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mikroangies Blog
Küchenerlebnisse

Veggie werden ist nicht schwer, Veggie sein dagegen sehr!

09.08.2010 / 11:58

Angeregt durch einen anderen Blog möchte ich einige Gedanken zum Vegetariertum beisteuern. Bis ins letzte Jahrhundert hinein wurden Menschen die auf den Genuss tierischer Nahrung verzichteten Pythagoraer genannt, weil der gute alte Pythagoras (a2+b2=c2) und seine Schüler dies ebenfalls taten. Auch die Katharer und andere biblische Völker verzichten auf Nahrung von toten Tieren. Ja, selbst in der Genesis steht sinngemäß, dass der Mensch von Pflanzen leben darf, aber das, was kreucht und fleucht verschonen soll. Aber die wenigsten werden aus Glaubensgründen Vegetarier. Dieser eigentlich abwertende Begriff löste den des Pythagoraers irgendwann ab.

Der Vegetarier an sich wird aber heute gesellschaftlich akzeptiert, wenn nicht gar bewundert. ("Was?!?! Du isst kein Fleisch!!! Das könnte ich nicht.") Meistens schließt sich die Ursachensuche an: "Und wieso nicht?" Heute sind es gesundheitliche, moralische oder soziale Gründe, die zur vegetarischen Lebensweise führen. Aber da beginnt dann schon die Krux: Was ist mit Fisch? Oder mit Produkten von lebenden Tieren? Müsste man aus Gründen des Klimaschutzes und der Arthaltung nicht konsequenterweise nur Produkte aus ökologisch korrektem Anbau konsumieren? Hieße das nicht, auch nur saisonale und regionale Produkte zu kaufen? Ist man dann (als Vegetarier) nicht fürchterlich eingeschränkt? Wenn man diese offensichtlichen Fragen für sich ge- und anderen erklärt hat, tauchen erstmal Probleme praktischer Natur auf.

Der berühmte Punkt, bei dem man mal wieder Lust auf ein schönes Stück Tier hat, ist mit etwas Willenstärke leicht überwunden. Aber man sollte sich nicht täuschen: Der kommt immer mal wieder, der Zeitraum dazwischen wird nur länger. Aber irgendwann geschieht das Wunder und das Fleisch schmeckt einfach nicht mehr. Man wird zwar immer noch denken, dass die Currywurst auf der Chefkoch-Startseite verlockend lecker aussieht, aber man wird wissen, dass sie einem nicht schmecken wird.

Nachdem das nähere Umfeld (Partner, Freunde, Großeltern) sich von dem Schock erholt und auch etwas angepasst hat, ist man selbst gelangweilt vom regelmäßigen Besuch im konventionellen Supermarkt und dem eigenen Speiseplan. Diese Phase kann so nach 6 - 26 Monaten eintreten. Man probiert auch mal "Fleischersatzprodukte" aus Soja oder Weizen, die heute erheblich besser sind, als noch vor einigen Jahren. Da begann man dann, abgeschreckt von Geschmack und Konsistenz der o.g. Produkte, selbst Bratlinge herzustellen und auch mal andere Stärkebeilagen als Kartoffeln, Nudeln, Reis auszuprobieren; auch Hülsenfrüchte werden plötzlich zu einem Quell unendlicher Freude. Ähnliches ist auch über Brotaufstriche anzumerken. Die Vielfalt vegetarischer Brotaufstriche in den großen Supermarktketten gibt es erst seit wenigen Jahren. Also ging man irgendwann ins Reformhaus und war überrascht, was es alles so an vegetarischen Brotaufstrichen gibt und was die für Geld dafür haben wollen! Der Preisvorteil durch Verzicht auf Fleisch ist so schon bald dahin. Insbesondere weil man verstärkt zu Bio-Produkten und weniger Tüten greift, denn man registriert, dass so ein (sehr guter) Geschmack gewährleistet ist, den flämische Gewächshäuser und bunte Tüten einfach nicht bieten können.

