dinchen4444s Blog

Pâtisserie Nadine

Archiv für März 2012

Sauerteigbrot Rudi

08.03.2012 / 13:39

Da wir in Bayern gerade den Lebensmittelskandal von Müller Brot hatten,  bin ich mal wieder besonders froh, dass ich mein Brot selber backe und darum genau weiß, was drin ist.

Das Rezept für dieses Roggenvollkornbrot hat sich meine Schwester erarbeitet, basierend auf dem Brot, das schon unsere Oma immer mit Sauerteig gebacken hat. Den frisch gezüchteten Sauerteig tauften wir aber "Rudi" nach unserem Opa, da Sauerteige traditionell Männernamen haben. Mittlerweile kann ich es auch backen und habe auch schon lange nicht mehr vergessen, etwas vom Anstellgut für das nächste Brot zurück zu behalten...das wäre nämlich das Ende der Sauerteigdynastie!


Zutaten für 1 Stück (ca. 2 kg):

1 EL Sauerteig-Anstellgut

250 g Roggenvollkornmehl

250 g Wasser

 

700 g Roggenvollkornmehl

300 g Dinkelvollkornmehl

625 g Wasser

25 g Salz

bei triebschwachem Sauerteig: 1 Pck. Trockenhefe oder 1/2 Würfel Frischhefe

Mehl für die Form (kein Vollkorn)

 

Werkzeug:

Sieb oder große Schüssel

sauberes Geschirrtuch

 

Zubereitung:

 

 

Anstellgut mit Roggenvollkornmehl und Wasser zu einem glatten, festen Teig verrühren. Über Nacht abgedeckt stehen lassen, es sollten sich Blasen bilden und ein angenehm säuerlicher Geruch entstehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WICHTIG: 1-2 EL der Anstellgut-Masse abnehmen und in ein Schraubglas in den Kühlschrank geben - für das nächste Brot!

 

Die Sauerteigmischung, das Roggen- und das Dinkelmehl, das Wasser und das Salz und ggf. die Hefe in eine Schüssel geben und verkneten (am besten mit der Küchenmaschine, da der Teig zäh und klebrig ist).

 

 

 

 

Den fertigen Teig in eine geölte Schüssel geben, den Teig einölen und die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken, 2-3 h gehen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Teig durchkneten, eine Kugel formen, so dass eine glatte Oberfläche entsteht und die Falten auf der Unterseite zusammen laufen. Das Küchenhandtuch in das Sieb legen, mit etwas Mehl ausstreuen, die Brotkugel mit den Falten nach oben in diesen Gärkorb legen und mit dem Tuch abdecken, 30 Minuten ruhen lassen und in der Zeit den Backofen auf 230°C vorheizen.

 

 

 

 

Das Brot sanft auf ein Blech stürzen, jeweils 20 Minuten bei 230, 200 und 180°C backen. Es ist fertig, wenn es hohl klingt, wenn man mit den Knöcheln gegen den Boden klopft!

 

Brot abkühlen lassen, vierteln und drei Viertel in Plastikbeuteln einfrieren.

Das letzte Vierteil in Scheiben schneiden und mit frischer Butter genießen...

 

 

 

 

 

 

Und das hier sind ein paar Fotos mit verschiedenen Verzierungen, die man vor dem Backen noch anbringen kann, z.B. für Weihnachtsbrot.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Valentinsmuffins mit Amaretto und Himbeerbuttercreme

08.03.2012 / 13:38

Diese Muffins und einen kleinen Herz-förmigen Kuchen hat mein Freund zum Valentinstag bekommen. Amarettomuffins sind seine Favoriten und außerdem blitzschnell zusammengerührt.

Himbeeren im Kuchen liebt er nicht so sehr, aber zum Valentinstag muss ja schon ein bisschen rosa dabei sein und man schmeckt sie auch nur ein bisschen!

 


 

 

Zutaten für 12 Stück:

Für den Rührteig:

5 Eier

250 g Zucker

Mark einer Vanilleschote

350 g Mehl

1 Pck. Backpulver

125 ml Amaretto

100 ml Rapsöl oder Sonnenblumenöl

 

Für die Creme:

125 g weiße Kuvertüre

60 g gekühlte Schlagsahne

50 g TK-Himbeeren

100 g Butter

 

Zum Dekorieren:

25 g weiße Kuvertüre

 

Werkzeug:

Muffinblech

Spritzbeutel mit großer Tülle

Babywindel (neu...)

 

Zubereitung:

Backofen auf 180°C vorheizen, Muffinblech mit Förmchen auslegen, ggf. Herzförmchen mit Backpapier auslegen oder einfetten.

Eier mit Zucker und Vanillemark weißschaumig schlagen, Mehl, Backpulver, Amaretto und Öl hinzufügen und unterheben. Auf die Förmchen verteilen und 25-30 Minuten backen, Stäbchenprobe machen.

