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Schwedische Blätterteigteilchen

19.06.2010 / 12:06

Heute heiratet die Kronprinzessin Victoria von Schweden. Was liegt also näher, als ein schwedisches Rezept zu veröffentlichen. Es ist sooo einfach, gelingt garantiert immer!

Wir brauchen:

1 Päckchen Blätterteig aus dem Kühlregal

Apfelmus

gemahlene Mandeln

Zucker

1 Ei

 

Und so geht's:

Blätterteig aufrollen und mit Apfelmus bestreichen.

Bild 063

Danach gemahlene Mandeln drüber geben und als letzte Schicht ein bisschen Zucker (nicht zu viel, wird sonst zu süß).

Bild 065

Das Ganze aufrollen und ein ca. eine Halbestunde in den Kühlschrank geben. Zwischenzeitlich ein Ei aufschlagen und verrühren. Blätterteigrolle nach ihrer Kühlphase mit dem Ei einstreichen.Ca. 2 cm breite Scheiben aus der Rolle schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Bild 068

Die Schnittstellen mit dem Ei bepinseln und ab in den Ofen, wo die Teilchen ca. 20 Minuten backen müssen.

Hmm, lecker!!!

Bild 069

Bild 070

Tipp: Apfelmus nach Belieben mit etwas Zimt verfeinern, schmeckt Klasse!

 

Naheulbeuks Blog
Rezepte & Geplauder

TOAST HAWAII

17.06.2010 / 10:39

TOAST HAWAII

Betrachtungen zu einem Klassiker der teutonischen Kulinaristik


Die Jüngeren werden es vermutlich gar nicht glauben wollen, aber
ES WAR EINMAL eine Zeit, da gab es noch KEINE Supermärkte!

Ich rede von den 50er Jahren des 20ten Jahrhunderts.

Die Läden nannte man KAUFLADEN und das waren allesamt "Tante Emma"-Läden. Wenn man die Tür öffnete, erklangen Tonstäbe oder Glöckchen. Es gab eine Theke und die wenigsten Produkte waren abgepackt; Waschpulver, Back- und Pudding-Pulver und Erbswürste gab's schon. Aber wenn man zum Beispiel Zucker wollte oder Mehl, wurde eine Schublade aufgezogen und die gewünschte Menge in eine Papiertüte abgewogen. Man wurde beraten und bedient.

Die Auswahl der Produkte war geringer, aber es gab auch VIEL weniger Überflüssiges: all die bunten Tütchen z.B., mit Salz, Fett, natürlichen und künstlichen Aroma-Stoffen drin und oft auch Hefeextrakt, die heute meterlang die Regale füllen sind erst später erfunden worden. Bei uns schräg gegenüber war so ein Laden. Ich bin fast täglich dort gewesen, um Sachen einzukaufen oder um mit dem Sohn des Hauses zu spielen. Wir rannten aus Bequemlichkeit hinter der Theke und durch das Waren-Lager hindurch auf den Hof oder in den Garten. Das Lager war - vom Laden-Raum durch einen Vorhang getrennt -
eine ganz eigentümliche Welt. Man kam sich fast wie in einem Schiffsbauch vor, vielleicht weil da 2 große Holzfässer standen
die einen seltsamen, fast exotischen Duft verströmten. Es war  schummrig dort, weil nur ein wenig Licht durch ein kleines Fensterlein in der Giebelwand kam. Manchmal hielten wir an und guckten und rochen in die Fässer hinein. In Einem waren Salzgurken, im Anderen Heringe.

(In Nürnberg, ganz in der Nähe des Hauptmarktes gibt es ein  Samengeschäft in dem die Zeit stehen geblieben scheint. Es sieht noch so aus wie die Läden damals in den 50ern, das Logo, die Theke, die Schubläden. Nur das Angebot ist modern. Man wird bedient und kompetent beraten; Doch das nur nebenbei als Tipp für fränkische oder durchreisende, nostalgische Hobbygärtner).

