puderzucker verrühren und einfärben. Das Icing in einen Spritzbeutel füllen und die Lebkuchenherzen damit verzieren. Für 27 Herzen habe ich ca. 160 g Icing gebraucht.

Ach ja, ein Herzerl für den Bandraum unserer Band BANG! gab es auch ;-) Bei einem Herz habe Plätzchenstempel benutzt, aber ich finde Lebkuchenherzen dann doch schöner mit Zuckerschrift, auch wenns noch aufwändiger ist...aber ein kleiner Kalligrafie-Kurs kann ja nicht schaden ;-)

Die Herzen mindestens einige Stunden trocknen lassen, bis der Zuckerguss wirklich hart ist.

Zur Verpackung die Herzchen mit Streifen von Frischhaltefolie umwickeln, mit Tesafilm festkleben, die Frischhaltefolie durch die Löcher im Lebkuchenherz durchstechen und ein Stück Geschenkband durchziehen. Eine Rolle Geschenkband reicht ungefähr für 30 Herzen.

Hier seht Ihr übrigens die Charge Nummer 2, die ich für die zweite Schulung gebacken habe, dieses Mal mit Lebkuchenteig (mit Natron statt Pottasche): 

Das Verpacken der Herzerl habe ich aus Zeitgründen wegrationalisiert, viele essen das Herz sowieso gleich und gegen Austrocknen schützt die Verpackung ja auch nicht. Hat mir bestimmt 2 Stunden Lebenszeit gespart, die ich in dringend benötigten Schlaf investieren konnte :-)

Macaron-Tipps zum Jour du Macaron

22.03.2014 / 20:57


Am 20. März war auch dieses Jahr wieder der "Jour du Macaron" (außerdem war auch International Day of Happiness und noch jede Menge andere Sachen an dem Tag ;-)). Happiness und Macarons passt ja auch sehr gut zusammen, oder? Wenn man nicht gerade frustriert in der Küche steht, weil die Biester keine Füßchen kriegen, oder reißen, oder sich sonstwie daneben benehmen jedenfalls ;-) Kurz vorher hatte ich die Steckenpferd-Macarons gebacken, für den "Jour du Macaron" an sich hatte ich aber gerade keine speziellen Macarons in der Pipeline. Darum fand ich es eine gute Gelegenheit, mal meine Lessons Learned zu Macarons allgemein zusammen zu fassen. :-)



Zutaten:

110 g fein gemahlene, geschälte Mandeln
200 g Puderzucker
3 Eiweiß (90-100 g)
50 g Zucker
ggf. Speisefarbe oder Gewürze oder 40 g Kakao bei Macarons au Chocolat



Zubereitung:

Mandeln und Puderzucker vermischen und sieben.
Tipp#1 - Sieben oder nicht sieben:
Ich siebe den Puderzucker und die Mandeln nicht immer, allerdings immer bei Macarons au Chocolat, weil der Kakao sonst klumpen könnte (bzw. das schon mal gemacht hat - Lesson Learned!). Falls der Puderzucker schon klumpig aus der Packung kommt, ist es natürlich auch sinnvoll, zu sieben!
 
Die Eiweiß (ggf. mit der Speisefarbe) anschlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. 

Den Zucker hinzufügen und zu steifem Schnee schlagen. Mandeln und Puderzucker mit einem Teigschaber unterheben und etwas kneten oder "macaronnieren". Anfangs ist die Masse richtig fest und wird nur langsam flüssiger, sie sollte auch relativ fest bleiben!

 


Tipp#2 - Teigbeschaffenheit:
Meiner Meinung nach ist es besser, wenn die Macaron-Masse zu fest ist als zu flüssig. Wenn sie zu fest ist, wird die Oberfläche vielleicht nicht perfekt glatt, aber wenn die Masse zu flüssig ist, verlaufen sie zu sehr und bekommen gerne unschöne Risse. Es kursieren verschiedene Regeln im Netz, z.B. die 10 Sekunden Regel und die 30 Sekunden Regel. Wie ich bei den Herzchen-Macarons geschrieben habe, hatte ich diese Regeln bei den Originalrezepten zu den Schneemann-Macarons und bzw. den Bärchen-Macarons gelesen und mit wenig Erfolg befolgt.
Das Schneemann-Rezept sagte: "Take care not to overmix, the mixture should flow like lava and a streak of mixture spread over the surface of the rest of the mixture should disappear after about 30 seconds."
Man sieht eigentlich schon bei den gespritzten Schneemännern, dass die Masse viel zu flüssig war und kaum die Form hält. (außerdem sieht man, dass ich das mit dem doppelten Backpapier da noch nicht wusste, siehe Tipp#4!)

