dinchen4444s Blog

Pâtisserie Nadine

Pizza-Brotsticks mit Oliven-Tapenade

30.11.2014 / 21:31

Als ich dieses Jahr in Istanbul war, gab es dort als Vorspeise eine super leckere Oliven-Tapenade zum Dippen mit Brot, die ich vor kurzem als Vorspeise zum Pasta-Essen (natürlich mit selbstgemachter Pasta) serviert habe. Als ich die Hefeteigsterne zum Sternschnuppen-Gucken gebacken hatte, habe ich nicht aufgepasst und die Teigmenge zwei mal verdoppelt, darum hatte ich 2 mal 250 g Hefeteig eingefroren. Eine Packung davon durfte über Nacht auftauen und wurde morgens zu den leckeren Pizza-Brot-Sticks verarbeitet, die es in USA wohl bei Pizza Hut als Vorspeise gibt. Dazu gabs ein bisschen Pizzaiola und Tapenade zum Dippen und außerdem ein paar Feigen-Gorgonzola Amuse Geulles und Aperol Spritz an der Bar Nadine ;-)


Zutaten für zwei Bleche:

300 ml lauwarmes Wasser

1 Würfel Hefe

1 TL Zucker

500 g Mehl

2 TL Salz

Gewürze, z.B.:

1 EL Parmesan

1 TL Knoblauch

1 TL Oregano/Majoran

1 TL Rosmarin


Für die Tapenade:
200 g schwarze Oliven, am Besten ohne Kern
1 EL Kapern 
2 Sardellenfilets (Anchovis)
Oregano 
Pfeffer
60 ml Olivenöl

Rosmarinzweig zum Dekorieren

Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit Olivenöl bestreichen. Einen Hefeteig aus den Zutaten kneten und halbieren bzw. den tiefgefrorenen Hefeteig auftauen lassen.

Den Teig auf das Backpapier geben und mit geölten Fingern auf Blechgröße ausziehen oder ausrollen. Mit einem Messer oder Pizza-Roller in Streifen schneiden, dann längs in der Mitte durchschneiden. Abdecken und etwas gehen lassen, derweil den Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Gewürze in einer kleinen Schüssel mischen. Den Teig mit Olivenöl bestreichen und mit den Gewürzen bestreuen.

Ca. 25 min goldbraun backen, ggf. noch zusammenhängende Sticks voneinander lösen.

Für die Tapenade die Oliven, falls nötig, entkernen, sonst grob schneiden.

Die Kapern und die Sardellen abtropfen lassen.  Alle Zutaten pürieren und genug Olivenöl zugeben, bis eine streichfähige Masse entsteht. Die Tapenade mit den Sticks und allem anderen zusammen zum Aperitif an der Bar Nadine servieren ;-)

Die Tapenade lässt sich auch sehr gut portioniert in Eiswürfelformen einfrieren und portionsweise auftauen! Außerdem schmeckt sie legendär zu Avocado :8)

Mamas Lieblings-Streuselkuchen mit Schoko-Buttercreme

23.11.2014 / 15:54

Vor einiger Zeit erzählte meine Mama eine Geschichte aus ihrer Jugend über einen Kuchen wie diesen, so dass ich fand, dass das doch ein super Kuchen zum Geburtstag wäre. Meine Oma hat wohl früher, wenn es schnell gehen musste, einen Streuselkuchen beim Bäcker gekauft, das muss ein riesiges Ding gewesen sein mit 30 cm Durchmesser. Der Kuchen wurde dann waagrecht durchgeschnitten und mit Schoko-Buttercreme mit Nüssen gefüllt, z.B. anlässlich des Besuchs des amerikanischen Chefs meines Opas. Meine Mama fand ihr Stück dann so lecker und es war noch was da, also hat sie nach einem zweiten Stück gefragt, obwohl sie wusste, dass sie danach Ärger kriegt, aber vor dem Besuch würden die Eltern nicht schimpfen, also gab's das zweite Stück, es wurde genossen und als der Besuch weg war, gab's die Schimpfe. Da sieht man mal wieder, wie ähnlich wir uns sind, die Mama und ich. :8) Happy Birthday!

