dinchen4444s Blog

Pâtisserie Nadine

Keyboard-Kekse (Schwarz-Weiß-Plätzchen)

26.07.2014 / 23:16

Der Vater vom Freund meiner Schwester hat  sich ein neues Keyboard gekauft und so durfte ich das alte ausleihen. Das kam gerade rechtzeitig, weil ich sowieso schon lange wieder ein bisschen Klavier spielen wollte und wir außerdem gerade unsere Band gegründet hatten, in der das Keyboard extrem nützlich ist! Es hat einen fabelhaften DJ-Modus, wo auf jeder Taste ein lustiges Geräusch liegt, so dass es auch "Yeaaaaaah" hauchen oder "Very excellent!" rufen kann - beide Äußerungen sind mittlerweile in unserem Umfeld recht verbreitet ;-) Als kleines Dankeschön für das fabelhafte Keyboard wollte ich Roberts Eltern also gerne Kekse schicken, natürlich bietet sich dafür ein Keyboard-Motto an. Man hatte natürlich einfach die schwarzen Tasten auf weißen Plätzchenteig malen können. Ich hatte allerdings die Idee, das Keyboard sozusagen in 3D als Schwarz-Weiß-Plätzchen zu gestalten...


Zutaten:

250 g Butter

200 g Zucker

1 Ei

1 Eigelb

500 g Mehl

0.5 P. (7 g) Backpulver

30 g Kakao


Zutaten:

Alle Zutaten außer den Kakao mit der Hand oder in der Küchenmaschine zu einem Mürbteig verarbeiten. Den Teig halbieren und den Kakao unter eine Teighälfte kneten.

Normalerweise formt man Schwarzweiß-Kekse so, dass man helle und dunkle Teigrollen so aufeinander legt, dass sich ein Schachbrettmuste oder eine schwarz-weiße Schnecke im Querschnitt ergibt. Die Kekse schneidet man dann von der Rolle ab. Ich wollte das ganze in Keyboard-Form machen, so dass der Teig ziemlich dünn und gleichmäßig ausgerollt werden musste, darum hatte ich die Idee, dafür die Nudelmaschine zu benutzen (auf der dicksten Stufe).

Eine Oktave einer Klaviertastatur besteht aus 7 weißen und 5 schwarzen Tasten, die schwarzen sind so zwischen ein Drittel bis halb so lang wie die weißen und versetzt eingelassen.

Die weißen Tasten zwischen zwei schwarzen sind etwa so breit wie die schwarzen, daher war der Plan, mindestens 7 weiße Schichten und dazwischen 5 schwarz-weiße Schichten zu stapeln. Nach 2 bzw. nach 3 schwarzen Tasten kommen ja zwei weiße nacheinander, und da die schwarzen Tasten nur halb so lang sind wie die weißen, muss neben der schwarzen Schicht noch eine weiße liegen.

Ganz wichtig: auf der Backmatte oder Unterlage markieren, wo die schwarzen Tasten aufhören und die weißen anfangen, sobald man sonst nämlich zwei weiße Schichten aufeinander gelegt hat, sieht man den schwarzen Teig nicht mehr durch und verschiebt die Tasten!

Der Teig hat beim Ausrollen in der Nudelmaschine schon ganz schön gebröckelt - er war halt schön mürbe - , aber diese Risse haben sich dann wieder geschlossen. Ich wollte eigentlich das übrige Eiweiß benutzen, um die Teigschichten aneinander zu kleben, aber das war dann doch nicht nötig, der Teig war klebrig genug und hat sich gut wieder verbunden. 

Hier sieht man die oberste schwarze Tastenschicht noch durch. Das Ausrollen und Schichten hat ziemlich lange gedauert, trotzdem hätte ich noch weiter gemacht, wenn mir nicht der helle Teig ausgegangen wäre.