Die Auswahl an Obst und Gemüse war deutlich kleiner als heute und bestand überwiegend aus saisonalen Produkten. Orangen und Zitrusfrüchte gab es solange ich mich erinnern kann und Bananen auch, jedenfalls in Hessen, woher ich komme. Wenn die Bananen geliefert wurden, war immer ein großes Hallo. Die Bananen kamen in einer großen Holzkiste als komplette Staude, also nicht wie heute in Hände zerlegt. Die Kiste wurde auf die Straße gestellt,  der spärliche KFZ-Verkehr musste halt warten. Dann postierten sich 3 - 4 kräftige,
knüppelbewaffnete Kerle drumherum. Jemand hebelte mit einem Brecheisen den Deckel auf und klopfte gegen die Seitenwände in der Hoffnung, dass, falls ein Untermieter der Staude die Seereise mitgemacht hätte, nämlich eine Vogelspinne, sie dann heraus käme und sich erschlagen lassen würde. Wenn man Bananen heute immer noch so angelieferte, würde dieser Job, das Unschädlich-Machen  der Vogelspinne, vermutlich von einem schmächtigen, pickel-gesichtigen Gymnasiasten erledigt, der das Tier mit bloßen Händen ergreifen und zuhause freudestrahlend seiner Sammlung von Arachniden hinzufügen würde, - waren halt ANDERE Zeiten , - damals...

Die ANANAS war in aller Munde, sowohl im übertragenen Sinne als auch tatsächlich. Allerdings kam sie fast ausschließlich in Form von Dosenware zu uns. Sie verkörperte den Traum von Südsee, Freiheit, Erotik und Abenteuer - von "Gaanz-weit-weg", von Sorglosigkeit, Strand, Palmen und Hula-Hula...

Die Leute die sich nicht von Rock&Roll begeistern ließen, tanzten zu den Klängen der Hawaii-Gitarre. Vico Torriani sang " Ananas aus Caracas" und Manolita "Ananas" - ( Aaaananas, kauft Ananas bei  - bumberadschi-bumbum).

Kein  Wunder, dass alsbald jemand auf die Idee kam, sie in einen Snack, eine kleine Zwischenmahlzeit zu integrieren.

Ich habe übrigens nachgesehen: es gibt tatsächlich einen  nennenswerten Anbau von Ananas in Venezuela. Oft nahmen die Schlager-Texter es aber nicht so genau mit der Geografie, Hauptsache exotisch, - und so fragte sich der Kenner gelegentlich, WARUM AUSGERECHNET eine Handvoll Gauchos sich mühevolle 3000 km lang den Hintern wund reiten sollte, bloß um am Strand von Copacabana ein Lagerfeuer anzumachen? Das war ja belebtes Stadtgebiet und diese Brandstifter wären  mindestens unangenehm aufgefallen, womöglich sogar verhaftet worden.

Noch etwas war GANZ ANDERS in den 50er Jahren als heute: man sah fern oder man ließ es - will sagen, daß es nur EINEN Sender gab und der sendete in schwarz-weiß. Die Kiste war AN oder AUS. Zappen war nicht möglich, insofern war es ZAPPEN-DUSTER. Der erste Fernseh-Koch  (Fernweh-Koch) erschien auf der Mattscheibe und das war Clemens Wilmenrod ( Clemens Zwiebel-brot, wie wir alberten), der hochverehrte Erfinder des "Toast Hawaii".
Der Mann mit dem schütteren Haupthaar, der immer eine Schürze trug auf der eine Karikatur seiner selbst prangte. Seine Sendungen waren regelrechte Straßenfeger. Die MUSSTE man gesehen haben, um mitreden zu können. Und selten ist ein Rezept SO schnell zu einem Klassiker geworden. Wenn es eine Art GEMA für Rezepte-Erfinder gegeben hätte und der Clemens, sagen wir mal, ein 5erle für jeden produzierten Toast bekommen hätte, wäre er sicher sehr, sehr reich geworden.


TOAST HAWAII
(das Original, es gibt mittlerweile Edel-Varianten)

4 Scheiben Toastbrot
4 Scheiben Gouda
4 Scheiben mageren Kochschinken
4 Ananasscheiben
4 Cocktailkirschen  
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Den Backofen oder Grill auf  200 °C erhitzen.
das Toastbrot mittelbraun anrösten.
die Toasts mit Schinken, Ananasscheibe und dem Käse belegen;
in dieser Reihenfolge, so bleibt das Brot knuspriger!

