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Pâtisserie Nadine

Kräuterbutter-Zupfbrot in Rosenblütenform

11.08.2017 / 14:50

Ich hatte kürzlich etwas Kräuterbutter übrig und wollte die enthaltenen Kalorien lieber meinen Kollegen zuführen als alleine essen :-D. So kam ich endlich mal dazu, das schon lange auf Pinterest gepinnte Chefkoch-Zupfbrot in Rosenform für eine Party zu backen. Um es etwas gesünder zu machen, habe ich Vollkornmehl verwendet, vegan war es leider nicht, weil die Kräuterbutter nicht vegan war. Ich hatte den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und war morgens etwas irritiert, dass sich nichts getan hatte, aber das soll wohl so sein, es ist ja auch kein Zucker im Teig, den die Hefen futtern können, und zu dick und rund sollen die Teile ja auch nicht werden! Guten Appetit!


 

Zutaten für 35 Stücke:Brennwert Fett Kohlenhydrate Protein 300 g Dinkel Vollkorn Mehl 4320 KJ 1032 kcal 8,1 g 187,2 g 36,9 g 200 g Weizenmehl Typ 405 2918 KJ 697 kcal 2 g 144,7 g 20,1 g 1 Packung Trockenhefe 125 KJ 30 kcal 0,4 g 2 g 3,6 g 1 Teelöffel Salz 0 KJ 0 kcal 0 g 0 g 0 g 200 ml Leitungswasser 0 KJ 0 kcal 0 g 0 g 0 g 100 g Kräuterbutter, Original 2420 KJ 578 kcal 62 g 3,3 g 1,2 g Summe: 9783 KJ 2337 kcal 72,5 g 337,1 g 61,8 g

 

Nährwert: bei 35 Rechtecken ca. 67 kcal pro Stück


Zubereitung:

Alle Zutaten außer der Kräuterbutter in eine Schüssel geben und zu einem Hefeteig verkneten, bei mir wars der Knethaken der KitchenAid.

Abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen, nachdem mein Experiment über Nacht im Kühlschrank kaum Wirkung gezeigt hat, habe ich den Teig noch im warmen Zimmer 2 h gehen lassen. Aufgrund des fehlenden Zuckers und der angestrebten Form soll der Teig aber vielleicht auch einfach garnicht so arg aufgehen!

Den Backofen auf 190°C vorheizen und Backpapier in den Boden einer 26 cm Springform klemmen. Den Teig zu einem großen Rechteck, ca. 30 x 40 cm ausrollen und mit der Kräuterbutter bestreichen. 

Der Teig wird dann in 7 x 5 kleine Rechtecke je ca. 4 cm x 8 cm geschnitten, am einfachsten mit dem Pizzaroller.

 

Ein Rechteck schräg aufrollen, dass es wie eine Rosenknospe aussieht, und zwei Rechtecke drum herum anordnen und etwas andrücken.

 Die Enden dafür einfach auf den Boden der Springform drücken.

Die anderen Rechtecke werden um die Knospe herum anordnen, so dass sie überlappen.

Im vorgeheizten Backofen bei 190°C ca. 30 Minuten backen. Aus der fertigen Rosenblüte kann man die einzelnen Rechtecke sehr gut herauszupfen! Guten Appetit!

Blue Nadine Cocktail

02.08.2017 / 10:00

So, das ist jetzt mal was anderes und nur noch schwer in die Pâtisserie-Ecke einzusortieren, aber dafür passt es perfekt in die Nadine-Ecke ;-) Meine Freundin Edith hat mir zum letzten Geburtstag ein wunderschönes, leuchtendes und bei Bedarf blinkendes Nadine-Schild gebastelt, das bei der Krapfenparty auch schon zu sehen war. Das, und die Bar in meiner Küche, die mich dazu gebracht hat, meine Küche intern als "Pâtisserie/Bar Nadine" zu bezeichnen, in Kombination damit, dass "Nadine" in Grenadine steckt, hat mich auf die Idee gebracht, mir einen Nadine-Cocktail zu kreieren. Dieses Projekt sind wir dann bei der Krapfenparty angegangen, und man kann sagen, dass "Blue Nadine" an dem Abend Programm war ;-)


Zutaten für 1 Glas, 110 ml:

1 cl Grenadine

2 cl Ananassaft

3 cl Blue Curaçao (alkoholfrei für Virgin Blue Nadine)

5 cl Sekt (Mineralwasser für Virgin Blue Nadine)


Zubereitung:

Den Blue Curaçao in ein Weinglas oder Martiniglas geben. Die Grenadine vorsichtig entlang eines Löffels einfüllen, sie sinkt auf den Boden des Glases ab und macht den schönen Lila-Effekt.

