dinchen4444s Blog

Pâtisserie Nadine

Bits und So 400 - Schoko-Espresso-Torte mit Dekorbiskuit

19.10.2014 / 21:11

Auch dieses Jahr gab es wieder eine fantastische Show im Münchner Gasteig zur 400. Folge von Bits und so, dem Technik-Podcast meiner Freunde Timo, Basti, Alex und Leo. Zur 300 und 350 hatte ich ja Club Mate-Kuchen kreiert, weil Club Mate so ein Hacker-Kultgetränk ist. Espresso enthält aber viel mehr Koffein als Club Mate und sämtliche Energydrinks, und ich wollte dieses Jahr einen Kuchen mit Schokolade machen, darum gab es eine Variante von Doros Schokotorte - mit Dekorbiskuit, was ich auch schon lange testen wollte! Dieses Jahr musste ich doch wieder das Logo verpixeln, aber es ging gerade so. ;-)

Natürlich durften auch die binären Kerzen nicht fehlen - wirklich praktisch und auch sehr umweltfreundlich! Hier zum Nachrechnen:

1*256+1*128+0*64+0*32+1*16+0*8+0*4+0*2+0*1= 400 oder 110010000


Zutaten:

 

 

 

Für den Dekorbiskuit, angelehnt an dieses Rezept:
6 Eigelb
20 g Puderzucker
60 g Milch
45 g Öl
100 g Mehl
5 Eiweiß
70 g Zucker (wenn man ihn nicht vergisst wie ich)

1 Eiweiß

20 g Puderzucker

Für den Schoko-Espresso-Kuchen, angelehnt an Doros Schokotorte:

500 g  Zucker

130 g Öl 

3 große Eier

380 g  Mehl

110 g Kakao

1 TL Backpulver

2 TL Natron

1 1/2 TL Salz

200 ml Espresso 


Für die Schoko-Buttercreme, angelehnt an Doros Schokotorte:

30 g Kakao

30 ml heißes Wasser

250 g Butter, Raumtemperatur

30 g Puderzucker

1 Pr. Salz

300 g Zartbitterschokolade, geschmolzen und etwas abgekühlt


1 Dose karamellisierte gezuckerte Kondensmilch (Dulce di Leche)

etwas Gelatinefondant zur Dekoration

schwarze Lebensmittelfarbe

 

Zubereitung:

Für den Dekorbiskuit:

Passende Schablonen spiegelverkehrt ausdrucken. Ein Stück Backpapier auf Blechgröße zuschneiden, in der Mitte falten und so auf die Schablone legen, dass der Mittenfalz das obere Ende des geplanten Tortenrands markiert.

Die Eigelb mit dem Puderzucker, der Milch und dem Öl schaumig schlagen. 

Ein Eiweiß mit 20 g Puderzucker zu Schnee schlagen. 2 EL von der Eigelb-Masse dazu geben. Eigentlich hätte man vorher noch das Mehl unter die Eigelb-Masse heben müssen, darum habe ich etwas Mehl (ca 1 EL) hinzugefügt.

Die Biskuitmasse mit einem Teigschaber unterheben und die schwarze Lebensmittelfarbe hinzufügen. 

Die schwarze Biskuitmasse in einen Spritzbeutel geben, eine kleine Ecke abschneiden und die Schablone nachfahren, ich habe mit den Äpfeln angefangen.

Nach der ersten Hälfte das Backpapier drehen und die andere Hälfte über die Schablone schieben. Den Ofen auf 200°C vorheizen.

Das Endergebnis sollten zwei spiegelverkehrte, rotationssymmetrische Hälften mit dem gewünschten Muster sein. 

 Das Backpapier auf ein Blech legen und ca. 1,5-2 min bei 200°C backen. 

Für die restliche Biskuitmasse die Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen (ich habe den Zucker vergessen), evtl. die Eigelbmasse nochmals aufschlagen, das Mehl und den Eischnee unterheben und die Masse auf dem gebackenen Schriftzug verstreichen, nochmals ca. 10-15 min backen, dann auskühlen lassen.

