dinchen4444s Blog

Pâtisserie Nadine

Vegane Schweinchen-Macarons mit Aquafaba

20.03.2017 / 11:03

Meine Freundin Saskia ernährt sich vegan und konnte daher noch nie eins von meinen Macarons probieren. Es gibt ja schon einige Rezepte für vegane Macarons mit Aquafaba, oder hier dem Wasser von Kichererbsen, besonders dieses von Nico fand ich, sah sehr gut aus und die Macarons sehr hübsch. Zum Jour du Macaron morgen gibt es also vegane Macarons, und weil Saskias Sohn Nanouk Schweine mag (darum hat er ja auch schon eine Schweinchentorte bekommen) wollte ich Schweinchen-Macarons machen. Bewaffnet mit 3 Gläsern Kichererbsen aus der Biokiste zog ich also in dieses Experiment...das ich wohl wiederholen werde!



Zutaten für 42 Macarons:
270 g Kichererbsenwasser (ca. 2 Gläser Kichererbsen), eingekocht auf 85 g
2 Teelöffel Zitronensaft (ich hab ihn weggelassen, aber vielleicht besser mit)
88 g Zucker

110 g gemahlene Mandeln
200 g Puderzucker

n.B. Lebensmittelfarbe

oder Zutaten für 21 Macarons:
130 g Kichererbsenwasser (ca. 1 Glas Kichererbsen), eingekocht auf 60 g

1 Teelöffel Zitronensaft (ich hab ihn weggelassen, aber vielleicht besser mit)
60 g Zucker

80 g gemahlene Mandeln
70 g Puderzucker

n.B. Lebensmittelfarbe


ca. 50 g Kirschmarmelade zum Füllen oder

70 g Margarine und 

50 g Kirschmarmelade für vegane Buttercreme


Zubereitung:

Die Kichererbsen abtropfen lassen und vom Wasser 130 g abwiegen und in einem kleinen Topf um die Hälfte einkochen lassen. 

Beim ersten Mal habe ich das Wasser zu stark reduziert, von 270 auf 85 g, und wollte dann auch nicht wieder Wasser dazu schütten. Darum habe ich die übrigen Zutaten an meinem normalen Macaron-Rezept orientiert, aber das hat nicht so gut geklappt. 

Beim zweiten Mal habe ich alles streng nach dem Rezept gemacht und leider wurden die Macarons nicht besser als beim ersten Mal, aber anders...hier also beide Wege, und ich werde noch etwas daran feilen!

Das reduzierte Kichererbsenwasser auskühlen lassen, ca. 10 min sollten reichen, und dann in der Küchenmaschine aufschlagen und den Zucker einrieseln lassen, zu einer steifen Merengue schlagen. Der Zitronensaft sollte die Masse stabilisieren, vielleicht hätte ich den besser mal rein getan, aber ich hatte keine Zitronen da und bei den Macarons au chocolat lasse ich den Zitronensaft manchmal auch weg und habe noch nie Konsequenzen gespürt...

Mandeln und Puderzucker wie gewohnt sieben und unter die Merengue heben, macaronnieren.

Die erste Masse war etwas fest und ließ sich auch nicht flüssiger macaronnieren, ich habe gelernt, dass das auch kein gutes Zeichen ist...

Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und mit Hilfe einer Macaron-Schablone unter einem auf Blechgröße zugeschnittenem Backpapier auf das Backpapier spritzen. Das Blech von allen Seiten mehrmals auf die Arbeitsplatte schlagen, um Spitzen und Luftbläschen zu entfernen.

Die Macarons 1,5-2 h trocknen lassen, dann rechtzeitig den Ofen auf 110°C vorheizen und das Blech in den Ofen schieben. 30 min backen, wenn man sie vom Backpapier lösen kann, aus dem Ofen holen. Diese ersten Macarons hatte ich allerdings nur 30 min trocknen lassen, weil die Masse ja sowieso schon so fest und trocken war. Beim Backen ergab sich dann der Supergau und überall platzten Macarons auf und lief Masse raus. Da sie oben sowieso nicht schön glatt waren, weil die Masse zu trocken war, war das jetzt nicht so tragisch, aber ein kleiner Schock war es schon...solche Macarons hatte ich noch nie produziert!