 

 


 

Zutaten für 2 Kuchen, 24 und 26 cm:

Für den Boden:

600 g Mehl

30 g Hefe200 ml warme Milch

130 g Zucker

100 g Margarine

50 g Butter

1 Pr. Salz


Zum Bestreichen:

2 EL Milch


Für die Streusel:

350 g Margarine (laut Rezept halten die Streusel die Form besser mit Margarine als mit Butter)

250 g Zucker

Zimt

Vanille

450 g Mehl


Zum Bestreichen:

125 ml heiße Milch

60 g Butter


Für die Buttercreme:

500 ml Milch

1 P. Schokoladenpudding oder 40 g Speisestärke und 10 g Kakao

2 EL Zucker

100 g Schokolade


Zubereitung:

Da ich noch nie Streuselkuchen gebacken hatte, habe ich mich an einen Kuchen meiner Freunde Antje und Matthias erinnert, die gerne einen legendären Thüringischen Butterkuchen backen. Antje hat mir das Rezept gegeben und es lässt an Geschmacksträgern nichts zu wünschen übrig, wie Ihr in der Zutatenliste oben sehen könnt!

Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde hinein drücken, die Hefe in die Mulde bröckeln und mit der warmen Milch vermischen, einen Vorteig anrühren und ca. 15 min gehen lassen. Die übrigen Zutaten bis zum Salz hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in eine abgedeckte Schüssel geben und ca. 1 h gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. 

Für die Streusel die Zutaten vermischen und mit den Knethaken des Rührgeräts verrühren. 

Weil der Teig sehr weich war, habe ich den Streuselteig in den Kühlschrank gestellt.

Den aufgegangenen Hefeteig durchkneten und auf die beiden Springformen verteilen. 

Den Teig mit den Händen in die Form drücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. 

Jeden Hefeteig jeweils mit 1 EL Milch bestreichen.

Den Streuselteig aus dem Kühlschrank holen und von Hand Streusel zupfen und die Kuchen damit belegen.  

Das ergibt eine ziemlich dicke Streuselschicht!

Beide Kuchen zusammen bei 180°C ca. 45 min backen, Stäbchenprobe machen. Die Kuchen noch heiß mit der Butter, aufgelöst in der heißen Milch, bestreichen.

Den Kuchen waagrecht durchschneiden, am besten knapp unter den Streuseln.  

Aus Milch, Speisestärke, Kakao und Zucker einen Pudding kochen. Dafür etwas Milch mit Speisestärke, Kakao und Zucker verrühren, die restliche Milch zum Kochen bringen, die Stärkemischung einrühren und unter Rühren nochmals aufkochen lassen.

Den Pudding im Topf mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet, und den Pudding komplett abkühlen lassen. Die Butter schaumig rühren und den Pudding löffelweise hinzufügen. 

Die Schokolade in der Mikrowelle schmelzen, etwas abkühlen lassen und unterrühren. 

Die untere Hälfte des Kuchens auf eine Kuchenplatte legen und mit Buttercreme bestreichen, die Nüsse darüber streuen.

Den oberen Boden auflegen und leicht andrücken.

Die Buttercremeschicht sollte nicht allzu dick sein, da der Kuchen sonst schwierig zu schneiden ist. Die Mama fand den Kuchen sehr lecker ;-)

Flammkuchen mit Äpfeln und Zwiebeln

10.11.2014 / 16:34

Diesen Flammkuchen habe ich in meinem Krankenkassen-Newsletter-Heftchen entdeckt, er kann also nur höchst gesund sein ;-) Meine liebe Kollegin Luisa hatte uns eingeladen, nach dem Apfelkuchen-Dreier einen weiteren Apfelkuchen-Backmarathon bei ihr einzulegen; sie hat nämlich einen tollen Apfelbaum im Garten. Bei dieser Gelegenheit habe ich diesen Flammkuchen getestet und fand ihn extrem lecker, darum gab es ihn zu unserem Federweißer-Zwiebelkuchen-Abend auch nochmal. :8) Wahnsinnig viele Äpfel braucht man dafür zwar nicht, aber es gab ja noch diverse andere Apfel-Backwerke und vor allem Apfelmus ;-)

 


 

 

Zutaten:

 

10 g frische Hefe (1/4 Würfel) 

175 ml warmes Wasser

350 g Mehl (Typ 550 oder 405)

1 TL Salz

Mehl zum Arbeiten

200 g saure Sahne

1 Ei

Pfeffer

2 kleine Äpfel, z.B. Boskop

1-2 EL Zitronensaft

2 rote Zwiebeln

Majoran, Thymian, Rosmarin, Oregano

 

 

Zubereitung:

Luisa hatte schon mal vorgeerntet...außer den beiden Äpfelchen für diesen Flammkuchen haben wir den Rest zu jeder Menge Apfelmus, ApfelstrudelApfel-Clafoutis und Apfelkuchen verarbeitet. Wir mussten sogar nochmal welche pflücken ;-)

Hefe in Wasser auflösen, mit Mehl und Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten. 

 Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. 

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche oder auf einer Backmatte durchkneten, halbieren und auf Backpapiergröße ausrollen und aufs Backpapier legen.

Die saure Sahne mit dem Eigelb glatt rühren, salzen und pfeffern, auf den Teig streichen, einen schmalen Rand frei lassen. 

Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden, am besten mit einer Reibe.

Die Äpfel waschen, das Kerngehäuse ausstechen oder die Äpfel vierteln und entkernen.

Die Äpfel ebefalls mit der Reibe in dünne Scheiben schneiden.

 Die Apfelscheiben mit etwas Zitronensaft vermengen. 

Äpfel und Zwiebeln auf den Flammkuchen verteilen. 

Die Flammkuchen mit Salz, Pfeffer, und Majoranblättchen oder anderen Kräutern bestreuen.

 Im Ofen 10-15 min goldbraun backen.

Der Flammkuchen schmeckt fast ein bisschen süß durch die Äpfel - es gibt ja auch süße Flammkuchen mit Äpfeln und Zimtzucker.

Zu diesem doch herzhaften Flammkuchen passt Federweißer hervorragend...und den hatte die liebe Luisa natürlich auch besorgt :-)

Zuckerbrot und Peitsche - Unterwäsche-Kekse

10.11.2014 / 16:34

Diese Unterwäsche-Kekse aus Herz-Ausstechern kursieren ja schon länger durch das Internet und auch auf meiner Backliste. Ich werde sie zu einem gegebenen Anlass bestimmt nochmal mit mehr Farben und Mustern wiederholen, wollte aber das Konzept mal testen und habe dafür etwas Teig von den StarWars-Keksen abgezweigt. Dass die Herz-Form sich nicht aus der Form des menschlichen Herzen, sondern aus der Form des Pos (einer Frau) entwickelt hat, haben wir ja spätestens in Big Band Theory gelernt (Folge 4x10), wo Amy sagt: "Did you know the iconic heart shape isn't based on an actual human heart, it's based on what a woman's ass looks like bending over." <3


 

Zutaten (Teig von den WingMen-Plätzchen): 
Für den hellen Teig:
125 g Butter oder Margarine
100 g Zucker
1 Ei
250 g Mehl
1 TL Backpulver


Für den dunklen Teig:

125 g Butter oder Margarine
100 g Zucker
1 Ei
250 g Mehl
1 TL Backpulver
20 g Kakao
1 TL Backpulver 
schwarze Lebensmittelfarbe


Für den Zuckerguss:

100 g Puderzucker

etwas Zitronensaft

Lebensmittelfarben


Für die Zuckerbrot-Peitsche:

1 dicke Salzstange

3 bunte Schnecken von Haribo

Zubereitung

Für den hellen Teig alle Zutaten mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem weichen Mürbteig verarbeiten. Analog für den dunklen Teig verfahren, nach Belieben Teile des dunklen Teiges mit schwarzer Lebensmittelfarbe noch dunkler färben.

Herzen aus den verschiedenen Teigen ausstechen, evtl. die Spitze abschneiden, und die Kekse bei 175°C ca. 7 min backen.

Ich habe die Herzchen mit dem schwarzen und weißen Zuckerguss von den Hochzeits-Herzen verziert. Für den Zuckerguss den Puderzucker mit etwas Zitronensaft verrühren und portionsweise einfärben. Die Flächen mit einem Löffel auftragen, die delikaten Verzierungen habe ich mit einem Frühstücksbeutel gespritzt, von dem ich eine kleine Ecke abgeschnitten hatte.

Das grüne Alien aus Yoda-Teig ist leider ein bisschen dunkel geworden ;-)

Etwas irritierend ist natürlich, dass die obere Hälfte von vorne zu sehen ist und die untere von hinten - vor allem, wenn man die Kekse so paarweise hinlegt...

Für die passende Zuckerbrot-Peitsche die Haribo-Schnecken aufrollen und in der Mitte um die dicke Salzstange knoten. Fertig! Ob man damit wirklich jemanden hauen kann, habe ich allerdings nicht getestet ;-) Viel Spaß beim Vernaschen!