Mit Ananassaft und Sekt auffüllen. Nicht zu viele davon nacheinander trinken (vor allem die Beta-Versionen mit Wodka...) ;-)

Cheers!

Herzhafte Notenschlüssel-Blätterteigtaschen für Cantoccini

31.07.2017 / 16:07

Für unser diesjähriges Chor-Sommer-Konzert-Picknick wollte ich wieder meinen Notenschlüssel-Ausstecher von den Cantoccini-Keksen benutzen, aber etwas herzhaftes mit Blätterteig backen. Weil ich sie einfach super gerne mag, musste ich ein Rezept der Sambal-Oelek-Schnecken machen, und dann hab ich noch eine Ziegenkäse-Füllung probiert, die ich so ähnlich bei Doros Party gegessen hatte (mit Birnen aus der Dose statt Äpfeln und mit Rosmarin statt Walnüssen. Eigentlich wollte ich erst ausgestochene Blätterteig-Notenschlüssel auf die Quadrate legen, aber dann dachte ich, ich mache lieber nette kleine Teilchen, die zur Größe der Ziegenkäse-Rolle passen. Yummy. :8) 

 

 


Zutaten für 8 Notenschlüssel und 20 Quadrate:

2 P. Blätterteig (je 275 g)
200 g Tomatenstücke oder passierte Tomaten
250 g geriebener Gouda
1 EL Sambal Oelek (Chilipaste)

300 Ziegenkäse (1,5 Rollen)

60 g (1/2) Apfel (Pink Lady)

50 g Walnüsse


Zubereitung:

Die erste Blätterteigrolle aufrollen und auf dem Backpapier auf eine Silikon-Backmatte legen. Die Notenschlüssel mit etwas Abstand aus dem Blätterteig ausstechen, vorsichtig heraus lösen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Die Sambal Oelek Füllung zusammen rühren, also Tomatenstücke und Sambal Oelek verrühren und Gouda untermischen. Die Blätterteigplatte mit dem Backpapier um 180° wenden, so dass die Notenschlüssel verkehrt herum sind, aber wieder richtig herum, wenn man sie umklappt. Das Backpapier abziehen. Jeweils ca. 2 Esslöffel Füllung gegenüber von den Notenschlüsseln verteilen und Platz dazwischen lassen. 

Etwas Wasser um die Notenschlüssel herum pinseln. Mithilfe der Backmatte die ausgestochenen Notenschlüssel über die Füllung klappen und die Teigschichten dazwischen aneinander drücken. 

Die Notenschlüssen auf dem angedrückten Teigteil auseinander schneiden. Die außen liegenden Seiten mit einer Gabel versiegeln, den Notenschlüssel zurück auf das Backpapier legen und die letzte Seite versiegeln. Bei 180°C ca 20 min goldbraun backen. 

Für die Ziegenkäse-Quadrate die zweite Blätterteig-Rolle aufrollen, mit einem Pizza-Roller oder Zacken-Rädchen in Quadrate schneiden. Die Ziegenkäse-Rolle in Scheiben schneiden, jeweils eine Scheibe auf ein Quadrat legen. Den halben Apfel entkernen und in Schnitze schneiden, jeweils drei dünne Scheibchen davon auf den Ziegenkäse legen und mit einer halben Walnuss andrücken. 

Die Ziegenkäse-Quadrate ebenfalls ca. 20 min bei 180°C goldbraun backen.  

Da ich von der Sambal-Oelek-Füllung noch etwas übrig hatte, habe ich den Rest der zweiten Blätterteigplatte in 6 Stücke geschnitten und mit der Sambal-Oelek-Füllung bestrichen. Die anfangs ausgestochenen Blätterteig-Notenschlüssel wieder in die entstehende Lücke der Blätterteig-Taschen legen und etwas andrücken!

Zum Transport die Schichten mit Backpapier trennen. Ich fand beide Blätterteig-Teilchen sehr lecker :8) 

Guten Appetit!

Yoda Kuchen mit Stormtroopern für Julian

23.07.2017 / 13:40

Julian, der Sohn meiner Freundin Saskia wurde 12, und dieses Jahr war eine Star Wars Torte Pflicht! Das hab ich zum Anlass genommen, die Yoda Backform nochmal zu benutzen, und im Gegensatz zu den ersten spontanen Yoda und Darth Vader Kuchen hatte ich dieses Mal auch Zeit und grüne Lebensmittelfarbe, um den Jedi Meister angemessen auszudekorieren ;-) Dazu gab es Stormtrooper Cupcakes, weil Julian die bei Thorstens Geburtstag schon so toll fand. Der Teig war wieder der vegane Zitronenkuchen mit Apfelmus und dick grünem Zitronen-Zuckerguss, den die Jungs so mögen. Die Teigmenge reicht genau für einen Yoda und acht Muffins. Alles Gute zum Geburtstag, Julian!