Darum habe ich nach dem ersten Blech gespritzer Macarons die zweite Hälfte nochmals mit 2 TL Wasser vermischt - diese Macarons wurden eigentlich die besten, aber von der Aktion, sie im ausgeschalteten Ofen ruhen zu lassen habe ich keinen Benefit festgestellt. Sie hatten eigentlich ganz hübsche Füße, aber als ich das Blech um 180° rotiert habe, fielen sie ein bisschen zusammen. 

Mit meinem dritten und letzten Glas Kichererbsen fing ich das Ganze nochmal von vorn an, reduzierte dieses Mal das Wasser korrekt und hielt mich an die Mengenangaben. 

 Die Masse sah sehr vielversprechend aus und fühlte sich genau wie normale Macaron-Masse an.

Die Masse ließ sich auch prima spritzen und die meisten Spitzen auf den Macarons ließen sich brav niederklopfen. Leider haben sie ein Backen überhaupt keine Füßchen bekommen, sondern sind nur seitlich oder oben aufgeplatzt. Von der Konsistenz her fand ich sie trotzdem besser als die ersten beiden Versuche, aber ich würde sie nächstes Mal doch nicht mehr ganz so lange trocknen lassen, denke ich. 

Für das Verzieren der Schweinchen habe ich mich hieran orientiert und sie mit den Lebensmittelfarbstiften bemalt. 

Gefüllt habe ich die Schweinchen rein vegan mit Kirschmarmelade, damit es farblich passt, fand ich Schokolade mit veganem Sahneersatz farblich nicht so geeignet und weiße Schokolade ist ja praktisch nicht vegan zu bekommen. Vielleicht improvisiere ich nächstes mal wieder was mit Kakaobutter wie für Saskias Gesicht auf ihrer Geburtstagstorte...

Edit: die restlichen Macarons ohne Schweinchengesichter habe ich mit einer veganen Buttercreme gefüllt, dafür die Margarine aufschlagen und die Marmelade unterrühren, das gibt einen passenderen Farbton als die Marmelade alleine und ist auch nicht so feucht!

Jedenfalls oinky oinky und einen schweineglücklichen Jour du Macaron für Euch! :-)

Macarons mit Zitronenganache und Macaron-Turm-Test

12.03.2017 / 18:31

Zur Hochzeit meiner Schwester in Portugal plane ich, wie bei den Krapfen schon angedeutet, Macarons au chocolat und Zitronen-Macarons zu machen, als Gastgeschenk und Nachtisch - hauptsächlich, weil man die im Gegensatz zu einer Hochzeitstorte relativ gut nach Portugal transportieren kann. ;-) Dafür muss natürlich noch ausgiebig getestet werden, z.B., wie man zwei Macarons dazu kriegt, in die 5x5x5cm Geschenkboxen zu passen, wie man die Macarons reibungsfrei im Flugzeug transportiert und wie man sie in welchem Macaron-Turm anordnet. Vom Geschmack der Zitronen-Macarons (die Zitronen-Ganache hab ich einfach von den Sri-Lanka-Schwarztee-Macarons genommen) waren jedenfalls alle sehr begeistert, ich auch :8)

 

 


 

Zutaten:
90 g Eiweiß (ca. 3 Stück)

50g Zucker

200g Puderzucker

110g Mandeln


80 g Sahne

200 g weiße Schokolade

3 EL Zitronensaft

1 Bio-Zitrone, davon die Schale

 

Zubereitung:
Eiweiß zu Schnee schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Puderzucker und Mandeln sieben und unter den Eischnee heben, macaronnieren. Meine letzten Macarons waren eher nicht ganz glatt und eher hoch, leider auch zu hoch und zu klein für die Geschenkschächtelchen, wo zwei davon rein sollen. Ich werde also demnächst nochmal einen Versuch mit der 4 cm Schablone unternehmen und dann auch etwas länger macaronnieren, damit der Teig beim Spritzen schon flacher verläuft und die Macarons weniger hoch werden. 

