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Erkältung: 10 Hausmittel gegen Husten, Schnupfen & Co

10 bewährte Hausmittel gegen die Erkältung

Bestes Hausmittel gegen Erkältung – eine Erkältungssuppe!

200 Erkältungen macht jeder Mensch in unseren Breitengraden durchschnittlich im Laufe seines Lebens durch. Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen machen uns dann zu schaffen – und leider lassen sich Erkältungen nicht mit Medikamenten verkürzen. Einige Symptome einer Erkältung lassen sich aber mit Hausmittelchen lindern – das wusste schon die Oma.

Wenn ich als Kind mit einer Erkältung ans Bett gefesselt war, gab es auch etwas Gutes an meiner Situation: eine heiße Hühnersuppe nach einem Rezept meiner Omi. Danach legt man sich schlafen und wacht mit einem besseren Gefühl wieder auf. Kennt ihr das? Das nennen wir eine gute Alternative zur Chemiekeule aus der Apotheke. Und davon haben wir noch mehr auf Lager. Hier kommen 10 bewährte Hausmittel gegen eure Erkältung.

1. Hühnersuppe – der Klassiker bei Erkältung

Frisch gekochte Hühnersuppe ist eine Kraftbrühe, die es in sich hat: Sie enthält den Eiweißstoff Cystein, der als Baustein des Glutathion die Zellen stärkt, Entzündungen hemmt und Viren abwehrt – also genau das Richtige bei Erkältung und Grippe. Außerdem kräftigen Vitalstoffe wie Zink und Kalzium das Immunsystem.

Eine Hühnersuppe ist schnell und einfach zubereitet: Dazu ein möglichst frisches Suppenhuhn in einen Topf geben, mit Wasser bedecken, Salz, Pfeffer und geputztes sowie geschnittenes Suppengemüse zugeben, einmal aufkochen und danach 45 Minuten köcheln lassen. Dann die Brühe mit ein wenig Hühnerfleisch heiß zu sich nehmen. Wer mag, darf natürlich auch blanchiertes Gemüse oder Suppennudeln dazu geben.

2. Bei Kopfschmerzen hilft Pfefferminz

Wer kennt das nicht: Eine Erkältung wird meistens von einem hämmernden Kopfschmerz angekündigt. Doch dagegen gibt es Hilfe aus der Hausapotheke: ätherisches Pfefferminzöl. Einige Tropfen davon auf Stirn und Schläfen geträufelt und einmassiert, lindert die Schmerzen genauso wirksam wie viele Kopfschmerztabletten. Der Grund: man geht davon aus, dass sich bei Kopfschmerzen Blutgefäße abwechselnd verengen und dehnen. Dieser schmerzhafte Prozess wird durch die Kälte, die das Pfefferminzöl auf der Haut hinterlässt, gestoppt. Der Blutfluss verbessert sich und die Blutgefäße ziehen sich wieder zusammen.

3. Husten lindern mit Kamille

Kamille ist eine Allround-Heilpflanze, die schon seit ewigen Zeiten als solche bekannt ist. Noch vor ca. 80 Jahren gab es kaum eine Krankheit, die man nicht mit ihr zu kurieren versuchte. Die in der Pflanze enthaltenen ätherischen Öle und Flavonoide vernichten laut zahlreicher Studien Bakterien und Viren, wirken krampflösend und haben sogar pilztötende Eigenschaften. Brüht die Kamille einfach auf und atmet den warmen Dampf bis zu zehn Minuten mindestens dreimal täglich tief ein. Allergiker sollten allerdings besser auf eine Behandlung mit Kamille verzichten, da die Pflanze zur Familie der Korbblütler gehört und Allergien auslösen kann. Natürlich tut auch ein warmer Tee mit Kamille gut, um Husten zu beruhigen. Noch ein Tipp: Ein Stück Schokolade mit hohem Kakaoanteil zwischendurch ist nicht nur gut für die Seele, ihr Gehalt an Theobromin wirkt ebenfalls lindernd bei Husten.