Für den Schoko-Espresso-Kuchen:

Den Backofen auf 180°C vorheizen und Backpapier in eine 24er-Springform klemmen. Zucker, Öl und Eier in einer großen Schüssel schaumig rühren. 

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel und zusammen mit dem Espresso unter den Teig rühren. 

Den dunklen Teig in die Springform geben und bei 180°C ca. 55-60 min backen, Stäbchenprobe machen. Den Kuchen auskühlen lassen, aus der Form nehmen und horizontal halbieren.

Den abgekühlten Dekorbiskuit umdrehen - das Muster sieht schon mal vielversprechend aus...

 ...und das Backpapier abziehen. Voilà, mein erster Dekorbiskuit! Ich bin sehr zufrieden damit :-)

Ich hatte vorher ausgerechnet, wie lang mein Dekorbiskuit sein muss, damit er um den 24er Kuchen herum reicht. Es war eng, darum hatte ich das Muster so angelegt, dass es an der Schnittkante weiterging und ich nur minimale Ränder abschneiden musste.

Für die verpixelte 400- genau 20 mal 20 Pixel - (Danke Timo, ich hatte doch letztes Jahr darum gebeten, nicht mehr verpixeln zu müssen!) habe ich Gelatinefondant ausgerollt und auf 15x15 cm zugeschnitten. 

Dann habe ich den verschiedenen Grautönen Nummern zugewiesen und das Muster mit schwarzer Lebensmittelfarbe auf Fondant übertragen. Ein bisschen künstlerische Freiheit ist ja wohl erlaubt! ;-)

Zum Zusammensetzen der Torte braucht man einen Tortenring, den man um den Dekorbiskuit und den unteren Kuchenboden klemmt. Leider war mein Dekorbiskuit zu kurz, ich glaube, er hat sich nach dem Backen zusammengezogen!

Für die Schoko-Buttercreme:

Für die Buttercreme die Butter schaumig rühren, währenddessen den Kakao mit dem heißen Wasser verrühren, die Mischung und den Puderzucker unter die Butter rühren und zuletzt Salz und geschmolzene Schokolade unterrühren. 

Auf den ersten Schoko-Espresso-Boden kommt eine Schicht Dulce di Leche aus der Dose, gefolgt von einer dicken Schicht Buttercreme. 

Ich habe noch ein paar Stücke vom Geradeschneiden des Kuchens in die Buttercremeschicht gekrümelt.

 Den zweiten Boden in die Form schichten und mit der übrigen Buttercreme bedecken.

Da mir klar wurde, dass der Dekorbiskuit zu hoch war, habe ich eine Reihe Schriftzug mit der Schere rundum abgeschnitten. Praktischerweise ergab das genau ein Stück von der Breite, die ich brauchte, um die Lücke im Rand zu schließen :-)

 Nun nur noch die Fondant-400 auflegen und 9 Kerzen in den Kuchen stecken.

Im Binären System reichen nämlich 9 Kerzen, um die Zahl 400 darzustellen, was ich sehr praktisch finde. 

 Da man nicht mal alle anzünden muss, kann man die Kerzen prima weiterverwenden :-)

Hier noch ein Anschnittsfoto - die Torte war schon ziemlich mächtig, ich konnte mein Stück kaum essen!

Der liebe Timo hat sich sehr gefreut und den Kuchen natürlich auch voll verdient, nach der tollen Show, die er und die Jungs da wieder hingelegt haben :-)

Tomaten-Tarte mit Ampel-Tomaten

11.10.2014 / 19:57

Diese bunte Tomaten-Tarte auf Pinterest hat mich ja sehr begeistert, und als ich neulich lustige regionale "Heritage"-Tomaten in gelb und grün im Supermarkt gesehen habe, wollte ich meine eigene Tomaten-Tarte backen. Fast wäre es eine Ampel-Tarte geworden, aber so richtig grün waren die grünen Tomaten eigentlich auch nicht. Das Rezept ist so ähnlich wie bei der bunte Tomaten-Tarte, aber ich habe Mascarpone statt Ricotta benutzt und auch die Mengen etwas variiert. Ich fand die Tomaten-Tarte extrem lecker...und die paar wenigen Menschen, denen ich was davon abgegeben habe, auch ;-) Außerdem geht sie schnell und unkompliziert, die gibt es also bestimmt mal wieder!

