Grillen ist im Sommer des Deutschen liebster Sport – kein Wunder, denn was gibt es Schöneres, als bei warmen Temperaturen draußen zu essen? Vor allem nach einer anstrengenden Woche im Büro kommt der Miniurlaub auf der Terrasse gerade recht. Egal ob Fleisch, Fisch oder Gemüse, alles kommt auf den heißen Rost, dazu ein bisschen Salat und der Gaumenschmaus ist garantiert.

Doch nach einiger Zeit wird es etwas langweilig auf den Grilltellern. Klar, was gut schmeckt, wird oft gemacht, nur irgendwann kann man die immer gleich eingelegten Steaks nicht mehr sehen. Die anfängliche Euphorie weicht dem Überdruss und man ist regelrecht satt von der Eintönigkeit. Das muss nicht sein, schließlich kann man jeden Grillabend zu einem komplett neuen Erlebnis machen! Wie? Ganz einfach, zum Beispiel mit einer neuen Marinade! Das verleiht Ihrem Grillgut einen komplett anderen Geschmack und Ihnen einen vielfältigen Genuss. Wir sagen Ihnen, wie Sie Pep in Ihr Fleisch, Fisch oder Gemüse bringen - mit leckeren Marinaden, die wieder Lust auf mehr vergnügliche Grillabende machen!
Kräuter am besten im Ganzen oder nur grob gehackt zur Marinade geben,
so kann man diese vor dem Grillen besser abstreifen und hat somit keine
verbrannten Kräuter am Fleisch und zwischen den Zähnen.
Auf Salz
sollte in der Marinade verzichtet werden, denn dieses entzieht dem Fleisch
Wasser und trocknet es dadurch aus. Also immer erst nach dem Grillen
salzen! Besonders gut eignet sich grobes Meersalz oder Rauchsalz, das
gibt dem Grillgut noch mal eine extra Portion Rauchnote!
Letztlich
ist die Zusammenstellung einer Marinade Ihrem persönlichen Geschmack
überlassen, denn Säuregeber, Kräuter und Gewürze sind variabel
austauschbar.
Das Fleisch sollte von allen Seiten mit der Flüssigkeit benetzt sein,
so dass die Aromen überall gleich stark eindringen können. Am besten
verwenden sie eine Auflaufform, die mit Alufolie abgedeckt wird, oder
eine Plastikbox, die verschlossen werden kann. Auch Plastiktüten eignen
sich gut, hier hat man sich das Spülen des Gefäßes gespart und das
eingelegte Stück muss nicht bepinselt werden, sondern kann durch die
Tüte einmassiert werden, so bleiben auch die Finger sauber.
Die Dauer des Marinierens hängt ganz von dem Fleischstück und der weiteren Verwendung ab. Grillfleisch muss aufgrund seiner geringen Dicke meist nur ein paar Stunden in der Marinade liegen, während ein Braten auch über mehrere Tage eingelegt werden kann, z.B. Sauerbraten. Bei Fisch dient das Marinieren mehr der Geschmacksgebung, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Gebeizter Lachs kann, lange genug eingelegt, so lange haltbar gemacht und roh verzehrt werden.
Nach dem Marinieren sollte das Fleisch abgetupft werden, damit die überschüssige Marinade nicht in den Grill läuft. Das ist nicht nur schädlich, da die verbrannte Marinade den Grill qualmen lässt, sondern verhindert auch eine gleichmäßige Bräunung des Grillgutes. Meist können Marinadenreste auch noch als Saucengrundlage oder zum Dippen weiterverwendet werden.

(für 4-6 Nackensteaks)
Zwiebel, Knoblauch und Chilischoten in grobe Stücke schneiden, Weißwein, Öl, Tomatenmark und Gewürze hinzufügen und alles gut vermischen. Grillgut damit bestreichen und 4-6 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen.
(für ca. 1,5 kg Spareribs
Zwiebel und Knoblauch grob klein schneiden und kurz anbraten. Die Sojasoße, den Wein und den Balsamico sowie die übrigen Zutaten hinzugeben und etwas einreduzieren lassen. Die Spareribs mindestens 4 Std. marinieren.
(für 4-6 Schweinekoteletts)
Limette heiß abspülen, Schale abreiben oder in grobe Stücke schneiden und auspressen. Kräuter, Chili und Knoblauch grob zerkleinern und alles mit Senf und Olivenöl vermengen. Das Fleisch in der Marinade mindestens 4-6 Stunden einlegen.