 


Zutaten für 1 Yoda und 8 Cupcakes:

Teig für veganen Zitronenkuchen:
375 g Mehl
2 TL Backpulver
¼ TL Salz
180 g Zucker
1 P. Vanillezucker
Schale von 2 Bio-Zitronen
120 ml geschmacksneutrales Öl
180 g Apfelmus
240 ml Sojamilch
120 ml Zitronensaft (von 2 Zitronen)

Für die Deko:
200 g Puderzucker

ca. 20 ml Zitronensaft

50 g Marzipan

grüne Lebensmittelfarbe, 1 P. Pulverfarbe Grün von Crazy Colours und 1 Msp. Moss Green von Wilton

8 Marshmallows

schwarzer Lebensmittelfarbstift

 

Zubereitung:

Das vegane Zitronenkuchen-Rezept ist ziemlich ähnlich wie meine Zitronen-Muffins, nur mit Sojamilch und Apfelmus statt Ei. Alle Zutaten für den Teig werden einfach zusammen gerührt, solange der Ofen auf 180°C vorheizt.

Den Teig kommt in eine Yoda-Silikonform und 8 Muffin-Formen in Papierförmchen im Muffinblech füllen und für ca. 45 min bei 180°C in den Ofen. 

Die Muffins schon nach ca. 20 min, wenn sie goldbraun gebacken sind und die Stäbchenprobe bestehen, herausnehmen, den Kuchen noch weiter backen, ebenfalls Stäbchenprobe machen, dann alles vollständig auskühlen lassen.

Für die Dekoration Puderzucker nach und nach mit der grünen Crazy Colours Pulverfarbe und sehr wenig Wasser verrühren. 

Ich hatte extra noch ein neues Set Pinsel gekauft, weil ich bei Thorsten keine hatte, und konnte die auch gut gebrauchen, um den Yoda zu verzieren. 

Ich habe Yoda mit Zuckerguss übergossen und dann mit den Pinseln wieder die Gesichtszüge freigelegt.

 So erzielt man eine schöne Abdeckung der Farbe, aber verliert auch ein paar kleine Details. 

Einen kleinen Teil des Zuckergusses habe ich mit der Wilton Moss Green noch sehr dunkel gefärbt und mit Wasser verdünnt. Für das weiße in den Augen habe ich noch sehr wenig weißen Zuckerguss angerührt.

Der dunkelgrüne Zuckerguss war zu dunkel, also hab ich den für die Pupillen reserviert und wenig davon mit viel normalgrünem und mehr Zucker verrührt, und Yoda derweil die Augen weiß ausgemalt.

Der normalgrüne Zuckerguss hat auch noch für die Stormtrooper Cupcakes gereicht. Die Marshmallows waren etwas lang und schmal für Stormtrooper, was man an dem einen komischen sieht, den ich bemalt habe und der eher wie ein Geist aussieht. Die anderen hat Star Wars Experte Thorsten bemalt ;-), und vorher die Marshmallows kürzer geschnitten!

Yoda bekam noch mittelgrüne Streifen auf Stirn, Mundwinkel und und, und ganz vorsichtig, als der weiße Zuckerguss getrocknet war, ganz dunkelgrüne Pupillen.

 Ich finde, er schaut sehr Original-getreu freundlich ;-)

 Je nach Blickwinkel jedenfalls...

Die Sprechblase habe ich aus weißem und grünem Marzipan geformt. 

Happy Birthday nochmal, lieber Julian!

Macarons mit Rotwein und Käse für Séverine und Stéphane

09.07.2017 / 19:31

Meine französischen Freunde Séverine und Stéphane haben ihren runden Geburtstag unter dem Motto: "Wie bei Wein und Käse: je älter, desto besser!" gefeiert. Da die beiden immer sehr charmant und strategisch geschickt behaupten, dass meine Macarons die besten überhaupt sind, sollten Macarons zur Party nicht fehlen, und inspiriert vom Motto natürlich Macarons mit Rotwein und mit Käse. Der Rotwein ist in einer Ganache ja relativ leicht unterzubringen, wenn man die Sahne damit ersetzt, für die Macarons mit Käse habe ich mich an diesem Rezept für Macarons mit Käse (Gorgonzola) orientiert und damit den einzigen Käse mitgebracht, den Stéphane nicht da hatte (ist ja auch kein französischer Käse, aber trotzdem lecker) ;-)

 

 


 