Den geschichteten Block ca. 30 min kalt stellen, und dann mit großer Spannung an einem Ende anschneiden und gucken, ob da entfernt eine Klaviertastatur im Querschnitt rauskommt....sieht gut aus!

Wie man sieht, gab es ziemlich viel Schnitt bei dem Projekt. Macht aber nix, die Reste knetet man lustig zusammen und formt andere Schwarz-weiß-Kekse daraus, indem man eine Rolle macht und Scheiben abschneidet.

Die Keks-Scheiben abschneiden, ca. 5 mm dick, und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 175°C ca. 10 min leicht goldbraun backen.

Die schwarzen Tasten sind nicht überall gleich lang und manchmal auch insgesamt zu lang, aber ich finde, man kann es schon erkennen :-)

Zur letzten Stunde Stimmtraining hab ich ein paar Keyboards für meine Gesangslehrerin und die Gruppe abgezweigt und Schokomuffins damit dekoriert.

Wenn man mehrere Keyboard-Kekse zusammenlegt, kann man sich sich sogar vorstellen, darauf zu spielen ;-)

Nächstes Mal würde ich besser auf das Ende der schwarzen Tasten aufpassen, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden, dass das ganze geklappt hat, wie ich mir das im Kopf überlegt hatte :-)

Schoko-Torte für die meine beste Band der Welt

20.07.2014 / 23:51

Drei der vier fabelhaften Jungs in unserer Band hatten im Juni Geburtstag und als wir neulich unser erstes inoffizielles Mini-Konzert vor unseren liebsten Kollegen gegeben haben, wollten wir ein bisschen nachfeiern. Also hab ich am Abend vor dem Konzert, sprich, in der Nacht nach der Generalprobe, noch schnell einen Kuchen gebacken. Ich wollte eigentlich Mohntorte machen, weil Tarsi die sehr gerne mag, aber es gab keinen Mohn im Supermarkt, wo wir vor der Probe noch kurz einkaufen waren. Daher musste ich spontan auf Schoko-Torte umschwenken, nämlich den Dunkle-Materie-Kuchen von der Cern-Torte bzw. von der Schokotorte mit Espresso mit Schoko-Buttercreme. Wie immer, wenn man mitten in der Nacht anfängt zu backen, ging auch nicht alles glatt...


Zutaten:
600 g Zucker
130 g Öl 
3 große Eier
380 g Mehl
110 g Kakao
1 1/4 TL Backpulver
2 1/4 TL Natron
1 1/2 TL Salz
300 g Milch
2 TL Vanillearoma
200 ml Espresso
100 ml Amaretto

 

125 g Butter

125 g Puderzucker

40 g Kakao

 

Zubereitung:

Ich hatte den Jungs im Musikladen auch Geschenke gekauft, nämlich coole Schlagzeug-Stick-Kochlöffel und eine Gitarren-Eiswürfelform, und dachte, ich könnte die Gitarren-Silikonform zum Backen der Deko für den Kuchen benutzen. Das hat allerdings nur bedingt gut funktioniert...

Den Backofen auf 180°C vorheizen und jeweils ein Backpapier in zwei 24er-Springformen klemmen.  Ich wollte den Kuchen in zwei Formen backen, weil es schon spät war und es dann schneller geht als in einer Form, das hatte ich ja in den Blogposts Dunkle-Materie-Kuchen von der Cern-Torte bzw. von der Schokotorte mit Espresso schon direkt dokumentiert. Bei diesen Blogposts gibts auch mehr Zwischenbilder zu den folgenden Schritten:

Zucker, Öl und Eier in einer großen Schüssel schaumig rühren. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Die trockenen Zutaten zusammen mit Vanille, Espresso und Amaretto unter den Teig rühren.  

Den dunklen, flüssigen Teig auf die beiden Springformen und die Gitarren-Silikonform verteilen und bei 180°C ca. 35-40 min backen. 