Mit den Tütenprodukten ist es auch so eine Sache: Ein Blick auf die Inhaltstoffe verrät sehr bald, dass irgendwann irgendwo ein Tier dafür gestorben ist. Und dann die Sache mit der Gelatine und dem Lab. Das hat man erst nicht so auf dem Schirm, aber dann erwischt einen umso härter! An die versteckten Tierprodukte hatte man erstmal nicht gedacht. Wie soll man sich verhalten? Zum Glück gibt es mittlerweile auch hiervon befreite Produkte für unbeschwerten vegetarischen Genuss.

Und dann sind da noch die einfleischten Fleischesser mit ihren dummen Sprüchen (Du isst meinem Essen das Essen weg!) und uneinsichtigen Verhaltensweisen (Dir reicht ja auch auch nur der Kartoffelsalat beim Grillen, oder?; Der Speck im Spinat ist ja kein Fleisch, der ist nur für den Geschmack!; Die Soße isst du aber, gell?). Erschwert wird das Ganze durch Aversionen des Vegetariers gegenüber bestimmten pflanzlichen Produkten, wie Zwiebeln, Pilzen, Heidelbeeren, Zitronen, etc. Ja, auch Vegetarier haben das Recht etwas einfach geschmacklich nicht zu mögen! Da braucht ihr gar nicht so die Augen verdrehen. Wieso glauben eigentlich alle Nicht-Vegetarier, man könne ein Stück Fleisch prima durch Pilze, bevorzugt Champignons, ersetzen? Wieso? Weil beide nach dem anbraten braun und gummirig sind? Vielleicht fehlt ihnen auch einfach die Phantasie...

All diese Erfahrungen bleiben bei einem vierwöchigen Experiment aus, aber es zeigt Einiges davon schon ansatzweise und bestimmt ist es ein Zeichen der Verständigung und Einfühlsamkeit. Herzlichen Dank dafür! :-)

Fazit: Veggie werden ist nicht schwer, Veggie sein dagegen sehr!

Grillabend

08.08.2010 / 21:17

Zu unserem letzten Grillabend hatte ich meine Digicam eingeladen ;o)

Es gab:

Hähnchen-Laugen-Spieße nach diesem Rezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/966751202371651/Grillspiess-mit-Huhn-und-Brezenteig.html

Ich habe allerdings keine Laugenbrezel bekommen, nur Laugenstangen. War aber kein Problem, ich habe die Stangen einfach in Stücke geschnitten und abwechselnd mit dem Hähnchen aufgespießt. Da ich die fertigen Spieße mit der restlichen Marinade bestrichen habe, gab es ohnehin keine richtige Laugenkruste, was dem Geschmack aber keinen Abbruch getan hat - lecker!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tzatziki: Hierfür 250 g Quark und 250 g Joghurt vermischen. 1/2 Salatgurke fein raspeln, ausdrücken (sonst kommt zuviel Saft ins Tzatziki) und untermischen. 3 bis 4 Knoblauchzehen (bzw. nach Geschmack mehr oder weniger) schälen, fein reiben und ebenfalls untermischen. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken.

Eingelegte Zucchini-Röllchen mit Schafskäse: Für die Zucchini-Röllchen eine Zucchini in Streifen schneiden und die Streifen für 10 Minuten in kaltes Salzwasser legen. Dadurch werden die Zucchini biegsam und lassen sich aufrollen ohne zu brechen. Eine Packung Schafskäse in Würfel schneiden. Aus Olivenöl, Balsamico, Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Pfeffer eine Marinade anrühren (genaue Maßangaben habe ich leider keine, ich habe die Marinade so "Pi mal Daumen" angerührt). Die Zucchinistreifen evtl. nochmals der Länge nach halbieren, so dass sie etwa die Höhe der Schafskäsewürfel haben. Je einen Schafskäsewürfel einmal von allen Seiten in der Marinade wenden und dann mit einem Zucchinistreifen einwickeln. Mit einem Zahnstocher feststecken. Die fertigen Röllchen in die Marinade legen. Die Röllchen am besten schon einen Tag vorher zubereiten und ab und an wenden, so dass alle Seiten mariniert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kartoffelbrot nach diesem Rezept: http://www.chefkoch.de/rezepte/86371033908319/Kartoffelbrot-vom-Blech.html