Die Toasts mit Kirschen garnieren (in die Mulde in der Mitte
der Ananas-Scheibe drücken)
salzen, pfeffern
Toasts ca. 10min überbacken, bis der Käse schön zerlaufen ist,
dann sofort servieren

 

 

F_As Blog
just another cupcake blog

Falafel "Cupcakes" (glutenfrei, zuckerfrei)

15.06.2010 / 20:40

Fake Cupcakes

  • 100g Kichererbsenmehl*
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Natron
  • 1 Messerspitze Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 Prise Koriander, gemahlen
  • 1/8 TL Pul Biber, gemörsert und gesiebt
  • 1/2 TL Meersalz (von normalem Salz weniger!)
  • 1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
  • 1-2 EL Petersilie, gehackt
  • 1 Lauchzwiebel, in feinen Ringen
  • 3 EL Olivenöl
  • (optional ein paar Spritzer Sesamöl)
  • 1/2 EL Tahin (Sesampaste)
  • 50g Joghurt
  • 1 Ei
  • Milch nach Bedarf (ca. 25ml)

Muffinblech fetten und mehlen oder mit Papierbackförmchen auslegen und Ofen ggf. vorheizen.
Zwiebel und Knoblauch in sehr wenig Öl kurz andünsten.
Kichererbsenmehl, Backpulver, Natron und Gewürze in eine Schüssel sieben, Meersalz dazugeben und vermischen.
In einer weiteren Schüssel Joghurt, Öl und Tahin verrühren.
Mit dem Handrührgerät auf hoher Stufe Ei schaumig schlagen. Nasse und trockene Zutaten hinzugeben und auf niedriger Stufe kurz verrühren, dabei so viel Milch wie nötig zugeben.
Bei 175°C 20-25 Minuten backen, bis ein Zahnstocher sauber herausgezogen werden kann. Gut auskühlen lassen.

  • 100g Frischkäse
  • 50g Butter
  • Schnittlauchröllchen, Schnittlauchblüten, Sesam

Käse und Butter weich rühren, auf die Muffins spritzen und mit Schnittlauch und Sesam bestreuen.

* Kichererbsenmehl findet man im Asiamarkt unter dem Namen “Gram Flour”.

Südafrika 2010: Heute mal kulinarisch

13.06.2010 / 16:36

Die Fußball-WM hat begonnen und Südafrika ist in aller Munde. Dies jedoch nur bildlich gesprochen; ich kenne wenige, die mir spontan sagen können, was die Menschen dort eigentlich essen. Umso interessanter erschien mir ein Rezept, das ich in einer Zeitschrift gefunden und sogleich nachgekocht habe. Ich war total begeistert und kann ohne Übertreibungen sagen, dass diese eines der besten Gerichte ist, die ich je gekocht habe.

Für vier Personen brauchen wir:

500 g Rindfleisch (ich verwende dazu gerne Rumpsteaks)
2 Zwiebeln
1 EL Sojasoße
1 Prise Zimt
je 1 TL Sambal Oelek und Chilipulver
1 EL Öl
200 g getrocknete Aprikosen
300 ml Wasser
Pulver für gekörnte Brühe
200 ml Sahne (fettarme Variante: Cremefine zum Kochen)
100 ml Sweet Chili Soße
2 Bananen
Kokosflocken
Pfeffer, Salz

Dazu reichen wir Reis und grüne Bohnen

Und so geht's:

Rindfleisch in dünne Streifen schneiden und Zwiebeln sowie die getrockneten Aprikosen würfeln.

Rindfleisch

Zwiebeln

Obst

Fleisch und Zwiebeln im Öl anbraten. Sojasoße, Zimt, Chilipulver und Sambal Oelek dazu geben und Fleisch braun braten. Dann die Bratensoße mit Wasser und dem Brühepulver ansetzen, Sweet Chili Soße, Sahne und gewürfelte Aprikosen dazu geben und alles zusammen aufkochen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Banane in Scheiben schneiden und ganz zum Schluss dazugeben, damit sie nicht verkocht.

Rindfleisch fertig

Während man all diese Schritte unternimmt, können der Reis und die grünen Bohnen jeweils in Salzwasser in Ruhe weich werden. Alles zusammen auf einem Teller anrichten, nach Belieben mit Kokosflocken bestreuen und genießen.

Rindfleisch Teller

Anmerkungen:

Anhand der Zutatenliste sieht das Ganze auf den ersten Blick sehr aufwändig aus. Insgesamt dauert die Zubereitung jedoch maximal eine Halbestunde, weil wirklich alles sehr einfach vonstatten geht und man eigentlich nicht mehr tun muss als das Zeug zusammengeben und umrühren. Die Sweet Chili Soße, das Sambal Oelek und die Sojasoße gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt in der Asienabteilung und wer öfters fremdländisch kocht, hat diese Zutaten in der Regel da.