Zutaten für 40 Gorgonzola-Macarons:

100 g Eiweiß (ca. 3 Stück)

50 g Zucker

200 g Puderzucker

110 g gemahlene Mandeln

 

10 Walnusskerne

2 Prisen Salz

30 g Puderzucker

90 g Butter

100 g Quark

180 g Gorgonzola Dulce

 

Zutaten für 40 Rotwein-Macarons:

100 g Eiweiß (ca. 3 Stück)

50 g Zucker

200 g Puderzucker

110 g gemahlene Mandeln

rote Lebensmittelfarbe

 

Für die Ganache:

95 ml Rotwein

250 g gehackte Schokolade, 55% Kakao

 

Zubereitung: 
Für die Macarons die Eiweiß abwiegen, Mandeln  sieben. Ich habe meinen neuen Blitzhacker benutzt, mit dem man die ausgesiebten größeren Mandelstücke feiner hacken kann, so dass sie doch noch für Macarons verwendet werden können und man nicht so viel gemahlene Mandeln übrig hat. 

Eiweiß steif schlagen, den Zucker zugeben und zu steifem Schaum schlagen, bei den Rotwein-Macarons gleich die rote Lebensmittelfarbe zum Eiweiß geben. Puderzucker auf den Eischnee sieben, unterheben. 

Die Masse "macaronieren", bis die Konsistenz glatt, aber nicht zu flüssig ist. Ein Stück Backpapier auf die Maße des Blechs zuschneiden und Macaron-Schablonen unterlegen, ich habe die 3,5 cm-Durchmesser Schablonen benutzt. Macaron-Tupfer auf das Backpapier spritzen. 

Die Macarons aufs Blech zu ziehen und das Blech von unten klopfen, um Luftblasen und Spitzen zu beseitigen. Die roten Macarons waren bei mir wesentlich flüssiger als die weißen, wegen der Lebensmittelfarbe und weil ich sie erst zum geschlagenen Eiweiß dazu gegeben hatte, darum habe ich die nur sehr wenig und vorsichtig geklopft. Am Ende waren die roten Macarons aber besser, von den weißen sind einige gerissen. Die Macarons mindestens 20 min trocknen lassen, bei mir war es sogar wesentlich länger aufgrund der langen Prozesskette ;-)

Die Macarons dürfen erst in den vorgeheizten Ofen, wenn man sie mit dem Finger vorsichtig anfassen kann und sie nicht mehr kleben, weil sich eine Haut gebildet hat. Die Macarons bei 150°C ca. 11 min backen. Die Macarons sind fertig, wenn sie sich gut vom Blech lösen und nicht mehr wobbeln, wenn man daran rüttelt.

Bei meinem Ofen merkt man immer, dass er hinten stärker bäckt als vorne, wenn man das Blech nicht nach der halben Backzeit rotiert...was ich später gemacht habe.

Für die Rotwein Ganache 80 ml Rotwein aufkochen und 250 g Schokolade darin schmelzen lassen und verrühren, dabei die letzten 15 ml Rotwein hinzufügen, damit nicht der ganze Alkohol verkocht. 

Die Ganache ca. 30 min kalt stellen, bei mir stand die Ganache zu lange kalt und war dann zu fest zum spritzen, vielleicht würde ich nächstes Mal nur 100 g Schokolade verwenden. 

Für die Gorgonzola-Füllung alle Zutaten außer den Walnüssen verrühren, dabei den Gorgonzola und die Butter grob in Stücke schneiden. 

 Die Walnüsse fein hacken und unterrühren.

Ich hatte mit meinem Rezept zuviel Gorgonzola Füllung, die Hälfte hätte auch gereicht. Zucker habe ich wesentlich weniger verwendet als im Originalrezept, so fand ich es süß genug.

Die Macarons paarweise zusammenstellen, so dass die Größe und Form optimal passt. Jeweils einen Tupfer Ganache bzw. Gorgonzola Füllung auf ein Macaron spritzen und das zweite Macaron leicht andrücken. Bei den Walnussstücken in der Füllung vorsichtig vorgehen und die Macarons gegeneinander verdrehen, damit sie nicht an einer der Nüsse brechen. 

Die Ganache und die Füllung etwas antrocknen lassen und die Macarons in den Macaronturm schichten. 

 Die übrigen Macarons habe ich zum Auffüllen mitgenommen.

Und so standen sie dann unter ca. 50 Sorten Käse stolz bei dem hervorragenden Buffett, das Séverine und Stéphane uns aus Frankreich importiert hatten....mit dem passenden Wein, natürlich. 

Bon appétit mes chères! Wir haben geschlemmt wie Gott in Frankreich ;-)

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