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Schokoladen-Cupcakes mit Vanille-Buttercreme

22.08.2010 / 00:34

 

Für die Schokoladen-Cupcakes 275 g Mehl, 2 TL Backpulver, 1 TL Natron und 3 1/2 EL Kakaopulver in einer Schüssel gut vermischen.

In einer zweiten Schüssel 1 Ei schaumig schlagen. 130 g Zucker, 80 ml Öl und 300 ml Buttermilch unterrühren. Die Mehlmischung zugeben und kurz unterrühren.

Von 1 Tafel (100 g) weißer Schokolade eine Rippe für die Deko abbrechen, den Rest in kleine Stücke schneiden und unter die Teigmasse heben.

Ein Muffinbackblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig bis je zur Hälfte in die Förmchen füllen.

 Die Cupcakes im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen.

Die Cupcakes vollständig auskühlen lassen.

Für die Vanille-Buttercreme am Vortag einen Pudding aus 1 Päckchen Vanillepuddingpulver, 450 ml Milch und 2 EL Vanillezucker - ich nehme den mit echter Vanille - kochen (also den Pudding nach Packungsanweisung kochen, aber mit den hier genannten Zutaten). Direkt auf den Pudding eine Lage Frischhaltefolie legen, damit sich keine Haut bildet und den Pudding bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Die benötigte Butter (300 g) ebenfalls schon am Vortag aus dem Kühlschrank nehmen, dass sie auch Zimmertemperatur annehmen kann. Die Butter und der Pudding müssen die gleiche Temperatur haben und dürfen nicht zu kalt sein, damit die Buttercreme nicht gerinnt.

Dann die 300 g Butter schaumig schlagen und den Pudding esslöffelweise unterrühren.

Etwa 1/3 bis die Hälfte der Buttercreme in eine weitere Schüssel geben und mit ca. 3 EL gesiebtem Kakaopulver einfärben.

Den Spritzbeutel nun mit beiden Cremes füllen. Dafür den Spritzbeutel in ein hohes Glas stellen und mit einem Teigschaber auf der einen Seite die helle, auf der anderen Seite die dunkle Creme einfüllen.

Die Buttercreme auf die Cupcakes spritzen.

Für die Deko von der übrigen weißen Schokolade und etwas Blockschokolade oder dunkler Schokolade mit einem Sparschäler oder einem Zitronenritzer kleine Späne abschneiden.

Die Cupcakes mit Schokoladenrosen aus dieser Schokomodeliermasse http://www.chefkoch.de/forum/2,77,336250/Schokomodeliermasse-Herstellung-im-Gefrierbeutel-Bildanleitung.html und den zweifarbigen Schokoladenspänen dekorieren. 

 

Aufgeschnitten sehen die Cupcakes dann so aus:

 

 

Naheulbeuks Blog
Rezepte & Geplauder

PLAT AU FOUR - Kartoffel-Gratin

21.08.2010 / 21:36

PLAT AU FOUR - Kartoffel-Gratin

Betrachtungen zu einem Klassiker der Welschen Küche

1983 sind wir mit Kind und Kegel nach St. Etienne/ Frankreich gezogen,
der Heimat meiner Frau, wo wir 15 Jahre lang gelebt und gearbeitet
haben - bis uns das Schicksal oder der Zufall, wie immer man das nennen
mag, woanders hin verschlagen hat.

Die Wochenenden haben wir meistens in der Haute-Loire verbracht, wo
meine Schwiegereltern seit Mitte der 70er Jahre ein Häuslein gemietet
hatten. Später haben wir das Nachbarhaus für satte 80 Francs im Monat
dazu gemietet und dort eine wunderbare Zeit verbracht. Es gab wegen der
Gärten immer Einiges zu tun: Umgraben, Pflanzen, Gießen, Ernten und
Verarbeiten. Der Rasen mußte gemäht werden, das Holz gehackt usw. usw.
Im Wald wuchsen verschiedene Beeren-Arten und ab Mitte Juli bis in zu
den ersten Frostnächten unterschiedliche Edelpilz-Sorten, Pfifferlinge,
Steinpilze und Krause Glucken vor allem. Wenn das Wetter danach war,
haben wir Samstag Abend gegrillt. Wenn wir Pilze hatten, gab es Sonntags
Kalbsrippe oder Schweinebraten oder Lammkeule mit Kartoffel-Gratin.