Hausmittel gegen die Erkältung

4. Fieber senken mit Wadenwickeln

Wadenwickel sind ein weiterer Hausmittel-Klassiker, wenn man von Grippe geplagt im Bett liegt. Die Wickel bewirken einen Abfall der Körpertemperatur um bis zu einem Grad Celsius – wichtig ist hier allerdings, dass sie unbedingt richtig angewendet werden: Ein Handtuch in lauwarmes (nicht kaltes) Wasser tauchen und um die Unterschenkel wickeln. Darüber ein trockenes Tuch, ein Badetuch oder eine ganz leichte Decke legen. Wenn sich der Wickel erwärmt hat, wird er gewechselt.

Wadenwickel solltet ihr nur bei einer Temperatur von über 39 Grad Fieber anwenden. Denn eigentlich bewirkt Fieber bei Grippe etwas Positives: Es setzt im Körper bereits einen Selbstheilungsprozess in Gang. Durch die hohe Temperatur tötet Fieber Viren und Bakterien ab und sorgt dafür, dass die körpereigenen Abwehrzellen in Gang gesetzt werden.

5. Heiserkeit mit Quarkwickeln lindern

Eine Erkältung wird oftmals von Heiserkeit begleitet. Ein bekanntes Mittel bei Heiserkeit sind Quarkwickel. Hierzu wird Quark fingerdick auf ein Baumwolltuch gestrichen und von Ohr zu Ohr um den Hals gelegt. Das ist zwar manchmal etwas unangenehm matschig, aber die Wirkung rechtfertigt den Aufwand auf alle Fälle. Durch die kühle Quarkmasse wird Wärme entzogen, die Durchblutung angeregt und so die körpereigene Immunabwehr angekurbelt. Außerdem verringert sich so auch der Schmerz.

6. Schnupfen mit einem Fußbad bekämpfen

Schnupfen gehört zur Erkältung dazu – und tritt in der kalten Jahreszeit häufig auch solo auf. Ein Fußbad kann bei Schnupfen jedoch Abhilfe schaffen. Ihr solltet damit aber sofort bei den ersten Anzeichen beginnen. Ansteigende Fußbäder verbessern die Durchblutung der Nasenschleimhaut, da die Blutgefäße von Füßen und Atemwegen nervlich miteinander verbunden sind.

Dazu füllt man eine Schüssel oder ein Becken bis Wadenhöhe mit 35 Grad warmem Wasser und gibt etwas Thymianöl hinzu. Beide Füße baden und innerhalb von 15 Minuten nach und nach heißes Wasser hinzugeben, bis es eine Temperatur von 39 bis 41 Grad erreicht. Füße dann noch ca. 5 Minuten darin lassen, herausziehen, abtrocknen und sich anschließend schnell entweder ins Bett oder mit einer warmen Decke aufs Sofa legen. Das hilft nicht nur gegen Schnupfen, sondern sorgt auch für euer Wohlbefinden – wie vielleicht auch die Mops-Wärmflasche oder das Lavendel-Kissen in unserer Produktauswahl.

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7. Gliederschmerzen mit Bädern lindern

Eines der lästigsten Symptome bei Erkältung und Grippe: Gliederschmerzen. Wenn alles weh tut, ist ein wärmendes Bad mit einem Zusatz aus Latschenkiefer, Rosmarin, Menthol oder Eukalyptus genau das Richtige. Die ätherischen Öle des Erkältungsbades fördern die Durchblutung und die schmerzende Muskulatur entkrampft. Dazu füllt man die Badewanne mit 38 Grad warmem Wasser, gibt die entsprechenden Essenzen dazu und genehmigt sich ein zehnminütiges Bad. Danach schnell ins Bett und ausruhen. Achtung: Bei Fieber auf das Bad verzichten. Es belastet zusätzlich den Kreislauf.