Ich habe allerdings Fladen daraus geformt - die Rezeptmenge ergibt zwei Fladenbrote. Eines davon habe ich vor dem Backen mit Kräutersalz, das andere mit Pizzagewürz bestreut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schafskäse vom Grill: Dafür eine Packung Schafskäse mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauf und Kräutern marinieren, alles gut in Alufolie einwickeln und grillen. Foto davon habe ich leider keines - der Schafskäse war einfach zu schnell weg ;o)

 

Außerdem gab es natürlich noch Steaks, Würstchen und grünen Salat, aber auch das habe ich nicht extra fotografiert.

Bacon, Lettuce and Tomato

07.08.2010 / 15:31

Noch nie habe ich von diesem Sandwich in Deutschland etwas gehoert oder gesehen - also ist es meine Aufgabe dieses echt suechtig machende Rezept in die Welt zu schicken.

1 Toastbrot ( was immer euch schmeckt)

2 Tomaten

1 grosse Zwiebel

1 Salatkopf ( ebenfalls was immer schmeckt)

500gr Bacon oder magerer Schinkenspeck in scheiben (aber nict zu duenn und nicht zu dick)

Majo

Salz, Pfeffer, Kraeter

Den Schickenspeck oder auch Bacon in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen fuer ca. 20 min. , dann sollte er schoen cross sein. Toasbrot in den Toaster bis dieser auch angebraeunt ist. Majo mit etwas Salz, Pfeffer und Kraeuter abschmecken.( Mein Tipp anstatt Gewuerze geht auch ein Schuss Ketchup !!!) Salat waschen und trocken schleudern. Zwiebel schaelen und in scheiben schneiden, sowie die Tomaten. Die angeruehrte Majo auf das Toastbrot streichen Salat, Zwiebel - und Tomatenscheibe rauf.4 bis 5 scheiben crossen Bacon rauf noch ein Salatblat und das ganze mit noch einer Scheibe Toast abdecken und dann nur noch rein beissen..........hhmmmmmmmmmmm

SchniekeSchneckes Blog
4 Wochen ohne Fleisch

Gestern...

06.08.2010 / 08:39

...gab es in der Uni "Rahmspäzle". Das war eine ziemliche Pampe, aber ich bin auch verwöhnt von meinen selbstgekochten Delikatessen. Mir blieb leider nicht viel anderes übrig, als die Pampe in mich hineinzuschaufeln, weil ich ja kein Fleich essen darf. Meine Kolleginnen mampften dabei ungestört ihren herzhaften Braten... Langsam fehlt es mir. Aber nicht so schlimm, dass ich es nicht mehr aushalten würde.

Ein Bekannter warnte mich vor dieser Phase: Nach einigen Tagen will man unbedingt Fleisch essen. Das ist wie ein toter Punkt, den man überwinden muss, damit man danach unbeschwert weiter Vegetarier sein kann.

Ich habe außerdem festgestellt, dass Gemüse gut für den Geldbeutel ist. Trotz eines riesigen vollen Einkaufswagens habe ich weniger für meine Wocheneinkäufe gezahlt als gedacht. Das sollte ich mir merken.

Nun geht es aber erst mal auf ins Wochenende aufs Mittelalterliche Spektakulum hier in der Gegend. Ich bin gespannt, was dort für Verlockungen auf mich warten...

mikroangies Blog
Küchenerlebnisse

Verkohkelter Auberginen-Aufstrich

05.08.2010 / 13:39

Vor Jahren während eines Urlaubs auf Rhodos habe ich mal was gegessen, das mich in Verzückung versetzte und kurzerhand von mir Auberginen-Kohkel-Salat getauft wurde. Genau konnte ich es nicht identifizieren, es war was zwischen Salat und Creme und schmeckte halt verkohkelt aber trotzdem superlecker. Eine Intuition ließ mich auf Auberginen als Inhaltsstoff tippen, aber Beweise dafür gab das Aussehen nicht her.