 Die Schneemann-Macarons sind dann auch promt gerissen.

Das Bärchen-Rezept meinte: "Run a knife through. If the line disappears after ten seconds, stop folding." Auch hier sieht man, dass die Masse zu flüsisg ist.

Und die Bärchen-Macarons hatten Risse und einige haben darum sogar ihre Öhrchen verloren, die Ärmsten!



In dem französischen Video, das mir damals geholfen hat, perfekte Macarons au Chocolat zu produzieren, sieht es allerdings überhaupt nicht so aus, als würden da innerhalb von 30 oder 10 Sekunden irgendwas zusammenfließen, darum habe ich bei den Herzchen-Macarons auf beide Regeln gepfiffen bzw. den Teig extra dickflüssiger gelassen und getestet, dass sich da garnichts nach 30 Sekunden auflöst, und voilà, diese Macarons sind wieder prima geworden und kein einziges ist gerissen!
Auf diesem Bild von den Zimt-Macarons sieht man eine gute Konsistenz der Macaron-Masse - vergleichsweise fest!

Daraus wurden diese Macarons.  

Die Macaron-Masse in einen Spritzbeutel mit großer runder Tülle oder ohne Tülle füllen und kreisrunde, gleich große Macarons auf Backpapier spritzen oder bestimmte Formen ausfüllen.

 


Tipp#3 - Spritzen: 
Ich benutze gerne die Plastik-Spritzbeutel von Toppits. Wenn ich mehrere verschieden farbige Teige habe, wie z.B. bei den Regenbogen-Macarons, ist das die beste Möglichkeit, alle Teige gleichzeitig schon im verschlossenen Spritzbeutel aufzuheben, ohne einen Silikonspritzbeutel fünf mal abwaschen zu müssen. Alternativ funktionieren auch Plastik-Frühstücksbeutel, von denen man die Ecke abschneidet, allerdings haben die einen weniger kreisförmigen Querschnitt als die Plastik-Spritzbeutel, so dass man beim Spritzen aufpassen muss, dass die Macarons auch schön rund werden und nicht oval! Notfalls hilft es, doch eine runde Tülle in den Spritzbeutel einzulegen.
Für nicht runde Macarons spritze ich die Kontur nur ungefähr und streiche sie mit einem Löffelstiel oder Teigschaber glatt, so dass die Masse die Form ausfüllt. Etwaige Spritzen kann man dadurch abflachen, dass man die Macarons auf dem Blech mehrmals fest auf den Tisch knallt, oder mit einem nassen Finger flach drücken.

Tipp#4 - Backpapier und Schablonen:
Es gibt ja Backmatten für Macarons, über die habe ich allerdings eher schlechtes gelesen (z.B., dass sich die Matte beim Backen verformt, zusammen mit den darauf befindlichen Macarons!) und natürlich funktionieren sie auch nur für runde Macarons einer festen Größe. Meine Methode der Wahl, die ich mir sogar selbst ausgedacht habe, ist darum das Ausdrucken einer Vorlage, die ich unter Backpapier lege, so dass sie durchscheint. Weißes Backpapier eignet sich dafür besser als braunes, bei braunem geht es aber auch. Damit ist man völlig frei in der Gestaltung seiner Macarons und kann die ausgedruckten Vorlagen sogar wieder verwenden :-)
Ich benutze immer Backpapier-Zuschnitte, allerdings sind die meistens doch noch ein bisschen zu groß für mein Blech, so dass ich sie früher an zwei Seiten umgefaltet habe. Bei Macarons sollte man das aber nicht machen und statt dessen das Backpapier zuschneiden, weil die Macarons auf dem doppelten Backpapier sonst etwas weniger schnell backen, wegen der besseren Isolierung vom Blech.
Aus dem gleichen Grund sind die Schablonen auch dafür gut, lauter gleich große Macarons zu produzieren, die im Ofen dann auch gleich lange brauchen!

Den Backofen vorheizen, die Macarons trocknen lassen und im vorgeheizten Backofen backen.


Tipp#5 - Trocknen:
Ich lasse die Macarons mindestens 20 min trocknen. Ich habe den Eindruck, länger ist besser als kürzer, denn das zweite und dritte Blech trocknet ja immer länger als das erste (weil das Spritzen nicht so lange dauert wie das Backen). Macarons au Chocolat trocknen anscheinend auch gerne etwas länger und besonders hohe Macarons auch!
Wenn man die Macarons anfassen kann und sie nicht am Finger kleben, weil sich eine Haut gebildet hat, sind sie bereit für den Backofen.