 


 

Zutaten:

200 g Mehl

eine gute Prise Salz

1 Ei

80 g kalte Butter

 

250 g Mascarpone

200 g Creme fraîche mit Kräutern

30 g Parmesan

2 Eier

etwas Rosmarin

ein Bund frischer Schnittlauch

Salz

Pfeffer

rote, gelbe und grüne Tomaten

Basilikum zur Deko 

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Mehl, Salz, Ei und Butter in der Küchenmaschine zu einem Mürbteig verkneten.

Die bunten Tomaten waschen und in Scheiben schneiden.

Die grünen Tomaten sind eigentlich garnicht ganz grün, sondern haben ein hübsches Zebra-Muster...

Den Parmesan habe ich mal wieder mit meiner niedlichen Nana-Reibe gerieben. Ich hatte die mal einer Freundin geschenkt und auch für mich gekauft, meine Freundin Andrea liebt sie sehr und sagt, die sieht aus wie ich (und heißt auch fast so ;-))

Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen verrühren.

Dein Teig ausrollen und eine Quiche-Form damit auskleiden, den Boden mit einer Gabel einstechen.

Die Füllung auf den Boden gießen und mit Tomatenscheiben belegen. Ich habe versucht, in der Mitte ein Herz zu legen, aber das ist dann ein bisschen versunken.

Die Quiche bei 200°C ca. 40 min backen. 

Die Quiche mit Basilikum dekorieren und lauwarm oder kalt genießen!

Man kann die Stücke sogar ganz praktisch aus der Hand essen ;-)

Lebkuchenherzen - Tipps und Tricks

11.10.2014 / 19:56

So, pünktlich zum letzten Wiesn-Tag hab ich nochmal ein paar ein paar Lebkuchenherzen Tipps und Tricks für Euch. Ich habe für einen Wiesn-Besuch mit meinen liebsten Kollegen und Freunden nämlich kleine Namens-Herzerl für alle gebacken ;-) Leider habe ich auch eine Lesson Learned: Ich habe zu wenig Mehl benutzt, weil die KitchenAid das bei der doppelten Teigmenge nicht geschafft hätte, und weil ich dachte, es geht auch so, und darum waren die Herzerl ziemlich instabil. Aber lecker ;-) Mein Originalrezept für Lebkuchen steht ja schon im Blog, ebenso eine Anleitung für große Lebkuchenherzen und kleine Lebkuchenherzen (die Version 2 ist mit Lebkuchenteig).

 

 


 


Zutaten für 1 Portion Teig á 1400 g (6 große Herzen oder 40 kleine Herzen): 

250 g Honig

250 g Zucker, braun

150 g Butter oder Margarine

100 g gemahlene Mandeln

650 g Mehl

1 TL Zimt

2 TL Lebkuchengewürz (Zimt, Nelken, Koriander, Ingwer, Kardamom und Muskatnuss)

1 EL Kakaopulver

1 Ei

1 TL Natron

Nährwert: 385 kcal pro 100 g Teig

Für das Royal Icing zur Verzierung (reicht für 30 kleine Herzerl, ca. 10 g pro Stück):

1 Eiweiß

250-300 g Puderzucker
1/2 TL Zitronensaft
Lebensmittelfarbe

 

Zubereitung:

Honig, Zucker und Margarine in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat, dann abkühlen lassen. 