In meinem Bestreben, alles auf einmal in den Ofen zu bekommen, nämlich zwei 24er Formen und die Gitarrenform, stand die Silikonform ein bisschen arg nah am Backofenrand und hat prompt angefangen, ein bisschen zu schmelzen. Ich habs glücklicherweise schnell bemerkt und sie rausgeholt, aber nun sind die Ecken ziemlich rockig verformt. ;-)

Ich habe dann versucht, die Gitarren in der Mikrowelle fertig zu backen (es gibt ja auch Tassenkuchenrezepte für die Mikrowelle), was dazu geführt hat, dass ich den Teller aus der Mikrowelle auch putzen musste.... Ich glaube, der Teig mit dem vielen Natron ist einfach wegen der Luftblasen nicht für diese Form geeignet, darum ließen sich die Gitarren auch kaum aus der Form lösen. 

Die Deko musste also kurzfristig umdisponiert werden...die eine Gitarre, die halbwegs am Stück aus der Form kam, sah auch schon aus, als hätte man diverse Hotelzimmer mit ihr zu zertrümmern versucht ;-)

Also weiter im Plan: Die Kuchen vollständig auskühlen lassen, in meinem Fall über Nacht, den Rand von der Form lösen und die Form entfernen. Einen Kuchen auf die Tortenplatte legen und seitlich Backpapierstreifen unterlegen. 

Für die Buttercreme die Butter schaumig rühren und Puderzucker und Kakao unterrühren. Den Kuchen mit Buttercreme bestreichen und den zweiten Kuchen darauf setzen. 

Die übrige Buttercreme in einen Spritzbeutel füllen und die Schrift aufspritzen, mit der restlichen Buttercreme den Rand zwischen den beiden Kuchen füllen. 

Vor Ort hab ich dann noch drei coole Kerzen drauf gesteckt, die jede in der Farbe, die die Kerze hat, brennen. 

Die Kerzen hab ich in Sri Lanka entdeckt und jedes Geburtstagskind durfte seine Kerze ausblasen ;-)

\m/ Rock on, Mark, Stefan und Wolfgang! \m/

3D-Struktur-Kuchen: Planet Vulkan für Sergei

13.07.2014 / 09:44

Der liebe Sergei hatte Geburtstag und eine legendäre Party geplant und da er mir vor ein paar Monaten mal einen Link zu diesen fantastischen Erde-Kuchen und Jupiter-Kuchen geschickt hatte, dachte ich, ich backe ihm so einen zur Party. Weil Sergei auch ein kleiner Treckie ist, dachte ich dabei an den Planeten Vulkan aus Star Trek. Laut der Sternenflotte ist dieser ein Klasse-M-Planet wie die Erde und damit waren die Farben klar: innen weiß, dann gelb, und außen orange. Hier gibts eine sehr hübsche Übersicht über die Star-Trek-Planetenklassifikation. Lustigerweise haben mir einen Tag, bevor ich den Kuchen backen wollte, noch mehrere Freunde den Jupiter-Link geschickt, mit dem Hinweis: back doch den mal... Meine Freundin Doro hat mir wie schon bei den High-Heel-Cupcakes beim Backen geholfen und die tollen Vulkanier-Hände aus Marzipan modelliert. Die Schöpferin der ersten Planetenkuchen hat sogar ein Tutorial online gestellt, wie man diese bäckt, das Rezept dabei hatte allerdings einen Schoko-Kern und enthielt "Self-raising flour", darum habe ich das Rezept ein bisschen abgewandelt. Außerdem waren meine Schüsseln doppelt so groß, was sich noch als Problem erweisen sollte...