(Schwäbische) Seelen zu Allerseelen

09.11.2014 / 23:57

Schwäbische Seelen sind eines meiner absoluten Lieblingsbackwerke, die gabs schon in der Schule immer vom Bäcker. Die liebe Nina hat ein Rezept dafür in ihrem Blog und ich habe zum Sternschnuppenpicknick welche gebacken, mit denen ich aber nicht ganz zufrieden war. Bei der Rezeptrecherche habe ich außerdem gelernt, dass sich der Name der Seele vermutlich vom Feiertag Allerseelen ableitet, darum wollte ich zu Allerseelen heute, also am 2. November, noch einen Versuch starten. Um all die Seelen auch wieder loszuwerden, habe ich spontan ein paar Freunde zum Überbackene-Seelen Essen eingeladen, unter anderem Timo und Eva, die mir für die BUS400 Torte u.a. einen 10 kg Sack Mehl geschenkt hatten! ;-)


Zutaten für 5-6 Seelen:

500 g Mehl (original Dinkel, bei mir Weizen Typ 405)

1 Würfel Hefe oder 1 P. Trockenhefe

1 TL Zucker

1 TL Salz

350-400 ml Wasser 

grobes Salz

Kümmel


Zubereitung:
Ich hatte mich etwas über die Wassermenge von 400 ml gewundert, weil das einen sehr sehr nassen Teig ergibt, und habe daher auch mehrere Rezepte gecheckt, auch eins bei Chefkoch und hier eines, wo man die Teiglinge auch ganz gut sieht. Bei dieser Seite, die der Seele wie früher gewidmet ist, scheint der Teig auch extrem nass zu sein, also dachte ich, ich versuche es mal mit den 400 ml, aber so wurden meine Seelen ziemlich flach. Darum habe ich dieses Mal nur 350 ml Wasser genommen, und der Teig war dann komischerweise doch etwas zu trocken und die Seelen eher zu schmal. Ich muss sie also wohl nochmal backen! ;-)


Variante 1, doppeltes Rezept mit Frischhefe und 400 bzw. 800 ml Wasser:

Bei Verwendung von frischer Hefe einen Vorteig machen, d.h. das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken, 200 ml Wasser, Zucker und zerbröckelte Hefe hinein geben, die Schüssel abdecken und ca. 15 min gehen lassen.

Den Teig ca. 10 min von der Küchenmaschine kneten lassen.

Den Teig ca. 1 h gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Mit einem Teigschaber und nassen Händen länge Teigstränge formen und auf ein Backpapier legen.

Die Seelen mit grobem Salz und Kümmel bestreuen und bei 180°C ca. 25 min goldbraun backen.

Die ersten Seelen waren schon ganz gut, nur eben etwas flach.

Geschmeckt haben sie aber super. Beim Sternschnuppenpicknick gab es die Seelen pur oder mit Leberwurst - eine Kombination, die ich mit Edith entdeckt habe. Passt auch super zu Wein! ;-)

Bei der Variante 2 mit Trockenhefe und nur 350 ml Wasser war der Teig von der Konsistenz her eigentlich ganz gut, vielleicht lag das auch am längeren Kneten.

 Den Teig eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat.

Das Rezept war für 5 Seelen gedacht, aber ich habe 6 auf zwei Blechen daraus gemacht. Leider waren sie ein bisschen zu schmal...

 Dafür konnte man diesen Teig super bequem formen und ausziehen.

Im Gegensatz zum ersten Mal musste ich die Seelen dann auch mit Wasser bestreichen, damit der Kümmel und das Salz hielt...

Das erste Blech war wirklich sehr schmal, die haben wir dann ohne Belag zum Wein dazu gegessen.

Beim zweiten Blech hatte ich die Teigstränge noch ein bisschen breiter gedrückt nach der Erfahrung mit dem ersten, die wurden dann eigentlich ganz gut. 

Diese mit Schinken und Käse überbackenen Seelen hat die Mama von meiner Freundin Andrea immer zu Partys gemacht. 

Es macht natürlich mehr Sinn, wenn man die Seelen kauft und sie vielleicht auch nicht mehr perfekt knusprig sind, aber auch frisch gebackene Seelen kann man prima überbacken :-)

Ich fand die überbackenen Seelen sehr lecker. Und das Rezept und die Wassermenge wird noch perfektioniert!

Magazine unserer Partner auf Chefkoch.de