Die Macarons mit einer untergelegten Schablone auf Backpapier spritzen, das Backpapier sollte auf Blech-Größe zurecht geschnitten sein. Die Macarons auf ein Blech ziehen und von oben mit dem Blech gegen die Arbeitsplatte schlagen, dabei das Blech nacheinander von allen vier Seiten halten, damit die Luftblasen rausgehen und die Spitzen verlaufen. Meine Macarons hatten trotzdem Spitzen, darum eben auch nächstes Mal etwas länger macaronnieren! Die Macarons mindestens 20 min trocknen lassen, sobald man sie anfassen kann und sie dank Haut nicht mehr kleben, dürfen sie in den auf 150°C vorgeheizten Ofen. 

Diese stapelbaren Formen habe ich für den Transport nach Portugal vorgesehen. Darin haben die Macarons auch schon einige Schütteltests überlegt, mit etwas Küchenrolle ausgepolstert. Ich habe auch damit experimentiert, die Macaron-Schalen einige Tage im Kühlschrank aufzubewahren und dann erst zu füllen, weil ich sie erst vor Ort und frisch vor der Hochzeit füllen will, damit die Schalen nicht weich werden. 

Nach einer Woche im Kühlschrank sind die Schalen dann aber doch schon so weich, dass sie sich etwas verformen, wenn man sie zusammen setzt - manche mögen Macarons so am Liebsten, aber ich denke, nach ein paar Tage ist besser und das haut auch von der Planung her hin!

Bei diesen Macarons au chocolat sind übrigens ein paar an den Ecken gerissen und ich glaube, ich weiß jetzt auch, warum - das waren die in der heißesten Ecke, und der Ofen war manchmal etwas zu heiß, bei 160°C. Wenn man die Temperatur konstant bei 150°C hält, reißt keins!

Für die Ganache die Sahne mit dem Zitronensaft und der Zitronenschale aufkochen, die Schokolade hinzufügen (ich spare mir das fein hacken der Schokolade immer, ich finde, es geht auch so) und rühren, bis alles geschmolzen ist. 

Diese weiße Ganache wird schon auch fest, wenn man sie lange genug kalt stellt, ich finde die Farbe und Konsistenz davon aber besser, wenn man sie aufschlägt.

Also die ausgekühlte Ganache mit dem Handrührgerät nochmals aufschlagen, sie wird dann recht fest, aber lässt sich dank der Handwärme noch gut spritzen.

 Die Macarons paarweise zusammen sortieren. Beim ersten Batch hatte ich schon ein paar mit den 4cm Schablonen gemacht, wo aber die Abstände einfach zu klein sind, darum haben einige Macarons etwas zerfranste Ecken. 

Je einen Tupfer Ganache (habe neulich ausgerechnet, ca. 3.5 g auf ein 3.5 cm Macaron) auf ein Macaron spritzen.

 Die zweite Macaronschale leicht andrücken. 

Gleichzeitig hat mir mein bastelbegabter Freund Matthias einen Macaron-Turm zum selbst zusammen stecken gebaut, der hiermit eingeweiht wurde. 

Bei der zweiten Runde war der aus Frankreich bestellte Macaronturm, oder Pyramide à macarons, wie sie dort heißen (obwohl es ein Kegel und keine Pyramide ist, aber egal), schon angekommen. 

Aufgrund des gut zu säubernden Plastiks und der leichten Zusammensteckbarkeit, und der gebogenen Ränder, die ein Herausholen der Macarons besser verhindern als die geraden Platten in unserem selbst gebastelten Turm, werde ich diese Variante mit nach Portugal nehmen. Aber der selbst gebaute Turm eignet sich ja auch super für Mini-Cupcakes und so! :-)

Den unteren Ständer des Turms kann man abnehmen und als Hülle um den gefüllten Macaron-Turm legen, was natürlich auch sehr praktisch ist. 

 Die Anordnung der Macarons vertikal zu teilen, finde ich am hübschesten. Oder was meint Ihr?

Bon Appetit!