 


 

Zutaten für 1 Hemisphäre von 2 L Volumen:

Für die zwei inneren Schichten:

160 g Butter, Raumtemperatur

160 g Zucker

3 Eier

Bittermandelaroma

240 g Mehl

0,5 P. Backpulver

Zitronenabrieb

Lebensmittelfarbe

 

Für die dritte Schicht:

320 g Butter, Raumtemperatur

320 g Zucker

6 Eier

480 g Mehl

1 P. Backpulver

OrangenabriebLebensmittelfarbe

etwas Butter und Mehl für die Formen


Für die Buttercreme:

250 g Butter

250 g Puderzucker 

etwas Milch

Lebensmittelfarbe


Zubereitung:

Drei Halbkugel-förmige, hitzebeständige Schüsseln suchen, die ineinander passen. Ich hatte eine Edelstahl-Dessertschale, eine Keramik-Müslischüssel und die kleine Edelstahl-Rührschüssel von meiner KitchenAid gefunden, allerdings war meine größte Schüssel mit einem Volumen von 2 Litern doppelt so groß wie die Glas-Puddingschüssel im Originalrezept. Ich hatte die Teigmenge angepasst, aber unterschätzt, wie dramatisch sich das Volumen auf Back- und Auskühlzeiten auswirken würde. 

Mr. Spock wäre bestimmt entsetzt gewesen ;-)

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die kleinsten und mittleren Halbkugelformen mit Butter einfetten und mit Mehl ausstreuen. Anfangs wollte ich einen ganzen Planeten Vulkan aus zwei Halbkugeln backen, also habe ich die beiden inneren Schichten doppelt gebacken (und dafür die erste Teigmenge verdoppelt). 

Der erste Teig ist für die kleine und mittlere Halbkugeln gedacht: Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier einzeln hinzufügen.

Das Backpulver mit dem Mehl vermischen und unterheben. Etwas Teig in die kleinste Halbkugelform streichen und ca. 25 min backen. 

Meine Formen waren viel zu voll, da der Teig noch gut aufgeht! Also besser etwas Platz oben lassen und die Formen auf ein Blech und nicht auf ein Gitter stellen, falls Teig raustropft.

Den fertigen Kuchen etwas in der Form abkühlen lassen, aus der Form lösen.

 Um den Kuchen unten gerade abzuschneiden, kann man ihn zurück in die Form legen.

Die innerste Schicht wollte ich weiß lassen, darum habe ich den Teig nicht eingefärbt und die gelbe Lebensmittelfarbe und den Zitronenabrieb für die mittleren Teig erst zum restlichen Teig hinzugefügt. Den gelben Teig auf die beiden eingefetteten und mit Mehl ausgestreuten mittleren Formen verteilen. Mit einem nassen Löffel eine Delle in den Teig drücken, damit die kleinen Halbkugeln hinein passen. 

Die beiden inneren Halbkugeln in den gelben Teig drücken, am besten noch tiefer als auf diesem Bild, da der Teig beim Aufgehen die gebackenen Halbkugeln noch etwas nach oben gehoben hat.

Die gebackenen Kuchen mit Teig abdecken, damit der schon gebackene Kuchen beim erneuten Backen nicht verbrennt. Die beiden Hemisphären ca. 45 min backen, Stäbchenprobe machen.

Man sieht, dass der Teig die inneren Halbkugeln ziemlich weit hochgeschoben hat. Beim Abkühlen zieht sich der ganze Kuchen etwas zusammen, trotzdem würde ich nächstes Mal die inneren Kugeln etwas tiefer platzieren.

Die Kuchen etwas in der Form abkühlen lassen, dann stürzen und auf der flachen Seite weiter abkühlen lassen, so dass die Unterseite flach gedrückt wird.

 Die Kuchen zurück in die Form legen und den unteren Rand gerade schneiden.

Gegebenenfalls die Halbkugel richtig rund schneiden, meine Halbkugeln hatten nämlich eine kleine Erhebung vom Fuß der Müslischüssel.

Den Teig für die letzte Schale analog zum ersten Teig anrühren, Orangenschale und orangene Lebensmittelfarbe hinzufügen. Dein Teig in die gefettete und gemehlte größte Schüssel geben und mit einem nassen Löffel eine Delle für den inneren Kuchen formen.