Mandeln, Mehl, alle Gewürze und das Ei zur Honigmischung geben. Zuletzt habe ich mir das Lebkuchengewürz aus 1 TL Zimt und jeweils 1 Msp. Nelken, Koriander,  Ingwer, Kardamom und Muskatnuss selbst zusammengemischt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zutaten mit den Knethaken des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine gründlich durchkneten. Den Teig  auf der höchsten Stufe so lange weiterkneten, bis er glänzt und nicht mehr klebt.
Etwas Mehl dazugeben, falls der Teig noch zu weich ist. Ich habe ein doppeltes Rezept gemacht und leider nur 1 kg Mehl statt 1,3 kg benutzt, weil die KitchenAid nur 1 kg schafft und ich zu faul war, den Teig zu halbieren, das Mehl unterkneten zu lassen, und dann von Hand zusammen zu kneten. Außerdem liess sich der Teig schon ganz gut verarbeiten, nur waren halt am Ende leider die Herzen zu weich...nächstes Mal also wieder genau ans Rezept halten! Bei den GITS-PowerUser-Lebkuchenherzen, Version 2 mit Lebkuchenteig, habe ich ein einfaches Rezept mit 650 g Mehl gemacht und die waren top stabil... 

Den Teig mit Natron muss man nicht ruhen lassen wie den anderen Teig, sondern sollte ihn sofort verarbeiten.

Den Teig portionsweise auf wenig Mehl 5-6 mm dick ausrollen. Herzen oder andere Formen ausstechen oder nach Schablone ausschneiden. 

Für die großen Herzen habe ich eine Papierschablone, die ich auf Backpapier übertrage. dafür nehme ich einen Bogen Backpapier und falte ihn zwei mal diagonal, so dass ich an die zweite Faltstelle nur das halbe Herz anlegen und aufmalen muss und beide Herzen symmetrisch auf einmal ausschneiden kann. 

Das ist mein Teig mit nur 500 g Mehl statt mit 650 wie im Rezept (doppeltes Rezept). Er ließ sich auch gut ausrollen, war aber einfach zu weich für stabile Lebkuchenherzen!

Die ausgeschnittenen Backpapierherzen lege ich auf den Teig und schneide ihn rundum aus. 

Dann benutze ich das Backpapier, um das Herz aufs Blech zu transportieren, und ziehe das Backpapier erst ab, wenn das Herz auf dem Blech liegt. 

Als weiterer Trick empfiehlt es sich, eine kleine Backpapier-Falte zwischen den beiden Herzen aufzubauen, so vermeidet man, dass sie beim aufgehen zusammen backen.

Die kleinen Lebkuchen steche ich mit einem Herz-Ausstecher aus, das geht natürlich fixer als das Ausschneiden nach einer Schablone.

 

Die Lebkuchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Bei 180 °C Ober-Unterhitze oder bei 165 °C Umluft 10-20 Minuten backen, je nach Größe und nach Ofen. Bei mir brauchen große Herzen ca. 20 min, kleine ca. 10 min. Der Lebkuchen ist fertig, wenn er unten braun und oben noch weich ist.

Die Löcher steche ich gleich nach dem Backen mit der Nadel meines Bratenthermometers in die Herzen, solange sie warm sind. Wenn man es vorher macht, gehen sie nämlich beim Backen schön wieder zu und man muss sie trotzdem nochmal nachstehen. Hat man das Löcher stechen einmal vergessen, kann man die harten, ausgekühlten Lebkuchenherzen nochmals 5 min in den Ofen geben, dann werden sie wieder weich. 

Royal Icing:

Eiweiß anschlagen, Zitronensaft dazugeben und Puderzucker einrühren. Je nach Eigröße kann auch mehr  Puderzucker hinzugefügt werden, das Icing sollte relativ fest sein.  
Es wird schnell fest, aber luftdicht verschlossen hält es sich schon einige Tage.
 

Da ich für die Jungs und Mädels (die großen und die kleinen) hellblaue bzw. rosa Herzen machen wollte, habe ich erst mal mit weißem Icing die Namen aufgespritzt.  

 Dafür habe ich einen Plastik-Spritzbeutel ohne Tülle benutzt.

Anschließend habe ich das Icing rosa und hellblau eingefärbt und die Herzen entsprechend verziert. 

Das kleine Herz links unten ist für das Maskottchen unserer Gruppe QKS (Qualitäts-, Konfigurations- und Sicherheitsmanagement), einen Plüsch-Elch namens QuKSie, der in meinem Büro wohnt und laut einer Kollegin dringend ein Namensschild braucht ;-)

Für die Kinder im Freundeskreis, mein Configuration-Management-Türschild und das Pâtisserie/Bar Nadine Schild, das ich über die Bar in meiner Wohnung hängen werde, musste ich noch zwei mal Royal Icing anrühren... 