Tipp#6 - Backen:
Ich backe die Macarons im vorgeheizten Ofen bei 150°C Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene. Die Backzeit steigt natürlich mit dem Durchmesser und der Höhe der Macarons, normalerweise so 11 min bei 3 cm Durchmesser und für jeden Zentimeter Durchmesser mehr 1-2 Minuten mehr Backzeit. 
Macarons, die nicht rund sind, sind bei mir meistens flacher und brauchen darum weniger lange. Der "Wabbel-Test" funktioniert aber immer; solange die Macarons wabbeln, wenn man mit der Hand drauf drückt, wenn sie noch backen, sind sie nicht fertig und sobald man sie schon mit der Hand vom Backpapier lösen kann, kann man das Blech aus dem Ofen nehmen. 
Schoko-Macarons scheinen länger zu brauchen als normale (auch bunte) Macarons, der Kakao darin scheint sich also irgendwie auf die Konsistenz auszuwirken. 
Natürlich erhöht sich die Backzeit auch, wenn bei Umluft (dann 130°C) gebacken wird, und nochmals, falls dabei mehr als ein Blech im Ofen ist!

Tipp#7 - Häufige Fehler:
Mir ist es schon zweimal passiert, dass ich vergessen habe, den normalen Zucker zum Eiweiß zu geben, was die Beschaffenheit der Masse ziemlich ändert. Einmal habe ich ihn später dazu gegeben, dadurch wurde der Teig wieder zu flüssig und die Macarons sind gerissen, und die Herzchen, die ich gespritzt hatte, sind verlaufen. Bei den Steckenpferd-Macarons habe ich erst hinterher gemerkt, dass ich den Zucker vergessen hatte, und der Teig darum ziemlich fest war, darum waren die Pferdchen nicht so schön glatt an der Oberfläche - aber ehrlich gesagt waren sie mir so lieber als mit Rissen. Falls man den Zucker also vergisst und es erst merkt, wenn man schon macaronniert hat, besser ganz weglassen ;-)

Alle meine Macarons-Rezepte (bisherige und zukünftige ;-)) findet Ihr hier via Search-Label "macarons". Hier noch eine chronologische Übersicht!


Macarons au Chocolat






Bärchen-Macarons




Herzchen-Macarons

 



Ostereier-Macarons

 



Sri-Lanka-Macarons


Macarons de Kurumba (mit Kokos)

 

 

 

 

 

Rosa Macarons

 
 


Regenbogen-Macarons

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Pferdchen-Rüblitorte mit Steckenpferd-Macarons und Frischkäsecreme

16.03.2014 / 19:35
Dieses Wochenende durfte ich eine Geburtstagstorte für Mara backen, die einen Pferdehof hat. Weil die Pferde so gerne Karotten fressen, kam ich auf Rüblitorte, und weil Macaron-Lollies immer super sind, dachte ich an Steckenpferd-Macarons - praktischerweise sieht ein Macaron-Pferdekopf am Stiel ja aus wie ein (sehr niedliches) Steckenpferd! :-)
Die Rüblitorte war der Lieblingskuchen von meinem letzten Freund, darum habe ich die früher ziemlich oft gebacken, und zwar nach diesem Chefkoch-Rezept, wo ich sogar mal Fotos hochgeladen hatte - da sieht man auch den Hasen, der meinen Blog ziert, der saß nämlich mal auf der allerersten Rüblitorte ;-) Ich mache immer ein doppeltes Rezept des Kuchens für eine 26er Form, sonst wird er so flach, und benutze Mehl statt Semmelbrösel.


Zutaten:
Für die Macarons au Chocolat (auf 3 Eiweiß statt 7 adaptiert): 
107 g fein gemahlene Mandeln
193 g Puderzucker
17 g Kakao
3 Eiweiß (90-100 g)
1/3 TL Zitronensaft
21 g Zucker
Ganache:
100 g Schlagsahne
100 g Schokolade mit 70% Kakao
12 Schaschlikspieße 
etwas weiße Schokolade

Für die Rüblitorte:

600 g Karotten
10 Eier
400 g Zucker
500 g geriebene Haselnüsse
160 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
2 EL Amaretto
Füllung Rüblitorte (von der Regenbogen-Schneemann-Torte):
500 g Frischkäse
250 g weiße Schokolade
etwas rote Lebensmittelfarbe