Den inneren Kuchen möglichst mittig und gerade in die Delle drücken und anschließend mit Teig bedecken. 

Dieses Mal hatte ich den inneren Kuchen tiefer versenkt -

trotzdem kam er beim Backen wieder etwas zu weit nach oben...

Zur Backzeit: Dieser Backgang dauerte ewig. Ich hatte den Kuchen nach 60 min zum ersten Mal aus dem Ofen genommen, nachdem ich eine Stäbchenprobe gemacht hatte und ihn für fertig befand (wir waren auch langsam echt spät dran für die Party). Nach dem Abkühlen und Stürzen stellte sich raus, dass ein Teil des Kuchen noch flüssig war! Also schnell zurück in die Form, Ofen wieder an und weiter backen. Und so ging das noch zwei Male!

Also die Stäbchenprobe wirklich gründlich überall machen, obwohl ich mir auch nicht erklären kann, warum ich anscheinend immer an den falschen Stellen reingestochen hatte.

Die Kugel ist ja bekanntlich die Form, die die kleinste Oberfläche beim größten Volumen hat, was natürlich erklärt, dass es ewig dauert, bis ein Kuchen in dieser Form durchgebacken ist und besonders außerhalb des schon gebackenen inneren Kuchens scheint es lange zu dauern, bis der Teig durch ist. Nächstes Mal würde ich ca. 90 min backen und den Kuchen dann auch oben abdecken, damit er da nicht zu dunkel wird.

Für die Deko hat Doro diese fabelhaften Hände aus Marzipan geknetet - damit man erkennen kann, dass der Planet Vulkan darstellen soll, da der nicht so charakteristisch aussieht wie Jupiter. Mal abgesehen davon, dass er im Gegensatz zu Jupiter in unserem Universum nicht existiert und damit auch weniger bekannt ist ;-)

So, mittlerweile waren wir schon viel zu spät dran für die Party und der liebe Kuchen wollte und wollte nicht abkühlen, nicht mal im Kühlschrank umgeben von Schachteln mit gefrorenem Gemüse. Irgendwann nach 1-2 h haben wir dann beschlossen, dass es jetzt sein muss, und angefangen, den Kuchen mit eingefärbter Buttercreme einzustreichen - die prompt geschmolzen ist. Dass es ein super heißer Sommerabend war, hat natürlich auch nicht geholfen...

Im Idealfall also den Kuchen mehrere Stunden oder über Nacht auskühlen lassen und dann erst für die Buttercreme die Butter schaumig rühren, den Puderzucker und etwas Milch unterrühren und mit Lebensmittelfarbe portionsweise einfärben und den Kuchen damit einstreichen. Dabei Backpapierstreifen unterlegen.

Vulkan ist ein Wüstenplanet mit zwei Meeren, die weiße Buttercreme stellt Wolken im Bild aus dem All dar. 

Die Delle oben auf dem Kuchen vom Fuß der KitchenAid-Rührschüssel habe ich mit Buttercreme gefüllt (die schön geschmolzen ist....aaaah).

Naja, dank der Hände und dank des vulkanischen Grußes "Live long and prosper", zu Deutsch etwa "Lebe lang und friedlich", der ja hervorragend zu einem Geburtstag passt, hat Sergei schon erkannt, welcher Planet es sein sollte...puh!

Bis wir den Kuchen dann um Mitternacht angeschnitten haben, weil Sergei reingefeiert hat, war die Buttercreme sogar auf dem Balkon draußen wieder halbwegs fest geworden. 

Mit den Schichten bin ich trotz des ganzen Stress eigentlich sehr zufrieden gewesen! Vielleicht würde ich nächstes Mal noch etwas orangene Farbe zum gelben Teig geben, damit er sich etwas mehr vom weißen Teig abhebt (der dank der vielen Eier ja auch leicht gelb ist).