8. Ohrenschmerzen dank Zwiebelkompressen lindern

Manchmal kommen bei einer Erkältung oder Grippe auch noch Ohrenschmerzen hinzu. Hier helfen Zwiebelkompressen. Der in der Zwiebel enthaltene Mix aus ätherischen Ölen, schwefelhaltigen Aminosäuren und Flavonoiden vertreibt die krank machenden Quälgeister zuverlässig, oft sogar besser als Antibiotika. Die Inhaltsstoffe der Zwiebel verringern die Oberflächenspannung des Trommelfells und können somit die Nervenreizung und den Schmerz verringern. Für eine Zwiebelkompresse die Zwiebel klein hacken, in ein Taschentuch wickeln und auf das schmerzende Ohr legen, evtl. mit einem Stirnband oder einer Mütze fixieren.

9. Weniger Halsschmerzen dank Ananas-Salbei-Saft

Halsschmerzen sind eines der typischen Symptome bei Grippe – durch Husten und Heiserkeit fühlt sich der Hals heiß an und schmerzt beim Schlucken. Als Hausmittel könnt ihr einen Ananas-Salbei-Saft zubereiten. Das Bromelain aus der Ananas spaltet die großen Eiweißkörper. Die Lymphflüssigkeit kann dadurch besser abfließen und die Schwellung im Hals geht zurück. Die im Salbei enthaltenen Polyphenole wirken zusätzlich entzündungshemmend, indem sie sich um die Viren und Bakterien hüllen und sie so funktionsunfähig machen. Für den Saft kocht ihr den Salbei auf und vermischt alles mit frisch ausgepresstem Ananassaft. Über den Tag mehrmals schlückchenweise trinken.

10. Schlafstörungen mit Milch und Honig bekämpfen

Eigentlich solltet ihr bei Grippe & Co. im Bett bleiben – aber manchmal rauben einem die Symptome den Schlaf. Doch auch hier gibt es ein bewährtes Hausmittel, das wohl jedem von uns aus den Kindertagen bekannt ist. Warme Milch mit Honig war oft das Erste, was Oma oder Mama bei einer beginnenden Erkältung abends vor dem Schlafengehen verordneten. Der Milcheiweißstoff Tryptophan wird im Hirn zu schlaffördernden Substanzen umgewandelt. Dass Honig entzündungshemmend wirkt, ist ebenfalls bekannt. Der Grund: Die Bienen setzen dem Honig ein Enzym namens Glucoseoxidase hinzu. Es sorgt dafür, dass aus dem Zucker im Honig permanent in kleinen Mengen Wasserstoffperoxid entsteht – ein wirksames Antiseptikum.

Bei Erkältungen viel trinken

Tee trinken – das ist bei einer anschleichenden Erkältung immer eine gute Idee. Zitrone, Ingwer und Honig sind in dieser Zeit wahrscheinlich eure besten Freunde. Weite Ideen, wie ihr euren Knock-Out lindern könnt, seht ihr auf der nächsten Seite. Vom Hustensirup bis zur Kraftsuppe haben wir Rezepte zusammengestellt, die euch wieder auf die Beine bringen!

Rezepte von Tee bis Suppe gegen die Erkältung

Der Klassiker der Hausmittel ist die Hühnerbrühe, denn sie hemmt die Entzündung in Mund und Hals und stärkt das Immunsystem. Vor allem die Inhaltsstoffe der Brühe tun gut, aber auch die heiße Flüssigkeit ist ein wichtiger Aspekt für die Linderung der Symptome. Am besten setzt ihr gleich einen besonders großen Topf mit Hühnerbrühe auf. Bei Getränken ist ganz klar der Tee die Nummer eins – besonders gut tun Ingwer, Zitrone, Lindenblüten oder Honig. Und zu guter Letzt: ab ins Bett oder auf die Couch und vor dem Nickerchen noch schnell die Lieblings-Serie anschalten!