Faschingskrapfen mit viererlei Füllungen, auch Schokolade :-)

05.03.2017 / 10:23

Meine Krapfen-Party zu Fasching, für die ich mit den Veganen Valentins-Donuts und Krapfen getestet hatte, hat mittlerweile stattgefunden und es gab vier verschiedene Füllungen in den Krapfen - Aprikosenmarmleade, Pflaumenmus, Buttercreme und Schokolade! :-) Ich habe mein Rezept von letztem Jahr verdoppelt, das haben 10 Erwachsene gut vertilgt. Leider irgendwie war der Teig ziemlich weich ohne das Spätzlemehl, darum musste ich einiges an Mehl hinzufügen, obwohl ich schon ein Eigelb weggelassen hatte. Aus den übrigen 3 Eiweiß kann man aber perfekt Macarons machen :-) Und die Krapfen mit Schokofüllung waren auch legendär :8)

 


 

Zutaten für ca. 34 Krapfen:

1.2 kg Mehl
2 P. Trockenhefe 

120 g Margarine oder Butter, geschmolzen
120 g Puderzucker
3 Eigelb 

4 Eier

500 ml Milch
2 Pr. Salz
2 P. Vanillezucker
n.B. Abrieb einer Zitronenschale

 

2,5 Liter Rapsöl zum Frittieren in der Fritteuse, im Topf reicht 1 L

 

Puderzucker zum Bestreuen

200 g Aprikosenmarmelade

200 g Pflaumenmus

5 Schoko-Eier

200 g Buttercreme

 

 

Zubereitung:

Da nur Trockenhefe verwendet wird, einfach alle Zutaten für den Teig (die Butter geschmolzen) von der Küchenmaschine zu einem weichen, geschmeidigen Hefeteig verkneten lassen. In der Schüssel mit einer sauberen Plastiktüte abdecken und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig einmal durchkneten, ca. 1,5 cm dick ausrollen und dann mit einem IKEA Cocktail Glas mit 8,5 cm Innendurchmesser Krapfen ausstechen. Man sieht, dass mein Teig immer noch sehr weich war, obwohl ich zum ursprünglichen Kilo Mehl noch 200 g hinzugefügt und auch beim Ausrollen nicht an Mehl gespart habe. 

Je nach Vorspannung im Teig können sich die Kreise ganz schön verziehen, darum hab ich versucht, den Teig sich zwischendurch entspannen zu lassen, aber das hat offensichtlich nicht immer geklappt! Die ausgestochenen Krapfen auf Backpapier legen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken, damit sie nochmals 30 min gehen können. 

Für die Krapfen mit "automatischer" Schokofüllung habe ich ebenfalls Krapfen ausgestochen, damit die Teigmenge passt, und mit dem Teig jeweils ein halbes Schoko-Ei (praktisch, dass es jetzt schon Ostersachen zu kaufen gibt, oder?) umhüllt. Anschließend etwas flach drücken, damit sie genauso gut durchbacken wie die flachen Krapfen, obwohl sie sonst eher kugelförmig sind. 

Beim Frittieren sollte das Öl 175°C haben, ich habe das ungefähr bei der Fritteuse eingestellt, wenn man es in einem mittelgroßen Topf macht, sollte man mit einem Thermometer checken.  Die Krapfen von beiden Seiten je 1,5 bis 2 min ausbacken. Sie waren schneller braun und durch als beim Test, ob das an einer marginal anderen Einstellung der Fritteuse oder am anderen Teig lag, kann ich noch nicht sagen.  

Die fertigen Krapfen auf Küchenkrepp abtropfen lassen, am besten von beiden Seiten, und erst dann auf einem zweiten Teller mit Küchenkrepp mit Puderzucker bestreuen, solange sie noch heiß sind. Sonst hängt der Puderzucker beim nächsten Krapfen aus der Fritteuse nämlich überall dran. Die liebe Edith hat praktisch alle Krapfen frittiert, während ich drum rum gewirbelt bin und mich ums Füllen und sonstiges gekümmert habe - bei sowas ist eine zweite Person SEHR hilfreich!

Die Füllung wird mit einer Tortenspritze oder einer langen Tülle für den Spritzbeutel an der Seite in die Krapfen injiziert. Bei Marmelade geht das sofort, wenn man mit Buttercreme füllen will, sollte man die gepuderten Krapfen (Puderzucker hält besser auf den heißen Krapfen) erst abkühlen lassen. 

Bei Marmelade gehts auch schon mit etwas wärmeren Krapfen. 