ACHTUNG: Das Gericht ist so, wie es das Rezept vorgibt, sehr scharf. Ich empfehle Zartbeseiteten daher, das Chilipulver und Sambal Oelek einfach wegzulassen, da es für den Geschmack unwesentlich ist. Die Sweet Chili Soße reicht als Schärfegeber völlig aus. Und wer ganz ohne Schärfe kochen möchte, ersetzt einfach die Sweet Chili Soße durch einen süßen Fruchtsaft, z.B. Apfelsaft. Wenn Menschen mit verschiedenen Toleranzgrenzen das Gericht essen, kann man das Chilipulver und Sambal Oelek dazu reichen und jeder würzt es sich individuell nach.

Ach ja, der ultimative Hinweis für WW-Teilnehmer: Das Gericht hat, wenn man anstatt der Sahne Cremefine zum Kochen verwendet und drei gehäufte EL des fertigen Reises berechnet, pro Teller 11,5 PP.

 

 

 

Naheulbeuks Blog
Rezepte & Geplauder

CHUTNEY

10.06.2010 / 16:12

CHUTNEY - Reifes Ananas-Chutney

Betrachtungen zu einem Klassiker der indischen Küche

"Was bei der Zubereitung im Topf eine Plage ist, ist selten eine
beim Leeren des Tellers",
( Yogi Vithaldas, - Anmerkung zum Thema "Reife Chutneys").

Du, lieber Leser, weißt sicher noch dass die Gaußsche Normalverteilung,
bzw. die Glockenkurve die Bezeichnung für die grafische Darstellung der
Verteilung von Häufigkeiten ist, die sich praktisch immer nach diesem
Muster verhält. Zum Beispiel die Kochkunst: wenn man auszählt, wieviel
gute, mittel-gute und schlechte Köche es gibt, und die Zahlen in einem
Koordinatensystem so anordnet, dass z.B. die ganz Guten links sind und
die ganz Schlechten rechts angezeigt werden, so ergibt sich eine Kurve
die wie eine Glocke aussieht. In der Mitte versammeln sich die Durch-
schnitts-Köche, also die meisten Hobbyköche und auch ich. Na ja, ich
sähe mich vielleicht einen winzigen Tick weiter links, mir ist aber klar,
dass dies eine subjektive Ansicht ist.

Die Küche meines Elternhauses würde ich aber ziemlich weit rechts
ansiedeln, etwa dort wo jedes vernunftbegabte Wesen anfängt sich
zu fragen, ob es nicht lieber einen Fastentag einlegen sollte und sich
eine plausible Entschuldigung ausdenkt, um nicht mitessen zu müssen.
Vielleicht ist das der Grund, dass ich seit frühester Jugend geahnt habe,
dass es jenseits dieses Zeugs das wir ungern und oftmals unter Androhung
von roher Gewalt herunter würgen mussten, noch was Anderes, Besseres
geben müsse. Dass es nochmal Krieg geben sollte und dass wir dann lernen
würden, dieses Essen zu schätzen, haben wir uns oft anhören müssen. Die
Geschichte vom Hering der in Krisenzeiten von der Decke baumelte und
an dem jeder Mal sein trocken Brot reiben durfte, bevor ihn der Papa ge-
gessen hat, um bei Kräften zu bleiben und ähnlichen Mist auch. Junge,
Junge - die 60er Jahre waren wahrlich kein Zuckerschlecken! Doch breiten
wir den Mantel der Barmherzigkeit über diese glücklicherweise längst
vergangene und hoffentlich bald endgültig vergessene Zeit...

Ich habe als Kleinkind angefangen, Kochbücher anzugucken und habe
praktisch damit lesen gelernt. Dann fing ich an zu sammeln: die Hefte
von Dr. Oetker mit den gezeichneten Illustrationen, mein erstes gebun-
denes Kochbuch von Mary Hahn und Vieles mehr. Meinen ursprünglichen
Wunsch, Koch zu werden habe ich aufgegeben, als ich anfing als Essen-
Austräger zu jobben und mich in diversen Küchen umsehen konnte (bzw.
musste).