Schließlich sollte man die Lebkuchenherzen in Frischhaltefolie verpacken, wenn man sie um den Hals tragen oder aufheben will. Das funktioniert wie hier im ersten Post zu den Lebkuchenherzen beschrieben: Für große Herzen ein Stück Pappe in Lebkuchenherzgröße und -form ausschneiden, die Backpapierschablone von vorher auf die Pappe kleben, das Lebkuchenherz auflegen, ggf. die Löcher des Lebkuchens mit einem spitzen Gegenstand auf der Pappe markieren und Löcher in die Pappe bohren und das Lebkuchenherz auflegen. Kleine Lebkuchen verpacke ich ohne Pappe. 

Ein ausreichend großes Stück Frischhaltefolie auflegen, auf der Herzrückseite die Enden der Folie übereinander legen, mit Tesa festkleben. Mit einem spitzen Gegenstand (ich benutze auch hier die Nadel meines Bratenthermometers) die Löcher im Lebkuchenherz durch die Frischhaltefolie stechen. Dann ein hübsches Geschenkband durch Folie, Pappe, Folie, Lebkuchenherz, Folie, Pappe, Folie durchfädeln und hinter einem Loch verknoten. 

Meine Kollegen haben sich allesamt sehr gefreut über die Herzerl und sie tapfer getragen, auch wenn einige echt schlimm kaputt gingen nach ein paar Stunden. Aber die waren dafür auch sehr lecker ;-)

Und hier bin ich auf der Wiesn mit meinem noch heilen Herz! Bis abends hat es immerhin durchgehalten <3, dann gabs gebrochene Herzen überall ;-)

Clafoutis aux pommes - Apfel-Clafoutis nach Séverines Oma, #3 des Apfelkuchen-Dreiers

28.09.2014 / 19:57

Das Clafoutis war der dritte Teil des Apfelkuchen-Dreiers, ausgelöst durch die reiche Apfelernte meiner lieben französischen Kollegen Séverine und Stéphane. Séverine hat das Clafoutis-Rezept von ihrer Oma und meinte, das war das erste, was sie als Kind zusammen mit der Oma gebacken hat, auch weil es so ein einfaches Rezept ist. Typischerweise macht man das Clafoutis mit Kirschen, aber auch Äpfel oder Aprikosen eignen sich gut. Séverine hatte das Clafoutis letzte Woche gemacht und ich fand es wahnsinnig lecker, noch dazu ist es kinderleicht zu backen, und so habe ich spontan nach dem Versunkene-Dirndl-Apfelkuchen und dem Apfelstrudel aus den übrigen Äpfeln noch schnell ein doppeltes Rezept Clafoutis gemacht.


Zutaten für 2 eckige Auflaufformen:

600 g Äpfel

Saft einer Zitrone

660 ml Milch

4 Eier (laut Rezept 6, aber ich hatte nur noch 4)

300 g Zucker

240 g Mehl

Puderzucker/Zucker zum Bestreuen

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C  vorheizen, die Auflaufformen mit Butter einstreichen und etwas Mehl hinein stäuben.

Die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden, in einer Schüssel mit dem Zitronensaft mischen.

Milch, Zucker und Eier mischen, dann Mehl nach und nach unterrühren; es entsteht eine Art Pfannkuchenteig. Die Äpfel in die Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen.

Anschließend den Teig auf die Apfelstücke gießen

 

Die Clafoutis ca. 40 min backen, nach dem Herausnehmen aus dem Ofen mit Zucker oder Puderzucker bestreuen.

Bon appétit! Das Rezept werde ich bestimmt noch öfter benutzen, es geht so schnell und schmeckt soooo lecker! Danke Séverine!