 Die Schokoladen-Füllung kam auch super raus, und auch an ;-)

 Auch Pflaumenmus fand ich sehr lecker, und am weichsten und unkompliziertesten zu Injizieren ;-)

Christian hat auch noch leckere Zimtschnecken mitgebracht.

Das waren also oben links Krapfen mit Aprikosenmarmelade, oben rechts Pflaumenmus, unten links Schokolade, unten rechts Buttercreme. 

Dieses tolle NADINE-Schild für die Patisserie/Bar Nadine hat mir Edith zum Geburtstag gebastelt. Da wir bei der Krapfenparty auch einen "Blue Nadine" Cocktail kreiert haben, hatte es einen Ehrenplatz am Buffet :-)

Guten Appetit!

Schmetterlings-Torte für Doro

24.02.2017 / 17:08

Die liebe Doro hat mal wieder Geburtstag gefeiert und kurz vorher hat unsere Freundin Raphaela eine tolle Schmetterlings-Torte auf Facebook gepostet und Doro meinte, sie will auch so eine. Da ich so eine Schmetterlings-Torte auch schon lange mal machen wollte und nur drauf gewartet habe, dass ich jemand von meinen erwachsenen Freunden sowas wünscht, hab ich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen. Außerdem konnte ich so noch meine tollen neuen Spritzbeuteltüllen mit Kupplung testen, wo man die Tülle trotz Plastikspritzbeutel wechseln kann, ohne den Inhalt des Beutels leeren zu müssen, und mal alle ausprobieren! Damit der Schmetterling auch innen ein Traum in Pink wird, habe ich einen Zebrakuchen mit weißem, pinkem und lila Teig gemacht. Der Zebrakuchen war einer meiner ersten und meist gebackenen Kuchen und kommt auch von der (Maultaschen-Gaby). Das Gute daran ist, dass man ihn dank Öl statt Butter auch super ohne Rührgerät backen kann! :-)


Zutaten:

5 Eier

250 g Zucker

1 P. Vanillinzucker

125 ml lauwarmes Wasser

250 ml Speiseöl (z.B. Sonnenblume)

375 g Weizenmehl

1 P. Backpulver

Lebensmittelfarbe


Für die Vanille-Buttercreme:

500 ml Milch

40 g Speisestärke

1 EL Zucker

1 P. Vanillezucker

250 g Butter, Zimmertemperatur

2 Geburtstagskerzen für die Fühler 


Zubereitung:

Im Originalrezept für den Kuchen werden die Eier getrennt und der Eischnee später untergehoben, aber ich bin halt ein faules Häschen und finde, bis das ganze Mehl drin ist, und man die eine Teilhälfte dann noch mit Kakao oder Farbe eingefärbt hat, macht es auch keinen Unterschied, deswegen hab ich mir das gespart. Also Eier mit Zucker und Vanillezucker gut weißschaumig aufschlagen (wofür hat man schließlich ne KitchenAid?).

In der Zwischenzeit Backpapier in eine Springform (26 cm) klemmen. Wasser und Öl sowie Mehl und Backpulver unterrühren (auch hier war ich faul und habe die KitchenAid statt einem Teigschaber genutzt, auf gaaaaanz niedriger Stufe natürlich.

Ca. ein Drittes des Teiges umfüllen und rote Lebensmittelfarbe unter den Rest rühren, so das der Teig rosa wird.

Nochmals die Hälfte des pinken Teigs umfüllen und wenig blaue Lebensmittelfarbe unter den Rest rühren, so das der Teig lila wird. Wesentlich weniger blau als rot benutzen!

Etwas weißen Teig in die Mitte der Springform geben (nicht verteilen). Auf den weißen Teig etwas rosa Teig geben (nicht daneben), dann lila Teig darauf geben. Ich habe das statt mit Esslöffeln mit der bewährten Schüssel-kippen-und-Teigschaber-lenk-Methode gemacht.

Das  Ganze wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist. Teig nicht glattstreichen. Man sieht bei mir, dass der lila Teig doch der schwerste war, weil am längsten gerührt, und eher zu Boden sank als die anderen Farben!

Den Kuchen bei 180°C 45-60 min backen, Stäbchenprobe machen.

 

Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, dann gerade schneiden.