Für die Ganache die Sahne mit der Kuvertüre erhitzen und gut verrühren. Himbeeren auftauen und zerdrücken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Babywindel in ein Sieb legen, Himbeeren einfüllen, Windel zusammendrehen und die Himbeeren durch die Babywindel in die Ganache pressen und verrühren, bis ein netter Rosaton erreicht ist.

Ob man die Babywindel danach in der Waschmaschine wieder sauber bekommt, kann ich noch nicht sagen...

Meine Ganache war so zu flüssig zum Spritzen - mehr Kuvertüre hätte geholfen, ich hatte aber keine weiße mehr. Also hab ich ein bisschen damit experimentiert...

 

 

 

Und dann beschlossen, in Richtung Buttercreme zu gehen, d.h. Butter in der Mikrowelle etwas erwärmen und unter die Ganache rühren. Falls diese Buttercreme wie bei mir etwas flockig wird, einfach bei niedriger Hitze auf dem Herd durchrühren, bei mir wurde sie wieder einwandfrei cremig.

 

Mit der weißen Kuvertüre kleine Herzchen auf Backpapier spritzen. Das Backpapier dafür mit Tesa auf der Arbeitsplatte, besser noch an einem Tablett festkleben. Die Herzen kalt stellen.

Muffins mit Buttercreme verzieren und Herzchen aufstecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Herz habe ich erst mit der noch flüssigen Ganache ohne Butter bestrichen und dann mit der Buttercreme eingerahmt. Der Himbeerfaktor war genau richtig, lautete das Urteil :-)


 

Glückskäfertorte mit gestreiftem Boden und Himbeersahne

08.03.2012 / 13:38

 

Diese Torte habe ich für eine Kollegin gebacken, die ihren Ausstand gefeiert und die Einladungen dafür mit Marienkäfern verziert hatte. Weil ich die Idee, die schwarzen Punkte und den Kopf mit schwarzen Beeren und den Körpfer mit roten Beeren zu gestalten, erst testen wollte, habe ich sicherheitshalber eine kleine 18cm-Version der Torte zuerst dekoriert. Wegen der kleinen Torte habe ich die Zutaten im Rezept mit 1,5 multipliziert, die gestreiften Biskuits habe ich gleichzeitig gebacken, da die 26er und die 18er Springform genau nebeneinander in den Backofen passen.

 


 

Zutaten für 12 Stück:

 

Für den Biskuit:

4 Eier

2 EL heißes Wasser

125 g Zucker

125 g Mehl

 

20g Kakaopulver

 

Für die Creme:

300 g TK-Himbeeren

1 EL Zitronensaft

70 g Zucker

6 Blatt Gelatine

400 g gekühlte Schlagsahne

Zum Dekorieren:

100 g rote Waldbeeren (Himbeeren, rote Johannisbeeren)

100 g schwarze Waldbeeren (Brombeeren, schwarze Johannisbeeren)

2 EL Zucker

3 Blatt Gelatine

 

2 Toffifee

1 Schoko-Stäbchen

50 g Schlagsahne

1 TL Zucker

 

Werkzeug:

Tortenring

Spritzbeutel mit großer und kleiner Tülle

Silikonstreifen oder Alufolie

 

Zubereitung:

Backofen auf 180°C vorheizen, eine 26er Backform am Boden mit Backpapier auslegen.

Für die beiden Biskuitteige jeweils die Hälfte von Eiern, Wasser und Zucker in zwei Schüsseln weißschaumig schlagen, dann das Mehl auf beide Schüsseln verteilen und bei einer Schüssen den Kakao hinzufügen, Mehl unter die Teige heben.

Den hellen und den dunklen Teig in jeweils einen Spritzbeutel geben und abwechselnd Streifen in die Form spritzen. Auf der zweiten Einschubleiste von unten 15-30 Minuten backen, den Biskuit in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Den Biskuit aus der Form lösen, Backpapier abziehen, den Boden auf eine Tortenplatte legen und einen Tortenring oder den Springformrand darum klemmen.

 

Für die Creme die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, die TK-Himbeeren auftauen, mit Zitronensaft und  Zucker pürieren. Gelatine in etwas Wasser bei schwacher Hitze auflösen, mit etwas Himbeerpüree verrühren, dann die Gelatinemasse gut unter das Himbeerpüree rühren. Die Schlagsahne steif schlagen und unter die Himbeermasse heben. Die Creme auf den Boden geben, glattstreichen und im Kühlschrank fest werden lassen.

 

Für die Glückskäferdeko mit einem Zahnstocher das Gesicht in die Creme ritzen. Den Bereich zwischen Körper und Gesicht mit einem Streifen Silikon oder Alufolie abtrennen, dafür den Streifen etwas in die Creme stecken.