Zubereitung:

Macarons: 
Für die Schablone der Steckenpferd-Macarons habe ich dieses Bild als Grundlage genommen. Leider hatte ich vergessen, die Schablone auch spiegelverkehrt auszudrucken, so musste die andere Seite durchgepaust werden...
Für die Macarons au Chocolat, wie im Detail beim ersten Blogpost dazu beschrieben, das Eiweiß zu Schnee schlagen, dabei Zucker und Zitronensaft hinzufügen. Mandeln, Kakao und Puderzucker mischen, evtl. sieben und unterheben. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und die Pferdeköpfe aufs Backpapier spritzen, dafür die Schablone unterlegen. Die Pferdeköpfe mit einem Löffelstiel in Form bringen. 
Pferde-Macarons ca, 20 min trocknen lassen (bis sich eine Haut auf den Macarons gebildet hat) und bei 150°C ca. 17 min backen, bis sie nicht mehr wabbeln, wenn man drauf drückt. Das Backpapier vom Blech ziehen und die Macarons auskühlen lassen. 


Rüblitorte: 
Backpapier in eine 26er Springform klemmen und den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Karotten schälen und reiben. Die Eier mit dem Zucker gut schaumig rühren. 
Karotten, Haselnüsse, Mehl, Backpulver, Zimt und Rum dazugeben und unterheben. 
Weil das doppelte Rezept doch ein bisschen viel für eine 26er Form ist, habe ich noch drei kleine Förmchen befüllt. Das hat den Vorteil, dass man den Kuchen probieren kann, ohne ihn anzuschneiden, z.B. um zu sehen, wie gut die Creme von der Regenbogen-Schneemann-Torte dazu passt (sie passte genau so gut, wie ich mir das vorgestellt hatte :8))
Bei 180°C ca. 60 Minuten backen (kleine Förmchen vorher rausholen), Stäbchenprobe machen.

 

Während der Kuchen bäckt, kann man die Macarons verzieren: Ich habe hier ein bisschen experimentiert und die Mähnen und Stirnlocken der Pferdchen mit dunkler Schokolade, mit schwarzer Lebensmittelfarbe und schließlich mit weißer Schokolade gestaltet. Ich habe mich natürlich auch via Google abgesichert: braune Pferde mit hellen Mähnen gibt es tatsächlich, und man nennt sie Lichtfuchs. Soll ja schließlich alles seine Ordnung haben mit der Biologie! ;-) Die braune Schokolade hat man nämlich kaum gesehen auf den Macarons. Die Augen habe ich mit der schwarzen Lebensmittelfarbe aufgemalt. 
Zum Füllen der Macarons die Sahne aufkochen und die Schokolade darin schmelzen, diese Ganache etwas abkühlen lassen und in einen Spritzbeutel füllen.
Nun die Macarons paarweise mit der Ganache zusammenkleben und dabei auch den "Stecken" alias Schaschlikspieß einklemmen.
Den vollständig abgekühlten Kuchen aus der Form lösen und zwei mal durchschneiden. Die helle Stelle am Rand kommt daher, dass da das Backpapier eingeklemmt war und den Teig vom Metall der Form abgehalten hat. Der Kuchen sieht ziemlich dunkel aus, aber das kommt durch die Karotten und ist schon okay so!
Für die Füllung die weiße Schokolade schmelzen, glatt rühren und mit dem Frischkäse verrühren. Etwa die Hälfte der Creme mit roter Lebensmittelfarbe pink einfärben. Den untersten Boden auf eine Tortenplatte legen und Backpapierstreifen unter den Rand klemmen.
Jeden Boden dünn mit Creme bestreichen und den nächsten Boden auflegen, dann den Kuchen außen einstreichen und das Logo gestalten. 
Das Logo von Maras Hof war schön rund und passte somit prima auf den Kuchen, auch wenn ich das Rot natürlich nicht so rot hinbekommen habe. Das Pink passte dafür genau zu Maras Jacke am Tag der Feier :-)
Einige Marzipankarotten durften den Kuchen auch noch mit dekorieren, auch damit man weiß, was drin ist ;-)
Die Stecken-Pferdchen aufstecken - es ist eine ansehnlich große Herde von 12 Pferdchen geworden ;-)
Zum Transport empfielt es sich, die Steckenpferd-Macarons in flache Tupperdosen zu verpacken. So kann man vor Ort alles wieder schön zusammen stecken ;-)

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