Ich kam mal wieder zu spät drauf, dass der Pudding für die Buttercreme fast länger zum auskühlen braucht als der Kuchen, und habe ihn etwas spät gekocht. Ich hab den Pudding extra ohne Ei und Eigelb gemacht, damit er möglichst weiß ist und die Lebensmittelfarbe schön annimmt.

Die Idee, Schokoküsse für den Schmetterlingskörper zu nutzen wie bei Raphaelas Kuchen, fand ich auch super, dann hatte ich aber vergessen, Schokoküsse zu kaufen, und mich auch darum gesorgt, wo der Rest der Packung hinwandert, wenn ich noch welche hole, und spontan umdisponiert:

Da die Flügel eh hübscher ausehen mit einer Einkerbung, habe ich einfach mit einem Servierring aus der Mitte des Kuchens den Kopf ausgestochen!

Für den Transport der Torte, die aufgrund der Anordnung etwas groß für normale Kuchenbleche ist, habe ich ein Holzbrett mit Alufolie eingeschlagen und noch eine relativ große Pappschachtel innen mit Alufolie ausgekleidet.

Für die Buttercreme die Butter schaumig rühren und portionsweise den vollständig abgekühlten Pudding hinzufügen.

 

Kopf und Schmetterlingsflügel auf der Tortenplatte anordnen und erstmal dünn mit Buttercreme einestreichen.

Dabei Backpapierstreifen untder die Ränder klemmen.

Die Buttercreme (ich hatte die doppelte Menge gemacht, weil ich am nächsten Tag noch die Valentinskrapfen damit füllen wollte, aber die Hälfte hätte gut gereicht) auch wieder portionsweise einfärben, mit rosa und etwas blau für lila.

Den Schmetterling nach belieben dekorieren, dabei zuerst einen Körper und die Konturen aufspritzen.

Die Konturen nach und nach ausfüllen.

Zuletzt die Augen aufspritzen und zwei kleine Geburtstagskerzen als Fühler einstecken, außerdem hab ich noch den Namen des Geburtstagskindes angebracht.

Die Platte passte genau in die Schachtel und der Kuchen hat die Fahrt auch hervorragend überlebt, ohne sich zu bewegen.

Auf der Party gabs noch eine dritte Kerze, die natürlich keine Zigarette darstellen soll, liebe Kinder!

Doro hat sich sehr über den Kuchen gefreut und meinte, sie fühlt sich 20 Jahre jünger...und das ist doch das schönste Kompliment :-)

Happy Birthday nochmal, liebe Doro!

Dampfnudeln nach Eberhofer-Oma Art

09.02.2017 / 22:58

Dieses Dampfnudelrezept kommt nicht von meiner, sondern von der Eberhofer Oma aus dem Buch zu Dampfnudelblues. Meine eigene Oma hat zwar auch immer legendäre Dampfnudeln gemacht, teilweise sogar ganz gesund mit Vollkornmehl dabei, aber das Rezept hab ich mir leider nie aufgeschrieben. Von der schon bei den Maultaschen erwähnten Gaby hab ich ein Rezept für Dampfnudeln in der Mikrowelle, das ich auch gerne so gemacht habe, auch wenn es wenig bayrisch-traditionell so ist ;-) Das hat aber den Nachteil, dass es keine Kruste produziert, wohingegen hier die Kruste halt das anspruchsvolle und leckere ist...darum muss ich das wohl auch nochmal besser machen! Aber lecker war's schon, vor allem auch die unklassischen mit der Schokolade drin :8)


Zutaten für 7 Dampfnudeln mit Vanillesoße:

30 g Butter

20 g Hefe

250 g Mehl

125 ml Milch, 3,8% Fett

1 Ei

Salz

20 g / 1 EL Zucker

150 ml Milch, 3,8% Fett oder Wasser

20 g / 1 EL Zucker

40 g Butter

n.B. Schokolade für die Füllun

n.B. Kirschen dazu 


Vanillesoße:

250 ml Milch, 3,8% Fett

1 Vanilleschote

70 g Zucker

2 Eigelb

1 EL Mehl

1 EL Milch


Nährwert: 380 kcal/Dampfnudel mit Soße (eigentlich noch viel weniger, weil ich das Ei im Hefeteig vergessen hatte und ein großer Teil der Kalorien verbrannt im Topf zurück blieb...aber so wäre es, wenn man es richtig macht!)