Die Menschen die dort oben leben, hatten es nie besonders leicht. Man
betreibt Milchwirtschaft und Viehzucht, auch etwas Holzwirtschaft. Auf
den Felden wachsen auf über 900m Meereshöhe nur Futter-Mais und
Futter-Kohl und nur in geschützten Lagen auch Getreide. Früher gab es
eine nennenswerte Seidenraupen-Zucht, so unwahrscheinlich das auch
klingen mag. Und es gab und gibt auch heute immer noch Orte in denen
die Leute von der Weberei leben. Man hat sich schon früh auf die Passe-
menterie spezialisiert, d.h. auf Bänder, Kordeln und Spitzen. Die Heim-
Webereien kann man übrigens leicht an ihren Fenstern erkennen, die
lang und schmal vom Boden bis unters Dach reichen.

Die Weide-Milch und das Weide-Fleisch sind von einer Qualität, die es
einem schwer macht, sich an das hiesige Turbo-Zeugs zu gewöhnen. Die
Beine der Kühe dienen dort ja auch tatsächlich als Fortbewegungsmittel
und nicht als bloßer Abstandshalter zwischen Euter und Stallboden, wie
in den meisten deutschen Ställen. Kühe sind garnicht so dumm, wie man
ihnen üblicherweise unterstellt. Sie finden von ganz alleine den Weg zum
Stall und wissen, daß sie dort durch die Melkmaschine Erleichterung
erfahren. Einmal stand ich in einem Stall bei so einer Melkanlage mit 6
Plätzen. Einer der Plätze war frei und der Bauer  hat gerufen: "Da fehlt
noch eine!" - nicht etwa "Marie, wo bleibst Du?" Ich weiß natürlich nicht,
wie groß Maries Wortschatz war, ob sie den Satz verstanden hat, den Sinn
aber schon. Jedenfalls kam sie sofort angetrippelt, stellte sich an ihren
Platz und guckte uns wegen ihrer Trödelei mit bedrückter Miene, um
Entschuldigung bittend an, soweit eine Kuh zu solchem Mienenspiel  in
der Lage ist. Ich traue mich gar nicht zu sagen, an wen sie mich erinnert, wenn ich an die Szene denke.

Sonntag morgens war ich immer als erster wach. Mit dem ersten Licht
bin ich aufgestanden, ein Stück die Straße hochgeradelt wo ich das Tal
besser überblicken konnte und habe den Sonnenaufgang bewundert. Dann
bin ich ein wenig herumgeradelt und dann zwischen 6 und 7 Uhr ins Dorf
gefahren. Gefahren ist eigentlich übertrieben, gerollt würde besser passen,
denn es ging steil den Berg hinunter. Der Anstieg dort heißt "Chantemule",
was man mit "Muli-Gesang" übersetzen könnte. Wir vermuten, daß der
Name daher kommt, daß die Mulis, die früher die Funktion von Lastwagen
übernehmen mussten, dort lautstark ihren Unmut über den steilen Weg zum Ausdruck brachten.
 
Maultiere schleppten ja auch, in Karawanen von 50 bis 60 Tieren, den
Wein vom Rhone-Tal über das Massiv des Pilat nach St.Etienne wo es
Kohle-Minen gab und die Bergleute eine tägliche Zuteilung von 6 (sechs)
Litern Rotwein pro Kopf hatten. Ok, der Wein war nicht so kräftig wie heute.
Angeblich gibt es Nichts was den Kohle-Staub aus Mund und Kehle besser
entfernen kann. Mir ist nicht bekannt, ob die Kumpels nur gegurgelt haben
oder auch geschluckt, - vermute aber schon Letzteres. Ihre Lebenserwar-tung war zwischen Staublunge und Leberschaden jedenfalls nicht sonder-lich hoch, wie man hört.