Das Clafoutis war der dritte Teil des Apfelkuchen-Dreiers, ausgelöst durch die reiche Apfelernte meiner lieben französischen Kollegen Séverine und Stéphane. Séverine hat das Clafoutis-Rezept von ihrer Oma und meinte, das war das erste, was sie als Kind zusammen mit der Oma gebacken hat, auch weil es so ein einfaches Rezept ist. Typischerweise macht man das Clafoutis mit Kirschen, aber auch Äpfel oder Aprikosen eignen sich gut. Séverine hatte das Clafoutis letzte Woche gemacht und ich fand es wahnsinnig lecker, noch dazu ist es kinderleicht zu backen, und so habe ich spontan nach dem Versunkene-Dirndl-Apfelkuchen und dem Apfelstrudel aus den übrigen Äpfeln noch schnell ein doppeltes Rezept Clafoutis gemacht.


Zutaten für 2 eckige Auflaufformen:

600 g Äpfel

Saft einer Zitrone

660 ml Milch

4 Eier (laut Rezept 6, aber ich hatte nur noch 4)

300 g Zucker

240 g Mehl

Puderzucker/Zucker zum Bestreuen

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C  vorheizen, die Auflaufformen mit Butter einstreichen und etwas Mehl hinein stäuben.

Die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden, in einer Schüssel mit dem Zitronensaft mischen.

Milch, Zucker und Eier mischen, dann Mehl nach und nach unterrühren; es entsteht eine Art Pfannkuchenteig. Die Äpfel in die Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen.

Anschließend den Teig auf die Apfelstücke gießen

 

Die Clafoutis ca. 40 min backen, nach dem Herausnehmen aus dem Ofen mit Zucker oder Puderzucker bestreuen.

Bon appétit! Das Rezept werde ich bestimmt noch öfter benutzen, es geht so schnell und schmeckt soooo lecker! Danke Séverine!

Klassischer Apfelstrudel mit Vanillesoße (natürlich ohne Rosinen), #2 des Apfelkuchen-Dreiers

28.09.2014 / 11:45

Mein Freund Christian hatte  mal einen Apfelstrudel mit Weinteig für mich gemacht, was uns auf die Idee brachte, mal Apfelstrudel mit selbst gemachtem Strudelteig zu backen, weil ich das noch nie versucht hatte. Ich fand es nicht annähernd so kompliziert wie erwartet! :-) Da meine Kollegen Séverine und Stéphane eine reiche Apfelernte in ihrem Garten hatten und mich großzügig mit Äpfeln UND Haselnüssen versorgt hatten (natürlich ganz ohne Hintergedanken ;-)), habe ich an einem regnerischen Sonntag gleich drei verschiedene Apfelkuchen gebacken, der sogenannte Apfelkuchen-Dreier ;-) mit Versunkene-Dirndl-Apfelkuchen und Apfel-Clafoutis. Für den Apfelstrudel habe ich mich an diesem Chefkoch-Rezept orientiert, aber die Rosinen weggelassen.

 


 

Zutaten für einen Apfelstrudel:

Für den Teig:

250 g Mehl

2 EL zerlassene Butter

1 Ei

1 Prise Salz

100 ml lauwarmes Wasser

etwas Öl


Für die Füllung:

1 kg feste, säuerliche Äpfel (Goldparmäne oder BoskopElstar)

abgeriebene Schale einer Zitrone

Saft einer Zitrone

3 EL gemahlene Nüsse

70 g Zucker

1/2 TL Zimt


2 EL gemahlene Nüsse

Butter, zum Bestreichen des Teiges

Puderzucker, zum Bestäuben


Für die Vanillesoße:
500 ml Milch

20 g Speisestärke
1 Vanilleschote
2 Eigelb


Zubereitung:

Erst mal musste ich ein hübsches Foto von den tollen Äpfeln und Haselnüssen aus dem eigenen Garten machen, die gleich den Weg in meinen ersten Apfelstrudel finden sollten!

Okay, jetzt gehts los, für den Strudelteig Mehl, zerlassene Butter, Ei, und Salz mit der Küchenmaschine zu einem elastischen Teig verkneten, dabei nach und nach das Wasser hinzufügen. 

Den Teig zu einer Kugel formen, etwas Öl darauf geben und an einem warmen Platz zugedeckt ca. 30 min ruhen lassen.

Für die Füllung 1 kg Goldparmänen abwiegen, meine waren eher klein und grün.