Zubereitung: 

Die Milch erwärmen (ca. 30 s bei 500 W in der Mikrowelle), die Butter ebenfalls schmelzen. Mehl in einer großen Rührschüssel abwiegen. Einen Vorteig aus Hefe, Zucker und Milch in einer Mehl-Mulde anrühren.

Salz, Ei und Butter hinzufügen und zu einem Teig verkneten, ich hab das mal fein mit der KitchenAid gemacht und nicht mit einem Holz-Kochlöffel, wie die Eberhofer-Oma. Bei aller Liebe...und das Ei hab ich leider vergessen. :-O

Den fertigen Teig gehen lassen, laut Eberhofer-Oma 2 h, wenn man Eile hat wie wir, reichen auch 45 min im Backofen bei 60°C.

In jedem Fall sollte der Teig nachher etwa das doppelte Volumen haben!

Den gegangenen Teig zusammen schlagen und in 7 Teile schneiden (meine waren etwas ungleichmäßig).

Die Teile zu Kugeln schleifen, nach Belieben in die kleineren Teigteile ein oder zwei Stücke Schokolade einhüllen. Voll garnicht klassisch, aber ich finde, fast alles wird mit Schokolade besser, und dachte, ich probiere das mal aus, die Omas mögen es mir verzeihen!

Die Kugeln nochmals mit einem Küchentuch abdecken und laut Eberhofer-Oma eine Stunde, laut mir eher 10 min, bis der Topf so weit war, gehen lassen. 

Milch, Zucker und Butter in einem Topf mit Glasdeckel erhitzen.

Dann die Dampfnudeln hinein geben, die eine mit der Falte oben ist mir leider bein reinlegen umgekippt ;-)

Den Deckel auflegen und nach Eberhofer-Oma Trick ein nasses Geschirrtuch um die Deckelkante wickeln, damit auch ja kein Dampf entkommen kann. Wir hatten den Topf auf zu großer Flamme, darum ist uns auch die gute Kruste recht angebrannt, nächstes Mal würde ich eher eine mittlere bis niedrige Stufe wählen!

Für die Vanillesoße die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark und die Schote in die Milch geben, beides zusammen aufkochen.

Unterdessen Zucker, Eigelb und Mehl mit der Milch verrühren. 

Derweil mal wieder zu den Dampfnudeln gucken, die durch den Glasdeckel halbwegs sichtbar sind, aber keinesfalls den Deckel öffnen, damit sie nicht zusammen fallen.

Unsere Dampfnudeln waren schon nach 7 Minuten so weit, dass es zum einen das versprochene Prasseln zu hören gab, es zum anderen aber auch leicht angebrannt roch. Eigentlich hätte sich das Prasseln dann nach 15 Minuten erst einstellen sollen, also mussten wir sie etwas früher vom Feuer nehmen. 

Die kochende Milch vom Herd ziehen, die Vanilleschote entfernen, die Eigelb-Masse unterrühren und unter Rühren aufkochen. Auch nicht ganz die Eberhofer-Oma Variante, mach ich bei Pudding oder Soßen mit Ei aber immer so, weil es so relativ idiotensicher ist, dass einem das Eigelb nicht ausflockt :-)

Das waren also unsere fertigen Dampfnudeln, wahrscheinlich sind sie auch durch die zu große Hitze oben etwas eingerissen (bzw. eine hatte ja die Nahtstelle oben). 

Die Dampfnudeln mit Vanillesoße und nach Belieben ein paar Kirschen servieren. 

Dazu passt hervorragend, wie wir festgestellt haben, ein Heidelbeerwein ;-)

Die Dampfnudeln hatten schon eine hübsche Kruste, aber sie war halt zu etwas dunkel und das meiste der Kruste verblieb im Topf und konnte erst durch drei mal mit Natron aufkochen wieder entfernt werden ;-)

Das ist noch eine der Schoko-Dampfnudeln, und sie war mindestens so lecker, wie sie aussieht! Ich werde mich definitiv nochmal dran versuchen und auch mal gucken, ob ich das Rezept von MEINER Oma nicht noch irgendwo auftreiben kann :-)

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