Im Dorf habe ich Brot gekauft, die Zeitung und Zigaretten. Dann stand ich
am "zinc", der Theke, habe einen Kaffee (petit noir) getrunken, die Zeitung
überflogen und zugehört, was die Leute so erzählt haben.

In der Bar war ich einer der ganz wenigen, die Kaffee getrunken haben. Das ortsübliche Getränk morgens zwischen 6 und 8 war "le petit blanc limé". Wer das mit Weißwein-Schorle übersetzen wollte, läge völlig daneben, - semantisch betrachtet gar nicht mal so sehr, aber faktisch. Der Patron, also der Mann hinter dem Tresen, füllt ein kleines Ballon-Glas 0,1l mit eiskaltem Weisswein bis zum Rand auf, Eichstrich hin, Eichstrich her. Wer meint, es passe nichts mehr ins Glas hinein, irrt ebenfalls, denn jetzt kommt die Zitronen-Limonade zum Einsatz.
Der Patron gibt einen kleinen Spritzer davon auf den Wein, so daß sich die
Flüssigkeit ein-zwei Millimeter über den Rand hinaus wölbt, aber nicht überläuft. Der Gast hat jetzt zwei Möglichkeiten: entweder er verbeugt sein Haupt vor dem Patron und schlürft den obersten Schluck ab, um das Glas in die Hand nehmen zu können - oder er bleibt erhobenen Hauptes stehen, verschüttet ein wenig von dem Getränk auf den Tresen, hoffentlich bloss die Limonade, und prostet dem Wirt zu, der sofort die Pfütze mit einem Lappen wegwischt.

Ob das ein Spielchen zwischen dem Patron und seinen Gästen ist, ein
Gerangel um die Hackordnung oder ob der Wirt ganz einfach nur zeigen
möchte, dass bei ihm die Gläser so voll gemacht werden, wie es nur irgend
geht, habe ich allerdings nie sicher in Erfahrung bringen können.

Warum erzähle ich das alles? Weil ich, vielleicht aus einer nostalgischen
Anwandlung heraus, eine Region und ihre Bewohner beschreiben möchte, für die nicht der Knödel (sowas kennen die garnicht) oder die Fritte die höchste Stufe der Vollendung einer Kartoffel ist, sondern der "Plat Au Four", der je nach seiner Ausführung mit Käse oder ohne, bzw. abhängig von der Sorte Käse die man verwendet, auch Gratin, Gratin Dauphinois, Gratin Savoyard oder Tartiflette genannt wird. Er wird gerne und oft zum Sonntags-Braten gereicht.

PLAT AU FOUR

Man nehme Kartoffeln einer vorwiegend festkochenden Sorte wie Charlotte, Monalisa, Aura, Belle de Fontenay, BF 15, Charlotte usw. - etwa 250 Gramm pro Nase oder zur Sicherheit auch mehr. Gratins schmecken auch aufgewärmt sehr lecker.

Die Kartoffeln werden geschält, gewaschen und in 2-3mm dünne Scheiben
geschnitten. Man buttert eine feuerfeste Form und legt die Kartoffel-scheiben hinein. Man gibt Salz, Pfeffer, etwas Muskatnuß und Knoblauchscheiben nach Belieben dazu. Man deckt eine letzte Schicht Kartoffeln darüber, damit die Gewürze nicht verbrennen, gießt Voll-Milch und Sahne an, die Form gut halb voll und gibt ein paar Butter-Flocken auf den Gratin. Das Ganze kommt in die vorgeheizte Backröhre bei 200°C und wird gut eine Stunde lang gegart.