Irgendwann Anfang der 70er kam dann "Das Yoga Kochbuch" von Yogi
Vithaldas zu meiner Sammlung, aber da war ich schon fast aus dem Jugend-
alter heraus. Ich habe sehr viel Sympathie für die Indische Küche, obwohl
ich selten mal indisch koche. Am häufigsten kommen Currys, - Lamm oder
Huhn auf den Tisch, etwa 2-3mal im Monat. Unser absoluter Spitzenreiter
sind aber die Chutneys, und dort die Reifen Chutneys, die man herstellt
und dann mindestens 3 Monate reifen lassen soll. Durch Zufall haben wir
herausgefunden, dass diese Chutneys nach 2 oder 3 JAHREN, NOCH
besser schmecken. Und so bereiten wir jedes Jahr mehrere Kilo zu, Grüne-
Tomaten-, Mango-, Schalotten- oder am allerliebsten Ananas-Chutney. Die
essen wir zu kalten Platten oder Gegrilltem und verschenken sie als Mit-
bringsel. Auf die Gefahr hin, dass Ihr mir das als Prahlerei auslegt: unsere
Chutneys sind so begehrt, dass wir sie in Mengen produzieren und sogar
verkaufen könnten, wenn der Gesetzgeber nicht so hohe Hürden errichtet
hätte. Senf darf jeder anrühren und vertreiben, aber Marmelade und Kon-
fitüren und Ähnliches...

Um jeglichen Ärger mit Yogi Vithaldas oder seiner Erben-Gemeinschaft
oder dem Heyne-Verlag zu vermeiden, schreibe ich hier nur das Rezept
unseres Ananas-Chutneys auf, das den anderen erwähnten Chutneys nach
Vithaldas Original-Rezepten ähnelt, aber doch als unsere Creation eigen-
ständig genug ist.

Ein kleines Vorwort, Warenkunde: Du bist drauf und dran ein kulinarisches
Spitzen-Produkt herzustellen, - also versaue es nicht, in dem Du knauserst
und die falsche Ananas kaufst. Du musst unbedingt eine Flug-Ananas nehmen,
also eine die fast vollreif geerntet wurde  und mit dem Flieger zu uns gekommen
ist. Sie sollte aromatisch riechen aber auch noch fest sein, keine braunen Stellen
haben und schon gar nicht vergoren muffeln. Die grünen Dinger vom Discounter
kannst Du vergessen. Wenn Du keine Frucht findest wie die beschriebene, lasse
es ganz bleiben oder mache ein anderes Chutney. Selbst wenn Du eine vergleichs-
weise teure Frucht nimmst, wird Dein eigenes Chutney doch wesentlich weniger
gekostet haben als ein fertig gekauftes und - so behaupte ich mal frech - auch
noch besser schmecken.

REIFES ANANAS-CHUTNEY

1kg     Ananas-Stücke, sauber geputzt ohne Augen
500g   brauner Rohr-Zucker
4 Eßl. gehackte Ingwer-Wurzel
4 Eßl. gehackter Knoblauch
2 Eßl. blonde Rosinen, mittelgroß
1 Eßl. Meer-Salz
1 Tasse Essig 6-8%, z.B. weißer Balsamico
1-2 rote Chili-Schoten, nach Belieben, kleingeschnitten z.B. in Ringe
1 Eßl. schwarze Senfkörner ( am besten die großen Körner)
2 Tel. Garam Masala

Den Zucker im Essig auflösen, die restlichen Zutaten beigeben und
ca. 1 Stunde wie eine Marmelade einkochen, - die Gelierprobe machen!
Du wirst dabei bleiben müssen und rühren, außer Du besitzt so einen
elektrischen Marmeladen-Rührtopf. Wenn Du keine ABLUFT-Haube hast,
aber die Möglichkeit draußen zu kochen, solltest Du es tun: der Essig
wird sonst Deine Wohnung parfümieren und der Duft wird ein, zwei Tage
oder sogar noch länger halten; Manche mögen das ja.

Das fertige Chutney in Marmeladen-Gläser füllen, sofort verschließen,
wenn Du es möchtest, für einige Stunden auf den Kopf stellen und dann
mindestens für 3 Monate dunkel aufbewahren.

Wenn Du kein fertiges Garam Masala findest oder verwenden magst
( die sind teilweise sehr unterschiedlich in Aroma und Schärfe ) bereite
es selbst:

GARAM MASALA

Die schwarzen Samenkörner von 4 Kardamom-Schoten, andersfarbige
aussortieren
1 Tel ganze Nelken
30 schwarze Pfefferkörner
2 Tel Cumin-Samen ( oder Kümmel )
1 Zimtstange, ca 6cm lang.

alles möglichst fein mörsern, den Überschuss trocken und dunkel aufbewahren...

 

 

 

 

 

 

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