Äpfel schälen, vierteln, und die Kerngehäuse entfernen. Haselnüsse knacken, Christian hat das sehr professionell gemacht ;-)

Die Apfel-Viertel in schmale Scheibchen schneiden, ich habe dafür die Raspel von meinem KitchenAid-Aufsatz benutzt, das ging super fix.

Äpfel in eine Schüssel geben, mit abgeriebener Zitronenschale, 2 El Zitronensaft, Zucker und Zimt mischen.

 Die Haselnüsse reiben, hier ebenfalls mit dem Aufsatz für die KitchenAid.

Ich habe den gröberen Raspel-Aufsatz benutzt, mit dem feinen wäre es aber bestimmt auch gegangen.

 Die geriebenen Haselnüsse zur Apfel-Füllung dazu geben und vermischen.

Klassisch rollt bzw. zieht man den Strudel auf einem Küchentuch oder einer Blümchen-Tischdecke aus, und zwar, bis man das Muster darunter durchsehen kann. Ich habe mit dieser Tradition gebrochen und meine geliebte Silikon-Backmatte benutzt, auch weil ich weder eine Blümchen-Tischdecke noch ein Küchentuch in ausreichender Größe besitze.

Die Teigkugel also auf der gut gemehlten Tischdecke oder der Silikon-Backmatte platt drücken, dann mit dem Wellholz so lange ausrollen, bis das Muster der Tischdecke gut erkennbar ist. Bei mir sah man das rot der Unterlage auch schon ganz gut durch, und als die Größe derselben erreicht war, fand ich, dass es reicht, der Strudel sollte ja noch aufs Blech passen!

Den ausgerollten Teig dünn mit zerlassener Butter bestreichen.

Gemahlene Haselnüsse darauf streuen, dabei an drei Seiten einen Rand lassen, an den beiden langen Seiten zum Umklappen und an einem kurzen Ende zum Verschließen.

Die Apfelmischung gleichmäßig auf den Nüssen verteilen. 

Die Schmalseiten bis zur Füllung einschlagen.

 Dann von der Seite ohne Rand her mit Hilfe des Küchentuchs oder der Backmatte aufrollen. 

 An der Seite ist alles schön dicht Dank der umgeschlagenen Ecken!

Den Strudel mit Hilfe von Tuch oder Silikonbackmatte auf das mit Backpapier ausgelegte Blech bzw. auf ein Stück Backpapier rollen, dabei sollte die Randstelle des Strudels nach unten kommen, damit sie nicht aufgeht.

Mein Strudel lag gefährlich nah am Rand des Backblechs, wo das Backpapier schon aufhörte.

Darum hab ich ihn dann doch diagonal gedreht. 

Den Strudel mit reichlich geschmolzener Butter bestreichen.

Gebacken wird der Strudel bei 200°C im vorgeheizten Backofen, ca. 60 min.

Den fertigen Strudel etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Dazu reicht man Sahne oder Vanillesoße. Für die Vanillesoße einen kleinen Teil der Milch mit Speisestärke und Eigelb verrühren, die Vanilleschote auskratzen, das Vanillemark und die Schote in die Milch geben und aufkochen. Die Milch von der Platte nehmen, die Vanilleschoten herausfischen, die Stärkemischung unterrühren und unter Rühren nochmals aufkochen.

Da ich allerdings meine letzten 4 Eier schon für das Clafoutis benutzt hatte, musste ich auf ein Fertigpäckchen Vanillesoße zurück greifen...aber neues wird keins mehr gekauft ;-)

Der Boden des Strudels war ein bisschen kross und insgesamt könnte er auch etwas heller sein, vielleicht nehme ich den nächsten früher aus dem Ofen. Aber lecker war's in jedem Fall :8)

Die fertige Vanillesoße war ja auch nicht schlecht, aber sie ist wirklich leicht selbst zu machen und dann weiß man auch, was drin ist...

Mmmhm. Lecker. Wie gut, dass morgen der nächste Apfelgebäck-Marathon bei der nächsten Kollegin mit Apfelbaum ansteht :-)

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