Der Gratin erfordert ein wenig Aufmerksamkeit, man kann nicht einfach
weggehen und ihn nach einiger Zeit fertig aus dem Ofen holen. Das Problem liegt darin, dass Kartoffeln immer einen unterschiedlichen Stärke-Anteil haben und deswegen unterschiedlich lange brauchen, bis sie den perfekten, sahnigen Biss haben, aber auch nicht zu Purée zerfallen sind. Die Flüssigkeit sollte von den Kartoffeln aufgesogen und der Überschuß im Ofen verdampft sein. Man muß gelegentlich nachsehen, eventuell die Form mit Alu abdecken wenn der Gratin zu schnell bräunt oder etwas Milch nachgießen. Man wird nach 50 oder 60 Minuten mit einem spitzen Messer die Kartoffeln auf ihren Gar-Zustand prüfen und wenn nötig die Gar-Dauer verlängern. Man wird auch je nach Notwendigkeit die Temperatur erhöhen oder senken, um die perfekte Bräunung zu bekommen. Ein wenig Übung und Geduld braucht man schon bis zur Vollkommenheit; Also nicht gleich beim ersten Fehlschlag zum Tüten-Gratin greifen, den man nur noch aufwärmen und überbacken muß.

Variante:

Man füllt etwa die Hälfte der Kartoffelscheiben in die Form. Dann gibt man
wahlweise Steinpilz-Scheiben, in Scheiben geschnitte Schalotten und/oder
geraspelten Käse z.B. Gruyère oder Tomme de Savoye darüber. Die Füllung
wird mit den restlichen Kartoffeln bedeckt und das Ganze wie oben gegart.

Spinat- und Möhrchen-Waffeln mit Kräuterquark

19.08.2010 / 11:21

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Spinatwaffeln (ergibt 9 Stück) 125 g weiche Butter schaumig schlagen, 100 g aufgetauten Tiefkühl-Rahmspinat und 3 Eier unterrühren. 125 g Mehl ebenfalls unterrühren. Weitere 125 g Mehl mit 2 Messerspitzen Backpulver mischen und abwechselnd mit 100 ml Wasser und 100 ml Milch unterrühren. Den Teig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Waffeleisen bei mittlerer Hitze vorheizen und dünn einfetten. Jeweils 3 Esslöffel Teig in die Mitte der Backfläche geben und das Waffeleisen schließen. Die Waffeln für zwei Minuten backen lassen. Beim weiteren Backen sollte das Waffeleisen etwa alle zwei bis drei Waffeln neu eingefettet werden.

Während die Waffeln nacheinander gebacken werden, die schon fertigen Waffeln bei ca. 70 Grad im Backofen warmhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Möhrchen-Waffeln (ergibt ebenfalls 9 Stück) 125 g weiche Butter schaumig schlagen, 100 g fein geraspelte Möhrchen und 3 Eier unterrühren. 125 g Mehl ebenfalls unterrühren. Weitere 125 g Mehl mit 2 Messerspitzen Backpulver mischen und abwechseln mit 100 ml Wasser und 150 ml Milch unterrühren. Den Teig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Waffeln genauso wie oben bei den Spinatwaffeln beschrieben backen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den Kräuterquark 250 g Quark mit 125 g Joghurt verrühren. Frische, gehackte Kräuter (z. B. Schnittlauch und Petersilie) ebenfalls unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Spinatwaffeln:

125 g weiche Butter

100 g Tiefkühl-Rahmspinat

3 Eier

250 g Mehl

2 Messerspitzen Backpulver

100 ml Wasser

100 ml Milch

Salz, Pfeffer

 

Für die Möhrchen-Waffeln:

125 g weiche Butter

100 g fein geraspelte Möhrchen

3 Eier

250 g Mehl

2 Messerspitzen Backpulver

100 ml Wasser

150 ml Milch

Salz, Pfeffer

 

Für den Kräuterquark:

250 g Quark

125 g Joghurt

frische Kräuter

Salz, Pfeffer

mikroangies Blog
Küchenerlebnisse

kleine Köstlichkeiten

17.08.2010 / 11:00

Am Wochenende waren wir auf einen Geburtstag eingeladen. Für das Buffet brachte ich gefüllte Aprikosen mit, die auf allgemeine Begeisterung stießen. Auch wenn sie zuerst für Champignons oder Datteln oder Pflaumen gehalten wurden. (Es war halt etwas schummrig am Buffet.)