 

Jeweils 1,5 Blatt Gelatine einzeln einweichen und bei schwacher Hitze auflösen. Die roten Beeren mit 1 EL Zucker pürieren und 1,5 Blatt aufgelöster Gelatine unterrühren, als Spiegel auf den Marienkäferkörper gießen. Die schwarzen Beeren mit 1 EL Zucker pürieren, ebenfalls mit aufgelöster Gelatine verrühren und in einen Spritzbeutel füllen. Tupfer auf den Körper spritzen und das Gesicht ausfüllen.

 

Den Trennstreifen vorsichtig entfernen.

Mit einem Messer am Tortenring entlang fahren und die Creme ablösen, Ring vorsichtig entfernen.

Aus dem Kuchen "zwischen den Flügeln hinten" ein kleines Stück ausschneiden (perfekt geeignet, um das Werk schon mal vorab zu testen).

So kommt auch der gestreifte Boden besser zur Geltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem Messer den Käfer zwischen den Flügeln und entlang der Farbkante von Kopf und Körper einritzen. Den Marienkäfer mit Toffifee und Schokostäbchen ausstatten, die Schlagsahne steif schlagen und Mund und Augenbrauen aufspritzen. Diese Dekoration möglichst spät machen, da die Sahne gerne rote Ränder bekommt und die äußere Hülle der Toffifee auch schmilzt, was diesem Käfer etwas fiese rote Augenringe beschafft hat ;-)

 

Aus diesem Grund habe ich beim "großen" Glückskäfer die Toffifee und Schokostäbchen erst kurz vor der Übergabe hinzugefügt...und darum vergessen, ein Foto zu machen. Sieht aber auch ohne ganz nett aus, oder? Auch Käfer brauchen Schlaf... ;-)

Winterliche Orangencharlotte

08.03.2012 / 13:35

Diese Orangencharlotte mit Lebkuchenboden, winterlicher Quark-Sahne-Füllung und Orangenlikörtopping wurde inspiriert durch ein Kochbuch von meiner lieben Freundin Andrea.

Leider habe ich vergessen, die fertige Charlotte mit geraspelter weißer Schokolade zu garnieren.

Ich habe den Boden aus Lebkuchenteig gemacht, weil sich dieser Teig fertig gut im Kühlschrank hält und eigentlich sogar ablagern soll, damit die Pottasche besser wirkt und ich daher immer welchen für spontane Lebkuchenherzen da habe.

 


 

Zutaten für 5 Portionen:

 

ca. 200 g fertigen Lebkuchenteig (z.B. http://www.chefkoch.de/rezepte/161811070521866/Lebkuchen.html )

 

Für die Creme:

3 Blatt Gelatine

250 g Sahnequark

1 EL flüssiger Honig

Mark einer Vanilleschote

1  TL gemahlener Zimt

40 g Zucker

100 g gekühlte Schlagsahne

 

Für den Belag:

3 Orangen

1 Pck. Tortenguss

2 EL Zucker

70 ml Wasser

150 ml Orangensaft

4 EL Orangenlikör (Cointreau)

 

Zum Dekorieren:

2 Orangen

25 g weiße Schokolade oder Kuvertüre

 

Werkzeug:

5 Servierringe mit Durchmesser 6 cm

Wellholz

 

Zubereitung:

Backofen vorheizen. Lebkuchenteig aus dem Kühlschrank nehmen, gut durchkneten und ca. 7 mm dick ausrollen.

 

Mit den Servierringen runde Plätzchen ausstechen und am besten direkt im Servierring backen (12 Minuten bei 180°C). Auskühlen lassen.

 

Gelatine nach Packungsanweisung einweichen. Sahnequark mit Honig, Vanillemark, Zimt und Zucker verrühren. Gelatine sanft erhitzen (im Wasserbad auf dem Herd oder bei 50% 1 Minute in der Mikrowelle). 2 EL der Quarkmasse mit der Gelatine verrühren, dann die Gelatinemasse mit der restlichen Quarkmasse verrühren.

Schlagsahne steif schlagen und unter die Mischung heben.

Die Quarkmischung in die Servierringe füllen und glatt streichen. Etwa 1 Stunde kalt stellen.

 

3 Orangen schälen, so dass das Weiße entfernt ist, und die Filets heraus lösen.Die Quarkmischung in den Servierringen mit Orangenfilets belegen.

Tortengusspulver mit Zucker und Orangenlikör anrühren, Wasser und Orangensaft in einem Topf zum Kochen bringen. Topf von der Kochstelle nehmen, angerührtes Tortengusspulver einrühren und unter Rühren nochmals aufkochen lassen. Den Guss auf den Orangen verteilen, fest werden lassen.

 

Kuvertüre in Schneeflocken raspeln, die Servierringe vorsichtig entfernen.

 

Die fertige Charlotte mit weiteren Orangenfilets auf einem Teller anrichten und mit den geraspelten weißen Schokoladenschneeflocken garnieren.

 

Genießen...

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