In diesem Sinne...

Lebt lang und friedlich und immer mit Kuchen, Ihr Lieben ;-) 

Dr. Kuchen trifft Doktorhut-Macarons

05.07.2014 / 19:32

Dass meine kleine Schwester ihre Doktorarbeit erfolgreich abgeschlossen hat, hab ich ja schon erzählt, weil ich zur Prüfung ganz viel gebacken habe, u.a. Neutrophilenkekse und Doktorhutkuchen. Nun hat sie mit zwei Freundinnen und Kolleginnen eine gemeinsame Party zur Feier der drei bestandenen Doktorarbeiten gemacht und natürlich gab es dazu wieder einen Kuchen und die schon bald obligatorischen Doktorhut-Muffins. ;-) Natascha hat sich Nusskuchen mit Kirschen gewünscht, also gabs das auch. Dekoriert habe ich ihn mit Schokolade und rosa Buttercreme, so dass man ihn gut aus der Hand essen konnte auf der Party. Und ich habe mich an Doktorhut-Macarons versucht...


Zutaten:

1 Glas Kirschen (370 g Einwaage)

1 Rezept Nusskuchen:

200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
5 Eier
150 ml Milch
50 ml Rum
200 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
200 g Mehl
1 Pck. Backpulver


150 g Schokolade oder Kuvertüre

100 g Butter

100 g Puderzucker

etwas Milch

rote Lebensmittelfarbe


Für die Doktorhut-Macarons:

1 Rezept Macarons au Chocolapin, d.h. mein Macarons au Chocolat-Rezept mit nur 3 Eiweiß


Zubereitung:

Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen.  Zucker und Eier schaumig rühren, dann die übrigen Zutaten kurz unterrühren. Den Teig in einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und die Kirschen darauf verteilen. Den Nusskuchen ca. 30 min bei 180°C backen, Stäbchenprobe machen.

Den Kuchen vollständig abkühlen lassen, Schokolade bei 50% in der Mikrowelle schmelzen und auf dem Kuchen verstreichen. Butter, Puderzucker, etwas Milch und rote Lebensmittelfarbe verrühren, die Buttercreme in einen Spritzbeutel füllen und die Namen aufspritzen. Der mittlere Nachname ist übrigens aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht ;-)

Die rosa Buttercreme habe ich auch für die obligatorischen Doktorhut-Muffins verwendet.

Für die Doktorhut-Macarons dem Macaron-Rezept folgen und sowohl eckige als auch normale runde Macarons spritzen.

Ich habe für beides die 3,5cm Schablonen benutzt und die Quadrate einfach etwas größer als die Kreise auf den Vorlagen gespritzt. 

Macarons gut trocknen lassen und nach Macaron-Rezept backen. 

Für Doktorhut-Macarons immer ein eckiges Macarons auf ein rundes Macaron setzen und mit etwas Buttercreme leicht schräg festkleben, so dass beide Unterseiten nach unten zeigen!

Weil man nicht allzu viel Buttercreme ins Macaron bekommt, wenn man ein eckiges Macaron auf ein rundes klebt, habe ich die übrigen Macarons paarweise mit den Unterseiten zusammengesetzt, wie man das normalerweise macht!

Für den Kuchen waren nur 4 Doktorhut-Macarons in allen vier Ecken nötig :-)

Und hier sind die stolzen drei Doktorinnen bei ihrer Party :-)

Hier noch ein Anschnittsbild - jede Doktorin durfte ihr Dr.-Stück zeremoniell verspeisen...das bringt bestimmt Glück und so ;-) Herzlichen Glückwunsch, Ihr drei!

Erdbeer-E für Edith auf Schokomousse-Torte

30.06.2014 / 18:47

Für ihre Party hatte Edith sich eigentlich "was mit Schokolade" gewünscht. Weil es aber an dem Tag recht heiß werden sollte, habe ich beschlossen, eine eher moussige Schokotorte zu backen und mit Erdbeeren zu kombinieren. 