Man nehme für 20 Stück:

22 getrocknete Aprikosen und koche sie mit

200 ml Orangensaft

1/2 TL Zimt und

2 EL Zucker auf.

Aprikosen baden

Dann die Hitze wegnehmen und noch 10 Minuten ziehen lassen. Nicht rühren, höchstens ein- bis zweimal ganz vorsichtig umwenden, da die Aprikosen sonst beschädigt werden. Sofort nach den 10 Minuten die Aprikosen vorsichtig aus dem Orangensaftbad nehmen und abtropfen und abkühlen lassen. Den Orangensaft auf 3 EL Sirup einkochen.

Für die Füllung werden

150g Ricotta mit

1 fein gehackten Chilischote (ohne weiß Haut und Kerne) und

50 g gerösteten, gehackten Walnüssen sowie

1/4 TL Kardamom und etwas Salz und dem

eingekochten Sirup vermengt.

Dou Infernale

Die Masse wird in einen Spritzbeutel (ich nehme einen Gefrierbeutel mit kleiner abgeschnittener Ecke) gefüllt. Dann drückt man mit dem Daumen  an der Schnittstelle vom Kern eine Mulde in die Aprikosen. Auch hier wieder vorsichtig sein und höchstens die Hälfte des Randes öffnen, damit sie sich noch befüllen lassen. Jetzt wird die Ricottamasse in die Aprikosen gespritzt und die Aprikosen gleich angerichtet. Hier zeigt sich, ob man die Nüsse klein genug gehackt hat und sie durch die Öffnung passen. Zum Schluss mit Minzesträußchen garnieren.

Dekoration

Ich mache meistens die doppelte bis dreifache Menge, damit die Auflaufform gefüllt ist. Außerdem sind die sooo lecker. Man benötigt dann trotzdem maximal 300 ml O-Saft, so dass die Aprikosen knapp bedeckt sind. Es empfiehlt sich ca. 10% mehr Aprikosen zu verwenden als man am Ende haben will, weil immer welche kaputt gehen. Die zerrissenen/matschigen kann man aber prima zusammen mit dem Ricottarest auf Brot essen oder halt so nebenbei. Man sollte immer so 10 Aprikosen "ausbeulen" und sich zurechtlegen, damit man nicht so oft absetzen muss. Es ist auch gut, die gedünsteten Aprikosen und die Frischkäsemasse im Beutel über Nacht im Kühlschrank aufzubewahren, dann lassen sie sich besser verarbeiten. Natürlich ist auch wieder was schief gegangen: Die Walnüsse sind einseitig schwarz geröstet worden. Die Hälfte war Ausschuss, die andere konnte ich retten, indem ich die Haut abgerieben habe. Dann hab ich nochmal die gleiche Menge rohe Nüsse dazu getan. Ist keinem aufgefallen, wohl auch weil es so scharf war. ^^

Als Geschenk hatten wir einen Restaurant-Gutschein organisiert und dazu gab es "Trinkgeld" und Geld für Fisch- und Krabbenbrötchen.