(für 4-6 Steaks)
Die Knoblauchzehen schälen, grob zerkleinern und anschließend im Mörser zerreiben. Ebenso mit dem Ingwer verfahren. Nun die Sojasauce, das Sesamöl, den Sherry und den Honig in einen Topf geben kurz aufkochen, Ingwer und Knoblauch hinzufügen und das Ganze mit Pfeffer abschmecken.
Die Steaks in der noch warmen Marinade einlegen. Am besten über Nacht einziehen lassen.
(für 4- 6 Stücke Fleisch, z.B. Rumpsteaks)
Zitronenschale abreiben oder in grobe Streifen schneiden, Saft auspressen. Zusammen mit den grob gehackten Kräutern mit Öl und Rotwein vermischen und mit Pfeffer abschmecken. Das Fleisch ca. 4-6 Stunden in die Marinade einlegen.
(4 Personen)
Den Bulgur mit ca. 50 ml warmem Wasser übergießen und 10 min quellen lassen. Die Zwiebeln und den Knoblauch abziehen und fein würfeln, die Chilischote in feine dünne Fäden, die Pfefferminze klein schneiden. Das Rinderhack in eine Schüssel geben und mit den Eiern, Zwiebel, Knoblauch, Chili, Pfefferminze mischen. Anschließend den ausgedrückten Bulgur sowie die Gewürze hinzufügen und untermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus der Masse nun etwa 8 Röllchen formen und auf Holzspießchen stecken. Vor dem Grillen mit Öl bestreichen.
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(für 8 kleine oder 4 große Lammkoteletts)
Knoblauch schälen und grob zerkleinern, Thymian und Rosmarin grob hacken. Alle Zutaten mit Olivenöl und dem ausgepressten Zitronensaft vermischen die Lammkoteletts darin ca. 6 Stunden einlegen.
(8 Lammfilets)
Die Knoblauchzehe abziehen und pressen, den Rosmarin grob zerpflücken. Zutaten mit Öl und Cognac mischen, mit Pfeffer abschmecken und Lammfilets für ca. 6 Stunden marinieren.

(für ca. 4 Geflügelschenkel oder Hühnerbrüste)
Knoblauch und Ingwer schälen und grob zerkleinern, Limettenschale reiben oder Schale in Streifen schneiden, Saft auspressen. Alles mit Olivenöl, Pfeffer und Sojasauce vermischen und Geflügelteile darin ca. 2 Stunden einlegen.
(für ca. 10 Wings oder 4 Hühnerkeulen)
Zitrone pressen, Chilischoten klein schneiden. Alle Zutaten miteinander vermischen und Hühnerflügel oder Keulen damit einpinseln. Mindestens 2 Stunden einlegen, immer wieder Marinade nachpinseln.
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(für 4 Portionen)
Je ein Lorbeerblatt auf einen Fisch legen, die restlichen Kräuter sowie die Pfefferkörner darüber verteilen. Den Honig mit dem Senf, Öl und dem Weißwein vermischen und über den Fisch geben. Eine Stunde marinieren.
(für ca. 12 Riesengarnelen mit Kopf und Schwanz)
Chilischoten in feine Streifen, Knoblauch in feine Würfel schneiden. Mit dem Limettensaft und dem Traubenkernöl verrühren und Garnelen darin für ca. 1 Stunde einlegen.
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(für ca. 500g Gemüse)
Ein großzügiges Stück Folie doppelt nehmen und das Gemüse auf die glänzende Seite legen. Den in Würfel geschnittenen Knoblauch darüber geben, ebenso die Kräuter und Gewürze. Abschließend das Öl darüber verteilen, die Folie so verschließen, dass keine Flüssigkeit herauslaufen kann und für ca. 1 Stunde marinieren. Das Gemüse in der Folie kann im Anschluss direkt auf den Grill gelegt werden und wird je nach Gemüsesorte ca. 10-15 gegrillt.
(6 Spieße)
Marinade:
Die Kartoffeln säubern und ca. 10 min vorkochen. Die Paprikaschoten und die Zucchini in mundgerechte Würfel, bzw. Scheiben schneiden. Nun abwechselnd Kartoffelstücke, Zucchini und Paprika aufspießen. Für die Marinade die getrockneten Tomaten in Stücke schneiden, den Knoblauch grob würfeln und die Kräuter zupfen. Alle Zutaten mit dem Olivenöl, Rauchsalz und Pfeffer mischen und die Spieße ca. 1 Stunde darin einlegen. Anschließend 10 bis 15 Minuten grillen.