Die High-Heel-Cupcakes waren ja Schokomuffins mit Buttercreme, dann gab es noch Schmandkuchen und Buttermilchmousse, so dass das Erdbeer-E ganz gut reingepasst hat, und durch die Mousse empfindet man die Schokolade auch als nicht so mächtig. 

Die Torte ist stark an die Yin-Yang-Torte angelehnt, nur die Mengen habe ich für das Blech-Format etwas verändert und natürlich kamen die Erdbeeren dazu.

 


Zutaten für 1 Blech: 

 

1-2 Rezepte Yin-Yang-Torte

Für den hellen Biskuit:

2 Eier

2 EL heißes Wasser 

65 g Zucker

75 g Mehl 

 

Für den dunklen Biskuit:

2 Eier

2 EL heißes Wasser

65 g Zucker

50 g Mehl

25 g Kakao


Für die helle Mousse: 

9 g Pulvergelatine (1 P.)

250 g weiße Schokolade 

250 ml Milch 

250 g Schlagsahne

 

Für die dunkle Mousse:

250 g Zartbitter-Schokolade

250 ml Milch

250 g Schlagsahne 

9 g Pulvergelatine (1 P.) 

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen, in ein Backblech ein Stück Backpapier legen, so dass der Boden und zwei Ränder bedeckt sind.

Für beide Teige jeweils nacheinander die Eier mit dem Zucker und dem Wasser schaumig schlagen, bis die Masse cremig weiß wird.

Mehl bzw. Mehl und Kakao dazu geben und vorsichtig unterheben. 

Jeden Teig im Blech verstreichen und etwa 8-10 min backen.

Für die beiden Mousse die Gelatine jeweils nach Packungsanweisung einweichen und die Milch abmessen. Die beiden Schokoladensorten jeweils in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen.

Die eingeweichte Gelatine in der Mikrowelle oder im Wasserbad auflösen, einige Löffel Milch hinzufügen zum Temperaturausgleich, und dann die Gelatine in die Milch gießen. Die Gelatinemilch jeweils in eine Rührschüssel geben und die Schokolade dazu geben, glatt rühren und für 30 Minuten kalt stellen.

Die Schlagsahne jeweils steif schlagen, dann die gekühlte Schokoladenmasse, die bereits zu gelieren beginnt, durchrühren und die Sahne mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben.

Die Torte in dieser Reihenfolge zusammensetzen: Dunkler Boden, dunkle Mousse, heller Boden, helle Mousse.

Meine helle Mousse brauchte ziemlich lange, um fest zu werden. Dummerweise habe ich die Schüssel mit der noch sehr flüssigen weissen Mousse im Kühlschrank umgestoßen, was dazu geführt hat, dass die helle Mousse-Schicht etwas flacher als geplant ausgefallen ist und auch dazu, dass der Kühlschrank geputzt werden musste... :-(

Wenn die letzte Mousse-Schicht auf der Torte ist, kann man diese erst einige Stunden fest werden lassen, in meinem Fall war das über Nacht. 

Die weiße Fläche dann so mit Erdbeerscheiben belegen, dass ein rotes E auf weißem Grund liegt. Natürlich kann man das E vorher mit einem Zahnstocher markieren. Die Erdbeeren habe ich gewaschen und das Grüne abgeschitten und sie dann mit der Spitze nach oben aufs Brett gestellt und so in Scheiben geschnitten.

Ich fand, dass das E ganz gut rauskommt. Und das Beste: das funktioniert natürlich mit jedem beliebigen Buchstaben ;-)

Hier sehr Ihr mich, natürlich stolz wie Oskar (wer war eigentlich Oskar und was hat er gemacht, um so stolz sein zu können?), vor dem Kuchenbuffet bei der Party :-)

Die Party war übrigens super :-)

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