Warum die Aubergine auch Eierfrucht genannt wird, kann ich nicht sicher sagen. Die Form und die Farbe, so wie sie hierzulande auftritt, kann wohl kaum der Anlass dafür gewesen sein. Ebenso die sehr geringe Menge (1%) an enthaltenem Eiweiß. Auch der ethymologische Ansatz bietet keine Anhaltspunkte. Allerdings habe ich mal gesehen, dass Auberginen durchaus weiß mit violetten Sprenkeln sein können. Warum sollte es dann nicht auch ganz weiße Varianten geben? Und wenn man sich vorstellt, dass sie wie die meisten Gemüsesorten wahrscheinlich der Vergrößerung durch Zucht zum Opfer gefallen sind und früher erheblich kleiner waren, dann käme das Ganze einem Ei annähernd nahe (Sie wird auch Eierpflaume genannt). Es gibt tatsächlich solche weißen Mini-Sorten. Nun aber zur Zubereitung!

Auf der Suche nach einer schnellen Zubereitung von Auberginen, die das Salzen und Anbraten vermeidet, stieß ich hier auf dieses Rezept http://www.chefkoch.de/rezepte/300841109961680/Auberginen-Brotaufstrich.html . Und leise Erinnerungen an den Auberginen-Kohkel-Salat wurden wach. Zugegeben: das Aussehen dieses Aufstrichs ist nicht gerade das, was man appetitlich nennen würde, aber ich beschloß dem Gericht eine Chance zu geben, hoffte ich doch auf ein gustatorisches Wiedersehen mit dem Auberginen-Kohkel-Salat.

Wie schon gesagt, sollten die aufgeschnittenen Auberginen vor dem Anbraten 10-15min gesalzen werden (oder in Salzwasser eingelegt werden), damit die Bitterstoffe entzogen werden. Ich bilde mir auch ein, dass sie dadurch weicher werden. Ob dabei das in geringen Mengen enthaltene Nikotin auch entzogen wird, kann ich nicht sagen, hoffe ich aber. Vor der weiteren Verwendung werden die Auberginen noch einmal abgespült um das Salz und die Bitterstoffe zu entfernen.

Dieses Prozedere entfällt bei dem oben erwähnten Rezept, denn hier wird die ganze Frucht in der Schale angekohlt. Wie man das hinbekommt, bleibt jedem nach seinen Möglichkeiten überlassen. Utensil der Wahl war bei mir eine gußeiserne Pfanne (ohne Fett). Eine von den Auberginen war etwas größer, was es erheblich erschwerte sie rundherum anzukohlen. Das dicke Ende konnte ich durch aufrichten und anlehnen an den Pfannenrand anschwärzen, aber eine Seite war hartnäckig und rollte immer wieder weg. Also hab ich den Kochlöffel darunter geschoben. Der geübte Leser ahnt es bereits: der Kochlöffel aus Holz war dann natürlich auch angekohkelt. Nebenbei hab ich nämlich schon von den anderen Auberginen die Schale entfernt, was echt ganz einfach geht und die Frucht ist dann innen auch ganz weich.

Mit einer Zwiebel und Öl in der Küchenmaschine püriert ergab das ganze eine recht schmackhafte Geschichte, die aber etwas mehr Würze als Salz, wie in dem Rezept behauptet, benötigte. Mit etwas Knoblauch und mediterranem Blütenzaubersalz ging es dann. Leider erinnerte es nur entfernt an den ersehnten Auberginen-Kohkel-Salat, weswegen mir weiterhin diese Köstlichkeit verwehrt bleibt.

Fazit: Versuch macht kluch!

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