Dafür hab ich zwei Zehn-Euro-Scheine an die Wandung von zwei Weingläsern geklebt (Rotwein) und diese mit Zwirn an einem mit Geschenkpapier ausgekleideten Pappboden befestigt. Aus zwei Fünf-Euro Scheinen wurden Fische gefaltet, ein Wackelauge aufgeklebt und mit Stecknadeln auf einem Schwamm befestigt. (Fischbrötchen) Aus einem zehn Euroschein wurde eine Krabbe/Krebs gefaltet, selbst gebastelte Augen aufgeklebt und auch so befestigt. Die Schwämme wurden vorher oval geschnitten und auf dem Pappboden festgeklebt. Außerdem hab ich noch Salatbilder gefunden, aber die kann man auch weglassen.

Geldgeschenk

Fischbrötchen

Krabbenbrötchen

Fazit: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!

SchniekeSchneckes Blog
4 Wochen ohne Fleisch

Halbzeit

16.08.2010 / 10:49

Sooooo, ich habe es geschafft und die Hälfte der Zeit als Vegetarierin ausgesessen. Langsam stellt sich eine Gewöhnung ein und manchmal vergesse ich völlig, dass mir ja eigentlich etwas fehlen sollte. Das hat aber auch Nachteile, denn dadurch, dass mir das "Vegetarischsein" nicht mehr ständig präsent ist, muss ich höllisch aufpassen, nicht aus Versehen doch zum Schinkenbrötchen zu greifen. Bisher klappt es aber ganz gut.

Irgendwie habe ich im Verlauf der letzten Woche ständig vegetarische Pizza gegessen. Mir fehlte einfach die Zeit zum Kochen. Dafür kann ich nun keine Pizza mehr sehen und diese Woche gibt es dann zu Hause nur noch Selbstgemachtes mit viiiiiel Gemüse. Das Problem als Vegetarier ist ja, dass man nicht bedenkenlos irgendwelches Fertigzeug kaufen kann, sondern sich genau informieren muss. Die Mühe werde ich mir ab jetzt sparen. Frisches und Selbstgekochtes ist sowieso gesünder.

Das mit dem Sport nebenbei klappt auch gut. Fleisch scheint keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit zu haben. Naja, jedenfalls zeigen sich kurzfristig keine negativen Folgen und eine Kollegin aus meiner Handballmannschaft ist auch seit längerem Vegetarierin und sie lebt erstaunlicherweise noch.

Allerdings fiel mir auf, dass es mir manchmal ein wenig peinlich ist, meinen Selbstversuch vor fleischfressenden Bekannten zuzgeben. Ständig diese Kommentare: "Wie jetzt, du isst kein Fleisch???" "Aber das ist doch nicht für immer, oder???" "Du bist ja total bekloppt, auf Fleisch zu verzichten, was soll dir das denn bringen???" Naja, in erster Linie Erkenntnis. Als Fleischfresser ist man doch oft mit Vorurteilen behaftet, was Vegetarier angeht. Und dass diese ohne Fleisch doch Mangelerscheinungen hätten. Und sowieso ein Bisschen Gaga wären. Und so weiter. Mittlerweile bin ich aber davon überzeugt, dass eine vollwertige Ernährung als Vegetarier durchaus möglich ist (wenn man sich nicht nur von Tiefkühlpizza ernährt ;-) ).

Allerdings sind da noch die Gründe, warum Menschen zu Vegetariern werden. Und zwar weil die armen Tiere so sehr leiden. Da ich vom Lande komme und bisher nicht den Eindruck hatte, dass unsere Tiere irgendwie leiden müssten, ist das ein Punkt, den ich noch nicht einsehe. Vielleicht werde ich mich demnächst einmal näher damit beschäftigen. Der andere Grund ist da für mich ein triftigerer: Wenn Menschen weniger Fleisch essen würden, müssten wir nicht so viele Pflanzen an Tiere verfüttern und könnten mehr Menschen satt machen (vereinfacht ausgedrückt). Das ist natürlich utopisches Wunschdenken, aber es zeugt trotzdem von einem guten Herzen, wenn man die Welt zu einem besseren Ort machen will. Und so oder so: Böse sein, kann man Vegetariern deswegen nicht.

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